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* Personalien. Erncnrrtt wurden: der Ministerialrat im Ministerium des Innern Dr. Wilhelm Wehner zum QRitglieb der Prü» sungskvmmission für das 3 u st i z- und Derwaltungsfach: der Schwerkriegsbeschä­digte Georg Metzler zu Friedberg mit Wirkung tom 1. August 1924 an zum Amtsge- hilseir bei der Lehranstalt für Obstbau und Land­wirtschaft zu Friedberg Am 18. August 1924 ist der Dorstand der landwirtschaftlichen Schule zu Schotten, Landwirtschaftsrat Ernst Metz, zur Seit zu Offenbach, mit Wirkung vom 1. August 1924 an zum Vorstand der landwirtschaftlichen Schule zu Offenbach unter Belassung seiner Amtsbezeichnung als Landwirtschaftsrat ernannt worden: am 22 August 1924 der Landwirtschafts- rat Dr. Philipp Helfert an der landwirtschaft­lichen Schule zu Lauterbach mit Wirkung vom 1. September 1924 an zum Vorstand der landwirtschaftlichen Schule zu Schotten: der Landwirtschaftsrat an der landwirtschaftlichen Schule zu Alsfeld Dr. Otto Lehr mit Wir­kung vom 1. September 1924 an zum Vorstand der landwirtschaftlichen Schule zu Lich unter Belassung der Amtsbezeichnung als Lardwirt- Fchaftsrat: der Regierungsbaumeister Adolf Dru- sius zu Friedberg mit Wirkung vom 1. September 1924 an zum Regierungsbaurat bei einem Kulturbauamt.

D i e Höch st reuten nach dem De - sahungSpersonenschadengeseh fit* mit Wirkung vom 1. August laut einer Verord­nung des Reichsministers für die besetzten Ge­biete in den Jahresgrundbeträgen bei Erwerbs­losigkeit mit 1464 Goldmark, bei Hilflosigkeit mit 1980 Goldmark festgesetzt worden. Der Grund- betrag des Kinderzuschlags beträgt jährlich 240 Golbmark.

D ie Stoppuhr nicht beweiskräf­tig. Eine für Automob Allsten wichtige Ent­scheidung fällte daS Potsdamer Amtsgericht. Ein Berliner Kaufmann fuhr mit seinem Kraftwagen die Strafe PotsdamBornim. Auf der Chaussee trurde der Kraftaxtgen durch einen Land­jäger angehalten und die Rümmer fest­gestellt. Später erhielt der Automobilbesiher einen Strafbefehl wegen zu schnellen Fahrens. Der- Beamte hatte mittels einer Stoppuhr eine Fahrtgeschwindigkeit von 51 Kilometer festgestellt. 3m Einspruchverfahren vor dem Potsdamer Amtsgericht wurde der Angeklagte mit der Be­gründung freigesprochen, das) das Gericht eine unbedingte Zuverlässigkeit einer Stoppuhr nicht mehr anerkenne.

RDV. Frankfurt München mit D 3ug 9 4. Der D-Sug 94, der eine gute Ver­bindung von Frankfurt (Main) (ab Frankfurt 8,45, an München 7,00) nach München über Stuttgart herstellt, wird von Frankfurter Reisenden noch immer sehr wenig benutzt. Die Reisenden ziehen es vor, mit dem um zwei Stunden später liegenden l^-Zug 48 abzufahren, obgleich dieser meist überfüllt ist. Auch fährt der O-Zug 48 häufig, da er in Frankfurt im Gegensatz zu O-Zug 94 Anschlüsse abzuwarten hat, verspätet ab und trifft infolge­dessen auch in München mit Verspätung ein. Der 0-Zug 94 verlädt dagegen Frankfurt stets fahr- planmäßig und kommt pünktlich in München an, so daß die Anschlüsse in München nach dem Süden

immer sichergestellt sind und leichter erreicht wer- den als mit dem O-Zug 48. Es wird noch daraus hingewiesen, dah im Zuge D 94 aufter einen 2. Klasse-Schlafwagen noch ein Liegewagen 3. Kl. läuft. 3m D-Sug 48 verkehren dagegen nur Schlafwagen 2. Klasse.

Landkreis (Stegen.

Grünberg, 27. Aug. 3n der gestrigen Gemeinderatssihung wurden folgende Punkte der Tagesordnung besprochen: 1. Ein Danges ach des Gerichtsvollziehers König und des Obe: postsckretärs Müller ruft eine lebhafte Debatte darüber hervor, ob es im 3ntereife der Stadt liegt, den sog. Feldgraben als gewöhnliches Baugelände unter herabgesetztem Preis aus der Hand abzugeben, wie es seither zur Förderung des Wohnungsbaues in der Gattenstraße ge­schehen, oder ob dieser gröbere und näher bei der Stadt gelegene Platz nicht durch öffent­liche Versteigerung ein weitaus günsti­geres Ergebnis für die Stadtkasse bewirken solle, zumal mehrere Liebhaber dafür vorhanden sind. Die endgültige Entscheidung wird vertagt. 2. Dem Verlangen der Bäcker, den Preis für das im Frühjahr von der Stadt gekaufte Holz herabzusehen, wird nicht entsprochen. 3. Die Preise für das an Handwerker und Private ab­gegebene Ruhholz werden festgesetzt. 4. Reben dem bei der Bezirlssparkasse bestehenden Konto soll auch bei dem Dorschuhverein Konto- lorrentverkehr eröffnet werden. 5. Die genfer b- l i cf> e Fortbildungsschule benötigt an drei. Wochenvormittagen einen Zeichensaal, da sie mit Beginn des Winterhalbjahrs den zur Zeit benutzten Raum der Landwirtschaftlichen Winterschule räumen muh. Sobald die letzten: Ausgewiesenen in ihre Heimat abgeretft find, soll der von ihnen benutzte untere Rathaus­saal zur Verfügung gestellt werden. 6. Den bei den Räumungsarbeiten an den Brunnenberg­teichen beschäftigten Arbeitern wird em Gut­schein zur Anschaffung von ein Paar Schuhen bewilligt. 7. Die zur Herstellung einer Woh­nung im Rebengebäude des Wasserwerks erforderlichen Arbeiten werden vergeben an die vereinigten Grünberger Schreiner, an Maurer­meister Dock Zimmermeister Haas und Glaser- meister Säubert. 8. Gegen den Wirtschafts- Plan für den Stadt wald Tn Etatsiahr 1924/25 werden Einwendungen nicht erhoben. 9. Ein Gesuch des K. Rühl um Regelung der Lieberwandlungsfrage bzw. um Verkauf von Ge­lände hinter feinem Hause wird vertagt. 10. Wegen der hohen Stempelgebühren bei den Bieh - Märkten werden die Standgelder entsprechend erhöht.

t ® rün berg , 27. Aug. Die Dau tig- f e i t macht in unserer Stadt erfreuliche Fort­schritte. Drei Reubauten sind im Rvhlau ziem­lich fertiggestellt und drei weitere Bau lustige re­flektieren auf Dauplätze am Färbergraben und auf Feldgraben. Die Stadt gewährt seit kurzem durch die neu verputzten Häuser einen recht er­freulichen Anblick. Besonders die alten schönen Fachwerkbauten auf dem Rlarktplatz, die archi­tektonisch richtig renoviert sind, tragen hierzu wesentlich bei. Trotz des anhaltenden Regens haben viele Landwirte die paar Stunden Sonnen­schein benutzt, um manchen Wagen Frucht unter

Dach uitt> Fach zu bringen. Leider ist cd nicht allein die ungünstige Witterung. die der Frucht so sehr geschadet hat, sondern auch die Sper­linge, die in ungeheuren Schwärmen auf den Feldern einfallen und mit ihrer Gefräßigkeit grobe Verheerungen anrichten. Diesem älebelstand tönnle nur dadurch abgeholfen werden, dah die Feld­schützen, wie es an anderen Orten bereits der Fall ist, auf ihren Dienstgängen 3agdgew<hre mit- führen, um die Sperlingsplage wirksam zu be­kämpfen.

Kreis Friedberg.

* Butzbach, 28. Aug. 3m Kassenraum der ButzbachLicher Dahn wurde in der Rächt vorn Samstag auf Sonntag die Stationskasse um 10 0 Mark beraubt.

Starkenburg und Rheinhessen.

Offenbach, 27. Aug. Rachdem über die hoße steuerliche Belastung lebhafte Klagen bei den zuständigen Stellen vorgebracht sind, haben Verhandlungen zwischen Regierung und Oberbür­germeister insofern eine Einigung gebracht, als die Summe der zu erhebenden städtischen Steuer um eine Million Goldmark zu e r m ä tz i g e n ist, wo­gegen die Regierung dann der Stadtverwaltung die Genehmigung zur Erhebung der Grundsteuer erteilen wird. 3n der Stadtverordnetenversamm­lung wird also die Stadtverwaltung beantragen, die allgemeine Grundsteuer von 22 auf 16 Gold- Pfennig für 100 Mark herabzusetzen, die Summe der in den Haushalt eingestellten 600 000 Mark für Grundsteuer auf 480 000 Mark zu ermäßigen, ferner die Summe, die für die S 0 n d e r st e u e r und die Gewerbesteuer mit je 1 200 000 Mk. in den Haushalt eingestellt ist, um je 300 000 Mk. auf 900 000 Mk. herabzusehen und für Deckung der Hilfsaktion für Erwerbslose und Kurzarbeiter 250 000 Mk. vorzusehen, so dah die 120 000 Mark ® runb fte u erermä fei g ung 300 000 Mark ©Dnberfteuerermäfeigung, 300 000 Mark Gewerbesteuerermähigung und 250 000 Mk. Erwerbslosenhilfsaktion 970 000 Mk., also etwa die von der hessischen Regierung verlangte Steuer­herabsetzung von 1 000 000 Mk. ergeben. Die vor­gesehene Ermäßigung der Gewerbesteuer soll zu­nächst nur durch die Aenderung der zur Erhebung kommenden Summe festgelegt werden mit der Maßgabe, dah die Erhebung eingestellt wird, so­bald die Steuereinnahmen 900 000 Mk. erreicht ha­ben. Alm die gleiche Begrenzung der Erhebung wird es sich bei der Sondersteuer handeln.

* Offenb ach, 27. Aug. Der Portefeuiller Heinrich Holder hat am Aamstag im benach­barten Ober ra d den gleichalterigen Bäcker Heinrich 3 0 r bart im Streite erst 0chen. Das Messer, das der Täter gereinigt «nd toeggemoefen hatte, das aber aufgefanben wurde, diente zu seiner Ermittelung. Rach hartnäckigem Leugnen legte Holder jetzt ein Geständnis ab.

* Darmstadt, 27. Aug. Wie verlautet, wird der Hessische Landtag Ende d. Mts. eine Besichtigungsfahrt nach dem Fliegerlager in der Rhön unternehmen. Der Gemeinderat in R 0 ß d 0 r s bei Darmstadt lehnte die Alebernahme der Ko st en für die Derfassungsfeier im Betrage von 50 Mk. ab, weil der sozialdemokratische Patteisekttär Riegel allein 20 Mk. für seine Ansprache gefor­

dert hatte. Das Schöffengericht in Lorsch ver­urteilte die Ehefrau des 3akob Grein III. in Hep­penheim wegen Milchfälschung zu 4 Wochen Gefängnis und 50 Mk. Geldstrafe. 3n der Odenwaldschule in Oberhambach bei Bens­heim ist Typhus ausgebrochen. Die Köchin der Anstalt erlag bereits der Krankheit. Die Medi­zinalbehörde hatte alle nötigen Dorsichtsmaß- regefn getroffen.

" Michelstadt i. O., 27. Aug. Die Bei­ge ordne t en wa hl hatte folgendes Ergebnis: Landtagsabg. Reff (Soz.) 746 Stimmen, Lehcer S chaa b (Komm.) 99, Glasermeister Pfaff (Dem.) 193, Prokurist Groll (Recht sp.) 604 Stimmen. Am nächsten Sonntag ist Stichwahl diese wird deshalb interessant, weil die Demo­kraten sich hierbei entscheiden müssen, ob sie für das Bürgertum oder für die Sozialdemokratei' stimmen wollen.

Hejscn-Nassau.

fpd. Frankfurt a. M., 27. Aug. Die Stadtverordnetenversammlung bewilligte u. a. für die Herstellung von 1050 neuen Wohnung en 1 740 000 Ml. und stellte eine weitere Million Mark privaten Bauherrn zur Verfügung. AuS einer Magistratsvorlage erfuhr man, dah die Einnahmen der Stadt aus Steuern weit über die im Haushaltsplan vorgesehenen Sähe gehen. Ein Antrag auf He rab s e tz u n g d e r G r u n d- ver mögens st euer von 150 auf 100 Proz. wurde angenommen. Starken Widersprach erregte die Tatsache, daß die Stadt städtische Au f- träge nach auswärts Vergibt, und daß das Polizeipräsidium einen Riesenauftrag es han­delt sich um die Anferttgung der neuen Schuh- polizeiuniformen einer Berliner Firma übertragen habe. Dabei verlangt das Ministerium des 3nnern ausdrücklich in einem Erlaß, daß alle Aufträge staatlicher Behörden an Ort und Stelle vergeben werden sollen.

Kirche und Schule.

Den durch den Dekanats tag des Dekanat- Friedberg am 23. 3üni vollzogenen Wallen des evangel. Pfarrers Otto Bogel zu Bruchen­brücken zum Dekan und des ctxrngü. Psar e s Valentin Sa t) mann zu Friedberg-Fauerbach zum Stellvertreter des Dolans des De­kanats Friedberg wurde am 14. August die Be­stätigung erteilt

Aus -cm Amtsvcrkün-jguugsblatt.

Das Amtsverkündigungsblatt vom 26. August enthält u. a. Verordnungen über die Maul- und Klauenseuche in Bellersheim und die Feldbereini­gung in Langd und Klein-Linden.

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Gestern abend verschied plötzlich nach längerem Leiden meine liebe Frau, unsere gute Mutter, Tochter, Schwester, Schwägerin und Tante,

Frau Marie Roth geb.Schneider

im 42. Lebensjahre.

Die tieftrauernden Hinterbliebenen.

I. d. N.: Heinrich Roth.

Steinbach, Annerod, Reiskirchen, Schlitz, Gießen, den 27. August 1924.

Die Beerdigung findet Freitag, den 29. August 1924, nachmittags 3 Uhr, statt. 6616V

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(vormals Palast-Lichtspiele) __

am Sonntag, dem 31. August, mit dem diesjährigen Berg- und Sportfilm

N h Schicksals

in Uraufführung

Spieldauer vom 31. August 1924 bis 8. September 1924.

Spielbeginn Sonntags ab 3 Uhr, werktags ab 4 Uhr.

Der Film ist für Jugendliche zugelasien. 6626c

022862

Telephon 63.

SeWslmöffniW und -WMlW.

Einem wetten Publikum von Lich und Umgebung zur Kenntnis, daß ich in Lich, Butzbacher Str. 23, eine UMlM-HMMMM

eröffnet habe und bitte um gefälligsten Zuspruch.

Karl Hahn, Mechaniker