Hakven und jährlich 660 Millionen ©DÖwurrf Zinsen «diziehen, oder fte auf den Markt bringen, um auf dies« Weise sofort etwa 10 Milliarden Goldmark flüssig zu machen. Ferner werde' die Repko den Ertrag einer Tran Sport st euer Sliefen bekommen, die ajxf etwas über 300 ar den Goldmark geschätzt werde.
Die Pariser Kabinettskrise.
Paris, 27. März. (WTD.) lieber die Ministerkrise und ihre Lösung erfährt die 5>a» vaSagentur folgendes: Die heute von Pomcars geführten Verhandlungen erstreckten sich viel mehr auf diepolitischeundparlamen- tarische Lage als auf die Mittel, die Ministerkrise zu lösen. Die heuttgen Besprechungen gestatteten jedoch Poincarö, die lieber^ zeugung zu gewinnen, daß er in der Lage sek, in kürzester Zeit das neue Kabinett zu bilden. Zweifelsohne hat Poincarö dem Präsidenten der Republik schon heute abend die leitenden Gedanken vvrgetragen, die er zur Geltung zu bringen gedenkt. Die können wie folgt resümiert werden:
1. weitgehende Umgestaltung des ehemaligen Kabinetts, nur 4 oder 5 ehemalige Minister und 3 Unterstaatssekretäre scheinen nach den bis jetzt vorliegenden Andeutungen ihm angehören zu sollen;
2. die aus Sparsamkeitsrücksichten notwendig gewordene Herabsetzung der Zahl der Ministerien und Unterstaatssekretariate. Unter dem Vorbehalt immerhin möglicher Abänderungen kann eS für wahrscheinlich gelten, daß folgende Minister und Anterstaats- sekretäre des ehemaligen Ministeriums Poin- car6 in das neue übertreten: Maginot, LeTroquer, C-olrat, Reibel.Chö- rvn, Rio, Paul Laffont und Eynac. Die Beseitigung des Hygieneministeriums und seine Angliederung an das Arbeitsministerium kann als beschlossen gelten. Das Ministerium der besetzten Gebiete wird in ein UnterstaatS- lsekretariat beim Finanzministerium umge- wandelt. Die endgültige Verteilung der Por- tefeullleS wird erst morgen beginnen. Poincarg bleibt Außenminister, und eS kann bestimmt angenommen werden, daß Maginot das Kriegsministerium, und Le Troquer das Ministerium für öffentliche Arbeiten behält. Von neuen Männern werden vorzugsweise genannt: Fran^oiS Marsal für das Finanz-, und DokanowSki für das Handels- oder Kv- lonialministerium. Roch keinerlei Anordnungen sind für die Besetzung des Innenministeriums getroffen worden. GS wird allgemein angenommen, daß das neue Ministerium morgen noch nicht gebildet sein wird.
Er bestreitet zunächst, Verrat verübt zu haben. Der Sttaat von 1918 sei geschassm wo wen durch Betrug und Landesverrat, verübt von Deserteuren und den Juden. Pöhner klagt bitter darüber, daß sich bei der Revolution die Beamten gegenüber jeder neuen Revolutionsregie- rung immer wieder auf den Boden der gegebenen Tatsachen stellten. Diele höhere Beamten, besonders in den Ministerien, hätten aus diesem Dolksbetrug noch private Vorteile gezogen, namentlich auch die Beamten in den Zentralstellen in Berlin. Dr. Weber bezeichnet es als richtig, daß ferne Zustimmung zu dem Unternehmen ein- geholt wurde und daß er selbstverständlich und vereitwilligst seine Zustimmung gegeben habe Er betont, seine Aufgabe sei es gewesen, ein Instrument zur Verfügung zu stellen, da« fähig war, an der Schaffung eines neuen Grohdeutschland entscheidend mitzuwirken. Der Angeklagte weist entschieden die Behauptung zurück, er habe sein Wort gebrochen, oder seine Verpflichtungen als Staatsbeamter verletzt. Er trage mit Hitler zusammen die ausschließliche und alleinige Verantwortung für das Unternehmen. — Sodann führt General Ludendorff aus, er fei stolz darauf, daß er Seite an Seit« mit diesen Männern stehe und daß er mit diesen Männern das Schicksal weiter teilen werde. Am 22. März 1904 habe sein Ringen für das Volk begonnen. Ludendorff legt dar, wie er feiner Zeit aus tarn Generalstav versetzt wurde, weil er mit feinem Plan der Durchführung der allgemeinen Wehrpflicht nicht durchgedrungon war. Im Weltkrieg wendeten sich vre Massen des Volles immer schärfer gegen ihn weil er für die Freiheit, die Ehre und den Ruhm des Volles schon damals gekämpft habe und er aus dem Zwange der Lage von ihm mehr verlangt habe, als vorher.
Die verantwortlichen Stetten hatten sich aber Der großen Aufgabe nicht gewachsen gezeigt, «nd nun sei das Unglück da. Mur in der völkischen Bewegung habe er Manner angetrof- 7en, die für den Dienst am Daterlande bereit waren.
Wenn der völkische Gedanke nicht die weitesten Rvers« des Volles ergreife, so wäre das schlimmer ^als der verlorene Krieg. Er erhebe vor aller seine warnende Stimme: Wenn die völtiiche Bewegung sich nicht durchsetzt, so find wir ver- lrren für immer. Wir erleben ein neues lall les, das schlimmer ist, als das an- «dere ^tersailles. Ludendorff schloß: Hören Sie wieine Stimme! Horen Sie den Schrei der deut-
Die Plaidoyers im Hitlerprozeß.
München, 27. MärZ. (WB.) Bei Beginn ter heutigen Sitzung gibt der erste Staatsanwalt Dr. Stenglein eine Erklärung ab, daß er sich einer Erwiderung auf die Ausführungen der Verteidigung enthalte Don den Angeklagten erhält darauf als erster Oberstleutnant K r i e b e t das Wort. Kriebel erklärt feierllchst, daß der gewaltsame Vormarsch gegen Berlin von Kahr, Lossow und Seiher vorbereitet worden fei. Ein^ erkenne er widerstandslos an, das Zugeständnis, daß er die Verantwortung für fein Suiy restlos auf sich nehme. Er bekenne sich rück- haltslos zu der Tat vom 8. und 9. Rovember Xmb -betone, wenn er heute noch einmal vor diese Frage gestellt werde, so würde er genau so handeln. Daß die Tat vom 8. Rovember gescheitert sei, liege in dem Betrug und dem W v r t b r u ch dreier ehrloser und ehrgeiziger Gesellen, was er nrchmals besonders hervorhebe.
Als nächster Angeklagter spricht dann OberlandeSgerichlsrat Pöhner.
schon Seele nach Freiheit! Geben Sie durch Ihren Spruch die Männer dem Volle wieder denn die Aufgabe dieser Männer ist, das Doll weh r h a f t zu machen und zur Tat zu gewinnen.
Hieraus erhebt sich der Angeklagte Hitler: Der Vater des heutigen Staates konnte die Autorität nicht bewahren, well seine Autorität aufgebaut fei aus der Zertrümmerung der Autorität. Wenn das Gesetz einst wieder in Deutschland beachtet werden solle bann müsse zuerst der Erste Staatsanwalt di« Anklage gegen Ebert, Scheidemann und Genossen wegen Landesverrats erheben. Hiller betont,
feine Arbeit fei darauf hinausgelaufen, ein staatspolitifches Volk heranzuziehen und Deutschland die Stettnng in der Welt zu ge
ben, die eS verdient. '
Als wir sahen, wie man vor den Ententekommis- sionen auf dem Bauch rutschte, da haben wir den Trotz in die Herzen gesät. Wir haben die Vaterlandsliebe zu mehren versucht und haben den Haß gepredigt. Wir haben begriffen, daß die Aufklärung eine Propaganda sein müsse zur Vernichtung der Zerstörung des Reiches. Rehmen Sie die üebergeugung mit, daß ich die Erringung eines Ministerpostens als nicht erstrebenswert angesehen habe. Ich wollte der Zerbrecher des Marxismus werden, und diese Aufgabe werde ich auch lösen. Ich stehe heute nicht als Mensch vor Ihnen, sondern als Politiker. Die Tat des 8. Rovember sei nicht mißlungen. Das sichtbare Zeichen dieser Tatsache sei, daß sich das deutsche Doll mutiger und einer Sturmflut gleich erhebe. Hitler schloß: „ilnferc Armee wächst von Stunde zu Stunde, und wir haben die Hoffnung, daß die Stunde der Tat kommen wird. Bei dem letzten Gottesgericht, das die Geschichte sprechen wird, wird einst auch daS Urteil über unser« Tat fallen. Sie mögen uns schuldig sprechen: das Gottesgericht wird einst den Antrag des Staatsanwalts zerreißen."
Rachdem die übrigen Angeklagten Röhm, Wagner, Brückner und Pemet auf jedes weitere Schlußwort verzichtet haben, erllärt der Vorsitzende die Hauptverhandlung für geschlossen. Die älrteilsverkündung wird am 1. April, vormittags 10 ülhr, stattfinden
Der geignerprozeß.
Leipzig, 27. März (WTD.) Der zweite Verteidiger ZeignerS Rechtsanwalt Marschner weist darauf hin, daß die Beschuldigungen gegen den Angeklagten im Laufe der Verhandlungen sehr zufammengeschmolzen seien, und daß die Aussagen einer Reihe unvereidigt gebliebener Belastungszeugen mit äußerster Vorsicht bewertet werden müßten. Der Verteidiger führt aus, daß eine Begünstigung des Möbius durch Zeigner nicht vorliege, daß es sich bei der Akten Vernichtung um einen Tatbestand des § 332 Abs. 1 des RStG. handele, daß er aber um Freispruch bzw. Einstellung des Verfahrens in diesem Falle bitte. Im Falle Trornmer Bann von Erpressung nicht die R^>e sein. Die ganze Angelegenheit war nichts als eine unverschämte Bettelei des Möbius. In den Fällen Brandt und Friedrichsen wirft die Anklage Zeigner schwere Amtsbestechung vor. Rach der Judikatur des Reichsgerichts muh jedoch eine Willenseinigung des Bestechenden und des zu Bestechenden darüber vorhanden sein, daß ein Geschenk gegeben und genommen werden soll. Im Falle Friedrichsen waren zwar die Schmuckstücke, die ihm ohne fein Wissen in sein Zimmer gebracht worden waren, in feiner Verfügungsgewalt, er hat aber niemals die Absicht gehabt, sie als fein Eigentum anzusehen. Im Falle Schmerler ist nicht widerlegt worden, daß das Pelzfutter bezahlt ist. Der Pelz ist nicht ihm, sondern seiner grau, während er in Dresden mar, als Geschenk gegeben worden. Er selbst hat nichts davon gewußt.
Der Verteidiger des Möbius', Rechtsanwalt T s ch v p i k, führte aus,
MöbiuS fei nichcks anderes als ein Produkt der letzten trostlosen Schieber- und Inflationszeit.
Möbius sei kein gewissenloser Lügner, nur durch die besonderen ilmftänbe sei er dazu gebracht worden, m41 der Wahrheit zu jonglieren. Von einer Anstiftungstätigkeit des Möbius könne in keinem Falle die Rede sein. Er hab« recht wohl gewußt, daß Zeigner keine Bestech- ungsgelder von ihm annehmen werde. Eher könne man fortgesetzte betrügerische Handlungsweise an- nehmen.
Staatsanwalt Hcrugk erllärt zum Fall Schmerler, es sei von ausschlaggebender Bedeutung, daß sich der Damenpelz noch heute imBesihder FrauDr. Zeigner befindet. Er hält die Annahme des Pelzes durch Dr. Zeigner somit für erwiesen. Weiter sei erwiesen, baß das Geschenk Dr. Zeigner in einer bestimmten Richtung beeinflussen sollte. Dr. Zeigner habe die bei Der Hingabe des Pelzes erwartete pflichtwidrige Handlung getan, womit der Tatbestand des § 331 gegeben sei. — Die Verhandlung wird hierauf auf Freitag vormittag vertagt. Dr. Zeigner wird in der Freitagssitzung das Schlußwort erhalten.
Hessischer Landtag.
Darmstadt, 27. März. (Priv.-Tel.) Am Regierungstisch: Staatspräsident lllrich, die Minister v. D r e n t a n o, H e n r i ch und R a a b.
Vor Beginn der Tagesordnung stellt Abg. Dr. S ch i a n (D. Vp.) eine kleine Anfrage betr. Die Fertigstellung desphysiologifchenIn- stitutes in Gi« ß en. Ministerialdirektor 11 r - stabt antwortet, daß der Rohbau infolge des anhaltenden Frostrnetters in der Fettigstellung verzögert morden sei. während der innere Ausbau wegen der zur Zeit ungünstigen Finanzlage des Staates sich jedenfalls verzögern merbe
Tie Generaldebatte über Den Rotetat und öle Steuervorlagen wird Dann fortgesetzt ^bg Gur (6c».): Die Klagen der Ganbmirte über die steuerliche tlcberlaftung seien stark übertrieben. Zedenfalls bedeute Die neue Art Der ®emerbefteuerberanTagung gegen früher eine bedeutende Verbesserung. T ie durch das Reich angecrDnete Gebäude- bzw. Mietsteuer sei auch für seine Partei untragbar gewesen, zudem kaum 10 Prozent dem eigentlichen Zweck zugeführt werden sollten.
. Abg. Dr. Büchner (Dem.): Alle bisher geübte Kritik an den borgelegteit Steuergesetzen habe ihre Berechtigung, da diese auf falscher Grundlage aufgebaut seien, man sollte die Steuer nicht auf den Umsatz, sondern auf den Ertrag stützen, wenn sie gcr«ht wirke.» solle. Schweren Herzens habe auch sein« Partei den Vorlagen zugestimmt in der Voraussetzung,
daß sie notwendig und nicht von langer Dau« find. Bedingungen für unseren Wiederaufstieg sind: Völlige Ausnützung der uns zur Verfügung stehenden Mittel, dabei
Aufgabe des an sich idealen Achtstundentags, Beseitigung des letzten Restes der Zwangswirtschaft (Wohnungswesen), Steueraufbau nach neuen Grundsätzen.
Abg. Glaser (Dbd.): Die erste Voraussetzung zu einer Steuerermäßigong sei eine viel sparsamer« De rwaltungswirtschaft Die Anträge für neue Ausgaoen des Staates stammten fast alle aus den Reihen der Regierungsparteien. Gespart werden könne durch Rückverweisung der Schulen und Polizei an Die Gemeinden, die Dafür die gesamte Grund- und Gewerbesteuer erhalten sollten. Wenn Die Gemeinden erst wieder selbst verantwortlich ihren Haushalt zu führen gezwungen sind. Dann wird schon wieder sparsamer gewirtschaftet werden. Icht sei es so, daß z. B. die Städte ihre Beamten zum Teil höher einftuften und bezahlten als der Staat. Wer bei Ihnen (zur Linken) Spar sinn bekundet, der hat kein „soziales Verständnis". Bei den Kommunalverbänden werden heute noch Rechnungen aus dem Jahre 1919 geprüft usw. Das sei ein Unfug. Desgleichen die Einstellung von 200 Firtbildungs- schullehrerstellen in den Voranschlag. Die F)rt- bildungsschule tm Sommer auf dem Lande sei unnötig. Wenn die Linke immer von den wenigen Steuern rede, die die Landwirtschaft bezahlt habe, so erinnere er daran, daß die Steuerveranlagungsverwirrung der RachievolutionS-Re- gictung daran schuld trug und Daffr mit der Getreideumlage, Zwangsumlage für Kartoffeln usw. die Landwirtschaft weiß Gott reichlich bezahlt habe. (Andauernder Lärm links.) Hetzt belaste man sie mit Der vierfachen Grundsteuer.
Das vorläufige Finanzgesetz wird entsprechend den Ausschußanträgen im einzelnen angenommen.
Ebenso angenommen wird das Gesuch über die dorläufigeGewerbesteuerfür das Rechnungsjahr 1924 gegen die Stimmen der Rechten.
Angenommen in zwei Lesungen wird das Gesetz über die Kreis- und Provinzial- Umlagen, desgleichen das Äussührungsgesetz zum Finanzausgleichsgesetz gemäß den Ausschußanträgen.
Der Auflösungsantrag der Abg. Dr. Osann und Een. wird gegen die, Stimmen der Rechten abgelehnt.
Die Regierungsvorlage, betr. die llebemabme der Beamtendes oldungserhohung des Reiches auf das Land wird einstimmig in zwei Lesungen genehmigt.
Rächste Sitzung: Freitag.
Die serbische Regierungskrise.
B e l g r a d. 27. 'März. (Havas.) P a s ch i t f ch hat seine Verhandlungen zur Bildung des Kabinetts fortgesetzt. Der Führer der demokratischen Partei, Dawidowitsch, hat Im Ramen des vorgestern endgültig konstituierten Oppositionsblockes dem Kabinett Paschitsch seine Llnterstützung verweigert. Die Spaltung der demokratischen Partei ist Tatsache geworden durch den Entschluß von Pribicewic und vierzehn seiner Kollegen, dein demokratisch-parlamentarischen Block ihre Solidarität aufzukündigen und eine neueGrupp« auf.her Grundlage der Verteidigung her ©taatdetnlK*-* •un^'ter Aufrechterhaltung der Verfassung zu grünOen.
Kleine politische Nachrichten.
Der „Berliner Lokalanzeiger" hört, daß die Verhandlungen zwischen Dr. Stresemann als Führer der Deutschen Vollspartei und den Gründern der Rational liberalen Vereinigung über die Möglichkeiten einer Verständigung gescheitert seien. *
Im Dzierk der Reichsbahndirektion Stuttgart sind die Arbeiter auf einer Reihe Güterkahnhöfe in den Streik getreten. Wegen Richteinhaltung der neunstündigen Arbeitszett sind andere Arbeiter entlasf-en.
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Der König und die Königin von Griechenland werden in einigen Tagen nach London kommen. Sie wollen ihren dauernden Wohnsitz in England nehmen.
Der kanadische Ministerpräsident hat Dem Leiter der Sowjetdelegation mttgeteilt, daß Kanada bereit sei, die Ihvion der Sowjetrepubliken anzuerkennen.
Der P a p st hat in einem öffentlichen Konsistorium in Sankt Peter den neuen nordamerikanischen Kardinälen den Kardinals- Hut aufgesetzt.
Aus Stadt und Land.
Gießen, Den 28. März 1924.
Gießener Wochenmarktpreise
am 27. März 1924 (Händlerpreise)
ES kosteten: Butter 1,90 Mk., Käse 60 bis 70 Pf. das Pfund, Gier 11 Pf. das Stück, Wirsing 45 Pf., Weißkraut 35 Pf., Rotkraut 40 bis 45 Pf., gelbe Rüben 20 Pf., rote Rüben 30 Pf. das Pfund, Blumenkohl 2,00 bis 2,50 Mk., Salat 50 bis 60 Pf. das Stück, Endivien 2 Mk., Llnter-Kohlrabi 8 Pf., Grünkohl 50 Pf., Rosenkohl 1,50 Mk., Feldsalat 3 Mk., Tomaten 1,50 Mk., Zwiebeln 25 bis 30 Pf. das Pfund, Lauch 15 bis 20 Pf. das Stück, Meerrettich 60 Pf. bis 1,20 Mk. das Pfund, Sellerie 20 Pf. bis 1 Mk. das Stück, Schwarz- wurzeln 1,20 VN., Aepfel 20 bis 30 Pf. das Pfund.
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** D ie 5-Billionen-Reichsbank- noten, über Deren Geltungsdauer noch vielfach Anklarheit herrscht, können bis zum 5. April 1924 bei allen Kassen Der Reichs bank in Zahlung gegeben oder gegen andere gültige Zahlungsmittel eingetauscht werden. Mit Dem 5. April 1924 verlieren die auf gerufenen Roten ihre Eigenschaft als gesetzliches Zahlungsmittel. Don Da ab erfolgt ihre Einlösung nur noch bei Ser Reichs- bankhcmptkasse und zwar bis zum 5. April 1925. Mit diesem Zeitpunkt endet für die Reichs bank die Einlösungspflicht.
< Somm erzeit im besetzten Gebiet. In der Rächt vom Sonnabend, 29 zum Öcnntag. 30. März, wird für die Eisenbahnen im besetzten Gebiet an Stelle Der jetzigen Westeuropäischen Zeit (W. G. Z.) die eine Stunde früher liegende und mit Der Mitteleuropäischen Zett (M. E. 3.) übereinstimmende Westmrop. Sommerzeit derart eingeführt, daß am 29. März um 11 (alt) Uhr abends Die Llhren Der Bahnhöfe Des
besetzten Gebiets eine Stunde, d. b. auf 12 Uhr nachts vvrgestelll werden. Die Stunde von 11 bis 12 Uhr nachts fällt demnach am Sonnabend, 29. März, dort aus.
** Sür Rad iozaun gaste. Wie die Berliner Blätter mit teilen, hat sich die Reichspostverwaltung zur Herabsetzung der Rundfunkgebühren entschlossen. Voraussichtlich wird für die Rundfunkteilnehmer ab 1. April eine Gebühr von monatlich nur 2 Mark eingezogen werden; das bedeutet eine Herabsetzung der bisherigen Gebühren um fast zwei Drittel, ganz abgesehen davon, daß die Einziehung der Gebühren nun monatlich erfolgen soll. Auf diese Weise soll den Rundfunkteilnehmern, die bisher nicht bezahlt haben, und die auf ettoo 100 000 geschätzt werden, die Gebührenzach' Fung ermöglicht werden. Für alle bis zum 15. April sich freiwillig meldenden Radiozaungäste soll Straffreiheit zugesichert werden.
** Das erste Ge wi tt«r in diesem Jahre zog gestern mittag gegen 1 ilfyr über unsere Stadt. Es brachte einen ansehnlichen Regenguß mit, Der aber gar bald wieder Dem feineren Gespritze Das FelD überließ, das nun schon seit einigen Tagen unsere Wetterlage teniv zeichnet.
" 25jährigeS Dienstjubiläum. Der Obersteuersekretär Christian Rühl, Marburger Straße, feiert am Samstag, 29. Marz sein 25jähriges Dienstjubiläum bei der Finanz. Verwaltung.
**In den Ruhestand versetzt wurden aus ihr Rachfuchen: der Gendarmeriewachtmeister Friedrich Weitzel in Wemngs, der Reallehre, an Der Taubstummenanstalt zu Friedberg Zoh P la h . der Lehrer an Der Volksschule zu Hirzen - öuln^Heinrich Hensel und zwar der erstere mit Wirkung vom 1. Hutt Die beidsi letztgenannten nut Wirkung vom 16. April ab. Den Beamten wurde die Anerkennung des Staates ausgesprochen. - Aus Grund des AbbaageseheS tritt am 1. April Der Förster Adam Pauli x-1 Langsdorf in den Ruhestand.
Wettervoraussage
Wollig, Temperaturen schwankend, höchstens geringe Riederschläge.
Vornotizen.
— Tageskalender für Freitag. Stadttheater: 7 Ahr „Das Krokodil". — Licht- spielhauS, Bahnhofstraße: „FrldericuS Rer" — Palast-Licktspiele: „Ontt“.
— Aus dem Stadttheaterbureau. Im Sonntags-Programm mußte eine Aenderung vorgenommen werden, so daß nachmittags statt, des .Grafen von Luxemburg" der Luftige Schwans ”®a£ Krokodil" gegeben wird. In Der letzten Operettenvorstellung am Sonntag abend ( Drei alte Schachteln") tritt Frl. Le s sing als Auguste zum letzten Male auf. Die Rolle der Charlotte in dieser Vorstellung wird von Frau Rothe, der Klaus Kersting von Herrn Kurt Richter gelungen werden.
— Der Konzertverein veranstaltet am Scmitag, 30. März, ausnahmsweise um 71/» Uhr utends, sein vorläufig letztes Konzert in diesem Winter. Gr hat dazu, so schreibt man uns, bad, vielgepriesene Berliner Dvkalterzett be-i iu,en. Dieses bringt insofern eine Bereicherung als in Fräulein Margaret he Strunk beten solches Dortragstalent und klangschöne Stimme vcn der Kntik allerwärts anerkannt wird ein neuer, hoher Sopran eingetreten ist. Di« beiden andern Damen Fräulein Käthe Aulich und Fräuletn Elisabeth Böhm mit ihrer tiefgründigen, bewundemswürdigen Altstimme stehen von ihrem ersten hiesigen Auftreten her in bester Erinnerung. Das Programm enthält neben neueren Liedern von Herzogenberg, Gichberg und Wilhelm Berger, eine Reihe alter, schlichter Weifen und Dollslieder, wie sie das Volk vordem fang, und wie sie noch beute im Volks herzen wieder- Hingen, und endlich mehrere Madrigal«, jene Kunstlieder von hohem poetischen und musikalischem Gehalt, wie sie namentlich im 16. und 17. Jahrhundert zu freiester Entfaltung kamen. Die Gesänge werden teils ä capella, teils mit Klavierbegleitung, di« Herr Professor Trautmann zu übernahmen die Freundlichkeit haben will vorgetragen. '
— G. S. C. von 1900. Sonntag vormittag tn der Turnhalle der Stadtknabenschule leichtathletische Vorführungen. (Siehe Anzäge.)
— Die Deutfchnativnale DolkS- partei hält nächsten Montag abend im Gewerbehause eine Mitgliederversammlung ab die sich mit den Vorbereitungen für die kommende Reichstagswahl beschäftigen wird (s. Anz).
— Dadfahrer. Derein .Fortuna". Morgen abend Monatsversammlung. (S. Anzeige.)
Landkreis Gietzen.
tv. Großen-Dufeck, 28. März. Gestern nachmittag ging südlich unserer Gemarkung «tn Wolkenbruch nieder. Da das Wasser von den oberhalb der Eisenbahnstrecke gelegenen Feldern nur durch einen Kanal geleitet wird, erwies stch dieser selbstverständlich als zu 'klein und das Wasser überschwemmt« ganze$ctte der Bahnhofstraße, Kaiserstrahe und des Schützenwegs. Nur durch tatkräftiges Zugreifen konnten verschiedene Bewohner ihre Gehöfte vor Schaden schützen.
* Steinbach 27. März. Am kommenden Sonntag nachmittag veranstaltet der hiesige Landjugendbund eine DiSmarckfeier. Räheres teilt Die heutig« Anzeige mit.
* Lich, 27. März. Eine Versammlung der Handwerker und Gewerbetreibender findet am Sonntag nachmittag in Steins Saalbau statt. Vertreter der Handwerkskammer tr Darmstadt werden über Steuerfragen Hand- werkergeseh, Organisationen usw. sprechen. Man beachte di« heutige Anzeige.
Kreis Schotten.
wg. Gedern, 26. März. Im GasthcmS „Zum Löwen" fand heute vormittag ein vom Landwirtschaftsamt Schotten veran- talteter Vvrtragsku rs statt Es sprachen dabei Direktor Metz »Schotten über „Sorten- ragen bei Der Frühjahrssaat", Kreisveterinärarzt Dr. Schmidt-Schotten über „Llnsruchtbarkeit des Rindes und deren Verhütung" und Land- Wirtschaftsrat Wenzel über „Künstliche Düngemittel und ihre Verwendung unter heutigen Ver- »ältnissen". Die interessanten and lehrreichen Ausführungen der Redner wurden sehr beifällig auf genommen. Zu bedauern war nur, daß die Veranstaltung nicht so stark besucht war, wie man hätte erwarten können und wie es die Aus-


