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Aus den Waldungen der Gemeind« Annerod soll folgendes Holz auf dem Sub' missionsweg verkauft werden:

Los I Eichenstämme 4., 5. u. 6. ÄL 33 Stü<6

8,31 Fstm., zu Wagnerholz geeignet.

, II Kiefernstämme 3.Kl. 5St 2,95Fstm.

Bruder des Verstorbenen zu. Sieben Wochen noch dem Tode Heinrichs starb buch Georg Körner, dieser an einer Gasvergiftung. Hetzt fand man ein Testament, das seine Schwä­gerin, die Witwe Heinrichs, zur Allmnerbin ein» setzte und alle anderen Angehörigen ausschlieht. Die Erbin behauptet, Georg Korner habe ihr einen Heivatsantrag gemacht, sei aber von ihr abgewiesen worden. Aus Aerger darüber habe er sich mit Gas vergiftet. Sie ging so weit, dah sie eine Atchte Heinrich Körners ynb eine Tochter aus dessen erster Ehe vor die Tür setzte. Es kam KU einem langwierigen Zivilprozeh, in dem auch Angestellte der Witwe Körner als Zeugen ver­nommen wurden. Inzwischen verheiratete sie sich wieder mit einem Oberingenieur Max Fren- zel und zog mit ihm nach der Schwäbischen Strafte. Aus der Akazienstrahe nahm sie dorthin

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Holzsubmiffion.

Zu den bei der Hess. Forstverwaltung üblichenDerkaufsbedingungen werden zum Submtsstonsverkauf angeboten:

Duchen-Schnitthol-

1. Kl. 1 St. = 1,15 Fstm., 2. Kl. 8 St. -- 9,15 Fstm., 3. Kl. 26 St. = 30,94 Fstm., 4. KL 15 St. = 11,48 Fstm.

Duchen-Stammholz

2. KL 2 St = 3,35 Fstm., 3. Kl. 6 St. = 5,93 Fstm., 4. KL 2 6t. --- 2,0 Fstm.

Die Angebote können eingelegt werden auf bas gesamte Stammholz oder auf die einzelnen Klassen. Die Angebote werden erbeten bis Montag, den 7. April, und mästen die Aufschrift:Duchenstmmn- hvlz 1924 tragen.

Die Eröffnung der Gebote findet um 9 Llhr vorm. tn Gegenwart etwa erschie­nener Bieter statt.

Schotten, den 26. März 1924.

Hess. Oberförsterei Schotten.

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Das Holz ist mit Rinde gemesten, bet Kaufpreis ist pro Festmeter nach Goldmark anzugeben. Die Gebote find nach Losen getrennt zu halten.

Die Offerten find verschlosten bis zum 3. April, nachmittags 2 Uhr, auf unter, zeichneter Bürgermeisterei einzureichen, wo in Gegenwart erschienener Dieter die Er­öffnung stattfindet. Die Kaufbedingungen werden vor der Eröffnung bekanntgegeben.

Annerod, den 26. März 1924.

Hessische Bürgermeisterei Annerod.

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Gestern morgen 7 Uhr entschlief nach kurzem Leiden unsere liebe Mutter, Schwiegermutter,Groß­mutter und Tante

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im 79. Lebensjahre.

Im Namen der trauernden Hinterbliebenen:

Ludwig Bell off.

Gießen (Frankf.Str.21), Rockenberg, 27. März 1924.

Die Beerdigung findet Samstag, 29. März, nachm. 2x Uhr von derKapelle desNeuenFriedhofes aus statt

andere Aarkotita tn die Speisen gemi! durch ihren Tod herbeigeführt zu habei Tode der Mutter nahm Heinrich Körner seinen Bruder Georg, einen Junggesellen, zu sich, der seitdem die Zimmer der verstorbenen Mutter be­wohnte. Aach etwa zweieinhalb Monaten starb plötzlich auch HeinrichKörnerim Alter von 52 Hahren. Seine Witwe gab an, dah er an Ar­terienverkalkung gelitten habe, und hiernach stellte ein Arzt auch den Totenschein aus. Jetzt behauptet die Frau, Körner sei ein starker Mor­phinist gewesen. Das trifft jedoch nach den Ermitt- lungen den Kriminalkommissars nicht zu. Der Arzt, der Körner früher jahrelang behandelt hatte, bekundet vielmehr, dah er nicht Morphimst ge­wesen fei, sondern nur gelegentlich gegen seine Schmerzen einige Morphiumeinspritzungen In ge­ringer Zahl erhalten habe. Die Erbschaft siel, weil ein Testament nicht vorhanden war, dem

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Wrztenftrahe 18 zu einem Manne namens Hein- rich Korner zu schicken, der dort mit seiner 72 Jahre alten Mutter, Frau Marie Körner, wohnte. Weil augenblicklich kein 2Irat zur Ver­fügung war, so begab sich dte Schwester Darz in die Wohnung und verabfolgte Körner zur Qbn- derung seiner Schmerzen eine Morphiumspritze. Liese Besuche wiederholten sich noch öfter. 3m Sommer 1919 begab sich der kränkelnde Körner zur Kur nach Salzschlirf. Er hatte sich unter­dessen an die Krankenschwester und ihre Pflege so gewohnt, dah er sie nachkommen lieh. Aach der Kur kehrten die beiden als Verlobte nach Schöneberg zurück und bald darauf fand auch die Hochzeit statt. Aach nicht langer Zeit starb die alte Frau Körner, und die ehemalige Schwester wird jetzt beschuldigt, ihr Morphium und andere Aarkotika in die Speisen gemischt und da-

alleS mtt was ta war. 3n dieser neuen Wohnung wurde Frenzel eines Tages im Bette mit einem Herzschuh tot aufgefunden. Seine Witwe be­erbte ihn und erwarb durch die beiden Erbschaften ein ansehnliches Vermögen.

Hetzt wurde die Frau unter dem dringenden Verdachte, ihre erste Schwiegermutter, ihren ersten Mann und dessen Bruder unb arch ihren zweiten Mann ermordet zu haben, frstgenommen und dem Untersuchungsrichter vvrgeführt. Ihren zweiten Mann Frenzel soll Frau B. entwder selbst erschossen oder ihn durch Machinationen dahrn gettieben haben, sich zu erschirhen. Die Verhaftete bestreitet noch alle Beschuldigungen, hat aber bereits zugegeben, dah sie das angebliche Testament ihres Sch Nagers gefälscht haL Sm besonderes Strasverfahren ist gegen sie auch mit der Beschuldigung eingeleitet worden, dah sie früheres Dienstpersonal zu falschen Aussagen tn dem Zivrlpritzeh verleitet habe

Diebstahl in der amerikanischen Botschaft in Berlin. l

Dersin, 28. Marz. (Priv.-Tel.) 3n die Handelsabteilung der amerikanischen Bot­schaft in der Budapester Strahe wurde gestern Aacht eingebrochen. Die Einbrecher stahlen au her einem Sealkragen und Wäsche ebnen eisernen Geld­kasten, der wertvolle Schmuck st ücke und mehrere Scheckbücher enthielt.

Ein Gatten mord?

Hamburg, 27. März. (WTD.) Die Poli­zei verhaftete den Markthelfer Diskup, der unter dem dringenden Verdacht steht, seine Ehefrau gestern tn der Wohnung ermordet und die Leiche beiseite gebracht zu haben. Trotz eifriger Aachforschungen konnte die Ermordete nicht gefunden werden. Diskup bestreitet, dte Tat begangen zu haben.

Furchtbare Bluttat eines verschmähten Lieb­habers.

München, 27. März. (Priv-Tel.) Sn einem Anwesen an der Augustastrahe erschoß heute mittag der Geschäftsführer Terr wegen Abweisung seiner Liebesanträge seine Arbeit­geberin, die 54jährige Frau Brielmaher, und deren 19jährige Tochter. Gr übergoh dte beiden Schwerverletzten mit Aether und zün­dete sie an. Aach vollbrachter Tat übergoh sich Terr selber mit Aether und brachte sich in Brand. 3m letzten Augenblick schoh er sich au herbem noch zwei Kugeln in ben Kopf. 3n

Für die vielen Beweise Herz­licker Teilnahme bei der Krank­heit und dem Heimgange unserer lieben Entschlafenen sagen wir allen unseren herzlichsten Dank.

3m Namen

der trauernden Hinterbliebenen:

Karl Kroh.

Achtung! Bürger Achtung!

Kammerjäger Orbke, Vertreter des Versicherungs-Institutes gegen sämtliches Ungeziefer langjährig erfahrener Fach- imann. ist soeben hier etngetrohen und übernimmt die Vertilgung sämtlicher Un­geziefer wie Ratten, Mäuse, Wiiblmänsc, Schwaben, Wanzen usw. unter 2 Jahre schriftlicher Garantie. Erfolg innerhalb 24 Stunden. Auf Wunsch für Menschen und Haustiere unschädlich. Völlige AuS- rottnna des Ungeziefers ist im Interesse der Volkswirtschaft unbedingt erforderlich.

Bestellungen erbitte sofort unter Ver­sicherungs-Institut gegen iümtlicheSUn- gczieser nn die GeschäftSst. dsr. ?>tg. 0,8889

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Die Gemeinde Oppenrod verkauft im Wege schriftlichen Angebots nachverzeich­netes Fichten-Stammholz.

Fichtenstämme 2. Kl. 1 Stck. 2,77 Fstm.

3. 11 =12,08 ,

. 4.13 =13,23

DaS Holz ist mit Ainde gemessen. Die Angebote find pro Festmeter in Goldmark einzureichen und nach Klassen getrennt zu halten, bis zum Mittwoch, den 2. April, nachmittag 1 Ähr, bei unterzeichneter Bürgermeisterei, woselbst die Derkaufs­bedingungen bekannt gegeben werden.

Oppenrod, den 26. März 1924. Bürgermeisterei Oppenrod.

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schwerverletztem Zustande wurde der Mörder tnf Krankenhaus gebracht.

Die Wolkenbruch- unb Grdrutsch-Katastrophe bei Neapel.

Avm 27. März. (Wolff.) Aach Blätter- Meldungen sind dem Erdrutsch, der Amalfi und dte Umgegend heungesucht hat, In Dettica 70, in Positano 15 und tn Fraiano 10 Personen zum Opfer gefallen. Aach den bisher vorliegenden Aachrichten scheinen keine Fremden unter den Opfern zu sein.

Berlin, 28. März. (Priv.-Tel.) Zu der Llnwetterkatastrophe bei Amalfi melden dte Blätter dah infolge der weiter andauernden Regengüsse dte Erdbewegung an der Küste noch nicht zum Stillstand gekommen ist. Der König von Statten ist an die Unglücksstelle gereist. 3n dem von dem Llnglück betroffenen Gebiet stürzten zahlreiche Häuser in sich zu­sammen. Die Zahl der Opfer wächst ständig Die Touristen, die sich in den Hof der Kapuziner geflüchtet hatten, sind nur mit knapper Art dem Tode entronnen. Kurz nachdem sie aus dem Speisesaal des Hotels von Aational-Milir erlöst worden waren, stürzte bie Saaldecke ein

1650 Meter Gefalle.

Bei Martignh im Ahvnetal ist ein Wasser kraftwerk gebaut worden das aus einem Dergscr gespeist wird der 1650 Meter über dem Turbinen­haus liegt. Da die Leistung eines Wasserrades abhängig ist vom Druck des Wassers vervielfacht mit der sekundlich zustrvmenden Wassermenge, so kann auch eine geringe Zufluhmenge Gewaltiges leisten wenn der Druck sehr hoch ist. Das Werk bei Martignh dürste in dieser Beziehung an der Spitze ftetjen. Die schweizerische Zeitschrift für AaturwissenschastenHatur und Technik" schreibt darüber: Die Gesällhöhe von 1650 Meter bedeutet, dah das Wasser mit einem Druck von ungefähr 165 Atmosphären unten aifbnunt, wahrend tn unseren Dampfkesseln 5 Atmosphären schon als Hochdruck gelten. Um dieser gewaltigen Bean­spruchung standzühalten, mißten ganz besondere Turbinen gebaut werden. Ihre Räder haben 3 7 Meter Durchmesser. Sie sind aus Stahl ge­schmiedet und tragen am Umfang 54 kleine Decher, die so stark bemeffen wurden, daft sie einem Druck von 1000 Atmosphären standhatten können Gegen diese Becher spritzt der Wasserstrahl mit einer Geschwindigkeit eine« D- Zuges. Di. Leistung jedes Turbinenrades, von denen vier aus­gestellt sind beziffert sich auf 3000 Pferdekrafte

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Aus den Waldungen der Stadt Gießen sHangelstein), Bezirk des Försters Lotz, Wieseck, sollen am:

Dienstag, den 1. April 1924, vormittags

97, Uhr beginnend, versteigert werden:

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Zusammenkunft: Kreissttatze Gießen - Daubringen in der Nähe des Steinbruchs.

Gießen, den 27. März 1924. 23408

DerOberbürgermeister. ID.: vr. Rosenberg.

w6BT6er setigenitten BortvagSchemata hätte fiebtnflen müssen. _ ,, ,

^Ulrich st ei r,27. März. 3n diesen Tagen sand in Hörgenau eine Besprechung der inter­essierten Kreise statt, die sich mit der Frage einer Pvstautolinie 11 lrich st ein Lau ter - bad) beschäftigte. Aach dem Ergebnis dieser Be­sprechung ist mit der Aufnahme des Verkehrs in der genannten Richtung in etwa 14 Tagm, zu rechnen ein erfreulicher Fortschritt ars dem Eebiei der Verkehrsmöglichkeiten im hohen Vogelsberg. ,

Kreis Wetzlar.

Krofdorf, 26. März. Dor wenigen Tagen verstarb der älteste Ern wohn er unserer Gemeinde, Georg Leib. Ec er­reichte daS hohe Alter von fast 98 Gohren.

Hessen-Nassau.

ls Warburg. 27. März. Der Kreistag hielt heute unter dem Vorsitz des Landrats Dr Pies bergen eine Sitzung ab. Dec Kreis- Hau shalt s-Doran schlag wurde mit 435 000 Goldmark festgesetzt. 171 000 Goldmark müssen Lurch Steuern aufgebracht werden. Anläßlich des heuttgen Kram-, Pferde- und SchweinemarkteS herrschte hier großer Ver­mehr. Auf dem Pferdemarkt standen rund 350 Pferde und Fohlen zum Verkauf. De, regem .Jjanbel wurden 500 bis 4000 Mk. für das Stück bezahlt. Der Pferdezucht-Verein hatte auch eine Prämiierung mit dem Markt verbunden. Dem Schweinemarkt waren etwa 600 Ferkel und Läufer ^gefahren. Ferkel kosteten 15 bis 30, Läufer ,40 bis 60 Mk. Handel flau. Heute früh gegen 5 ittyr lenkte em junger Mann die Aufmerk­samkeit der Strahenpasianten dadurch auf sich, daß er ohne Stiefel Strümpfeund Hosen ferne Wohnung aussuchte Diese Sachen waren, wre sich später herausstellte, bei der Polizei als gesunden ab geliefert worden.

Vermischtes.

Anter dem Verdacht des vierfachen Mordes verhaftet

wurde die ehemalige Kvaicksnschwester Erna Böttcher, geb. Darz. in Berlin. Die vor­läufigen Ermittelungen der Berliner Kriminal- Polizei ergaben folgendes Bild:

Frau D. war früher Krankenschwester und auf der Rettungswache in der Dorberg strafte zu Schöneberg tätig. Diese Wache wurde eines Tages Ihn Jahve 1919 gebeten, ärztliche Hilfe nach der

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