Einzelbild herunterladen

teil umcre» yeuttgen Blattes gemaynr.

8. Januar läuft bie Frist ab. Näheres t

*

'b

Vertreten durch: Optiker Magnus, Gießen, Marktplatz 19

I

B

-i

3odnr

|6

tlanb.

isterpräsident inten fran- Moskau, t:.ntn Pollen, t Hälfte bet

[bet, bat der r firaffin Kenntnis gc- ische Aarine' loirö, um die flotte ent»

It

S.

Meldet wird, tDiebergeflek» QEiniftet» liehungen !chen.

)rient Radio eie gestern verschiedenen i, die zu einer tehenden ter- gehören.

ifjrt, daß bei stallsindenden jofhtpien, iber eine ge- sche Front :n Intereslen- 1 werde. Hier- n der Kleinen z zu Sowjet» idlungsfreihci! r letzten M iniltcr aul btt nissichen Pro» SändnisfeS fo­tz die Kleine ttm Rahmen ^chterhaltung _ Die die e Tsch-^ en Delgrai« ejt interesM

Die Weihnachtsfeiertage blie­ben un6 in diesem Jahre et wa s schuldig. was zu ihnen gehört wie der lichterglänzende Tannen­baum: den Schnee. Statt weihe waren uns graue Weihnachten bcschteden, aber immerhin zeigten sie doch nicht die Oede. die man sonst allgemein unter winterlichem ®rau versteht. Hell und freundlich schien vielmehr die Sonne, die Temperatur war angenehm und lockte viele auä der warmen Stube hinaus ins Freie zu einem genuhretchen Feiertagsspaziergang. An beiden Feiertagen waren auch die Gotteshäuser das Ziel sehr vieler Mitbürger, die die Kirchen in der gewohnten Welse dis zum letzten Platz füllten. Alles in allem kann man sagen: Wir sonnen mit- dem Verlaus des Festes Auftrieben sein, wenn wir auch auf das weihe <jeberbett der' grau Holle verzichten und die Schlitten noch im Ruhezustand belassen muhten. Aber was nach dieser Richtung hin bisher nicht war, kann ja noch werden hoffentlich nur nicht erst zu Ostern. ,

r Rektor Karl 3ann f. On der Frühe des 24. Dezember starb in Ludwigshof bei Speyer, wo er bei seiner dorthin verhei­rateten Tochter einen schönen Lebensabend ge- noh, ein Mann, der lange Jahre im öffent­lichen Leben unserer Stadt gestanden hat, der Rektor i. R. Karl 3an n. Nahezu 50 3ahre, fast seine ganze Dienstzeit, hat er in Gießen als Reallehrer in Treue seines Am es g waltet rind in Degen gewirkt. Neben seiner Berufs­tätigkeit hat er seine Kraft in umfassender Weise dem Dienst der Oeffentlichkeit zur Der- fügung gestellt. Er gehörte viele Bahre der Stadtverordneten-Dersammlung an und wirkte besonders eifrig in der Armenkomm ssion. Als Kirchenvorsteher der IohanneSgemei.tde war seine Mitarbeit hochgeschätzt. ebenso auch fein langjähriges politisches Wirken in der frühe­ren Nationalliberalen Partei, der spateren Deutschen Volkspartei, die ihn bei seinem Aus­scheiden auS dem Stadtparlament und dem Wegzug von Giehen in Anerkennung seiner Verdienste zum Ehrenmitglied ernannte, lieber 40 Bahre war er weiterhin eifriges Mitglied der Loge. Auch dem Männerturnverein hat er seine Kraft gewidmet, ebenso galt seine Förderung der GbalSbergerschen Steno­graphie. Viele werden dem trefflichen Manne ein treues Gedenken bewahren.

Oanuarmiete nach dem Dezem­bersatz. (Kai) Anhörung von Bnteressentenver- tieiungen und Sachverständigen ha: das He'siche Ministerium für Arb it und Wirt chaft hinsichtlich der Berechnung der M c.e für den Mona 3anuar 1925 bestimmt, daß die für den Dezember ge­troffene Regelung auch für den Monat Sanuar bestehen bkerbt.

* Sie Bezahlung stadtrscher Ab­gaben wird von der Stadtkasse im Anzeigen-

Bornottze«.

Tageskalender für Samstag Stadttheater: V Uhr .Kolportage". CB.rein Rudersport 1913: 8 Uhr Weihnachtsfeier im Dvotsh^ us. Kriegerverein: 71/, llhr Weid- nachtoscier. Lieb gsdohr. Bauersch r Gesang­verein. V/z Uhr Werhnachtsseier. S^al d s Ge- sctlschaft. Art ll r e-D ren 8 Uhr

We hnachtSfei r. Hotel Schätz. M. nnerg s ng- verein .L.edcrtasel": 7 Uhr Kath. D.re nsbaus We hnachtsseier. Lichtsvielh rus. Dahnhol- struße: _G:n gefährliche- 2£b'nieucr. Licht­spiele Kirchenplah: _3n Reiche deS weihen 6 e- fanten". Ästorra-Lichtspiele: .Gin Kind der freier. Liebe".

TageSkalender für Sonntag. Stad:theater: Zi'2 UhrHl etn Beiter Gduarb'. Verein ehernal. 116er: 71/2 Uhr Weihnachts­feier Turnhalle. Rcichsbund der Zioildienst- berechtigten 4 Uhr Weihnachtsfeier Saalbau Sauer. Zentrulverband der Hausangestellten: 71/2 Uhr Gewer'sch.f.Shaus Weihnachtsfeier. Lichtspielhaus Bahnhl f'traße .Hilf mir, Mut­ter " Lichtspiele Kirchenplatz und Astoria- Lichtspiele wie Samstag.

VScttcrvorauHsaqe.

Wollig b S b deckt. tngs m.ld, nachts Tem­peratur unter Null, Niederschläge.

Stickstoff spart

Otl'ckstoff »Mert onv tx»

Stickstoff erhüht Ne Muirr.ut'nag &oc on6 Xlc$crf4ldge« Stickstoff txrrfBgcrl bu Gewähre» n*e Trvckeobrtt en6 Düfte Stickstoff minM M< Sefasre »3 Pflonjcefr«ef>ctfce Stickstoff macht eüdrrf g<»<e Pstainn>sch4düo-e Stickstoff erldWcrt lee <T»aqpf -e-aa das Uafrcat Stickstoff schasst 9u*tmrtfffd im «ifltece ©«(fffoff ist das billigste landwirlschastiiche BelriebsmitteN. Stickstoff mehrt nn£» sichert deshalb des Gewinn des land- wirischastliche« Letriebes.

Ein Urteil von vielem

. . ohne Hilfe dieser Phonophore wSre Ich heulo nicht Im­stande. meinen Beruf als Kaufmann und Ge­schäftsmann t erfüll. 8. N.. Nürnberg.

Ausführliche Druck- eohriften auf Wansch.

^..t fte vemüden sich auch. !»ttaenfaUe die Kosten der BeHandlung zusammeTtzubringen. Ge­rade auS dem letzten Grunde werden sie vielfach von Geschlecht-kranken ausgesucht, die einer Ver­sicherung nicht angehören, weil ihnen von bei Beratungsstelle bie Sorge um die Beschaffung der Mittel für die ärztliche Behandlung größten- teils abgenommen wird. Zur Behandlung werden die Kranken dem Arzte ihre» Vertrauen- über- wiesen: in den Beratungsstellen selbst findet kernt Behandlung stati Die steigende Brranspruchnahme der Beratungsstellen für Geschlechtskranke ist ein Beweis dafür, bah ftc ein unentbehrliche- Glied im Ringe der Volksseuchenbekämpfung sind. Die Beratungsstelle für OberbeHen befindet sich in

Ifffi

'Elche 3ip d-n Sirl° s ^lPrruig- 2 Millionen cl ,g dem Errichtung

iu Bier- llettgelas.

7 errichtet chentztäd. Jeeben f0[. Ichlprachlgeit iu flöntin» »8 beablich, Weiler, die lchulen w im, und da- Pflegestätte, . auszuheben, "tschaft. 'Lieben«

WMi ininiiiiiiiiiiiiimiiiiiiuiiiiiiiiiiiiiiiiii sämtlicher Apparate und Einzelteile!

Verlangen ^ie unsere Preisliste gratis.

TSleWMLSWe Frankfurt a. M.

Derland nur

TaunuSstr.12 Bergerstr.23

1 9734id

M>tu4.

Ele, £0, 6°m Lund.

ubn h»l.

Srhen.

Bekanntmachung.

SrMolZ'VelWgeMgeii.

Aus den Waldungen der Stabt Gießen sollen versteigert werden:

1. Ulontaa, den 5. Januar 1925, nor­mt tags 9' . Uhr beginnend, Bezirk des Försters Drück, Rödgen, Abt. 5a, 6b und 9a (Stolzenmorgen)

1 Am. Lschenrundschetter,

108,2 Nm. E.chen-, Kiefern-, Lärchen- und Fichtenknüppel,

3,3 Nm. F.chteistöcke,

2590 Wellen Lichen-, Kiefern- und Frchten- reisig,

308 i Fichten-Derbstangen 1. und 2. Kl. 237 j 42,13 Fstm.

Iusammenkunft: Kreisstrahe Dießen- Nödgen am Dahnwärterhaus.

2. Donnerstag, den 8. Januar 1925, vormittags 9 , Uhr beginnend, Bezirk des Försters Deisel, Gießen, Abt. 71, 72 und 74

4 Nm. Kiefern-, Fichten- und Dirken- scheiter,

153,4 Nm Lichen-, Kiefern- und Fichten- knüppel,

7,6 Nm. Fichtenstöcke,

3255 Wellen E.chen-, Kiefern- und Fichten- Stamm- und Ästreisig,

138 Eichen- und Fichtenderbstangen 1. und 2. Kl 8,01 Fstm.,

76 Fichten-Neis- und Bohnenstangen = 0,73 Fstm.

Zusammenkunft: Licher Straße - 4. Schneise. 103776

Zahlungsbedingungen: Die Holzaeld. schuld wird (gegen Stellung sicherer Bürg­schaft innerhalb 3 Wochen nach dem Der- stelcerungstag) auf die Dauer von 3 Monaten gestundet, und zwar für die ersten beiden Monate zinslos und für den letzten Monat gegen Berechnung von 12/. Jahreszinsen.

(Dießen, den 24. Dezember 1924.

Der Oberbürgermeister. I.D.: Dr. Rosenberg.

NU bar chllg.

Kohlen, Koks Briketts, Holz in besten Qualitäten

H. Trechsler

Steinstr. 73 92430 Tel. 1581

er iin*

1 r"

t not- i ^Lrhett

,ie*^ 1I#Ä

Bekanntmachung.

" Personalien. Ernannt würben vor Privatdozent Geh. Iustizrat Erich Aron .zu Darmstadt tum ordentlichen Honorarprrf ffor an der Technischen Hochschule zu Darmstadt', der Studienrat an der Realschule und dem Pro- Realgymnasium zu La ubach Karl Kemmer xum Studienrat an dem L.hrersem.nar zu F - ed- berg ml Wirkung vom 5. Banuar 1925 ab Der» lichen wurde am 23. D zcmber 1924 dem B bl o- th kar an der Un.vers.tatSb bliothek Dr. Georg Koch zu Giehen die Amtsbezeichnung ,Pro- sessor".

" Vom VersorgungSamt wird un- mstgeteilt: Die den srüh ren aktiven Ofst«',ieren. HeereSbeamtcn ulw. und deren Hinterbliebenen für den Monat 3artuar 1925 Anstehenden Ruhe­gehalts- usw. Bezüge werden am 30. Dezember, vorm. 10 biS 12 Uhr. am VersorgungSamt Zimmer 44 voll auSgezahlt.

Schützt die Eisbahn. Das Poli- zeiamt teilt mit: Es wurde d e Wahrnehmung gemacht, dah in letzter Zeit von feiten der Schuljugend und halbwüchsiger Burschen Steine und sonstige Gegenstände auf die be­reits zufrierende Eisbahn geworfen worden find. Llnglücksfälle der verschiedensten Art können die Folgen dieses sinnlosen, nicht ge­nug zu rügenden Werfens von Gegenständen auf eine namentlich Im Entstehen befindliche Eisbahn bei ihrer späteren Benutzung wer­den. An Eltern und Erzieher wird die dringende Birte gerichtet, die Bugend von diesem Treiben abzuhalten. Die Bolizeibe- amten werden besonderes Augen ine k aus d.e- sen Unfug richten und unnachsichtlich dagegen, einschreiten.

Zur Untervermietung von Ge­schäftsräumen. Heber einen Rrchtsentfcheid des Kammergerichts in Mietschutzsachen bcri±cet der Amtliche Preußische Pressedienst wie folgt: Bei Geschäftsräumen kann die Erlaubnis des Vermieters, den Gebrauch eines Raumes einem Dritten zu überlassen, insbesondere ihn unter­zuvermieten, nicht nach dem § 29 des Mieter- schutzgeseyes durch daS Mieteinigungsamt erteht werden.

Die Reisesparkarten der Reichsbahn vor dem Verfall. Die Pressestelle der Reichsbahndirektion Franksu t a. M. macht nochmals daraus ausmerks m daß die seinerzeit zur Erleichterung des Reisever­kehrs von der Eisenbahnoerwaltung cmgeführ- ten Reisesparkarten zu 1, 2 und 5 Mi. mit dem 31. Dezember 1924 ihre Gültigkeit ver­lieren. Nach diesem Zeitpunkte werden keine Sparkarten mehr von den Eisenbahnkassen in Zahlung genommen, ebenso wird al dann von der Eisenbahn für die nicht eingelösten Fein Ersatz mehr geleistet.

D ie mitteleuroväilche Zeit im besetzten Gebiet. W.c wir von der Deut­schen Reichsb^hngesellscha t hören, w rden die Bcsayungsn.ächte der G.nf.'ihrung d.r M. E. Z. im gesamten besetzten Geb.et keine Zchwierig- ke'cken mehr machm. GS kann damit gerechnet werden, daß am 1. F bruar 1925 im g.samien besetzten Gebiet die M. E. Z. w.eder zur Ein­führung kommt.

LVA Beratungsstelle für Ge­schlechtskranke In Hessen. Die LandeS- versicherungsanstalt Hessen in Darmstadt sah sich tm Herbste vorigen Bahrcs infolge der durch die Geldentwertung bedingten Verhältnisse gezwun­gen. ihre Beratungsstellen für Gesch'echtskranke in Hellen zu schließen. Trotz ihrer immer noch gespannten Finanzlage hat die Landesversiche­rungsanstalt mit Hilfe anderer 6t llen, die an der 'Bekämpfung der Geschlechtskrankheiten inter­essiert sind, alle Beratungsstellen im Laufe des Jahres 1924 wieder eröffnet, weil diese sich als eine überaus wertvolle Einrichtung zur Forde­rung der Volksgesundheit erwiesen hatten. Die Beratungsstellen stehen unter ärztlicher Leitung und erteilen streng vertraulich allen, die ge­schlechtskrank sind, oder es zu sein befürchten, kostenlos Rat und Auskunft. Sie stellen nicht nur fest, ob und welche Geschlechtskrankheit vor­liegt. und ob ärztliche Behandlung notig ist, son-

\ /r\rr+sc^e Handelsschule V L)^ l Gießen, Goethestr. 32 12.Jan.1925; Beginn neuer Kurse Prospekt u. Auskunft d. die Schulleitung

Dr. Reukauf 9787a

Diplotn-Kaufm., Diptom-Handelslehrer

banien.

«I JelWnS letzten

. hie ZniPPt"

esev' Jfi die tjn

g Achm-d

t&S

>rden lvi-der

d

.oonien

t". JiL M

Giehen, Klinikstrahe 40.

Lichtbildzwang für Ausweise zurDenutznngder3ugenbherbergen. Eine Geschäfts'ührersitzung des Verbandes tür deutsche Jugendherbergen, die tiirzlid) in Frank­furt a. OE stattfand, be chloß. daß Mitgliedskarte und VleibcnausweiS für die He.bcr^sbenuhung künftig mit einem gestempelten Lichtbild zu ver­sehen sind. Bnhabrr eines anderen abgcstcmpel- len Lichtbiidau>>weiscs. der in einwandfreier Weise die Perlon kftftellt. bedürfen keines wei­teren Lichtbildes. Der Beschluß, der von grund­legender und einschneidender Bedeutung für das ganze Bugendwandern ist. kam gegen eine starke Minderheit, die sich dagegen wehrte, dem Jugend- wandern allzu enge Fesseln anzulegen, zustande Der Zwcigausschuß Brandenburg wird bei der areichsherbergstagung 1925 die Aushebung bean­tragen.

RDD. AuStauscherbolungSbedÜrf- t i g e r K i n d e r. Belanntlich gewährt dieDeuifche Reichsbahn-Gesellschnst den nach dem Ausland cingclaöencn erholungsbedürftigen Kindern bet der Hin- und Rückreise freie Fahrt auf ihren Strecken. Seit einigen Wochen ist. wie die Reich-- zentrale für Deutsche Vertehrswerbung erfährt, diele Vergünstigung auch auf erholungsbedürftige Kinder aus dem Auslande, wenn sie aus Staaten kommen, die in größerem Umfange sich der deut­schen Kinder angenommen haben, für die Reisen auf der Deutschen Reichsbahn ausgedehnt worden.

" Für 3tal ien f obrer und Rom- Pilger Allen Italieurei'enden vorn 20. Dezem­ber ab bts Weihnachten nächsten 3ahreS ist drin­gend zu empfehlen, sich vor Beginn der Reise über die Unterkunsiöverhällnisse in Rom, die Fahr- kartenpreise usw. bei den in allen Ländern ein­gerichteten besonderen ober ständigen Reiseagen­turen genaue Auskunft zu holen. Die italienischen Eisenbahnen gewähren während deS ganzen Jah­res 30 bis 50 Prozent Ermäßigung, je nach der Zahl der Reisenden. Man muß besondere Fahr- karten lösen, die alS persönliche Dokumente gelten und für europäische und Mittelmeerländer 25 Lire, für alle ferneren 50 Lire kosten. Die Rück­fahrkarten gelten 20 bis 45 Ta^e, können auch verlängert werden. Man kann die Fahrt häufig uo! rbredrn. aber darf ja nicht rerg.'ffcn, die Karte an der ersten italienischen Grenzstation ab- stempeln zu lassen lvidimazione). 3m Anno Santo gibt es zahlreiche Vergünstigungen aller Art lMufeen und drrgleichen), aber b c 3Uuf on. man könne in Rom dank der Valuta billig leben, sollte niemand mit in seinen Koffer packen. GS herrscht bereits jetzt große Teuerung.

RDV. Mitnahme von Schnee» schuhen und Rodelschlitten in die Personenwagen. Für den beporstehenden Wiotersportverkeyr macht die Reichszentrale für Deutsche DerkehrSwerbung daraus aufmertfam, daß die Mitnahme von Schneeschuhen und Rodelschlitten in die Wintersportsonderzüge, die durchweg 3. Klasse führen, gestattet lft. Dagegen dürfen Schneeschuhe und Rodelschlitten in die Abteile der Schnellzüge, auch die der 3. Klasse, nicht mitgenommen werden. Die Sportgeräte müssen bei Benutzung von Schnell­zügen oder bei Benutzung her 1. und 2. Wag en­tlasse der Sil- und Personenzüge alS Gepäck aufgegeben werden. 3n die 3. und 4. Klasse der Gil- und Pers onenzüge dürsen Schneeschuhe und Rodelschlitten nur dann mit­genommen werden, wenn eine Belästigung der Reisenden und eine Beschmutzung der Wagen­fitze auSgeschlosseit ist: bei auf tret en ben Schwie­rigkeiten kann die Gisenbahnvertoaltung auch in der 3. Klasse einzelner Persowrn- und Eilzüg« die Mitnahme untersagen.

Uns stabt und Land.

Gießen, den 27. Dezember 1924.

Was hat uns Wrihnachten gelehrt? Ein Rückblick.

Das Fest ist vorüber. Wir find etnge­treten in die Tagezwischen den Bahren". DaS Hal etn wenig den Eharakter der Besinnung und Besinnlichkeit, und so mag sich denn manche Hausfrau, die mit aufmerksamen Blicken um sich steht, ein wenig Rechenschaft ablegen über die Eindrücke, die sich an diesem erstenftabllen Weihnachten boten.

Dor allem hat sich ein MihverhaltniL zwischen Wollen und Können doch sehr auf- geörängt. Man wollte so gerne schenken. Freude bereiten, wohltun, und man konnte doch eigentlich nirge-nds so recht mit den Mitteln zureichen. Die feste Mark, so lieb sie uns ist und so wenig getabe die Frauen sie missen möchten denn ein gut Teil deS BnflationS- wahnsinnS hat sich doch an ihren Nerven aus- getobt ist etn guter Gradmesser unserer Finanzkraft geworden, und er zeigte uns sehr deutlich die Vetartnung der Gesamtheit, wie des Einzelnen. Es gab vielerorten etwas ent­täuschte Gesichter: bei Geschäftsleuten, die über ein ungenügeitdeS BX'ihnachtsgeschäft klagten, wie bei den Käufern, die angesichts der Preise ihre Kauflust erheblich einschranken mußien.

And doch, einen Gewinn hat uns diese Weihnacht gebracht: die Rückkehr zur Descheidenhett. Wo man früher glaubte, daß nur der materielle Wert eines Geschenkes ihm Berechtigung gäbe, ist es heute vielfach die kleine, aber liebevoll ausgedachte, unter Opfern an Zeit und Mühe selbst hergestellte Kleinigkeit, die sich ihren Play wieder erobert hat. Mit ihr bringen wir von Freund zu Freutrd weit mehr on seelischen Werten zum Ausdruck, als mit teueren Geschenken, die man eben rasch irgendwo kaufte und womöglich gar den Empfänger zu übertrumpfen suchte.

Auch tm Bereich der Kinderwcll macht sich diese Rückkehr zur Einfachheit wieder be­merkbar und praktisch. Gaben für die Heran­wachsende Aigent) begegnen 1 tagst nicht mehr der Ablehnung: ,Ach, das müßte ich ja sowieso haben!", wie noch zur Zeit deS Papiergeld- schwindels. als der junge Mann von siebzehn und die junge Dame von sechzehn sich als Millionäre fühlten und tüchtige Spekulanten tn Börsenpapieren warnt. Der Stoff zu einem duftigen Lanzkleid oder die bunte Herren­wollweste finden heute dankbare Empfänger.

Bn der Spiclzenawelt für die Kleinen be­wies auch die Industrie ihr Verständnis für die karge Zeit. Die Puppen heute ein be­liebtes und dankbares Betätigungsfeld für Kunstgewerbler haben weit mehrCha­rakter", d. h. sie sind kindlich, als dah sie durch einen blendenden .Trousseau" mit Seibenfiei- bem, Spitzenwäsche, Korsetts, Lorgnons und rtnem hall)en Dutzend Hüte bestechen.

Und das Elternptar selbst? Auch eS ist zu bescheideneren Ansprüchen zurückgekehrt und praktische Dinge. Notwendigkeiten des Leberts sind es in erster Linie, mit denen man sich ge­genseitig *im Fest beschenkte. Der SusuS be­schränkte sich .wie gesagt, auf flehte selbstge­fertigte Gaben, deren Wert materiell gering, deren innerer aber um so größer ist.

Bn diesen Tagenzwischen den Bahren" soll man Vergangenheit und Gegenwart über­denken. und aus den Erkenntnissen die Lehren für die Zukunft, das kommende neue Bahr gewinnen. Sie sind für die meisten von uns hart, aber, wie wir dieses harte Schicksal der Verarmung tragen und geistig-seelisch über» winden, das ist der Maßstab für unseren menschlichen Wert. DaS Fest der Liebe gibt uns in aller Not und aller Armut immer noch Gelegenheit, inneren Reichtum zu ver­schenken unter äußerer Begrenzung und Armut.

*" I Orm hereS in der

Sind Sie schwerhörig?

Dann plagen Sie sich nicht noch länger mit Ihrem Gehörleiden, sondern erproben Sie unseren seit Jahren von vielen Schwerhörigen hervor­ragend begutachteten elektr.schen Hörapparat Phonophor

der jetzt nach eingehenden Versuchen wesentlich

verbessert

worden Ist Jedem Schwerhörigen ist es möglich, an jeder Unterhaltung usw. tei'zunehmen mit dem neuen Hörapparat mit Ohrsprecher, der eine vorzügliche Lautwiedergabe aufweist Aus­stellung und Vorführung bei unseren technischen Süros und Wiederverkäufern.

Siemens L Halske A.-G.

Techn. Büro Frankfurt a. M., Gutleutstraße 42-44