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ftenf einjähriger Hauer oder auf Grund eines ArbeitSvertvages auf unbefttmmte Zeil mit drei­monatiger Kündigungsfrist beschäftigt ist. Bei­trag-frei ist weiter eine Beschäftigung in der Haus . Land- und Forstwirtschaft, iofcrn der Arbeitnehmer in die häuslich- Gemeinschaft des Ärbcitgeber-s aufgenommen ist. Endlich ist eine Beschäftigung beitrag-frei, die auf Grund eines Lehrwertrage- van mindestens zweijähriger Stauer erfolgt.

Heber die Wirksamkeit der Deitragsbefrei- ung gibt di« genannte Verordnung gewisse De stimnrungen. Dor allem must eine vom Unter­nehmer und Arbeitnehmer gemeinsam unter" schriebene Erklärung bei der Ortskrankenkasse abgegeben werden, bah ein Fall der Beitrags freiheit vorliegt. Verweigert ein Dertragsteil feine Llnderschrift grundlos, so hat die Kranken kcssse auf Antrag be8 anderen Teile- beffen Unter schrift für ausreichend zu erklären. Gegen ihre Entscheidungen ist das Einspruchsrecht beim Der sicherungSamt und Oberversicherungsamt möglich.

Vornotizen.

Tageskal ender r Donnerst aq. Stadttforter, 6V< Uhr:Statine und der Zufall

Sängerkrcrnz, Iv2 Uhr. UniversitätS-Aula: Konzert. Oberhess Geschichtsverein. 81 \ Uhr, im Dorlesungsgebäu de Hörsaal 2: Lichtbilder Vor­trag:Der Ornat de- altchristlichen Kaisers", Pro­fessor S>r. Stalbrütf. Bethel-F.lm 5 bis 7 und ab 8 Uhr: Vorführung in der Johann es kirche. Hess. Bilder bühne:Gösta Berling", sowie Vor­trag des Fremdenlegionär- Specht. Lichtspiel­haus, Dahnhofslraste:Star Gefangene auf Castell b'3t*. Ast oria-Lichtspiele:SXc japanische Maske".

Vom Konzertverein wird unS ge­schrieben: Star Kammermusikabeick am Sonntag, 30. November, vermittelt uns die Bekanntschaft mit einer der hervorragendsten Vereinigungen de- Arnarquartetts, in dem der mo­dernste schon zu groster Bedeutung gelangte Komponist Paul Hindemith als Bratschist mitwirkt. Als Interpreten neuer und neuester Werke au- derSturm- und Drangperiode", wie » sie viele nach Analogie der Literaturgeschichte zu bezeichnen pflegen, find dieAmars" bereits gut eingcsuhrt. und wie sie spielen, wissen die Kenner, die das Quartett in umfangreicheren Aufgaben - wenn hier in Giesten auch nur durch den Radio gehört baden. Auf dem Pr^ramme stehen nach dieser Richtung Debussys Q-Moll- Quartett. op. 10 (vor vielen Jahren im Rahmen der Traut mann scheu Kammermusikabende vom damaligen Rebner = Quartett gespielt, und Hindemiths op. 32 Bestimmend für die Aufnahme war der Gedanke, auch die Moderne zu Worte kommen zu lassen, wobei jede Absicht irgendwelcher Beeinflussung vermieden werden soll, die sie etwa in einer Analyse vor dem Kon­zerte erbsickt werden konnte. Debusiy (18621918) ist in Paris ausgebildet und galt als kühner Reu- töner, weil er durch Einführung primärer Ob er­töne die Harmonie zu bereichnm suchte. Sein Quartett, op. 10, steht dennoch durch und durch auf uns vertrauten musikalischen Boden und das Scherzo mit den geisterhaft wirkenden Pizzicati, sowie der erste Say wirken bestrickend durch ihren Klangretz. Der vielumstrittene Hindemith geht ganz andere Bahnen! er ist alsolut frei in der Form, losgelöst von der Überlieferung und trotzdem eine wahre Musikantennatur. Schu­berts op. 125 gehört zu den selten gehörten Quartetten und Dürfte eine willkommene Ver­mittlung zu Debusiy bilden, der uns heute schon nicht mehr als zu modern erscheinen wird, nach­dem sich unser Ohr schon auf andere Klangwirkun­gen etnzustellen gewöhnt hat. 3n einem späteren Kammermusikabend beabsichtigt die Konzert- leitung ein Programm aus|chlie>.lich klas­sischer Werke aufzustellen Roch sei bemerkt, dast vielen Wünschen zufolge der Konzertanfang etwas früher gelegt worden ist, nämlich anstatt um 5 Ufo auf 4V, Uhr

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3nter<5k aller Mitbürger cntyfCbem. Tinoet am kommenden Sonntag nachm ttag auf der LiebigS- höhe statt. Die für die Verlosung beslinrmlen

versw.denen Führers deS BaiZembundeS. '^arger- meister- und LanbtagSabgeordneten Köhler- LangSdvrf. hatten seinerzeit eine Sammlung für ein Denkmal veranstaltet, die aber durch den Krieg ins Stocken kam Fnzwifchen hatte der verstoi bene D-ldhauer Schwarz- Darmstadt eine sehr gute Büste KöhlerS hergesteilt, die jetzt durch den Abg. Frnchel nach Giesten übergeführt wurde, um in den VeveinSlokal des hiesigen KreiSvereins brS Bauernbundes Auf-

Geschenke sind von den Blrndea selbst an gefertigt worden, die Sachen sind bei der F.rma Horn, Kreuzplatz, ausgestellt. Weiteres ist aus dem foulten Anzeigenteil zu ersehen

" Die Mitnahme von Zahlungs­mitteln nach dem Ausland. Durch die Einschränkung der Devisengesehgebung ist entgegen anders lauienden Mitteilungen in der Presie für die persönliche Mitnahme von Zahlungsmitteln nach dem Ausland im Reiseverkehr eine ^rieich- terung nur insofern eingetreten, als der hierfür freigegcbene Betrag von 500 Goldmark teurer in voller Höhe in inländischen Zahlungsmitteln, aus- ?genommen Metallgeld, mitgenommen werden ann. Für höhere Beträge bedarf es nach dem geltenden Recht noch der Genehmigung deS zustän­digen Finanzamts.

S. Ermästigung beimSteuermahn- und -Zwangsverfahren. SMe Mahn», Pfändung-' und Dersteigerungsgebührvn im Ste-erb.itrelbungsverfah^'en lind d rch eine neue Reich-Verordnung mit Wirkung vom 30. No­vember ab neu festgesetzt worden. D sfo.' wurden, die Gebühren nach derDerordtrung über die Kosten des Mahn- und Zwangsverfahrens nach der Reichs bgabenordnung vom 21. April 1923" erheben. Vom geforderten Betrag betrug de Mahngebühr 4 Prozent, die Pfändung-Febühr 6 Proz. und die DersteigerungSgebühr 8 Proz. Vom 30. November ab tritt eine ganzwesent- liche Srmastigung ein, und zwar betragen: die Mahngebühr bei Betragen bis 100 Mt. 2 Prvz.. b:s 1000 Ml. PA. Proz. und über 1000 Mk 1 Proz; die Pfändungsgcbühr bei Beträgen ö S 100 Mk. 3 Proz., bis 1000 Mk 2 , Proz., über 1000 Mk. 1'... Proz.: die Der- steigerungsgcbühr bis 100 Mk. 4 Proz., bis 1000 Mt. 3 Proz., über 1000 Mk. 2 Proz Als Mindestgebuhren sind bestimmt für die Mahn­gebühr 20 Pf., für die Pfändungsaebühr 60 Ps. und für die DersteigerungSgebühr ebenfalls 60 Pf. Die neuen Gebühren betragen also nur die Hälf e der bsberigen S itze und gehen bei Betragen über 100 Wk. noch weiter nach unten.

"SindGeschaft-inhaberundAn- gestellte für die Zahlung der L^ohn- (teuer verantwortlich? Die grundsätzliche Frage, ob neben dem Geschäftsinhaber auch die Angestellten für den Eingang der Lohnsteuer ver­antwortlich seien, bejahte das Frankfurter Gericht in einem Falle, in dem ein Buchhalter wegen Nichtbeachtting dieser' Verpflichtung zu einer Ordnungsstrafe von 150 Mk. verurteilt wurde.

* Zwei Wählerversgmmlungen, die bei aufrerordentlich sachlichen Referaten einen durchaus ordnungsgemahen Verkauf nahmen, fan­den gestern abend statt. Sn bet Turnhalle trat die Deutsche Volkspartei, im Kathol. Dereins- hauS das Zentrum vor die Wählerschaft. Wäh­rend in der Zentrumsversammlung keine Aus­sprache beliebt wurde, gab eS in der deutsch- vvlkS parteilichen Versammlung eine Erörte­rung, die sich ebenfalls in den besten Bahnen, bewegte. Wir werden über die Versammlungen nrorgen näher berichten.

** Preisabschlag für Fleisch und Wurst Die Preise für Ochsen- und Rindfleisch sowie für Wurst sind allgem in um 12 Pf. je Pfund 'berabgef'.ijt worden. Mt dieser ange­nehmen Botschaft haben die Meyger in Darm­stadt ihre Kunden erfitaut.

' D«r alterte Meister von Giehen und llmgegenb, welcher sein Geschäft noch täglich selbst n.-riW, ber Bäckermeister L. Kro­nenberg, Löwengaste. vollendet morgen sein 72. Lebensjahr. Star alte Herr hat ein stets ar- beitsreiches Leben hinter sich. Vor 40 Iah en zählte er zu den Gründern der Bäcker-Innung, der er beute noch al- älteste- Mitglied angehört.

rm. Eine späte Ehrung Köhler- La n g S d o r s s. Die Freunde und Verehrer de-

fteüung au finden.

3m Goethe-Bund berichtete am Sonntagabend S>r. Werner Vo <k vor einer dankbaren Zuhörerschaft über seine Reiseein­drücke in Sizilien Seine fesselnden Ausführungen machten die Zuhörer mit den Schönheiten und der grosten geschichtlichen Vergangenheit dieser herrlichen Insel bekannt, die von je auf viele Deutsche einen unwiderstehlichen Zauber ausgeübt hat. Lebensgetreue Bilder entrollte der Redner von dem unheimlichen Gräberfeld Mesiinas, von dem Paradies Taormrna, von den klas­sischen Städten Syrakus und Segesta und von der Hauptstadt Palermo. Mit fesielnden Worten schilderte er Landschaft und Klima, Leben und Treiben der Bewohner der Insel, und durch herrliche Lichtbilder vermittelte er das tiefe Er­leben von Schönheit und Gröste. Starker Beifall dankte dem Redner- für seine interessanten Schil­derungen, die auch für diejenigen, die eine solche Reise nachher nur im Geiste mitmachen konnten, ein starkes Erleben bedeuteten. -o-

,r .Wege zum glücklichen Leben" war das Thema, über das der Schriftsteller Emil Peters in seinem zweiten Vortrag sprach. Auch dieser Abend machte, wie uns berichtet wird, einen tiefen Eindruck auf die Höver und zeigte, welche Fülle der Gedanken dem Redner zu Gebote stand In geistvoller Weise, mit vielen Bildern aus dem Leben illustriert, führte der Redner etwa folgente# aus: Das Glück liegt nicht irgendwo in bei Welt, sondern nur in uns. jlnS recht zu er­kennen, ist der Anfang eines Weges zum vxrhren Glück. Die Macht der Gedanken sei etwas von vielen Menschen nicht Gika-mtcs. Kranke Seelen bedürfen einer gewissen seel.s-chen Kultur, um ge­sund zu werden und tn Harmonie mit sich selbst und mit Gott zu kommen. Die gesunde Seele be­einflußt den kranken Leib günstig und trägt we­sentlich zur Heilung bei. Man ist so jung, ober wird so alt, c»ls man sich seelisch fühlt. Es gilt die Feinde des Lebens zu überwinden, die an der Seele nagen. Sorge, Zweifel, Furcht, Neid, böse Leidenschaften usw. und diese durch Liebe, Treue, Geduld, Güte usw. au ersehen. Freudige Lebens­bejahung birgt ausbauende Kräfte in sich und scheucht all das Finstere aus der Serie. Star ist glücklich, dessen Seele nicht gebunden ist. Glücllich sein, heiht andere Menschen glücklich machen.

Turnen, Sport und Spiel.

Ein Landesbeirat für körperliche Erziehung in Hessen.

Schon vor etwa zwei Jahren ging vom, Stadtamt für Leibesübungen in Darmstadt die Anregung aus. nach dem Vor­bild anderer Staaten auch in Hessen einen Landesbeirat s ü r k ö r p e r l ich e Erzie­hung ins Leben zu rufen. Dieser Landesbeirat sollte seine erste Ausgabe darin sehen, die Stelle des LandesturnInspektors zu einem Landesamt für Leibesübungen auszubauen. Diesem Amt wäre nicht allein die körperliche Erziehung der Schul­jugend zu unterstellen, sondern es soll in gleicher Weise Schulen und Verbände anregen, fördern und beraten in allen die Pflege der Leibesübun­gen betreffenden Fragen. Der Landesbeirat würde dem Landesamt als unterstützende Körperschaft zur Seite stehen und das Bindeglied bilden zwischen dem Amt einerseits und den Schulen und Vereinen andererseits. Jetzt werden diese Anre­gungen in die Tat umgeseht: das Landesamt für das Bildungswesen hat den Lan­desbeirat für körperliche Erziehung behördlich anerkannt. In einer demnächst

Bttchcrtisch.

Geschichte der römischen Lite- U r a t u r. Von Prof. Dr A Klotz. (Wisien- schaft und Bildung Nr. 195. > Geb. 1.60 Mk. (Quelle & Meycr. Leipzig.f Da- Interesse, für die Antike und insbesondere die Welt dec Römer ist in stetem Zunehmen. So ist es ein churatteristt- sche- Zeichen, dah eine für weiteste Kreise bi* I ft mmb' Sammlung eine Geschichte der römischen Literatur herausbringt. Wenn man in ihr auch nur flüchtig blättert, so sieht man sofort, wie un- gemein reichhaltig und kulturgeschichtlich ertrag­reich dieser Stofs ist. Professor Klotz hat es aller­dings auch verstanden, die literalurhistorischen Erscheinungen aus der gesamten kulturellen Eni- wictlung verstehen zu lernen. Diese Geschichte der römischen Literatur ist fo ein wertvoller Britt g zur röm schen K-iiturgeschichte. Auch als Nach­schlagewerk wird-sich das Bändchen vorzüglich eignen. 1172*

Cabanis Vaterländischer Ronuan in zwei Banden von Willibald Alexis. Mit einen1 Bildnis des Verfassers. Ganzleinen 10 Ml. Han­seat sche Verlagsanstalt, Hamburg 36. Die Gestalt Friedrichs des Grosten ist zum Sinnbild unseres nationalen Wiedern wachens geworden, das in dem Liede F r i d e r i c u s Rex" seinen voll-» tümlicheu Ausdruck findet. Dieses Gedicht von Willibald Aleris stammt aus feinem vorl egenden Roman, in dessen Mittelpimkt der grotc Preu Yen- '

tonig steht. Im engen Hause einer Hugenolten- familie derfranzösischen Kolonie", im bunten abenteuerlichen Kriegslager und in den geist­reichen Salons der Ausllärungszeit spielt sich die bewegte Handlung ab, die den Dichter der brandenburg-preustischen Geschichte als fesselnden Er-zähler zeigt. Ucber-all aber ragt aus den Wirren der Handlung die Gestalt des groben Königs, der die dumpfe Enge seiner Zeit sprengt 1 und die aufgestauten Kräfte entfesselt, um dem /. 1 Iahrhunderi fein Gepräge zu geben. 2UejtiLiO M der Begründer des modernen aeschichtlichen Ro- » mans, Eafoms vielleicht sein bestes, wenn auch l wenig gekanntes Werk. 1347 «

stattnnvenben Sitzung totrr lerntJWtn «ck sein Derhältni- zu dem neu zu schaffenden Amt für körperliche Erziehung feftgelcgt unö umrifIen werden. Es ist zu hoffen, bah die decken Ein­richtungen schon vom ?eginn beS neuen Jahre» an ihre Tätigkeit aufnehmen Die Pflege: der Lei- besübungen wird In Hessen zweifellos dadurch eine weitere Förderung erfahren.

Gerichtssaal.

s Frankfurt a. W. 26 Nov. Im ver­gangenen Sommer wurde der Kaufmann Ern st Henke mit auf dem Rücken gebundenen Handelt ermordet und beraubt aufgefunden, unter dem dringenden Verdacht der Täterschaft wurde der Frifeurgehilfe Keil aus Ossenbach. ein arbeitsscheuer' Mensch und Zuhälter, verhaftet. Eine seiner SHrncn beschwor aber, dast er tn der fraglichen Nacht bei ihr gewesen fei, und fo muhte daS Verfahren eingestellt werden, da- jetzt in ein neue- Stadium getreten ist, da die Dirne wegen Meine idv erd achte- verh f.el wurde Keil wurde vorläufig wegen mehrfacher Zu­hälterei und Mißhandlung zu fünf Jahren Gefängni- und Stellrmg unter Polizeiauf­sicht verurteilt. Die Verhandlung enthüllte cm Bild von den Gewaittäligkeiten d^ brutalen Menschen, der einem Mädchen meh ere Zähm ar-sgeschtagen, einer anberen das Nasenbein ein­geschlagen hatte und jetzt noch vor Gericht ver­suchte, mit einem Stuhl nach dem Vorsitzenden zu werfen.

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