Ä
1
5
Anzeiger".)
52. Fortsetzung.
(Nachdruck verboten.)
T. z
La waren noch Vie Berliner Briefe an das Dv- mane-Lepartenrent und die Generalkriegsiasse und an den Kriegsminister Exzellenz von Wedelt. Muhte heut noch fort, es eilte, und stand doch kein Feldjäger mehr zu Disposition. Delidvierte der König- wer soll reiten? Einer der Pagen. Hat Lentulus den jungen Zabeltitz pvopvniert, der säh' am sichersten im Sattel und fei vom LoitLe, kenne die Leute. .Allons —so soll er kommen!"
Stand also vor Majestät, und das Herz klopfte ihm, als er hörte, worum sich's handle. Der König instruiert ihn selber, spaziert im Zimmer aus und ab: „Nirgends hält Er sich auf, gvad' nur, dah die Gäule, ruhn und futtern. Er kriegt ein paar Husaren mit, vier oder fünfe, nicht meh damit Er nicht aufsällt. Nehm' Er sich in acht' die Panduren streifen. Muh auch die Städte meiden, immer von Dorf zu Dorf reiten" Bleibt stehen, der König, nimmt eine Prise und der schwarze Spaniol kleckert auf die weihe Weste Dah in all seiner Aufregung der Junker wieder denkt: könnt' die Frau Mutter endlich mal die Weste in den Waschzuber stecken.
„Die Route wird Ihm Lentulus auffetzen Aber Er soll nicht strikte daran gebunden sein muh nach den Cirronstancen handeln. Nun geh Er — in zwei Stunden wird geritten."
Macht der Junker Reverenz und geht. Dabei springen die Windspiele hoch an ihm.
Plötzlich, er ist noch nicht an der Tür, rufen Majestät: „Zabeltitz!"
Oer Alte aus Topper
Roman von Hanns von Zobeltitz.
Berlin, 25. Aug. Die Börse blieb zuversichtlich. obgleich die innerpolrtrsche Lage noch ungeklärt ist. Oltan hatte an der Börse die Meinung, dah schließlich doch noch in letzter Stunde ein Kompromiß zustande f Daunen und eine
Rercystagsauflosung vermiesen wird. Die Erklärung des Reichswirtschaftsrates, der sich trotz mancher Bedenken für die Annahme des Londoner Vertrages einfehte, faßte die Börse als Bestätigung ihrer Meinung auf. Günstig wirkt ferner die große Mehrheit, die Herrrvt in der Kammer gestern gefunden hat. Das Geschäft hielt sich in engen Grenzen, desto lebhafter war der Verkehr am Anleihemarkt. Hier blieb man ebenfalls optimistisch und erwartet von der heute in Stuttgart stattfindenden Tagung der Sparkassenverbände wichtige Beschlüsse zur Aufwertungs- frage. Am Mvntanmarkt konnten einige Kurserhöhungen festgestellt werden. Ausländische Renten waren cvenig beachtet, doch lagen sie behauptet. Am Markt der Bankaktien konnten keine wesentlichen Veränderungen verzeichnet werden.
Banknoten.
(Ohne Gewähr.)
trat das Geschäft immer mehr in Schwung. Ver Kassarndustriemarkt hatte überwiegend beachte Kursbesserungen aufzuweisen, das Geschäft blieb aber ruhig. Der freie Verkehr zog ebenfalls etwas an. Api 4'A, Decker-Stahl 21/8, Benz 31/2. Krügershall 9, Ufa 8Vg, Growag 0,195. Im weiteren Verlauf blieb die feste Haltung der Börse bestehen.
Dorsenkurfe.
(Ohne Gewähr.)
/•ung tm «urschen Sbaatsyaushalr einen laymen- den Einfluß ausüben und eröffnet für die Zukunft die Möglichkeit neuer Konflikte, sobald diese 8rage wieder aufs Tapet gebracht wird. Es ist ein glücklicher Zufall und eine der Lichtseiten der gegenwärtigen Lage, daß gerade im Augeichlick, too* das verarmte Europa neue Mittel so dringend braucht, am amerikanischen Geldmärkte eine auffallende Geldfl u s s i g k e i t herrscht. Dies dürfte nicht nur der Placierung der neuen deutschen Anleihe zug ite kommen, sondern gleichfalls ein Stimulans für die Kredit gewä hr u ng an die deutsche Industrie im allgemeinen bilden. Hinzu kommt, dah die amerikanischen Auffassungen bezüglich der europäischen Lage unter dem Ein- fluh der Berichte aus London wesentlich optimistischer geworden find. Erst nach der definitiven Zeichnung der Londoner Vereinbarungen dürsten diese Momente sich in ihrtzm vollen Umfange auswiicken. Inzwischen sind aber bereits jetzt bedeutende Kreditverträge abgeschlossen worden von denen der „Revvlving-Credit" an das Kali- syndikat hier besondere Beachtung gefunden hat.
Deutsche Kreditsuche im Auslande.
Wenn man den Anzeigenteil der Auslarrd- Pre^se durchgeht, so fällt die große Zahl von Kreditgesuchen deutscher Firmen oder ihrer Agenten auf, die bisweilen geradezu groteske Formen annehmen. In diesem wahllosen privaten Kredit- Verlangen im Auslande liegt eine nicht zu unter* schätzende Gefahr für die ernsthaften kreditwürdigen Kreise der deutschen Produktion. Die Kreditkonditionen. die von den Kreditsuchenden angeboten werden, können nach Meinung "der ausländischen Kapitalisten nur den vollendeten Bankerott andeuten oder müssen sicher einen Bankerott zur Folge haben. Dieses Vorgehen deutscher Kreditsucher im Auslände trägt nicht dazu bei, die Kreditwürdigkeit zu erhöhen. Sie muh nach und- nach schließlich auch gegenüber ernst zu nehmenden deutschen Firmen ein allgemeines Mißtrauen erwecken. Es sei noch auf eine andere Gefahr hierbei hingewiesen. Vielfach lausen Kreditangebote aus dem Aüslande ein, bei. denen in den Folgeverhandlungen die Anbieter sehr ins einzelgehende Auskünfte über die wirtschaftlichen Verhältnisse einfordern. Es hat sich herausgestellt, daß diese Bestrebungen nichts weiter waren als Handelsspionagc. Man sollte daher in bezug auf Auslandkredite die größte Vorsicht walten lassen.
wenn's auch nur einen Tag war: das hieh doch, das alte liebe Topper wiederschauen, die Frau Mutter umarmen und "ben Großvater. Ja . . . ja . . . und den Rotkopf I Den auch!
Dazu: den guten Gaul zwischen den Schenkeln! Keinen Vorgesetzten über sich, selber befehlen können. Was tonnte es nicht für wunderschöne Evenements geben. Die Panduren streiften. Da galt es List und Verschlagenheit, ausweichen, sich verstecken, vielleicht gar einmal dreinhauen. Die Zastrow-Husaren, das waren Bursche, auf die könnt' man reichten! Unk der Marzanke' der das Handpferd führte, der stand auch seinen Mann, wenn's brau] ankam. Man konnte schon etwas riskieren! Ah. . . solch kleine Aventüre . . . das wäre was! Wenn man dann zurückkam und erzählte: wie der Pirch vor Neid bersten würde!
Nun, nun: der liebe Gott sorgt schon dafür, daß junge Bäume nicht in den Himmel wachsen' Mit den wunderhwrlichen Olbcnturen, von denen der Page Zabeltitz träumte, da wurde es nichts. Kein Pandur ließ sich blicken, nicht die Schwanz- spitze eines feindlichen Gauls. War dafür ein recht fatiguantes Reiten, auf die Dauer, bei der Kälte und den gfattgefrovenen Wegen. Viel zu langsam ging's nach des Junkers Meinung: muhte immer an des Königs Vite! Vite! denken, und manchmal sank ihm das Herz in die Hosen, wenn sie im Schritt weiterkrochen. Dazu schlechte Quartiere. In Schlesien gingen die noch, aber in der Mark: daß sich Gott erbarm’! Die Katen niedergebrannt, die Bauern hohläugig und verdrossen, oft kein Stroh und Hafer, vom Huhn im Topf zu schweigen. Karn er einmal auf einen Guts Hof, so sah's kaum besser aus. Da ward des Majestät
Berliner Börse.
(Eigener Drahtbericht des „Gießener
Märkte.
Frankfurter Getreidebörse.
(Eigener Drahtbericht des' „Gießener Anzeiger".)
Frankfurt a. M., 25. Aug. Es wurden notiert: Weizen, Wetterauer 22,50 bis 23, Roggen, inländ. 17,50 bis 18,50, Sommergerste für Bra uz wecke 22,50 bis 23,50, Hafer inländ. 19,50 bis 20, Mais (gelb) 17,90 bis 18.10, Weizenmehl, inländ., Spezial 0 32,75 bis 33 75, Roggenmehl 26,50 bis 26,75, Weizen- und Roggenkleie 11,25 bis 11,75 Erbsen 25 bis 32, Linsen 56 bis 60, Heu 7,50 bis 8, Weizen- und Rvggenstroh 5,50 bis 6, Treber, getrocknet 15,50 bis 16,30 Mk. Tendenz: .Stetig, Weizen neuer Ernte geschäftslos, Roggen alter Ernte etwa 18,50.
Frankfurter Schlachtviehmarkt.
(Eigener Drahtbericht des „Gießener Anzeiger.")
Frankfurt a. M., 25. Aug. Auftrieb Rinder 1749 Stück: darunter 432 Ochsen, 88 Dullen, 1209 Färsen und Kühe, 386 Kälber, 214 Schafe, 2951 Schweine. Es kosteten pro Zentner Lebendgewicht: Rinder. Ochsen: vollst, ausgewachsene höchsten Schlachtwertes 50 bis 55, junge, fleischige, nicht ausgemästete und ältere ausgemästete 43 bis 49, mäßig genährte junge und gut genährte öftere 34 bis 42; Bullen: vollst, ausgemästete Färsen höchsten Schlach:wertes 40 bis 46, vollst, jüngere 33 bis 39; Färsen und Kühe: vollfleischige ausaemä stete Fär en höchsten Schlachtwcrles 46 bis 52, vollst, ausgemäslete Kühe hichsten Sichachtweries bis zu L Jahren 43 bis 48, wenig gut entwickelte Färsen 33 bis 45, ältere ausgemästete Kühe und trenig gut entwickelte jüngere K.-He 34 bis 42, mäßig genährte Kühe unh Färsen 25 bis 32, gering genährte Kühe und Färsen 10 vis 20. Kälber: feinste Mast kälber 65 bis 70, mittlere Mast - und beste Saugkälber 60 bis 64, geringer? Mast- und gute Saugkälber 54 bis 58, geringe Saugkälber 46 bis 53. Schafe: Mastlämmer und Masthämmel 40 bis 46, geringere Masthämmel und Schafe 33 bis 40. Schweine: vollst, von 80—103 Kilo 78 bis 80, unter 80 Kilo 70 bis 77, von 100—120 Kilo 78 bis 83, von 120—450 Kilo 78 bis 80, Fettschweine über 150 Kilo 78 bis 80, unreme Sauen und geschnittene Eber 62 bis 70. Marktverlauf: Bei Großvieh und Schweinen reges Geschäft und Ueberftanb; Kleinvieh rege und aus- verkaust.
Berliner Produktenbörse.
Berlin, 25. Aug. Die Getreidebörse kc rtn sich dem stetigen Rückgang der ausländischen Marktnotierungen gegenüber nicht völlig ablehnend zeigen, wenngleich andererseits das lange Regenwetter die Ernte im Inland beeinträchtigt. Immerhin waren die Preise im allgemeinen unverändert, das Geschäft lag sehr still. Es wurden notiert für je 1000 Kilo: Weizen, märk. 207 bis 209, Roggen, märk. 149 bis 156, Gerste, märk. 205 bis 216, neue 182 bis 187, Hafer, märk. 158 bis 166, Raps 310 bis 320, Leinsaat 425 bis 430; für je 100 Kilo: Weizenmehl 28 bis 30,50, Roggenmehl 22 bis 24,75, Weizenkleie 12, Rvggen- kleie 10,90, Viktoriaerbsen 28 bis 32, kleine Erbsen 18 bis 20, Futtererbsen 14 bis 16, Peluschken 13 bis 15, Ackerbohnen 15 bis 17, Wicken 14,50 bis 16,50, Lupinen, blau 9,50 bis 10, Rapskuchen 12,50 bis 12,60, Leinkuchen 23, Trockenschntzel 11,20 bis 11,40, Tvrfmetasse 8 bis 8,10, Kar- toffelflo<^n 22.
• De lgische Staatsaufträge nach Deutschland. Bei der vor einigen Tagen er- folgten Submissionseröffnung über die Einrich- tung der elektrischen Anlagen in der Kaserne von Frameries wurde der Rheinland Elektrizitäts-Gesellschaft zu Dingen gegenüber sechs Mitbewerbern der Zu'chtag erteilt Einen weiteren Staatsauftrag erhielt dieselbe Firma gegenüber sechs Mitbewerbern, und zwar die Einrichtung der elektrischen Anlagen des P r 0- vinzial - Regierungsgebäudes in Arlon.
* Detriebseinschränkung bei der Gute Hoffnung sHütte Oberhausen. Die Gute HvffnungShütte stellte infolge Mangels an Aufträgen bei der Regierung den Antrag auf Detriebseinschränkung. Durch diese Maßnahme würden 1400 Arbeiter erwerbslos werden.
Frankfurter Börse.
(Eigener Drahtbericht des „Gießener Anzeiger".)
Frankfurt a. M, 25. Aug. Die Dorfe eröffnete nach dem schwankenden und meift ungünstigen Verlauf der letzten Tage die neue Woche für Aktienmärkte in wesentlich gebesserter Haltung. Die kursdrückenden Realisationen smd zum gr-ßen Teil zum Stillstand gekommen und die ettoa£ günstiger beurteilte politische Lage regt die^Kauflust mäßig an und führte auch zu einer DÄebung des Geschäfts in einigen Spezialwerten, während im übrigen der Verkehr ziemlich ruhig blieb. Diel beachtet wurde das Vertrauensvotum, das Ministerpräsident Herriot in der ftanzö.i chen Kammer erhalten hat, und es macht sich an der Dvrse die Meinung geltend, daß es auch im Reichstage zur Annahme der Gesetze kommen wird. Am Geldmarkt wird infolge zuströmenden ausländischen Kredits das Angebot fühlbar, die ZrnZ- sähe können langsam zurückgehen. Monatsgeld 1 bis 11/4 Prozent, Tagesgeld ]/i pro Mille. Im Devisenverkehr ist bemerkenswert, daß der Parker Frank bei einer Pfundparität von 83.35 bis 83,55 erneut schwächer liegt. Auch das engliche Pfund liegt mit 4,483/4 bis 4,49 Dollar niedriger. Dagegen behauptet die Mark mit einem Kurs von 4,166 Billionen für den Dollar ihren Höchststand. Der Anleihemarkt bot ein ungemein lebhaftes Bild. Das Geschäft hat sich noch stärker entwickelt als an den Vortagen. Auch für deutche Städteanleihen, in denen schon in den lebten Tagen die Nachfrage lebhafter hervorgetreten war.
Und wie er kehrt macht, sagt der König erst„Diche hat Ihn gerne, Alceste auch, scheint mir." Und dann, nach noch einer Prise Spaniol: „Er ist ja wohl in der Neumark zu Hause?"
„Zu Befehl, Euer Majestät."
„Autant qu'il m'en souvienne . . . ä Topper?"
„Zu Befehl, Euer Majestät."
„So hör' Er . . . ich hab' nichts dawider, wenn Er auf der Rücktour auf einen Tag dorten heranreitet. Aber nur auf einen Tag. Verstanden?"
Da jubelt es im jungen Herzen auf. Urlaub! Urlaub aus dem Feldlager! Wo gibt's solch einen Glücklichen, wie ihn?! Und er beugt sich, küßt des Königs Rocksaum. Wieder springen die Windspiele dazwischen, die Diche kläfft fröhlich. Sagt der König: „Schon gut! Nun mach' Er, daß Er fortkommt. Vite! Vite!"
Nachmittags um zwei Uhr ist der Junker mit vier Husaren zum Dor hinausgeritten, mit ben Königlichen Schreiben auf der Brust und der Route und einem Röllchen Friedrichsdors in ber Tasche zur Wegzehrung, wie der albe Eichel gemeint hat, der sie ihm zusteckte. „WiÄ>er- bringen braucht Er nichts davon."
Ein movdskalter Wintertag waris, schneelos und eisig, das junge Blut aber kochte. War ja nicht gar so selten, daß Friedrich seinen Pagen Auftrage gab, so eigentlich den Adjutanten oder den Feldjägern zufielen, galt aber immer als besondere Auszeichnung. Und die Gnade, die Güte des Herrn! Urlaub aus dem Feldlager, auch aus dem Winterquartier, das war gar eine rare Sache: man muhte schon schwer krank sein, wenn der xonig einen Urlaub foiifentterte; sonsten hieß eä allemal: soll bei der Armee bleiben. Und
Amerikanische Noten . . . . . Belgische Noten...... . .
Dänische Noten.......
Englische Noten . . . . . ' . Französische Noten ...... Holländische Noten..... sttalicnische Noten ... . ' Norwegische Noten......
Deutsch Oestcrr., ä 100 .Kronen Rumänische Noten .... Schwedische Noten......
Schweizer Noten ....... Spanische Noten.......
SfaCc&oftoiDarift5e Noten . . Ungarische Noten......
*) Dom Rückzahlungswert.
Devisenmarkt DerNv—Frankfurt a. M.
(In Billionen Mark auSgedrückt. vnen»*.«i«-. London. Ren. hort. Iapau, Rtode Hanetro für eine Linheft, Wien onH Budapest für 100 000 Shrbttten. alle« übrige für iÄ «höMaw
Telegraphische Auszahlung.
(Ohne Gewähr.)
ün Billionen Prozent
Frankfurt a. M. Berlin
Schluß Kurs
• Schlich Kurs
- Schluß Ku>,
Schluß. Sur*
Datum:
| 22.8.
| 25.8.
22. S.
25. 8.
6% Deutsche Reichsanlethe 4% Deutsche Relchsanleiye .
0,760
0,850
0,7<0
u,860
1,10
1,375
1,14
1,2
BV8°/o 2)cut)d)c Neichsanleth« 3% Deutsche Re ich San leihe .
1,10 1,6
1,150
1,68
1,10
1,625
1,175
1,650
Deutsche «sparpramienanleihe
0,450
0,451
0,425
—
17° Preußische Konsols . . .
1.3
1,4
1,325
13
4% Hessen ......... .
_
1,3
- —
—-
::::::::::
itfs
1,2
1,2
1.1
1
Deutsche Wertb. Dollar-Anl.
4,2
4,2
4,2
4,2
dto. Doll.-Schatz-Anrretsng.tt
88,4
86,4
86,7
4®/° Zolltürken.........
6e/o Goldmexikaner......
10,5 45
| 12,75
10,25 44,5
12,75
46
Berliner Handelsgesellschaft.
31
31
30,5
28
Commerz- und Privat-Bank.
6,40
6.50
6
6,50
Darmst. und Narionalbank .
9,40
9,6 11,40
9,5
9,90
11,60
Deutsche Bank.........
11,25
11,13
Deutsche Vereinsbauk ....
0,34
0,370
—
—
Disconto Commandit ....
13,12
13,40
12,90
13,13
Metallbank...........
12,5
13,95
—
—
Mitteldeutsche Treditbank. .
2
2,05
2
2
Oesterreichische Creditanstall.
0,420
0,4?5
0,4
0,370
Westbank............
0,330
0,360
0,5
,475
Bochumer Guß .......
50
51
52,75
BuderuS............
12,40
12,6
12,5
12 90
Caro..............
14,50
14,4
14,25
14,65
Deutsch-Luxemburg......
Gelsenkirchener Bergwerke. .
50,5
50,25
50,10
50,75
54,25
55,5
54,50
54,75
Harpener Bergbau......
Kaliwerke Aschersleben. . . .
65,25
66
64,25
67,25
16,40
16
16
16,70
Kaliwerk Westeregeln.....
19,75
20,5
20
20,1
Laurahütte..... . . . . .
7,90
8
7,75
7,75
Obcrbedars...........
Wnir Bergbau.......
12,75
13,62
13
13,50
36,75
38
36,50
38
Rheinstahl...........
—
31
30,90
31
Riebeck Montan.......
3S,5
39,5
39
38,5
Tellus Bergbau........
2
2
Hamburg-Amerika Paket. . .
Norddeutscher Lloyd.....
27,62
6,80
29 7
28,25 6,80
28,50 7,1
Cheramische Werke Albin . .
3,2
2,5
—
Zementwerk Heidelbera . . .
12,125
12,13
—
—
Philipp Holzmann......
4,40
4.G
4,50
4,90
Anglo-Cont -Guano.....
13
12,25
11,65
12,5
Badiiche Anilin........
18,90
19.30
19
19,25
Chemische Mayer Alapftr . .
1,4 13,75
1,4
—-
—
Goldschmidt........ .
14,5
13,50
14.60
Gries l etmer Electron ....
16,75
17,9
15,90
16,76
16,75
Höchster Farbwerke......
16,50
15,65
16
Holzverkohlung . . ......
6,8
6,96
—
Rütgcrswerke .........
17,76
17,8
17,18
18
Scheideanstalt.........
15,1
15,70
—
—
Allg. Elektrizitäts-Gesellschaft
9,60
10
9,80
10
Bergmann...........
16,76
15,75
15,25
16,75
Mainkrastwerke ........
8,80
8
—
—
Sch ackert............
36,25
—
37
37,25
Siemens & HalSke......
—
46,5
46
47,75
Adlcrwerke Klcyer ......
2,3
2,60
2,5
2,5
Daimler Motoren. ......
2,95
2,95
2,95
3
2,9
Hevligenstaedt.........
Mcguin. .......... .
2,90 13
—
—
13,25
13,4
13
Frankfurter Armaturen . . .
0,6
0,625
—
_
Konservenfabrik Braun . .
1,13
12,5 2
1,2
1,4
1,2
Metallgesellichaft Frankfurt.
Pet. Union A.-G........
13
2,1
1,9
2
Schuhlabrik Herz . . ....
2,8
2,7
2,9
3,1
Sichel..........
4,65
4,80
4,78
4^5
Zellstoss Waldhof.......
1C,26
10,10
10,3
9,65
Zuckerfabrik Frankenthal . .
Zuckerfabrik Waghäusel . . .
4 3,55
3,9
3,80
3,6
3.5
Berli". 25. Aug.
Geld | Briei
Nepark." °/n
4,11
4,21
voll
20,80
‘20,90
voll
67,88
68,22
voll
13,79
18.89
voll
22,51
22,61
voll
162,11
112,95
voll
18,55
18,85
voll
57,73
58,01
voll
5,92
5,94
voll
1,92
1,94
voll
111,05
111,61
voll
78, ,5
78,95
voll
55,46
55,74
voll
12,55
12,61
voll
6,42
5,44
voll
22. Aug.
25. Aug.
Repart.
Amtliche Geld
Notierung
Brief
Amtlich: Norler r 11
"2.
25.
Geld
Brlei
Am».-Rott
.162,79
16',61
132,34
163,16
voll
voll
Brss.iAntw
20,95
21,0’
20,90
21, 0
voll
voll
Christin
67,85
68,1 S
67,61
58,15
voll
voll
Kopenhagen
67,98
68,32
68,03
68,37
voll
voll
Stockholm .
HelsingforS.
111,22
111,78
111,22
111,78
voll
voll
10,46
10,54
10,47
10,53
voll
voll
Italien. . . London. . . Neuyork . .
18,60
18,70
18,965
18,55
18,65
voll
voll
18,875
18,805
18,815
voll
voll
4,13
4,21
4,13
4,21
voll
voll
Paris. . . .
22,79
22,91
22,59
22,71
voll
voll
Schweiz . .
28,76
79,15
78,55
18,95
V0"
voll
Spanien . . Wien in D--
65,56
05,84
55,56
bt>,84
voll
voll
Oest.abgest
5,925
5,945
5,925
5,945
voll
voll
Prag
Budapest. .
12,60
5,49
12,68
6, i1
12,59
5,19
12,61
6,51
voll voll
voll voll
Buen--Aires
1,405
1,415
1,405
1,415
voll
voll
Bulgarien
8,015
3,085
3,045
3,065
voll
voll
Fapan . . .
1,71
1,72
1,71
1,72
voll
Rio de Ian Belgrad . . Lissabon . .
0,405 5,19 11,97
0,415 5,21
12,03
0,406
5,19
11,97
0,415
5,21
12,03
voll voll voll
voll voll voll
Anekdoten.''
Reger war es gewohnt, von der Krim gezaust zu werden, Als tn einem von ihm geleitete^ Konzert in Altona ein Künstler DeethvvenS Violinkonzert spielte, ereiferte sich der Kritiker einer Hamburger Zeitung darüber, wie Reger daS Spielen einer solchen stillosen und unbedeutenden Kadenz, die wahrscheinlich der Geiger selbst verbrochen hätte, habe zulassen Burnen. Gleich nach Erscheinen dieser Besprechung ließ sich Reger mit dem Kritiker telephonisch verbinden, und dieser vernahm zu ' seiner Verwunderung eine tiefe Grabesstimme, die da sprach: „Hier Ludwig van Beethoven^ Elysium Ich wollte Sie nur darauf aufmerksam machen, daß die gestern gespielte Kadenz von mir stammt. Schluß."
•
Der Cellist Popper machte unaufhörlich Wortwitze, oft ganz ausgezeichnete. Einmal spielte er Brüll, der in der ganzen Wiener Künstler- well Onkel Eduard hieß, eine neue Komposition vor. Es war ein Andante. Brüll gefiel das Stück so gut, daß er Popper bat, eS zu wiederholen. „Soll geschehen" meinte Popper, „aber bann tauf’ ich das Stuck um Es beißt von nun an An Onkel."
*
Ein Bettler, gefolgt von einem kleinen, unansehnlichen zottigen Hund, überquerF eine der Hauptstraßen der Großstadt. Plötzlich kommt ein Auto herangebraust, ein furchtbares Aufheulen, und der Hund ist überfahren. Noch einmal winselt er leise, dann ist er tot. Dyr alte Bettler geht einige Schritte zurück und streichelt den totem Hund. Unterdessen hat der Autobesitzer ang-» halten und kommt auf den alten Mann zu dem er teilnehmend die Hand drückt. „Ich verstehe Ihren Schmerz, aber ich konnte beim besten Willen nicht ausweichen." Hierauf schiebt er chm ?wei Hundertmarischrine in die Tasche und fährt weiter. Der Bettler sieht nochmals den toten Hund an, schüttelt den Kopf und sagt: „Zu wem mag das arme Tier Wohl gehört haben?"
*) Aus der neuen Rubrik „Scherz beiseite" tn der illustr. Monatsschrift „DaS Leben" Nr. 14. (Verlag: Leipziger Verlagsdruckerei G. m b. H., vorm Fischer & Künsten, Leipzig, Johan nisgasse 8.)
Büchertisch.
— .Neue Frauenkleibung und Frauenkultur", Zeitschrift für persönliche, künstlerische Kleidung, Körperkultur und Kunst- handwerk. (Verlag G. Braun, G. m. b. H. irt Karlsruhe.) Preis 2. Halbjahr 1924 (3 Hefte) 3 Mk., Einzelheft <1,20 Mk. — Aus dem Inhalt des August-Heftes: Frau und Ehe im Wandel der Zeiten. Von Else Hoffmann. — Kulturhistorische Kuriosa. Von Alexander v. Gleihen-Ruhwurm. — Neue Wege unserer gewerblichen Kunst. Don Dr. Fritz Tögel. — Wandern. Von Turnlehrer Neuberth. — Die Hausfrau als Kulturiämpfe- rin. — Volkstracht und Frauenkultur. Von Otto Beil, Schiltach. — Scherenschnitte. — Zum Tüll- durchzug. — Wettbewerb. — Blätter für Wohlfahrtspflege. — Stickereien (13 Abb.) — Scherenschnitte (4 Abb.).
— Drei Novellen Will DesperS sind jüngst im Haessel-Veriag, Leipzig, erschienen und verdienen besondere Beachtung. In dem „Pfeiffer von Niclashaufen" baut der Verfasser einen alten Stoss zu einer packenden historischen Erzählung aus. Das Mette Büchlein „Der Bundschuh zu Lehen" erzählt von den Bund- schuhbewegungen, die infolge der Unterdrückung und Not der Dauern vor den großen Dauern-, kriegen herausbrechen. Die dritte historische Erzählung „Der arme Konrad" spielt ebenfalls in den Bauernkriegen und erzählt in ergreifenden Worten von dem ungleichen Kampf des Schwachen gegen die ihn unterdrückende gewaltige Macht, der er n otwendigerwei se unterliegen muß. Mit diesen drei Novellen gibt der Verfasser gute Proben seiner Erzählungskunst, die sicher bei jedem Leser viel Anklang finden wird.
— „Garragan", wie Ludwig Wolff seinen neuen Roman betitelt, ist der Name eineä deutschen Aristokraten von schottischer Herkunft, eines hochbegabten Erfinders, dessen Geben durch die unglückliche Ehe mit einer über alles geliebten Frau zerstört wird. Der, von Leidenschaft verwirrt, sich rächt, und — nach den Gesetzen be- sttast — nach zehn dunklen Jahren in fein früheres Dasein zurückkehrt, alles unbegreiflich verwandelt sieht und nur noch den einzigen Trieb hat: seine Frau zu suchen, seine Rache zu vollenden. Dieses seelische Drama entwickelt Ludwig Wolff mit so großer innerer Wahrbeit, daß er seinem „Garragan" sofort das Gefühl zuwendet, daß Garragans Schuld und Läuterung zu einem packenden Symbol der Zeit werden. In Berlin und Potsdam, in Garmisch-Partenkirchen, in Paris und Neuhork, auf einem norddeutschen Herrensitz und an der Küste der Ostsee spielt die gestaltenreiche Handlung (Bei Ullstein, Berlin.)
Kurier wohl mit schuldigem Willkommen ausgenommen, aber zu knacken und zu beißen halt' auch der Edelmann kaum, und die Gesichter waren todernst, wie die Frage, ob's denn nicht bald ein Ende hätte mit dem ewigen Kriege und Landverwüsten? Wenn das in Topper ähnlich war. im alten lieben Topper?!
Dann war man endlich, mit Ach und Krach, in Berlin, machte seine Meldungen, gab seine Schreiben ab, wurde ein weniges angeranzt vom General von Wedell, denn ohne solchen Ranzer ging's nun mal nicht ab, damit man nicht übermütig wurde. „Wie schauen die Gäule aus! Sind das des Königs Dienstpferde? Schlimmer als ein Kosakengaul! Sorg' Er, dah die Kerle sie besser pflegen auf der Rücktour. Morgen mag Er sich die Antwort holen!" Kurz und barsch, als ob Seiner Majestät Page nicht doch etwas Besonderes wäre.
Don Berlin hat er nicht viel gesehen. Hat neun Stunden um und um geschlafen, todmüde und halb erfroren, wie er war. Nur das sah er, daß eä stiller geworden war auf den Straen, und das hört' er, dah alles mordios teuer, Fleisch und Brot und Holz.
Dann hat er, am nächsten Vormittag, sich die Antwortschreiben abgeholt, hat noch einen kleinen Anranzer besehen, hat aussihen lassen — wobei die Husaren arg fluchten, daß sie schon wieder aus dem schönen Berlin fortmühten — unb ist auf Fürstenwalde zu geritten und am Tage daraus nach Frankfurt. Dieselbige Straße, die er gezogen, als er mit seinem Marzanke tnd Feldlager marschierte. Das war nun schon zwei Jahre her, düntte ihm aber eine Ewigtoit.
(Fortsetzung folgt)
ß
55
Cöeh gestc Bell Orts
2
iviell
1
De
lieg’
zur
loäh schril
fällen Geöi deren Aus Stimme be ®tmeniwnei A tzorder Präger der rst eine M lung berhx', W morgen oov einer E
N?5ec üen Endes s iWe Stär fleben.
des bi
nodj n,
* $5 $
bet
rr> . tte 3*nr ,
chr
66 %


