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Haden auch die deutschen Itattonaliftert abgetotm schäftet. Es ist außerordeittlich schwer, sich mit dem Bleiben der militärischen Besatzung im Ruhr- gebiet abzufinden. Die Aussicht auf ihr Verschwinden ist aber von großer seelischer Bedeutung für die Bevölkerung an der Ruhr.
Wir Rheinländer sind den Herren, die in London verhandelt haben, zum allergrößten Dank verpflichtet.
Die Rede Herats zeigt die junkerliche Einstellung seiner Partei. Er hat den Westen und das besetzte Gebiet preis gegeben. Das Londoner Ab- kommen befriedigt uns nicht, aber wir betrachten es als eine wichtige Etappe auf dem Wege zu einer besseren Zukunft. Reben diesem Repara- tivnsabkommen brauchen wir nun ein zweites Reparationsabkomm en zwischen den deutschen Arbeitgebern und Arbeitnehmern. (Beifall bei den Dem.)
Reichskanzler Dr. Marx wendet sich scharf gegen einige Bemerkungen des Abg. Hergt, die gegen den Reichspräsidenten den Vorwurf enthalten, er habe seine Amtsbefugnisse überschritten und parteiisch gehandelt. Diese durchaus grundlosen Angriffe seien eine bedauerliche Verletzung der notwendigen Achtung vor der Dtaatsautorität und dem Staatsoberhaupt. Dem Abg. W u l l e gegenüber betonte der Reichskanzler, die deutsche Reichsregierung versäumt keine Gelegenheit, Aufklärung über die K r i e g s - schuldfrage zu schaffen. Das kann aber nur auf dem Wege streng historischer und wissenschaftlicher Forschung geschehen. (Gelächter rechts.) Mtt diesem Gelächter werden Sie die Welt nicht überzeugen. (Beifall bei der Mehrheit.) Die Vertreter der Opposition waren nicht in der Lage, einen anderen Weg als das Dawesgutachten zu weisen. Ehe Sie das nicht können, muh ich mir Ihre Kritik verbitten.
(Lärm rechts.) Abg. Wulle hat sich schlecht unterrichtet gezeigt, wenn er behauptet, wir hätten uns in der Frage der Ruhrräumung mit einem unverbindlichen Versprechen begnügt. Tatsächlich ist die Zusage der Ruhrräumung nicht nur in dem bekannten Briefe des französischen und des -belgischen Ministerpräsidenten gegeben, sondern ist auch durch verschiedene protokollarische Feststellungen Gegen st anddes Vertrags geworden.
Die deutsche Reichsregierung ist entschlossen, in boller Loyalität und in friedfertiger Gesinnung das Dawesgutachten durchzuführen
und sie rechnet dabei auf die Linierstützung des Reichstages. (Beifall.) Wir legen Wert darauf, dem deutschen Volke über unsere Lage volle Wahrheit zu verschaffen. Das deutsche Volk hat darunter gelitten, daß das nicht immer geschehen ist. (Lebhafte Zustimmung) Durch Fanfaren- und Trompet^Geschmetter wollte man das Volk in eine Begeisterung treiben, die unmöglich anhalten konnte.
Ich sage nochmals ganz offen, ich sehe die Entwickelung der Dinge äußerst pessimistisch an. Wenn das Dawesgutachten abgelehnt und der Londoner Vertrag gescheitert ist, dann scheint mir allerdings alles aus zu sein. Zu der Hoffnung aus neue Verhandlungen gehört ein Optimismus, den ich nicht teile.
Die Opposition arbeitet heute mit den Begriffen der Gerechtigkeit und der öffentlichen Mein un g der Welt. Als ich vor einiger Zeit vom Weltgewissen, von der Gerechtigkeit and der öffentlichen Meinung sprach, da wurde ich gerade von der rechten Seite mit Hohngelächter empfangen. Eine Ablehnung des französischen Räumungsvorschlags in London hätte 'eine geschlossene Einheitsfront der» alliierten Mächte in London gegen uns geschaffen. Das ist uns überzeugend ilar gemacht toofben. Richt die deutsche Regieruig schließt die Alliiertenfront zusammen das geschieht vielmehr durch Reden wie die des Herrn Wulle. Die Rationalisten im französischen und deutschen Parlament werfen sich gegenseitig die Dalle zu. (Abg. v. Gräfe: Jammervolle Mätzchen!) Wir haben dem französischen Ruhrräumungsvorschlag erst zugestimmt, nachdem auch die Räumung d s Sarklionsgebiets und der Dortmunder Zone und die Zurückziehung der französischen und belgischen Eisenbahner zugesagt war. Eins muh ich den Rationalsozialisten sagen, wenn es mit ihrer Agr- taion, wie sie in letzter Zeit getrieben wurde. Die weiteren Worte des Reichskanzlers gehen unter in dem tosenden Lärm, den die Rational- sozialisten mit drohend erhobenen Fäusten voll- führrn.
Man hört Rufe wie: Wir nehmen den Kampf auf. Erst nach geraumer Zeit fügen sich die Rattv- nalsozialisten den Bitten des Vizepräsidenten Dr. Rieher, die Plätze wieder einzunehmen.
Der Reichskanzler fortsahrend: Wenn Hergt uns vorwirft, wir hätten nicht die Bankiers zur Verstärkung unserer Position in London ausgenuht, so weih ich nicht, wie sich das mit seiner Berufung auf den sieghaften Rechtsgedanken verträgt. Außerdem hätte die Heranziehung der Bankiers die Konferenz sicher zum Scheitern gebracht. Wir hätten nicht freiwillig unterschreiben dürfen, sagt Herr Hergt, aber wir hätten uns einem Diktat fügen sollen. Wenn wir uns in London einem Diktat gebeugt hätten, so möchte ich einmal sehen, wie wir bei unserer Rückkehr empfangen worden wären von der „Deutschen Zeitung" und der „Kreuzzeitung", die zu meinem Bedauern in der letzten Zeit geradezu demagogisch eingestellt ist.
Wir haben freiwillig unterschrieben und wir sind bereit, am nächsten Samstag freiwillig zu unterschreiben.
(Hört, hört! rechts), weil wir damit den Weg beretten zur wirtschaftlichen Gesundung Deutschlands und zur Defteiung eines großen Teils des besetzten Gebietes. (Lebhafter Deif. der Mehrheit.)
Abg. Pflüger (Bayer. Volksp.) bespricht die Mängel des Londoner Abkommens, kommt aber trotzdem äu dem Schlüsse, daß trotz der schweren Lasten die Gesetzentwürfe angenommen werden müssen, weil sie immerhin dem besetzten Gebiet wesentliche Erleichterung bringen.
Dr. Bredt (Wirtschftl. Vereinig.) erklärt, daß das Londoner Abkommen zwar kein Medikament sei, das uns Heilung bringe, es müsse aber angenommen werden, weil es die Aus- rechterhalttrng unserer Wirtschaft ermöglicht.
Rachdem Abg. Kunze (Deutschsvzialist) den ablehnenden Standpunkt seiner Parteifreunde zum Ausdruck gebracht hatte, vertagt sich das Haus auf Dienstag 11 Llhr: 2. Lesung der Gut- cchtengefetze, Schluß 11 Llhv»
Aus aller Welt.
Das Sängerbundesseft in Hannover.
Hannover, 25. Aug. (WTD.) Hannover, estlich geschmückt, steht im Zeichen des 9. Sänger- bundesfestes, zu dessen Feier sich 40 000 Sänger ein gesund en haben. Die Reihe der festlichen Veranstaltungen ist am Sonntag vormittag mit einer Aufführung im Stadion eingeleitet worden, wo unter Leitung von Prof. W o h l g e mu th (Leipzig) zehntausend Sänger Chöre zu Gehör brachten. Der Bundesvorsihende Rechtsanwalt Friedrich List hielt eine Ansprache, die in ein Gedenken an unsere Gefallenen ausklang. Am Rachmittag bewegte sich durch die reichgeschmuck- ten Straßen der Stadt nach der Stadthalle ein
brach und in wenigen Minuten sank. Der holländische Schifter, seine Frau und 3 Kin - der, die sich während des Zusammenpralls in der Kajüte befanden, ertranken.
Die Auslieferung des Erzbergermörders Schulz.
Budapest, 25. Aug. Die deutsche Regierung hat an die ungarische Behörde heute ein Ansuchen um Einleitung des Auslieferungsverfahrens gegen Förster-Schulz gestellt. Im Sinne dieses Antrags hat der Anklagesenat beschlossen, daß der Beschuldigte auf Grund des Auslieferungsbegehrens von der Regierung in Haft genommen bzw. behalten werde. Diese Haft ist auf 6 Wochen beschränkt, und in dieser Zeit muß über das Auslieferungsbegehren, das durch das Justizministerium auf diplomatischem Wege zu erledigen sein
Bilderweitbewerb öesGießenerAnzeigers für die besten Lichtbilder aus ganz Obechessen, sowie aus den Gießen benachbarten preußischen Gebietsteilen. Die Aufnahmen sollen möglichst bstdartig fein.
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Die Bewertung wird durch ein Preisrichterkollegium erfolgen, dessen Zusammen- setzung noch bekanntgegeben wird.
Dev evsie Meiis beSEL .... 100 GoLdmavk
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Zeder Bewerber kann eine unbeschränkte Zahl von Photographien einreichen. Die unaufgezogenen Lichtbilder können auch von früheren Aufnahmen stammen, dürfen aber nicht irgendwie öffentlich benutzt sein. Die Einsendungen sind mit Kennwort und mit der Bemerkung „Bilderwettbewerb des Gießener Anzeigers" versetzen an die Redaktion des Gießener Anzeigers zu richten. Kennwort und genaue Angaben über den Gegenstand des Lichtbildes (Ort, Haus, Straße, Schloß, Ruine usw.) sind auf dessen Rückseite anzugeben. Oie genaue Anschrift des Einsenders ist in geschlossenem Briefe beizufügen, dessen Umschlag das Kennwort tragt. Wev HuLeVste GZrMe-smmssLeVmkrr tst dev 15* Gevt. d. Zs.
Oie Preiszuteilung wird im Gießener Anzeiger veröffentlicht.
Oie Rücksendung der nicht preisgekrönten und nicht käuflich erworbenen Lichtbilder findet nach Schluß der Ankäufe statt.
Verlag und Redaktion des Gießener Anzeigers.
Festzug der Sänger, dessen Vorbeimarsch nahezu vier Stunden dauerte. Zur gestrigen Danner- Weihe hielt.
der preußische Kultusminister Doelih in der er zunächst die Teilnehmer aus dem Saargebiet und dem besetzten ® e b i e t ft.w'e die österreichischen Sä ger mit beond.rer Herzlichkeit begrüßte. Der Minister fi'h e u. a. aus, Lied und Gesang bi[ eteir das geisti e Band, das alle Deutschen, wo |ie auch woh en, unlöslich zusammenschließe als Glieder des gleichen Volkstums. Doelih wies darauf hin, daß die Schulreform dem Schalge'ang uyd dem Scfub» mujikunterrich' die eifr g le Pflege zuwende, un auf diese Weise auch ihrerseits zur Förderung der deutschen Sä gerbünde l-izu ragen. Aach de Fortbildungskurse zu Chordirigen en in den staatlichen Mujikbildangsanstalten, z. D in der H ch- schule für Mwik und in der Charlottenburger Akademie für Kirchen- und Schulmusik sollten demnächst unter Hevanzi hu.:g anerkannter Fachleute dezentralisiert werden. Richt ülebersteige- rung der technischen Leistungen und der Zahl der Wettstreite sei das Ziel, sondern die Pflege des ursprürrglichen schlichten Liedes, in dem sich das ganze Fühlen und Sehnen des deutschen Volkes offenbare. Das Säi g rbu d.sfest Ie,e ein deutliches Zeugnis davon ab, daß di> ersten Schritte zur Verwirklichung dieses Zieles ke e'.ts getan seien. Der Minister schloß seine Ansprache mit der Zusage, daß die preußische Staats cegie- rung diese Bestrebungen mit aller Kraft unterstützen und fördern werd».
Bei der Bundesleitung des Sängerbundesfestes ging folgendes
Telegramm des Reichspräsidenten ein:
Den /.um ersten Male seit dem Kriege wieder zum Bundrsfest versammelten deutschen Sängern entbiete ich herzlichste Grüße. Die deutsche volkstümliche Kunst und die Liebe zu Heimat und Vaterland hatten in der deutschen Sängerschaft stets eine gute Pflegestätte; ihrer bedürfen wir in den schweren Tagen der Gegenwart erst recht. So Wunsche ich Ihren Bestrebungen und Ihrem Dundesfest von Herzen den besten Erfolg. Den Vereinen aus Rheinland und Westfalen übermittle ich in banfbarer Anerkennung all dessen, was sie für das Deutschtum im besetzten Gebiet taten, meinen besonderen Gruß und herzliches Willkommen.
Begrühungstelegramme sard'en ferner der Gesangverein „ Fidelio" aus Chicago und die deutsche Kolonie in Mexiko.
Eine Katastrophe auf dem Rhein.
Auf dem Rhein in der Rühe von Duisburg löste sich ein Kahn von einem Schleppzeug los. Er wurde von der Strömung gegen ein vor Anker liegendes Schiff geworfen. Der Anprall war so stark, daß der Kahnmittendu rch-
wird, entschieden werden. In erster' Reihe wird die Frage erledigt werden, ob es sich um einen gewöhnlichen oder politischen Mord handelt.
Auch Tillessen in Budapest?
Budapest, 25. Aug. (WTB.) Der deutsche Gesandte hat dem ungarischen Minister des Aeußem eine neue Rote übersandt, in der er um nähere Mitteilungen über die Vernehmung des angeblichen Heinrich Schneider ersucht, der nach Ansicht der deutschen Behörden wahrscheinliche mit dem anderen Mörder Erzbergers, T i l l e s e n, identisch ist.
Absturz eines Verkehrsflugzeuges.
Wittenberg, 25. August. (WTB.) Das Flugzeug D. 149 der Aero-Loyd- A.-G. ist heute gegen mittag infolge einer Gewitterböe au der Fahrt Berlin—Hof im der Rähe von Wittenberg abgestürzt. Der Führer des Flugzeugs wurde schwer verletzt in das Wittenberger Krankenhaus gebracht. Ein Passagier wurde nur leicht verletzt, das Flugzeug verbrannte. .
Wettervoraussage
Wenig wärmer, wollig bis heiter: mit leichten Regenfällen muh gerechnet werden.
Aus Stadt und Land.
Gießen, den 26. Aug. 1924.
Sommer will scheiden.
Der Sommer will scheiden. Langsam rüstet er sich zum Abschied. Auf den Feldern klingen die Sensen, stehen in Reihen wie die Soldaten die Stiegen, vor den gähnenden Scheunentoren stampfen und stöhnen die Dreschmaschinen. Dort füllen sich die Säcke mit dem edlen Gut, das wir so recht in seinem Werte schätzen lernten, als der Hunger mit großen Schritten durchs Land zog, durch alle Gassen und Winkel schlich und an alle Türen pochte. Heute klingt sein Ruf längst nicht mehr so gebieterisch, leiser ist fein Tritt geworden, und zaghaft klopft er nur noch an die Türen, die schon von jeher sein Stammquartier waren. Das sind die Wohnungen der Armen und Aerm- sten, wo ungeschaut und daher ungekannt von der großen Welt Rot und Elend in den dumpfen Winkeln verborgen hocken. Vor einem Jahre noch zogen die Aehrenlefer in Strömen hinaus auf die Felder, kamen mit der Eisenbahn aus den Großstädten aufs Land, bepackt mit Säcken und Körben und leider nicht selten auch mit Messern und Scheren. Die Rot war groß, und mancher, der sich seither ehrlich durchs Leben geschlagen hatte, ist dort zum heimlichen Dieb geworden, wo Gelegenheit sich bot, Rahrung für sich, für die Familie zu beschaffen. Wir denken der vielen Zwi- fchenfälle, die sich auf den Aeckern ereigneten, wo
Die Aehrenlefer oft zu Hunderten, mie Heu- chreckenschwärme über die Felder herfielen, die noch nicht zum Aehrenlesen freigegeben waren.
Gott sei Dank! — Diese Zeit ist vorüber und möge nicht wieder kommen! Heute trifft man nut noch vereinzelte Aehrensucher auf den Feldern, und das sind meist solche, die es aus Gewöhn- heit tun. Auch sie künden uns, daß der Sowmer ich rüstet, Abschied zu nehmen.
Als wir noch Kinder waren, war die Zeit i der Stoppelfelder für uns eine köstliche Zeit. Tag ür Tag zogen wir hinaus und freuten uns, wenn der Wind recht flott wehte: denn dann liehen wir die Drachen steigen in die blaue Luft des Himmels hinein, und unsere Phantasie malte es sich aus. wie es Wohl sein möge, wenn wir selbst so hoch in der Luft schweben und auf die Mutter Erde herabblicken könnten. Manchem ist dieser sehnliche Wunsch erfüllt worden, als vor zehn Jahren der Krieg durchs Land jagte und die Männer zu den Fahnen rief. Als Flieget hat da mancher ehemalige kleine Drachenfreund die Erfüllung seines Wunsches — und den Tod für die Heimat gefunden. . . .
Die Schwalben, die Bringer und Verkünder der schönsten Zeit des Jahres, rüsten sich allmählich zur Abreise. Sie sitzen schon wieder in großen Scharen auf den Leitungsdrähten und neuerdings auch auf den Radioantennen.und halten ernste Besprechungen über die weite' R^fte nach dem wärmeren Süden, oder sie üben sich fleißig im Dauerfliegen, um die Muskeln zu stärken für den langen, anstrengenden Flug über die Alpen bis tief nach Italien hinein. Ihr letztes Gezwtt- cher will uns sagen: Sommer rüstet sich, Abschied zu nehmen.
Der BilderweLLbewerb des,,(Bießener Anzeigers".
Zur Erlangung guter Lichtbilder aus unserer. Heimat fordern wir in dem heutigen Blatte zu einem Wettbewerb auf. Jeder, der Rattir und Kunst liebt und pflegt, nimmt einzelne Stellen oder Bilder aus feiner Umgebung, aus feiner Ratur in sich auf, die er immer wieder betrachten, die er auch so festhalten möchte, daß er sie nicht wieder vergißt und andern übermitteln» könnte. Wer nicht nur des Wanderns wegen läuft, sondern auch aus Freude an einer schönen Umgebung, dessen Blick wird mit der Zeit geschärft für das bildartig Abgeschlossene in der Ratur. Kann und will er solche Stellen, die wir einmal Motiv nennen wollen, auf der Platte fest halt en, so wird er versuchen, diesem Motiv die beste Sette abzugewinnen,' er wird das aus allen möglichen Richtungen betrachten mit und ohne Apparat, bis er die günstigste Stelle zur Aufnahme festgestellt hat. Einige Beispiele mögen hier angeführt sein. Den Gleiberg haben wir von allen Setten bestiegen und betrachtet. Dieser Tage begingen wir den Hohenweg über die sieben Hügel und hatten an einer Stelle einen so wunderbaren, geschlossenen Blick auf die Burgruine zwischen den grünen Baurn gipfeln, daß wir gerne das „Dttd" festgehalten hätten. Wie gebannt standen wir einmal, als wir auf dem Wege nach Eisenbach in der Rähe der Försterei plötzlich das Schloß in wunderbarem Ausbau und in prächtiger Stimmung inmitten des Grüns, mit, den alten Eichen im Vordergründe vor uns liegen sahen. Solche „Bilder" prägen sich unauslöschlich ein.
So möge jeder, der es kann, am Wettbewerb teilnehmen, sein Bestes geben, damit viele andere an den von einigen erschauten Schönheiten unserer Hettnat teilnehmen, sie nachempftnden können. Auf zur Tat, zur vielseittgen Beteiligung in dem Bewußtsein, andern eine Freude zu. bereiten, in ihnen die Sehnsucht nach eigenem Erschauen der schönen Plätze zu wecken oder ihäen die Augen für die Schönheiten in Ratur und Kunst der Heimat öffnen zu helfen.
Gtctzener Wochenmarktpreise
Es kosteten: Butter Pfd. 2—2,10 Mk., Käse Pfd. 60 Pf., Eier Stück 14 Pf., Wirsing Pfd. 15 Pf., Weißkraut Pfd. 15 Pf., Rotkraut Pfd. 25-30 Pf., gelbe Rüben Pfd. 8-10 Pf., rote Rüben Pfd. 10 Pf., Spinat Pfd. 30 Pf., Römischkohl Pfd. 10 Pf., Dohnen Pfd. 20—30 Pf., Blumenkohl Stück 1—1,50 Mk., Sglat Stück 8 bis 10 Pf., Salatgurken Stück 10—50 Pf., Ein- machgurken Stück 4 Pf., Endivien Stück 10—30 Pf., Ober-Kohlrabi 8 Pf., Rosenkohl Pfd. 30 Pf., Tomaten Pfd. 20 Ps., Zwiebeln Pfd. 20 Pf-, Lauch Stück 10 Pf., Rettich Stück 10 Pf., Sellerie Stück 20-30 Pf.. Pilze Pfd. 15-20 Pf., Kartoffeln Pfd. 5 Pf., Falläpsel Psd. 5 Pf., Aepfel Pfd. 20—25 Pf., Birnen Pfd. 8—30 Pf., Brombeeren Pfd. 50 Pf., Zwetschen Pfd. 25 Pf., Mirabellen Pfd. 30—35 Pf., Reineklauden Pfd. 25 Pf., Honig Pfd. 25 Pf., junge Hahnen Stück 1 Mk., Suppenhühner Pfd. 90 Pf.
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** Die an st eckende Gehirn-Rückenmarkentzündung der Pferde (Dornasche Krankheit) ist laut einer Verordnung des Reichsministers des Innern ab 1. September im Volks- staat Hessen anzeigepflichtig.
** Vortrag der Landwirtschafts' kämmer. Am Sonntag, den 31. August 1924, nachmittags 3 ülhr, findet in Langsdorf (Oberhessen) ein Vortrag der Landwirtschaftskammer über „O b st ba u. m z u ch t, Sorten- wahl und Anlegung von Klebgürtel" statt. Referent ist Obstbauinspektor Wiesner- Gießen.
" G e m e in d e f e i e r der Markus- gemeinde. Von wundervollem Wetter begünstigt hielt am Sonntag nachmittag die Markus- gemeinde ihre Gemeindefeier auf der Liebigs- höhe. Es war eine so starke Beteiligung aus allen Kreisen der Gemeinde, daß selbst der große Saal mit dem Vorsaal nicht alle Besucher aufnehmen konnte, sondern viele noch im Garten Platz nehmen mußten. In großem Zug mit buntgeschmückten Kränken zogen die Kinder der Kinderkircke und die Mädchenvereinigung durch die Staat zur Feier. Im Ramen des Kirchenvorstandes begrüßte Kirchenvorsteher Weller mit herzlichen Worten die große Versammlung, darauf wechselten gemeinsame Lieder und Musik, Deklamationen von Alter und Jugend, Reigenspiele von Kindern der Kinderkirche wie der Iungmädchenver- einigung und Aufführung eines Hans-Sachs- Schwankes durch den Wartburg-Verein in bunter Reihe miteinander ab. Eine besondere Freude für alle Kinder war die Drehelverteilung, welche auch diesmal wieder durch freundliche Zuwendungen von Gemeindegliedern ermöglicht war. Es war ein schöner Feiernachmittag der gesamten Gemeinde, so daß Kirchenvorsteher Horst am Schluß allen Mitwirkenden und Erschienenen frohbewegt danken tonnte mit dem Ausdruck der Hoffnung, daß auch diese Feier das Gefühl der innigen Zu- 1 sammengehörigkett unserer Markusaemeinde ftätN
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— Stak darauf hinget ffellung des! Tante" Hei Sächsischen La Dinier- als ju. gastiert.
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