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ger unabsehbar gewesen.

24. 8. 1924.

und Segen gewirkt hatte, unter zahlreicher Be- der teiligung der Gemeinde und seiner Amtsgenossen sich zur letzten Ruhe bestattet. 3n der Riederlegung | übe

Vertreter: Adolf Schmidt« Gießen, Telephon 1086.

Dom Fliegerlager auf der Wasserkuppe.

Don dem Sonderberichterstatter desGieß. Anz." Wasserkuppe, 23. 2Iug.

Allmählich scheint das Wetter so zu werden, dast man dabei fliegen kann. Es ist auch nach- gerade Zeit geworden. Denn aus Mangel an Beschäftigung war der Meßtrupp langsam, aber sicher im Begriffe, ans einem M e st trupp zu einem, na, sagen wir E st trupp zu werden, we­nigstens nach dem durch keinerlei Sachkenntnis getrübten Urteile unbefangener Besucher.

In Wirklichkeit arbeitet der Mesttrupp auch, wenn nichc geflogen wird. Die Aufgabe des Meßtrupps ist ja eine doppelte.

Einmal soll er der Sportleitung die zur Be­wertung der Flüge unbedingt nötigen Daten liefern, nämlich Entfernung zwischen Startstelle und Landungspunkt, Höhenverlust falls die Lan­dungsstelle tiefer liegt als die Startstelle, Höhen­gewinn, wenn die Landungsstelle höher iegt, und die höchste während des Fluges erreichte Höhe. Daneben ist für längere Flüge ein Bild der ganzen Flugbahn erwünscht, das in die Karte des Fluggeländes einzuzeichnen ist. Diese An­gaben werden fortlaufend von einigen Mitglie­dern des Meßtrupps, dem sogenannten Aus- werttrupp so zeitig geliefert, dast spätestens am nächsten Vormittag die Sportleitung im Besitze

liebtheit des Gewählten.

1' Allendorf a. d. Lda.. 23. Qlug. Gestern nachmittag wurde auf dem hiesigen Friedhof der Im 66. Lebensjahre verstorbene Lehrer i. R., Hein­rich Adam, der 15 Jahre in Rüddinysh^u en und. 31 Jahre an der hiesigen Schule mu Treue

Kirche und Schule.

Evangelische Kirche und soziale Frage.

Es verdient weithin bekannt zu werden, gerade auch in Arbeiterkreisen wie die evan­gelische Kirche Deutschlands sich in der Gegen­wart anders zur sozialen Frage stellt als früher, und starken sozialen Sinn zeigt. Die groste Kund­gebung des evangelischen Kirchentages zu Bielefeld, hinter dem bekanntlich alle deut­schen Landeskirchen stehen, hat gezeigt, dast man kirchlicherseits zwar vor allein auf einen Aus­gleich widerstteitender wirtschaftlicher Interessen hinwirkt, aber daneben ein volles Verständnis hat für die gegenwärtige Rot des Arbe tterstandes und die berech ig en Forderungen der A beitneh- mer unterstützt. Auf dem vom Zentralverband der Landarbeiter (christl.-nat.) einverase- nen Schlesischen Landarbeiter tag za Breslau erschien der neue Geieralsaperintendent von Schlesien, D. Schian, and sprach eindrucks­volle Worte üher die sozialen Aufgaben der evangelischen Kirche. Z-i den Worten eine soziale Tat: Die evangelisch-!atherische Landessynode in Mecklenburg hat beschlossen, die im vorigen Jahr aufgelegte Kirchenanleihe zum vollen Betrag nach dem Goldwert am Tage der Zeichnung aufzr- toerten.

Heber den Begriff Kettenhandel herrscht in Handelskreisen noch vielfach älnklarhett. Rach der Preistreiberei-Derordnung wird wegen Ketten­handels bestraft. wer vorsätzlich den Preis für Gegenstände des täglichen Bedarfs dadurch steigert, dah er sich in eigennütziger un­wirtschaftlicher Weise als Zwischenspiel in die Kette des Warenumlaufes einschiebt. Der 1. Strafsenat des Reich sg e r ich ts führt in den Entscheidungsgründen eines kürzlich erlassenen Urteils aus, dah Kettenhandel auch begeht, wer bei einem unnützen Zwischcmhandelsgeschäft als Verkäufer tätig wird. Wenn der Einzckl- händler durch besondere Umstände gehindert ist, die Ware im Einzelhandel abzustohen, liegt in der Weiterveräuherung an einen an­deren Händler weder beim Verkäufer noch beim Käufer Kettenhandel vor. Sie ist aber als Groh Handelsgeschäft anzuschen. Der Deräuherer, der einen höheren Gewinn nimmt ils einem Großhandelsgeschäft entspricht, begeht Preiswucher. Zur Begehung von Ketten­handel genügt jede Mitwirkung zur Herbei­führung einer Sachlage, bei der an die Stelle des einen Händlers in gemeinwirtschastswidriger Weise dn anderer tritt.

Bornotizen.

Tageskalender für Dienstag. StadttHxtter: 8 älhrCharleys Tante". Rund­funkhaus, Löberstcaste: 8/2 äähr Musikabend. Zirkus Aluwoe: 8 älhr 'Vorstellung.

Stadttheater. Es sei ausdrücklich darauf hingewiesen, dast in der heutigen D>r- stellung des bekannten SchwankesCharlehs Tante" Herr Julius BastL (früher an der Sächsischen LandeSbühne) auf Anstellung für den Winter- als jugendlicher Komiker und Bonvivant gaftiert.

DieHessische Bilde rbüh ne" kün­digt für den 31. August die Aufführung des neuen Berg- und SportfilmsBerg des Schicksals" an.

Landkreis Gn'st.

ch Wieseck. 26. Aug. Ein bebauet» sicher älnglücksfall ereignete sich am Sonn­tag nachmittag auf dem hiesigen Pfarch f Dort vergnügten sich Angehörige des War.burgve eins mit Speerwerfen- Ein unglückliche. Wurf traf das rechte Auge des Ludwig Hof, das derart schwer verletzt wu de Last nach der sofort vorgenommenen äl bersührung in die Kli­nik dasselbe entfernt werden muhte.

g. Steinbach, 24. Aug. Obwohl die hiesige große Kirche viele Hundert Menschen faht, war sie bei Beginn des heutigen Deianatsmisftons- festes überiüUt. Im Festgottesdienst predigte Pfarrer Staubach-Watzenborn in begeistern­der Weise. Mehrstimmige ' Gesänge der ersten Schulklasse unter Leitung des Lehrers Haas, sowie zahlreiche Darbietungen des Kirchen - gesangvereins aus Watzenborn, der unter Führung seines bewährten Dirigenten, des Finanzbeamten Sommer- Watzenborn, min­destens 60 Mitglieder stark, erschienen war, boten belebende Abwechslung. Das Posaunenguintett Kalbhenit aus Grohen-Duscck wirtte ebenfalls in bekannter Meisterschaft solistisch wie in Begleitung des Gemeindcgesanges mit. Llach einer einstün­digen Kafseepaus< während derer die zahlreichen Gäste von den Bewohnern Steinbachs sehr gast­freundlich bewirtet wurden, begann die Rachrer- sammlung wiederum in der gefüllten Kirche. Hier sprachen Dekan Ga stm a n n - Kirchberg und Missionar Spaich zu der Gemeinde. Als das letzte stimmungsvolle Lied des Kirchengesang­vereinsSchon die Abendglocken klangen", ver­hallt war, war es wirklich fast Abend geworden und der Örtsgeistliche Pfarrer Krämer konnte mit herzlichen Dankosworten das Fest, das jedem Teilnehmer dankbar in Erinnerung bleiben wird, beschliesten." Das Resultat der Festtollekte wird nach Feststellung bekanntgegeben werden.

t Treis a. d. Lda.. 25. Aug. Bei der gestern dahi r flat gefundenen Beigeordnetenwahl wurde IvAnnes Becker XII. mit 255 S immen gewählt. Ein Ge enkccndidat war nicht aufgcflellt werden, ein Zeichen von der allgemeinen Be­

zahlreicher Kranze drückt»: >icy ote Liebe uno Verehrung aus, die der Verstorbene allenthalben genost.

Hessen-Nassau.

fpd. Frankfurt a. M., 25. Aug. Im Vorort Oberrad gerieten in der Rächt zum Montag vor der WirtschaftZum kleinen Hafer­kasten" junge Burschen in Streit. 3m gleichen Augenblick sprang von einer vorbeifahrenden Straßenbahn der 22jährige Bäcker Heinrich 3 o r - dan ab und wurde gegen seinen Willen in die Auseinandersetzungen hineingezogen Hierbei stteh ihm der 22jährcge ßeDerarbcitec Heinrich Hol­der aus Offenbach ein Messer mit solcher Wucht in die Brust, dah er tot zusammenbrach. Der Täter warf das Messer fort, wurde ater fest genommen. Rach hartnäckigem Leugen gc, flanb er heute nachmittag die Bluttat ein. Der mit ihm verhaftete Fuhrmann Georg Müller wurde wieder entlassen.

Kunst und Wissenscyast.

Zweifache Promotion eines Blinden.

An der Universität Heidelberg hat der aus Heilbronn stammende Blinde Krämer inne - halb vier Wochen vor der Philosoph! chen und juristischen Fakultät zum Dvttor promoviert, und zwar beide Male: Magna cum laude.

Jen und vertiefen möchte, llntet frohen Liedern zog bann die Jugend unter Anschluß vieler Ge­meindeglieder wieder zur Stadt zurück.

* Kinderzuschläge. Einen Kinderzu­schlag erhalten nach den neuesten Desoldunäs- Vorschriften die Reichsbeamten für jwes unterhaltungsberechtigte Kind. Als solche gelten eheliche und für ehelich erklärte sowie an Kindes­statt angenommene Kinder, ferner Stiefkinder, die in den Hausstand des Beantten aufgenommen sind, und endlich uneheliche. Ein Beamter er­hält' für ein uneheliches Kind den Zuschlag aber nur, wenn seine Vaterschaft durch Urteil fest- gestellt oder in einer öffentlichen Urkunde an­erkannt ist, und wenn er das Kind in seinen Hausstand ausgenommen hat oder auf andere Weise nachweislich für seinen vollen .Unterhalt aufkommt Verheirateten weiblichen Be­amten werden die Kinderzufchläge für gemein­same Kinder nur gewährt, wenn der Ehemann bei Berücksichtigung seiner sonstigen Verpflichtun­gen außerstande ist, ohne Gefährdung des standes­gemäßen Unterhaltes der Familie diefe zu unter­halten Dasselbe gilt für Stiefkinder, die zugleich unterhoktungsbevechttgte Kinder des Ehemannes sind

Postanweisungen nach Chile. Dom 1. September an find Postanweisungen nch Chile zugelassen. Meist betrag 100 amerikanische Dollar, mit vorübergehender Beschränkung auf den Gegenwert von 100 Rentenmark. Postanwei­sungen aus Chile nach Deutschland sind schon seit einiger Zeit zugelassen, sie werden ebenfalls auf amerikanische Dollar ausgestellt.

** Kettenhandel und Preiswucher.

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Halbzeit verettS 3 Tore vorlegen. Der scharfe Gegenwind machte ein exaktes Zuspiel und damit einem flachen Kombinationsstil für V. f. V. zur Unmöglichkett. Rach gemeinfamen Anstrengungen gelang es schließlich Mandler bureb »radjp tigen Schuß das erste Tor für V. f. B. zu buchcm Rach der Pause änderte sich das Bild. Wahrend der als Helfer erhoffte Rückenwind ausbliev, entfaltete die V. f. D.-Mannschaft unter Führung ihres Mittelläufers S ch n ü r l e ein glänzendes Kombinationsspiel, demzufolge Schnurle nach prä­zisem Pah mit nachfolgendem energischen Allein­gang ein weiteres Tor erzielen konnte. Die Folge­zeit gehörte fast ausschließlich D. f. D. und nur dem sonderbaren Pech war es zuzuschreiben, daß V. f. D. mir noch einmal durch S t e g e r den Ball zwischen die Pfosten Fechenheims drücken und dadurch das Resultat auf 3:3 stellen konnte. Die 2. Mannschaft schickte am gleichen Tage dieselbe Mannschaft der Kur Hessen -Marburg mit 1:0 nach Hause, während die 1. 3ugend der als spielstark bekannten 1. Ingen dm annschast Germanins Frankfurt ein unentschiede­nes 2:2 ab trotzen konnte. Zuletzt sei noch der 4:1- ©icg der 2. Jugend gegen die gleicht von Kurhessen-Marburg erwähnt. Alles zusam­men ein erfreuliches Zeichen der Gesamtspielstärke des Vereins, erzielt durch intensives, unter be­währter Leitung stehendes Training. Hierbei sei auch noch der Pokal der 2. Iugendmannschäft erwähnt, den diese vor 14 Tagen von einem Turnier inUlrichstein mtt nach Hause brachte.

Dom 71. Feldbergfest.

Das Foldbevgfest hatte diesmal den größten Besuch, da nicht weniger als 1800 Turner und Turnerinnen aus verschiedenen Gauen am Sonn- tagftüh zum Kampfe um den Eichenkranz an­traten. Wie so manchesmal bei Feldbergfesten mußten auch diesmal die Wetttirner manchen Regenguß übet sich ergehen lassen, so dah es zu verwundern war, dah es überhaupt möglich war, die ganzen Kämpfe durchzuführen.

Carl Reuter vom Turn-Verein v. 1846 er­rang unter 683 Teilnehmern im Vierkampf-Män- ner-Oberstufe mit 81 Punkten den 9. Sieg. Als eine besondere Leistung des Turners Reuter ist der 10v-Meter-Lauf in 11 Sek. (25 Punkte), und Weitsprung 6,40 Meter (24 Punkte) zu erwäh­nen. Ferner wurden in der Oberstufe Sieger: Willi G a r t e n s ch l ä g e r (68 P.), Frz. Sauer (66 Punkte). A. Kreiling (64 Punkte). H. Trechsler und W. Müller (56 P.). In der Iugendstufe errangen die Turner Vetter und Guhot den 8. Sieg. Weiter gingen noch die Turner C. Reih, W. Reih, Ehr. Ziegler, H. Wullau, H. Eidmann, E. Rage! und Schwab als Sieger hervor. Die Turnerin Lina Hau- b a ch erhielt unter 210 Teilnehmern den 15. Sieg

Rund um Darmstadt.

Das RadrennenRund um Darmstadt" wurde vom Frankfurter Willi Stroh gewonnen.

Fußballlampf Sparta-Prag gegen F. C. Riirw berg 3 :2.

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cd teiggefchwindi gleit von 104 Metern tn der Mi­nute. Diese Leistung wird dadurch besonders be­merkenswert. dah sie mit einem Motor von nur 4,5 P. S. Aennleistung erreicht wurde.

Die ganze Frage des Kleinflugzeuges oder des Segelflugzeugs mit Hilfsmotor ist eine reine Motorensrage. Für den Zuschauer war die .lieberlegenbeit des von Übel benutzten eng­lischen Dougla smvtors über den von H e n t- zen benutzten S. u. H.-Motor zweifellos, so bedauerlich diese Tatsache an und für sich fein mag. Ratürlich sind auch die Eigenschaften des Flugzeugs sehr wesentlich für den Erfolg.

Trotz des verhältnismäßig guten Flugwet­ters starten erst am Rachmittag einige Ma!- schinen.Konsul", der Darmstädter mit Fuchs als Führer führte einen fast halbstündigen Flug vom West hang der Wasserkuppe aus, der ihn bis 12'/» Kilometer von der Startslelle führte. Dabei überflog er mehrmals den Startplatz. Die zahl­reichen Zuschauer, unter denen durch seine rege Anteilnahme besonders Prinz Heinrich auf siel, jubelten ihm begeistert zu, wenn er dicht Über dem Löhlstein hinstrich und in eleganten Kurven am die Kuppe flog. Schließlich kam er in etwa 8 Kim. Entfernung außer Sicht und landete bei Lütter, dicht an der Straße Lütter Ried.

Schön war auch der Flug vonRomerike Berge" (Wuppertal), geführt von Kegel. Rach etwa 10 Minuten landete er in fast 6 Kim. Ent­fernung bei Remerzmühl, westlich Poppen­hausen.

Während dieser Flüge kreuzte gleichzeitig übet mit seiner Motormaschine. Aber er ver- ! mochte kaum, die Aufmerksamkeit der Zuschauer auf sich zu lenken. Jeder hatte wohl das Gefühl, dah in diesem Augenblick die lärmende Motor­maschine durchaus nicht in die Landschaft paßte. Der Eindruck eines segelnden motor losen Flug­zeuges ist jedenfalls viel erhebender. Instinktiv fühlt man, daß hier- die größere Kunst vorliegt.

Gegen 9 Uhr abends wurde das Lager durch anhaltendes Läuten der Feuerglocke sowie laute Rufe ,. Feuer" aus beschaulicher Ruhe aufgeschreckt. In einem Flugzeugzelte war auf bisher noch nicht geklärte Weise Benzin in Brand geraten. Doch gelang es den herbeigeeilten Helfern rasch den Brand zu löschen. Immerhin ist eine Würzburger Motormaschine teilweife verbrannt. Zum Glück blieben die übrigen Flugzeuge sowie das Zelt selbst unbeschädigt, und weiter stand dieses Zelt an der Leeseite des Lagers, falls es an der Luvseite ge­standen hätte, wäre die Gefahr für das ganze La-

Heute vormittag soll der Zielflug für die Flugzeuge mit Hilfsmotor stattfinden. Wie wir erfahren, herrscht in Kissingen, dem als Ziel bestimmten betannten Badeorte, schönes Wetter, die Zuschauer ftrömen in Scharen zum Flug- gelanEe, zwei Junker s Flugzeuge sind bereits eingetroffen, nur hier kann niemand starten, da dichter Rebel die Kuppe einhüllt. ...zig Autos haben sich bereits hier oben ihrer 3nsas- fen entledigt und versinken hübsch langsam im älrschlamm unseres Lagers. Die erwartungsvollen und hoffnungsftohen Schlachtenbummler drängen sich auf den wenigen begehbaren Stellen in der Umgebung der Baracken und Zelte zusammen. Da­zu macht unser Ober-Laubftosch sehr wenig er­freuliche Prophezeiungen für den weiteren Ver­lauf des Wetters. Dr. H M.

In Rürnberg gelangte heute das Fußball« Wettspiel Sparta-Prag gegen F. C Rürnberg zum Austrag. 3n der ersten Spielhälfte waren die Prager dank ihrer besseren Technik im Vorteil, so haft bei Halbzeit das Spiel für Prag 2:0 stand Erst in der zweiten Spielhälfte gelang es den Rürnbergern rrach hartem Kampf, zwei Dore aufzuholen, während die Prager in derselben noch ein drittes für sich verbuchen konnten, so daß das Spiel mit einem 3:2-6ieg für Prag endete.

Neuer Weltrekord Rademachers«

Beim internationalen Schwimmfest M. 21. C. Budapest verbesserte Rademacher, Hellas- Magdeburg, den Weltrekord im Brustschwimmen über 200 Meter auf 2:51. Er unterbot gleichzei­tig die Welthöchstleistung über die 200-Vard- strecke. Reue Zeit 2:35,6. Heber 800 Meter er­zielte der Darmstädter Berges mit 11:21 eine neue deutsche Höchstleistung.

Das internationale Sportfest des S.C.G>

Berlin, 24. August.

Das Stadion hatte heute einen großen Tag. Zehntausend Zuschauer hatten sich durch den drohenden Regen nicht abhalten lassen, dem Zusammentreffen zwischen dem deutschen Kurz- streckenmeister H o u b e n mit Sarr (Australien) und Porrit (Reuseeland), die zur Zeit für die schnellsten Läufer gehalten werden, beizuwohnen. Rach einigen Vorläufen traten v. Rappard (Schweiz), Porrit, Carr, Houben, Most und Pampe, in dieser Reihenfolge von innen nach außen, zum 100-Meter-Lauf an. Der Start ge­lang sofort. Houben schoß sogleich in Front, hatte bei 50 Meter bereits einen Vorsprung von einem Meter, den er im Endspurt auf 2 Meter vergrö­ßerte. Carr, der zweite, konnte Porrit gerade noch um einen halben Meter hinter sich lassen. Die Zeit von Houben war 10,6 Sekunden. Der deutsche Meister hat damit das Ergebnis von Go­thenburg glänzend bestätigt. Die Riederlage von Porrit gegen Houben wirft außerdem ein be­zeichnendes Schlaglicht auf den 100-Meter-Lauf der Pariser Ochmpiade. Roch einen deutschen Sieg brachte das 1000-Meter-Laufen. P e l tz e r, der deutsche Meister, lief mit 20 Meter Vorsprung vor Schoemann S. C. C. in neuer deutscher Re­kordzeit 2 Minuten 30,3 Sekunden durchs Ziel.

Eine weitere Riederlage holten sich die Aus­länder im 7500-Meter°Lauf. Der deutsche Mei­ster Graß mann-Melau ging in glänzender Verfassung mtt 220 Meter Vorsprung in 24 Mi­nuten 58,8 Sekunden unangefochten durchs Ziel. Der Amerikaner Rieck konnte nur noch in einem allerdings glänzenden Endspurt den S. C. C.- Mann 2!l i e r d l auf den dritten Platz verweisen.

Dre 4X100-Meter-Staftel gewann Preu­ßen- Krefeld gegen S. C. C. Houben als Schlußmann übernahm den Stab mit 4 Meter Verlust, holte glänzend auf und siegte mit 2 Meter Vorsprung. Dritter Saarbrücken.

Mrantwortlich für Politik und Feuilleton. 3. D.: Heinz Gvrrenz.

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Turnen, Sport und Spiel.

Was fordert der Sport als Mindest­programm?

Für Schulen und Hochschulen: die Einsichrung der täglichen Turnstnnde: Brwer ung des Turnens als Hauptfach: sechsemeftrige 2lus- bildung der Turnlehrer: Erneue ung und Erweite­rung des Turnunterrich s; Füh ung eines Gesund- hntspasses bis zum Lliündigiei satter: Schaffung von Lehraufttägen für Leibesübungen an den Hochschulen: Rachweis der Körpevausbilkung d.r Studenten vor Llblegung ihrer Schlußprüfung: Einführung des pflich^mähigen Schwimmun.er- richts an allen Schulen.

Für Fortbildungsschulen: Einfüh­rung der Turn- und Spvrtpflicht bis zum Mün- digkeitsal er; Cinfüh ung eines dreistündigcn Fvrtbildungsschul-Turr.unterrichts. trv niift mög» derselben ist. r c ,, _ t I sich. Ersatz durch Turn- und Sportvereine: Plan-

Außer der Llufgabe, diese für die Sport-^ige Anstellung von Turn- und Spvrtsehr.rn leitung wichtigen Llngaben sobald als möglich älnterweisung auf öffentlichen Spielplä en zu liefern, hat der Messtrupp die wettere im un$ -m nebungsbetrieb der freier: Vereine: Ein- Grunde ungleich interessantere Aufgabe, die ver- ^dy-ung von sportärztlichen Beratungsstellen, messenen Flüge wissenschaftlich auszuwerten. Aas gür Turn- und Sportvereine: fin­den durch möglichst viele gemessenen Punkte fest- e^ig>ltiiche Dereitslellung der staatl'chen uird kom- gelegten Flugbahnen toerten Schlüsse auf die mu^a[n älebungsstät en; Erleichterung der Mit- Windverhältnisse, auf die Eigenschaften der ein- bcam eter Turnlehrer und -Leh.erinnen,

zelnen Flugzeuge, ihre Steig- und Sinkgeschwm- ^r Beteiligung von Schulern an Turn- und digkeiten gezogen. Daran haben sowohl die Ftte- Sportvereinen.

ger selbst als auch besonders die Flugzeug- Ersah des Reichs sp iel P lah - G esehes konstrukteure ein großes 3nteresse. nUf der Grundlage rvn 3 QuaLralrneter Spiel-

Run kann man ja vermittelst selbstregrsttne- n«<it>fläche für den Kopf der Bevölkerung; plan-

render 3nstrumente, der Barographen, die Höhen- MHiger Bau von öffentlichen Schwimmbädern änderungen während eines Fluges ohne weiteres kostenlosen Benutzung; Einbau von Brause- von dem Barogramm ablesen. Es ist dann ein ^ädcrn in allen Turn Hal en, Kasernen und schulen, besonderer Genuß, durch Kontrollmessungen die Einteilung der Arbeitszeit derart, daß Genauigkeit der Messungen sowie des Baro- - lurnerische und sportliche Detä-

graphen zu prüfen. Die Flugzeuge mit Motor tigung 5[et5t.

bekommen ausnahmslos einen Barographen mit, (Steuerbefreiung aller Art unter dem der vor Deginst des Fluges plombiert wird, und Gesichtspunkt der Gemeinnützigkeit von Turnen, dessen Angaben für die Preisvertettung maß- S^el und Sport; Ermäßigung bei Cisenbahnfah - gebend sind. . ten zu Turn- und Sportreisen; Portofreihe'-t für

Die Sinkgeschwindigkeit und den Gleitwinkel etlichen Driefverkehr der Turn- und Sport- eines Flugzeugs kann man besonders bei Wind- txrbänbe.

stille einigerrnahen genau experimentell ermitteln. Einrichtung einer Reichs st eile für Le i- Das Ergebnis gibt dann Deranlasfung zu Ver- b^sübungen, Fachbeiräten und hauptamt- gleichen mit den vom Konstrukteur berechneten ^chen Referenten für Leibesübungen bei den Mi- Werten. Wenn auch die Beteiligung der l -Serien; Einstellung entsprechender Geldmittel zur Segelflugzeuge mit Hilfsmotoren nicht von allen Unterstützung von Turnen, Wandern. Spiel und begrüßt wird, so kann man doch manches ganz I in die Haushaltspläne von Reich, Staat wissenswerte aus ihren Flügen entnehmen. un^ Gemeinden.

So erziette Hentzen «uf ^Habicht" eine Die Sonntagsspiele des 03. f. 03.

Riederlegung | üÄr dem Meere, äl de t erreichte dabei eine I Bundesgenossen und tonnten V. f. B. in der ersten