Ausgabe 
26.2.1924
 
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Oie Reichs- und LandtagsrocHlen em-ugehen ,unb -war unter der BezeichnungDeutscher Block".

Der Beginn des Münchener Prozesses.

Aus München erhalten tetr folgenden S o n- berbericht:

W^n diese Zeilen In Druck gehen, hat der g-vhe HulerprvAeh vor dem Botksgericht im Speifesoale der ehemaligen Kriegsschule begonnen Dach menschlichem Ermessen kann die Verhandlung nun glatt verlaufen. Die Bannmeile der Bluten- burgftrahe, in der die Kriegsschule liegt, ist von der Lande-Polizei gegen Zusamwenro luirgen u.d DesreiungSversuche gesichert. Poli tkche Bersamm- Iungen dürfen in den Bierkellern der Umgebung wozu auch der vielberühm'e Löwenbräuleller ge- hört, nicht staltsinden. .Grsellige" Deranstaltun-' gen werden auf Herz und Äieren geprüft. Für die allgemeine Ordnung und Buhe sorgt die Reichs­wehr, die durch nordbayerische Kompagnim ver­stärkt wurde. Die Oeffentlichkeit wird alterdtngS recht kurz g-halten. Photographieren oder Filmen ist tn der ganzen Bannmeile verboten. Die zur Verhandlung zugelassene Presse wurde siebenmc l gesiebt, bamlt kein Helfer der zehn Angeklagten durchschlüpfe. Der Zuhörerraum für dasVolk' bestehl auS drei Bänken, auf denen nur Platz neh­men darf, wer ganz unverdächtig ist oder sich im Zimmer der K iminalpoliz« einer körperlichen Untersuchung r Waffen unterzogen hat. Tele- Phonzellen für .Zeitungen gibt es nicht. Man fürchtet Mißbrauch. Dafür hat jeder Angeklagte sein eigenes Kämmerlein, aus dem er nur her- auSgelassen wird, um auf die GerichtSbühne zu eilen.

3n eigentlicher Haft befinden sich nur noch die vier Führer der Kampfverbände. Hitler, Hauptmann Röhm (Führer de« BundesReichs- kriegSflagge"), Tierarzt Dr Weber (Führer de« Bunde« .Oberland"), Oberleutnant a. D. Wilhelm Brückner (Führer der Münchener Hiller- truppen). Ludendorff hatte bi« jetzt jede Freiheit ander der, den Wohnsitz zu wechseln. Sein Stiefsohn. Oberleutnant a D. Heinz Per - n e t, ist au« der Haft entlassen, ©eine Ange­legenheit er versuchte am 8 und 9 Rovember vorigen Jahre« die .Getreuen" deS Putsche« in eben der Kriegsschule zusamEnzuhalten, die jetzt zum Tribunal geworden ist wurde erst ganz kürzlich mit dem Hitlerprozeh verbunden. Leut­nant Wagner. Lehrer an der Infanterie- schule, ist seit Mitte Februar auf freiem Fuß. Oberlandesgerichtsrat P o e h n e r. Oberamtmann Frick und Oberstleutnant Kriebel (militä­rischer Führer deS gesamtenKampfbunde«") hielten sich in Sanatorien auf Adolf Hitler und seine Mitverhafteten waren bisher im Frstungs- gefängnis tn Landsbero am Loch untergebracht, too sich auch, wie nebenbei erwähnt sei, der GtSner-Attentäter Graf Arco befindet.

Den Vorsitz de« Gerichte; fuhrt, wie bekannt, der Präsident das DolkSgerichts Lairdg-richts- direktor Reithart. Mit ihm zusammen ur­teilen nach ebn Beruf«richt er und drei Laien­richter. Die Verhandlung wird wahrscheinlich zeit­weise unter Ausschluß der Oeffemtlichveit statt- finden. Welche Tatttk die Verteidiger be­folgen werden, ist noch ganz ungewiß. Die ge­ladenen 150 Zeugen werden sicherlich nicht alle vernommen. Dagegen ist es möglich, daß im Laufe der Verhandlung noch Kardtnal-Srzbtschrf Dr. Faulhaber und Kronprinz Rupp­recht von der Verteidigung al« Zeugen v;rge- fchlagen werden. Die Hauptzeugen sind Dr. von Kahr, General v? n Lossow und Oberst Geisser. Daß diese drei Staatsrnänner während de«'Prozesses nicht mehr tn Amt und Würden liod, erl.-ichtert die Aufklärung der Tatbestände uAg-m-tn. Kahr war al« Gene alstaatskommissar dHpch die Ausnahmeverordnung des 26. Sep- tmrber der Staatsanwallschaft übergeordnet. Man fielt» sich vor. welchen peinlichen Eindruck dieses Borges 'htenverhällnis tn eiter Verhandlung ge­wacht bitte. In der der Kronzeuge Kahr sich v)n der her fi edlen Anschuldigung, am Hochverrat irgendwie beteiligt zu sein, rein zu waschen hat. Kahr wird sich vor dem Driksgericht als Zeuge damit zu rechtfertigen suchen, daß seine mit den K<inrpfverbänden vor dem 6. Roremb. gepflogenen Verhandlungm nicht den llmsturz. sondern die nat i on al e Sin heitsf ro n t im verfassungs- mäfrtgcn Ringen um ein neue« Deutschland zum Ziele frrtten und daß er nur zum Scheine out die Putschabsichten etngtng. Wie schwierig di Irr Beweis sein wird, hat die Broschüre des Professor« Rot he^t büche r über den . Fall Kahr" gezeigt. Die Hitlerleute, bte um ihre Haut kämpfen - schließlich handelt es sich doch um ein mit Lobo«strafe bedrohtes De.brechen werden ihm den Beweis nicht erleichtern.

Hungerstreik in La-dSberq.

München. 25. Febr. (WTD.) Wie der »Döllilche Kurier" melde» vier Schutz­haft g e f a n g e n e In Lands berg am Sonntag bitWÄMifnoMhan.

öin Roman au» dem 21. Jahrhundert von Han« Dominik.

31. Fortsetzung. (Rachdruck verboten.)

Eine Viertelstunde später stich die schnellste Flugmaschine der Station Richtung Rord zu Rordwest durch den strömenden Regen. Rur die beiden Freunde waren an Bord, und Georg Isen- brandt steuerte selbst.

3c Wei.er ftc vorwärts kamen, desto schwächer wurde der Regen, bi« er jensell« des BaldAschsee« fian® auf hörte. Hetzt war die ßuft gut sichtig. Grüne Felder und Lriftenzogm unter ebnen hin. während Ilenbrandt die Rkasch ire auf die höchste Geschwindigkeit setzte. Mit etwa tausend Stunden­kilometer schrtz fte jetzt durch dem Aether

Grauer ttutbc das Grün unter ihnen Die Zeichen der Trockenheit, ja der Dürre mehrten sich.

Heber einer unbesiedelten Steppe ließ 3Ten>- brandt da« Flugschtff tkf hinab gehen. 3n einer Höhe von famn hm,dort Meter z-g er an einem Hebel Wellington 5>i glaubte durch die Scheiden der Kabine eine glltzcrnde, flockende Ma'se nach unten fallen au seh^n. Es war ihm. al« ob etwas auf die Fläche eines kleinen, beinahe auSgetrock- neten Lands«« autschlug. Aber er war feiner Öadjc nicht sicher. Schon hatte StetbranN die Steuerung berumgeworfen und ließ das Fahr­zeug in steilen Spiralen steigen. Schon httle c« toieocr eine Höhe von zehn Kilometer erklommen und gewährte den CJnfaifcn einen weiten Rund­blick . . Vorwärts wert hin rn die endlose sibi­rische Steppe. . . Rückwärts b^S zu den Se­

in den Hungerstreik gefixten fein: die übrigen Schutzhaftgefangenen hatten beschlos en, heute ebenfalls in den Hungerstreik zu treten. Das Blatt schreibt dazu, daß die völkischen Füh­rer nun seit vier Monaten der Feihell beraubt seien, und fordert nachdrücklich bk Herausgabe der Schutzhaftgesangenen.

Um den Ausnahmezustand.

Berlin, 26. Febr. (Priv.-Tel) Der .Lo­kalanzeiger" meldet, daß sich das Reichskabinett mit der Frage der Aufhebung des Ausnahme­zustandes beschäftigt Hobe, aber noch zu keinem endgültigen Beschluß Darüber gelangt sei, ob am 1. März der Aus^hmezu land im ganzen Reich und ohne Einschränkungen auf­gehoben werden könne DaS Blatt glaubt, daß wegen mancherlei Schwieri zkeiten, die das Pro­blem biete, noch eine Reihe weiterer Beratungen sowohl innerhalb der Reithsregierung als auch zwischen dem Reich und den Ländern statt- finden werde. Der sächsische Minrster- präsident und der sächsische Minister des Innern, die gestern in Berlin waren, hatten eine Be­sprechung im Reichswehrministerium über die Frage der Aufhebung des Ausnahmezustandes in Sachsen, an der außer dem Reichsw. hrmimster auch der Reichsminisrer des Innern teilnahm. Befreiung von der CbiiqaHoudftcufr.

Berlin. 25. Febr. (WTB.) Bei der Obligattonssteuer der dritten Steuernotver­ordnung ist die Befreiung vorgesehen für Schuldverschreibungen, soweit be­baute Grundstücke haften, die der be­sonderen Besteuerung des bebauten Grund­besitzes nach derselben Verordnung unterlie­gen. Diese Befreiung gilt nur insoweit, als die Grundstücke ausschließlich für Wohn­zwecke benutzt werden. Haften gewerb­lich genutzte Grundstücke (zum Beispiel Fa­brikgrundstücke) für Schuldverschreibungen, so ist die S t e u e r p f l i ch t gegeben.

Britischer Kredit für Nutzt" nd.

London, 25. Febr. (Wolff.) Der diploma­tische Berichterstatter des .Daily Teleg.aph" mel­det: Etwa zur Zeit der Absendung der britischen Rote, die der Moskauer Regxrung die dr jure- Anerkennung gewährte, hatte Rakowski eine vertrauliche Unterredung mit Bankiers der Eity über die Aussichten britischer Kredite an Rußland tn Höhe von 30 bis 40 Millionen Pfund. Gs wurde ihm geantwortet, daß keiner­lei diesbezügliche Versuche unternommen werden könnten, wenn die Sowjetregierung sich nicht be­reit erfläre, alle Staats- und Privat- schulden an Sn g land und die Dor­kriegsschulden anzuericn xn, und die briti­schen Eigentümer beschädigten oder beschlagnahm­ten Besitzes In Rußland zu entschädigen. Einige Sage später zeigte Rakowski drn in K-age lammen ben Ban.'iers ein Telegramm aus Moskau de« Inhalts, daß die Sowjet regierung diesen Be­dingungen Nachkommen werde.

England und Daläftina.

London, 25. Febr. (WTB.) Der britische Staatssekretär für die Kolonien. Thomas, erklärte im Unterhause über die Polltik der Regierung in Palästitu, dte Regierung habe beschlossen, an der Politik der Verwirklichung der Dalfourerklä- nma vom Jahre 1917 festzuhalten, tn der sich Großbritannien verpflichtet, die Schaffung einer nationalen Heim statt für das jüdische Volk in Palästina zu fördern, wobei vorausgesetzt werde, daß nicht- getan werden solle, um die zivilen und religiösen Rechte anderer Gemeinschaften im Lande zu beeinträchtigen.

Kleine politische Nachrichten.

Der Präsident des ReichS-QrndbundeS, Reichstaasabgeordneter Roesicke ist an den Folgen des Schlaganfalles geftorben, den er auf der Reise nach Breslau zur Reichs- und Landbundtagung erlitten hatte Rae'icke wurde 1836 in Berlin geboren, war bi« 1889 im Justiz- dienst tätig, wurde dann prattischer Landwirt und trat als solcher dem Bunde der Landwirte bet, de.fen Führer er bald tourbe. Don 1893 bis 1912 war er R,ichStagsabgeord.xter, 1919 Mitglied der Rationalversammlung und des neuen Reichs­tage«.

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Der Direktor des 3nternattonalen Arbeit«- amt«, Albert Thomas, weilte auf der Durchreise von Warschau nach Paris in B e r l i n und hatte eine Reihe von Besprechungen, um sich ein Bild über die wirtschaftlichen Schwierigkeiten tn Deutsch­land, insbesondere der Arbei.erschaft, zu machen.

Die Meldung über eine vom ReichSfinanz- mtnifledum beabstch täte Ausprägung neuen Hartgeldes hat der Rentenbank Veranlassung gegeben, bei dem Reichsfinanzmini- staden de« DalkaschseeS und den Kämmen der Himmels berge.

Wel'ington Fvr halle den jähen Abstieg und das schnelle Wiederaufsteigen der Maschine mit Verwunderung beobachtet. Hetzt stellte Isenbrandt die automatische Steuerung ein unö trat frei in den Raum.

/DaS war das? . . . DaS bedeutete das?" In (SncQunq stieß Wellington Fox die Frage hervor. Instruktiv spürte er, daß etwas Außer­gewöhnliche« Im Gange war, ohne daS Was und Wie zu wissen.

Isenbrandt trat an die Fenster und wie« mit der Hand nach Osten.

.Sieb dort hm!"

Wellington For trat trben ihn.

.. soll ich denn seh^n? ... Ich sehe dort nichts

.Schau!"

.Ja. was denn? . Rebel . . Ich sehe bte Kamme des ThlaTv-Schan . . 3m Rebri Die Wolken strömen hierher Sie werden immer größer . . ftc kommen hierher . Immer tondler . . . ihtb jetzt .. . Un) jetzt . . "

Wellin.iton Fox war in höchster Erregung Fast lallend kamen die letzt>m Worte aus fernem Munde. Hetz' wandte er sich zu Isenbrcindi Sin Blick auf dessen Gesicht . Da« Gesicht des sieghaften Tatmenschen.

Taumelnd tmt er zurück. Grauen malte sich auf seinen Zügen.

.Georg! Du? . . . Du! Dein Werk ist das?" Schweifend nickte Isenbrandt

Wellrngtoo Jo, ih auf einen Sessel taCen. Auh er spvah nicht m hr Er deckte de Augen mit der Link«, -nur das Zucken seiner

flenum anzufragen, ob und inwieweit Befürch­tungen, daß eine solche Ausprägung eine in­flatorische Wirkung biKm könnte, gerecht­fertigt feien.

Die Interalliierte Rb^inlandlsmmtssion hat die Verordnung vom 21. 5>e,e.nber 1923 über bk Arbeitszeit und die Ri^-llmien des Reichs­ministers des 3nnern vom 22. Dezember 192-3 über bie R g lang der Dienst) ei per Reichs beamten i m besetzten Gebiet zu gelassen.

Das französische Kriegsgericht tn Essen verurteilte die beiden Direktoren Koenig und Schmidt von der Gewe.ck chaft Langen- brahr zu je 100 000 Gold mark Geldstrafe, well während des passiven Widerstandes die Gewerk­schaft dem Ersuchen der Franzosen auf Heraus­gabe von Grubenbildern nicht r>achge- kommen war. Es ist dir« die höchste von einem französischen Kriegsgericht im besetzten Gebiet bisher verchängte Strafe.

Der sozialistische Bürgermeister Meier auS Grafen Hainichen i't auf Veranlassung der Staats­anwaltschaft von Halle verhaftet worden Er soll sich angeblich in seiner Eigenschaft als Poli­zeiverwalter Derfehlung n, so die Richtverfolgung von Strafanträgen, haben zuschulden kommen lassen.

Die auf den Bremer Seeschiffs- Werften unter der A beiterschaft veranstaltete ünabftimmung über den letzten Hamburger Schiedsspruch hat die Ablehnung bc« Schiedsspruchs mit mehr als einer Dreiviertel­mehrheit ergeben. Auf der Aktiengesellschaft Weser hielt ein Teil der Arbeiterschaft die neue Arbeitszeit nicht inne und verließ die Arbeits­stätte bereits eine Stunde früher. Dadurch gelten ca 34000 Arbeiter al« fristlos entlassen

*

In Elberfeld wurde die Arbell bei zahl­reichen F.rmm der Metül- und Terlllbrakiche w-i d r ou|gcnammc i. Damit hat der sechswöchige Streik sein (Snde erreicht.

«

Die Mi glieder des britischen Rati^nalverban- des der Eisenbahner in Hüll sind plötzlich in den Ausstand o*tre.en, weil einigen seiner Mit­glieder gekü igl worden war. Bisher sind schon 30004000 Mann an dem Ausstand beteiligt.

Aus Stabt und Land.

Gießen, den 26. Februar 1924.

D'e März-Miete.

Rach Anhörung von 3nterefTentent>ert-etun- gen un) Sach^rstandigen hat das Hess. Ministe­rrum für Arbeit und Wirtschaft für die Berech­nung der Miete für den Monat März fol­gendes beftimmt:

Die Miete für den Monat März beträgt rn den Gemeinden mit Städteordnung 22 Pro;., in den übrigen Gemeinden 21 Prozent der Frie­densmiete. Die Miete ist zahlbar in Gold- oder Papiermark. Bei Papierma kiahlungen ist der Kurs vom Vortage des Fälligkeitstermins zu­grunde zu legen. Die Beträge sind auf dolle 10 Pfennige nach oben abzurundrn.

In diesen Summen sind in den Gemeinden mit Städtevrdnung 2 Proz., in den übrigen Ge­meinden 1 Proz. Derwaltungskosten. 12 Proz. für laufende, 8 Pro,, für große Instandsetzungs­kosten, die Zuschläge für Steigerung der Zinsen sowie die Grundniete einbegriffen. Die Betriebs­kosten sind umzulegen.

Für den Monat April wird die Miete unter Berücksichtigung der Bestimmungen der Drillen StTuernotverordnung dorn' 14. Februar 1924, insbesondere der §§ 27, 28 festgesetzt werden.

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RDV. Ausländische Za h lungsmit - tel am Eisenbahnschalter. Bi.her durften die Sisenbahnschzlter sowie die Reise- bureauS für Fahrkarten, Reisegeväckgebühren und Frachten ausländisches Geld nicht in Zahlung nehmen, und auf allen größeren Bahnhöfen und in den ReisebureauS waren Wechselstuben ein­gerichtet, um den Ausländer instand zu setzen, seine Zahlungen in deutschem (Selbe zu leisten. Eine neue Verfügung des Reichs Verkehrs Ministers ermächtigt nun die Reichsbahndirektionen, an be­stimmten Schaltern die Anmrhme fremden Geldes zuzulasfen. Ausländische Zahlung-imittel werdm nur für Reisen oder Frachten angenommen, die in« Ausland gehen. Bei der Annahme sind die Umrtdtnung«furft anzuwenden, wl<> sie jeweils für die Umrechnung der in ausländischer Wäh­rung ausgedrückten Frachten in Goldmark be- kann'gegeben werden. Die Spesen der Um- wechslung werden von der Reichsbahn getragen, so daß bei der Annahme keinerlei Abzug durch- geführt wird. ________________

Rechten auf der Sessellehtie verriet feine tiefe Erschütterung.

, Wie tm Traum erinnerte er sich später daran, tt4e daS Flugichiff nxh mehrere Male tn die Tiefe schoß- Wie Isenbrandt feine Btnnben warf. Wie Redcl, Donner, Blitze und schirere Regengüsse dem Wege des Flugschiffe« folgten.

Wasfrnklirren. . Kommandorufr. . . Drr Taktschrill FI inet, aber auserlesener Formatimen. Die Helle Maisonne bestrahlte da« Lager der Kompagnietruppen am R'rdabhant deS Ala.'au. Don einer Ucbiuig un ©ebirge kehrten die Trup­pen zurück

Vielleicht Halle Wellington Fix doch tn einer Beztehuna recht, als er anmal dir Suropean Sett- l mentS Eompanh mit der südafrckanif hen Ehar­te red Eompany des NLunzehllen O^brhundert« vercllch Wie diese einst tn den großen atrif,-> nischan Grbieton. so unterhickt die E. E E hier tm Aetyn A isnS. in den östlichen Tellen der Si d u gSg^bi tc. em fietne« aber ausge'uchte« und idxagicrtige« Heer. Rorm^erwerse nur für die Aufo cht-THaltung der Ordw.in i und dm Schuh der Si dl« ge en zufällige Räubereien bestimmt. Im Rotfall aber auch der erste Prellbock gegen einen offnen Angrtfs, bis die reguläre europäische Waffenm -cht zur Stelle war

Die wullschaf li he Au oiDtnie der Siedlungs­gebiete b-Nnit? auch den S.lbstschuh. 3m Innern der G biete, frti>nt si: nicht unter -ulllscher Hoheit aeblt- ben traten, durch etne Siedletmillz. An cen durch je»? Be-ufSf-uvpe.

Dach em die europäi chen Bürgerkr4-ge, Vie man jetzt bie früherst Streülgfeuen der cur»-

'* Der FlenSvurger Treulchwut. In unserem gestrigen Bericht über den Pfalz- und R hem lag in Gießen ist der Treufchwur von F.enSburg, der auch hier begeisterte Zustimmung fand, infolge eine» Deriehens in der Sehere, in einem wesentlichen Teile verstümmelt und un verständlich zum Abdruck gefornmen. Zur R i ch- tigpeUung bringen wir ihn heute noch ein mal vo5lständig zur Kenntnis unserer Leser Wir bekennen die Qual deutscher Zerrissenheit. Wir bekennen unser aller schicksalhafte Ver­bundenheit.

Wir bekennen unS zum Reich in 'einer Rot. Dem Vrrhos eine« einig.« Deutschland.

Wir glauben an die Volksgemeinschaft. Die stärker ist alS Partei und Klasse. Wir gtauben an die schaffenden Kräfte des deutschen Herzens.

Des deutschen Willen«, des deutschen GetsteS. Wir glauben an das heilige Recht auf F.eiheit ilnb Einheit Deutschlands.

Wir schwören, die Trägheit unserer Herzen zu brechen.

Wir schwören, den Brüdern u opfern, was wir Und waS wir sind.

Wir schwören, für das heilige Recht--zu streiten.

** Oberhcssischer Kunstverein. In den nächst-.m Tagen wird eine teilweise Aenderung der Aufstellung vvrgenommen werden. Morgen, Mittwoch, ist die AuSstel- lung von 111 Uhr vormittags und von 3 bK 5 ilpr nachmittags geöffnet.

* D i e Allgem. Ortskrankenkasse Giehen-Stadt erinnert In unserem heutigen An;eigenlell an die Zahlung der rückständigen Januar-Beiträge bis zum 8. März. Räheres tr der Anzeige.

Kellereinbruch. In der Rächt zum vorigen Donnerstag wurden hier aus einem Keller tm Wetzlarer Weg mittel« Etnstetgens durch da« Kellerscnster von der Straße aus nach­stehende Sachen entwendet eine braune irdene Gchüssel, 50 eingelegte Eier, sieben Büchsen kon­densierte MUch, sämtliches cingefaL^nc« Fleisch von einem 168 Pfund schweren Schwein, öan unter befanden sich zwei Schinken, zwei Speck­seiten, IVe Pfund Schweinebra en und fünf Kote - letts Personen, die über die Täterschaft und den Derbleib der Dachen Wahrnehmungen gemach' haben, werden ersucht, der Kriminalpolizet Mit­teilung zu machen.

Bornotizen.

TageSkalender für Dienstag Stadttheater: Z llhr .Rausch". Lichtspielhaus Bahnhofstraße: .Marcco'. Palast-Lichtspiele. .Die Fechter von Ravenna".

Zu dem Konzert be« Frankfur­ter Symphonie-Orchesters wird un« ge- schriBen: Für das am D n verstag, dem 28 Febr.. in der Tunthalle am OswaldSgarten unter der Leitung dcS Kapellmeisters Karl K n ü b e l und unter Mitw r.'una trm Frau trübe Wein- schenk-Mai tz stattf.ndmde Kon erl des Frank­furter Symphonie-Orchester« zeigt sich begreif­licherweise das lebhafteste Interesse. Es wird eine der schönsten Blozart-Symphmien, die tn Lu-Dur, norgetrajen. Frau Weinschenk wird eine Anzahl Lieder von Haydn, Himmel. Reich- S und 3 P A. Schulz und eine Arie au« rts Titus singen. Die herrische Outvrtürv ozart« , Zauberflöte" wird den Abend ehr« täten. Das am 1. Oktober tnrigen Jahres gänz­lich neuorganifierte Orchester weist berv)rragsnde Künstler auf und ist unter dem ständigen Franck furter Dirigmten, Ge^HeralmusiDivektor Wen - bet, *u einem Klangkörper ersten Ranges heran advachsen. Alle Plätze sind nummeriert. Der Karten-Vorverkauf ist bei Ernst 6 ball ter. (Siehr ArzeigeZ

Deutsch Nation ale Volks Partei. Mcrgen abend Hauptversammlung. (Siehe An zeige?)

Deutscher Frauenmissionsbund Morgen nachmittag und abend im Saale bei Stadtmission Versammlungen und Missionsbe- richte. Räheres tm Anzeigenteil.

Landkreis Gieste«.

y. Lollar, 25. Febr. Dieser Tage sand die ordenlliche Mitgliederversammlung be« Vereine Kinderfreund in der neuen Schule stall Er unterhält die hiesige Kleinkinderschnl« und die Gemetndekrankenpflege Au« dem Jahresbericht bei Vorsitzenden. D.ckan Guhmann, ging hervor, daß daS Wohltätig- keitSwerk infolge der bekannten wirtschaftlich« Verhältnisse manchmal schwer erschüttert war aber jetzt als gesichert gelten kann. Gehalten konnte es nur werden durch die verständnisvolle, opferbereite Haltung der Mllglieder (440), ho< denen einzelne namhafte Spenden gaben, durch die Unterstützung der Gemeinde, de« Staates, bet Kirche des Auslandes (Schwedenstille' und de» BuderuSschen Eisenwerke Dem Rechner des Ver- patschen Rationen ivJnisch nannte, aufgehört batten, war nur hier noch eine der wenigen Mög­lichkeiten, gelegentlich Pulver zu riechen Do traf sich unter den Fahnen der Kompagnie viel von dem alten guten Soldatenblut Surrpas Kamerad- schattlich dienten hier die llrvnM berühmter euro­päischer Heerführer, die einst schwere Schlachten gegeneinander geschlagen hatten.

Das Flugzeug Isenbrandt« landete auf dem Flugplatz des Laders. Das Kompagniervappen, das groß und weithin sichtbar seine $Ianfen zierte «klaubte es ihm. die ß-Dgcrqren*en zu überfliegen und hier niederzugehen Auf die Meldung der Wach'hchenden am Lagertor erschien ein Adjutoa de« ®er*ral5 Effingham, de« 0berftfommartble- nenben der Komvagnietruppen. In leiaer Be Gf.ittfng gingen sic zur Wohnung be« General«

Wellington Fof blieb mit dem Adjutanten auf dem Vorplatz vor dem Haufe zurück. Georg 3 enbranbt trat rin und traf tm Dor,immer den Obersten von Bül>w, der dem Kommandierenden al« Deneralstab^chef briyg .-ben war.

Mit h.-r^llchem Händedruck begrüßte Isen­brandt den ihm seit Irtqen Jahren bekannten Offizier. Er wußte, daß der [kber heute ate mor gen gegen die D lbm vom Leder gehren hätte. Aber die Errtscheidung darüber lag nicht tn den Händen des Oberst«.

.Sie wünschen den Herrn General zu sprechen. Herr 3fenbranbt ?"

Isenbrandt nickte Der Oberst fuhr fort:

.Schlecht Wetter heute! Der hat sich au- feine alten T>gr noch ein paar Sstrr an geschnallt

Den Knöchel verrenkt. Können 6te Ihren Besuch nicht verschieben T*

(Fortsetzung folgt.)