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Rr. 252 Drittes Blatt

Samstag, 25. Mlova 1924

Gießener Anzeiger (General-Anzeiger für Gberheßen)

Bulgarien

Eigener Bericht des »Gießener Anzeigers". Nachdruck verboten.

taL Üeber den öden, fast gänzlich unbeloachsene^

Signaluhr

iSaubep, billig, allbe<hehpk~*

Bauch, depuch und Buß

Di»ilccffs

Ohne Schlacke, ohne 6pu^.

Hohe deizknafi. ad bewahrt

Aufgaben der der Geschäfts» 1000 Mk. er-

Oberrealschule für Kosten führung wird um 400 Mk. auf weitert.

gleich als deutsche Studenten an den bunten Mühen, die übrigens den Bulgaren sehr impo­nierten.

Bon der angeblich schwülen rnnerprlitischen Atmosphäre )dcr »gärender Unruhe" oder dem »Borabend der Revolution" und wie die Mel­dungen alle lauteten, die man täglich in nicht-» bulgarischen Blättern lesen konnte, war tnae Spur zu entdecken. Gewiß, die innerpolitischen Ver­hältnisse sind nicht gerade rosig, aber die Schrek- kensnachrichten, die von Zeit zu Zeit durch die Presse gehen, sind zum mindesten stark über­trieben. Gin Bulgare sagt mir, diese Nachrichten stammten in der Regel von ihrem lieben serbischen Nachbar und soltten Bulgarien tm Auslände

willigt.

Der zur Herstellung deS Verteilungs- kabels in dem Leihgesterner Weg er­forderliche, aus verfügbaren Mitteln des Clek- trizitätswerks zu bestteitende Kredit in Höhe von 2800 Mk. wird genehmigt.

Gin Kredit für die sachlichen

(Eine Balkanreise.

II.

Land und Leute. Die deutsch-bulgarische Waffenbrüderschaft.

Für die Einrichtung einer im Realgymnasium werden 550 Mk. zur

Im November

erscheinen mit dem Gießener slnzeiger und außer den regelmäßigen BeilagenGießener Zamilienblätter" undHeimat im Bild" sechs besondere Ausgaben

Gießener Hochschulblatter" mit Beiträgen Gießener Hochschullehrer und anderer Persönlichkeiten des öffentlichen Lebens. Sichern Sie sich diese wertvollen Beilagen. Bestellen Sie sofort den Gießener Anzeiger

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diskrÄntieren. Ob das stimmt, weiß ich nicht. Die Regierung, die sich ans den Parteien des Bürgertums zusarnmenseht, hat stark zu kämpfen gegen den Kommunismus, der, von Moskau aus geschürt und gestützt, immer wieder versucht, sein Haupt zu erheben. Hinter ihm steht vor allem auch die Bauernpartei, die den Sturz Stambu» linSkis nicht verwinden kann.

Außenpolitisch ist Bulgarien ebenso durch den Friedensvettrag geknebelt wie wir. Die Do- brudscha ging ihm wieder verloren. Außerdem wurde ihm Mazedonien von Serbien und Grie­chenland entrissen. 3m ganzen Volk bis in die letzte Hütte herrscht deswegen tiefste Erbitterung und unversöhnliche Feindschaft vor allem gegen Serbien. Mit glühender Erwartung harrt man des Tages, da man um Mazedonien zu den Waffen greifen kann. Der 3rredenta-Ge- danke ist außerordentlich lebendig bei alt und jung. Keine Festlichkeit, kein fröhlich^ Der- sannnensein geht vorüber, ohne daß man Maze­doniens gedacht und das mazedonische Freiheits- lied gesungen hätte. Sobald sich eine Gelegenheit bieten wird diesen Eindruck habe ich wird der Kampf um Mazedonien wieder entbrennen. Bulgarien ist zwar militärisch nicht darauf vor­bereitet. Es steht ebenso wie wir unter Militär­kontrolle und darf nur ein Söldnerheer halten: aber das ganze Volk ist geistig auf den Befrei­ungskampf vorbereitet, und das bedeutet mehr als technische Bereitschaft.

Auf einem atrderen Gebiet können wir auch von ihnen fernen, denPreußen des Balkans", wie man sie oft genannt ha:. Es ist die Frage der Arbeitsdienstpflicht. Di uns redet man schon jahrela rg davon, in Bulgarien abn hat man sie schon seit 3ahren eingeführt, b r its unter Stambullnski. Sie ch int sitz gut b w'hrl zu haben, sonst hätte man sie nicht b i eh ttten. Ost sieht man die Eing-zrgenen an der Bahn­linien arbeiten. 3n gr ße.i Zellen übernachten sie, gleich bei der Arbeitsstelle.

Ueberall stnden wir hr^lick« Symvatkie für Deutschland und Deutsch-Oesterreich und immer Dieder, betonen die Du garen ihre Achiurg er deutschen Kultur als derhöchsten in de Welt'. Das zeigen uns vor all m Bocket e die aller­orts von der Gemeindeverwal:urg zu unse en Ehren gegeben werden, mit h en aufrich ig be­geisterten Reden.Deu'chand und Bulgarien", Vas ist überall ihr Grundton. Ein Ober t ruft uns beim Empfang in Dupnitza zu:S gen Sie es in Deutsch and, daß wir diealleWaflen- brüderschaft nicht vergessen haben.

das geht vorüber. 3n Wan« genießen wir einer Tag lang die Freude» kxs StrandfebeaS. Warna, das größte Seebad Bulgariens, ist vreileicht di» Stabt, die am meisten einer westeuropäischen Ein­druck macht.

Nachmittags sollen wir htnauSfahren Mit Sommerresidenz dcs ZköntgS Sin Motorboot der Marine führt uns zum Schloß hinüber. Ls liegt etwaS nordwärts von Warna, hoch über den, Meere auf einem Felsen. AlS wir und der An­lagestelle nähern, kommt unS ein anderes Motor­boot entgegen. »DaS Bovl deS ZkönigS," rufen die Bulgaren. 3n einiger ®atfenuE.tg sahn es vor­über. Wir rufen dreimal »Hurra", und siehe das Doot dreht plötzlich bei, nimmt Kurs auf uns und hat unS bald eingeholt. Unsere bulga­rischen Freunde rufen: »Der König, der König!" und stimmen das »schümi Maritza" an. Wir haben das Lied iowischen auch gelernt und singen kräftig mit DaS Doot des Königs ist ganz nahe heran gekommen und fährt eine Weile neben und her. Der König sitzt in Marineuniform neben seiner Schwester auf dem Ausbau deS Bootes und w nkt lachend mit der Mühe herüber. Lang­sam überholt er unS, umkreist uns und ent­schwindet dann unseren Blicken, immer noch mit erhobener Mühe winkend.

Am späten Nachmittag Teuren wir dann nach Warna zurück. AbendS gehen wir an Bord des Kyrill", der unS nach Kvnstanttnopel bringen soll.

Bergen glüht die 3ulisonne.

' 3n Wartza ist sogar der Bürgermeister mit seiner Kapelle auf dem Bahnsteig erschienen, um uns zu begrüßen, trotzdem wir nur einen Aufent­halt von 5 Minuten hatten.

Abends in Sofia werden wir wieder glänzend empfangen: Herzliche Deden. Musik, Ehrenpfor­ten, Blumen, Sonderwagen auf der Straßenbahn; wir hätten das alles nicht im entferntesten erwar­tet. Auch in der Folgezeit wurden wir stets aufs neue überrascht von der aufrichtigen Herzlichkeit, mit der man uns im kleinsten Dorfe empfing.

Einige Tage bleiben wir in Sofia und schauen unS alles Sehenswerte an: die Museen, die neue Kathedrale, die Sobranje, das königliche Schloß und das Mausoleum des ersten Fürsten. Einer seiner alten Soldaten hält dort Wache, ein Greis mit einem mächtigen Backenbart. Zu meinem Er­staunen grüßt mich vor dem Sarkophag das hessische Wappen, unser altbekannter Löwe. Mir fällt ein. der Fürst ist ein Dattenberger. Wenige Wochen vorher war ich im hessischen Hinterlande an seinem Stammschlosse vorboigeschrittm.

Sofia trägt ein eigenartiges Doppelantlitz. Mitteleuropäisches Leben stößt schon frier nut orientalischem zusammen, und das gibt der Stadt ihr eigenes Gepräge. 3m Zentrum, da rattern aus den asphaltierten Straßen die Autos, da klingeln die Elektrischen. Zn beiden Seiten sieht man statt­liche Häuser mit großen Schaufenstern und schonen Auslagen. Kommt man aber in Seitengassen oder in die Außenviertel. vielleicht gar in das Zigeu- nerviertel, dasziganski quartal" so steht man mit einem Male in einer anderen Welt: Da träu­men halbverfallene Gemäuer, von üppigem Grün lustig überwachsen, die Straße wird holperig, ver-, fallens Zäune heben ihre morschen Arme zum Himmel. 3m Schatten hocken einige Trager ihren roten Fez. Ein Weib hat am Straßenrand einen Haufen Melonen zum verkaufe aufgebaut 3mmerhin, Sofia wird ln einigen 3ahren an Vers aus'chauen als Heu e. Aleberal ist eine,außer vrdentlich rege Bautätigkeit zu beobachten und bald wird das Bild der Stadt viel großstädtischer und westeuropäischer sein als zur Stunde. Auch eine neue Universität ist im Dau, und Sw ar hat man als Muster die Berliner Universität gewählt.

3n Sofia, wie überhaupt Dulgarl^, wirb sehr viel Deutsch gesprochen. F.st feder Gebildete beherrscht die deutsche Spra^- We^n wir uns in irgendeinem Laden ^frtverstMidigen konnten, war sofort femand zur H^d^er und dolmetschte. Ebenso cruf der Strohs toerm tove uns nicht zurechtsanden. Man erkannte uns ia aacp

Verfügung gestellt.

Zur Beschaffung von Ginrichtungsgegen­ständen für die kaufmännische Ab­teilung der Fortbildungsschule in der Allen Klinik werden 2635 Mk. bewilligt und die Lieferung der Arbeiten es handelt sich um Spezialarbeiten den Firmen Fuhrmann & Hauß in Frankenthal, Gebr. Neuendorff in Herborn und Karl Elsässer Nachf. in Schönau bei Heidelberg übertragen.

Zur Beschaffung und Aufstellung einer Akkumulatorenbatterie für das Elektrizitätswerk wird ein aus verfüg­baren Mitteln des Werks zu bestreitender Kredit in Höhe von 9 0 0 0 0 M k. bewilligt. Die Lide­rung der Batterie wird der Finna Gottfried Hagen in Köln-Kall übertragen.

Vorwürfe an die falsche Adresse. Ein Antrag auf Ermäßigung der Gas- und Elektrizitätspreise.

3m Zusammenhang mit der Beratung bet vorgenannten Vorlage betont Deigeordne er Dr. Selb, die Vorwürfe gegen das Städtische Elek­trizitätswerk wegen der Störungen in bei Strom- zufuhr seien falsch adressiert, denn die Störungen seien bisher durchweg nur im Fremdstrombezug

Ende 3uh fuhren wir von Wien ab sechzig Studenten, die der Einladung bulg irisch« Freunde folgten, ihr Land zu besuchen Aus allen Tellen des deutschen Sprachgebie eS waren wir zusammengewürfelt: N^rddutsche - und Deutsch-Oestei-reicher, Rheinländer und Deutsch- Polen, Schleswig-Holsteiner und Siebe 'bürg:r Sachsen. Donauabwätts schwamm unser Sch f lein. Bald waren wir draußen in der ungarischen Tiefebene. Budapest, die herrliche St.dk mit ihren vielen Drucken zieht im Abendsonnen schein an uns vorüber. Am andern Morgeii erwachen wir vor M o h a c s. Weiter geht es, den Win­dungen des Flusses entlang in ter heißen Sommer­sonne. Monds erreichen wir Belgrad. Gerade zehn 3ahre sind eS, da hier die ersten Schüsse krachten, da hier der Brand aufflackerte, der m wenigen Tagen den ganzen Grdball umlaufen hatte. 3rgenbemer beginnt leise zu fingen:3fr chatt' einen Kameraden" und alle fingen ergriffen mit Durch den stillen Abend ffrtoingen die Klänge hinüber zu ihnen, die an den blutgetränk­ten Alfern der grüne Rasen deckt. Am andern Tage fahren wir durch das ..Eiserne Sof. §Wlld romantisch steigen die Felswände aus der ölut und türmen sich hoch empor. Pfeilgeschwind sschießt der Fluß zwischen den Felsen dahin, un- stählige Schnellen und Wirbel bildend Unser Schiff fährt ohne Dampf. Bald treten wir wieder

sagen Sie auch, daß wir. Deutschland und Bul­garien, noch etwas gemeinsam auszu machen haben. Gemeinsam bat man unS unterjocht und ausge- raubt. gemeinsam müssen wir eines Tages den Weg zur .Freiheit finden! Es lebe das große einige und freie Deutschland, es lebe das unge­trennte Bulgarien!"

Trotz tiefer Einstellung findet man hier und da große Alnklarheiten über die Kriegs! chuld- frage. Auf diesem Gebiet eröffnet sich allen Deutschen, die in das Ausland kommen und Ver­bindung dorthin haben, ein weites Arbeitsfeld.

Von Sofia aus machen wir einen Abstecher nach Süden. Zunächst werden die Braunlohten- felber von Pernik be.ufrt, das ,bulgarische Ruhr­gebiet". Tie Draunkchfe, die man dort findet, ist sehr hock^verlig und versorgt das Land voll­kommen mit Brennstoff, auch die 3ndustrie und Eisenbahnen. Man ist mit aller Kraft daran, durch moderne Anlagen die Förderung zu steigern. Sämtliche Maschinen sind deutsche Erzeugnisse. Auch hier bietet sich uns ein Bild der fort­schrittlichen und gesunden Aufwärtsentwicklung des Landes. Weiter südwärts wenden wir uns

Sitzung der Stadtverordneten.

Gießen, 23. Oktober 1924.

(Schluß.)

Sfrankkonzessionsgesufre

werden genehmigt dem Adolf Sauer, Neustadt 58; August Schwarz, Ecke Dahnhofsplah und Bahnhof ftvafje; Leonhard Giesel, Plockstraße 5; Wilhelm Amen d jr., Bahnhofstraße 66; August Lamm, Westanlage 7. Abgelehnt wird ein Gesuch des Hans Kratz, Drardgasse 8.

Arbeits- u. Lieferungsvergebungen für die Wohnungsbauten am Riegelpfad an d'.e Schlosser m ei st er-Dereinigung und die Schlossermeister Ziegler und Gg. Euler, sowie die WohnungSbauten in der Gnauthstr.iße an die Bauhütte werden genehmigt, ebenso eine Steinlieferung durch Otto Römer- Gießen für eine Stützmauer auf der Margaretenhütte, Ar­beiten und Lieferungen der Firma H. Weimer- Gießen ebenfalls für die Margaretenhütte, die Lieferung von Schulbänken durch Lickroth ° Frankenthal und schließlich eine Lieferung für die Wasserversorgungsanlage im Schlachthof durch H. S ch a f f ft a e b t.

Sperrung der Dreihäusergasse

Der Erlaß einer Polizei Verordnung bett. Sperrung der Dreihäusergasse für den Verkehr mit Fahrzeugen, ausgenommen natürlich der der Anlieger, wird zur Kenntnis genommen. Es wird erwartet, daß die Verbotsschilder so angebracht werden, daß sie schon vor bet Einfahrt in die Gasse sichtbar sind.

Kreditbewilligungen.

Für die Fachwerkbauten an der K a i s e r a l l e e toerben zur Schaffung von vier weiteren Wohnungen 20 000 Mk. bereitgestellt.

Für die ab 31. August und 28. September eingetretenen Lohnerhöhungen der städtischen Arbeiter werden bis zum Ende deS Rechnungsjahres rb. 15 000 Mk. bc-

zum Rilagebirae oder, wie im Atlas steht,Rika Daph". Mit Autos werden wir von Dupniha, einer echten Ballanstadt, bis zum Fuße des Mas­sivs gebracht und beginnen dann den Ausstieg. Drei Soldaten mit Maultieren hat uns das Offi- zierkorps in Dupniya mitgegeben. 3n zwei Tagen überqueren wir den Rife mit seinen drei* jefrn wunderbaren Bergseen und kommen in dem Rilakloster an. Einsam liegt es in einem fernen, abgeschiedenen Gebirgstal. Es ist das größte Kloster des Landes und der Mittelpunkt der bulgarischen Frömmigkeit. Zu manchen Zeiten sollen in dem engen Tale viele Taulende Pilger lagern. Nach zwei Tagen kehren wir wieder nafr Sofia zurück. Von dort wenden wir uns nach Philip Popel oder, wie die Bulgaren lieber hören. Pl vdive; »Philippopel" ist nämlich der griechische Name. Auch her ein guter Emp­fang. Vor dem Bahnhof ettoa.tet unser eine Reihe Autos, die uns in die Stadt führen. Wir besichtigen einige Zigarettenfabriken. Die Tabak­industrie ist her, wie wir auch schon in Dupnitza sahen der bedeutendste Erwerbszweig. Das nächste Ziel ist Kasanlik, die Rosenstadt. Don den Rosen sahen wir allerdings nichts mehr. 3n er- esscmt waren immerhin die Rosenölfabriken, die wir besich igen k mn en. 3n großen Rotor en wird hier das kostbare Rosenöl durch Destillation ge­wonnen Ein Kilogramm davon kostet unge'äfr 3900 Mark, fegt uns der Fabrikant. Aul Last­autos fahren wir nach einem sollten Frühschop­pen den uis der Faör kant ftifbete, hinaus z-'m Schipkapaß. D rt beuchen wtt kas in fische Kloster, das am Paßausgang errichtet ist. und die Grabhügel aus dem ru fisch-türkischen Kiege, die am Fuß der Berge sich h.e. und da erheben. Am Mittag des anderen Tages verlassen wir Kasanlik, diefes echte Balkanstädtchen, das mit seinen kleinen Sjäutern so harmonisch inmitten seiner Gärten liegt, in denen die Turtellauben unaufhörlich locken.

Tirnowo, die alle Hauptstadt Bul­gariens, ist bald erreicht. Auf einer dreieckigen Felstafel liegt es da, von allen drei Seiten amph.theatralisch aussteigend. Die niedrigen Häuser mit den dunklen breiten Dächern bieten ein malerisches Bild. Nach dem Fluß hinunter, dem 3utim, der die Stadt eng umzieht, fallen die Felswände steil hinab.

Am andern Tag geht es weiter nach Warna, nicht ohne Alnterbrefrungen, denn wir geraten in einen Wolkenbruch, die Strecke ist stellenweise überschwemmt und wir bleiben 18 Stunden mit unserem Zuge liegen. Aber auch

hinaus in die Tiefebene, den letzten Teil des Donaulaufes, wo sie altjungfernhast dahin» ßchleicht. Abends bei einbrechender Dunkelheit er- weiche« wir Lo m, von wo wir die Fahrt durch Bulgarien beginnen wollen. Ein Kollege ruft mir ftu: »Schau mal, die Anlegestelle ist ja illumi- riert!"Blödsinn, wer wird wegen uns illa- minieren." »Na, warte nur ab!" DaS Schiff dreht bei, und als wir ans dem Landungsplatz nähern, klingt uns über das Wasser Militärmusik ent­gegen ; sie spielen das Deutschlandlied. Der Dampfer legt an. Tatsächlich, man hat uns zu sGhren illuminiert und eine mächtige Ehrenpforte errichtet.Willkommen unsere lieben Gäste!" Der (Bürgermeister begrüßt uns mit herzlichen Worten, und dann geht es, die Musik voran, in das reifr» beflaggte Städtchen hinein. An der Sttaße stehen fbie Einwohner Spalier und empfangen uns mit lauten Rufen.

Am andern Tage fahren wir ab nach Sofia. iQuer durch das Dalkanaebirge geht die Fahrt. Wildschroffe Felswände begleiten uns im 3skar-