Ausgabe 
25.7.1924
 
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25. M 1921

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Die Gemeinde Weitershain verkauft einen abgängigen Bullen. Die Angebote sind verschlossen pro Zentner Lebendgewicht in G.-M. bis zum 31. Juli 1924, nach­mittags 1 Uhr auf der Bürgermeisterei ab­zugeben, woselbst auch die Eröffnung er­folgt. Es wird empfohlen die Bedingungen schon vorher einzusehen.

Weitershain, den 24. Juli 1924. Bürgermeisterei Weitershain.

kirchlichen 'Behörden das Erforderliche ver- ünlassen.

5. Es ist öffentlich aufzufordern, die Krie- sgergräber zu schmücken und auf Kriegerehrun- pen hinzuwirken.

6. In Städten und größeren Landgemein­den sind ferner öffentliche Trauerfeiern, un­ser Heranziehung der gesamten Bevölkerung labzuhalten.

Wie uns mitgeteilt wird, sind in einzelnen Gemeinden Sport- und andere Feste für den 3. August geplant, deren Vorbereitungen schon abgeschlossen sind. Wir wollen diesen Festen nicht im Wege stehen; jedoch sind Amzüge und Lustbarkeiten nur am Nachmittag gestattet. Den Vereinen ist zu empfehlen, evtl, vormit­tags einem Trauergottesdienst beizuwohnen oder eine öffentliche Trauerfeier abzuhalten.

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leiirungen in V tavhoch-, 'JDctt.*, ^-ochsprung, Schleuderball- und Speerwurf, auf dem Sport­platz Konzert. Der Festzug soll sich um 1 Uhr in Bewegung setzen. Für den Nachmittag ist äleberreichung einer Fahnenschleife durch die Fest­damen, Konzert, Neigen des Radfahrervereins Edelweiß" und der Turnerinnen, Schauturnen und Danz vorgesehen, abends werden Pyramiden gestellt. Am Montag findet das Iugendfest der hiesigen Schule statt, verbunden mitDolks- belustigung und Tanz. Der Verein hat seit Wochen mit großer Sorgfalt und vielen Kosten das Fest aufs beste vorbereitet, so daß für die Besucher genußreiche Stunden zu erwarten sind. Unter Dorf ist bereits daran, Festschmuck anzulegen. Man beachte die Anzeige in dieser Nummer.

+ Grünberg, 24. Juli. Heute nachmit­tag stieß der um 5,10 Ähr hier abgegangene Pers onenzug der Lumdatalbahn an dem Äebergang der Kreisstraße Gründer g Stangenrod mit dem mit zwei Pferden be­spannten Fuhrwerk des Landwirts Niko­laus von Weitershain, der wohl infolge des starken Gegenwindes die Warnungszeichen der Lokomotive überhört hatte, zusammen. Nikolaus gelang es noch im letzten Augenblick, die Pferde Herumzureißen, doch wurde das Handpferd von der Maschine erfaßt und am rechten Oberschenkel so schwer verletzt, daß es getötet werden mußte. Der Wag^en stürzte die Böschung hinab in die Wiesen und ging dabei in Trümmer. Nikolaus, dessen Frau und zwei Kinder, die auf dem Wageq saßen, kamen glücklicherweise ohne Ver­letzungen davon. Nach einigem Aufenthalt konnte 6er Zug seine Fahrt fortsetzen.

' Grünberg, 2d. Juli. Zum heutigen Schweinemarkt waren 435 Tiere ausgerrie- ben. Bezahlt wurden für 6Lwöchige 1618 Mk., gwöchige 2025 Mk., 1012wöchige 3038 Mk., Läufer 3545 Mk.

Kreis Friedberg.

* Bad-Nauheim, 24. Juli. Gesternnach­mittag kurz nach 2 Uhr wurde der Landwirt Georg Stoll II., als er auf dem Acker mit Fruchtschneiden beschäftigt war, ein Opfer des schnell herausziehenden Gewitters. Er wurde durch einen Blitz st rahl getötet, wäh­rend die mit ihm arbeitende Tochter betäubt und zur Seite geschleudert wurde, sich später aber wieder erholen konnte. Stoll war eine weit über unsere Stadt hinaus bekannte Persönlichkeit.

- Friedberg, 23. Juli. Der heuttge Schweinemarkt war stark befahren. Haupt­sächlich waren Saugferkel angetrieben, neben eini­gen Läufern. Austrieb: 923 Stück. Die Preise stellten sich auf 812 Mk. und 1523 Mk. pro Saugferkel je nach Große, 3545 Mk. für Läu­fer. Der Handel war des Geldmangels halber nur schleppend, äleberstände verblieben; Preise gedrückt.

""Ernannt touroen die Vortragenden '-träte bei der' Abteilung für Forst- und Kameralder- waltung des Ministeriums der Finanzen, der Oberforstrat Cornelius Guntram und Ober- forsttat Hermann Kutsch, beide zu Darmstadt, zu Ministerialräten bei der vorerwähnten Ab­teilung.

fpd. Falsche Rentenmarkscheine. Seit einigen Tagen sind in Frankfurt a. M. ge­fälschte Rentenmarkscheine über 10 Mk. im Verkehr festgeftellt worden. Bei näherer De- ttachtung sind die Falschscheine ohne weiteres kenntlich. Sie tragen die Reihenbezeichnung D. 00 773 755. Das Papier ist auffallend glänzend. Die Schrift ist durchscheinend. Das Wasserzeichen ist aufgedruckt.

** EisenbahnundKinderwagen. Da es häufig vorkommt, daß Kinderwagen mit in die vierte Klasse genommen werden, erläßt die Eisenbahnverwaltung folgende Anordnung: Das Mitnehmen aufgeklappler, faH.f?rt'ger Kinder- sporttoagen oder gewöhnlicher Kinderwagen in die Abteile ist verboten. Diese Gegenstände sind von den Deisenden als Gepäck auf der Gepäckab­fertigung aufzugeben, im Weigerungsfälle sind die Reisenden von der Fahrt auszuschlichen und zur Anzeige zu bringen.

** Eine völlige Mondfinsternis. Als wichtigste Himmelserscheinung im Augast ist eine völlige Mondfinsternis am 14. zu verzeichnen. Sie beginnt alsbald nach Aufgang des Mondes um 1/28 älhr und erreicht il>r Ende kurz nach 1 älhr. Wenn irgend möglich, sollte sich jeder, nicht nur der Sternfreund, die Beobachtung des immer­hin recht seltenen Ereignisses nicht entgehen lassen.

** Aushebung des Chiffreverbots bei Anzeigen. Die Verordnung über Zei­tungsanzeigen vom 16. Dezember 1915, nach der Anzeigen über den An- und Verkauf von Gegen­ständen des täglichen Bedarfs in Zeitungen n cht unter Buchstaben erscheinen dursten, ist jetzt auf- aufgehoben worden. Es können also sämtlich; An­zeigen, die Angebot oder Nachstage von Gegen­ständen des täglichen Bedarfs betreffen, wieder als Chiffreanzeigen erscheinen. Damit ist ein wich­tiger Teil der Pressefreiheit wieder hergestellt.

** Das gest rige 7. Abonnements- Konzert der Reichswehr-Kapelle auf der Liebigshöhe hatte wieder ein sehr zahlreiches, musikliebendes Publikum angezogen. Das von Obermusikmeister Löber wieder geschickt zusam- mengestellte Programm zeigte aufs neue die viel­seitige Gestaltungskraft der Kapelle. 3n diesem Sinne verdient besonderes Lob ahne damit eine mindere Anerkennung den übrigen Vortragsstücken zuteil werden zu lassen die Wiedergabe der großen Fantasie a. d. OperHänsel und Gretel" von E. Humperdink. Das Konzert erhielt noch eine besondere künstlerische Ausgestaltung durch die Mitwirkung des Kammervirtuosen Lours Kümmel aus Darmstadt. Der Künstler, der mit reichem Beifall begrüßt wurde, brachte mit der FantasieLucrezia Borgia" von Delpeche und den höchst wirkungsvollen Karneval-Variationen für Kornett ä Piston von Urban treffliche Pro­ben seiner Kunst. Das Publikum spendete ihm und der Kapelle für den wiederum höchst genuß­reichen Abend wohlverdienten reichen Beifall.

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Berlin, 24. Juli. Der Gutspächter Cölle W a r s o w bei Schwerin erhielt Droh- b r i e f e , in denen er aufgcf ordert wurde, an einer bestimmten Stelle eine Geldsumme niederzulegen. Cölle bat in Schwerin und gleichzeitig in Hage- now um polizeiliche Hilfe. Zwei Hagenower ©en- d armer ickommissare legten sich davaushrn an der bezeichneten Stelle auf die Lauer. 'Aber auch die Schweriner Polizei wollte die Verbrecher ab­sangen. Man hielt sich gegenseitig für die erwar­teten Erpresser und es entspann sich zwischen den beiden Polizeimann schäften ein F^uergefecht, in dessen Verlauf der eine bcr beiden Hagenower Kommissare durch Schüsse in den ilnterleib und in die Schulter schwer­verletzt wurde. Der andere Kommissar erhielt in dem darauffolgenden Handgemenge einen Hieb mit einem Revolver auf den Kopf, der ihn besinnungslos niederstreckte. Als die beiden nun­mehr unschädlich gemachten vermeintlichen Ver­brecher von ihren Schweriner Kollegen festge­nommen wurden, stellte sich der Irrtum her­aus. 'Die erwarteten Erpresser dagegen

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Tageskalender für Freitag. Gründungsversammlung des Reichsbanners Schwarz-Rot-Gold, abends 81/» älhr im Kathol. Dereinshaus.Die Wanderer" (G. Radf.-Ges. 1896 ) 81/» älhr ao. Hauptversammlung. Zu­sammenschluß im Versicherungsfach: Vortrag des Generalsekretärs Müller-Ber.in 81/» ütyr im Eisen­bahnhotel Hopfeld. Rundfunthaas, Löberstrahe: SVs älhr Von Wolzogen bis Dada.

Die Polizei- und Schuhhund­dorführung am Sonntag, 27. Juli, beginnt wegen starker Beteiligung mit der Nasenarbeit schon um 7*/2 älhr vorm. auf dem Hinteren Trieb- gelände. Die übrigen Vorführungen sind um 2XU älhr auf dem Sportplatz des V. f. D. (Siehe heutige Anzeige.)

Landkreis Gi ", :r.

On. Großen-Duseck, 25. Juli. Am 26., 27. und 28. d. Mts. findet hier der '© a u » spart tag des Lahn-Dünsberg-Tur- nerbundes, verbunden mit dem 25. Stif­tungsfest des Turn vereinsGut Heil" statt. Bereits am Samstagabend trifft eine große Zahl auswärtiger Turner ein, für die bte Bewohner unseres Dorfes in entgegenkommendster Weise Quartiere bereitgestellt haben. Nach einem Fackelzug findet auf dem Festplatz Konzert des Musikvereins ©runberg und der vier hiesigen Gesangvereine statt. Auch Reigen der Turne­rinnen und Turnen der Werberiege sind vorge­sehen. Sonntag früh um 7 IHjr beginnt der Drei­kamps in Weithochsprung, Kugelstoßen und 100- | Meter-Lauf, anschließend Austragung von Höchst-

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Ohne Hut.

Als Schüler war mir einmal während der Cisenbahnfahrt die Mütze vom Kopfe geflogen, so daß ich gezwungen war, barhäuptig zur Schule zu gehen. Wie mich auf dem Wege da die Leute an gestaunt haben, gerade als ob ich von den Hottentotten Tarne! Der ganze Weg war wie ein Spießrutenlaufen: alle Blicke schienen zu fragen: Bist du denn schamlos, ohne Kopf­bedeckung gehen zu wollen?

Das ist fieilich gut 20 Jahre her und war damals eine Selbstverständlichkeit. Heute würde sich kein Mensch mehr darum kümmern, denn heute laufen ungezählte Männer mit vollbemostem Haupt, Rahlköpfe und Mähnenjünglinge, Back­fische und Bräute, sogar Hausfiauen in bloßem Kopfe umher. Zeder hält das für durchaus in der Ordnung, höchstens die Hutmacher nicht, die in diesem Punkte etwas konservattver veranlagt smd.

And das sieht doch auch prächtig aus, wenn die Sommersonne über die blonden und braunen Scheitel blitzt und ihnen zarte blitzende Fili­grandiademe ins Haar legt. Es ist doch so natur- lich daß wir Licht und Luft auf den Haarboden lassen, damit er ausdünsten kann. Wie köstlich wissen sich unsere jungen Mädchen jetzt das Haar zu flechten und sich im Schmacke dieser Schönheit zu zeigen! Früher stülpten sie so ein geschmackloses Machwerk der Mode darüber, höchstens, daß man die langen Mozartzöpfe sah: heute brauchen sie den Kopf nicht mehr einzuzwängen, und schönes, reiches, gutgeflochtenes Haar kann nie unmodern werden, s<Äst in einer Zeit des Dubikopfge- schmackes nicht, von dem uns Beelzebub samt feinen warmblütigen Anhängern bald in Gnaden möge erlösen.

Ich hörte neulich bei meinem Friseur, wie sich nebenan im Damensalon zwei davon über Dubikopffrisur stritten. Die eine mußte reiches langes Haar haben, denn sie sagte nur kurz und spielte damit ihren stärksten Trumpf aus:Ich wnrde ja auch Bubikopf tragen, wenn ich müht e". Damit hatte das Gespräch fein Ende erreicht. Der kahlköpfige Friseur lachte und sagte:Sehen Sie, ich kann nicht ohne Hut auf der Straße gehen: die Sonne scheint mir so aufs Dach, daß ich ganz verrückt werde. Ich habe nur deshalb meinen Strohhut. Sonst!" und er machte eine lustige Handbewegung.

Wenn also so ein alter Kahlkopf gegen die huttose Mode wettert, dann soll man ihn in Buhe wettern lassen. Er ärgert sich nur, daß er nicht so herumlaufen kann and immer seine Kreissäge" oderseine Butterblume" statt des fehlenden Lorbeers die hohe Stirn blecken lassen muß. blnd wenn er gar nicht zur Ruhe kommt, so schenke ihm doch einer eine Perücke, dann braucht er keinen Hut mehr.

*.

** Der Arbeitsmarkt hat sich seit einigen Wochen auch in unserer Stadt ungün­stiger gestaltet. Die schwierige Lage der In- dusttie, insbesondere der Metallindustrie, hatte Arbeiterentlassungen und Kurzarbeit zur Folge, denen auf der anderen Seite keine Möglichkeit zur Unterbringung von Arbeits­kräften gegenüberstand. Das trübe Bild der Arbeitsmarktlage erfährt eine weitere Der- dunkelungdurchdieTatsache, daß für die nächste Zeit mit noch mehr Entlassungen oder wei­teren Arbeitszeitverkürzungen gerechnet wird, die ebenfalls auf die bekannten Wirtschafts­und Kapitalschwierigkeiten zurückzuführen wären. Zur Zeit sind in unserer Stadt rund 120 Vollerwerbslose vorhanden. Diese Ziffer be­deutet gegenüber dem Stande von vor einigen Wochen eine nicht unerhebliche Zunahme.

Drei Mensche« denn Drunntiigraben tödlich verunglückt.

München, 24. Juli. Beim Graben eines Brunnens mit Hilfe von Sprengungen sind in Stambach in Oberfranken durch Pulver- giftgase 2 Brunne nbauanterneh- mer und ein Gehilfe, als sie sich ton Brunnen­schacht befanden, ums Leben gekommen. Em 17jLhriger Gymnasiast als Mörder und

Räuber.

München, 24. Juli. (Wolff.) Der 17jaf)- rige Gymnasiast Kurt Kehler, der unter dem Verdacht stand, den Studienrat Merz aus Ber­lin bei Berchtesgaden ermordet und be­raubt zu haben, wurde gestern abend auf dem hiesigen Hauptbahnhvf von einem Münch.ner Kri­minalbeamten erkannt und fe ft genommen. Er wurde zur Pvlizeidirektion gebracht. Dort hat er ein volles Geständnis über den Mord an dem Studien rat Merz abgelegt. Danah htt er den Ermordeten kurz vor der Tat auf einem Spaziergang kennen gelernt. Am Tage der Tat sei ihm auf dem Wege zum Lastheimer Wald der Gedanke gekommen, Merz zu ermorden, um sich Geldmittel zu verschaffen. Der Täter flüchtete nach der Tat nach Nürnberg und von dort nach Regensburg. Ergänzend wird noch berichtet, daß Keßler sich 12 Tage nach dem Mv.de abermals nach Berchtesgaden begab. Er überfiel dort eine Dame aus Zwickau, schleppte sie in ein Gebüsch, verletzte sie durch Messerstiche schwer und raubte ihr die Handtasche.

Enthauptung zweier Mörder.

Landau, 24. Juli. (WTB.) Heute früh wurden im Landgerichtsgefängnis !Sandshut der ledige Anstreicher Hutterer aus Landshut und der Gürtler Fischer aus Gröben durch Ent­hauptung hin gerichtet, nachdem der Mi­nisterrat von dem Recht der Begnadigung keinen Gebrauch gemacht hatte. Die beiden ermordeten im vorigen Jahre die Gürtlerfiau Fischer in Gröben.

Kinobrand in Mexiko. 20 Kinder getötet.

Paris, 24. Juli. (WTB.) Nach einer Ha- vasmeldung aus V e r a n c r u z ist bei einem Grande in einem Kino eine Panik ausge­brochen, bei der 20 Kinder getötet und 17 verletzt worden sind.

Die Plage der 3000 Löwen.

Leute, die aus dem Witdschah-Gebiet von Sabie in Südafrika nach Kapstadt zurückgekehrt sind, berichten von einer furchtbaren Löwenptage, die in der älmgegend dieses Gebietes ausgebrochen ist. Cs gibt hier mehr als 3003 Löwen, Idir weit­hin herumstveifen und das Vieh der ringsherum wohnenden Gutsbesitzer rauben. Jede 2lacht brechen die Löwen in die Ställe und dre >Her­den ein, denn sie sind so wohlgenährt und träge, daß sie die Mühen der Jagd auf wilde Treue verschmähen uird es vorziehen, sich auf bequemere Weise ihre Nahrung durch Raab der Haustiere zu ver-schaffen. Die also Geplagten fordern, daß die Regierung 200 Jäger ausschickt, die dre Löwen abschießen. Lste sich allzu weit über die Gren­zen des Schutzgebietes hinauswagen.

Amerikanische Preise für deutsche Brief­marken.

Daß das Interesse für alte deutsche Brief» marken in den Vereinigten Staaten wieder er­wacht ist, zeigte die Auttion des verstorbenen Dr. Alfred Schirmer aus Chicago, über die rm Cicerone" berichtet wird. Für dre erste säch­sische 3-Pfennig-Marke in Rot aus dem Jahre 1850 wurden 73 Dollar gezahlt, für eine Zwei­groschenmarke auf Kuvert, Hannover 1859 123/4 Dollar. 20V2 Dollar für eine Zehngroschenmarke auf Kuvert Hannover 1859, 27VoDollar für eine Hz-Groschenmarke Oldenburg 1861, 22^ Dollar für ein paar 21/2W und eine 2°Schillrngmarke Lü­beck 1859.

Das Skelett König Richards III.

Ein Skelett ist in Leicester ausgegraben wor­den, von dem man annimmt, daß es das des englischen Königs Richard III. ift, der in der Schlacht von Bosworth am 22. August 1485 er­schlagen wurde und durch Shakespeares Drama unsterblich geworden ist. Richard, der die Nacht vor der Schlacht in einem Gasthof in Lercester schlief, wurde nach dem für ihn so unglückliche Treffen dorthin zurückgebracht, und zwar war der Leichnam auf einem Pferd festgebunden. Die Beerdigung fand ohne jede Feierlichkert statt. Das einzige Andenken an fein Grab rst ein Stein in seinem Gebäude ber Dow Bridge, auf dem angegeben ist, sein Grab sei nahe dabei. In der Nähe dieses Gedenksteins ist nun das Skelett ausgegraben worden und hat im Lokal­museum Leicester Llasflellung gefunden._________

Verantwortlich für Politik und Feuilleton: I. V.: Heinz Gvrrenz.

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fpd. Frankfurt a. M, 24. Juli. Aus dem Physikalischen Institut der älniversttät wurde ein Gefäß mit 7,8 Milligram Pla­tt n gestohlen, das einen Wert von etwa 9000 Goldmark besitzt. Aus einer Villa an der Dockenheimer Anlage, deren Bewohner eine Woche verreist waren, wurden mährend dieser Zeit Schmucksachen, Uhren und Wertgegen­stände von sehr erheblichem Werte ge­stohlen. Die Villenbewohner hatten entgegen allen Warnungen sämtliche Rolläden des Hauses heruntergelassen und damit selbst den Spitzbuben einen beachtenswerten Wink gegeben.

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