Mittwoch, 25. ZUM W
Gietzener Anzeiger (General-Anzeiger für Gderyeffen)
Zweites Blatt
Nr.M
Börsenkurse.
Börse.
Berliner
21
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Banknote», (Ohne Gewähr.)
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Wird, zumal, wenn die Reichsbahn zu gleicher Zeit durch äußerste Sparsamkeit in der Betriebs- Führung auf eine Besserung ihrer Finanzlage hinarbeitet.
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Berlin, 24. Juni. (Wolff.) Da die Börse tn den letzten Jahren in ihren Hoffnungen auf eine Besserung der für Deutschland so unglücklichen außenpolitischen Lage stet- enttäuscht worden war, so hatte sie, durch die Erfahrungen ge-
l Million Goldmark Gewinn flünftinfteu fsalle die Hauvt- und SclUus^icliung N. (249.) Preust.> SUdd. Klassenlotterie. 66000 (i)ewtnne von auf. rd. 15 Millionen Koldmark werden vom 9. bto 26. Juli anögesvielt, darunter Gewinne von 500000, 300000, 200 000, 150000, 100 000 Km. nsw. Jeder Geldnot kann abacbolsen werden mit dem aerinaen Einsatz von nur: 15 Rm. für V«, 30 Nm. für % 60 Rm. für */». 120 Rm. für »/,. - Lose bei öden Staatlichen Lotterie-Einnabmen. — Schlich der Erneuerung f. biSh. Spieler: 2 Juli abds. GUtir.Uneid
12,9 0,9 o
9,40 10
9,5 5,SO 8,65 12,' 6,50 9,SO
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39
Berliner Handelsgesellschaft. Commerz^ und Pnvat-Bank Darmst. und Raiionalbank . Deutiche Bank Deuische Bereinsbank . . . . Disconto Commandit . . . . Metallbank...........
Mitteldeutsche Credilbank . . Ocsteireichische Creditanstall Weslbank...........
Bochumer Guß........
Buder..s............
Caro .............
Deutsch Luxemburg......
Gelsenkirchener Bergwecke. . Harpcncr Bergbau......
Ä al «werke Aschersleben. . . . Kaliwerk Westeregeln.....
Laurahulte........... Lberbedarf Phönix Bergbau Rveimtabl...........
RtedeN Ntontan........
Tellus Bergbau........
dort erst auf Llmwegen unter Vermeidung deutschen Gebietes zum Lieferungsort oder zu einem fremden Verschiffungshafen zu gelangen. Sind auch durch die inzwischen eingeführten Transittarife für den Durchfuhrverkehr gewisse Erleichterungen geschaffen worden, so sind doch die Frachtsätze dieser Tarife durchweg noch höher, als die Wettbewerbssätze des Auslandes. Die Gefahr ist also nach wie vor vorhanden, zumal die ausländischen Bahnverwaltungen durch entsprechende Tarifmahnahmen versuchen, den Verkehr an sich zu reihen.
Das Reichsverkehrsministerium hat sich zwar »er Rvtwendigkeit einer durchgreifenden Güter» Larifreform nicht ganz verschlossen und außer den eingangs erwähnten Ermähigungen um 8 bis 10 Prozent eine Reihe von Ausnahmetarifen für die Ausfuhr oder Einfuhr über die Seehäfen, sowie die verschiedenen Transittarife geschaffen und noch weitere Ausnahmetarife für den Verkehr mit den Seehäfen und über die trockene Grenze in Aussicht gestellt, um den wirtschaftlichen Bedürfnissen der deutschen Industrie, des Handels sowie der Landwirtschaft Rechnung zu tragen. Doch glaubt die Reichsbahn in der in erster Linie wichtigen Frage einer generellen Ermäßigung der Gütertarife über die Ermäßigungen von 10 und 8 v. Sy nicht hinausgehen zu können. Eine weitere Ermäßigung der Frachten wird die Reichsbahn, zumal durch die preissteigernde Wirkung der hohn Gebühren die Wettbewerbsfähigkeit Deutschlands auf dem Weltmärkte mit behindert wird, auch wohl ohne Schädigung ihrer Finanzen durchführen können. Es ist sogar zu erwarten, daß durch weitere Frachtermäßigungen der Verkehr sich weiterhin beleben und dadurch größere Einnahmen ergeben
Wirtschaft.
* Elektrizitäts- A.-G. vvrm. W. Lahmeher & Co., Frankfurt. Das abge- laufene Geichäftsjahr der Gesellschaft erbrachte einen Lleberschuh von 45 749 Billionen Mk., der auf neue Rechnung vorgetragen werden soll. Rach dem Rechenschaftsbericht zeigt die Absatzziffer des Stroipes wieder eine langiame Steigerung. Bon einer Herabsetzung der Strompreise kann angesichts der ganzen Schwierigkeit der Lage für die Elek- trizitätsversorgungsbetrtebe schlechthin nicht gesprochen werden. Die Verwaltung beantragt, künftig das Geschäftsjahr in die Zeit vom 1. Juli bis 30. Juni zu verlegen.
* A. G. für Zellstoff- und Papier- favriiation, Aschaffenburg. Während es trotz mancherlet Schwankungen in den Absatz- Verhältnissen im unbesetzten Gebiet gelang, das ganze Jahr hindurch den Betrieb in vollem Umfange aufrechtzuerhalten, mußte die Geiellschaft die Zellstoffabrik in Walsum Mitte v. Zs. völlig stillegen. Sie konnte erst gegen Ende Februar d. Zs. wieder in Betrieb genommen werden. Aehn- lich erging es der zu dem Konzern gehörigen Dürener Papierfabrik. Auch im verflossenen Iahr-e wurde besonderer Wert darauf gelegt, durch reeßt- zeitige Vornahme von Reparaturen sämtliche Werke auf möglichst hoher Stufe technischer Leistungsfähigkeit zu erhalten. Für Steuern war nckhezu 1 Million Goldmark a.ufzubringen, was die Erträgnisse schwer beeinträchtigt 'hat und die ohnehin stark beanspruchten Betriebsmittel schwächte. Rach Abzug der Tantiemen an Aufsichtsrat und Vorstand und der Gratifikationen an Beamte und Angestellte bleibt ein A-eberschuß von 1602 896 Mtlionen Mk. Es wird vorgeschlagen, hieraus eine Dividende von 5Rentenmark auf je 1000 Mk.
Die Gütertarispolitik der Reichsbahn.
Wenn die Preise für deutsche Industrieerzeugnisse heute fast allgemein über dem 'Ißeltmarth Preisniveau liegen und die deutsche Industrie daher in ihrer Konkurrenzfähigkeit auf dem Weltmärkte außerordentlich beeinträchtigt ist, so ist dies nicht in letzter Linie auf die Hohen Eiscn- bahnfrachten zurückzuführen, die seit ihrer am 1. Rovember 1923 erfolgten Umstellung aus Goldmark der allgemeinen Teuerung nicht unerheblich vorausgecilt sind. Zwar hat sich die Reichs- bahn auf die allgemeinen Klagen der Industrie hin entschlossen, mit Wirkung ab 20. Januar 1924 eine allgemeine Tarifermäßigung von 10 Prozent und mit Wirkung ab 1. März eine weitere Ermäßigung von 8 Proz. v orzunehmen. Wenn auch diese Ermäßigungen gewiße Erleichterungen gebracht haben, so sind doch die heutigen Tarifsätze noch durchweg höher, als dies durch die allgemeine Teuerung gerechtfertigt ist. In vielen Fällen sind die Tarifermäßigungen selbst nicht einmal mit dem allgemeinen Preisabbau milgegangen, so daß das Verhältnis zwischen Warenpreis und Fracht heute noch ungünstiger ist, als es bereits Ende 1923 der Fall war, obgleich auch damals bereits das Verhältnis kein besonders erfreuliches war.
Eingehende Untersuchungen, die über den Anteil ber Fracht am Warenpreise angestellt worden sind, haben ergeben, daß die Belastung der Warenpreise durch die Frachtkosten gegen die Höhe der Vorkriegszeit sehr beträchtlich gestiegen ist. Aber nicht nur die allgemeinen Frachtsätze der Rormalklassen und Ausnahmetarife sind ausschlaggebend für den Preis des einzelnen Transportes, sondern es kommen auch noch verschiedene andere Momente, vor allem die Rebengebühren, hii^u, welche ihren Anteil am Warenpreis fordern.
Don solchen verteuernden Momenten verdient namentlich der Uebergang von dem vor dem Kriege gültigen 10 Tonnen-Tarifsystem zum 15 Tonnen-Darifshstem genannt zu werden. Bei Verladung geringerer Mengen werden die Sähe der Rebenklassen 10 und 5 Tonnen berechnet, die aber wesentlich höher sind, als die der Hauptklasse.
Don den mannigfachen Gebühren wären vor allen Dingen der für zahlreiche Güter stark ins Gewicht fallende Frachtzuschlag von 10 v. H. für die Beförderung in gedeckten Wagen, die Mieten für bahneigene Lagerplätze, die Gebühren für Privatgleisanschlüsse und die Bedingungen und Gebühren für Frachtstundung zu nennen.
Ramentlich wird seilens der Industrie über die Höhe der Lagerplahrnieten und der Miele für Gelände, auf dem die Privatgleisanschlüsse liegen, geklagt. Den Klagen ist zweifellos eine gewisse Berechtigung nicht abzu'prechen, werden doch z. D. Mieten gefordert,'die teilweise das sün - bis zehnfache der früher gezahlten Mieten ausmachen. Es ist daher dringend erforderlich, daß die Bewertung der einzelnen Grundstücke von den Deichsbahndirektionen erneut nachgeprüft wird und die' Mieten in den Fällen, in Denen -lieber« forderungen vorliegen, angemessen ermäßigt werden. Aehnlich liegen die Verhältnisse hinsichtlich der Gebühren für die Gleisanschlüsse, die heute weit erheblicher sind, als die Sähe der Vorkriegszeit. Alle Vorstellungen seitens der Industrie sind in dieser Hinsicht ergebnislos geblieben; bei dieser Gelegenheit sei auch noch kurz auf die am 1. Dezember vorigen Jahres in Kraft getretenen Frachtstundungsbedingungen hingewiesen, und zwar vor allem auf die zur Zeit bestehende Vertragsstrafe von 1 v. Sy pro Tag für verspätete Zahlung, ein Satz, der angesichts der inzwischen eingetretenen Festigung unserer Währung als außerordentlich hoch und unberechtigt bezeichnet werden muß. Es ist daher dringend zu wünschen, daß die Vertragsstrafe, wenn nicht ganz abgeschafft, so doch aus etwa ein Zehntel des jetzigen Satzes ermäßigt würde und erst bei einer größeren Verzögerung, die sich nicht aus den normalen Geschäftsschwierigkeiten erklären läßt, zu entrichten wäre. Auch sollte bei einer weiteren Festigung der Währung eine baldmögliche Ermäßigung der Frachtstundengebühren von 6 auf 3 vom Tausend für Monatsstundung, gebührenfreie Gewährung der eintägigen Stundung, sowie eine Verlängerung der Stundungsdauer angestrebt werden.
Die Gütertarifpolitik der Reichsbahn schädigt aber nicht nur den innerdeutschen Güterverkehr, sondern schließt auch große Gefahren hinsichtlich des internationalen Transi'güterverkeh s 'in sich. Solange die Deutsche Reichsbahn durch die Schaffung von Ausnahmetarifen für den Durchfuhrverkehr durch das deutsche Zollgebiet diesen Verkehr nicht über die deutsche Strecke zu lenken versucht hat, sind zahlreiche Auslandstransporte den deutschen Bahnen Oertoren gegangen und auch zahlreiche deutsche äleberseesendungen sind zu fremden Häsen abgewandert. Transporte über die trockene Grenze sind auf kürzestem Wege über die nächste Grenzstation geleitet worden, um von
Hamburg-Amerika Paket. . . I Norddeutscher Lloyd |
Cheramische Werke Albin . .
Zementwerk Heidelberg . . .
Philipp Holjmann......
Anglo Cont-.Guano
Badische Anilin........
Chemische Mayer Alapin . . (Kolbktmlbt d:ries eimer Electron .... Höchster Sorbrocrte......
Holzverkohlung........
Rütgers.verke . .......
Scheideanstalt
Allg- Elektrizität--Gesellschaft Bergmann Mainkraftwerke........
ert) liefert.........
Siemens & Halske .....
Adlcrwerke Kleyer .....
Daimler Motoren. .....
Henligenstaedt .....
■" eguin
Frankfurter Armaturen - . .
Konservenfabrik Braun . . .
Metallgesell chaft Frankfurt.
Set Union A--G chuh'abrik Herz
Sichel..............
Zcllstois Waldhof.......
Zuckerfabrik Frankenthal . .
Zuckerfabrik Waghäusel . . ,
Märkte.
Berliner Produktenbörse.
Berlin, 24. Juni. (Wolfs.) Arn Produktenmarkt zeigte sich für Roggen zu den gedrückten Preisen der letzten Tage etwas mehr Begehr für die Küstenplätze und für Mit ech:ut,ch- land, wobei es sich zumeist umWaggonware gehandelt hat. Weizen bleibt bei geringem Kaufin er- effe nach wie vor angeboten toeget der anhaltenden Stockung im Deizenmehlgeschäft. Für Roggcnmehl war hingegen zu den geftiigen niedrigen Preisen eine leichte Vermehrung d.r Rachfrage zu erkennen. Hafer war für Exportzwecke mehr gefragt Gerste und die übrigen Artikel batten ruhiges Geschäft. Der Preisstand ist allgemein nur geringfügig verändert. Es wurden notiert für je 1000 Kilo: Weiten, märk., 133 bis 138 (matt), Roggen, märk., 114 bis 123 (stetig), Braugerste 138 bis 145 (ruhig), Futtergerste 12Z bis 135 (ruhig), Hafer, märk., 115 bis 125 (ruhig), Raps 220 (ruhig), Leinsaat 260 bis 280 (ruhig): für je 100 Kilo: Weizenmehl 20 bis 23 (ruhig), Rvggenmehl 17,50 bis 20,25 (ruhig), Weizenkleie 8,1 bis 8,3 (ruhig), Roggenkleie 8 (ruhig), Bik- toriaerbfen 19 bis 20, kleine Erbsen 13 bis 15, Futtererbsen 12 bis 13, Peluschken 10 bis 11, . Ackerbohnen 13 bis 14, Wicken 11 bis 12, Lupinen, blau, 9 bis 10, Seradella, alt, 13 bis 14, Rapskuchen 8,6 bis 8,7, Leinkuchen 17 bis 18, Trvckenschnitzel 6 bis 6,20, Kartoffelflocken 15; für je 50 Kilo: Weizen- und Roggenstroh, dvaht- geb., 0,45 bis 0,60, Haferstroh, drahtgepr., 0,35 bis 0,50, Gerstenstroh 0,35 bis 0,50, Häcksel 0,70 bis 0,80, Wiesenheu, gut, gesund und trocken, 1,75 bis 1,95, Handelsübl. Heu 1,15 bis 1,35
Frankfurter Getreidebörse.
Frankfurt a. M., 24. Juni. Es notierten je 100 Kilo (Getreide ohne Sack, Weizenmehl, Roggenmehl und Kleie mit Sack): Weizen, Wett, 16 25 bis 16.75, Roggen 15 bis 15,50, Sommergerste für Brauzwecke 16 50 bis 17, Hafer, inl. 15 50 bis 16 Weizenmehl, südd. Spezial 0 27.25 bis 28.75, Roggenmehl 22,75 bis 23.50, Weizen- und Roggenkleie 8,25 bis 8,775 Mark.
Aus dem rlmtsverkündjipunaEatt.
* Das Amtsverkündigungsblatt Dr. 42 vom 24. Juni enthält: Die F.eischbeschau- gebühren. — Unfälle auf Bahnübergängen. — Drehmarkt in Lich. — Polizei-Verordnung. - Gebührenordnung der Hebammen, -p Oberhessische Geschwindigkeitsprüfung für Kraftwagen and Krafträder. — Dienstnachrichten. — getobe Peinigungen.
Verantwortlich für Politik und Feuilleton: I. V.: Heinz Gorrenz.
•) Dom ar^azahlunLS'aert.
Devisenmarkt Berlin—Frankfurt <t M. .
/In Simonen Mark ausaedrückt. BuenoS-Atre», London, Neu« York Japan, Rio de Janeiro für eine Einheit, Wien und Budapest für 100000 Einheiten, alle» übrige für 100 Einheiten.» Leieoiaovtlche Auszahlung.
Dom Flugsport.
Vor klänge zum. 5. Rhön-Segelflug- Wettbewerb 192 4.
Roch kurze Zeit, und das klassische Gelände der Rhön wird wiederum für einige Wochen im Mittelpunkt des segelfliegerischen Spoitinleresses nicht nur unseres Heimatlandes, sondern weit über Deutschlands Grenzen hinaus, stehen. Man darf mit Recht auf den Verlauf des diesjäh.igen 5. Rhön-Segelflug-Wettbewerbs, Lee in der zweiten Augusthälste stattfindet. um so ge- pannter sein, als anfangs Mai durch den Weltrekord des unentwegten Waldenburger Schulz auf der Kurischen Gehrung und durch den von der Rhön her bestens bekannten Württemberger Espenlaub erfolgreich ausgeführten ersten Streckenflug vom Riesengebirgskamm fast nie erhoffte Leistungen vollbracht worden sind. Hoffentlich sind diese Erfolge Scharten, die große Ereignisse vorauszuwerfen pflegen!
So entwickelt sich denn, nachdem der lange, hartnäckige Winter von dannen ist, neues, reges Leben in der frohen „ FliegersommerfrischeDas bisher vereinsamte Fliegerlager Wasserkuppe gleicht bald wieder einer kleinen Stadt. Obwohl noch nicht Rennungsschluß für die Teilnehmer der diesjährigen Veranstaltung ist, erproben bereits junge deutsche Männer ihre ersten eingetroffenen Flugzeuge. Die Baracken sind instand- geseht es wird gehämmert und genietet, gebastelt und genäht. Hobelspäne häufen sich, dazwischen riecht es nach frischer Farbe. Emsig arbeiten die Hände, noch emsiger das Hirn. Gibt es doch noch allerlei zu bessern, zu ändern und zu modeln. Eine Erfahrung bringt die andere mit sich, und der Austausch untereinander hat die Wichtigkeit des Zusammenarbeitens gelehrt. Ingenieur und Handwerker, Laie und Fachmann, ziehen am gleichen Strang. Praxis und Theorie reichen sich die Hände. Auf der Wasserkuppe gilt alles gleich. Kein Standesunterschied, nichts was trennen könnte.
Schon erkunden die ersten „Schlachtenbumm- tot" das Gelände. Da möchte ich ihnen denn noch einige Worte, die mir altem Flieger besonders am Herzen liegen, zurufen: Bislang ist es der deutschm Jugend gelungen, unter dem Einsatz verhältnismäßig bescheidener Mit el auch in segelflugsportlicher Hinsicht Großes zu leisten. Soll denen, die uns am meisten mißgönnen, auch weiterhin und gufs neue gezeigt und bewiesen werden, daß Deutschland gewillt ist, sich wieder den Platz an der Sonne zu erfliegen, den es schon einmal inne gehabt hat, so ist es vornehmste Pflicht jedes Deutsche, für diese ideale Sache rechtzeitig sein Scherflein beizusteuern. Liefen auch Zeiten ernster wirtschaftlicher Rot hinter uns und eine trübe Zukunft vor uns, so sollten doch deutsche Industrie Handel und Gewerbe sowie sportbegeisterte Kreise — wie öfter schon - iM Taschen öffnen, um Tatkraft und Zähigkeit unserer Jugend durch Spenden nach Kräften zu unterstützen und so unseren unermüdlichen, an der Erreichung des Zieles arbeitenden F.iegern und jungen Ingenieuren den beschwerlichen Weg zu ebnen helfen. Ohne Opfer keine Erfolge und Fortschritte!
„Ich Habs gewagt!" Dieser Wahlspiuch Ulrich von Huttens stehe auch in diesem Jahre über dem Wettbewerb und zeige der Welt, daß das geknechtete deutsche Volk noch lange nicht tot ist. daß es trotz aller Bedrückung, trotz aller Fesseln, nicht gewillt ist, zu verzagen und zu verzichten, sondern daß es feinen ihm gebührenden Platz im Kreise der Völker wieder einnehmen will, und wenn die Welt voll Teufel wär'. Dann muß der Wert des Fliegens auch dem ärgsten Zweifler die Augen öffnen, wie es der noch in bester Erinnerung stehende Rekordflug des tüchtigen Schulz auf einem Flugzeug des Systems „möglichst einfach' hoffentlich getan haben wird. Der Beweis ist erneut erbracht, daß sich auch mit den unzulänglichsten Mitteln Spitzenlci'tungen erreichen lassen, wenn nur ein ganzer Mann sich für die Sache emsetzt.
Alles ist im regsten Betriebe Rhönvorklänge! Und sind Wind und Wetter halbwegs vernünftig, so wird die Bahn von Fulda her wieder wie in den Vorjahren schwarze Mcnschmmassen zur Wasserkuppe bringen. In diesem Sinne erhoffen wir Glück für unsere Segelfliegerei: Möge der Segelflug, sei es ganz ohne, sei es mit schwachem Mo^cr. sich zu einem wirklichen Sport gestalten, dessen Ausübung m allen Gauen unseres Vaterlandes möglich ist!
Schreiber, Hauptm. a. D.
des 40 Millionen Papiermark betragenden Ak- 1 zeitigt, diese Zurückhaltung zunächst auch gegen- tienkapitals zu verteilen. Der dann verbleibende über die Folgen des älmschwungs in Frankreich Rest von 1 362 896 Bill Mk. soll einem neu zu beibehalten. Durch die Zusammenkunft der beioen bildenden Dividenden-Rücklage-Konto zugeführt Ministerpräsidenten und die darüber beröfrent- tDerben. lichten Berichte scheint sie mehr Zutrauen zu ei --
• Zellstoffabrik Waldhos, Mann- halten, daß die allgemein verkündete Annahme beim. Auf dem Inlandmarkte wechselten, nach der Sachverständigengutachten doch tatsächlich den dem Geschäftsbericht der Gesellschaft, im Jahre Beginn einer Wendung un Verhalten der En 1923 Zetten überaus stürmischer Rachfrage mit tentemächte gegenüber Deutschland einleite, und ruhigerem Geschäftsgang ab. Im Aaslandge- damit auch die Aussichten auf eine äleberwmdun r schäft konnten die alten Beziehungen gefestigt und mit ziemlicher Wahrscheinl,ch t e 11 eröffnet, -r .ei neue wertvolle Verbindungen ausgenommen wer- bessere Auffassung der politischen vage beginn i den. Die zusammengeschrumpften Holzbestände sich allmählich auszuwirken, die Vertäute der wpe wurden im vergangenen Jahve wieder auf den kulation und des Publikums haben aufgehori un» noimalen Stand gebracht. Die an die Gesellschaft seitens des Auslandes zeig« sich Kaupielgunz angeschlossene.i Papyrus AG. Mannheim Wald- für gute deutsche InduMiep ipi re Jn Kinad.is Hof, die Papierfabrik Weißenstein A. G., Psorz- wurde die Phantasie der Spekutation durch das Heim-Dillweißenstein und die Coseler Cellulose- Gerücht über eine imZusamm-nhin.^ mV bei An und Papierfabrik A. G. haben unter weitgehender nähme der Sachverständigengutacht:n, wora > Ausnutzung des Exportes gute Resultate erzielt, gezweifelt wird, zu erwartende Freigare re c Im Jahre 1924 war auf starke Rachfrage hin, so- schlagnahmten Stücke angeregt; u ß’Sfl; ■; wohl aus dem Inlande wie auch aus dem Aus- großen plmsätzen von 7 bis auf 16 Billionen lande, die Gesellschaft voll beschäftigt. Die Ver- Prozent. Baltimore und Ohio waren zu hohen teilung einer Dividende kommt nur für die Vor- Kursen ohne Abgaber gesucht. Ai'.t den übrigen zugsaktien in der Höhe wie sie der Gesellschafts- Märkten bröckelten die Kurs: anfangs zu mchi vertrag bestimmt, in Äetracht. Es wird vorge- leicht ab, erholten sich bann abc unt._i ver Fuh schlagen den Bruttogewinn von 1798 647 Bill: rung der Montanwerke, w obei letztere ihren Kurs Mari auf neue Rechnung vorzutvagen. In der stand bis vereinzelt 2 Billionen Prozent auf-a' Bilanz stehen Debitoren mit 11 568 515 Dill. Mk., bessern vermochten Sch»: .ch lagm aber Deutsch Kreditoren mit 11 142 465 Dill. Mk. Kaliaktien infolge der Stillegungen rtur Krieg-
anleihe hat das spekulative Interesse bei ziemlichen plrnsähen wieder eingesetzt; de: Kurs stiez neuerdings wieder bis 134. In der Lage am Devisen- und Geldmarkt hat sich nichts von Bc beutung geändert.
Frankfurter Börse.
Frankfurt a M, 24. Juni Tendenz Schwächer. — Rach dem h:ute das Geschäft in Anleihen und namentlich auch in ausländischen Renten stiller geworden ist, i't die Börse wieder in ihre Geschäftslosigkeit zuruckAesallen, die mit kurzen älnterbrechungen jetzt schon monatelang andauert. Richtsdestoweniger sind aber die Kurse für Anleihen immer noch sehr fest, öprozentige Kriegsanleihe dürfte sogar wahrscheinlich noch etwas höher werden, denn bei einem Kurs von 0,145 bis 0,150 wurden große Dlankoverkäufe vor- , genommen und die Deckungen machen j.tzt Schw'.e- 35 rigkeiten, da Stückmangel herrscht. Aus diesem 6,63 Grunde blieben auch Kassestücke noch etwas höher. 7,375 Qluf dem Industriemarkt ist das Angebot der 7 89 Industrie, da, wie schon wiederholt berichtet, Realisationen zur Flüssigmachung von Barmitt ln vw- ',75 genommen werden müssen, einer festeren Tendenz o°ä75 hinderlich. Zweifellos werden von kapitalkräftigen ' 46 privaten Kreisen fortgesetzt Aktienpakete aus dem 7,80 Markt genommen, aber immer und immer to.e^er 9,5 holt Ersah dafür von neuem auf. Heute war " das Angebot ziemlich groß und tonnte unlerge-
C2 bracht werden. Allerdings mußten die Pap.erc
7,13 etwas nachgeben. Doch find diese Einbußen faurr" nennenswert. Hapag ist vielleicht zu erwähner 9 80 L und evtl, noch die vberschlesischen Werte, die un ?4j5 [ gefähr eine Billion Prozent Verl Iren. Im freiet 2?.i3 Verkehr ist ebenfalls größte Geschäftsstille ein- getreten. Aber auch dort sind die Einbußen ganz si gering. Api 21/4. Becker-Stahl 2 78, Becker -Ke hie 4,2 41/, Growag 0,145, Kunstseide 42, Mainzer Gas
30,''Rastatter Waggon l7/8. 3U Auf dem - | Devisenmarkt ist der französische Frank wieder bbz schwächer; er notierte gegen Lond)N 8IV2 bis 82.
9n Billionen Prozent
Frankfurt a M.
Berlin
Sdjlufe-
Schlun» fiurs
Schlich- Kn s
Schlich, filirs
Datum:
?3. 6.
21. 3.
23. 6.
24.
5% Deutsche Retchsanletbe . 4% Deutsche Reichsanleiye -
0,1275
0,134 0,390
0,1265 0,395
0,131 0,390
3Va% Deutsche Reichsanleihe
0,210
—
0,261
0,260
3°/, Deutsche Reichsanleihe .
0,700
0,750
0,730
0,710
Deuische Sparpramienanleihe 4°/o Preußische Konsols . . .
0,120
0,120
0,130
0,260
—
0,260
0,250
_
_
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Hessen........ .
30/0 Hessen..........
0,3101 4,2
Deutsche Wertb. Dollar-Anl.
4,2
4,2
4,2
dto-Doll Schatz-Anweisng.')
77,20
76,75
77,2
76,75
4°/0 Zolltürken.........
5,75
6,65
5,40
5,5
5% Holdmexikaner ... .
38
-
37,5
39,5
23. Juni
24. Juni
Rcpart.
Amtliche Rotieruna
Amtlich: dotier 111
Meld | Briet
(Vielt» | Britt
23. |24.
Amst-Rotl
156,96
15/,74
157,21
157,99
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voll
Brss. Antw
19,65
19,75
19,46
19,dB
boll
voll
Christinnia.
56,66
56,94
56,46
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Kopenhagen
70,92
71,28
70,72
71,08
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Stockholm .
110.9Z
111,53
110,97
111,53
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HclsingforS. Italien. . . London. . .
10,46
18,15
10,52
18,25
18,215
10,46
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10,52
18,25
voll voll
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18,155
18,14
16,23
voll
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Reuyork . .
4,19
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4,13
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Parts. . . .
22,64
22,76
22,49
22,61
voll
voll
Schweiz . .
74,16
74,54
74,16 t>6,16
74,54
voll
voll
Spanten. .
66,16
56,44
66,44
voll
voll
Wien in D-, Oest- abgest
5,91
6,93
5.91
5,93
voll
voll
Prag . . . .
12,87
12,43
12,37
12,43
voll
voll
Budapest. .
4,99
1,355
5,01
5,19
1,355
6,21
voll
voll
Bucn.-Airek
1,365
1,965
voll
voll
Bulgarien
3,085
3,085
3,085
3,085
voll
voll
Japan . . .
1,705
1,715
1,705 0,44
1,715
voll
voll
Rio de Jan
0,44
6,45
4,985
1,45
voll
voll
Belgrad .
4,965
4,89
4,91
voll
voll
Lissabon .
11,62
11.68
11.62
11,68
voll
voll
Berlin, 24. Juni
Geld
Briet
Repart. °/o
Amerikanische Noten.....
4,13
4 21
Belgische Nöten........
19,25
19,35
voll
panische Dioken........
70 ‘.7
70 9.3
Englische Noten...•»•«•
18*12
18,22
boll
Holländische Noten......
156*61
157,39
voll voll
Italienische Noten......
13 07
18 17
Norwegische Noten......
56’31
56159
voll
Deutsch Oesterr ,ä i00 Kronen
5,91
5,91
voll
Rumänische Noten......
1,81
1.83
voll
Schwedische Noten......
110,87
111,43
voll
Schweizer Noten.......
74,11
74,49
voll
Spanische Noten.......
Tschechoslowakische Noten . .
65,91 12,845
56,19
12,405
voll voll
Ungarische Noten......*
4,99
5,01
voll


