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eme ausgleichende Gerecht gleit des selbstvrsNm- menden Voltesch cksals nicht verlieren f ,n.

T-tcser Glaube an die gestaltende, auf» bauende, s Illiche Kraft strahlt aus dem beschei­denen Schimmer des deutschen Chr stbaums. S nd wir auch »roch ein armes Volk, so fönnen wir doch frohen Herzens das schönste Fest der Christen» he 1 feiern, weil wir seinen tiefsten Sinn in unserem Leid empfunden haben und mit g Hu» tertem Gefühl au3 der Dunkelheit zum Lichte schreiten. Und wenn der Zauber des Christfestes die Menschen umspannt, dann wollen wir an die Erfüllung dessen glauben, was Wehnachten der modernen Welt verheißt' d.e Hoffnung auf den F. eben, in dem wir leben, schaßen uni) einer gedechlichen Zukunst entgegenschreiten können.

H. Th. W.

Verlegenheit des Dolkerdundssekretariats.

Genf, 23. Dez. (WTB.) Die Note der Reichsregierung an den Völkerbund wurde gestern vom Völkerbundssekretär in deut­schem, englischem und franko i,chcm Text der Presse übergeben. Die Rote hinterließ im Döl- kerbundsiekre ar at einen starken Eindruck. Sie wird in neutralen Kreisen des Sekretariats als sehr geschickt und als eines der wichtigsten Dokumente bezeichnet, die bisher der Völkerbund erhalten habe, wobei die rücksichtslose Offenheit anerkannt wird, mit der die grundlegenden Pro­bleme angesaßt werden, und besonders hervor­gehoben wird, daß es sich hier um die erste direkte Kundgebung der Reichsregierung an den Völker­bund in der Veitrittsfrage handelt. Vei den maß­gebenden höheren Veamten des Sekretariats hat jedoch vor allem der Passus, in dem der General­sekretär ersucht wird, die z u st ä n d i g e n In - stanzen des Völkerbundes zu befassen, eine sichtbare Verlegenheit bewirkt. So ist man sich in der Tat bis jetzt über die weitere Behandlung, die die Rote zu erfahren hat, noch nicht klar und hat sich zunächst mit ihrer Llebermittlung an alle Mitgliedsstaaten des Völ­kerbundes begnügt. Lieber die spatere Stellung­nahme des Völkerbundes bestehen nur Vermu­tungen. So wird geäußert, daß der Rat in keiner Märztagung oder auch erst in der Völkerbunds- Versammlung im September an die in der Rote aufgeworfenen Fragen herantreten wird, während nach einer anderen Auffassung die Mitglieds­staaten des Völkerbundes in der Veantwortung bei Rote an den General'ekretär erst im Januar zu den verschiedenen Problemen Stellung nehmen könnten.

Die -eutsch-sranZösifchen lvirischaftsvechimdlMgen. Beratungen des Reichskabinetts.

Berlin, 23. Dez. (WD.) Das Reichs- r a ß i n e 11 tft heute nachmittag unter dem Vorsitz des Vizekanzlers Jarres zu einer Sitzung zu­sammengetreten. in der Staatssekretär Tren­del enburg über den Stand der deutsch-fran­zösischen Wirtschaftsverhandlungen Bericht er» ftjattete.

C?itne Erklärung \ des französisch?« Handelsministers. F Paris, 23. Dez. (WTB.) Einige Blatter der Opposition stellen immer wieder die Dehaup- 'tung auf, die deutsch-französischen Ha ndels Vertrags - Verhandlungen hätten einen S t i l l st a n d erfahren. Der Han­delsminister erläßt heute abend wiederum eine offizielle Erklärung, in der er feststellt, daß die deutsch-französischen Wirtschaftsverhandlungen am 28. oder 29. Dezember wieder aufgenrmmen wer­den, und daß es sich bei der jetzigen Unter­brechung lediglich um eine durch das Weih- n a ch t s s e st geboteneDerhandlungspause handelt..

Eine B tte der Saarrrrduftrie an den Völkerbund.

Genf, 23. Dez. (WTB.) Wie das ^Jour­nal De Geneve" mitteilt, hat der General­sekretär des Völkerbundes von der Vereinigung zur Wahrung der wirt­schaftlichen Interessen des Saar­gebietes folgendes Telegramm erhalten, das auch den Führern der französisch-deutschen Del- leg 'tion bei ben deuickch-ckranzöck chm Wirtschafts- Verhandlungen, Retznaldi uid Trendelen­burg, zugeftellt wurde:®ie Vertreter der ve.schledenen Wirtschaftszwcige des Siargabiets fonftafiecen mit tiefem Bedauern, daß bei den gegenwärtig zwischen De ut sch land und Frankreich sckw b erben Wirckchaftsverhand- lungen zwecks Abschlusses eines Handelsver­trages zwischen den beiden Ländern der äußerst kritischen Lage des Saar­gebietes, das von der Abschnürung von seinem Hinterlande und seinen hauptsächlichsten Absatzgebieten bedroht ist, Zeine Rechnung ge­tragen wird. Da unsere Lebensinterefsen be- Lroht sind, sehen wir uns gezwungen, uns un° gesäumt an die deutsche und französische Dele- gation zu wenden, um sie zu bitten, so rasch als möglich den handelspolitischen Problemen des Saargebiets eine Lösung zu geben. Zur Erreichung dieses Zieles mässen von uns be- zeichncrc Sachverständige zu den Verhandlungen Yerbeigezogen werden. Dies ist das einzige Mit­tel, um unser Wirtschaftsleben vor den ihm drohenden Gefahren zu bewahren." Dem Tele- gramm ist folgende Bitte beigegeben:Der Gene­ralsekretär b'ä Völkerbundes würde die von lln- rrrhe und D sorgnis erfüllten Wirtscbaftskreise des Saarge^iets zu Dani verpflichten/wenn er bem weittragenden Einfluß deS Völkerbundes dem das Wohlergehen der saarländischen 'Be­völkerung in erster Linie anbertraut ist im einne unserer an die beißen Delegationen gench. teten Ge,uche geltend machen würde.

Semots Befinden.

, . 23; ) Heute vormittag

hak der Hausarzt des Ministerpräsidenten H e r- r i o t unter Hinzuziehung der beiden Spezialisten die den Min.isterpräfidenten eine Zeitlang be­handelt hatten, den Patienten untersucht Cs wurde daraufhin nachstehender Bericht ausge- aeßen: ..Die Besserung verläuft ohne Zwischenfall. Der Ministerpräsident wird morgen aufstehrm können, jedoch noch einige Tage lang das Bein in ausgestreckter Lage halten müssen. Es wird von nun an davon Abstand genommen, einen ärztlichen Bericht zu veröflenl- lichen."

Ministerpräsident H e r r i o t hat im Ver­lause des heutigen Vormittags Handel«-

Minister Reynatvt uns Den Präsidenten Der Regierungskommission für das Saargebiet, Rault, empfangen.

Don der Repko.

Paris, 23. Dez. (WTD.) Die Repara­tionskommission hat in ihrer heutigen Sitzung beschlossen, nachdem sie sich mit der deut­schen Regierung über die Persönlichkeit des Schiedsrichters nach § 69 des Gesetzes über die Jndustrieobligationen g einigt hat. diesen Posten für die Dauer von fünf Jahren dem schwedischen Dankdirektor Markus W a l - I e n b e r g zu übertragen. Wallenberg hat der Repko mitgeteilt, daß er dieses Amt annimmt. Die Repko hat sich dann in ihrer heutigen Sitzung mit dem Sachlieferungspro­gramm für Monat Januar 1925 beschäftigt.

Noch immer Kriegsgerichts- wrteüe im Ruhrgebiet.

Duisburg, 24. Dez. (T. 11) Das bel­gische Kriegsgericht in Duisburg ver­urteilte einen Polizeibeamten aus Buer, der vielfach Personen zur Flucht in das unbesetzte Gebiet vcrhvlsen hatte, zu vier Wochen Ge­fängnis. Ein 20jähriger Arbeiter, der als früherer Reichswehrjoidat ein Seitengewehr

laxge etnen offenkundigen Rechtsirrrmn, Der Die Reuverhandlung des Prozesses und eine erneute Urteilsiäl.u:g nitw n ig mach:. Die Entscheidung werde b-mi vor d s Reichs­gericht getragen, das die Möglichkeit hat, drn Prozeß an e.n anderes Gericht zurückzuv »Wecken, oder selbst ein endgültiges llrtcil zu fällen.

Berliner Pressestimmen.

Zu dem Urteil im Magdeburger Prozeß nimmt die .,G e r m a n i a" heute in Ausführun­gen Stellung, die insofern besonderes Interesse verdienen, als sie die Antwort auf die in der Rechtspresse gestellte Frage geben, ob aus dem Urteil nicht bestimmtepolitische Folge­rungen gezogen werden müßten. Das Blatt sagt u. a.: Uns interessiert in erster Linie die politische Seite der Angelegenheit. Von die­sem Standpunkte aus gesehen, steht Ebert vollständig gerechtfertigt da. Cs kann gar keinem Zweifel unterliegen, daß er die Ab-, sicht hatte, den Streik möglichst rasch zu beendigen. Das entspricht durchaus der patriotischen Hal­tung, die er nach einwandfreiem Zeugnis, wie dem des Abg. Fehrenbach, eingenommen hat. Die poli­tischen Folgen, die die Rechtspresse andeutet, d. h. der Rücktritt des Reichsprä.identen, wären nicht zu ziehen. Dazu liegt nicht der mindeste An-, laß vor.

Auch dieZeit" geht auf die in der Rechtspresse aufgeworfene Frage ein und

Ein Mstlerkalender fOr 1925

Damit soll das Zubiläumsjahr des Gießener Anzeigers eingeleitet werden. Der hessische Künstler Rrrdvlf Koch- Offenbach am Main hat den Entwurf dazu geliefert. Zn drei Karben auf echtem Büttenpapier gedruckt, stellt der Kalender einen künstlerischen Warrdschmuck dar, welcher in jedem Hause gern gesehen sein wird

175 Ich« Gießener Anzeiger

Rahmen der bisherigen ÄDalltfon weiter tätig zu sein.

gurReg^erungsbttdunginZessen

D a r m st a d t, 23. Dez. Gestern traten die Fraktionen der Regierungspar­teien zu gemeinsamen D.sp cchuigen zusam­men. 21m Samstag werden diese D.sprechungen fortgesetzt.

Die neue Landtagsfraktion der DeutschenDolkspartei trat am 22. De­zember vollzählig zu ihrer ersten Sitzung zu­sammen, die d.r D sprechung b:r Pol t scher Lage gcto.bmet war. D.schlüsse wurden nicht g.f.ßt.

Die hessische Regierung und Dr. Leuäitgens.

D a r m st a d t, 23. Dez. Der- neugewählte dem Hessischen Bauernbund angehörende Abg. Dr. Leuchtgens, der Seminarlehrer in Friedberg ist, hatte bekanntlich einige Wochen vor den Wahlen die Broschüre:Wo stehen wir in Hessen?" erscheinen lassen, die namentlich an der Finanzpolitik der hessischen Regierung Kritik übte. Er ist deshalb jetzt von dem Landesamt für das Bildungswesen vor- gdaöen worden, um sich deswegen und wegen seiner Ausführungen in seinen Wahlreden zv verantworten. Das Verhör fand vor Ministe­rialdirektor Urstadt und Ministerialrat Dr. Löh lein statt. Abg. Dr. Leuchtgens wel- gerte sich. Erklärungen abzugcben und berief sich aus seine staatsbürgerlichen Rechte, insb.sondere auf Artikel 118 der Reichsverfassung. Das Er­gebnis des Verhörs war, daß Abg. Dr. Leucht-- gens von seinem Lehramt vorläufig beurlaubt worden ist.

Regierungsneublldung in Braunschweig.

Braunschweig, 23. Dez. (Wolff.) Der neu gewählte Landtag ist heute nachmitlag zu seiner ersten Sitzung zusammcngetreten. Zum Präsidenten wurde gewählt: Abg. Wessel (Dt. Volksp.), zum 1. Vizepräsidenten Abg Wese­meier (Soz.), zum 2. Vizepräsidenten Abg R o° losf (Dtschn. Volksp.). Minister Dr. Jasper begrüßte den neuen Landtag mit dem Wunsche, daß feine_ Arbeiten dem Lande zum Wohle ge­reichen möchten. Die jetzige Zusammensetzung des Landtags bringe auch eine andere Zusammen­setzung der Regierung mit sich. Das jetzige Mi­nisterium lege daher seine Aemter nie­der. Die nächste Sitzung wurde aus morgen vormittag 10 Uhr festgesetzt mit der Tagesord­nung: Feststellung der Zahl der Mitglieder der Regierung und deren Wahl.

besaß, wurde zu 21/3 Monaten Gefäng­nis verurteilt. Drei Dienstmädchen, die bei Offiziersfamilien beschäftigt waren und Klei- duncssstücke entwendet haben sollen, wurden zu je einem Monat Gefängnis verurteilt.

3tim Prozeß des Reichspräsidenten.

Magdeburg, 23. Dez. Der Angeklagte Röthardt wurde, wie wir in einem Teil unserer gestrigen Ausgabe schon berichteten, wegen Beleidigung des Reichspräsidenten zu einer Gefängnisstrafe von 3 Monaten verurteilt. Dem beleidigten Reichspräsidenten Ebert wird die Befugnis zugesprochen, die Verurteilung des Angeklagten auf dessen Kosten binnen einem Monat in derMitteldeutschen Presse" auf der ersten Seite, in derMagde­burger Zeitung" und ImVorwärts" durch ein­maligen Abdruck des verfüaenden Teiles öffentlich bctanntzumachen. Alle Exemplare derMitteldeutschen Presfe" vom 23. Februar 1924 sowie die zu ihrer Herstellung benutzten Platten und Formen sind unbrauchbar zu machen. Die Kosten des Verfahrens fallen dem Angellagten zur Last.

Die Urteilsbegründung

gept davon aus, daß der Aagllag-e den Wahr­heitsbeweis nach vier Richtungen dahin angetre­ten hat: Der Rebenkläger habe Landesverrat begangen, nämlich erstens durch Beteiligung am Berliner Massenstreik Im Jahre 1918, zweitens durch ^Übertragung dieses Streiks auf Kiel drittens durch den Versuch, einen solchen Streik in Chemnitz durch den Abgeordneten Roske ent- fa^en zu lassen, viertens durch planmäßiges ©ntgcgenarbci'en und Durchkreuzen von Maß­nahmen der Obersten H'er sleitung zum Zwecke der Schwächung der Landesverteidigung. In den drei letzten Punkten ist der Wahrheits­beweis völlig mißlungen, und die Be­hauptungen des A-geklagren sind tolsertegL In bem ersten Punkt würdigt das Gericht die Be­weisaufnahme dahin, daß die Svzialdemo- k r a t i s eh e P a r t e i D e u t s ch l a n d s und der Nebenkläger den Streik nicht ange­zettelt haben, daß er ohne Ihr Zutun ausgebrochen sei. und daß ferner die Aus- sagen der Zeugen Stz r ig und Gober t als falfdj ausscheiden massen, da die beiden offen» bar das als gehört angaben, was sie zu hören wunichten.

m Öcn sonstigen Feststellungen seien der Rebenttager und die übrgen Vorstandsmitglieder mh Streiklutuag eingetreten und

batten sich dadurch äußerlich am Streik beteiligt.

Handlungsweise verstoße rein j u v i = ]t i sch gegen §89 des Strafgesehbu- tolnn auch politisch und moralisch an­ders zu bewerten sei. Bei dieser Sachlage ist die aus § 186. sondern aus § 185 des Strafgesetzbucy'.s erfolgt. Eine Beleidigung, deren Sinn sei, daß dem Rebenlläger Landes­verrat zuzutrauen sei, sei eine sehr schwerwie­gende, insbesondere. weil die Ansicht. die den Rebenlläger bei seinem Eintritt In die Streik­leitung geleitet habe, nämlich den Streik so schnell wie möglich beizulegen. und die für fein Tun wesentlicy fei. In dem beleidigenden A stikel nicht erwähnt worden sei. Deshalb >md da der Angriff sich gegen den höchsten Beamten des Reicks richte, müsse trotz der Jugend d:s Angellaaten auf eine empfindliche Gesängnisstraie erkannt werden.

V o e V ralst üat^nfoalt und der Vertreter öeö Ql ebenfläqcrä baben iny otoeit die Verurteilung nl h aus b 185 erfolgt ift. gegen das Urteil B . r u s u n g cing legt. 9 - . -^er Geier lstaatsanwolt und die VeiUie'er des Reichspräs.denten erbfittm in dieser Tat-

schreibt: Cs ist zweifellos, daß der Ausgang des Magdeburger Prozesses, der den Präsidenten des Deutschen Reiches mit großer Schärfe triff; vom deutschen Volke, das in seinem Präsidenten seine verfassungsmäßige Spitze zu sehen hat, überall, gleichviel, auS wel­chen Gründen, mit recht gemischten Ge­fühlen ausgenommen werden muß. In diesem Streit um die Person Eberts muß man gpundsähAch verschiedene Maßstäbe anlegen für das, was ihn früher Im Jahre 1918 bestimmt hat und für das, was er seitdem politisch ge­leistet hat. Hätte Ebert im Jahre 1918 nicht mit den Wölfen geheult, so wäre die ganze Bewegung in ein wildes bolschewistisches Chaos ausgeartet. Man würde zu dieser rückschauenden entschul­digenden Anschauung nicht lammen, wenn sich nicht Ebert in feiner Eigenschaft als deutscher Reichspräsident als ein Mann erwiesen hätte, der die nationalen Rotwendigkeiten In feiner Stellung durchaus von seinem politischen Her­kommen zu trennen weiß.

Ebert hat sich mehr als einmal als ein national durchaus zuverlässiger

Mann erwiesen, seit er an der Spitze des Reiches steht. W r haben wahrhaftig keine Ver­anlassung ,üc ben Sozialdemokraten E.e t eine Lanze zu brechen. Aber wir haben den Mut der anständigen Gesinnung, zu sagen, daß ein Mann, der zwei Söhne im Felde verloren hat und trotz der Aufforderung des Kaisers se nen dritten Sohn nicht von der Fr^nt zuruckgehalten hat und der i.i den sechs Rach- krlegsjahren mit großem Takt und politischer Klugheit immer das nationale vor das partei- pockt sche Moment gestellt hat, schlich ich nicht gleichzu st eilen ist mit Verbrechern, die um persönlicher Vorteile willen ihr Volk und Vaterland verraten haben. Das dürfte auch der Standpunkt deS Reichskabi- n e 11 s fein.

Ein Echo auS München.

München, 24. Dez. (XU.) Der Magde­burg-r Beleid gungsproz ß w r) h ut? in der Münchener Preis? besprochen D eW n° chener Rcuesten Rachücht-n ' meinm. das Ur e t ergebe eine unmögliche Situation. Der Sache nach fei das Urteil für den Angeklagt.n eine F e>sprechung. Man könne wohl geteltcr Meinung fein, ob es pol t sch zweckmäßig und der Staats.d?e förderl ch w .r. üb.r politische Vor­gängerechfsprcch n zu lassen, n ch! ab r ta. n man dis Rechtspr chung nachträ ,l ch etwa w g n mang lnder Einsicht verdamm n D e Geiech g- ke t w.rd nicht umsonst mit verbundenen Aug^m dargestellt.

Die Hegkrungstrife im Reich. Urrverättdcrte Stellungnahme der D. V. P.

Berlin 23 Dez. (Wolff.) Die Rcllionallibe- rale Korrespondenz teilt mit; Die Bemühungen gewisser Kreise, die Stellung der Deutschen Srh.nP ?avt^ vir Aegierungsk 1 ile zu verdunkeln und ihre eigenen Zwecke dadurch au n fr°rrtSÄ3t; So meldet neuerdings - e- baß in bestimmter Form Ge-

ruchte auftr2ten, wonach die Deu sche Vollspartei Lr:2r9iei:un9 der Mitte eintreten amSn Stresemann drei toeüere

r?nd,lC*,f1'xent Kombination ist völ-

lig aus der Lust gegriffen.

> "'^it veröfsenllichl in Fettdruck folgen-

bvS. Eine berliner Korrespondenz behauptet, dar­über unterrichtet zu fein, baf) der Reichs- auhenminister sich bereit erklärt habe, fein 2v>?igen Regierung der Mitte weiter beizubehalten. Wir kön­nen demgegenüber erneut betonen, daß der Reichsaußenminister es ablehnt, im

Parlamentsauflösurtg in Kairo.

Kairo, 23. Dez. (WTB) Der König hat ein Dekret unterzeichnet, wonach das Parla­ment aufgelöst wird und die Neuwahlen auf den 2 Februar angesetzt werden. Die neu*; Kammer wird am 6. März zusammen treten.

Aus aller Welt.

Neue Entscheidung in der Austvertnngsfrage.

Berlin, 24. Dez. Der .Lok.-Anz" be­richtet aus Hannover: Das Oberlandes­gericht in Hamm hat entschieden, daß der Hypothckergläubiger vervslichtet ist, dem Hyvo- thekenschulduer gegen Anerbietung einer Auf­wertung-simme do i 15 Pro ent des Goldwertes der Htzpot'.ek die notarie I> Loschungsb.w.ckigung und Herausgabe des Hypothelenbrieses zu voll- ziehen.

Der Lautderstarker in der Kirche.

Berlin, 23. Dez. In der Johannis» kirche In Moabit wurde eine Lautver- stärkeranlage arg legt, die es Schwerhöri­gen ermöglicht, der Predigt zu folgen. Aus der Kanzel sind mehrere Mikrophone angebracht, die zu Steckdosen in einzelnen Teilen der Kirche führen, wo die Schwerhörigen Kopfhörer eia- schalten können.

Der Sumpf in Hannover.

Hannover, 24. Dez. (Priv.-Tel.) Al- Ra ch s p l e l zum Haarmannprozeß ist in mehr als 2 0 Fällen gegen Personen die Im Verlause des Haarmannprozesses auf Grund des § 175 belastet worden sind, das (5 traf Der« fahren eingeleitet worden

Eine Einbrecher- und Hchlerbande unschäbllch 1 gemacht.

Hainburg. 23. Dez. Der hiesigen Kriminal­polizei gelang es, eine gemeingefährliche Einbrecher- und Hehlerbande unschäd­lich zu machen, die seit Monaten Fabrikgebäude des Hafengebiets heimgesucht und in der Haupt- ache hochwertige Metalle gestohlen halte. Dis jetzt sind im ganzen 12 Personen verhas- tet worden, die als Einbrecher und Hehler in Frage kommen Auch mehrere Großhändler sind stark verdächtig.

General Drancker in Bagdad ehtgetroffen,

London. 23. Dez. (TU.) Der B zclufd marschall Drancker ist in Bagdad e ngo- troffen und wird am Donnerstag nach Ahuaz toe.terfllegen. Ce n F ug ist bi-h.-r ohne Zwi- chenfälle und Schw.erigk.iten verlaufen.

Politischer Mord in Italien

Rom, 23. Dez. (WTD.) In Mailand hat ein Dulgare namens Stesanofs Di ml- t r i e s s den in einer Dar sitzenden mazedonischen Revolutionsführer S ch a u i e s f. andere nennen ihn Jschauleff, ohne ein Wort zu sagen durch üns Reoolverschüsse gct ölet. Der Tä­ter versuchte dann S lbstmord zu begehen. Er erllarte bei seiner Verhaftung, daß er von dem mazedonischen Komitee beauftrag! und ausgerüstet tooröen fei um Schauteff zu töten, der gemeinsam « -^aditsch eine Dewegung für die Vereinigung aller Dalkanvöller betrieben habe und auf dem Kongreß dieser Dewegung zum obersten Führer derselben gewählt worden sei. Der Täter bekannte ich zur bulgarischen Rationalistenpartei und sagte, er betrachte Schaut-ff als Qkrrätcr. Er habe ihn tn versch ebenen Städten Italiens, auch in Rom, gesucht, und tn Mailand erfahren daß er sich nadj Wien begeben wolle. Am Samstag habe er ihn in Mailand auf dem Domplatz getroffen, ihn aber geschont, um nicht die Passanten zu verletzen. Er habe mit feiner Tat Mazedonien von feinem schlimmsten Feinde befreit