Nr. 303 Erstes ölatt
Mittwoch, 24. Vezember 1924
174. Jahrgang
General-Anzeiger für Oberhessen
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Deutsche Weihnachten 1924.
Don Dr ® u ft a d Ctrefemann Reich «ml nister deS Auswärtigen.
Die deutsche Seele vermag auch in diesem Jahre da- deutsche DeihnachtSsest nicht mit der Freudigkeit früherer Zeiten zu feiern. Zu schwer lastet aus un« allen noch der Druck des Krieges und beS Unfriedens, der ihm gefolgt ist. Die- fenigen, die das politische Problem .Deutschland" nur als eine Frage wirtschaftlicher Leistungen oder politischer Forderungen betrachten, übersehen die wichtigste, nämlich die psychologische Geile der Frage. Deutschland ist seelisch schwerkrank, — diese Tatsache ist der Schlüssel für viele Vorgänge, die daS Ausland in unserer Politik so schwer versteht. DaS seelische Gleichgewicht dem deutschen Volke wieder- zugewinnen, erscheint daher als erste und wichtigste Ausgabe, zugleich alS Vorbedingung deutscher Zukunft.
Don einem ungeheuren Schicksal inS Dunkel gestoßen, ringt die deutsche Seele nach dem Licht. Man sage nicht, bah daS mit Politik nichts zu tun habe DaS war gerade daS Unglück Deutschlands, datz nicht nur zwischen den Ständen und Klassen, sondern auch zwischen dem Geistesleben und der Politik sich Schranken aufgetan hatten, die unsere Erbsünde, die deutsche Zwietracht, sörberten. WaS wir heut« brauchen, tst die sittliche Fundierung unserer politischen Zukunft. 3m deutschen Volke lebt, daS Hai auch dt« starke ‘Beteiligung an den letzten Dahlen bewiesen, ein heiher Dille, dem Daterlande zu dienen. Patriotismus ist aber noch nicht Politik. ES ist die leider noch sehr wenig gelöste Ausgabe aller politischen Führer, diesen reihenden Strom vaterländischen Gefühls zur Erzeugung politischen RutzessettS im Dienste
Ration auszunützen. Keine der möglichen nationalen Energien darf für die Arbeit am deutschen Staat verloren gehen. Ain zum Staat! nicht Lo« vom Staat! mutz dabei die Losung fein.
Rur wenn eS gelingt, diese politischen Energien auS dem Kampf und der Zwietracht zu lösen und zum einheitlichen nationalen Döllen auf der Grundlage der realen Verhältnisse zusammenzusassen, können wir den deutschen Wiederaufbau weiter fördern. Wer auf die Weihnachtstage vergangener Jahre zurüclblickt, wird sich sagen müssen: Dir sind doch vorwärts gclommen 1 Weihnachtstag ist Tag der Hoffnung. Hoffen wir an diesem Tage auch auf die deutsche Zukunft!
weihnachtsbolschast der Papstes.
Vom. 23. Dez. (MTV) Der Papst hat beute daS Kardinalskollegium empfangen. dessen Dian Äirbinal Danirorelli aus Anlch des De hnachts estes eine Gl äckwun'ch- adrosse verlaS, in der er u a. den Wunsch aus- 'vrach. datz ein dauerhafter, sicherer ,Tiebe wieder in der Welt einlehren möge, lickt d-r durch die Drrträg? fe'tg-fcve. so dem S(n F icb?. der in den Herzen der Döl er wurzele.
Der Papst dankte, indem er zunächst die Glücku ünlche cito bette. 3m H nblick auf das CE'c hnachtssest erklärt? der P pst: Möge vom Himmel der Ruhm Gottes und d-r Fred' f.ir die Menschen h rabkommen. Möge der F. ede ein wahrer Friede fein, ein Friede von Geistern, die in immer stärkerem ilnfma? die Dab.h-it erkennen, ein Friede von Herze., die reines Gewissens sind, ein Friede von Herren, di? von gegen!: t ger brüder.icher Liebe 11 den 'Be^iebungcn zwischen den einzelnen Ve^eolle- rungrkl flen- und den Böllern erfüll f nX Mo'e cs ein F.iede des Willens sein in Zu ttmmung -u dem Willen Go'tes! Möge dis He la- 3adr die Morgenröte d. ses schonen he l gei F -edens sein, von dem ich wünsch'. dass er s ck in Reiche Christi voll; ehe. Das Cufamm-nftrcm n b vieler Löhne der K rche aus allen "Sc.len d r Welt in Kenn mög" dazu beitragen, der Welt den allgemeinen Frieden wederzugeben.
Pariser Besprechungen über die neue Botschafter-Note.
Paris, 24. Dez. (TU) Rach den Morgenblättern bat gestern nachmittag am Quai d'Orsay eine wichtige Besprechung stattgefunden, cn der ber Direktor der politischen Aotellung Laroche. General De st ick er. der Vertreter Marschall o cks und der juristische Sachverständige Fro- maaeot teilnadmen. 3m Verlaufe der Bo- talung touren t>ie graften Mra.ffe »er Hole fpftaef'at dir die OJ n t f baftertnuter’-f Snöe ber Woche an Deutschland abfmden wird. Die Dotschafterkonferen^ hat ihre Sitzung am FnmStaa vertagt, da die Rote in ihrer end- HUÜgen3 Fassung erst zu diesem Zeitpunkte vor- Ueaen wird. Die drei vorgenannten Perwni.^- teken wurden am Abend von Her not emp- kanaen der sich den Text der Rote vorlegen t-ej. Lon den Blättern glaubt Journal, über den önbalt der Rote nachstehende Angaben machen kölwen. Die verbündeten Regierungen werden
Der Reichskanzler an die Entente.
Wie die Abrüstung in Europa in Wirklichkeit aussieht. — Verlegenheit tm Völkerbund.
Köln, 23. Dez. (Dolfs.) Zur Frage der Räumung der Kölner Zone erflärte der Reichskanzler einem Vertreter der „Köln. Dolksztg", datz ihn diese Angelegenheit mit ernstester Sorge erfülle, da nach allen vorliegenden Rachrichten die Alliierten schon fetzt, also vor Fertigstellung des Berichts der Ko itrollkvmmis- sion, entschlossen s nd, die Kölner Zone am 10. Januar nicht zu räumen. Das könnte Folgen Haban, die nicht nur vom deutschen, sondern auch vom Standpunkt der europäischen Gesamtpoli i! änderst beklagenswert wären. Bei loyaler Fortsetzung der Politik der Londoner Dereinbarungen müsste die Räumung der ersten Rheinlandzone am 10. Januar erfolgen. Ohne diese Räumung drohen alle Erfolge jener Politik hinfällig zu werden. 3n Deutschland und namentlich auch in den besetzten Gebieten würde die Befürchtung Platz greifen, datz der grobe Preis, den Deut'ch'and nut der Sieber- nähme der Laioeslasten ge'ahlt hat, vergeblich ge'ablt wurde.
Die folgenschwere Absicht der Alliierten könne keineswegs mit deutschen Versäumnissen in der Entwasfnungsfrage begründet werden. Sachlich bedeute sie die Rückkehr zur Sanktionspolitik, gegen die sich zur Zeit die Lon- ooner Konferenz und die öffentliche Meinung fast der ganzen Welt entschieden ausgesprochen hat. Rach einem Rückblick über die letzten Der- Handlungen zur Mtlitärkontrolle, die schliesslich zur Einwilligung Deutschlands in eine Generalinspektion führten, erinnerte der Reichskanzler daran, datz im vergangenen Sommer der französische Ministerpräsident und der englische Premierminister sich unmittelbar in einem Schreiben an ihn selbst wandten, wobei sie erneut den festen Willen ausdrückten, Deutschlaick durch eine Militär- [entrolle keine Verlegenheiten zu bereiten und die Kontrolle keinen Augenblick länger al6 unbedingt notwendig fortzu- sehen. Er erinnerte ferner an den reibungslosen Verlauf der GencrallnspLllü-.n, bet der seit Anfang September mehr als 1700 Kon- trollbesuchc ausgeführt wurden, sowie an in manchen Teilen unter erheblichen Zugeständnissen Deutschlands erreichte tciltoeife Einigung über die bekannten fünf Punkte.
Es geht nicht an, ohne werteres von deutschen Verfehlungen und Vertragsverletzungen zu sprechen.
Selbst bei der Annahme, datz der Verlaus der Generalinspektion nicht allen 2IIIiirrten entsprochen habe, und datz die Meinungsverschic- drnheitrn über die fünf Punkte noch nicht befriedigend geregelt seien, könne man doch unmöglich eine so schwerwiegende Massnahme wie die weitere Besetzung deutschen Gebietes rechtfertigen. Den Restforderungen der Alliierten komme im Vergleich mit der ganzen bisher durchgeführten Entwaffnungöaktion nur eine verschwindend geringe Bedeutung zu.
Rach einem Hinweis auf die gestern veröffentlichte deutsche Rote an den Völkerbund fuhr der Reichskanzler fort: Kein Mensch in der Welt kann bestreiten, datz Deutschland alle irgendwie wesentlichen Abrüstungsforderungen erfüllt hat, und datz es in einem Matze entwaffnet ist, wie dies wohl noch niemals in der Geschichte ein grosses Volk über sich hat ergehen lassen müssen, und dass von irgendwelchen deutschen Angriffsmöglichkeiten auch nicht im entferntesten die Rede sein kann. Die Besetzung der Rheinlande ist vorn Tcrfailler Vertrag als eine Sicherung der Dest- mächt? gegen deutsche A^griffsabsichten gedacht. Da b r’rtige Absichten völlig äusser dem Bereich der Möglichkeit liegen, kann aus jenen geringfügigen Restpunkten bei loyaler Bertrag saus- legung lein Recht bergeleitet werden, die Besetzung zu Sicherungszwecken über die vertraglichen Fristen hinaus zu verlängern. Denn durch die Räumung der Kölner Zone für die weitere B« setzung des Ruhrgebietes rechn sche Schwierigkeiten entf eben. so können diese nicht anders befei iql w rden als datz mit der Räumung der Kölner Zone auch der Abbau der Rn^rb-'ehung eingeleitet
wird. Sonst würde die Füge eintret.n. datz zur Ollistochtchallung eines rechtswidrig 'n Zustandes, w.e ,hd c Ruhrb sryunz d rstellt, e ne weitere rechtswidrige Handlung b • gangen w rd. Es ist n chl abzusehm, was g • scheben würde, wenn an die St ll» srchl chw u ck> vertrauensvoller Zusammenarbeit j y w eb"T e n krisenhafter Konfliitszustand tret m to r5e E u r- 30 n sagte unlängst, dass vcrlänge.t: Anwesenheit fremder Truppen auf deutsch un Geb e: nicht geeignet sei, zu einer allgeme.ne.n Befriedung M.lleleuropns und zu der Wiede h r,'iellu-g seiner v rlfchnftlichm Lege be'iutr gen. Wern sich die Agierten übr d es: Se tr der Angelezen- heit llar find, so werden sie sich der tSrfeuntniß nicht verschliessen könnur, datz für eine Hinaus
schiebung der Räumung kein Grund vor?egt. der den von Cur-on angedeut trn G fihren sür de D sriedung und den W.edrrauibau Europas d.e Wage hallen könnte.
Ur f ?re Abrüstung. — Die gegnerische WeU in Waffen.
Berlin, 23. Dez. lWolss.) Ein Teil der englischen und sranzös schen Presse setzt unentwegt die Bemühungen fort, seinen Lesern das Märchen von dem kriegslustigen Deutschland auszutiscken. Ihre Marma-ckikel wirkten derartig beunruhigend, dass selbst alliierte amtliche Stellen sich veranlasst sahen, die Nachrichten als übertrieben zu bezeichnen. Sie erklärten, bah Deutschland zur Zeit allerdings nicht in der Lage sei, Krieg zu führen, jedoch treibe Deutschland in der Frage der Abrüstung Obstruktion. Ausserdem seien durch die 3. M. K. K. derartig schwerwiegende Derstöhe gegen die Abrüstungen bestimmungen festg stellt worden, datz an eine Räumung der Kölner Zone zunächst nicht zu denken fei. 3n der Einleitung zum Abschnitt 5 des Versailler B'rtrages wurde von unseren Derlragsgegnern v.rlprochen, dass die deutsche Abrüstung den Beginn einer allgemeinen Rüstungsbeschränkung darstellen solle. Keiner unsrer früheren Gegner hat das gegebene
Versprechen eingelost.
Deutschland muhte feine 100 000 Mann mit zwölfjähriger Dienstzeit verpflichten. Wie die Blätter von massgebender Seite erfahren, ist der aus dem letzten Kriege stammende Bestand an aus- gebildeten Mannschaften bis 1930 praktisch nicht mehr vorhanden, da sie infolge ihres fortgeschrittenen Alters für den Kampf in der Front nicht mehp in Frage kommen, so datz Deutschland im Kriegsfälle lÄrtglich über 1 0 0 00 0 kriegsbereite Soldaten verfügen kann. Frankreich, Belgien, Polen und die Tschechoslowakei hiben die allgemeine Dehrpfllicht und beiden ein stehendes Heer von rund 1,3 Millionen. Die be° o.bsichllgte französische Heeresorganisation verlegt die Masse des stehenden Heeres als schlagfertige kriegsstarke Divisionen an die deutsche Grenze. Da die Heeresorganisation in Belgien, der Tschechoslowakei und Polen sich auf der gleichen Linie entwickelt, hat Deutschland im Kriegsfälle von drei Seiten mit einer sofortigen Einmarscharmee de coucerture zu rechnen. Schon dieser Vergleich sollte genügen, um die
vollständige Wehrfo'igkeii Deullchlands zu beweisen. Aber noch viel krasser wird das Bild, wenn man die materielle Rüstung F cmkreichs und fen:r Verbändet:» in t de nach rnodcrnen Grundsätzen vvll länd g unzur ichen- den Ausstallung der d uschen Reichswehr x> v gleicht Frankreich ha! rund 300 0 leichte Ma- sch n ngew hr>, rund 10 500 M schin ag weh e. leichte Geschütze rund 2000. schwere rund 1503, Kampswagen rund 6000. F uaz u ze rund 1400: Polen L. M. G rund 650 J. S M G. rund 15 0. L. Gllchähe rund 1300, schw. rund 400, Karnv ° wagen rund 150. F.uazeuge rund 2 0' Tlchccho- slowalei L. M. G. rund 2530, S M G. rund 1500. L. Geschütze rund 800. Scho, rund 5i0, Kampswagen rund 63, F u^z uze rund 5 0; Belgien L. M. G. rund 4500, S. M. G rund 2000, L. Geschähe rund '00. Schw. rund 100. Kampfwagen rund 150. F u-zeuge rund 250; z f immea L. M. G rund 42 000. S M G rund 18 000, L. Geschütze rund 4500 schw. rund 2300. K '.mp - toagen rund 6200, F ugzeuge runb 2400. — Deutschland bat L. M G. 1131, S. M G. rund 792. L. Geschähe rund 238. fch o. rund n chts, Kams-fwagen rund nichts. F u zeug' rund nichts
Zeder K nnnenta- zu Lifer Lieber sich! ist überflüssig. Ohne F i ger, Tanks und schwere Artillerie ist Deutschland absolut wehrlos. An der Tatsache wird wirllich nich's geändert, wenn die deut ch:Reichswehr wirkllch einige Gasmasken und Hufeisen zuviel besitzt. o'«r wenn ein übereifriger Patriot in irgendeinem Dinkel ein paar Waffen noch vergraben haben sollte. Deutschland hat in einem Umfange ab- qerüftet dass es den in Waffen starrenden Rachbarn w h los preisgegeben ist.
Deutschland hat alle DerpNichtungen deS Versailler Vertrags weit über das erträgliche Mass erfüllt.
Denn mit den fadenscheinigsten Grün den die wenigen ihm in diesem 03ertrage cingeräumien Re chte noch geschmälert würden, so wäre das für das deutsche Volk absolut unerträglich. Dir Eiaw ndungen. die von alliierter Seite gegen den Rüstungsstand Deutschland gemacht werden, haben lerne militärische und sachliche Berechllgung. sondern können nur ein Vorwand für machtpolitische Bestrebungen fein.
Deutschland mitt eilen, dass der provisorische Bericht der Interalliierten Äon- troll-Kommissionnichtbesriedigend ift Weiter wird darauf Hingewi srn werden, datz ■ »c Kontroll-Kommission ihre A.beit, d. h. ihren Schiussbericht erst einige Wochen nachdem 10. Januar 1 925 wird beenden fonnen. Die Okrbünbcten werden erst dann den Zeitpunkt der Räunning Kölns awzugeben in der Lage sein. Dis dahin wird die Räumung ohne Angabe eines bestimmten Zeitpunl- tes Decaöaect.
,.Keine wesentliche Aenderung".
London. 23. Dez. (WTB. j Wie der amtliche englische Funkdienst meldet, wird von massgebender Seite erklärt, dass die Lage, seitdem Lord E u r z o n im Oberhaus? in der letzten Woche die Anstchten der britischen Regierung über die Frage der Qläumung des Kölner Gebiets dargelegt hat. keine wesentliche Aenderung erfahren hat.
Per aspera ad astra.
Es war während der diesjährigen Herbst» messe in Frankfurt. 3m Earllonhotel lassen Messeleitung und Ehr'ngäste auS dem Saarlinde m l z^h reichen Journalist n bei s stlich m Mahle. alS in der Reihe offizieller R.-den ein Toast auSgebrachl wurde, der all S ec'iaunl auf- horchen l eh, der aber dann begeisterte Zustimmung fand, — daS erste Hoch aus d.friedet?
Europa!
Jetzt läuten die W ihnechtsalocken daS F " des Lichts e.n, und es hat den 21 sche n als ob — von etlichem abgesehen — w.rklich em Fest gefeiert werden lönnte, daS ber He Isbotlchait entsprichi. Unwilllürllch schweifen die Dedon en und Sriancrungen zurück, en Iihrzehm (cgi hinter uns. das in le ner Schicks.ilsfchwere die wahre, reine Weihnachtsfreude n chl au lammen b-frCn lon-'te 3'M en dl ch tmt n reinerer Har monie daS „Friede auf Erden' über die deutfcheu Xiuiiuc. uUd z)tui uni) Tränen, au<5 2Iot uni) El nd steigt der Siern mit dem Silberstreis der Hoi! nung empor, ucr uns r.m deuisch n We hnachll-: fest die innere, beglückende, seel.sche Stimmung lrcht.
Diese Stimmung, daS ist es. waS unS Has Fest in diesem Jahre w edtr zu dem macht. waS es früher war. Wir haben uni selbst wieder- gesunden. und d iS grosse Eh ästg schenk eines Europa, das Spenglers Hypoth.s: vom unter- gehenden Abendland zu rechtsert gen schien, ist die pol t sche Rekonvaleszens. Daran muss man denken, wenn man üb r den engen Kreis Person- 1 ch-r Dinge hinaus in einer rubilen Stunde dec Sammlung sich d S allg-'m n.n Sch ckials und bei Lag? des H ut g n Deu shl nd er nnert Au» den- wundervolleii RaturmychoS der geman Iche Lichtwende, aus dem gewaltigen DilösungS- gedante der christlich m Lehre fle gl der Z iubr, eines F -stes, daS in gläub gen Eh »ren d s |u fum corda zu einem wundervollen EthoS gestaltet. Die Herzen empor zu hofinungSvrl.en D rtr uen auf den Lieg de« LichtS. auf da« Gut? tm Menschen, aus bie sittlich? Kraft der Gerechllgicit! Denken an das, was h nter unS liegt und damit vergleichen, was h ute ist; dankbaren Herzens bea Ab stand messen, der uns tr ’itni von der b ttcren Melancholie vergangener Ws hnachlei. die umflort waren von der Holl 'ungslaf-.gkeit und bitterer R.f gnat on. umschatt.! von dem Okr- zweislungslamp! unsere« Dolle«. D.e Zeil der Prüfungen ist noch nicht überstand-n. ab.-r — wir haben uns selbst m et>erg*funben un) w r dürf et We hnachten w eder mi* innerer Ruhe und mit dem Rechl auf Freude fe em. diS auÄ einem guten Gew flen und aus ehrlicher 2lrbeck lammt
W-r dürfen vor allem Weihnachten m dem D wutztfein begehen. daH wir untere« Dolies Sch ckfal wieder fest in Händen halten. Der Jakobitraum von d r H mmrlSk: t-r ist ein Stückchen Poes c. ang wandt n[5 en pol t sch S Sy n- bol. das sich nicht verw rklichen wird, aber hat man nicht das Recht, in d es r stimmungsvoll bewegten Z it an da« Goech wort zu ben!en:
S nd'S Ros n. nun sie w rd n blähen!" WiS ui« eine kaum b friedete Well heut? noch nicht cl« Christgllchenk bringen kann, es wird wie die Rofenlnospe einmal erblühen; unser e gmet W?.hnacht?gcsch nk ist d r k ings rne Aus: eg den w r uns ollen G walten zum Trotz ertimpfl haben und der in zwei eindrucksool.en kul.ur- pvl't schen Leistungen neuerdings wi'de' ti£ sch pf r sch? K a t des D uts Nums b w se > hat: Eckeners Z Pp l nslug uno F ellners Er indmigl Dazu d-e pol t sch? B.-ruhigung. bi? D.-r:r gs- ireue erfüllter Pil chten. d r ger ge le G.nz ces w rtsch^stlich n Motors, die U b rwmdung u i- g-beurcr soz al>r Schw er gl it n dec machtvoll« Au trieb deutscher Arbeit und neu.rwach.en Unternehmungsgeistes.
Dc.s s.nd Gaben aut dem brutschen We h- nachtstilch', die höher werten al« G sah'.-. 51> toten des Erfolgs. Fortschritte von positiven Werten, die mit j dem Tag.- unfrre Eh n e oer- bessern. E n Doll, das in ähnlich oerzw isektem Ringen erst feine nickte Existenz, bann s n gutes Recht und schl e'l ch fe n?n Platz un er be.i Kuk- lutoöllcm zurackgcw nnt, d s Hit das R cht, We hnachten in der f vH n Zuoellich! za begc ci, dass cS sich sein und seiner Kardcr Zu.n..fi zurack- crobert hall
E ns all rdings w'tllt einen grauen Schallen auf den Hellen Licht rsche n — b.e Tlot unterer OHt-n, denen das Sch.cksll d?n letzt.1t Spargroschen nahm. Und gerade hier muss sich das Dort von dem Fest Der Liebe b.währen; die Freude des Schenkens, de immer noch durch die w rtschnftlichen Derhältni s eng b Ichrä ikt ist, muh sich aus diejenigen erstrecken, dir heu.e unveisorgt in schwerem L.bmsl impf? fiten' Rächstenl ebe muh zur schönst n We hn cht pst cht werden und in traurig.-n Herzen w.ch ach liche Kerzen entzünden, die Heller strihlen als da Lichter eines Chnstbaums üb?r üpo gen Tas In. Das b tlerc Los d.r Hand rttausend .. d e vö.l g verarmt nicht mehr die Phys sch? und leelische Kraft besitzen, den neuen Auf sti g u.iseres 03ok >es m-tzukämpfen, die maden. w l c.i Gte'.sendände, . die Daniel trostloser All nstübhen. de cuälrnde Sorge um das Heute und Morg.m, hnen muh e.ne Au'w'rtung aus dem Gellt soz alen Oemci.i- schafisgesühls werden, das sie nicht am Leben verzweifeln lässt ilnmünö g' und Gr? s. s nd aus- gcschaltet aus der R.'chs der Kämpfenden, aber es muh für sie geformt werden, und w.nn das Fest, daS den Menfchen en Weh g fallen se n soll dem Einzelnen eine weihnachtlich? Aufgabe bereitet, dann ist es d e M.s ion g rechter Barmherzigkeit und Mttgesähls mit denen, die nicht mehr arbeiten können. b;e ab - de" ^fauben an


