Abtlg. Photo: Reichhaltigstes Lager in photogr. Kameras, Projektionsund Vergrößerungs-Apparaten, Kinos, Laterna magica, Dampfmaschinen, Kinofilme und sämtl. Zubehör.
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(Nachdruck verboten.)
25. Fortsetzung.
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Bekanntmachung.
Der Rudolf Fensien, geb. am 8. IV. 1852 zu Leipzig, wohnhaft zu Gießen, Reuen Däne 11, wird wegen Trunksucht entmündigt.
Die Kosten des Verfahrens werden dem Entmündigten zur Last gelegt.
Gießen, den 23.Rovember 1924. 10304* Hessisches Amtsgericht.
Die rote Kaschgar
Roman von Fedvr von Zvbeltih.
Bekanntmachung.
In unser Handelsregister Abt. B wurde Heute bei der Firma 21. K. D. Allgemeiner Kraftfahrzeug-Vertrieb Gießen mit beschränkter Haftung in Gießen folgendes eingetragen iDurchBeschluh derGesellschafter. Versammlung vom 15. September ist das Stammkapital auf 500 Goldmark festgesetzt worden. 10306c
Gießen, den 16. Dezember 1924.
Hessisches Amtsgericht.
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Unserer verehrten Kundschaft zur gefälligen Kenntnisnahme, daß am 27. Dezember 1924 unsere Geschäftsräume ganz und vom 29. Dezember bis 2. Ja .uar 1925 nur von vormittags 9—12 Uhr und nachmittags von 2—5 Uhr geöffnet sind.
Gleichzeitig empfehlen wir unser reichhaltiges Lager in Tapeten, Linoleum, Läufern. Wachetuchen uew. usw.
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nach und von dieser Richtung mitgenommen bzw. mitgebracht werden. Regelmäßiger Sammelladungsverkehr mittels Autolast« wagen und Bahn nach allen Richtungen.
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Es schlugen nur verhallende Laute an das Ohr Thedas. Ihr Blick tauchte sich in das Lichtermeer, das schwankende flimmernde Weiß ermüdete fie wieder. Dierksen schloß mit einem „Glückauf" Hunderte von Stimmen wiederholten es, abermals setzten die Bläser ein.
Ms die Fanfaren schwiegen, gab Theda tn ihrem Rollstuhl sich einen starken Ruck und richtete sich ein wenig auf. Sie winkte mit beiden Händen und rief: „Habt Dank, habt Dank! Glückauf!" — Run brauste noch einmal das „Glückauf", ein Gruß aus der Tiefe, durch die silbrige Rachtluft.
Theda sank zurück in die Kissen des Stuhls. Die Pflegerin wollte sie wieder in ihr Schlafgemach bringen, doch sie schüttelte den Kopf. Anten bildeten die Fackeln kunstreiche Verschlingungen, Kreise, Sterne, Figuren. Auch Musik und Gesang begannen von neuem.
Links von Thedas Rollstuhl stand die dunkle Hünengestalt des alten Geisbach Er freute sich über die Anhänglichkeit seiner Leute. Es war ein gutes Zeichen für die kommende Arbeitszeit. Er hatte viel vor: auch in Grvß-Ponar wollte man in die Erde steigen und das Salz zutage fördern. Schm ein erster Dohrversuch hatte erwiesen, daß Salzspuren sich da bereits bei zweihundert Metern Tiefe zeigten. Der Verdienst konnte ungeheuer sein. Aber mehr als der Verdienst lockte den Alten die neue Arbeit. Bei ihr vergaß man die Trauer des Herzens.
Rechts von Thedas Rollstuhl stand Gert. Er hatte ihr wieder die Hand reichen müssen. Er bewegte sich nicht. Die Szene begann ihn zu langweilen. Theda ließ seine Hand nicht los. 3^e,J?n9crc^n waren fein, mager und schwächlich Wer es war eigen, daß er mehr und mehr ihren Druck zu spüren schien. Es war eine Einbildung, doch sie setzte in physisches Empfinden sich um. Die kleine Hand, die ihn festhielt, wurde zur Klammer. Das warme Arisch wurde zu Eisen. Eine eiserne Klammer hielt ihn fest, hielt ihn fest.
die sich ineinander schiebende Flucht der Gemächer ein Schwarm von Herren und Damen tn lebhaftester Unterhaltung, und wer die Verhältnisse nicht kannte, mochte es eigentümlich empfinden, daß in diesem noch immer ungemein charakteristisch Zuständlichen, tn Zimmern, Hallen und Galerien, in denen die chinesische Dildneriunst wahrhafte Triumphe feierte, der Frack herrschte und die Pariser Toilette, das Kostüm des Westens, von dem auch der östliche Rachbar Japan sich nicht ausschloh.
Selbstverständlich farmte sich alles, der Ton der Unterhaltung glitt rasch und flüchtig tote Schmetterlinasflattern durch die Räume, meist wurde englisch gesprochen, doch auch französisch und deutsch und zwilchen Gleichgültigkeiten und allerhand prickelndem Klatsch wurde immer wieder die Politik auf die Oberfläche gespült, hier und da lachend und leichtfertig behandelt, dilettantisch und wie ein kurioses Aebenbei, an anderen Stellen aber auch ernsthafter, so in der kleinen Gruppe von Herren die sich um den Vicomte Kodama gebildet hatte.
Die Japaner waren über die Vorgänge in den Provinzen zumeist am besten unterrichtet, aus hundert Quellen strömten ihnen Rachrichten zu. Und was man da vernahm, stimmte so ziemlich mit den wiederholten Warnungen des alten Bischofs aus dem chinesischen Christenviertel überein. Die Findlinge aus der Provinz mehrten sich, trafen scharenweise in Peking ein und erzählten grauenvolle Dinge von der Zerstörung der katholischen Missionen und der Riedermehlung der Christen durch die Boxer. Das waren gewiß keine Reuigkeiten, die Gesaicktschaften hatten häufig Protest gegen die Verfolgungen erhoben, ein Hagel von Edikten seitens der Regierung bedrohe auch die Rebellen, aber die Geflüchteten behaupteten, diese anscheineiü>en ©egen- maßregeln seien nur vorgeschoben, um die Gesandtschaften in Sicherheit zu wiegen; viele wollten auch wissen, daß die Mandarine die Aufrührer unterstützten und daß sogar schon reguläre Truppen zu den Boxern übergegangen seien.
Die Gefahr des politischen Motivs der Bewegung erhöhte sich durch alle diese Rachrichten. Graf Gerhart Hora, der hinter einem dicken russischen Kvllegienassessvr stand, nickte nur dazu
Wie wir Ihre RQekKraherkrümmang ohne Berufsstörung bee- sern u. ev. bellen, zeigt unser Buch mit 50 Ab- Bildungen, Zu beziehen geg.Elnsende.v, 1.60 oder gegen Hachnahme von
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7.
Die Lotosblumen überall ht den Teichen rollten ihre Blätter auf und bedeckten mit grünen Riesenschirmen die schmutzigen Wasser: ein Zei- chen dafür, daß auch in Peking der «Ruhling Einzug gehalten hatte. Rebenbei meldete er sich durch unerträgliche Gerüche und wirbelnde Staubmassen, und zugleich setzte eine getoaltige Dürre ein, die Felder austrocknend und das Land in eine endlose Wüste verwandelnd.
Der Hof hatte bereits die Sommerresidenz bezogen, und auch die Gesandtschaften gelüstete es, diesjährig frühzeitiger in ihre kühlen Mietstempel in den Bergen zu flüchten — bie Rachrichten über die Doxerunruhen in Aordchina wirkten doch zu beunruhigend, als daß man es wagen konnte, jetzt schon die Hauptstadt zu verlassen. 3m allgemeinen war die Stimmung tn den Gesandtschaften keineswegs schwarzseherisch. Man glaubte immer noch an beschränkte lokale Aufstände, wie sie im letzten Jahrzehnt von Geheimgesellschaften und revolutionären Klubs häufiger angriacht worden waren, doch nicht an eine bedrohlich nahende Gefahr, und schätzte zudem die Staatskunst der Kaiserinwitwe, die ^an Gegenmaßregeln denn auch nicht fehlen lieh.
Erst das Erscheinen eines Engländers, eines Forschungsreisen den namens Gvrdvn P. Murray, brachte eine erhöhte Erregung in die Gesandt- schastsstrahe und beleuchtete die Sachlage mit unerwartet scharfen Blitzlichtern.
Beim britischen Gesandten hatte ein kleineres Diner stattgefunden, an das em allgemeiner Empfang sich schloß. Die Hitze draußen war auch noch in den Abendstunden drückend, ein gelbes Wetter stand im Westen, unaufhörlich wirbelten dicke Staubwollen durch die Luft. Aber die lastende Schwüle empfand man hier kaum Das geräumige alte Palais, ehemals von einem kaiserlichen Prinzen bewohnt, war zwar europäisch modernisiert worden, doch in den Grundlinien seiner Bauart chinesisch geblieben, weitläufig angelegt, mit verbindenden Säulengängen und luftigen Zimmerreihen, die auch den heißen Sommer erträglich machten.
Zu dem abendlichen Rout waren hauptsächlich die jüngeren Mitglieder der fremden Gesandtschaften geladen, und so bewegte sich denn durch
und dachte sich sein Teil. ES waren ganz apnnepe Mitteilungen, wie sie ihm von dem verdammten Kerl, dem Sho-Yin, gegen gutes Geld längst zugetragen worden waren. Die Tagebuchblätter des alten Ching Shan gaben auch bessere Auskunft als Clemence, der man nicht mehr so recht trauen konnte.
^lebrigens glaubte Gert, Clemence vorhin in dem Gewühl der Gäste gesehen zu haben. Sie galt hier in Peking mehr noch als in Berlin als die vertraute Freundin der Gräfin Kodama. genoß auch auf der französischen Botschaft einer besonderen Gönnerschaft und wurde fast immer bei größeren festlichen Veranstaltungen mit ein- geladen. Rur der deutsche Gesandte beachtete ihre Visitenkarte nicht, und Gert hütete sich, seinen Chef zu fragen, weshalb das geschah.
llebrigens suchte er sie. Der Oberf<$Hncr im Hotel de Peking, das zwischen der japanischen und französischen Gesaiü>tschaft lag, war der immer gefällige Vermittler ihrer Brief schäft und hatte ihm heute nachmittag ein Zettelcheri zu geschickt, auf dem Clemence ihm „zur Stunde wie sonst" ihren Besuch ankündigte. Aber zu dieser Stunde wollte er schlafen.
Gert strich durch die Gemächer, durch ein Gewirr von chinesischen Kostbarkeiten und eure päischen Möbeln und Gruppen von Gästen, die sich von den geschnitzten, in leuchtenden Lack färben prangenden Wänden wie eine fremde Völkerschaft abhoben. Gr nickte und grüßte do hin und dorthin, küßte einer Dame die Hand, plauderte ein paar müßige Worte mit dem und jenem, bewunderte in einem Salon flüchtig eine wundervolle Rephritschale, im zweiten eine riesige bronzene Schildkröte und blieb dann stehen, weil ihn eine lebhaftere Bewegung unter den An wesenden und verstärktes Stimmengeräusch auf merksam machte. 3hm schien sogar, als hörte er Worte des Streits, und sah nun durch den vergoldeten Türbogen, der in den vorderen Säulen- gang führte, wie ein Mann in schmutzigem Touristenkostüm, mit fleckigen Ledergamaschen und einem halb aufgerissenen Rockärmel von der Dienern zurückgehalten wurde, sich wieder los- machte und sich schließlich mit einer sichtlich Höf lichen Ditte an einen der Gäste wandte.
(Fortsetzung folgt)
Bekanntmachung.
In unser Handelsregister Abt. A wurde eingetragen: Am 12. Dezember 1924 a) die Mrma Oel- und Fettfabrik Car! Lamm, Gießen. 3nhaber ist der Kaufmann Carl ifiamm in Gießen. Der Carl Lamm Ehefrau, Selma geb. Strauß in Gießen ist ^Prokura erteilt, b) Die Ärma Triumph- fLebensmittelhandlung Kuno Wrublewsky, -Gießen. 3nhaber ist der Kaufmann Kuno Wrublewsky in Gießen. Der Kuno Wrublewsky Ehefrau, Sabine geb. KalfuS in Gießen ist Prokura erteilt, c) Bezüglich Der Firma Oberhesfisches Korbwarenhaus Heinrich Hetz, Gießen: Dem Kaufmann Peter Hetz in Gießen ist Prokura erteilt
Am 19. Dezember 1924 a) bei der Firma C. Klingspor, Gießen: Die Prokura des Fedor Krämer in Gießen ist erloschen b)Bei der Firma Geschwister Sauer Rächt, Gießen: Die Firma ist erloschen, c) Bei der Firma Denner & Krumm, jGibtzen: Die Firma ist erloschen, d) Bei b«. Firma Eierteigwarenfabrik Dießen, Duellschaft mit beschränkter Haftung & Co. (Kommanditgesellschaft) in Gießen: Kommanditist Julius BockSrvcker ist aus der Kommanditgesellschaft auSgeschieden. Die Gesellschaft ist durch Beschluß vom 1. Oktober 1924 mit Wirkung vom 20. September 1924 aufgelöst und in Liquidation getreten. Kaufleute Hans Grieb in Gießen und Georg Bocksrocker daselbst sind zu Liquidatoren bestellt. Die Liquidation ist beriidet und die Firma erloschen, ebenso die Zweigniederlassung Schmalkalden.
Gießen, den 20. Dezember 1924. 10305c Hessisches Amtsgericht.
-------- 10174c
Für die Feiertage: All • !tt • KW Bettelluusea frei Haus. Televbon 119. Großer gedeckter Auto-Lastwagen geht Montag, den 29. d. M. nach Darmstadt Dienstag, den 30. d. M. zurück nach Gießen
Bekanntmachung.
3n unser Handelsregister Abi. B wurde heute bei der Firma Vereinigte Getreide- Händler, Gesellschaft mit beschränkter Haß hing in Gießen folgendes eingetragen: Die Firma ist erloschen. 10307c
Gießen, den 12. Dezember 1924.
_________Hessisches Amtgericht________
Arbeitsvergebung.
Für die Feldbereinigung Langd soll Wontag, den 29. Dezember 1924, vormittags 10 llhr, auf dem Rathaus zu Langd die Räumung des Bachgrabens auf 200 Ifd. Meter Länge vergeben werden.
Die Verdingungsunterlagen liegen auf Hessischer Bürgermeisterei offen, wohin die Angebote pro Ifd. Meter Räumungsstrecke verschlossen, mit entsprechender Aufschrift versehen, postfrei bis zum Erössnungs- tennin einzureichen sind.
Zuschlagsfrist 3 Wochen.
Gießen, den 20. Dezember 1924. Hessisches Kulturbauamt.
H. Steinbach, Reg.-Baurat. 103110
Allgem. Ortskrankenkasse
Gietzen-Stadt.
Die rückständigen Beiträge zur Krankenkasse, Invaliden- und Erwerbslosenversiche. rung für den Monat November 1924 können noch bis zum 30. Dezember d. Is. ohne Kosten bezahlt werden. Nach Ablauf Lieser Frist erfolgt Beitreibung und Kostenberechnung. Die Einzahlung kann Dienstags von 8-1 Uhr bei unserer Kasse oder auf unser Postscheckkonto, Amt Frankfurt am Main Nr. 10833 erfolgen.
Gießen, den 23. Dezember 1924. [10324c Mllgem. Ortskrankenkasse Gießen-Stadt.
* H. Hinkler, Rechner.
ZNWMW.
Montag, den 29. Dezember d. J., vormittags 11 Uhr, werde ich in Gladenbach
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öffentlich gegen Barzahlung versteigern. Kaufliebhaber wollen fich im Hotel zur Post einfinden. 103201)
Rudolph, Obergerichtsvollzieher
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