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1. wenn der Beginn deS Hunde. besiyeS vor den 1. Juli fällt

2. vom 1. 3ult ab .... .

für jeden Hund.

Für den mehr ochen Hunde- besitz werden folgende Zuschläge erhoben: \ für den zweiten Hund . . .

drillen ....

. . vierten .....

ufro., so dah für jeden weiteren

2 7. Dezember Sonntags- den staatlichen Durcaus.

Bekanntmachung.

Detr.: Gemeindehundesteuer.

Durch Vesthluß der Sladtverordneten- Dersammlung oom 22. Dezember 1924 wird die Gemcindehundesteuer für daS Kalenderjahr 1925 wie olgt sestgefeht:

Auszahlung her 2H1111hrrcn t e n. Das Postamt teilt unS mit. hab die Militär renten für den Monat Januar bei den Postanstab len bereits am 27. Dezember zur ÄuSzabiuni gelangen.

mmengestrim. Lm A-D-Ifell» roten Abg äfiöenten 2T>g üfter Dt. 3a|ptt } mit dm

nde zum QBD()k fle, 3uiQmmcn|ei)ung bd andere 3u|dmmen.

4 Das jetzige Di­ne Aemter nie« wurde auf morgen mit bir Sagrtord» der Mlgtteder der

Dachdem seitens der Aeich?regierung für den 27. Dezember 1924 Sonntagsdienst angeordnet wurde, hat das Gesamtministerium beschlossen, dast für den genannten Tag her Dienst in den staatlichen Dureaus wie an Sonntagen zu regeln ist. ____

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O Die Gewährung von Unterstüt­zungen an Staatsarbeiter. Den Lohn- dcdicnstelen der ftaatL Heil- und Pilcgeanstaltcn ist nach einem D.lchlusse de« Gcfamtministeriums die gliche ilntcrftürung und unter den gleichen Bedingungen zugelvrochen worden, wie sie für die Ichten allgemeinen ilntctft Übungen an Be­amte der Gruppen IVI festgclegt worden sind.

in der Kirche.

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Zuschlag sich verdoppelt. Die Höhe des Zuschlags regelt sich wie oben unter 1. und 2. nach dem Zeitabschnitt, in dem der mehrfache Hun^ebesih einaetreten ist.

Die Zahlung der Gemeindehundcsteuer hat mit der staatlichen Abgabe bei der | Finanzkaste )u erfolgen.

I Ferner wird noch darauf hlngewiefen, dast, wer die erfolgte Abschaltung eines Hundes bis spätestens zum 31. De­zember 66. IS. bei der Stadlverw I- |

I «ung - Stadthaus Bergstraße 20, Zim- ! mer Nr. 13 - schriftlich oder mündlich ! angezeigt hat. von der Entrichtung der, Hundesteuer 1925 befreit bleibt. 10364D I Giehen, den 24. Dezember 1924.

Der Oberbürgermeister: Keller.,

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Einladung zur ErstänznngSwabl des Vor­standes der israol. Religious- gcmrinde (tzicsien.

ES wird zur Kenntnis der Interessenten gebracht, dah in Genrästheit der Bestim­mungen der Wahlordnung für die Wahl deS Vorstandes der israelitischen Veli- gionsgemeinde Giehen vom 4. August 1S"1 infolge Ablaufs der Wahlzeit deS Mitgliedes Herrn LiegmundAof en bäum eine Ergänzunaswad l notwendig geworden ist und dah diele Wahl

Sonntaa, den 28. Dezember 1924 im Sitzungssaal deS Gemeindehauses in der Lonystra e dahier stattstnden 'oll.

Alle nach § 2 und 6 der Wahlordnung Stimmberechtigten werden zu dieser Wahl mit dem Vemerken emgeladen. dah die Abstimmung in den Stunden von 10 Uhr vormittags bis 1 Uhr mittags stattfindet.

Zum Wahlkommistar wurde Herr Tbelf Vaer ernannt

Giehen, den 22. Dezember 1924.

Der Vorstand der israelitischen Aeligions- gemeinde Giehen.

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Gießen, hen 24. Dezember 1924.

NZeil) trachten.

Dichte Menschenscharen drängen sich durch die hn Däininergrau liegenden Strahen, am Abend füllt Helles Urcht aus den Schaufenstern aus die wogende Menge. An den Dtraheneden werden Tannei'bäume zum Verlaus angeboten, ihr Dust erinnert an den deutschen Wald und an die Som­merzeit. Die Sisenbahnzüge sind überfüllt, heim­wärts hecht die Lo ung der Reisenden, unter denen die Jugend überwiegt. 3n den Häusern, wo Kinder lind, ein geheimnisvolles Aaunen und Flüstern, ein beglückendes Heimlichtun und Ver­bergen von Dtngen, hie bis zum heiligen Abend der Sicht entzogen werden sollen. Dann an diesem Abend die Stille aus den Straßen, die Freude unter dem Lhristbaum. daS Gefühl deS ©ebotgen- feinS unter lieben Menschen. In den Kirchen er­klingen alte Lieder. Die Kunst malt Maria mit dem holdseligen Angesicht und der heiligen Mut- terfreuhe tn den Ge ichtszügen. ADrecht Dürer. Ludwig Aichter, Audols Schäfer zeichnen das deulfche We-.hnachtSfest: hen Gang zur Ehrist- metle, haS Lhoiachia'en und Singen vom Turm, den Jubel in den Häufern. Verschneit ist die Landfcha't, rotglühend geht die Sonne aus, ihr Schein spiegelt sich in den Fenstern. Die Sternen- nacht breitet sich aus. so still ist sie, dah man das Flügelrauschen her Engel, die die Heilsbotschaft bringen, zu hören glaubt. DaS allein ist deutsche Weihnachten.

So ost die Tage wiederkehren, in denen un­sere Dorsahren das Fest der Wintersonnenwende feierten, treten diese Bilder vor unS hin. werden diele Empfindungen In uns wach. Rechte Weih­nachtsfeier ist eS jedoch noch nicht, wenn man nur hen Stirnmungsaehalt deS Festes auf sich teilten läßt. Weihnachten ist her GeburtS'.ag Jesu Ehristi. Wie man an dem Geburtstage eines ©ro­ßen der Geschichte sich tlnrmaj)t, waS er für die Menschheit bedeutet, so sollen wir in diesen Tagen auch fragen WaS ist unS JefuS? Der. um den es sich hier handelt, hat zu seinen Lebzelten gesagt: ..Ich bin daS Licht der Welt, wer mit nachfolgt, der wirb nicht wandeln in der Finsternis, sondern wird daS Licht des Gebens haben" Das ist ein Wort von bedeutendem Gewicht. Wer fo redet, muh der Frage standhalten, ob er ö:e Wahrheit redet, ober ob man ihm alS vermessenen Phan­tasten an^ufehen hat. Die Geschichte der beiden letzten Jahrtausende gibt diesem Worte Jesu in vollem Umfange recht Königreiche sind in dieser Zeitspanne zusammengcbrochen, über philo-

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fopyt'che vyneme m man hinausgefchritlen. Theo- rten aller Art haben ihre Dc.tung cingcbüfU. Je- suS ist immer noch die größte Macht, ist un­wandelbar im Geistesleben der Menschheit. Don feiner Ethik kommt Icincr los, niemand lann feine Mahnungen iur Aächftenl.ebe, zum Fr eden, zur Varmherzialeit überhören, umb egen oder erschüt­tern. Ob einer sich auch alS Atheisten oder Zrei- henter ausgibt, ob einer sich auch von jeder kirch­lichen Gemeinschaft losgelöst hat, Jesu Ehre taflet er nicht an, er zweifelt nicht an der Aeinhcit helfen, der am Kreuze starb. Mit ernstem Ant- litze steht Jesus vor der Jugend, die hinaus in das Leben stürmt, er zeigt ihr die beiden Wege, den breiten Weg, der ins Verderben führt, und hen engen Weg. der §um ewigen Leben leitet Mancher spottet in luftigen Tagen über das Ge­richt im Jenseits, wenn es aber zum Sterben geht, wird er still im Gedenken an den, her sich in manchem gewaltigen Glcichni'fe als den Welten­richter bezeichnet hat. Tau'ende. die alles verloren hatten, was das Leben angenehm macht, haben, nachdem Ile Jefus gefunden hatten, mit Novalis gesprochen: .Wenn ich ihn nur habe, laß ich al'es gern " Schwache. n:eöergctretene Menschen haben sich des Ilpostels Paulus Wort ungeeignet .Ich vermag alles durch den, der mich mächtig macht. Christus." Und wenn solche Menschen auf Erden nichts mehr vor sich sahen, so sind sie doch nicht in der Finsternis gewandelt, sondern haben sich getrost zur letzten Heile geschickt, weil sie wußten, daß sie im Leben und im Tod dem Heiland an- gehörten. Wenn in die'en Tagen ungezählte Scha­ren nach den Gotteshäusern strömen, wenn sie in altehrwürdigen Domen betend zu Maria und zu dem .holden Knaben im lockigen Haar" aus- schauen oder in modernen Predigtkirchen der Ver­kündigung deö göttlichen Wortes lauschen, so ge- schicht es in demselben Glauben, der einst um das Jahr 1370 deutsche Christen an der Aord- und Ostsee fingen ließ:

Louest fiftu, Jesu Christ, Dat du Hute gheboren bist.

spd. Aeues Falschgeld. Im Frankfurter Verkehr tauchen leit einigen Tagen neue gefälschte Zwei-Dillionen-Gcheine aus. die schon bei ober­flächlichster Dcirachtung als Falsifikate erkannt werden. Der llntcrgrunh dieser Zalschscheine ist außerordentlich schlecht ausgesührt.

" Einbruchsdiebstahl. Der Poli.zei- bericht meldet: In her Aacht zum Dienstag wurde in das Kontor einer Kohlenhandlung in der Mühlstraßc durch bis jetzt noch nicht ermittelte Täter cingebrochen und dort nachfolgende Sachen entwendet: Eine Geldkassette mit braunem Farb­anstrich und verschließbarem Boden. In der Kas­sette befand sich ein Sparkassenbuch Ar. 2858 Bezirkssparlafse Gießen, lautend auf 920 Mk. für den Frauen acrein der Markus gemeinde in Gießen, eine Tifa;decke. Leinen, mit blauweißen Fransen: ein Rouleau: eine Decke, blau-grün mit roten Streifen und Fransen: ein dunkelgrüner Lo­denmantel: ein brauner Damenhut mit Baud: eine Kiste Zigarren, 50 Stück. Padung Lola Mon­tez: eine Kiste Zigarren. 50 Stück, Packung Pa­scha: zwei Kisten Zigarren, je 25 Stück, Packung Weltperle, sowie zwei Mark Kleingeld aus her Tagesla se Vor Anlaus der Sachen wird ge­warnt. Sachdienliche Mitteilungen nimmt die Kri­minalpolizei entgegen.

Q Die Zollämter in Friedberg und Rauheim. Wie wir hören, hat das Reichssinanzministerium entschieden, daß die Zoll­ämter Friedberg und Dad-Rauheim bestehen bleiben.

* 3m Oberheffischen Kunstverein ist die Ausstellung Kasseler Künstler nur noch bis zum 4. Januar 1925 geöffnet, und zwar am 1. und 2. Feiertag, sowie am 28.. 29., 31 De­zember. 1. und 4. Januar von 11 biß 1 Uhr.

D i e Hessische Apoihekerkammer hat auf ihrer letzten Tagung eine Kommission mit den Vorarbeiten für die Gr richtung einer Liters- und Hinterbliebenen-Der- sorg ung für hessische Apotheker be-

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Jch habe seit vielen Jahren auf die Notwendigkeit der Kalidüngung gedrungen!'

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traut. Vie Errichtung enter erbet«11« wurde beschlossen. Ferner wurde eine Entschttz^ ßung gefaßt, die an b<e hessische Aegterung ge­richtet werden soll, wonach die Liste herntt gegebenen Artikel nicht erweitert werden dürfe und den KrankeTtkafsen die Selbstabgabe untmaat werden soll.

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Tage^kalenderfü'.Donnerelae (1. Feiertag). 2iaht:beater: 6 , Uhr. .Mutter- legende". Lichtspielhaus: .Pat und Patachcu» und Die kleine Tänzerin . - Palast-Lichtspiele (.^rchenplay): ..Seelcnhandcl Astvria-Licht- spiele: .Sem größter Feind.

Tageskalender für Freitag (2. Feiertag). Stad'.theater. 3 ihn uDer Ehe- spiel!)aus, Vadnhosstraßc: ..Ein gelährtiche» Abenteuer". P..last'Licht'viclc. Kirchenplatz: Seelenhandel'. Aftoria-Liäntpiele: .©In Kind der freien Liebe".

AuS dem Stadttheaterbureau wird uns geschrieben. Das Programm Iür die Feiei-tage bietet groll Abwechslung (siehe auch Anzeige). Am ersten Feiertaa wird im Abonne­ment Mngcrä ergretfenho .M utterl egende gegeben, in der jur Steigerung der Wirkung nod) einige Kürzungen vorg?n?mmen werden sind. Dci zweite Feiertag. (26. Dezember - bringt sir.-t Werke heiterer Art nachmittags den .Ehe streik", abends den Schwank .11 n s e r e k 1 e i n e F r a u" Am Samstaa. 27. Dezember, wird nachmittags 3' Uhr daS Marcix'nfp'.el .Schnützelbuy- Häusel ober 'S i c Abenteuer des Lach- Hannes und des Muctenschnappers wiederholt und am Adeiid zum letzten Male Georg Kaifc-rs amüsante ..Kolportage" gegeben. Am Sonntag, dem 28. D-zcmber, findet nur eine Abendvorstellung statt, in der ein neuer Schwank von Frederich un? AnbertS .M e i n Vetter C d u a r d" zur Aussühruna gelangt. Bei der sorg­fältigen Vorbereitung dürfte das übermütig»- Werk auch hier Lachstürme entfesseln wie In Leipz­ig, wo eS monatelang den Sp'.elplan beherrschte.

Wehnachtsfeiern finden statt 1. Feiertag. Ruderclub Hassia 1906, 6 ilbr bn Bootshaus Männerchor Harmonie-Gemüt- lichkei 17 Uhr Kathol. Vereinshau«. Alters­vereinigung 1871 21 7'/ ilbr Saalbau Sauer.- 2 Feiertag: Radlahrer-Verein 1835 71/« ilbt Hessischer Hrf. - Freiwillige Feuerwehr 7 ilht eaalbau Sauer. Turnvrrein 1846 7*/ ilhr Turnhalle Verband reifender Kaufleute 7l/e Übr Hotel Schütz. Gefangverein Herterkeit 4 ilbr Liebigshöhe.

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