Seltsame Flitterwochen.
Vornan von 2trn>(2> Fredericks
26- Fortsetzung. (Nachdruck Derboten.)
-Er wollte feinen Namen nicht normen Gr Jagte, es sei in wichtigen Geschäften."
„QBo ist er jetzt?"
-2m Empfangszimmer."
Stapleton stand auf. „Entschuldigen Sie mich einen Augenblick," sagte er *.
Tie Diblkthek war vom Empfangszimmer durch einen kurzen Gang, eine Art Alkoven getrennt, der mit einigen lchwe en Vorhängen verhängt war. Grace sah still und axmete auf Stapletons Rückkehr. Da bemerke sie baf) sie deutlich Horen tonnte was im andern Ra imc vor- ging. Einen Augenblick dachte sie dar>n in den Vorraum zu gehen, als ein oder zwei Worte ih e Aufmerksamkeit erregten und sie sofort an die Vorhänge trat, um aufmerksam eine sehr bemerkenswerte Unterhaltung zu verfol e r.
Der Mann, der nach Staple'on gefragt hft e, stand im Empfangs raum nahe bei einem br.i e i Fenster, von dem aus man die Strafte drauhen überfah. Er war grrft und ziemlich stark ce^aut aber was Graces Aufmerksamkeit am meiste, erregte, war fein dichter schwarzer Dort. Sie erkannte in ihm sofort den Mairn, der in Valentins Zimmer eingestiegen war und die Zigaretten gestohlen und der später den Wagen geführt hatte, der sie nach ihrer (Sntfüfyrung nach Paris zurückbrachte.
Er sprach ruhig und bestimmt auf Stapleton ein, als ob er nichts Wichtigeres, als etwa das Wetter bespräche.
„Herr Stapleton," tagte er, „ich foote Ihn«, Sohn in meiner Gewalt. Er ist ganz gesund. Och gab lohnen Gelegenheit, ihn gestern nacht wiederzubaben, aber Sie benützten ’.e nicht."
„2ch tat, was ich konnte," rief der Bankier erstaunt aus und bezwang fern Verlangen, den Kerl am Kragen za packen.
„Tas kann ja lein, aber mein Vorhaben wurde vereitelt. Sie hielten sich nicht an meine Vorschriften."
„Doch. Dis aufs Tüpfelchen."
Der Vlann runzelte die S.irne. „llmwtig, darüber jetzt Worte zu verlieren," brummte ec. „Ich will Ihnen noch eine Gelegenheit geben, die letzte —"
„Sie verdammter Erpresser."
Der Mann mft dem schwarzen Bart erhob die Hand. „Monsieur," sagte er ruhig, „dah S e s ch aufregen, bringt Sie nicht weiter. Wenn Eie 2h>.en Jungen wieder haben wollen, hören 6;c, was ich tage.“
„Gut! Vorwärts!"
„Erstens will ich keine Einmischung der Polizei oder des Duvall, den Sie angestellt haben."
Staple'on trat erstaunt zurück. „Woher wissen Sie, dah er für mich arbeitet ?" fragte er.
„Das sind meine Sachen, Monsieur: cs genügt Ihnen, dah ich es weift. Wenn Sie je Ihr Kind wieder zu sehen Höf,en, tun Sie be'fer daran, auszut^assen, was ich zu sagen habe, und meine Vorschriften buchstäblich getreu auszuführen." Seine Stimme war barsch und drohend. Stapleton beiXutete ihm durch eine Hand bewegt! ng, fortzufahren. Er war zu aufgebracht, um sprechen zu können.
„Morgen abend um diese Zeit — acht ilhr — komme ich hierher, in die es Haus, und frage nach Ihnen. S e werden mir in eifern Päckchen hunderttausend Dollar geben. Ich werde das Geld hier nachzähten, ob es stimmt Dann gche ich zu Fuh zum Triu:nphbogen, was ja nicht iveii ist. Dort warte ich auf ein Auto, das mich abhol t, und fahre darin weg. Komme ich ohne jeden Zwischenfall fort, so wird Ihnen innerhalb einer Slunr-e eine Adresse tclepformiert, wo Sie Ihren Knaben finden werden. Wenn ich nicht unk.-*- hindert fortgelange, wird Ihnen nicht telephoniert und Sie werden Ihr Kind lebend nicht Wiedersehen. Das ist die letzte Gelegenheit, Herr Stapleton. Ich versichere Ihnen, daft es sehr wichtig ist, dah nichts versucht wird, mein ungestörtes Entkommen morgen abend zu verhindern."
• Einen Augenblick war Grace unentschlossen, was zu tun sei Sie befürchtete, dah ein Eingreifen beim Stand der Din e das Wohlergehen des veimihten Kindes beeinflussen würde. Doch war ihre Pfticht als Polizeiagentin klar. Sie muhte versuchen, den Mann verhaften zu lassen, ehe er das Haus verlieh.
Sie wuhte, dah sie nicht auf die Strafte gelangen konnte, ohne durch die Tür des Empfangsraumes zu gehen, in dem Stapleton und fein Besucher sie sehen würden. Es blieb ihr nichts anderes übrig, als zu telephonieren. S.e eilte in die Zelle, in die man durch die Tür an der Hinterwand der Bibliothek gelaigie und von der sie wußte, dah sie den Fernsprecher enthielt. Einmal in dem engen Raum, schloß sie die Türe aus Angst, die anderen könnten etwas hören; dann rief sie die Präfektur an. Lesevte war nicht da, aber sie machte einen feiner Gehilfen
mit der Sachlage bekannt urib bat ihn, sofort einen Mann h^rzusenden
ES würde wenigsten- zehn Minuten, trtel- leicht länger dauern, bis der Mann im Auto kam. Was sollte sie tun. um den Besucher so lange aufzuhalten, bis die Polizei da tixue?
Diese Frage wurde gai z unerwartet für sie gelöst Als fie die Türe der Zelle öffnete, um in die Bibliothek zu gehen, flieh fie -ufällta an einen Stuhl Das Ger.iusch wurde zugleich von Stapleton unb ’ieinem Tcuijev toerrommen. Der erstere, der Graces Anwc enheit in der Aufregung ganz vergessen foatie, e lchien plötzlich im Durckrgang zwischen den zwei Zimmern.
„Kommen Sie hierher, Fräulein Goncvurt," fagte er ernst.
Grace betrat den EmpfongSvaum. 'Der Mann mit dem schwarzen Bart f.ü> ihr frech ins Gv- ftcht. „21b! Eine Vertreterin der Polizei vermutlich. Also iit unser Gespräch belauscht worden, Herr Stapleton?"
Der 'Bankier war höchst aufgebracht und wandte sich an Grace. „Haben Sie zugehört?" fragte er.
.Ja."
„Dann verlange ich, dah Sie sich auf feinen Fall cinmischen. Diesmal will ich, Ihnen allen zum Trotz, meinen Iu gen haben.'
Grace erwiderte nichts Sie betrachtete den Schwarzbärtigen, der sie unbeirrt anstarrte. „Ich denke, ich will g?foon." bemerkte er
Grace sah ihn mit überlegenem Blick an: „Sie können das Haus nicht verlassen," sagte sie. „Cs ist bewacht. Wollen Sie es doch tun. so schlage ich Lärm."
' (Fortsetzung folgt)
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Aus den Waldungen der Gemeinde Reiskirchen soll nachstehendes Rutzholz im Wege schriftlichen Angebots vergeben werden.
Fichtenstämme 2. Kl. 4Stück = 9,53Fstm.
3. „ 26 „ =43,26 „
4. „ 28 „ =30,17 „
5a» „ 47 „ =28,28 „
„ 5b. „ 76 „ = 22,28 „
Das Holz ist mit der Rinde gemessen, jedoch entrindet bis auf zirka 15 Festmeter und lagert in den Fvrstorten Wal- bersberg, Ronn und Schlieberg. Vorherige Besichtigung erwünscht. Spätere Einwendungen werden nicht berücksichtigt. Angebote find in Goldmark getrennt nach Sortiment und Klassen mit der Aufschrift .Holzsubmisswn" bis spätestens Dienstag, den 28. Oktober, nachmittags 1 Uhr, bei unterzeichneter Bürgermeisterei einzu- reichen, woselbst auch die Derkaufsbe» dingungen e ngefehen werden können.
Zuschlagsfrist 3 Tage.
Reiskirchen, den 22. Oktober 1924.
Hessische Bürgermeisterei Reiskirchen.
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irische
Pfund 2.50 Mark (024497
Milch, Liter 32 Pf.
Molkerei Ruv-ertenrod, Kietzen
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