Ausgabe 
24.10.1924
 
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2 Tage, über stehen, und so 12 viS 24 uiti> 48 Stunden länger dem Verkehr entzogen werden.

Reichst»ahndirettion geftattet die De- und Entladung auch außerhalb der gewöhnlichen Dienststunden. Es liegt im Interesse der allge­meinen Wirtschaft, tote auch im Interesse des ein­zelnen, wenn jeder Verfrachter mit allen Mitteln dafür sorgt, daß die gestellten Wagen schleunigst be» uno entladen und so schnell wie möglich wieder in Umlauf gebracht Lxrben. Wenn auf diese Weise die Beschleunigung des Wagen Umlaufs und damit die baldige Beseitigung des Wagenmangels nicht erreicht werden kann, würde sich die R e ichsbahnoerwaltung zu ihrem Bedauern gezwungen sehen, die Wagenstandgelder betracht- tüy zu erhöhen

Landkreis Gietzen.

t Al lendvrf a. b. Qba., 22 Oft Zu unse­rem Bericht in Qlr. 243 über die Versammlung des DienenzüchlervereinsLumdatal" ist noch berich­tigend nachzutragen, daß der in diesem Sommer neugegründete V ie n e n z ü ch t er der e in inLumdaden FlamenOberesL u mda tal" führt und dem Oberhessischen Bienen- züchterverein angeschlossen ist. Das hiesige Pfarrhaus wird gegenwärttg einer gründlichen Erneuerung unterzogen, so daß man Wohl mit einer baldigen Besetzung der Pfarr­stelle, die schon feit 3uni d. Is. oeiHxnft rst und von Treis aus verwaltet wird, rechnen kann

* Lich, 23. Oft. Der Beamtenabbau treibt sonderbare Blüten. 3n Butzbach' werden zwei Oberförstereien zu einer vereinigt. Es wird dadurch kein Personal gespart, denn nun muh das vergröherte Forstamt mit zwei höheren Forst- beamten besetzt werden. Aber man hat doch a 6 g e b a u t" und die Wirkung ist, dah das Heer der Pensionäre und damit der Umfang der vom Staat zu leistenden Ruhegehälter immer gröher wird. Das ist aber erst der Anfang vom Liede. Die abgebauten Beamten sitzen oft­mals in Dienstwohnungen und können bei der herrschenden Wohnungsnot dem Aachfolger nicht Platz machen. Der Staat ist aber nicht in Ver­legenheit zu bringen. Es wird einfach für den in Butzbach abgebauten Forstmeister ein Wohn­haus gekauft: in Lich bietet sich eine solche Ge- lHenheit. Dort erwirbt der Staat für 28 000 QHarf eine Villa als Ruhesitz für den pensionier­ten Beamten!! 3a, der Staat muh abbauen muh sparen! Währenddem geht der seit kurzem nach Lich versetzte neue Direktor der landwirtschaftlichen Schule in Lich umher und sucht eine Wohnung. Es soll in Lich noch ein billiges" Haus zu verkaufen sein, wie wäre es, wenn der Staat noch einmal seinen grohen Geldbeutel auftun würde, denn was man dem pensionierten Beamten zugesteht, wird man dem im Dienst befindlichen wohl nicht ver­sagen können. Der Steuerzahler fteilich kann angesichts solcher Taten eine gewisses Angstgefühl nicht loswerden: wer wills ihm toetberrfen. Dah die Wohnungssuchenden von dem Vorgehen des Staates nicht sehr erbaut sind, kann man sich denken. Es wäre bei der grohen Wohnungsnot besser gewesen, wenn der Staat die 28 000 Mark zu Reubauten verwendet hätte. Drei schöne Wohnungen hätten mit dem Gel de neu errichtet werden formen, und dann wäre nicht einem Beamten, sondern dreien geholfen gewesen.

df. Langsdorf, 23. Oft. Wie verlautet, soll Lehrer L e i d i ch am selben Abend, an dem ihn die Vereine durch einen Fackelzug und eine Abschedsseier ehrten, der Kirchenvorstand dem langjährigen Organisten sein Lebewohl und den Dank der Kirche ausgesprochen haben. Eine grobe Mehrheit unserer Einwohnerschaft hätte es begrübt, wenn das nicht so ganz in der Stille vor sich gegangen Ware. An Gelegen­heiten hat's ja nicht gefehlt.

t Grünberg, 23. Oft. Anläßlich des To­des Theodor Kochs hat die Stadt Grün­de r g folgendes Schreiben an die Frau des Entschlafenen gerichtet:Sehr verehrte Frau Pro­fessor! Tief erschüttert haben wir von Ihnen die Rachricht erhalten, dah der uns allen so teuere Herr Professor T he o d o r Koch-Grünberg bei einer Forschungsreise nach Brasilien in Mankos an Malariafieoer verstorben sei. Wir verlieren in dem Verstorbenen den berühmtesten Sohn un­serer Stadt, der ihren (Hamen durch ganz Deutsch­land unb in die fernsten Gegenden des Auslandes getragen hat. Der Gemeinderat hat deshalb be­schlossen, dah die gegenwärtig im Bau begriffene Straße zwischen Londorfer- und Gießener Straße den (Romen Theo-Koch-Strahe führen soll. Ihnen, verehrte Frau, sowie Ihrer Familie sprechen wir im Romen der Stadt Grünberg unser herzlichstes Beileid aus. Bürgermeisterei Grünberg. 1.21.: Fuldat."

Kreis Alsfeld.

-er Homberg a. d. Ohm, 22. Oft. Das Wetter der letzten Tage schien dem Kalten Markt günstig zu werden, dennoch setzte gegen 10 Uhr leichtes Regenwetter ein. Der Vieh- und Krämermarkt war trotzdem gut be­sucht. Es waren gegen 300 Schwede angefahren.

die Tämtito) Käufer fanden: daS Stück kostete durchschnittlich 25 Mk. Der Krämermarkt spielte sich zu beiden Seiten des Marktplatzes and der Hauptstraße mit vielen Verkaufsständen ab. Zum Kaute waren Kleidungsstücke, Stosse, Schuhe, Töpfe, ©ma {[ett>aren, sowie Gegenstände des täg­lichen Bedarfs, Spiel- und Zuckersachen aus­gelegt. GlückSpakete und glückverhnßende Briefe für Damen und Herren, auch Mittel für Zahn- und Kopfweh waren zu haben. D sonders ver­stand esder wahre Iakob", das Publ.kum anzu- locken und zum Kaufe zu ermuntern. E.n elektrisch getriebenes Karussell mit einem .Lukas" fehlte auch nicht. Die Iugend konnte im Frankfurter Hof das Tanzbein schwingen, und die Königseer, ein oderbaycrifcheS Bauerntheater, sorgten in ter Stadthalle für angenehme Unterhaltung Der Kauf war im allgemeinen rege, und die auswärtigen. Verkäufer verliehen befriedigt unser Städtchen. Die Spielgemeinde des Dühnenvolks- bundes mit dem Sitz in Gießen spielte am Sonntagabend in unserer Stadthalle daS Lust­spiel .Meister Andrea" von Emmanuel Geibel. Die Darsteller gaben ihre Rollen vorzüglich, so daß die Besucher mit wohlverdientem Beifall lohnten. Möge es uns vergönnt fein, die an­gehenden Künstler bald weder zu sehen und zu hören.

Kreis Büdingen.

-+- Aus dem Riddatal, 23. Oft Die Iäger flogen in diesem Herbste ganz beson­ders über schlechte Zeiten. Sowohl Feld­hühner als Hafen haben stark unter der spät- sommerlichen Rässe gelitten, so daß es dem Iäger leicht gemacht ist, an Pulver und Blei zu sparen. Das zur Strecke gebrachte Wild ist im allgemeinen mager und klein. Die Zigeuner, die eben wieder stark die Landstraßen bevölkern und den Hausfrauen gelinden Schrecken einjagen, sind die zuverlässigsten Vorboten für die Rähe des Ortenberger Kalten Marktes, wo sie ate gerissene Pferdehändler und -kenner auf­treten. Schon Wochen vorher sehen sie sich mit Wagen und Wägelchen, Kind und Kegel in Marsch, um, ohne sonderliche Eile, aber recht­zeitig in Ortenberg anzukommen. Auf der Sttahe Orter bergSelters recht sich am Vorabend des Marktes Wagen an Wagen, und Helle Feuer wärmen die dunkelbraunen Gesellen.

Starkenburg und Rheinhessen.

Darmstadt, 22. Ott. (WTD.) Der Berg­sried der Burgruine Starkenburg, der seit 900 Iahren dem ihn umgebenden Teil der Bergstraße ein charakteristisches Gepräge gab, ist heute nachmittag gesprengt worcen. Der riesige Turm war baufällig geworden, so daß er für die Umgebung eine Gefahr bedeute.e. Da das Ab tragen n.cht möglich war, mußte das große Dauwerl gesprengt lverden. Den b ftori- schen Moment w. hnten Vertreter des Staat s und der Provinz, sowie Tausende von ouichauern bet Der Turm sank in einer Minute in sich zu­sammen, ohne daß auch nur ein einziger Stein ge­schleudert wurde.

Hessen-Nassau.

][ Marburg, 22. Oft. In Anwesenheit von Regierungsvertretern aus Kos el und Wies­baden, sowie zahlreicher Abgeordneten der Orts­gruppen tag'.e gestern und heute im Landgrafen­haus der Landesverband Hessen-Ra s- sau des Deutschen Ren tner bu n de s. 2luch der Hauptvorsihende Funke aus Berlin wohnte den Verhandlungen, die General a D. Vogel aus Kassel leitete, bei. In dem Haupt­vortrage, den Dr. P o l l i g f e i t aus Frankfurt hielt, behandelte dieser die Frage der F ü r* s orgeverordnung und ihre Auswir­kung mit besonderer Berücksichtigung der Kleinrentnerfürsorge. Er wies daraus hin, dah infolge der Verhältnisse in Deutschland rund 6 Millionen Menschen zu den Hilfsbedürf­tigen zu rechnen feien. Die Hauptaufgabe der Ortsgruppen liege darin, die Wohlfahr^säm er zu unterstützen. Seine Ausführungen wurden durch den Mitberichterstatter v. C o l o m b aus Kassel unterstützt. Frl. Schrader aus Kassel und der Vorsitzende sprachen überDie pri­vate Fürsorge als Ergänzung der öffentlichen Fürs orge", Magist.a.sa sesscr Voß aus Marburg überSteuern und Fürsorge" und Rechtsanwalt Schönberg aus Kassel überDen Stand der Aufwer­tung" die durch die Reichstagsauflösung w hl wieder hinausgeschoben sein dürfte. 21m zwei e i Derhandlungstage beschäftigte man sich in der Hauptsache mit den g schäft.ichen A igelegenhn en und dem Stand der ci zelnen Ortögru per, deren Vertreter eingehende Berichte gaben UeberS?an= desverbandSarbeit" sprachen Frl. Schrader aus Kassel und Dr. Kramer aus Frankfurt, wäh­rend Frl. Dutte aus Kassel über die Kasseler Verkaufsstelle des. Bundes berichtete. Wahrend viele Berichte die Gage der Rentner als ver- befserungsbedürftig bezeichneten, führte der Ver­treter von Bad Homburg aus, daß man dort in vorbildlicher Weise ihoen Wünschen und Röten Rechnung trage. Ein ge eiliges Zusannnen-

jetn, veranstaltet von der Marburger Ortsgruppe, schloß sich heute an die Tagungen Für morgen sind Besichtigungen der beigen Sehenswürdig­keiten in Aussicht genommen.

Kirche und Schule.

Dorfkirchen-Tagung.

nd. Ridda, 23. Oft. Die heutige 7. Ta- gungderDvrfkirchenvereinigung dcS südlichen Oberhessens wurde im Garn- brinussaale hier um 10 Uhr mit Ehoralgefang unb Gebet eröffnet. Dekan Scriba von Eichelsdorf begrüßte die zahlreich erschienenen Teilnehmer, ganz besonders den Superintendenten Geh. Ober- konftstorialrat D. Peters en aus Darmstadt. Hieraus ergriff Oefonomierat Lembke aus Ber­lin zu seinem (Bortrag überHeimat unb Hcimat- pslege" das Wort und führte etwa aus: Die Qanb l ch m.^cht manchen heimatlos, während dem Heimatllebenden feine Heimat auch feine Welt ist, die sich nicht durch Raturschönheiten oder an­dere Vorzüge auSzeichnen m u h. Durch Selbst- erlebtes wußte der Vortragende in herzlicher Weise die seelische Beziehung der Heimat zum Menschen zu schildern und gab dann ausgezeich­nete Hinweise, wie durch Sammlungen von Hei- matschähen, durch Volkslieder, Volkstänze, Volks­trachten «ohne Schaustellungen), heimatliche (Bau- Welse und durch tätige Nächstenliebe die Liebe zur Heimat gepflegt werden kann, wenn nicht nur gezeigt wird, was die Heimat früher war, sondern auch was sie jetzt ist. Großer Beifall wurde dem Redner gespendet. Einen sehr tiefgründigen, mehr w.ssenschaftlichen Vortrag hielt alsdann Biblio­thekar Dr. Koch von Gleßen, in dem erInnere Widersprüche und Schwierigkeiten des Heimat- gedankens" behandelte. E.ngehend suchte der Red­ner zu beweisen, daß einen Christenmensch die Heimat ganz erfüllen darf und knüpfte an diese Begründung die 2Iufgaben, die dem Seelsorger und Dvllserzieher dadurch er­wachsen. 2ln der Hand von Skizzen auf einer Tafel erläuterte der Vortragende, wie ein Mensch durch fortwährende Steigerung des Heimatgefühls von der äußeren Heimat zur inne­ren - Vaterland, Heimatsort, Heimathaus. Seele, Gott geführt werden könnte. Der Dorffriede wird ihm zum Gottesfrieden. Auch diesem Redner wurde reicher Beifall zuteil. Den letzten Vortrag hielt Pfarrer Mahr von Gießen über-das Thema: Heimatpflege und Kirche". Einleitend begründete dieser Redner die Forderung, daß Heimatpflege zur Kirche gehört und Dorskirche nicht Dauern- kirche bedeutet, sondern damit das deutsche Volks­tum gemeint ist, sei es in Dorf oder Stadt. Im zweiten Teil seiner Ausführungen erläuterte der Vortragende eingehend die prattischen Aufgaben, welche den Geistlichen zur Hebung und Belebung des echten Volkstums zrckommen, wie Ausgestal­tung der Festgottesdienste u. dgl., nichtum mehr Leben in die Bude zu bringen", wie manche Spöt­ter behaupten mögen, fonbern um die Gesinnung und damit das Handeln der Menschen zu veredeln. An die Vorträge schloß sich eine rege Aussprache, wodurch noch einige Ausführungen recht beher­zigenswerte Ergänzungen erfuhren.

Turnen, Sport und Spiel.

Tagung der Deutschen Sportbebörde.

In Eisenach fand die diesjährige Tvgung der Deutschen Sportbehörde statt. Die Termin- liste für bad Iahr 1925 wurde wie folgt festgesetzt: ANg meine Frühjahrswettkäu e 22. März, Deutsche Waldlauftneister chaft 5. Avril, Großstaffelläue 24. Mai, Landeswroairdsmeistet° schäft 12. 3uti, Deutsche Meisterschaften (Einzel- und Staffelmeisterschaft) 1. und 2. August. Der Länderkampf gegen die Schweiz für den 23. Aug. Tie Zehnkampfm ftster chaft. verbündea mit den Frauenmeister chaften und dem Ma.ni hon lauf für den 6. September. Für den 4. Oktober wurde die Deutsche Gehmeisterschaft und für einen noch nicht bestimm.en Termin als neue Meisterschaft eine 25-Km.-Meisterschaft im Laufen auf der Dahn festgesetzt.

Reben der Tagung des Technischen Aus­schusses traten der Vorstand des Hauptausschusses und der erst kürzlich gegründete Durnausschuh zusammen. Ter Technische 2lusfchuß, ter sich in der Hauptsache die Behandlung der Frauenftage angelegen sein lieh, setzte infolge der im ver­gangenen Iahre gomach en Ersah.ungen die Lauf­strecken für Frauen ga z bedeutend herauf, so dah nunmehr folgende Strecken zugelassen werden: 50, 75, 100, 200, 300, 400, 500 und 1000 Meter. Für Iugendliche wurde die Höchstgrenze auf 200 Me er festgelegt. Gleichzeitig fand auch die Erhöhung der Strecken im Waldlauf für Frauen bis zu 3000 Meter Genehmigung. Das Meisterschafts- Programm erfuhr eine Erweiterung um einen Treilampf, bestehend aus einem lOO-Meler-Lauf, Weitsprung und Schlagballwurf. Reben den ver­schiedensten Fragen wurde zur Vornahme der deutschen Teilnehmer an der nächsten Olympiade im Jahre 1928 die Verpflichtung eines Reichs» | trainers beschlossen. Zum Austragsort der Deut­

schen KampNpiele im Iahre 1926 wurde Köln gewählt, um so Westdeutschland als besetztes Ge­biet, das bisher stets zurückstehen mußte, auch wieder einmal zu berücksichtigen.

Buntes Allerlei.

Ein Held der Lust.

Eine todesmutige Fahrt durch die Lüfte, zusammengekauett auf der Tragfläche eines mit 65 englischen Meilen Stundengeschwindig- kett vorlvärtSsaufenden Aeroplans, mit einer Hand das beschäfttgte Drosselventil eines Mo- <vrs regulierend, machte ein französischer Me­chaniker, Marcel Richard, der durch fein ener­gisches Eingreifen das mit sechs Passagieren besetzte Flugzeug vor einer Katastrophe be­wahrte. Dieses mit den Taten der Film- akrobaten wetteifernde Schauspiel verfolgten die Teilnehmer der Fahrt atemlos aus den Kabinenfenstern. Das Fahrzeug hatte auf der Fahrt von London nach Paris noch iaum 10 Minuten seines Fluges zurückgelegt, als das Drosselventil versagte. Der Mechaniker kletterte hinaus auf die Tragfläche und ver­suchte den Schaden mit einem Stück Draht auszubefsern. Da dies nickt gelang, entschloß er sich. daS Denttl mit der Hand offen zu halten. So kauerte er auf der Maschine nieder, und halb auf dem Flügel liegend, legi: er die mehr als halbstündige Fahrt bis Hyihe zurück, wo eine Rotlandung erfolgte. ViS dahin setzte die Maschine ihren Flug mit voller Geschwindigkeit fort, gegen einen starken, sich ihr entgegenstellenden Wind ankämpfend. Der Mechaniker wippte auf seinem unsicheren Platze bei jedem Luftstoß, der die Tragflächen erzittern machte. Trotz dieser abenteuerlichen Fahrt machte er sich, kaum daß der Aerovlan den 'Flughafen erreicht hatte, an die AuS- besserung des schadhaft gewordenen Drossel- venttlS, so daß die Maschine binnen kurzem ihre Fahrt fortsetzen konnte.

Büchertisch.

Das Deutsche Reichsheer. Organi­sation unb Laufbahnen nebst Anlagen von Haupt­mann Ludwig von der Leyen. Verlag von Zuck- schwerdt & Eo., Derlin-vteglitz, Schloß str. 41. Preis 1,50 Mk. Mancher (Bater, der sich seiner Dienstzeit mit Fanden erinnert und der feinen Sohn gern Soldat werden lassen möchte, mancher junge Mann, der Lust dazu hat, im Heere einzu­treten, hat sich schon überlegt, wo er wohl Aus­kunft über manche Fragen b. kommen kann, d e er vor solchem entscheidenden Sch.itt gern beant­wortet haben möchte. Ein Wegweiser für solche will das vorliegende Buch sein, das c;ne knr;< Zusammenstellung über alle Fr age i des Heeres bringt. So wird "eine kurze Zus.mmenstcllung über alle diese Fragen manchem willkommen fein und einem mehrfach gefühlten Bedürfnis abhelfen Das Buch kann bestens empfohlen we den.

* Klassische deutsche Erzähler. Das schönste und interessanteste Erbgut unserer klassischen Rovellisttk legt der Tempel-Ver­lag in seiner schönen und allbekannte i Reihe der Tempel-Klass:ker vor. Die 4Crzähler- bände, herausgegeben von Professor Dr. Iulius Zeltler, entgiften Liebes­geschichten, Merkwürdige Geschich­ten, Verbrechergeschichten und Wun­derbare Geschichten. Ieder Klassiker ist mindestens mit seiner besten Erzählung repräsen­tiert. Es ist in der Tat sehr abwechsl ng^reich, wie hier Kleist, Grillparzer, Arnim, Hebbel, Gotthftf, Mörike, Halm, Stifter, Eichendorfs, Heine, und selbstverständlich auch Goeth.-, sich zum bunten Strauße vereinen. Die Bände kommen ganz be- svTrders dem Bedürfnis nach kurzer Lektüre ent­gegen, wie sie ja auch einzeln käuflich sind. Eine solche Reihe ist geeignet, der jeweiligen Stim­mung und Laune des Lesers auf das Liebens­würdigste entgegenzukommen. Die Bände find auch nicht pedantisch geordnet, sondern in c ner sehr mannigfaltigen Art schließen sich nach einem inneren Zusammenhänge die Rovellen zusammen. Es ist zu betonen, daß man auch manche nem gefundenen Werte im Reigen biefer Begeben­heiten findet. In ihren schönen, farbigen Ein­bänden sind die Tempel-Sczäh er in der Tat eine ungemeine Verlockung zum Lesen, und es ist verblüffend, welches Leben uns aus jedem ein­zelnen Stück dieser Sammlung entgegensprüht.

Kirchliche Nachrichten.

3fr. ReligionSgemrinde. GotteSd.t. d. Synagoge (6übanL). Samstag, den 25. Oktober. Vorabd. 5.00. morg. 9.00, abds. 5.20 u. 6.00.

3fr. ReligionSgefellfchaft. Sabbatfeier, 25. Ott. Freitag abd. 4.45, Samstag Dorrn. 8.30, nachm. 3.30, SabbatauSgang 6.00, Wochengottesdienst morgens 6.45, abends 4.30.

Krine letten.

verbreitetste FußäbeL!

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Lfienuw V. Iflt

Dr. med. Brandauls

(geagesdi.)

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Fußpflege nctdi bewährten nwtiy Batet

nie Hauptursache so vieler Krankheiten wie Katarrhe aller Art, Schnupfen, Husten, Heiserkeit im Sommer wie im Winter, Mandelschwellung, Zahn­schmerz, Rheumatismus, Gicht, Podagra u. a. rn.» sind kalte Fuße. Oft verhindern kalte&e nachts stundenlang den Schlaf, stets verringern sie im Beruf die Leistungen. , ,

Kein anderes Mittel beseitigt auf Grund ärztlicher Wissenschaft dieses meist unbewußt getragene liebel so restlos wie die tausendfach bewährte (so - warm- Fußpflege. Seit Jahrzehnten im Arzneischah. Geradezu wunderwirkend selbst in schwersten Fällen. Emfachste Handhabung.

Nicht zv verwechseln mit den zahllosen Bädern, Salben, Pulvern usw., die kaum lindem, geschweige denn beseitigen. _

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