Ausgabe 
24.5.1924
 
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Samstag, 24. mal 1924

Gießener Anzeiger (General-Anzeiger für Gberheflen)

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Schmerzen und scheidet die aus. Klinisch erprobt

zu machen sein toirb, hängt in erster Linie davan ab, inwieweit derartige Einrichtungen einen tourt3 schoftlichen Ertrag liefern können.

Die Isolierung der Vitamine.

Reuhorker Blätter bringen die (Ankündigung, dah dem Professor an der Columbia-^lniversrtat Dr. Walter Eddy eine wichtige Tat gelungen ist, nämlich die Isolierung der Vitamine. Bevor Eddy nähere Angaben über diese Entdeckung machen toirb, erklärt die amerikanische Chemische Gesellschaft, das) es sich hier um einewissen­schaftliche Leistung von allergrößter Bedeutung handelt. Aach ihren Angaben istder neue Stoss durch alle allgemein angenommenen wissen­schaftlichen Kriterien definitiv erwiesen. Er ist kristallinisch, besitzt einen Schmelzpunkt bei 233 Zentigraden und hat alle Eigenschaften eines Vitamins. Die chemische Untersuchung zeugt, daß der Stoff 43 Proz. Kohlenstoff, 8 Proz. Wasser­stoff etwa 25 Proz. Stickstoff und etwa 24 Proz.

I Sauerstoff enthält." Dieses Vitamin findet such in der Bierhefe im Verhältnis von 1:40 000 Teilen. Wird es aus der Hefe entfernt, so verliert diese ihre Gärfähigkeit, erhält sie aber sofort wieder, wenn auch nur ganz geringe Mengen des Stoffs

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H. Recht und Weltanschauung heißt kleines im Verlag von Z. Bensheim er in Mannheim erschienenes Büchlein des Mün­chener Professors der Rechte, Fritz van C a l k e r Ein geschriebenes Gesetz ist notwendig; nur so ist Rechtssicherheit möglich. Dies Gesetz kann aber zweifellos nicht alle Einzelfälle berücksichtigen. Hier muh der Richter die Lücken ausfüllen. Wo er im Gesetz Fehler findet, muh er sich als Rechtspvli- tiker zeigen und dafür kämpfen, dah das Verkehrte zugunsten eines idealen Rechtes berichtigt wurd. Gibt es aber ein solches ideales Recht? Das Recht dient der Gestaltung des Lebens der Menschengemeinschaft. Die Antwort auf die ürage nach dem Zweck dieses Lebens gibt due Welt­anschauung; der Zweck ist, möglichst allseitige Entfaltung der menschlichen Anlagen zugunsten der Allgemeinheit. Dasselbe Ziel verfolgt aber auch das Recht als Regulator des Lebens. Ver­vollkommnung ist das oberste Prinzip jeder Rechtsentwicklung. Wie notwendig eine feste Weltanschauung für den Juristen ist. zeigt sich gerade heute in den Fragen der Strafrechtsreform, wie überhaupt jedesmal, wenn die le? ferenda zur Debatte steht. Das anregend geschriebene Buch­sein führt mitten in den Kampf der Geister um das Wesen des idealen Rechtes. Reben der i eigenen Anschauung des Verfassers sind auch die Gegenansichten in knappen, klaren Umriss en dar-

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Der Umschwung zum Besseren, der bereute am Schluß der vorigen Woche zu ve^eichnm war, hielt auch im Verlaufe der DeruMwoche weiter an. Allerdings ist unverkenn^ur dah due wirtschaftliche Lage, die bereits eine EnM^mmng erfahren hatte, sich wiederum zum Schlechteren gewandt hat. Die Hauptursache hierfür liegt m her Ausbreitungg und Länge des Ruhrkonfliktes Infolge Kohlenmangels waren zahlreiche zoster, Detriebe gezwungen, ihre Werke bzw- ganz stillzulegen. Die Metallundust-uie, due an und für sich schon schwer unter ber Fraickspeku lauüon zu leiden hat, wurde ebenfalls stark m Mitleidenschaft gezogen. So tauchten auch an der Börse von neuem Insolvenzgeruch.e auf. due für zwei Tage eine Senkung des Kursniveaus h^bei- zuführen vermochten. Doch konnte dies^?^^ ftonb nicht lange andauern. Man war sich un Börsenkreisen darüber klar^ dah die Kurse reits einen derartig niedrigen Stand erreicht ' hatten, dah ein allgemeiner toterer Rückgang durch nichts gerechtfertigt sein konnte. Ausland, namentlich England, s^^n Meinung anzuschliehen und versuchte sich zu billigen Kursen in deutschen Werten Mcm weih dort ganz genau, ^rh bie deutsche Industrie durch die umfangreiche Aiivestt^ung während der Inflationszeit über auherordent- lich stark ausgebaute Anlagen verftigt u^ daß ! zur Zeit nur der Mangel an liquidem Kapital bte Schwierigkeiten hervorruft. Man hat dort sehr richtig erkannt, dah die Entstehungs­ursache der Kreditnot eben in dieser Inflations­politik besteht. Im Grunde genommen, kann man immer wieder behaup^n, dah da ^ue Basis gesund, ernstere Befürchtungen kaum angebracht sind. Die gewaMgen Zinssätze 70 Proz. und mehr die zur Zeit für längere Darlehen ge­zahlt werden, könnten zum größten Tell ver­mieden werden, wenn such Handel und ^ubuftrue^ nebenbei gesagt, auch due Banken, entschließen würden ihre Bestände an Waren usw. abzu- stohen. Denn es ist einleuchtend dah es Vorteil Hafter ist, Waren mit, sagen tour 20 Proz., Verlust ^ verkaufen; als einen Kredit mut 70 auf­zunehmen. Eine andere Ursache ^r augenblick­lichen Unmöglichkeit, längere ^illa^kr^ite zu erhallen, ist ferner das außerordentlich Miß- trauen der Banken gegen eunen groben Teil des Wandels und auch der Industrie. Due meisten Schwierigkeiten bei größeren Bankinstituten sind bisher durch Ausbleiben fälliger Abzahlungen entstanden. Es ist nicht zu verwun^rn, dah das Dankgewerbe sich gegen derartige Eventualitäten au schützen sucht. Hieraus erklärt sich ^et ^Jtraß zu der Flüssigkeit des täglichen Geld- und dem absoluten Mangel Mi längeren

Krediten. Es ist anzunehmen, dah, l?bald such due Verhältiuisse weiter geklärt und ausländische Kre­ppe die ja nunmehr von privater Seite in Aus- fidet aestellt sind, genügend emgegangen sind, auch inländischer Kredit un ausreichendem Mähe zur Verfügung gestellt wird.

*

Umsätzen ungleichmähig. Vereinzelt erfolgten I i Glattstellungen der Spekulanten. Im allgemeinen 1 < ergab sich Aeigung zur Abschwächung, doch wür­ben anfangs Msener Steinkohlen um 3 Billionen. I Bochumer Guh um 3 bis 4 Billionen höher no­tiert Auch Phönixaktien waren fest und etwas ge­bessert Bedeutend niedriger stellten sich deutsche Kaliaktien nämlich um 4 Billionen Prozent. Bank­aktien waren gut behauptet. Don Schiffahrtsaktuen sind Hamburg-Südamerikanische Dampfschiffährt als gebessert hervorzuheben, deutsch-australische bähten ein Prozent ein. Im übrigen waren due Kursänderungen unbedeutend im Verlauf war kein Ansatz einer Belebung bemerkbar. Die De­visen wurden entsprechend der Warkfestigkeit im I Auslande meist etwas niedriger notiert, die Zu­teilung wurde für London von 2 auf 3 Prozent und für Stockholm von 20 aus 25 Prozent erhöht.

Märkte.

Berliner Produktenbörse.

Berlin, 23. Mai. (Wolff.) Am Produkten­markt machte die Besserung der Haftung eunge Fortschritte. Für Roggen zeigte such aus Muttel- deutschland und aus dem sonstigen Inlonde zu­nehmendes Interesse, so dah zumteil etwas er- höhte Forderungen durchgeseht werden konnten. I Hierdurch wurde auch der Weizen günstig oeeun- fluht, doch^ blieb das Geschäft darin sehr still, weil das Mehlgeichäft keine Besserung zeigt. Gerste wurde wenig umgeseht, auch Hafer war ruhig bei mähigem Angebot. Futterartikel änderten sich kaum im Preisstande bei geringem älmsotz. Es notierten je 1000 Kg.: Weizen, märt, 154 bis 157 (stetig), Weizen, mitteldeutscher, 153 bis 157 I (stetig) Roggen, märt, 128 bis 132 (stetig), Som­mergerste, Braugerste, 158 bis 168 (stetig), Winker-

I gerste Futtergerste, 145 bis 155 (stetig), Hafer, | märt, 127 bis 134 (stetig); für je 100 Kg. - Wei^ii- | mehl 21.50 bis 24.25 (stetig), Rvggenmehl 19 bus 21 (fester). Weizenkleie 9.299.30 (gefr.), Roggen- kleie 8 80 (gefragt), Raps 235 bis 290 (still). Lein­saat 390 (still). Viktoriaerbsen 20 bis 22.50, kleine Erbsen 15 bis 16. Futtererbsen 13 bis 14, Pelusch­ken 11 bis 12, Wicken 11.50 bis 13, Lupinen, blau, 11 bis 11 50. Seradella. alt, 13 50 bis 14.50, Sera- della neu. 11 bis 13, Rapskuchen 10. Leinkuchen 21, Trockenschnihel 8.70, Kartoffeln 3; für je 50 Kg. : Weizen- und Roggenstroh, drahtgeb. 1.20 bis 1.30, Haferstroh, drahtgepreh!, 1 bis 1.10. Gerstenstroh 1 bis 1 10 Häcksel 1.45 bis 1.60. Wiesenheu, gut, gesund und trocken, 2.40 bis 2.70, handelsübliches Heu 1.70 bis 2.00.

Frankfurter Getreidebörse.

Frankfurt a. M., 23. Mai. Es notierten je 100 Kg Weizen, Wetterau 16,25 bis 16,50, Roggen 14,25 bis 14,50. Sommergerste für Brau- zwecke 16,75 bis 17,75, Hafer, inländ. 14 50 bis 15. Weizenmehl, füdd. Spezial 0 25.50 bis 27,75, Roggenmehl 21,50 bis 22,50, Weizen- und Roggenkleie 9 bis 9,75 Mk.

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Berlin, L«.---- .c. .

Effettenbörfe fchloh in kaum zu überbietender Lustlosigkeit. Die Fragen polttischer und wirt­schaftlicher Art die die Börse m den letzten Tagen beunruhigt ha^en. haben noch keine Klärung ge­funden. Weder hat sich für die Regierungsbil­dung eine Parteimehrheit ergeben noch ist der Dergarbeitevausstand beigelegt und auch über bie Abwicklung der Engagements des Metallhan­dels ist noch nichts Entscheidendes verlautet. Die infolgedessen herrschende Unsicherheit hat die Börfenkreise zur weitestgehenden Zurückhaltung gezwungen. Die umlaufenden Gerüchte über große Verluste des Direktors einer Großbank wurden von der betreffenden Dank als grober Unfug und frevelhafte Fahrlässigkeit bezeichnet. Das Gerücht sei vollständig aus der Lust gegriffen. Die Kurs­bewegung gestaltete sich bei den ganz geringen

* Die Krediterteilung der Gvld- diskontbank. Wie wir tzren, kann der Ge­samtbetrag der bisher von der Dv^biskonbonk . cmsgegebenen Kredite auf über 3 Mill. PfunD Sterling geschäht werden. Ein toeuterer, nicht unerheblicher Betrag ist bereits ^bewilligt und dürfte der deutschen Wirtschaft baldigst fließen. Ferner schweben wegen her De^tfung ijeuer größerer Beträge Verhandlungen, bie aller Tor aussicht nach zu einem positiven Schluß ge langen dürsten. Es ist zu hoffen, baß damit ber deutschen Wirtschaft auf dem Wege über Kis Ausland die Mittel zugeführt werden, die über die augenblicklichen Schwierigkeiten in der Kapu talfrage hinw-ghclfen, um so mehr als auch in letzter Zeit nicht unerfreuliche Mitteilung bon privaten Lluslandskrediten in bre Oeffentlichkeiten gelangten. Allerdings sind bei solchen Privat- frebiten vielfach Zinssätze zu zahlen, dto erheb­lich über diejenigen der durch bie Dfft4ueneru üte[ len beschafften Anleihen hmaasgehen. Bei den

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Berliner Handelsgesellschaft. Eommerj- und Pnvat-Bank. Darmst. und Ralionalbank .

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Wirtschaft.

Die Kreditpolitik der Reichsbank.

Vor Vertretern der Presse gab Direktor Dr. Dalberg vom Reichswirtschaftsmini­sterium Erklärungen über die Kreditpoli­tik ab, die von der Reichsbank im Ein­vernehmen mit der Reichsregierung getrieben wird. Die Kreditrestriktivnen sollen fortgeführt werden. Sie begännen eben ihre Früchte zu tragen, da man am Devisen­markt eine wesentliche Erleichte­rung verspüre. Es sei bereits eine erhöhte Zuteilung an Devisen möglich geworden und man rechne für nicht mehr allzuferne Zeit mit einer vollen Zuteilung. Dies würde eine Reihe der wichtigsten BerteuerungSmv- mente in der deutschen Wirtschaft (Disvari- täts- und Repartierungsklauseln, Risikoauf­schläge usw.) ausschalten und damit einen der wichtigsten Gründe für die deutschen Aeber- weltmarktpreise beseitigen. Die Folge davon würde dann die Aufhebung der immer noch der deutschen Wirtschaft anhaftenden Sach- wertpshchose sein, die noch heute viele Kreise veranlasse, ihre Warenbestände unter allen Umständen in Erwartung einer neuen Teue­rung zu behalten und lieber schwere Zinslasten auf sich zu nehmen oder Effekten abzustohen. In der letzten Zeit seien für 2 Millionen Gvld- mark IZalutaefsekten wöchentlich an das Aus­land verkauft worden. Rur der Umlauf kon­kurrenzfähiger Waren zu Weltmarktpreisen könne die Passivität unserer Handelsbilanz bessern. Die Reichsbank sei außerdem zu einer größeren Kreditgewährung garnicht in der Lage, da ihre Kredite heute schon mehr als das Anderthalbfache der 1913 der Wirtschaft gewährten Kredite betrügen. Eine erhebliche Erleichterung schaffe die Gvlddiskontbank, die bisher 3 Millionen Pfund an Krediten ge­währt habe und wegen eines weiteren größe­ren Betrages aussichtsreiche Verhandlungen führe. *

Börse und Geldmarkt.

9efte1 S ie Kriegsgeschichte des ehern. Inf. - Rgts. Kaiser Wilhelm t2. Großh. SS e f f) Ur 116 erscheint in den nächsten Tagen beim Verlag Gerh. Stcilling, Oldenburg. (Heraus­gegeben vorn Offizier-Verein des ehern. ->.°R. 116.) Der Verfasser: Professor H u ß, Karlsruhe t. C8. ber im Rovernber 1914 mit einem Trans­port von einigen ßunbert babischen Ersatz-Mann­schaften zum Regiment kam und den Krieg bis zum Ende in seinen Reihen als Leutnant, Ab,u- tant Komp.- unb vertretungsweise als Batls - Führer mitmachte, hat in unermÄ>luchem Fleuß, glänzender Darstellung unb ganz hervorragender älebersichtlichkeit das Ruesenmaterial geordnet and niedergeschu-ieben. so daß das Reichsarchiv dem Offiz -Verein I. R 116 mitteilte,wir können Sie zu einem solchen Verfasser nur beglückwünsch«.

Kirchliche Nachrichten.

Evangelisch« Gemeinden.

Gießen. Sonntag, 25. Mai. Rogate. Stabt- kirche. 8: Zugleich Christens, f- d. Reukonsirrn. a. b.

I Matthäusgern. Pfr. Mahr. 9'/,: Pst. Becker. 11: Kinderkirche f. d. Markusgern. Pst. Becker. Io° hanneskirche. 8: Zugl Christenl f. d. Reukonf. a. d. Lukasgem. Pst. Bechtolsheirner. 9 Mr-Ausselb.

11: Kinderkirche f. d. Iohannesgern. Ausfelb. 8- Bibelbesprech. im Iohannessaal Pst. Adolph.- Wieseck. Sonntag 9'/,: Glockenweihe. 11: Kinder» kirche; 8: Gemeindeabend. Kirchberg. 10: Kirch­berg: Kollekte f. ev. Anslandsgemeinden. 11: heil. Abendm. f. Daubringen. 1',: Mainzlar.

Katholisch« Gemeinden.

Gießen. Samstag, 24. Mai. 4V, u. 7 Deichte. Sonntag, d. 25. Mai. 67, Beichte, 7 Messe, 8 Korn., 9 Hochamt m. Pred., 11 Messe m.Preb., 27, Christen, lehre u- Andacht. Dienstag u. Freitag abds. 8 Mau- andacht- Grünberg. Sonntag 9", Messe m. Pred

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Erhöhung der Devisenzuteilun­gen? Die Devisenanforderu ngen an der Berliner Börse sind gegenwärtig auf etwa 1/4 der Beträge zurückgegangen, die noch vor ungefähr 4 W)chen benötigt wurden. Die Reichsbank hat dadurch die Zuteilung kürzlich bekanntlich bereits von 1 auf 2 Proz. erhöhen können, und man gibt sich in maßgebenden Kreisen der Hoffnung hin, baß in nächster Zeit in rgscher Folge eine weiters Erhöhung in der Zuteilung von Devisen erfol­gen kann.

** Thyssen-Betriebe stillgelegt. Die Thhsfenwerke haben sich wegen Kohlenmangels gezwungen gesehen, das Hüttenwerk Hamborn- Bruckhausen, welches 1300 Arbeiter beschäftigt, und das Werk Dinslaken mit 4000 Arbeitern stillzulegen. Die Stillegung der Hauptwerke in Mühlheim ist nur noch eine Frage von Sagen.

Börsenkurse.

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Schweizer Noten .....

Französische Noten........

Dänische Noten Schwedische Noten Holländische Noten ------ Deutsch Oesterreich, ä 100 Kronen Amerikanische ytoten.......

Englische Noten..........

Stalienische Noten.........

elgische Noten..........

Ungarische Noten . -.......

Tschechoslowakische Noten Norwegische Noten........

Rumänische Noten.........

Spanische Noten

Hefe zugesetzt werden.

Büchertisa,.

Gießener Strafkammer.

Gießen, 20. Mai. Am 16. Febr. 1924 faß der Bäcker Georg Bruder von Gießen I mit einem Bergmann Raumann in einer I Wirtschaft in der Sonnenstraße. Raurnaim ßuelt ben Bruder frei Als er einmal nach dem Büfett ging und seine Brieftasche auf dem Tisch liegen ließ, nahm Bruder sie an sich und steckte sie ein. Erst als ein Dritter den Raumann, der alsbald seine Brieftasche vermißte, darauf 'aufmerksam machte daß Bruder sie eingesteckt habe, gab sie dieser heraus. Bruder gab dies bei seiner polizei­lichen Vernehmung zu, bestritt nur, Geld aus der Brieftasche genommen zu haben Weg^u Ruck- falldiebstahls angeklagt, verurteilte ihn das Schöffengericht Gießen zu 6 Monaten Ge­fängnis; es hielt feine nachträgliche Angabe, er habe lediglich einen Scherz machen wollen, für eine Ausrede. Die Strafkammer schloß sich dieser Auffassung an und verwarf bie Berufung bes

Das Schöffengericht Lich hatte ben Maurer Heinrich Sänger von Lich und seine Ehefrau wegen gemeinschaftlicher unberechtigter Jagd- ausübung zu 3 M 0 naten Gefängnis bzw. 100 Milliarden Mark Geldstrafe verurteilt. Ihre Berufungen wurden verworfen; auf die Berufung \ ber Staatsanwaltschaft wurde das Urteil Mbin ! abgeändert, daß die Ehefrau zu einer Geld- ft ra f e von 30 Mk. verurteilt und außerdem auf Einziehung des bei der Tat verwendeten Hundes erkannt wurde. Die Strafkammer stellte tu Uebereinftintmung mit dem Schöffengericht fest, baß Sänger im Juni 1923 einem Reh, das sein Hund gefangen hatte, den Hals abgefchnitten habe, bann flüchtig gegangen fei, als Waldarbeiter hinzukamen, und später am Rachmittag zusammen mit seiner Frau mit Hilfe des Hundes das von ben Waldarbeitern versteckte Reh aufgesucht und sich angeeignet habe.

Vermischtes.

Mit dem gestohlenen Auto in den Tod.

Deuthen, 22. Mai. (WB.) Wie die -Ober- schlesische Zeitung" aus Kattvwitz erfährt, entwen- I beten vergangene Rächt zwei Diebe aus einer verschlossene Garage ein Auto und fuhren in schnellstem Tempo in der Richtung ber alten I Grenze davon. In der Rahe von Ochojetzt verlor ber Lenker die Herrschaft über das Auto. Dieses I sauste saustegegeneinenDaum und wurde I zertrümmert. Die Diebe wurden später in einem Graben 101 aufgefunden.

Rundfunk auf der Eisenbahn.

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Der Rundfunk steht im Begriff sich em neues Gebiet zu erobern: die Eisenbahn. Lange . Eisenbahnfahrten durch einförmige Gegenden be- Derliner Dors«. beuten qualvolle Stunden stur zahlreiche CRep

23. OKai. 23örfenftimmung6bin>.

mS ©enüge 8u tun. Ein- rntercHante OteuCTung in biefer Richtung wurde in den letzten Tagen durch dl- Stana <$rid> F. §ut6 -miz-n D-r- tvetei-n der Reichsbahn im O-Zug Hrrrnburg Berlin vorgeführt. An jedem Sitzplatz eines Ab­teils war ein Kopfhörer angebracht mit bem der Rundfunk des Doxhauses in Berlin aufgmuom- men werden konnte. Der Empfang war m Bezug auf Lautstärke und Reinheit, unabhängig von der Entfernung von Berlin, ausgezeichnet, und erfuhr durch das Geräusch des Fahrens keinerlei Beein- I trächtigung. Zur üebertragung des Rundfunks i wurden die Einrichtungen mitbenuht die von der Firma vor einiger Zeit für die bekannten Zug- telephonieversuche hergerichtet wo üben fmb. Ob die Neuerung für das reisende Publikum nutzbar

ün Billionen Prozent

Frankfurt n 9)1.

Berlin

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Datum:

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Banin

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Berlin, 23. Mai___________

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