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Kreis Wetzlar.

t * Wetzlar, 23. Mai. Mit dem unglück­lichen KriegsauSgang toar unserer Unteroff i- Äiers chule ihre Bestimmung genommen. Der Hochwertige Dcm auf der Höhe im Osten der Stadt Konnte aber nicht leer stehen. Die Stadtverwaltung toar daher bemüht, den gesamten Komplex in anderer Weise wertvoll auszunuhen. Das ist ihr

Sachen. ,

Die erste betraf einen jungen Menschen von hier der wegen Diebstahls bereits mit zwei Mo­naten Gefängnis vorbestraft ist. gegen den ein Fürsorgeerzichunqsbeschlutz bereits erlassen wurde, der sich aber seit etwa V/s Jahren zur Zu­friedenheit seines Arbeitgebers geführt hat. Er arbeitete Enoe März l. H. auh einem Acker in der Aähe des Wistmarer Stegs und bemerkte dabei, datz ein in seiner Aähe tätiger Landwirt seinen Rock abgelegt hatte. Er schlich sich, von einer Erdwelle gedeckt, heran, entwendete aus dem Rock einen sehr erheblichen Geldbetrag und kaufte sich alsdann dafür eine Reihe von Klei­dungsstücken und anderen ®egenflänben. Mit Rück­sicht auf die Veranlagung des Jungen, die ihn in sein altes Laster zurückfallen lieh, wurde auf vine Gefängnisstrafe von drei Mona­ten unter Strafaussetzung bei vierjähriger Bewährungsfrist erkannt. .

Drei Wochen Gefängnis erhielt ein junger Arbeitsmann aus einem Aachbardorfe, der

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Amtsgericht.

Gießen, 16. Mai. Ein Unteroffizier des hie­sigen Regiments hatte in der Zeit, in der er Fou­rier war, mehreren Soldaten a. a. je eine wollene Decke und je em Handtuch übergeben. Als er später von ihnen Quittung über die verabfolgten Sachen verlangte, waren in dem Bestandsbich je zwei Decken, je zwei Handtücher und je ein Trink­becher als ausgegeben mit Bleistift verzeichnet. Die Soldaten machten den Fourier auf diese un­richtigen Angabeii aufmerksam, worauf er die da­stehenden Zahlen durchstrich und mit Bleistift die richtigen danebenseyte. Daraufhin quittierten die Leute in dem Bestands buch den Empfang der Sa­chen. Kurze Zeit darauf stellte sich bei der Ueber- gabe der Bestände an einen neuen Fourier heraus, daß die früheren falschen Zahlen nachträglich trotz­dem wieder- eingetragen worden waren, und zwar dieses Mal mit Tinte. Zur Rede gestellt, gab der seitherige Fourier zwar zu, die falschen Zahlen mit Tinte eingeschrieben zu haben, führte dies jedoch auf einen Irrtum und ein Versehen zurück. Das Gericht schenkte ihm jedoch keinen Glauben, sondern verurteilte ihn wegen Urkundenfälschung zu drei Tagen Gefängnis. Offenbar hatte er die Fälschung begangen, um damit den Fehl-

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Im Vereinslokal Scbipkavaft". Wegen der Wichtig» keit d.Tagesordnung wird uni vollzählig. Erscheinen gebeten.

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Montag, den 26. Mai cr., nachm. 2 bis 4 Ubr im Ver- kaufsiokal, Ober­realschule,

Ausgabe der Mitgliedskarten für 1924. Der Jahres- beitrag beträgt2Mk. labgezähltmitbring.F An der .^ohlenver- sorgung können nur Mitglieder tetlneh- men, die im Besitz einer grünen Mit­gliedskarte sind. 0117,8

Mil!«

Wir bitten unsere Mitglieder sich recht zahlreich am Stif­tungsfeste deö Ge- sangüvereins Gon» rordia zu beteiligen. Zusammenkunft z. StommerS Samstag abend 8 Uhr. Zum Festung Sonntag mittag 1 llhr je im Bereinölokak. Gin* tritSkarten sind dort» selbst zu haben.

Der Vorstand.

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sich an einem Kmoe einer urffittlichen Handlung schuldig gemacht hatte. Er ist nicht vorbestraft und offensichtlich der Versuchung eines Augen­blicks unterlegen. Da ein Verbrechen m örage kam und eine Erziehungsmassnahme Nicht genügte, muhte auf eine Freiheitsstrafe erkannt werden.

Ein hiesiger Lehrling, der seines uabvtmatzi- gen Wesens wegen in einer Fabrik nicht gut tat und infolgedessen bei den älteren Arbeitern mcht wohlgelitten war, beging alsbald nach seiner Ent­lassung in dem Lager der Filiale des Konsum- Vereins dahier einen Diebstahl mittels Emsteigens und entwendete hierbei Likör, Schokolade und dergleichen in erheblicher Menge. Er wurde zu zwei Monaten Gefängnis verurteilt. Da er z. Z. in der Landwirtschaft tätig ist und Klagen über ihn noch nicht laut geworden sind, wurde er, wie solches auch bei dem vor ihm ge­nannten Jugendlichen.der Fall war, des oe- * uu.y^.t Strafaufschubs teilhaftig Ne Dewäh- rungsfrist wurde auf vier Jahre festgesetzt. Gleichzeitig wurden Erziehungsmastregeln ange­ordnet, hinsichtlich deren der Dormundschafts- richter demnächst weitere Entschliestungen treffen

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nt zäher, zielbewusster i«rveiL tn schönster Voll­endung gelungen. Heute beherbergt unsere S p i l- burg, fv heitzt die ehemÄige Unterosfizierschule fortan, eine ganze Schulstadt. Inmitten des Platzes ist ein schönes Stadion geschaffen wor­den. Damtt ist in Wetzlar einem seit langer Zeit tn die Erscheinung getretenen fühlbaren Mangel abgeholfen. Das Verdienst für diese Tat kann unser Stadtoberhaupt, Bürgermeister Dr. Kühn, in Anspruch nehmen. Am 23. Mai soll nun das Werk die Weihe bekommen. Damit wird zu­gleich eine Wetzlarer Sportwoche eröffnet, die ein sehr reichhaltiges Programm bringen wird. Die Sportwoche dauert vom 2 3. bis 31. Mai. Räheres über die vorgesehenen Darbie­tungen ist im heutigen Anzeigenteil des (Siebener Anzeigers" zu ersehen. Man gibt sich hier der Hoffnung hin, zu dem Sportfeste recht viele Einwohner von G testen und Umgegenb als Gäste in unserer Stadt zu sehen.

Hessen-Nassau.

Höchst a. M., 22. Mai. (WTD.) Der während des Ruhrkampfes von den Franzofen ausgewiesene Bürgermeister A s ch von Höchst hat jetzt die Erlaubnis zur Rückkehr erhalten. Asch hat seine Tätigkeit als Bür­germeister bereits wieder ausgenommen.

fett efrrigö Ärü Ctmntag religiöse Un­terweisungen für die Jugend und B v r t r ä g e Lber GlaubervSfragen für Erwachsene statt, die ein Kaufmann aus Frankfurt hält, der sich in uneigennütziger. Weise in den Dienst dieser Sache gestellt hat.

Kreis Schotten.

F] Laubach, 22. Mai. Die Feier des H«,NIch«n ,aanbiugen&bunb°s. ->er Deutsche Tag, am 24. und 25. ds. Mts., der ursprünglich (ruf derHalle", dann auf bem Rotenberg" stattfinden sollte, ist nunmehr end­gültig auf denRamSberg' verlegt worden Eine sehr schöne Medaille aus Aluminium mit Ansicht des Schlosses berechtigt zum Zutritt zu den Festlichkeiten; Kunstmaler D a r n a s hat eine reizvolle Umrahmung des Programms der Fest- Uchkeiten mit Ansichten aus Laubach geschaffen. Fm Vordergrund des Interesses stehen der ä e st- zug und die bengalische Deleuchtung des Schlosses. Der Festzug; stellt sich (um 11 Ubr beginnend) auf der Licher Straste auf und wird um 1 übt marschieren. Er wird Dar- stellunaen auS dem Landleben bringen (Ernte, Spinnstube, Kirchweihe usw.). Die Laubacher Gruppe wird das Solmser Rationalfest, den

Ausschutz" bringen. Dis jetzt sind gegen 5000 Festgäste gemeldet. - DerSain (Sudseite per Stadt), der vor 3Vr Hahrzehnten noch aus lauter Gartenland bestand, wird in diesem Som­mer noch ganz bebaut werden. Die beiden Bauplätze südlich vom Gymnasium, zwischen der Oberförsterei und der Klenze-Kastanie (benannt nach dem berühmten Architekten Leo v. Klenze, der hier herrliche Gartenanlagen geschaffen hatte) zwerden mit 2 Wohnhäusern bebaut, so datz die .Front des neueren Ghmnasialbaues noch hervor- tritt. Bei dieser Gelegenheit wurde wieder Mauerwerkgefunden , eine Fortsetzung der vor drei Jahrzehnten gefundenen Ueberrefte des

Alten Hofes". Dieser ist um das Hahr 1400 ausgegangen. Alte Bilder von etwa 1600 zeigen hier schon hochstämmige Bäume. Ein chaussierter Weg wurde hier 1894 ^gedeckt, der durch den £1475 angelegten Stadtwatt unterbrochen wurde, also älter jtts die Stadtbefestigung ist.

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Ein landwirtschaftlicher Verwalter aus W i e- se ck war im August 1923 in einer Privatklagefache vor das Schöffengericht als Zeuge geladen. Hm höhere Zeugengebühren zu erhalten, gab er an, er sei auf einem Gut in der Rahe von Friedberg beschäftigt. 3n Wirklichkeit war er aber nur etwa 5 Tage dort gewesen und alsdann entlassen wor­den. Olucfii hatte er schon mehrere Tage vor dem Termin im Hause seiner Mutter in Wieseck ohne deren Wissen übernachtet. Da ihm vom Gericht geglaubt worden war, hatte er die Reisekosten und höhere Zeugengebühren erhalten. Rachträglich wurde die Sache angezeigt, und er erhielt wegen Betrugs durchs Strafbefehl eineWocheGe- ä n g n i s. Den hiergegen eingelegten Einspruch nahm er in der Hauptverhandlung wieder zurück. Wegen Mitzhandlung des Rachtwächters in .

Lang-Göns und wegen Hausfriedensbruchs | OtnFien wurden zwei Arbeiter und ein Bäcker von da zu Geldstrafen von 7 5, 60 und 50 Gold- mar k verurteilt. Auherdem erhält der eine von ihnen wegen Beleidigung des Rachtwächters . -

eineWocheGefängnis. Von der Anklage wiro. der Verursachung von ruhestörendem Lärm wur- den die Angeklagten freigesprochen. . Dem Belei- <£111316«. SpOtf llttb SptCl. Maten wird die PublikM-msbefugmz »uerlannt. . Giehen-r schwtmmveretn er- t , z öffnet seine diesjährige Saison am nächsten Sonn-

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Hess.Bürgermeisterei Watzenborn-Steinberg

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Der Voranschlag der Feldgemarkung Ober-Steinberg liegt vom 22. d. M. ab 8 Tage offen. Einwendungen können wahrend dieser Zeit vorgebracht werden. (Es wird eine Umlage erhoben, wozu auch die Aus­märker beizutragen haben.

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