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Schüler.
mang Zü&bida, malet CBerfcSfi'- Hand-el -jni fchoftlkchen tocr’x'.
tterj den [an&tt)i.rt- u ß n t F | c n günstig fein
Wie uns von Dr. Damaschke mit geteilt wird, sind alle Rachrichtcn über eiaeneWahl- llftcnöcrSodenreformer für die Reichs- tagswahlLTl unrichtig. Denn eine neue Partei ihrem Rumen die Bezeichnung „Bodenreform"
Dei'rtche Zentrumspartei, Deuischnationale Bollspartei, Deutsche Dollspart ei, Deutsche Demokratische Partei, Baverische Dollspartei, Kommunistische Partei Deutschlands der Bezeichnung Liste her KommunistenX
Bayerischer Bauernbund,
Von ihr erstrebten Voltsfoifertum rerstehe. ;'3r bcfiirayoitete die Erfülkangspolttii auf Cc.rt Wege verständiger Verträge mii der Gnteitte, o^äucch allein ein er-trägliches Be hältnis zum 2lusland htrgesteltt weiter könne Mit einem Appell cur seine Zuhörer, bei de. Wahl gsichlossen far öto sozialdemokratische Liste ei.^uuetcn, schlost öec Redner feine etwa halbstündige, sehr beifällig
Christian Vusch.
Tine Erinnerung an Öen „einigen“ Giessener Studenten.
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äuMü sm den Milchen LuchM 1 Stadt 5°deS genannt, «rtv dieser^ fto ®toi, »drellbürg.r M Töbelin
DeuischvöDsche Freiheitspartet und Ratto- nafto iasi^ttsche Deutsche Arbeiterpartei, Deutsch^Hannoversche Partei, llnabhäigige Sozialdemokratische Partei, Bund der Geusen, Th istlich-Sosiale Vo lksgemein schaft, Deutsche Arbettrtech.mLrtxrrtei, Deutschsoziale Partei, > Freiwirischaftsbund,
F. F- 5..
Häusser-Bund.
Rartonalliberale Bereinigung (unter der Bo ^tchnung Landlifte),
Mieterschutz und Bodenrecht (unter der Bezeichnung Partei der Mieter),
Rationale FreiheitSpartci.
Nationale Minderheiten Deutschlands, Repub i anische Partei Deutschlands, Sozialistischer 'Bund.
Richtzugclasfen wurden, weil die Vor- Aussetzungen nicht erfüllt waren, die Reichswahl- : sck-läge folgender Wähler gruppen: Parteilose , Wietschaft^gruppe. Bayerischer Mittelstands- BEkd. Srettcir .schaftsbund. F. F. F. (in der au« Veuruppin versvätet eingereichten Fassung), Deutscher Diacttsbürgerbund.
Michelstadt Dr. Otto Keller zum Oberftuhie** direktor an dem Wolfgang-Grnft-Ghmnasi um In Büdingen, mit Wirkung vom 28. April 1924 ab: der Studienrat an der Oberrealschule zu G i e h e n Dr. Georg Faber zum ObcrftuNen» direktor an dem Lehrerseminar In Friedberg, mit Wirkung vom Lage des Dienstantritt« ab; der Studienrat an der Liebigs-Oberrealschale zu Darmstadt Dr. Albert Qtreuber zum Studiendirektor an der Realschule in Grünberg, mit Wirkung vom Sage des Dienstantritts ab; der Studienrat an dem Lehrerseminar zu Friedberg Dr. Karl Weiner zum Studiendirektor an der Oberrealschule i .G. in Michelstadt, mit Wirkung bom 28. Avril 1924 ab. — Das Gesamtministerium hat den Oberlandesgerichtsrat Dr. Güngerich für die Dauer des von ihm z. Zt. bekleideten Amts zum Mitglied des BerwaltungsgeriäitshofS er«- nannt. — Am 8. April wurde der Ehemiker bei der chemischen Prüfungsstativn für bte Gewerbe Dr- Leonhard W a l t e r zu Darmstadt mit Wir- hing bom 1. April 1924 an zum Direktor her chemischen Prüfungsstation für die Gewerbe zu Darmstadt ernannt.
Pah. Bunte mancher fagen: Welche-. Krrll -^in, Christian batte auch noch andere b"ssero Etgenschiften. als tte des Trinkens und Rauchen«. So war Ch isiian ein begeift eiter Verehrer dar Stau Musika. Sein Instrument war die ließe jtote. dy> er beherrschte und der C<ana in edelster Form war ih.n ein Lebensbedürfnis, w« wohl aus der anderen Seite die Tabakspfeife ^jahrzehntelang war er ein treue«, eifriges Mit- güeD des akademischen Gesangvereins. E-s gab teure Oratoriumaufsührung, bei der er nicht aÖ cme Stutze des 1. Tenors milgesungen hätte und vn 5irvnho:usschen Quartett“ sang er gllichfal S Heitig. Als einstens einige Mitsiibr b^ Letzteren eine Sangesioar nach Oberhesie.a machten, um sich dort horc-.r zu lassen, mcrEte Christian unmittelbar nach seiner Abfahrt im Bakinhore Last er feine liebste „LörecheSpeif" — vergesse« chrtte Christian war „berftinunt“ — mit Mühe brachten ihn Sie Freunde dazu, in dem Kasino eines nahen Amtsstädtchens mitzusrngen. Er wurde erst wieder zufrieden, als er sein: „s'teün. schokoladene" zu Hause wieder versand.
Christian war. wie schon ecträ^iL ein wohl» habender Mann und deshalb dachte wohl mancher darüber nach, der sah, daß er gesundbittlich zurückging. wie er sein Haus bestellen wer e b~xn er war unverheiratet geblieb n. Ss bestand- wohl Ler Plan, dast die Stadt Dietzen einen erteiltT en Teil seines Vermögens erben folltc — Ls faiit nicht dazu, denn Christian »unterschrieb" nicht — viele glauben immer noch, dass- einer» drr sein Testament gemacht habe, bald- sterben muffe. ttnd wie oft ist doch das Gegenteil der Fall' Lm Chüstians Hinterlassenfchasl mögen dicke Akten entstanden fein, denn sie fiel an weit entfernte und zum Teil auch unbekannte Verwandt.- -Denen, die mit ihm lebten, hat Christrin eine heitere Erinnerung an einen gründ ehrlichen. Heberen Studentenph lister hinterlassen, ter viele Fr und« UTßb keinen Feind besäst, die Erinnerung an einen seltsamen Kauz, ter einstmals im winkligen Dietzen lebte und über sechzig Semester. Mange wie kein anderer aus deutschen Hochschulen anmatri» Luller ter Studio war. Seine Ruhestätte ist aut dem neuen Friedhöfe, nahe am Eingangs.
Vielleicht weist ein anderer noch mehr non Christian Busch zu sagen. Es soll rßm mit eine» Lächeln quittiert werden Constudio
I solt die Krone aller Hunggesellenbuden gewesen lem, fürchterlich, da sich nur eine alte Aushilfe um ihn kümmerte. Des Abends ging das Rundbrennen los. 3m „Andres" in der Sonnenstrahe atz er meifteinS zu Abend, dem alten, e i n st e n s so gerne besuchten Studentenlvkalc. Dann bekam Christian, ohne dah er es weiter verlangte, ein frisch^ „Krüstchen" und atz dazu feinen obligaten Handkäse.
Darauf ging Christian unter allen Umftänöen inxt) in mehrere Kneipen und war stets der Letzte, dem Polizeistunde geboten Waden müsse. Gine köstliche Geschichte must der Rachwell überliefert werden. 3n einer bestimmten Wirtschaft verweilte er besonders gern und lange und in dieser bot ihm ein „Pochp", wie er den Diener
Ceset.es ran'tte, stets feiner Auffas ung nach M früh Feierabend. Christian liest sich nicht „aufschreiben" und so ging er stets alsbald nach Machtwort des Schutzmannes auch von dannen. Christian, der ewig Heitere, ärgerte sich nicht leicht. Aber auf den Schutzmann hatte er es abgesehen. Run war ater der Schu mann dcs öfteren schon von drr St atze verschwunden, wenn Christian ihm fast auf dem Futze folgte Christian ahnte Schlinnnes und so entdeckte er in einer späten Rächt, tast sein „Polyp" in einem an de Wirtschaft anstostenden Seitengatzchen auf einen Holzstoss geflattert war, um durch einen Do hm's- fprrlt in einem erleuchteten Zimmer heimliche Weife unerlaubte Vvtechtengen zu machen. Mit drei Sätzen war Ch istian am Holzsfoss und bekam den verhassten Ucbeltätcr, wie er sagte, am ^Schlafittchen", um ihn fo lange festtu halten' b s oct Tatbestand auch von dritter Seite einwandfrei fest gestellt war. Dieser Streich Christians wurde einstmals viel belacht. — Christians Duzbrüder waren Legion. So viel .Schmollis" hat noch in Gietzen keiner getrunken wie er. Es dürfe wohl einer zu ihm sagen: „Herr Buch Zhr Wo' l ' - vde: „Christian - aufs Wohl", wehe aber dem, der za ihm sagt: .Herr Christian" Solches vertrag er nicht. Uni)- doch wenn ec ein flotter ernt» war, so setzte sich alsbald Christian neben ihm zupfte chn am Arme und sagte zu Ißm „Wir wollen einmal SHmollis machen — aber eS Wi niemand sehen." Dann fliesten die beitem
Dläf«en an. reichten «ich heimlich etc Hande und der neue DuLbi-»^er war aetommca.
Aus Stadt und Land.
Gietzen, den 23. April 1924.
Die hessische
Kartoffel-Ausnahmeverordnung.
EtnegrundfätzlicheSntscheidungdeS hes fischen Oberlandes geeicht s.
Wird eure auf Grund des Art. 43 Abs. 4 der Aeichsverfafang erlassene Verordnung einer Landesregierung dadurch ungültig, Last der Reichspräsident das Verlangen auf ihre Auster- traftfeb.ung stellt? Wie wett geht das richterliche Prüsungsrecht hinsichtlich der Rechtsgültig- leit einer Verordnung?
Zu diesen Fragen hat der Strafsenat des Hess. Oberlandesgerichts in Darmstadt in einer Entscheidung vom 22. Februar 1924 Stellung genommen. Das bell. Gesamtminifl erium Hatto auf Grund des Art. 48 Abs 4 der Reichsverfallung zur Sicherstellung des De- darfs an Kartoffeln für die einheimische Bevölkerung am 16. Oktober 1922 eine am 5 November 1922 auster Kraft tretende Verordnung er- lassen, inhaltlich deren der Versand von Kartoffeln in Mengen von über 50 Zentnern nach Orten ausserhalb des den Dolksstaat Heften und eurige benachbarte gröbere Städte nmfaftenden Wcrtschaftsgcbiets in der Zett vom 17. Otta der bis 4. Rovember 1922 nur auf Frachtbriefe er- folgen durfte, die mit dem Genehmigungsvermerk des zuständigen heMfchen Kreisamts versehen waren. Hnfere Angeklagten waren d r Zuwi.er- handlung gegen diese Verordnung beschuldigt, die Strafkammer Sieben ^tttc sie jedoch f re i g e s p rochen , datz die Verordnung nicht innerhalb des Rahmeirs des Art. 48 der Reic^- v^sassung erlaffen fei und deshalb der R e ch t s - gültiafeit ent behre.
2hxf die Revision der StaatSanwallfckast hn hat Las Oberlmchesgericht Darmstadt in cbi- gehenden Erwagu gen die Ret tsgülligkett geprüft und hierzu folgendes ausgeführt:
gestern abend . ______
scheu Partei in das Pbilofophenwclld-Restauräül emherufenen, sehr gut besuchten öffentlichen Wählerversammlung der Staatspräsident Ulrich von Darmstadt. Er bezcichnete Len Wahltag als Schick- falStag erster Größe für unser Voll, den" an ihm werde nicht nut der Reichstag gewählt, mit dessen Zuscumnenfetzung -auch der künftige Kurs der ReichSregierung bestimmt. Sodann M- tiflertc der Redner insbefonderc die Rechts- Rotverordnungen der Rcichsregiernng. >.-ren Revidterung unbedingt erfolgen muffe. Writer sprach er sich geg >n b;c Verläogrrlmg d:r iWb.tts- zeit über den Achtstundentag hinaus aus, ebenso gegen die heutige Art des V-^amtenabb^ruLs. die die obere Veamtenkategorie verschone: der itnan» xttlle Erfolg dieser Matzn-ahmen werd' verschwindend geräg sein. Ferner polemisiert e- gegen die Dautschoblllfchsn lutb die Deutschrmtronaleir, die das Reich in schwerste Teiah en b.'ngen würden, wenn sie am 4. Mai die Meärkc-tt im Rerchs- tag erlangten. Von der Deutsche' BollSpartei mochte er vor allem wissen, was sie unter dem
Studententum" beruhte also auf einer Hntertaf- fung. Andererseits belegte er Semester für Semester eine Vorlesung und entrichtete auch die ent- fprechendr Gebühr — allerdings mit dem Erfolge, dah sie ihm sein obengenannter „Chef" stets wieder durch einen in der Schublade feines Arbetts- tifches befindlichen Spalt wieder zustecktekChrfttian betrachtete dies als eine Selbstverständl chleit. Mtt der Zett hatte er sich die beste Kennttris des 53a- borator umsinventars angeeignet, dessen Aufbewahrungsplätze und Verwendungsart er genau kannte. Insbesondere kannte er die noch aus Sie- bigs Zeiten stammenden alteren Apparate und war so bei der Auffrischung historischer Reminiszenzen ein getreuer Amanuenfis. Sie Studenten der Chemie standen im Laboratorium — er nannte es gerne Labumms" — unter seinerDefehlsgewalt, allerdings in der Hauptsache nur inbezug auf das Tabakrauchen. Hierin hielt er strenges Regiment. 2m „Labumms durften nur kurze Pfeifen aas grünem Porzellan — grüner Schokolade sagte Christian geraucht werden, und wenn ein ©tu- dw gar eine „Hhrnchespfeif" rauchte — eine pfeife, deren Rohr zum Teil aus Rehgehörn bc- |taiü> , fo empfsng er von Christian eine besondere Anerkennung. Das Pseifenrauchen war überhaupt ein Teil von Christians Lebensaufgabe. Wenn er sich des Morgens, nicht allzufrühe er- hoben hatte, so verstaute er in Öen zahlreichen Taschen seines weiten Rockes wohl ein halbes Dutzend Pfeifen nebst dem zugehör-gen Tabak, von dem er die Marke „Georg Heinrich Schirmer" mtt rotem Siegel unter allen Umständen als heimisches Srzeugnis ganz besonders bevorzugte Christian war ein „Rundbrenner" in des Wortes verwegenster Bedeutung. Aber im alten „Lohekasten" hatte er doch einmal in der Woche seine Getreuen, Studenten und Bürger" des Abends mehrere Stunden lang im „Peftccklub" beisammen und dann wurde dort gequalmt, dah ein Vorübergehender glauben mochte, im „53otz" brenne cs. Dann befahl wohl Christian: „Fünf Züge Dampf auf," „zwanzig Züge Dampf auf!", dah einer kaum noch den andern sehen formte. Dazu trank Christian sein Glas Bier. Gr „säuselte sich an“, wie eS hieh Als Betrunkenen hat Christian wohl niemals einer gesehen, jedenfalls nicht in späteren fahren seines Geben«. Morgen« schlief er, wie fdpn gesagt, recht lange. Seine Woh-rung war in feinem Elternhaus, Seltersweg 79. Seine „Bude" I
Das Gericyi jei vor ’^mtncnDting eurer jser- oteyung zur Prüfung deren formeller unb malert ller Gült gleit b rrchtigt und verpflichtet. 31t Vieser Hinsicht bestehe jedoch im vorliegenden Fal'e kein Zweifel, da die Verordnung von der zuständigen Stelle in der vorgeschriebenen Form erlassen und verkündet worden fei, und da sie sich auf Art 48 Abs. 4 der Reichsverfassung stütze wonach bei Gefahr im Verzug die Landes reg rung für ihr Gebiet einstweilige Massnahmen der in Abs. 2 daselbst bezeichneten Art treffen «nm. Rach Abs. 2 könne der Reichspräsident, wenn die öffentliche Sicherhett und Ordnung erheblich gestört oder gefährdet werde, die zur Wlederhrrstellung der öffentlichen Sicherheit und Ordnung nötigen Massnahmen treffen. Darnach sei das Hess. Gesamtministerium als Hess. Landesregierung gesetzlich ermächtigt, eine Verordnung ber vorliegenden Art zu erlaftep, und es habe sich innerhalb der von dem delegierenden Gesetz gezogenen Grenzen gehalten.
Weiter gehe jedoch das richterliche Prüfungsrecht nicht Insbesondere fei es nicht Sache der Gerichte, nachzuprüfen, ob die öffentliche Sicherheit und Ordnung erheblich gefährdet, ob die getroffenen Massnahmenz u ihrerWiederher- stellungnötig.undobGefahrimVer- zug gewesen war. Dies unterliege nurdempslichtmässigenGrm essender delegierten Behörde.
Wenn der Reichspvisident wie dies festgestellt fei, im vorliegenden Falle Ginwenbungeir ffegeir die Verordnung erhoben, um ihre Aufhebung gebeten und schliesslich das Verlangen auf ihre Ausserkraftsetzung gestellt habe, st> werde sie dadurch nicht ungültig. Ss erwachse daraus nur der heft. Regierung die Derpftichtung. sie äusser Kraft zu fetzeir. So lange diese dem Verlangen aber nicht nachgekommen fei und die Verordnung in gehöriger Form zurückgenommen habe, bleibe sie in Geltung und trete erst durch den Zeitablauf, den sie sich selbst als Grenze gesetzt habe, äusser Kraft Es wäre bedeutungslos, wenn der Reichspräsident sie für ungültig gehalten hätte. Da die Verordnung ihr Recht aus der Verfassung Herlette und Art. 48 Abs. 2 der Rrtchs- Verfassung die vorübergehende Ausserkraftsetzung einzelner Grundrechte a.statte, so ergeb: sich daraus die Folgerung, daß sie vor gewöhnlichen Reichsgcsetzen ohne weiteres den Vorrang habe. Der Rechtssah: „Reichscecht- bricht Landesrecht" treffe hier nicht zu. Sn diesem Sinne habe auch das Reichsgericht entschieden, dass Art. 48 der Reichsverfaftung dem Reichspräsidenten und den Landesregierungen ein völlig unbeschränktes und unbLfchränkbares Recht zur Erlassung aller ihren notwendig erscheinenden Massnahmen v.^reiie.
Dementsprechend hat das Oberlandesgertcht die von der ©traftimmer b.'rgcnommene P.ü'una ter fragen: ..Lag eine Gefähchang ter öffentlichen Sicherheit und Ordnung vor, waren die Maß^hm n nöt'g war Gefahr im Verzug?" für unzulässig und die Verordnung für rechtsgültig cr l rt dasfreisprechendeStraf- kammerurteilaufgehoben und die Sache zur anterweiten Verhandlung und Entscheidung an die Dorinflanz zurückverwiefen.
Diese Entscheidung des Hess. Oberlandesge- rtchts ist von grundsätzlicher VedeUtu ng. Dekannllich wurde im letzten Herbst von ter bayrischen Regierung ter Ausnahmezustand für Bayern erklärt und das Generalstaatsfommiftariat eingeführt. Gleich davaus erklärte auch die Reichsregierung den Ausnahmezustand für das ganze Reich Damals wurde namentlich von den Parteien ter Linken die Behauptung aufgestellt, dass die bayrische Verordnung durch die Verhängung des Llusnahmezustandes über das ganze Reich ungültig geworden fei. Zum Mttrdesten wurde verlangt dass der Re chspri's d'nt das Verlangen auf Ausserkraftsetzung ter bayrischen B Kimmungen stellen solle. Aus ter Entscheidung des Ober- landesgertchts ist zu entnehmen, dass beide Ausnahmevervrdnungen nebeneinander zu Recht bestanden und dass d.e bah r sch? Verordnung durch e.n Brnlanaen des Reichspräsidenten auf deren Außerkraftsetzung nicht ungültig geteerten, fontern so lange in Geltung geb Heben wäre, bis die bahr. Regierung sie in gehöriger Form zurückgenom- mtn hätte.
*
** Ernennungen. Ernannt tourten: Der Studiendirektor an der Oberrealschule i. G. zu
stM ’ ^^gehäfte
H«, ben^.
zugefugt yaoe, so sei das geschehen ohne teoc Fühlungnahme mit der organisierten deutschen Vodenreformbeteegung.
Nachklänge zum Hitlerputsch.
M ü n ch e n, 23. April. (Pritt-Tel.) Heute hat vor tem Volksgericht München I der Prozess gegen eine Reihe von Angehörigen des Stosstrupps Hitler wegen ter Zerstörungen in der .all ünchenerPofl", der Festnahme des Münchener Oberbürgermeisters und mehrerer sozialdemokratischer Stadträte als Geiseln, sowie wegen ter Haussuchung bei dem Vizepräsidenten des bayrischen Landtags, dem sozialdemokratischen Abgeordneten ^luer, begonnen. Vierzig Angeklagte haben sich in dem Prozess wegen Deihilfezam Hochverrat zu verantworten.
Gras Montgelas f.
Berlin, 22 April. (WTB.) Der deutsche Gesandte tn Mexiko, Graf Mont» gelas, ter Anfang März in schwer krankem Zustand von dort hier emgetroffen ist, ist in einem Sanatorium m Schlachtensee am 22. April gestorben. Aus tem bayerischen Zustizd enst h:rv)r- gegangen, gehörte cc dem auswärtigen Dienst seit 1539 an. Als Legationssekretär auf den verschiedensten Posten tätig, hat ec seine erste wichtigere Stellung in Toki) von 1907 bis 1912 aus- steübt. Don dort wurde er als Vortragente c Rat m die prsitische Abteilung des Auswärtigen Amtes berufen und kam Anfang 1920 als Gesandter nach Mexiko. Der Auswärtige Dienst verlreit in tem Grafen Montgelas einen Beamten von hervorragender diplomatischer Ve- fähigung, der in Krieg und Frieden ausgezeichnete Dienste leistete.
Aufftände in Syrien.
Konstantinopel, 22. April. (WTD-) Französische Truppen stehen an der sy- rifäen Grenze erneut im Kampf mit be- waffneten Rebellen, die von der Bevölkerung unterstützt werden. Die ftanzösischen Truppen haben in dem Kampf, in dem sie auch Artillerie verwendet haben, eine Anzahl Toter und Verwundeter verloren. Der Kampf ist auf die Weigerung der Devöllerung zurückzuführen, die ihnen von den Franzosen auf erlegten Steuern zu zahlen.
. ^3 ^-öhlerlisten in Hessenk Wie
der Staatspräsident Ulrich gestern abend in bet WWalbemoiiMtifcfyen Wähler Versammlung im WF°'r>r>tenteald mitteiltc. find allein in unserem Hessenlante 13 (dreizehn, Wah! ror - ' ch lag e für die Reichst agswabl ein- gereicht Worten. Gin „wunderbares Brispicl deutscher Geschlossenheit.
"’ Äeinc 0 o m m cr 3ei t die „Stttix Tgzsia. mitteitt. hat bas ReichSultenLt vesrLoi et bon Oer EmsüH ung ber SonrraciAe.' Adstand tu mitten. Das Blatt führt diese Tätschl e,ung des Jutoinetts tm wesentlichen auf den Ginspruch (ante toirsichaftsicher Kreise, Lnstefcr.terc des RsichS- landbundes, zurüch
** Die Feuerbestattung in Hessen im Jahre 1923. Rach ter amtlichen Statistik tourten in ten vier in Hessen (Dacmstabt, Offen- dach, tfrleteeig und Mainz) beftebenben K .LMU»- tonen im Jahre 1923 zusammen 5-35 Personnt ein geäschert liegen 825 im Zähre 1922k iln'cr ten Cingeäscherten befanden sich 333 ma.rnliche und 202 weibliche, 281 von auswärts. Evangelisch warea 431, katholisch 39, israelitisch 19. sonstige 46. Xlrttei einem Hahrs all waren 4, 1—4 Zähre 2, 5—14 3abre 5. 15—29 Jahre 49, 30—59 Jahre 180, 60—69 Jahrs 127 und 70 Zahrr und älter 168.
' Warnung vvr einer Schwindle- r ink 3n ten letzten Tagen ist hier eine Fraueas- Person aufgetreten, die unberechtigt durch Vor- ze.ae.1 gefälschtsr Ausweis tepiwe für dis kathv- Ufchsrt Annen follettierte. Die Frau ist 35—33 all, blond, mittelgross, spricht rhünischen Dialekt, hat gesundes AuSlehen, ist von kräftiger Statur und toar ohne Hub Personen, bk über teefe Betrügerin nähere Angaben machen fonre:t, öxrtcn ersucht, ter Kriminalpolt^n dies^züg- liche Rachricht zu geben.
** Die Sozialdemokratie und die Reichstagswahl. Hebet dieses Ttema sprach gestern abend in einer von der soziaftemorrati-
Die rujsische Rüftungspolitik.
... Moskau. 22. Avril. (WTB) Wie die ruf- Tekeyraphenagentur mitteiltz dementiert Trotzki b«.? Ulcibungcn in der Auslandsprefse ujkc eme angebliche Mobilmachung der Roten Armee Zn W'.rllichkett sei ter Zahr- gang 190! öemobilifiett, der Jahrgang 1902 einberufen und gleichzeitig ein Teil ber Felddivi- ftonm in terrttortale Truppen umgebilbet worden. Der Ausbau Öcr Miliztruppen auf Kosten der Feldarmee sei ein schlagender Beweis für die Frrv^ensp^s't l er Lew etaepublrttu. Rach wie tot fei die Sowjetunion bereit, an jedem intccnatio- malert Abkommen zur tatsächlichen Abrüstung und ‘ Rur Verminderung der Kriegsgefahr teilzunehmen. Trotzki Präzisierte feine Erklärung in Baku — ein Krieg zwischen der Sowjetunion und ante- ter Ländern fei nicht ausgeschlossen — dahin, dass die Friedenspolitik ter Sowjetregierung und ihre Dereits.chast zur wirtschaftlichen Zusammcnorbett die aggressive und imperialistische Politik ter anderen Länder und daher eine Kriegsgefahr nicht ausichliesse. Die letztere sei ter Grand für das Vestcden der Roten Armee. Auf die Frage über die MöglichLett eines Krieges mtt Rumänien sagte Trotzki u. a.: „Selbstverständlich denken wir nicht daran, aus ter tessarabtschen Frage einen easus belli zu machen. Wir werden uns darum bemühen, dass die Selbstbestimmung des bassarabi- ichen Volkes auf friedlichem Wege sich verwirllicht. Der Abbruch ter Verband- llmgen in Wien hat nur zu bedeuten, dass die Sowjetregierung den Raub Vessarabiens niemals gutheitzen wird.
Dre Parteienzersplttterung.
Berlin, 22. April. (Wolfs.) Der Reichs- wablausschuh hat in der teutigen Sitzung 23 Reich-rwahloorfchläge zugelassen, nämlich von folgenden Wählergruppen:
Vereinigte Svzialtemvkratische Partei Deutsch»- lands.
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E's«« Pir OlufiüärW! Idin«»''2'! S aS .S*e« Lt grii«® odaim 6im tritt. iuuX , 3üna(>n^ ) 2! .dstlerlchar iidigt ewR jidc anrtfl«^ J ; :rcr art ein ° iß um so mehr zu Sw 5^»°ltragi ube Mgen b.s eM jaus, Dahnhosssta
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Ttarkrnbut
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tea private amerikanische Kapitol 12? ~ 11 r‘c Anlaissa'an Deutschland zur - - -hen tr-uri'? und gab ter Hof> '-5 die Wicbeiteifteriunj nor- ir. Europa ten amerikani ch-.n
HeutL, am 2 3. April, sind es 20 Zähre per, dass Christian Dusch, Giessrns „ewiger" Student, tm Alter von 50 Zähren die Augen schloss. Zn unserer an Originalen immer ärmer teerten-' ten, nivellierenden Zett wollen wir älteren Giesse- ncr uns seiner noch einmal gerne erinnern und airdj die Zugend. die den „Christian" — so hiess er überall schlechthin — nicht mehr kannte, möge einmal beim Lesen dieser Zeilen lächeln, tec baß fn-aenfofe und letzten GndrS gewiss fast zteecklofe Dabinkeben dieses einstigen Giessener Studikers noch einmal aus freier Srinnerung schiltern sollen. Olim memimffe juDabit
Christian Busch tourte am Itt Juli 1853 zu Viess.rr geboren. Sein Daker war ter Gastwirt Louis Busch, und seine Mutter Susanne cm- fttnnmte ter gleichen Fcrmillck Louis Busch war der Knecpwirt drr „Hessen", und so sehen wir denn ten jungen Christian erstmals auf einem grossen Steindruckbllte der „Haftia". das Ende der 50c Jahre des vorigen Zahrbunderts angc- fertigt worden ist. wie ibn ein luftiger Student auf tem Anne hat, den KvirpS im Kittelröckchen auf diese Weise geradezu in das ewige Studentcn-- ttrm hinein tragend. Der Schulbank hat Christian n'.ch' lange wehe getan; tote dem Verfasser dieser gesagt wurde, war er ein miUelbegabter . Als Studium hatte er fich die Chemie auserkoren, mit welchem Erfolge, das hat sein spä-
Chef, ter verstorbene Geheimrat Alecander Raumonn teS öfteren erzählt. Christian machte niemals ein Gramen, obwohl er 'chlecht und recht die Kollegien besuchte, ©r war ter „Haftia" bei», getreten, die ihm später die ..Schleife" gab and ter r-,- te* ar4 Gnde treu gebsieten ist. Auf Lor FechtfchruL'- erllv er einstens durch bk .Zechtrnas5e ein; Verletzung, auf dic manche fein gcmzcs spä- 'tezest, et?Kd f 'sten Halles entbehrendes Leben m- rärfführkiN zu können alaubtrn. Wohl mit Unrecht. Dir Welt tennt zahlreiche, äh,'.sich geartete Menschen. tec niemals bei Fechiübungen r er lehr wor- .Öer sind. Ehristiau Vufch ffobterte alfo Lhemie '-r war wohlhabend, feine Znchen langten reichlich 3--1TO. dass sich ten Lurus leisten konnte, sich ;Ritfit — exmatrikulieren zu laifut. Sein „ewiges I
Rd> ; i g 5|l ; 2,35 T'^f 8il» S(h Äy 15,6!)?«, (E
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