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ten Zahlungsmitteln übrig bleiben, welche ctne
find « der Pfalz vergrößert worden durch Dca Druck der Maßnahmen der französischen Besatzung.
Derartige Zeichen hon Unzufriedenheit beschränken sich nicht nur auf die Pfalz. sondern sind auch in anderen Landes teilen des Deutschen Reiches f ostzustellen. 3m übrigen Warden Clive durch französische Vermittlung bestimmte Personen - ugeführt. die im Auftrage be- s! Munter Schich en zu sprechen vergaben. ohne dah sie dazu legitimiert waren Solche Fälle ftnb u. a. 'm Landau und Äaiferälautern konstatiert worden Was über die Haltung der Bauernschaft im allgemeinen zu sagen ist. darüber ist durch die Beschlüsse der berussständigm Organifatutten (freie Bauernschaft, Christlicher Bauernbund und pfälzischer Bauernbund) volle Klarheit geschaffen worden. Bezüglich der
Haltung der Sozialdemokratisch« Partei der Pfalz muh festgestcllt werden, bah auch sie heute jeden Ged-anken einer politischen Selbstän-
Hältte zurückgeschraubr, die 'XibetiSyHL wurde verlängert. Den hessischen Beamten wurde ans Beschluß der Lanbtagsmehrheit, zu der sich Sv- zialdemvlratie und — leider! — Bauernbund zusammengefunden hatten, die Lieferung t on Holz aus dem Staatswald das sie doch zu Tarifpreisen bezahlen sollten und wvlllen. gesperrt. Run kommt die Herabsetzung der Altersgrenze und die Per- fvnaü>erminderung. Das ist reichlich viel auf einmal. 3ch bin überzeugt daß die Beamtenschaft dies alles tragen wird, weil sie weid, daß daS Lebendes Volkes ocn der a aber« st en Sparsamkeit abhängt. Ab er es maß gerecht und fachlich verfahren werden. Hart sehr hart ist die ganze Maßregel' darum muß jede nicht unbedingt ntrtuxncije Horte im einzelnen vermieden Leben. Mögen alle die an dieser Aufgabe arbeiten, das in jedem Augenblick beherzigen!
Die Besatzungskosten.
Berlin. 22 Jan. (VS. B) Der Präsident, der Vorstand und einige Mitglieder deS 'Bertha!- tungsrates der Deutschen Rentenbank haben bei dcnr Reichsfinanzminister und dem Reichsauhenminifter die schwersten Bedenken dagegen erhoben, daß die Befatzungs- kosten für das besetzte-Gebiet we i terhin gezahlt werden. Die jetzt eingetretene Stabilisierung unserer Währung werde nach ibrer Auffassung nicht aufrechterhalten werden können, wenn die Zahlungen fortgesetzt würden. Die Stabilisierung scr nur dann gewährleistet, wenn die Ausgaben des Reiches sich mit den Simrahnicn im Eintlang befänden und der Reichshaushaltsplan im Gleichgewicht bleibe.
Würde dieses Gleichgewicht durch so hohe Ausgaben, wie sie die Das itzmrgSkosten darstellen, uberschr't'en, dann feien große Fehlbeträge unvermeidlich.
Der Kampf um die Arbeitszeit.
Köln x22. Ian. (WTV.) Gestern haben auf Veranlassung des Reichsarbeitsministers unter dem Vorsitz des zuständigen Schlichters neue Verhandlungen über das Arbeit«- v-erhältnrs im rheinischen Draunkohlenrevrer statt- gesunden. Die Bemühungen des Schlichters sind crgebnrslvs tverfaufen. Die Arbeitgeber hielten an der Zwötfstundenschrcht fest, während die Vertreter der Arbertnehmer erklärten, daß sie aus der Achtstundenschrcht bestünden. Die nächste Entscheidung liegt beim ReichSarbeits- Minister.
3n den verschiedenen Gegenden des Reviers ist eS xu Unruhen von Ausständigen gekommen. So haben in Barmen etwa achthundert Ausständige versucht, den TranSporlverkehr auf der Allee zu unterbinden. Polixesbeamte. die die Menge zerstreuen wollten, wurden angegriffen und mußten von der Schußwaffe Gebrauch machen. Verletzungen sind jedoch nicht vorgekommen. 3n Cronenberg ist
die zum Schutz der Arbeitswilligen aufgebo- iene Schutzpolizei von den Streikenden anoe- grisfen und beschossen
worden, wobei zwei Schuhpolizeibeamte Verletzungen erlitten. Die Beamten erwiderten daS Feuer. eS konnte jedoch nicht festgestellt werden, ob jemand aus der Menge getroffen wurde. Mehrere Personen wurden festgenommen, bei denen Schlagringe und größere g, fährst ße Werkzeuge vorgefunden wurden. Ein Verhafteter war im Besitz einer geladenen Armeepistole.
Die Magdeburger Arbeiterschaft hat in einer Urabstimmung die am Sam-stag getroffenen Vereinbarungen über die Arbeitszeit und die Löhne mit überwiegender Mehrheit ab* gelehnt. Auch in Halle sind die Vereinbarungen abgelehnt worden. Der Schlichtungsausschuß ist für Mittwoch berufen worden.
Die Spaltung in der sächsischen Sozialdemokratie.
Berlin 23. Jan. (Prw-Tel.) Wie der „Vorwärts" aus Dresden meldet, befaßten sich die ganzen Instanzen der sächsischen Sozialdemo- fratie in den letzten Tagen erneut mit der Haltung der Fraktionsmchahcit zu dem Ergebnis des jüngsten Parteitages Bekanntlich lehnte die Frak- tionsmehrbert e< ab das Kabi ieti Hel d t zum Rücktritt zu zwinget und sich für Reuwählen zu entscheiden. Es wurde eine Entschließung angenommen wonach der F aktion als Beschluß der Landesinstanzen nahogelegt weiden soll, den Antrag auf sofortige Landtagsauflösung zu unktflühen. Sodann wurde mit 22 gegen 4 Stimmen folgender Beschluß gefaßt Tritt die Fraktiorssmeblhett nicht auf diele Bimcke der Verständigung, dann ist die Fi-aktionsmindcrbeit verpflichtet den Willen des Parteitages und die von ihm gewollte Pclittk im Landtag zu vertreten.
Der Personalabbau in Hessen.
Darmstadt. 22. Hau. (Priv.-Tel) Der Sonderausschuß dcs Landtags verhandelte mit der aus je einem Mitgliede der verschiedenen Mini- I flerien bestehenden staatlichen Abbaukomms'ion unter Vorsitz des stellvertretend.n Präst^enien Puffert. Es fand eine eingeh^de Aussprache über die Grundsätze statt, nach denen die Auswahl der zu entlassenden Beamten getroffen werden soll. Die Sozialdemokraten haben beantragt, daß die bisher ausgesprochenen Kündigungen von mir vertraglich Angestellten erst wirksam werden, wenn der Abbau auch bei den anderen Deamten- lategorien durchgeführt wird. Zur
Vereinfachung der Staatsverwaltung
hat die D. V. P. unter Vorbehalt weiterer Anträge. insbesondere bei den Zentralbehörden beantragt: 1. Die Herabsetzung der Zahl der Abgeordneten. 2. Auslösung deS Ministe- riumS für Arbeit und Wirtschaft und älnterstellung der einzelnen Abteilungen dieses Ministet-iums unter ein anderes Ministerium oder andere Ministerien. 3. Erhebliche Herabsetzung der Zahl der Doam en im Staatsmini st crium, Ministerium des Innern und der Justiz, der Finanzen, sowie des Landesamtes für das Dil» dungswesen. 4. Aufhebung des Landesbil- "dungsamtes als selbständige Behörde. 5. Völlige Umgestaltung der Verwaltung und Geschäfts- fuhrun gdes Landesthealers. Maßgebend muß sein der Stand vom 14. August 1914, wie er auch in dem Ausschreiben des Gelamtministe- riums vom 21. Dezember v. I. als maßgebend bezeichnet ist.
Aus Anleihen oder bereiten Mitteln könnten btefe Fehlbeträge zur Zeit nicht gedeckt werden, würde daher nur die Rcuschasfung von ungc
digmachung der PfaU ablehnt. Das trifft im besonderen auch auf die Führer Hoffmann, Klee- svvt und WaMter zu. Reichstagsabgeordneter H o s f m a n n - Kaiserslautern hatte Gelegenhllt, Elive seine ganz llare Stellungnahme zu unterbreiten. Die pfälzische Bevölkerung hcfst in Bälde, daß der Bericht dazu beitragen wird, die verfassungsmäßigen Zu stände in Pfalz wieder herzustellen.
Aus Stadt und Land.
Gießen, den 23. Januar 1924.
Das Notgeld in Hessen.
DaS hessische Ministerium für Arbeit und Wirtschaft gibt betannt:
Von Den im unbesetzten Telle Hessen« ausgegebenen, auf Papiermark lautenden Notgeld ist allein noch das durch Beschluß deS hessifchen Gefamtministeriums vom 17. August 1923 mit Genehmigung deS Reichsministers der Finanzen ausg gebene Rvtgeld der Hessischen Landesbank in Gültigkeit, daS von jedermann in Zahlung genommen werden muß.
Alles übrige im unbesetzten Gebiet Hessens auSgegebene Rvtgeld jeder Art, Gu scheine u.dgl. Zahlungsmittel, insbesondere auch die von hessi- schen kommunalen Körperschaften I Gemeinden, Städten, Kreisen, Provinzen) ausgegebenen Zahlungsmittel hiben ihre Gültigkeit verloren.
(Diese Mitteilung bezieht sich offensichtlich nur auf das von hessischen Behörden her- ausgegebcne Geld, nicht aber auch auf das Rot- gelb. D^r Reichsbehvrden. Man wird danach das Reichsbahngeld, das ja von einer ReichS- bebörde stammt, ebenfalls als gültig ansehen müssen. D. Red.)
neue Inflation im Gefolge haben würde. Die Rentenbank halte sich im Interesse der Aufrechterhaltung der Stabilität der Währung für verpflichtet, gegen die Weiterzahlung der Be- sahungskosten ihre warnende Stimme zu erheben. Den Vertretern der Rentenbank wurde zugesagt, daß die Angelegenheit weiter verfolgt und dem Kabinett unterbreitet würde.
Bornotizen
— Tageskalender für Mittwoch, Stadttheater: 7 älhr '.Gebildete Menschen". — (Safe Amend: 33. Sonderk-mzert mit verstärktem Orchester. — Palast-!?ichtspiele: Henny Porten in ..Die Liebe einer Königin". — Lichtspielhaus, Bahnhofstraße: .Die Tragödie der Liebe".
— Gegen den Schulabbau. Man schreibt uns: In der öffentlichen Versammlung, die morgen abend in der Turnhalle deS Real- Gyrnnasiums stattfinden wird, soll zu der überaus cimften Frage des drohenden S ch u l a b - bau 6 Stellung genommen werten. Alle Eltern, die es mit der Ausbildung und Erziehung ihrer Kinder, ihres köstlichsten Gutes, wohl meinen, werden der Versammlung nicht fernbleiben dürfen. Aber auch von den Kreisen der Bevölkerung, die zur Zeit keine Kinder in irg-md eine Schule schicken, darf erwartet werden, daß sie der wichtigen Angelegenheit, die in der Versammlung be- hmkelt werden soll, nicht interesselos gegenüber- stehen. Handelt eS sich doch um eine Sache, die über allen Parteistreit erhaben ist, um das Wohl und Wehe unserer Jugend und damit um die Zukunft unseres Volles. Deshalb ist der drohende Schulabbau nicht etwa eine Angelegenheit, die nur Eltern und Lehrer anginge; eS ist eine Sache des gan’cn Volkes; denn wer die Sesnile abbaut uvterwühlt unseres Volkes Zukunft.
— Gesellschaft für Erd- und Völkerkunde. Man schreibt uns; Weit in die Anfänge der menschlichen Kultur zurück führt ein Vortrag, den Pros. Dr. Schmidtgen auS Mainz am Donnerstag. 24. Januar, abends in der Aula der Llniverfität in der Gesellschaft «für Erb - und Völkerkunde halten wird Um überraschend reichhaltige Funde auS der Steinzeit des Menschen handelt es sich, die vor einiger Zeit unvermutet bet Mainz gesunden wurden um ein ältestes Stück hessischer Geschichte von dem wir sonst nur wenig Spuren kennen
— ,DieAnforderungderkausmän- nischen Prar iS an die Schule", lieber dieses recht interessante und zei gemäße Thema sprint am morgigen Donnerstagabend im foe'tgen Äaufm. Vereins ha uS der neue Leiter der kauf-
Clives Bericht.
5 bebe r. 22. Ian. (Wol's) AuS gut unter» Ketteten Kreisen der Pfalz wird mitgeteitt: Der Bericht des englischen Generalkonsuls S l i v e hat m der Pfalz aufrichtige Genugtuung ausgelöst. Der strenge, sachliche Bench' bildet eine getreue Wiedergabe der Stirn- mu ngen In allen Ä re i I c n deS pfälzi- V rC,nr,ItoI,e#- Hervorgeb oben fei die klare Scststellurg von autoritativer S i:e daß d e üb-r- wältigcnde Mehrheit der psäl>ischeir Bevölkerung der sogenannten autonomen Regierung feind- lich gegen übersteht. Damit wurde die Kernfrage der Untersuchung in dem .-taug möglichen Smne beantwortet Was die im Bericht angedeutete Un- ausrtedenheit einzelner Schichten der Pfälzischen Bevöllerung nnlangk. so wirb au« dcn Krollen der Pfalz darauf bingariden, daß
ft'cfc Anzufrkedeuß U l-di lich zarSckzoführe« ist auf die anremeiien Schwier iakgllup, unter
die cefatrt* ß'ütfche Bevölkerung feit O-fcteii zu leiden hat. Diese Schwierigketten
o^ugt fei, te Advaumata»ahmen Temnantxg zu verfahren, tft es zwischen Sonderauzschuß und Regierung zu mancherlei Auseinand^rseyungea gefommen. Geregelt wurde die Angelegenh j; io, daß die Regierung das Recht hat. die weiteren Anordnungen zum Vollzüge der Personalvermin» iierung zu treffen; aber die Zusttmmung dss SonderausschulleS ist ersorderlich, sofern zu diesem Zweck bestehende Gesetze ausgehoben, teränbert ober ergänzt werden müllen. Insbesondere bedürfen die Grundsätze, nach denen die Auswahl der zu entlassenden Beamten und Angestellten erf eigen soll, der Zustimmung des SonderauS- ichusfeS. Die Regierung tarn auch Aenoerungen in Drgantfahon (Aufbau, Gliederung Zusammea- 'cjjungj und Zuständig? it von Aemt>rn und Behörden beschließen, namen lich auch ihre Aufhebung auordncn: sofern eS sich aber dabei um Aendcruna von Gesetzen handel. ist sie wi:d.w von der Zustimmung Sonderausschusses ab- ha-.gig. Der Sonderausschuß hat, um die betreffenden Verhandlungen zu erleichtern, einen auS fünf Mitgli.dern bestehenden Unterau s schu h gebildet. Zu ihm gchören je ein Vertreter der fünf Fralti.mm; für Bauernbund und Deutsch- lurtcvuale Dr. Werner, für die Deutsche Volks- Partei Dr. Osann, für daS Zentrum Hoffmann (Darmstadt), für die Demokraten Reiber, für die Sozialdemokraten Kaul.
Außerdem hat der Sonderausschuß eine Anzahl von Einschließungen angenommen, die allgemeine Richtlinien für die Durchführung der Personalverm'.nderung auf,"teilen. Voran steh! die Grllärung, daß der Perjonalabbau nur als Teil des allgemeinen SanierungsplanS der Staats- , finanzen zu betrachten sei. GS sollen daher steuer- siche Maßnahmen getroffen werden, damit durch I den Abbau nicht die kulturellen und sozialen Aufgaben leiden. Srsparnille sollen auch auf fachlichem Gebiet herbeig^führt werden. Die Personalcerminderung sott nur im Rahmen der' Vereinfachung und Reorganisation des VehördenapparatS. insbesondere durch AuSmerzcn des vielfach leerlaufenden Kontrvll- und AufsichtSwesenS, erfolgen. Beim Abbau ist planmäßig zu verfahren. Zuerst sollen die Stellen an die Reihe kommen, die bei der Vereinfachung der Staatsverwaltung überflüstig I werden, bann die zur Rot entbehrlichen, zuletzt erst solche ©teilen, deren Einschränkung um allgemeiner Staatsinteressen willen nur unter schwe.en Bedenken zu gelassen werden tonn. In Becückttch- ugung der grohm Bedeutung der Pflege der Kultur und der DollSwohlsahrt und bet geistigen und I körperlichen Iugenbpflege für die Erhaltung ber nationalen Kraft sollen die diesem Zweck dienenden Mittel erst in letzter Linie den Rücksichten I der Ersparnis unterworfen werden. An allen Dil- bunfl^anflallen soll mit dem Abbau nicht vor Ablauf des Schuljahrs begonnen werden. Die über 12 Jahre Beschäftigten sind zu schonen. Die gesetzlichen und tartsvertraglichen Kündigungsscisten sollen aufrechterhalten werden. Die Frage sott geprüft werben, inwieweit auch das Gesarntministe- liamt und ber Lanbtag in die Sparmaßnahmen I ein bezogen werden können. Die zur Enllastung kommenden Beamten, Anwärter, Angestellten und Arbetter sind, soweit sie nicht wegen Alters aus- I geschieden sind, in eine Liste err^zutragen. Die in I diese Liste Singe raqencn müssen bei Wiederern- ftellung von Arbci Slräften In erster Linie berücksichtigt werden. Bei einigen dieser Beschlüsse ifl ein Konflikt mit den Bestimmungen der Reichs- verordnrmg möglich; die Regierung soll in solchen Zöllen mit der Reichsregierung in Verhandlungen I .•intreten (deren Erfolg natürlich keinesfalls sicher
AuS dem vom Sonderausschuß beschlostenen Gesetz fei noch der Artikel 5 a heroorg hhen: -Auf die Kirchen des LandrS finden die Bestimmungen dieses Gesetzes nach Maßgab- der Vereinbarungen Anwen)ung. die hierüber mit b n Verwaltungen ber Kirchen getroff n werden." Dazu ist za bemerken, daß d-r Staat die Kirchen hell>stvt.rständlich in kemer Welle zur Denninbe- öerung ihrer Beamten za zwingen ein Reht hrt. Insofern der angesührte Artikel mittelbar b m Staat ein solches Recht zuschreibt, beruh' er auf prrtum. Was aber der Staat besch testen kann. daS ist: Verminderung der für die Pfarcerbesol- bung an die Kirche.i gezah'ten Zuschüste. Freilich auch in dieser Beziehung ist der Rech^stand ke.neSwegs eindeuttg so. daß der Staat tun f enitc, was ihm beliebt Die ben Kirchei zur Besvld.mg gezahlten Summen sind ja nur V->rs5>üsfe aus die den,Kirchen nach altem Recht zustehenden Staats- Iciftungen. Zudem hat der Staat b.c von Lanbtag beschlossenen Zahlungen in lehtSr Zeit elnsach von sich au« eingeschränkt, er sch -in' sie sogar fürs erste einstell-n zu wollen. Ilnt-r b llen Umftnnben wate Artik l 5a b fser fortgeb i ben Die Kirben werben f. .b tverstänblich von f lb . alle Ssxar am- -.eitSmahnahmen treffen, die ihnen ivg ndwie mög- Itch sind. Dazu nötigt sie die schwere Aol der <eit
Das sind in der Hauptsache die für die Pe> - <tmalt>etmin^rung in Hessen festgelegten Dr.inb- «äye Die Vorlegung genauerer Pläne hat ber Sonderausschuß bisher von der Regierung noch nicht erreicht; sie stehl aber wohl in kurzer Zeit in Aussicht. In der Regierung ist ein Ausschuß gebildet worben, der sich mit den Grsparungs- mafjnahmen zu b fassen hat Die Vorbereitungen sind also g.troff n Die AuSsührung hat in o ern beatmten, als Anfang Januar eine größere An- Schl von Kündigungen von Ang.stellten erfolgt ist i handelt sich dabei vornehmlich um jüngere Kräfte, von denen angenommen werden kann, daß sie anderweit' unterlommen können. Dies: Kündigungen können übrigens unmbg ib alle enb- eküt. sonst Würben manche staatlichen An-
i am 1. Februar ihre Pforten schtteßen müssen. Die KünbigungSmaßregel hat, weil sie die befonberen Verhältnisse Cer verfchieden'.n StaalSanstalten z. B. auch in unserer Stadt, nicht ausreichend würdigte .zu allerhand Schwierig- teiten geführt, die keine befandrS g-lückliche Einleitung der Desamtmastnahmen bilden.
Außeidem hat Hessen fein Alters- grenze ngcsetz für Staatsbeamte der Reichsverordnung über den Beamtenabbau ^ttspcechend geändert Runmehr t^-eten Staatsbeamte mit ben Ablauf des Monats in ben Ruheslanb. der demjenigen Monat »olgt In dem h? daS 65. Lebcns- jahr i ollenlxt haben. Der erste Termin ist da« Ende des Monats Januar 1924.
Da« find die Richtllnien, nach denen verfahren u. iben soll. Weltekes, als hier angegeben tu in Hellen noch nicht gof tchen. Ich werbe hier welle» asommen af end über ben Fortgang der h*- Die T-eamtcnfcbi-t bat drts Recht if 'cm Lau iden erhalten zu werdra r.-- V- ' ?.\rmir..-rang ist ihre eigenste.
n< ' *' - • ' eg.nu.it Sre hoa.t mit Sorten
>' w . i !>. 3« ist in jüngster Z it •te eia* tü.mt Di: nie. .jäh.liche Vrn- ' : ' r fi*l ' * \n. d - m n u-
•b «. l»c e*4>altet war.< t au( etwa die
mämrtsttzen Fachschule, Dr. Feldt (Siehe seige.)
— DvhltätigkeitS-Kvnzert Morgen Donnerstag. 3 Uhr findet im SasS Ernst Ludwig ein großes Orchester-Konzert statt. 20 Siebener Musikfreunde stellen sich unentgettllch in den Dienst ber guten Sache. Der Reinertrag wird dem Wohllahrtsaml ber Stadt Gießen zugunsten der Winternothilfe zugeführt (Stehe Anzeige.)
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, ''Deutsche Wirt schäft« zahlen. Ilm» Rotizen unter di:er Ileberfchrift. Die wir für bie Zett der täglichen Derttchaxtnku.ngen im HandrtsteU unseres B. al des tx:rvfl«u.lch:e«, haben durch die mittlerooeile etngetrc.e.ie Stabilisierung der Wirtschatt an aktuellem Interelle verloren. Wir haben deshalb diese Rubrik bii auf weiteres gestrichen, werden aber nicht verseilen. unsere Qe er von eiaxiigtn wirtschaftliche« Aenderungen, wie z. B. Leben« haltu.ugs in der. Großhandelspreise ufw.. wie b^foer stet« umgehend in Kennt ntS ui sehen.
•• Die Verlängerung der Han- delSerlaubnisscheine betrifft eine wichtige Bekanntmachung in unserem heutigen Anzeigenteile.
" Sin neue r, «rmäßigterDrot- gutschein-PreiS wird in -ui^xrem heutigen Anzeigenteil bekanntgegeben.
" 2rbeit«iubtläum. DerH'illSarbett« unb Chauffeur Adolf Rau au« Dieseck feiert ^tte fein 25jährige« ArbritSjubiläum m ber Brül-lschen Ililiver, Itätt-Buchdrucktrei. Der Jubilar war während de« Kriege« al« Ehiusfeur an der Front und war einer der loenigcn. die ttahrenh de« ganzen Kriege« mit bat Rerven bunDgcboitcn unb allezeit stramm auf dem jDoficn waren. Brt fein. n Vorgesetzten unb M ta rod lern erfreut sich der Jubilar bes b.llten Aisehen«, und man hofft allseitig, ihn noch lange im Äreift der Mitarbeitrn: zu haben.
*' ® 1 n in letef f anter Film, ber in Mer Teile flegltebert ist, wirb in feinem erst« Teil bis morgen Ab.md entfch'.ießllch Im Lichv-
El ho u«, Bahnhofstraße, getlgt. QHan hat es bei dem Film, der unter dem TitÄ -?>lc_^vaflöbie ber Siebe" läuft, mit einem Krt- minaU'etl zu tun; die Handlung sp eit in Pari«. Die Hauptrolle wird von dar beftan« bekannten Filmschauspielerin Mia May geg ben. baaeben Unb noch zaUreiche andere, kor angesehene ^ltmschaufpielgrößer. we Srita Gläfsni. Smil Oanning«, Ida Wüst ufw., in der Darstellung rech', vorteilhaft beschafllgt. Reben den ausgezeichneten lünstl-rifchen Darb rtimgcn bi^er Schaufpielkräfte bekommt man ii d:m Film viele iwrlrefsl.chr Proben b.r fortgefchrtlt.rns ci Äino- t echnik zu sehen, die. vrrr'.n t mit ber hoch trugen Darstellung den Film zu cüt.*m w.rkllh feh^,S» werten machrni. Aus Grund dos guten Eindruck«. Den der erste Teil des Werkes bert»org>n*usen hat, darf man mit Spannung den tixiteren Zlbschnltten entgegensehen.
Dom Reichsbund der Kriegsbeschädigten wird unS berichtet: A n Sonntag nachmittag fand Im Saale beJ Katl>olischen VereinShaufes unter der Leitung bei 1. Vorsitzenden der Ortsgruppe Giehen, Walldorf, ctne stark besuchte Versammlung statt, w.-lche sich mit den gegoTicärttgcn Renten der Kll^svpfer unb den Bestimmungen ber P.-rsvnalabbauvervibnun- gen auf Grund deS ErmachriaungSgescyeS befähle. BezlrkSsekretär Benner oeleuchtate In einem großzügig angelegten Referat cbigehcnb die qcgcniiMrtlgc Dcrfvrgung der Krt^sopfer. Er gab einen Rückbllck über die früheren Tterfor* gunasgesetze und verglich an Hand von B'isplclea die heutigen Rentensätze Es g ng daraus hervor, daß schon früher allgemein vom 'R.-iche anerkannt wurde, daß die Brtorgung der Kriegsopfer nicht den Derhältnisf« entspreche. Trotzdem Ist aber nach Dem Kriege, obwohl viele Gesetze in dteser Hinsicht beschlossen wurden, nxht daS für die Kriegsopfer vom Reich: aus getan worben, waS im Interesse der Kriegsopfer erfvrde.l ch wäre. DaS (Segenteil ist eingetretr.i, und zwar i »fofem, als mit jedem Tage b deutende B:rfch>.ht rung« «macht unb die Kriegsopfer Immer mehr Dem ölenb preiSgegeben wurden. Durch die neuen Verordnungen des Reichstages anfangs 3nnuar 1923 hatte man einigermaßen Hoffnung, daß eine allgemeine Desferung ri i tret en Uni r De. 2ll»er auch die« ist w^der durch die Im letzten halben Zahr herrschende große OclDentue tuig «rnichtc remacht worden. Ferner ist bedauei llch, daß die Oeffait* lichkett in den meisten Fällen eine falsche Auffassung von ber Versorgung der Kriegsopfer hat und daß viele di: Ansicht fr:gen, den Kr eg-sopfern gebe es zum Teil noch za gut. Di.*S kommt lebig- Daher. daß von den fü irenbcn S ellen im Reich« Die Oeffentllchkeit falsch unterrichtet wurde. S« gilt deshalb vor allen Dingen, die öffentllche Meinung genau aufzullärsn, damit sie ein klares Bild bekommt, wie in Wirklichkeit Die heutige Versorgung der KriegSovf.'r ausfirht. Ferner ging der Referent näher ein auf die bn Strember beschlossenen neuen Voldrenten, unb wteS an Hand von Bei spielen nach, bah diese Sätze höchsten« Vs von Dem au«machen, was wähvvad dc« Kriege« unb kurz nach dem Kriege an Renten ausbezoblt worden ift Es ist vollständig ausgesch'ostai. daß mit ben Heinen Rent -nqebührmis> r die Krie>n> Witwen unb -Beschädigten auch nur ei tigermabe* ihr Leben fristen formen. Ferner I nd die auf Grund des Ermächtigungsgesetz S er In s -er Personalabbau Verordnungen ton einldhul ei'er Wir» htny auf die KriegSops.'r. indem man einfach be- stehende Gesetze (Sch v-erbeschädigteng'feh) au«- geschaltet hat unb dte Krt gsbefchäDigten rücksichtslos aus die Straße fetzt, wo cs doch eine erste Pllicht deS Staate« sein muß. die Krieg«- beschädigten entsprechend i'rer Berwu-ndung und sonstigen Leiden zu befchäfhgen. Erschütternde Meldungen sind au» dem ganym Räche elage- lausen, und eS muh auf dem schnellsten Weg« Dafür gesorgt werden, daß hier eine Denbung eintritt, durch die die Wrtkerh^chästigung ber Kriegsbeschädigten auf jeden Fall gef chett wird. Ferner muß eine durchgreifente Reu et lang ber sozialen Fürsorge erfolgm, denn die M ttel welch» gegenwärtig <ur Verfügung stehen, sind furchtbar gering. Denner tri:# an Hand von Be spiele» nach, wie man von Seiten einzelner Behörden rücksichtslos mit den Kr egSopsem verfährt und wie ihnen durch diese Maßnahmen ber viel versprochene Dank ihres Vaterlandes ge-oährt wird. Auch die Kriegsopfer sind sich Darin eilig, baß In der heutigen Zeit Svarmaßnahm« von Seite« des Reiche: ert-el^en müssen, daß aber ber Staat in fo>laler Hinsicht n letzter Li ii: bn Den KriegS- befdbiählgten antangm muh und nicht, we eS jetzt gefch hen ist, durch dir Abbauvervrdmm«n unb Festsetzung der neuen Sotbrrnlei unsagbare« Elend bcraulbddtobrcn Darf. Ls eratno der Ä*r


