Ausgabe 
23.1.1924
 
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Mittwoch, 25. Januar 1924

U4. Jahrgang

Erstes Blatt

Das Problem der» Kapitalflucht

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aller 'Beamten, tu| anflf'icutcn

ie erfüllt. 15 r» 1 rier unb auf 'ÜMl

bic Politik der Vereinigten ©traten gegenüber 2tuManl\ wie sie durch bie Botschaft be» Prä­sidenten bestimmt worden sei, nicht ändern werde, falls nicht in der Sage in Ausland Der- änderungen ein treten werden.

3ft bk Mastnahme an sich notto'nb'g s man doch fordern bif) ihr? 2 u -fUh s o umsichtig, so geschickt, so schonend alSmSglichqefchcbe Tie Pensionir.ni ml 65 fahren trifft manchm bart, sie l't auch in vielen Fällen au» sachlichen 'Jrünbet uner- trünW-t. Welche Su nm- von Di nfterf bruni " den Acmrerit auf dies- W :fe. oft vir b-r

Macdonald, Premierminister.

London, 23 3an. (Dolfs) Vach Annihme deS Mist vaucnsvotum« im Unterhaus hat Stan­ley Baldwin dem König die Demission deS konserva ivcn ÄabinetU angebo en. Der König hat die Demission ang^nommri. da» Parlament auf den 12 Februar vertagt und den Für er der Ar- beüerbartei, Vamsay Macdonald. mit der Veub ldung deS Kabinett» beauftragt Macdonald bat da» Xmt de» Premier» ang.-nomm-n, und seinen Kollegen mi g -tritt, er bosse ti der C-tge zu fein, fein Äabine't btS Donnerstag zu bilden und im Amte zu sehen Vu eine Per- sönkichkeit, die nicht Wttglied der Arbeiterpartei sei, ist eingeladen worden, ein wich ige» Xmt au übernehmen. Macdv'ald t-ilte a- i er mit. er werde daS Foreign Office selbst überneh­men und fein erster Schritt werde lein, den Völkerbund in den Wirkungskreis feine» Am­te» au bringen. Für da» neue Äibinctt werden fclgenbe Ha rptpe.fönlickkcl en genannt: Mac­donald Dcriitz und 2 uher2», Ely ne« Ve- Heimsieg lb:w b er. L rd Parmoor Lo.bp äfl- bent de» Eeh.imen Ra e« Lord Halbane Lord­kanzler. Snowden ötatfinjl-r. Henderson Innere», Thoma» Äobnien. S cphan Walsh Krieg. Sir Sydney Oliver 3nbien, ®cn?ral Thompson Luck chif ahn, 21k, unt Thelms- ford Erster Lord der Xbmirali ät, Sydney Webb Handel, Voel Buxton Landwirtschaft

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Dr. Schacht in Paris.

Der Plan der Goldnotendank von den Sachverständigen

Beamtenabbau

Bon Pros D. M Schian. MdL

Da» Won ist schlimm, die Sache ist schlimmer Seit ich bic Reichere, vld,uni tue Herabminderung der Perfonalauogab.-n de» R.t^S vom 27 Ohobci 1W23 gelesen habe (unb da» geichnh bald nach ihrem erscheinen,, bat fie mich mit Unruhe unb

Sonn, t nb y ner'ec«, mUberSdwistatsbeilccr U$iet««et3cmiIirTb.tnfT woch«, kez>§»,rel§ 70 (Bolbpfeanig ein- schlreßlich Irdgertobn. cud) let I.ichni <u«n emjelner ^ummein ve* folge höterei Gewalt. 3<re ptech-bnsi ttsn |ir bic S*rtft c.:mng 112; für Verleg tnb SelchSst.si.ve 61.

ck-schri i |Li Drahtroch. i <t«n Smjetgct tItfcci. (ekle culoito.

. rteflttf *. U. 1166t*

Beamten sollen bl» zum 15 April auSgc'chreden, werden, weitere 10 v H später zu einen noch nicht bestimmten Zeitpunkt. Die in den Rudestanb Tretenden erhalten ihre Pension, ande e Ib.men auj Waneg ld grient werde.,, ganz 2 «sich idonde ei walten un er gew s en Vorau» ehu g n ei.ic Ab­fi bang s.imme. A g st.li e ohnr B am eniech e sind, sofern sie nicht dienstlich une-.,tdedrlich find zu entlassen. Da» sind die ei lUxt rlbenbflcii Cd he au» bei gerann en Reick» erorbnurg Ku e Sätz. aber wiesele Hosf.ningen vcrnlch rn s e' TD.e.l l Existenzen stellen sie tu Frag -! Dieviele So»gen haben sie im Desolge! Man bebenle: zu dieser Zeit, In der bie Industrie gn hmteil» s lern mub unb daher Ard i »'röste entläß:. la de. bie Ban­ken nach der Periode 7*3 Ins la livn» hochbet rid» eine erheblich stillere Zeit haben, in ber feder- mann mit Sengen in die Zukunft sieht! Ich brauche ba« gar nicht weiter auSzumalen. e» sind trübe Bilder, die sich un». sobald wir die 'UMrfungcr di. f-'r Peisonaloerminder.ing bedenken, vor Augen

Der italienisch-serbische Pakt.

Rom, 22. Ian lWTB.) Die verlautet, trifft am 25. Januar QKrnifterbräTibert P a - sch11sch in Begleitung des Austemninister« Vinttchttsch in Rom ein, um das kalten isch- !erblich7 Abkommen über Fiume sowie den Freund'chastspaft und den Handelsverircnz zu unterschreiben. damit alle drei sofort au*griühri werden können. Italleni'che und serb iche Sach­verständige für El enbahnweien, Haien und Zoll- wesen werden die Abkommen vorberetten.

Bttin vr,' s[«d)tunb« (ei* nbofst)otel CtB. ar, u-i, "

stellen

Dir fragen: Mu st da» sein? Leider leider werden wir mit Ja antworten müssen. Der Be- amtenapvaral war In den (\ibven nach ber Re­volution in geradezu staunenswer'em Verhältnis arg'wachsen Die Einführung de» Ach stunden' tag dl? Ücb/r ahnte neuer Ai sgaben dirch den S aat, die Wltftngm der Inflation da- sind bie wich Igften Ulf icbm der B am envermebeung 2ud> andere» bat mi gesprochen man be ite an die fehl viel erörterten thüringischen Drichehnllsel 3n dem Augenblick in dem der Achtstundentag fiel - unb bei Achlstunbentag der Beamten muhte fallen, al» der Achtstundentag ber Ar­beiter fiel - wurden Kräfte entbehrlich Sie Wetter zu Mduftigen. bestand jedenfalls kein sachliches Bedürfnis. Dring -nb aber wurde der Abbau durch die Finanzlage be» Reih» unb der S aalen. Dast fie ernst ist. weist wohl allmählich jeder, ber sich mit diesen Dingen einigertnaflen bewilligte Dl« ernst sie ist. da» wissen bi» beut anscheinend nur wenige Von Repaia ion»verrslichkurgen ganz ad gesehen, - da» Reich unb die Lände. h,ben Ar- Seit faum da» Llll^rötigte Mit am schlimmsten steht der hessisch- Staat da. 3hm fehlen die Sin- fünfte au» dem beieh en Ocblet; unb alle die Röte, die die anderen Länder drücken, drücken a ich ihn Die TL'gerung ersinnt Steuern auf Steuern: aber auch da» Steuerzahler bat (Srcn cn A> l ihen aus- zunchmcn ist zur Zeit nld>» me^'ich: nvmanb hat Geld, si? Herzug bei. Papierg'ld birf nicht weite« auf gegeben treiben; eine neue Inflation würde un» alle In ein geradezu entsetzlich» Ghio» stür­zen Dir Haden vom Oktober und Rovember 1923 gerade _fl?nug* Df her bJ« Veld für die aller- brirgmbitcn Ausgaben ne men? Der S aat ka n n nicht mehr. Er m u st feine Lasten Geringem sonst geht er zugrunde So tief schmerzlich die Mastnahme ist. fie ist notwendig Leider

fort mit dem Erfolg, dast im Rovember 1917 eine neue Regierung der Bolschewik» die Dewalt an sich reisten konnte. Le i n trat nun an die Sbitzc ber Bolichenxki-Regterung al» .Vor­sitzender des Rates ber Vvlkskommi'fare" oder, wie man sonst faien würde,als Ministerpräsident.

Heber bic Persönlichkrit Lenin» ist schon viel geschrieben worden Sine gute Schilderung gibt anscheinend da» Buch de» russischen Soztallsten Landau-Aldanvw .Lenin und ber Bolsche­wismus'. Der Verfasser zeigt dort zunächst an den Schristen Lenins dast feine Ansichten viele Dandlungen du'chgemacht haben, und sprich! bann von den Dcünden bic Centn» Sinflust er- fiären Einer hegt darin, dast Lenin sich nicht be- reichert hat .Heute da die BsllcheDcki über Mil­liarden verfügen und die skandalösesten und sehr oft richtigen Derücht« in bezug aus.seine Mit­arbeiter umlaufen, verichont diese Schmanchronlk Lenin Er ist in diesem Beutezug, der Bolschawist. der sich nicht bereick-eri hat Man spricht mit Bewun>rurg davtn - Darm f'hri er fort .Lenin 4ft Publizist unt- Redner Aber er erheb: sich al» Publizist und Redner nicht über da» Mittel­mast . Auster politischer- Oekonomie weist er sehr wenig Die russische Zivilisation, ebenso wie die europäische ist ihm sremd geblieben. Sc fleht in ihnen den Ausslust der kapttalistischen D-tli. die er hastt mit der ganzen Kraft de» Haffe» einer brennenden und beschränkten Se.cke Gr spricht heftig, ohne zu sonoren Phrasen, geist­reichen Denen und Schauspirieret za greifen. Er ist unbestreitbar gebe euer Führer und Men- schenlerk-r ersten Ranges."

Zwischen Lenin unb Trveky. dem anderen Diktator entwickelt sich nach un> nach ein Deg n- far, insofern Lenin sich eben doch genhtig tan, der alten Ordnung mehr und mehr Zugeständn ste zu machen, wählend Drtzkh die» ablehirt und so-, uagcn Füh-er de» linken Flügel» der Bolsche­wisten ist. Ob Trrtzkh oder ein andere» Mitglied der Regierung hnftanb* sind, die durch den Tod Lenin» entstandene Lücke au »zufüll m bleibt sehr sraglich Immerhin werden die Machthrber wäh­rend der langen Krankheit Lenins alles getan Haden, für diesen Eventualfall vorauf argen.

Amerika nnb 9rnins Tod.

Dafhington, 23. Ian. IHava») Im Deisten Hause wird erklärt, dast der Tod Denin»

landsguthaben, hatte, bemerkt ba» .Petit Ctoar» nal". es scheine nicht, ba^ diese Debatte sehr viel Licht über die Ang l genhe.t verbr.itet hätte. Der allgemeine Eindruck a, h? dah n tkif) die Unter­suchung te» zweiten Ausschusses sehr schwie­rig sein ux'rie. Mac Äcnna, l^er vorgestern eine Unterredung mit Poincar (- hatte, habe au- feinem Sk.vtiztSmu» fein Hehl gemacht 3m D.unde gen cm men g be e» nur ein», wa» die Zu­rückziehung der deutschen Kapitallcn veranlassen Bnnlc. nämlich

da» Intere fr ber Besitzer nnb die Aussicht auj Gewinn; sie würden nach Berlin zurück- kehren, wenn die Wahrung stabil sei.

Diese Erfahrung habe man in Wien gemacht Da» .Journal giaubt zu wissen, dast Dr Schacht den Brilag ter von Deutschen im Au-lande untcr- aebrächten Devisen nicht für so hoch hält wie Mac Kenna im Jahre 1922 geschäht habe Aus alle.

)H -q.:a feit ihre Aück-

füb ung zu erreichen, al» durch eine Sanie- lungderinnerteutschen Finanzlage Da» vom Sackverständ g nau schuh für da» deutsche Budget und die deutfche Währung gestern nachmittag au»gcg, bene Qommuniquv wird vom .Petit Journal' wie folgt kommentiert: ®» gebe darau» hervor, dast die Ausführungen Dr. Schacht» im gingen einen günstigen Ein­druck gemicht hätten und tast die Srchverstän- bigen eutschlostsn seien, mit dem Plane einer Eoldnotenbank eine Probe zu machen. Dr. Sckiacht habe daran erinnelt. dast seine Ideen allen Sa hverstäirdigen bereit» bekannt seien und bah er nicht in der Lag? fein würde, dem Komitee viel neue Insormrti.'nen zu geben, dast dagegen sein ganzer Wunsch tahin gebe, e» von der Rotwendigkrit der möglichst baldigen Abreis« nach Berlin

zu überzeugen. Zweierlei sei an dem 6ommunlqu6 bemerkenswert erste!'«, tast e» auf dem Stand- punh stehe, die künftige Rotenbnnk würbe mit deutschem Kapital gegründet werben, zu dem zur Ergänzung ausländische» Kapital mit herangezogen würde Da» Blatt will willen, i selbst ha» uingekehr t e rorqc- schlagen hätte. Er verlangte zunächst eine inter­nationale Anleihe, zu ber bann deutsche» 5L4>itiU hinzu kommen sollte Dieser leytere Plan scheine den Vo.zug der gröf>?r?n Logik zu haben. S» weide bei be i g gentoärtigen Verhältnisten in Deutschland schwierig sein, bi» Kapital zu fin­den. ch? man die ausländisch?''. Kapitalien auf- geb rächt habe. Erst bie Dewi chril, diese letzteren zu erhalten, werde die deutschen Industriellen bestimmen, wenigsten» zum Teil ihre Devisen nach Deutschbtnd zuruckzuführen und sie der Staats­bank anzuverirauen Der zweite bemerkenswertc Punkt de» Eemmuniqu^S bestehe birin, dast die Sackverftänbigen eine interalliierte Lei­tung für die künftige Duck in» Auge fasten. Dr Schacht hätte wahrscheinlich eine rein deut- sche Leitung vorgezagen Aber Deutschland müsse iich mit ber Rr twenNgkeit einer Kontrolle, ja fogir einer strengen Kontrolle abfinhen.

Lenin t-

Moskan, 22. Jan. (DTB.) (RnI Tclegr.» Xgettjr.) Am 21. Januar, abend« 6 Uhr 15 Mtunt-m ist Lenin m Gorki bei Moekau ze- stör den. Da» ärmlich« Bulletin lautet: Am 21. 3«aar trat im Desu»dheit«>»stande Lr- nie« eiueplötzlicheDerschlimmeruug ein. Um 5", Uhr ad end» trat Bewußtlosigkeit eta eab allgemeine Entkräftung. Um 6.15 gab Lenin «rtrr den Erscheinungen der Para- ttzse de« Atmung«zen trum« feinen Deist auf. e

Er»tnzend wird folgende» ärztliche» Bulletin veröstentlicht Die am 21. 1. nach­mittag» vollzogene Obduktion stellte harte Veränderungen der Blutgefässe fest. Eine frtltbc Blutung aus den (Mähen der weichen Hirnrinde war die unmittelbare Todesursache. Unterzeich­net Ist da» Bulletin von den Prvselloren Foeriter. OstWow. Llbrifosow. Deschin und Btiutk. t>on tkn Doktoren Dautler. Elistratow. Rosanow. Obuch, Deihbrodt unb Semachkv. In dem Regieru»g«komuniu.quee über den Tod Lenin» heisst e«: Richt» deutete auf die Rähe de« Tode» hin In der letz'en Zeit war im Eriundhens- zustande Lenin» eine bedeuten < Bellerung elnge- treten und alle» schien daraushinzubeu cn. dast sich tetne Des und hei! auch writerhtn lKl,em tperbe. Danz unerwartet trat gestern, den 21 Ja­nuar eine schroffe Derfchlimmerung ein, und ein paar' Stunden später verschied Lenin.

Der In Moskau tagende 2 l l r u ssische Rätekongrest und br in bett nächsten Tagen mi eröffnende Kongrest der Sowietunion werden die nötigen Entschridun^n treffen, urn die wcktere ununterbrochrne 3 W< tegterung zu sichern. Da» H-'^den Lenin» bedeutet den I ch wer st en Schlag, der bic arbeitenden Klassen der Sowjetu.ti.m se t der Er­oberung der Macht durch die Ärbei!er und Bauern Rustland« getroffen Hal b« Arbeiter unb Bau-rn nicht unserer Republck. son­dern auch aller Länder schtver erichüttern wirb Die breitesten Mallen ber werftätigen Sowjet- regierten« werden da» Werk Lenin» weiter- führen unb ber von Ihm g^wi-^enen Weg wei­ter beschreiten. Di- Sowjetmacht steht auf dem Posten unb bewacht die Eroberungen her prole­tarischen Union. Die Leiche iHrb am Dienstag au» Dvrft nach Moskau ubcrqriubrt unb bi« zu ber am Sam-tag ftottflnbenbcn Deerdigtmg Im E»ewerftchaft«hau» aufgebabtt werben, der gan­zen Obetn'IVrung wird der Zugang zur Bahre frcl- leflellt sein. Sl nowsew hat einen Aufruf de« Effekut vkomilee» der Kommunisti­schen Internationale

an alle Sektionen erlassen in dem e» beistt: Am 21 Januar ist Centn unerwartet unter srichei- nuwn der Paralyse de» AtmungSzentrams gestorben Die Leichenbestattung findet am Sams­tag 26 Januar ftatt Die 5kvmmunlstische 3nter- nattonalc hat ihren Führe unb Lehrer verloren Da» internationale Proletariat hat den greifen Verlust seit dem Tode Karl Marr ersitien. Hut ab vor dem frischen Erab be« grosten Meister» Die Arbeiterllasse und da» internatio­nale Proletariat weist Jva« e» in der Person Lenin» verloren hat ä

Um 12 Uhr mittag« fand eine 20 Mmuten dauernde Sitzung de» allrussischen Räte- kvngresse» statt. Die von Kalintn über- brachte Mitteilung vom Tode Lenin« machte auf die Delegierten einen um so überwältigen­deren Eindruck, al« den meisten Dele^steri-en die Tatsache noch unbekannt war Der Äonqrefl erhob den 21 Iamiar «gim Trauertag In MoSkau Unb alle öllentlihen Veranstaltungen unb Lust­barkeiten auf sechs Tage abgesagt

Die Persönlichkeit Lenins.

Wladimir Iljltsch Lenin (eigsntllch Ulanoff) entstammte einer an refehene' Famil e an» dem Swuvemen^nt SimbirSk. S'ta Vater war Gym- nalktPl c?tnr Schm in früher Iugenbzrit nahm er a:t der levolutinnär'N BeD-egun, in Rustland teil. Mehrfach erlitt er harte D fängn'»stra^e, Ein glrihgef.nnter Bruder von ihm wurde 18°9 btngeri Met Sr selbst wurde hn Jahre 1897 nach Stbir-en verbamck. Don dort entkam er 1999 in» Au-land, wo er uifarnmcn mit Ple- chanoff. Arelrrb und Gallulitsch bk Zeitung ,3«- Tra (her .Funkes gründete Um die .3»kra" tammelte sich M? so- ald.-mokratisthe Arbri'erbe- nregung Ru'lind». die sich bann frriltdb später sehr vielgestaltig ent'v'ckelte, bi« 1903 bi? Spal­tung in Menschewil unb B-llchewift erfolgte. Die Mensche 'ükt. ui frmen bie Mehrzabl der 3ntelligenr stirst. b'efe' e# mit einem gewillen Ovvortunismue. die B--llch7wift >ocen nach wte vor bic äu^wsten Fr!gerungen au« ber fozia- listi'chen Lehr: Seiner gan-en Q5e-ailaguna n.v6 mürbe Lenin da» g i't g- Haupt ber Bollchewift. Al? solcher trat er während der Rrvolu'ion von 1905 wieder in Rußland auf. wo er sich jedoch mrr bi4 1907 halten konnte. Er ging dann wieder in» Ausland, zunächst nach London, dann In bie Schwei*.

Erst al# im März 1917 der Zarenthron um- qefllnt wurde, war für ibn der W-g nach Rust- (anb wieder ofkn. Sr entwickelte b-irt ene eifrige Tätigkeit, um der Revolut on die von tbm ge­wünschte Regierung »u geben Di-k Tätigkeit wurde aber der bürp-rlichm Re o'u i n» etlerung wie auch bent englischen Botschafter Bichanan bald Io unb>iuew. *ab fk ibn unschädlich w machen trachteten. Centn mur tc au» der Oef'eik- lich'cit verschwinden, tedvch blkb er Ft Rustland. Mm so eifriger fetzte er feine Arbeit on Geheimen

GiehenerAnziger

General-Anzeiger für Gberheffen

vn« Ä» PtTtaf: UnlMrSta».Bid>. Sltiiitnidtrtt R. k«,e in *k|en. Sdiriftleitnng AU» I

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fit Jtnjriwn 27 m n Srmt r l<chS,au»wtrti 10Goldpf»»nig. lüx aV khne Jins«g» \ e.7i) n n

X« Goldpsenmg f)la ,»3|4)rni U . «H' sch la z. - ^«a»tM»rU«ch fuc Ujütdiu. Jeutfleton: Dr. jnebr. LvUtz.Can j«; fir Xn UJn^«n 2"^ dmh dUm chetmi ar den Imrigciutd. >>a<u d<A,

re form Tiber ber Pensienierte bezi ht wenigc«? sein Ruh g Hilt; er tarn sich a len! I 8 er a ten. Mühsam! Denn die Srsvarniss' 11n> ver'oren. dar neue Eeldgehilt ist 'änmerlich Urin und ba« Golbn hc-g Hilt noch k.ein'r Ab-v etwa» ist ihm immerhin g b i den Viel härter nob wi ten Entlassungen, bie bei brnrn. bie kein volle» Be­amtenrecht erworben bitten, zulässig sind 28 must alle» birin g setzt werden dast s rerech a möglich tKri-br n Die R i!G erord ung

will, dast bic persönlichen und wir sch--ftlichen Verhältnisse bei c n\rincn berü cksichtigt, die prli- rische und die k^nsrillon'lle Pari iz igehöri k lt au-Vr Ansatz bleib.n Wird nach befen Richt- hnt x üb rall. in jedem Falle verf ihrm w den? erber ist den Kündigunien b'r R ich> vost und de. Reich reisend ihn bernt« m tn he» unterfldaafen wa« der Kr tck nicht standhtl -en kann. 3m .V'.ri»nner Anz-tger" war van Fällen die Rede, in b neu augenscheii ich c ne elnge c tx Prüfung brr Umstände gefeb t bit Fast noch schlimmer ist e» dast Beamtm in besetzten De'le', die doch im Laufe be« R ihrkam fe» besonder/ schwer: Ze ten g habt hib.m jetzt g kündig wor- den ist Und al« in jeder H n icht unverstäidk ch im allerhöchsten Erade b bäuerlich must e» be­zeichnet w:rd n dast bie Äünriguni h er und b: tm besetzten E.biet sogar B amte g-troffen tat. bc infolge de» pastiven Widerstandeö cuf fran- zöf sch? Urteile hin in E-sänini« fiten Weni <o e wa» geschehen kinn. ban \ wür' » b ff r w nn nicht so schnell, aber dafür sorgfältige: velf^hc» tnürbc

Während andere b utfche Länder, bet Retch»- Derorbnun; felg nb. ihr Veriahrm i.i Sachen b'r Perirnalv ränberui a b r tu g r gelt hab n ist Helfen bamit nach nicht so wett Di' R gelunp der Komp tenz n macht: in H fsen W tu gxr nötig. Dir Regierung erhielt bvtann lib feine allgemeine T^mächt g ing sendem ber ßinbtiq It t. en n af t». hnk psig n Sonder au frust ein. ber an seiner 5t*ll Di: d nzmd nr-t-xn i ei Mastiuehmen zu b sch iesten bat Darüber bie Regierung nach ber ReichSverordnuug etwa doch

Part». 22. Ian. lWTB) Reich» bankprä- fibent Dr Schacht unb Regieiung»lat Uten er haben brr RachmittazSsthung de» 2 'ch^.a-stäa- dtgenkvmttee» Dawe» (Jkibgct unb Währung) von 35 Uhr beigewohnt 3m Anichlast daran xit eine breivtertelfiünbige Sitzung brr deutschen Vertreter mit dem Kemitee Mae Kenna backsche Au»land«authabe.>> ftattgriunten. Dir Bespiechungen der Komitee» mit Dr Schacht sind »iermit beendet Da« Äomitec Mac Krnnu bat >en Wunsch ausgesprochen morgen mit Staats­sekretär Dr. Bergmann Rücksprache zu nehmen Da« 6attt>erfläni igcnfrinitce Daroe » lBudgri unb Währung, reift vvrau»sichutch am Montag nach Berlin ab.

Die Reparation-kommission veröffentlicht fol- genbe« offizielle Kommuntqu

Da« von ber Repko emnesrht: Sachver- stSubigenkomitee, ba» sich mitber Stabilisie­rung ber bcutscheu Währung unb dem Au»o pleich be« beut chen Budget« beschäftigt, ig zu ber Aussalszuj gekommen, bah c« zweckmah'.g wäre, «ine Dolbnotenbank zu errichten, indem man

1. ehren Teil bet Mctallreferven unb der au«läubischeu Devisen, bie etwa im Besitze deuticher Staatsangehöriger smb nnb zur Zeit keine wirt,«hastckche Verwendung finben, flüs­sig macht,

2. indem man ausländische« Kapital zur Unterstützung h-eranzieht.

Da« Komitee nimmt an, dast bie Errich­tung einer derartigen Dank einen Bestandteil bc« Gesamtplan« bilden wird, brr den künf­tigen Ausgleich de« Budget« und die Stabili­sierung der Wahrung herbeiführen soll. In dieser Beziehung scheint dem Komitee, ba« ge» wi se Teile de» von Dr. Schacht entwickelten Plane« mit Butzen Verwendung finden wer­den, wenn ber Zeitpunkt dazu gekommen ist. Da« Komitee hat bic Auteinanbersetznug brr Gebauten Dr. Schacht« begrüßt, ba sie ein Element ber umfassenderen Maßnahmen dar­stellen, bie getcoffcn werden können. Der Dor- sitzende be« Komitee« hat bereit« hervorqeho- ben, daß e« für die Alliierten notwendig ist, sich über einEinheitSprogrammzu ver­ständigen. Da« Komitee ist übrrz:ug', daß c« z>:r Sicherung be« Erfolge« ber ins Auge ge­fasten Bank auch wünschenLwert ist, bav Ausländer bei ihrer Leitung Mitwirken. Angesicht« ber Trmg.ichkeit einer Enischeidung unb ihrer Durchführmt ', hat ba« Komitee Dr. Schacht davon unterrichtet, daß e» am Mitt­woch, den 30. Januar, fernen endgültigen Plan in Derlm diskutieren werde.

Zu der Belprechuna. Ne Reichsbankpräsident Dr. Schacht gcficm nachmittag mit dem Sachver- ständigenausschust Wae Kenna (Deutsche Aus-