Ausgabe 
22.12.1924
 
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Amtszeit verbrachte er in Orleshausen bet Büdingen. Wit 75 Jahren trat er tn den wohlv.rdienten Ruhestand immer noch ein Auf-

Rüstiger. Er verzog nach Talbach, wo der Lod jetzt seinem arbeitsreichen Qeben ein Ende »achte

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Ulrichstein, 20. Dez. Für den Wie­deraufbau unsere- a b g ' Kirchturms und die Wied

cirgctrrfrcn. um der CtabiDetto.Ilung einen De'uch abzustatten. D i e nem Wahl, bil sich der Torftiflunfl der M tglicbcr deS Magistrats und deS Präs.b.umS der etjbtoerorbneienDevfamm- Jung im Romer anfchloh h eit Ob.rbuig r.nc ft er 2>r. Landmann e ne D gruhungSan pr che. ,n der er auf die Bedeutung Frank,urtS alS Han- ba?en;t>Drium und Kultur statt ? h nwi S und der groben Ausgaben gebucht:, die b:r Stadt vor allem auf dem ©cb.ctc der to.rtfchafll chen Ent­faltung obigen. Dazu erbat er bie Unt rstützung dec pceub schen Staat:r g crunz. M.mstec Se­verin g betonte in feiner Srw d-rung. dir poli- t.fche und w rtfchaftlich- Konfol di.-rung w.rden eS ermöglichen, an d e Derw rklichung der von Tr. Landmann berührten Zukunft oplän: b ran» Autrelen. Preußen habe ein 3ntcr4ie daran, die Entwicklung auf indutri (lern und w rllchafl- lichem Gebiet nicht zuungunst.n Frank urU cer» schieben au lassen. Sie preuh fch: Staatsregic» rung tone, toaS sie F ank uri -u ba iL*n habe, dah eS treue Sch lbwachi g halten. alS eS gart. feste Dollw.rke für daS Preuhentun und Deut ch- tum an der Lüdtvestgrenze zu bilden.

fpd. Frankfurt a. M., 21. Dez. Der Ma­gistrat macht mit feiner CBrüdenbauIotte- r t e glänzende Geschäfte. Q3on den 700 000 Losen find bereits 600 000 verkauft, der Rest dürfte bis Weihnachten gleichfalls in den Händen des kau» lenden Publikums fein. Die Werbckraft dieser mehr als volkstümlichen Auslosung liegt zweifel­los tn den ersten Gewinnen, nämlich drei Dillen. Der erste Hauptgewinn besteht in einer vollständig eingerichteten Siebenzimmertoohnung im Werte von 70 000 Mark. Eine (Billa für eine Mark!? Das ist zweifellos ettoas Der- lockendeS. Aber , ? Für eine ganze Mark darf sich der glückliche Gewinner keineswegs in den Delitz seiner Dilla sehen. Wohl ist das Haus- chen von allen Rebenabgaben frei, wenn es be­zogen wird. Aber auf die Wertzuwachs- (teuer verzichtet die Behörde diesmal auch nicht, und die beträgt bei dieser Dilla rund 20000 Mark. Ob nun ein jeder gleich diele Summe sein eigen nennt, wenn er Besitzer der Dilla wird? Jedenfalls hat der erste Gewinn der Frankfurter Drückenbaulotterie auch seinen recht ernst­haften Haken.

Gießener Stadttheater.

Mutierlegende, ein Legendenfpiel in 5 Rufzügen von Hellmuth Unger (Trftauffübrurg).

Es ist zwr fellos ein fchön:r und b'gruhenS- toerter Entschlich der Leitung unfrreS St b - thoaterS, dem hies.gen Pabl tum zum We h- nachtsfest ein Stück zu b.fch:ren, das den Ge­danken der alles überto.nd.-nd.n L ebe in den Mittclpun't stellt: und es ist nur AU b dauern, dah so auhervrdentl ch to nige am gestr gen Eoin» tag sich zu der Erstauf üh.ung zu amme s.nden, obgleich an d.essr St lle bete tS durch e nen einführenden Au sitz auf Stück und Ausschrung bingetoiefen worden war. Wir wollen h.sfen, daß die Ursache dies s schlecht n Besuches nur in der Unruhe der Tage vor dem F.-st zu suchen ist und dah bei den folgenden Au sührungen eine entschiedene De serung eintreten to..

Eine andere F.age ist allerdings. ob Unger tn feinem Leg.ndenchiel die Derwirllichun; ferner edlen Absicht tatsächl ch grglückt ist. Man kann vielleicht sagen, dah em Gedanke wie der der suchenden und erlösenden Mutterliebe im Grunde überhaupt der dramat schen ® ftaltung w der- strebt. Unger sagt in dem Dorwort der Buch­ausgabe seiner D.chlung (Leipzig. Theodor

Wucher 1922), daß fetn Stück naive Leser, Hörer und Zuschauer erfordere. Aber h er I egt em doppelter Irrtum vor. Man kann erstens solche Singe nicht einfach fordern, der moderne Menlch ist nun eben einmal dicht naiv im Sinne be3 Mittelalter-, wo bie Mafien in kindlicher 2mdacht dem treuh.rz g n Sv ei der Dlyster.en folgten. Und zwe.t.nS: Man kann vom Zutchau.r nicht verlangen, was der Dichter n ch: einmal felbft zu beten bat Unger selbst ist viel zu 1 hr moderner, dcwuhter Menfch, aU b-b er ohne Ge- fahr das Traumland der Legende betrete t könnte, elbft sein Tod ist nicht der schauerlich-geheim­nisvolle Gebieter, dem fid) alleS beugt und der doch auch von der Mutter! ebe erst ganz all­mählich auS seiner Starrheit erweicht werden durfte, fondern er ist allzu menschlich geraten in « ncr zu langem R den und Derh ndeln. Uebcrhaupl wird in dem S.ück viel zu viel und viel zu betrübt geredet, der zarte Schmelz des Irrat onalen, Unbewußten f hlt saft ganz ich.

Immerhin muh anerkannt werden, dah unter der Leitung HermannSleingoetters aus dem Spiel h.rauSg holt wurde, w s h rauszu­holen war. Die to.rkungsvollen B Iber Karl LöfslerS folgten sich mit anerkennensw r er Schnell get, so dah d.e Aufführung nich. du ch allzu lange Pausen zerr fsen wurde. WaS d e schauspielerischen Seift ungen betrifft, so steht und fällt das Stück ml der Darstellung der Mutter selbst. Uad da können wir nun Freya SturmfelS ein rückhaliloses Lod spenden. In der dumpfen Trauer deS An.angL, in dem Durst)- ringen zu dem grohen Entschluh der rettenden TaL in der Der»weislung ihres ruhelosen Wan­derns und endl.ch in dem langsam n fast ungl u» b gen Erwachen au n u r Leb n fr ube am E de öcä Lt rckes über Ul fand sie den rechten Ton. astm ihrer Leistung w llen müssen wir die Auf­führung dieses StückeS doch auf die PluSse te di (cs Tbeat rwinte S setzen, so groh auch sonst unsere Bedenken sein mögen. A olf Teleky fanb sich gut mit der unglücklichen Rolle des ^.odes ab. Kurt Joachim Daum war ein fröhlicher, manchmal etwa- allzu Patch tischer Wanderbursche ÄielS, Karl Juhnke en würdevoller Hüter deS lebten H.ufes. Mae Hoffmann hätte auS der Rolle 0 s Arztes vielleicht doch etwaS mehr machen können, alS er eS tat 6.ne hervorragende Leistung war der unheimliche Wuch.r.r Rudof Golls. -tz-

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tnf9cCr ® 0 c n benötigt unsere Gemeinde, abgesehen von der Dersicherungssumme, noch etwa 7000 Mark. Da unser lleine« Bergstädtchen diele Summe nicht auS eigener Äraft zu leisten öennag, hosst man aus die opferfreudige Unter­stützung anderer Gemeinden.

auSgestem und boten ein recht mdfeitiae». V»* tereffantc# Bild dieser Züch'ertätigkeir. Die Be­wertung durch die Preisrichter zeigte, datz sehr viel auteS Material zur Schau gestellt war. so day den Preisrichtern reichlich di< Tllögllch- kett vvrlag. die Roten .Dorzüglich". _6ebr gut, .Gut", und .Befriedigend" (-uszuteileü. 71 Ehrenpreise standen zu: Dertelluitg bereit ES würde an dielet Stelle ;u weit führen, auf die umfassende Preisvertettung. wie auch auf die Einzelheiten der groben Ausstellung näher einzugehen Wir müssen uns damit begnügen, die drei Gewinner der Staatspreise des Fvei- staates Helfen (je eine Plakette» zu nennen; eS erhielten diele Preise' Will). D e t n - Pvhl-GönS sür einen rebhuhnfarb. Wnandvtten-Hahn. Kari D f a n n k 0 ch - Berstadt für einen ' ebduhchar- oigen Italiener-Hahn. Äonr Rübsamen (Stehen für eine Peking-Ente.

Der gute Besuch der Ausstelluitg bewies, dah der veranstaltende Giehener Dereia für sein Unternehmen daS Intereffe der breiten Seffentlichkeit gefunden hatte.

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Rundfunk-Programm

des Frnnkfnrter LenderS.

(AuS der ,Radio-Umschau".f

Dienstag, den 23. Dezember:

11.55 Uhr Zeitangabe. 12 Uhr Tlachricht«- dienst 4.306 Uhr: Rund^unlnachmittag in Mu­sik und Wort; 6 Uhr Wir^fchaf'smrldungen; 66.30 Uhr: Die Lefestunde iMeisterwerke der Weltliteratur^. Aus ..Soll und Haben" von Gustav Freytag (5ortfchung) Sprecher: O W. Ctuötmann 5 30 Uhr Der Briefkasten 7 Uhr Stenographischer Fottoildttngslursus für alle Systeme (Diktat von 83 Silben auswärt-). 7.30 Uhr Funkhochschule Geheimrat Prof Di Gautzsch: .Weihnachten in der ulten deut­schen Kunst"! 8 Uhr die Besprechung (litera­rischer Teil): 8.30 Uhr ck Tb. A. Hellmann Dec Dichter und Komponist. 1 Arie dec Donna Anna au-Don 3uan" von Mozart, 2. Don Juan, Novelle von Hoslmann. 3. Harsenquiw tett von H.ffmann, 4. ArieOmbra aoorata" von Crescentini. 5.Ombra adoratn aus den .KreiS- lerlana" von Hoffmann. Aussübrende Glifabeth Friedrich vom Frankfurter Opernhaus <3o- pran), Rose Stein tHarsch Sprecher: Earl 0 t u e b e r. Das Lange-Quarte»t Anschliehend Rachcichten, Wetterdienst, SportberichL

Dazu:

Das Lied der Nachtigall

Märchenfilm in 8 Akten.

Beate:

Pat und Patachon

und die kleine Tänzerin

Lustspiel in 6 Akten.

Geflügel-Ausstellung in Gießen.

12- Landes-Verbunds-Ausstellung der

Hessischen <«cflüllelzuchtvereiuL-.

In der neuen Exerzierhalle des Ins.-Rgts. Ar. 15 an der Sicher Strahe war am Freitag. SamStag und gestern die 12. LandeS-Der- bandS- Ausstellung der Hessischen Geflügelzucht - Dereine, veranstallet vom Dogel- und Geflügelzuchtverein Diesten und Umgebung, zu sehen. Der Bund Deutscher Ge­flügelzüchter und mehrere Svitdervereine und SpezialNubs hatten sich daran beteiligt.

Die Ausstellung wurde mit einer Be- grübungSanfprache des Dorschenden deS Gie- Dencr DereinS und AuSstellungSleiters August Schwan eröffnet Für den Derband sprach bann der LandeSverbarrdSvorsitzende Munter­mann - Offenbach, als Dertreter der Provinz Oberhrssen Regierungsrat Dr. Heh vom Kreis­amt Diehen, namenS der Stadtverwaltung Bei­geordneter Dr. Frey und schliehlich Oekono» mierat Breidenbach-Dorheim alS Dor- sitzender des LandwirtschaltSkammerauSschusses Oberbeffen. Etwa 800 Geflügelsendungen waren

Ei« ichwereS

Arbeits­pferd au*e Sncbtftute au oerkamen bei

J. Glrnhnrd Cbenbauiert (bet VonOorfl

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Kreis Büdingen.

, Kohden, 19. Dez. Heute wurde der kangiährige Präsident unseres Krieger-

re i n S , Gastwirt LouiS Koch, unter zahl- Wt Bdeüigmig z u Grabe getragen. Der Ärtegcrnv-Lcin erwieS ihm die letzte Ehre. Koch, der bei dem Inf.-Regt Ar. 116 in Giehen

1 }?Qt f<^°n längere Zeit leidend, hatte tnfvlgedeslen feine Bäckerei auf gegeben und nur feine W rtschaft .Zum we hen Roh" wurde von m §cau weitergesührL Sein Sohn, der jetzt Präsident deS KrtegervereinS ist, hat sich der Detoncmte gewidmet.

Starkenburg und Rheinhessen.

* O s s e n b a ch . 20. De^ Die Stadtvertoal- Umg hat den Führern der S'adtve-ordneten-Fink- tivnen vertrauliche Ausschlüsse über Dl« Finanzlage der Stadl zugehen laLen vin her jüigflen 6 t a b t D e r 0 r bn t e n- fUuna wurde bemängelt, daß diese Ausschüsse mcht allen Stadtvetordneten üaerreicht wur­den. Die Deutsche DolkSpartei etSärte, fu? könne diese to.chligen Angaben auch ihren Wählern nicht vorenthalten und lehne eS ab, diese Geheimniskrämerei mit u nachen. Zar Errichtung von weiteren 121 Wohnungen wurden von den Stadioervrd- neten 900 000 Ml. bewilligt. FürdeMöbel- Versorgung .Hau - ra t" ü e.rtnimi die ©tobt eine Bürgschaft von 40000 Mk.

Hessen-Nassau.

-tt K önig-berg (Är. Biedenkopf). 12. Dez. Der Anschluharbellen in der hiesigen Grube ManneSmann wurde dieser Tage ein Zin­nober-Lager angebohrt. welche- durchaus abbausähia seit, folL Der Quecksilber- geaalt soll biS zu 80 Prozent betragen. Die öinmuiung ist von der Firma bereit» geschehen.

der Abliesung des Maschinenschachtes soll tn den nächsten Tagen begonnen werden. Unfcrc von der Aatur an Fruchtbarkeit etwas Niefmütter- llch behandelte Gemarkung birgt mxy manchen Schatz in ihrem Innern, der seiner Hebung erwar­tet. Hoffen wir, das) bald der Ausnahme- Tarts für Eisenerze für daS Lahn- Dillgebiel Wirklichkeit wird, damit die Gruben wieder mit voller Belegschaft arbeiten können und bie vielen arbeitslosen Bergleute wieder Beschäf­tigung finden. Der hiesige Gesangverein ßieberf teunb beabsichtigt, im nächsten Som- mer sein 50-jährigeS Bestehen zu feiern. Mit dieser Feier soll et* Sänger- Wettstreit verbunden werben. Der Derein trifft schon fetzt bie nötigen Dorbereitungen. DaS Smgen soll in 3 Klassen stattfinden. Don der Landwirtschaftskammer wird beabsichtigt, für die hiesige Dullen st ation einen Dullen zu stel­len. Der Demeinderaf ertellte dazu seine Geneh­migung.

Frankfurt a. M, 20. Dez. (WTD) Der preuh.sche Minister deS Innern, Sedering, ist

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Glücklich wird aber nur bet Mann fetn, besten Gattin tlnn die <?ornen im Stnmuf um» Da fetn 'erleichtern hilft. Dav meist die kluge dauSiran und deöbalb bereitet sie daS täg­liche Kaffee-Getränk nur mit einem Ziisav von Werner Breuer'S Kaffee-Lurro- flat, denn Werner Breuer erfoart Ihr die Halste Maffee, Mat;-, Kornkaffee ob. foniilaen <laffce-(irfao und verleiht trotzdem dem Ge­tränk schöne, ounfle .varbe und fräftinen, aiomattfdjen («elchntaL

Erbältlich in den flolonn IroarenflefAäften. 9014V