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Erschein! täglich, außer Sonn» und Jcicrtags.

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Gießen erIamilienblLtter Heimat im Bild.

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Samstag, 22. November 1924

174. Jahrgang

Blatt

Dnirf vstd Verlag- vrühl'sche Universitätr-Vuch- und Sleindruckere! R. Lange in Sieben. Schnftleitung und Geschäftsstelle: schultttaße 7.

Zunahme von für die Tageonummer bis zum Nachmittag vorher ohne jedcVerbindlichkeit.

Preis für 1 mm höhe für Anzeigen von 27 mm Dre'te örtlich«, auswärts 10 Goldpfennig: für Ne- klame.An;eigenv.70mm Breite 35 Goldpfennig, Plahvorsckrift 20°. Auf­schlag. - Verantwortlich für Politik u. Feuilleton: vrFriedr.Wilh. Lange: für den übrigen Teil: Ernst Blumschein: für den Anzeigenteil: Hans Beär, sämtlich in Gießen.

Auswirkungen ein? n?u? W

Pariser Ktzfitioish' un greifen Gen.rals, t.lf.n Liller Prozeß sonnenklar

Chamberlain daS aufrichtige T»eilet D bc * Königs Fuad und der <> gYptischen .Ke gtcrung anläßlich deS Tobe» von General Stack auszusprechen Später stattete N?r Ges an te dem K r i eg s m i n i st e r einm Besuch ab. dem e glechfallS daS Bedauern des Königs und de. ägypt.schon Negierung ous'prach

Die Mörder Sir Lee Stacks

England und die Bolschewisten.

Verwahrung gegen die kommunistische Propaganda in England. Keine Ratifizierung des britisch-russischen Vertrages.

ter Brr: die geia gleich iurg sieh lp'.uchZ :

Freilassung des Völlice Tlnschuld der crtpl.'fcn &it. das ist

sollte. General von Rathusius hat erklärt, dah er die Küchengeräte ordnungsmäßig durch die Kommandantur hätte requirieren und verpacken lassen, um sie mit in die neuen Quartiere zu nehmen, weil sie in der Ab­teilung, die General von Rathusius komman­dierte, notwendig waren.

Ein zweiter Revisionsgrund ist folgender: Der damalige Gesamtwert der gestohlenen Ge­genstände hat sich auf 1831 Franker belaufen, für die als jetziger Grgrnw?rt vom Kriegsgericht ohne weiteres 5000 Franken festgesetzt worden

Reben der Revision will der Rechtsanwalt im Ramen des Generals ein Gnadengesuch an den Präsidenten Doumergue richten.

Ein An wag auf provisorisch? Haftentlassung ist vom Militärgericht a b g e l e h n t Wordew 7Cv colai wird gleich nach seiner Ankunft in Paris eine Unterrefcung mit Israel, dem S.'koetar des Ministerp.äsidenten, haben

Die Pariser Blätter geben eine ausführlich? Schilderung von dem Verlauf der Verhand­lungen gegen Rathusius. Die m fisten kominen über eine kleinlich?, gehässige Darstellung bei der Er­innerungen aus der Kriegszeit eine Rolle fielen, md)^5inaa^ P^riS" schreibt:®in Jahr Ge­fängnis, das ist also alles, was wir von der Bestrafung der K r ieg s s chu ld i 6«-n crl.-b-n. b.e OBilfon uni> 2bji> reich, Belgien und der Menschheit f ie.lrch fpr°am Quai d'Orsay wird imf man sich die weit?re Werbung * , stellt, auswwch.nd. S-antwortÄ Das^«W m nisterium lehnt rede Wesungm

Die deutsche D o t ch a ^ürfLn.

aus Berlin, die b?rc;t5 unterleg -

Allem Anschein "ach wird Ilbrvise seines der für den Augenbl-.ck «« «(t abgc, Verteidigers vo n ablehnen

einer Rjchtbcachtung dieser Ankündigung orgfältig zu erwägen.

3n einem zweiten Dries deS Staatssekretärs deS Aeußern lehnt England die Ratifikation der

Vertrage mit Sowjetrußland ab.

Es heißt in der Rote: .Die R-zirrung Sr. Maje­stät hat die Mischm der früheren britischen Re- gicrung und der Regierung der Union der fozia- li flHd-.cn Sowjetrepub!il?n verhandel en und am 8. August d. Äs unterzeich xeten Vertrage er e Rachprüfung unterzogen. Ich habe die Ehre, Ihnen mitzuteilen, daß Sr. Majestät Regierung nach gebührender Ueberkgung nicht in der Lage ist, die in Frage stehenden Vertrage an das Parlament weiterzugeben oder sie dem König zur Gegenzeichnung zu unterbreiten.

Ein driltes Schreiben Ehamberlains behandelt einen von dem ru'sfichen Botschafter in der Preße veröffentlichten Aufruf, in dem die Bestrafung aller privaten und beamteten eng­lischen Personen gefordert wird, die an der Veröfsentlichung des Sinowjew-Briefes bctei- l gt waren. Chamberlain ft Ht feit, daß er nicht beabsichtige, von dem durch Macdonald Ra­kowski mitgcteilten Beschluß abzugehen, daß die Frage von der englischen Regierung nicht behan­delt werden könne.

Die britisch-ägyptische Spannung.

Schale Maßnahmen der britische» Regierung.

L o n d o n , 22. Äov. (WB Funk pruch ) Mi- nisteipräfident Baldwin ist g stem aufs Land gefahren. Di? Mitglierer des Kabine, s hab? ec darauf autmertsam gemacht, daß aageächts der Ereignisse in Ka ro eine Sitzung des K a bi - net ts zu Wochenende nölig wer.c > könnt?. In der Rote der britischen an die ägyptisch? Reg e iung, die PorgefleTn abge airtt wurde wird dr tiefen Empörung ub?r den A ,chiag auf Sir Lee Stack Ausdruck gegeben und weiter eine energische Warnung für di? <utanst a.ls- gePrechea. Der amtliche cngli che Funkoi nst te- tont die Möglichkeit, dah di? Reglung der im Vertrag von 1922 ofsengela'se.en vier F a ei erheblich erschwert, in mancher Hins cht sogar unmöglich gemacht würde. Schon der Ausgang be- Lvndone D r Handlungen mr Zag- lul Pascha und die futvährrnd n auf ei'-e. dci Qxe ei ägyptischer P litiker ten beween, dah die enoli^ch-ägyptischen Bez huigen nicht au dem Weg- te. Au; krach? ge egelt werhe.i k.ni- ten sondern dah England zur Aufstellung bestimmter G r u n d s ä tz e gez w u n gen sei Di^se Abnahme ist du ch den Vor,all in Ka ro voll b'stät gt worden. Es find b rei'.s b r i t i' ch e Kriegsschiffe von Malta nach Alexandrien Unterwegs.

Der ägyptische Gesandte in London, Aziz Izzet Pascha, hat sich gestern nach- m ttag zum Foreign Office b g b?n, um

sachliches kann kein Zeuge gegen den General Vorbringen. Von einer längst Verstorbenen will die Beschließerin einmal gehört haben, daß der General die fehlenden Gerätschaften mitgenommen habe. Alle Anklagepunkte fallen im Laufe des Verhörs in sich zusammen, ergeben sich als v a g e Gerüchte ohne jeden tatsächlichen Hintergrund. Das Protokoll über eine ergebnislose Haus­suchung in der Koblenzer Wohnung des Gene- rals durch amerikanische und französische Offi- ziere das bedeutendste Entlastungsdokument für den Ängeschuldigten, ist seltsamerweise ver­schwunden. Ein Tafelfervi e im Wert von 500 Franken, da' die S ommandantur gegen Ausstellung eines Requifi ionsscheins requiriert hat, muß her- halten, den General des Diebstahls für schuldig zu befinden und ihn zu einem Jahr Gefängnis zu verurteilen. Jede. d?m Angeklagten günstige Aussage der lothringischen Zeugen, die Ver­teidigungsrede des Meyer Rechtsanwalts Ri- colai wurden vom Publikum mit lauten Mih- f?.I!cn=äuhcrungen begleitet, ohne dah der Vor­sitzende sic gerügt hätte. 3a, dieser selbst zeigt merkliche ilng-öulb bei dem Kreuzverhör des Verteidigers. Das war die Atmosphäre des HasscS. in der Kläger und Richter sich zusammen santen zu diesem Justizmord, der sich den zahl­losen Fehlurteilen französischer Kriegsgerichte würdig an reiht.

Es ist erstaunlich, dah sich auch diesmal noch franzrsifche Offiziere finden, die durch derart niedrig? Schergendienste ihre Uniform besudel­ten. cs ist noch erstaunlicher, daß Herriot, der Verständigungspoli'.iker d?n Tirgon i ?ren Laus lies', ohne einem »Rechtsweg' Einhalt zu tun, ter sich von vornherein als Racheakt ge­meinster Art. cls Inf.imi? ohnegleichen vor eile-, W l'. dokumentierte und in f .inen politischen

verlesen.

Dieselbe Komödie wurde jetzt in Lille gespielt Auf Grund alberner Hienstbotenllitsch?reien, die keiner tiefergehenden Frage des Verteidiget standhielten, so ide n sich ttd m »nparteieischen Zu­hörer als lecros Gesch vätz enthüllten, verurteilte das Liller Kriegsg.rich > n dcutscheu General, dem französische Staats!.ü gor unter Orem Zeugeneid da.. b?ste L:.: n.mds.zeug-t. auo.mlt.n. zu.einer einjährigen (Setäng.v^ltra ? a?nn Da» mit auch der Gerichtshof das vor Iahrc t e l.iss?ne Kontumcrzurteil von dem der Angeschi-ldigte niemals Kenntnis erb alten Hal um cin Ve.rach> liches herabsetzte, fo ist d?r Spruch von Lille d-ch eine ülngeheuerlichkeit. tr ledern Ge u )l für Recht und Gerecht:gl i ins Gesicht sch. g' - r freche Hohn, mit dem hi.r franofrdje Machty-ade. der ganzen gesitteten W:l: m i rem eleme uaritcd RecAsqefichl eine Ohrfeige ge. ?n, de?

lend? Hab des Franzosen gegen alles a>c--t'<r.. das sprich in dem Verlauf des Proz?« ?s :t:e allzu deutlich? Sprach? D?m in die Fall. rcyi:-- Smcn ahnungslosen A 'g fia st n w.r. nie.) et. n.

eit gelas en. s ine Verteidig ung vorzub eve.: e.t Entlastungszeugen aus Deutschland toinen mehr hctbeiaefchzfft werden: 11 der wu.idliche t ÄS sich die Anklage auf Punst?. die in der Anllagefch". fl-ir nicht e.-sthalt-n f nd AiZ Kläger tritt ein .rabrifant aus? Aoub.'.tr aui, der als Führer der radt.al.n R?chstm in den zer­störten Gebieten und Wut.nd r D. u sch : fo f er be fannt ist: als Vel.nstungsze^gni fu g cr n Dienst- , boten, di? afi die p.ä-'sen ^t.-a?n dcs2 crfoid g?r> zu Aus lüchten Zu lucht nehinc.i. glaubm et c i^ifie mit der Koblenzer Adresse des General.' gesehen zu haben, sic wollen eine Ordonnanz in , ixt Küche Sachen haben einpacken sehen. Tat-

London, 22 Rov. (TU.) Chamberlain hat gestern dem russischen Botschafter in London, Rakowski, die englisch? Antwort aus die Einow- jew-Rote vom 25. Oktober übermittelt, in der es u. o. heißt:

Sie haben anscheinend aus eigenem Antriebe und ohne sich die Zeit zu vorheriger Ausein­andersetzung mit Moskau zu nehmen, de n Brief Sinowjews für eine grobe Fäl­schung erklärt. Sie führten an daß die kommunistische Internationale sich in ihren eige­nen Rundschreiben nie als Dritte kommunistische Internationale bezeichne, daß Sinowjew nie als Vorsitzender des Präsidiums des Vollzugs­komitees der kommunistischen Internationale, son­dern stets als Vorsitzender des Dollzugs- kommitees zeichne und daß der D:sam!inhalt eine Ansammlung von Widersinnigkeiten darstelle. Die Regierung Sr. Majestät kann diese Ansicht nicht teilen, da sie von den amtlichen Kundgebungen und der Presse der Sowjet-ä.lnion widerlegt wird. Es ist unnötig, sich mit diesen Ginzel heilen zu beschäft gen: da die im Besitz der Regierung Sr. Majestät befindlichen Unterlagen

nicht den geringsten Zweifel an der Identität des Sinowjew-Drieses

lassen. Sr. Majestät Regierung ist nicht gewillt, über die Angelegenheit zu diskufieren. Weiter muß ich bemerken, daß Sie den Charakter der Ihnen von meinem Vorgänger gemachten Vor­haltungen vollkommen mihoerstanden haben, wenn Sie annehmen, daß diese nur den Sinowjew- Brief behandelten. Die Handlungen, über die sich Sr. Majestät Regierung zu beschweren hat, be- chränken sich nicht auf einen bestimmten Brief, son­dern dehnen sich im Gegenteil auf den gesam­ten Umfang der revolutionären P r o- p a g a n d a aus. für die der Brief ein bezeich­nendes Probestück ist und die zuweilen im geheimen und zuweilen, wie Sie richtig be.nerk- ten, unverhohlen geführt wird. Die durch Rundfuwk in der ganzen W lt verbreitete Er- kläruvg Sinowjews bildet an sich einen ge­nügenden Beweis für dis Propaganda, die von der Dritten Internationale mit Wissen und Zu­stimmung derSowjetregierung andau­ernd geführt wird und gerade dieses System kann Sr. Majestät Regierung nicht mit den von Ihrer Regierung gegebenen feierlichen Zusicherungen in Einklang bringen. Macdonald bemerfte in feiner Rote vom 24. Oktober, daß niemand, der die Konstitution und die Beziehungen der Inter­nationale kennt, ihren engen Zusammenhang und ihre Verbindung mit der Sowjctreg erung an- zweifeln wird. Weiter bemerkte er, keine Reg.c- rung würde je ein ilebereinfommcn mit c ncr fr m ei Regierung, zu ber sie korrekte di­plomatische Beziehungen unterhalt, dr-lden, wah­rend glech^fiti' ein? mit des r Re ter m o g - reich z s mm?..h ng nd propagandistische O r g a n i s a t i o n d e Unter anen der crstge .ann- ten Reg erui g zu D rschwörung n Revvlu i n und umftü zierischon Vorder it ingen ermutig i und sie sogar b.s ei lt Die e Feststell ng ist wichtig und die Sowjetregierung würde g.it tun, die Folgen

dos Hasses und ?n V .lke. treibt, . beide Teile in ^lii'erhand- r g ?e5 SHand- r',i:>r>n vor de n

Der Spruch von Lille.

Ranke stellt in seiner Schilderung Richelieus fest, dah die politischen Prozesse zweifelhaften CharafterO, aber unzweifelha ten Ausga gS immer ein besonderer Bestandteil dee frarv.osi.ch n Geschichte gewesen sind. Damit ist der Maß lab auch für den Prozeß gegeben, der am Donne.s- lag in Ltlle mit der '2krur:c Lmg eines deutsche i Generals endete. Auch in diesem F U Hande te eS sich nicht um eine jurlsfische Angelegenheit, sondern ganz einfach um ein Politikum bellen Ausgang schon durch die Umstände b dimmt wurde, die tn der Verhaftung des Generals RathusiuS gipfelten. Ss ist ja so bezeichnend daß sogar die Lußer-lichen Methoden sich kaum andern, ob sie nun unter dem Regime eineS Richelieu oder eine- Herrn Herriot angewandt werden. Denn wenn die Regierung des modernen Frank e'ch mit einer ein badenden Handbew^ung für einen Tag die Grenze öffnet, um den Hinterbli:be-?<m ©efatlener Gelegenheit zum Besuch dee Graber zu geben, und dann hinterher einen alten Jltann auf dem Wege zum Grabe seines Sohnes zu verhaften, so unterschedet sich d^ eigent­lich kaum um eine Ruance von bei Gepflogen­heiten jenes Kardinals, der politische Gegre zu sich zu Gaste lud, inzwischen den Kutsche? aas- wechselte und den Gast direkt in die Daßilte fahren ließ. Der Franzose kann eben nicht, aus seiner Haut heraus, und der französische <-taat lann eS erst recht nicht. Darüber darf auch die Phraseologie deS Herrn Herriot nicht hinweg­täuschen. Wenn eS He'.-rn Herwiot mit seinen Friedensschalmfoen ernst wäre, hätte er es langst in der Hand gehabt, die beispiellos e T a l t- losigleit, die schon in der Art der De Haf­tung des Herrn v. Rathasius lag, wievergatzu- machen, indem er den General Wiebe, auf f.eiei Fuß setzte. Der de.ttsch? Auhenm n ster h t e ihm in seiner ersten Dortmunder Rede sog r de Platlsorm dafür gebaut, als er dem franzöf scher Ministerpräsidenten sagte, er hoffe, daß es sich nur um einen Mißgriff untergeordneter Organe handele, und daß der General bald der Freiheit zuvückgegeben werde.

(Statt dessen aber wurde ein neuer Pro­zeß angesetzt, ein Kriegsgericht trat pifammei, und General von Rathusiais mußte sich erneut einer Anklage unterziehen lassen. Schon diese Tatsache an sich, daß die Kriegszeit, die Herr Herriot angeblich abbauen wollte, dwrch die'en Äh wieder aus der Versenkung hervorgerufen

, zeigte zur Genüge, was der gnnze Prozeß wert war. Cs tarn den Franzosen eben auf etwas ganz anderes an Für sie war der Fall Rath is uS doch nur ein Ausschnitt aus ihrer Liste der sog. Kriegsverbrecher. Das Vertrauen der Welt in die Zuverlässigkeit und Gerechtiikeit die­ser Liste hatte schon kürzlich einen hrfl'grn St ß bekommen, als sich hercmSstellte, daß einer die er Kriegsverbrecher kein andere.- als dec g?r- mciftcr von Hagenni war, der s it dec An e im von Elaß»Loth ingen iui i zwi chen gu er Fr n zvse geworden ist. und nalürfih schon nein aus diesem Grund, sr igesprochen werden mußte. Wie politische Urteile in Frankreich zu'tonde kommen, dafür hnt doch der K r u p P ° P r o z e ß uns ei c so eindeutige Lehe gegeben, da; mvt sie s? l icht nicht wieder vergißt. Er tourte mi alle äu e ci Korrektheit drrrchgefohrt. der Vorsitzeide deS Kriegsgerichts mimte w h end der ganzer Ver­handlung räterlidx? Mi d-, und der Pro-e^v r- lauf bewies nur immer u-'zw ifelhafier, daß He r pon Bohlen und seine CHU a.bei'.cr mit dem > u- fammenstoß des 13. März nicht das Geringüe zu tun hatten. In der Paas? vor der Ur e ls° Verkündung gab der wel ch-schwere ische Belei­diger M o r i a u d noch s?incr scls -niesten Ueber- zeugung Ausdruck, daß die Ang Ha jtea fr ige- sprock,en würden. Un) was geschah? In dee? kurzen Paue wurde ridjt etwa de Freispruch ausgesetzt sie bitt nur defi Zweck, daß das K i-gsgericht Käppi. Handschuhe un) D gm ai- legte um unter te.n Prä'e.r ieie.t der Sacüwach? daS in Paris angefertigte Urteil zu

das einzige, mii pem Herriot sich und seine Derständigungspolitiker, den Dingen ihce.n Laas ihn die Organe des PoincawLmus geb acht haben, wenn er nicht selbst durch feine heillose Schwäche der Verewigung des Dölkechasfes auch fernerhin Vorspann leisten will, die di.-fen Leuten von gestern Lebensbcdürsnis und politische Rotwen­digkeit ist.

Der Revisionrantrag gestellt.

Herr von Rintelen znr Bericht­erstattung nach Berlin.

Berlin. 21. Rov. (Wolff.) Rach Pres'e- m:lfoi -gen von zustä rdi;er Sei:e hat die deut­sche Regierung in der festen ikbereugung. daß sich die völlige Unschuld des Gw. e als von Rathu ins h rausstellen wir), di fei in Durch- füh ung des Protestprozef'es in jeder Weise unterstützt Ihre Demülunge i wurden j doch durch die übe.rstürzte Einsetzung des Verhandlungstermins vereitelt, der.es unmöglich machte, in der kurzen Zeit d^s nötige En t lastungs material und weitere En!- lastu..gs?-,.ugm h rc-nzubrfoge.1. Di? Regierung wird alles tun. wes in ihren K?äftm steht, um die Sach? im Inkerefie des Generals un) der deufichen Ehre weiter zu betreiben. I,i der unzulässigen Beschränkung dir Verteidigung li g' ein Ferms p.a*, d.r de 21: Meldung der R.vi Ln ermöglicht. Bot ch ss rat von Rintelen kommt zur Bericht­erstattung nach Berlin. De Verleirigr des Ger.rals v:n Balhu us, Reafosanwall 2(i = colai, Hal nunmehr wie angeküadizt, das Rich tigkeitsver fahren gegen das Kriegsgerichtsurteil ew.gültig <in c- leitet. Di? Revision rich et sich ar den militaw- schen Kassationshof in Paris.

Die Rcvisionszründe sind folgende: Der Vorsitzende hat gan; willtürlich eine Reibe von Fragen vrrgelegl und dabei eben-

-3 g.- u willkürlich die einzelnen gestohlenen E gcnfläni;? nach bcstimmlLn Gesichtspunkten ein» erteilt In te. dritten Frage wrr länglich die V? von einem -stöhlen fern

verhaftet.

Pari«, 22. Rov. (SU.) ..Petit Parisien" meldet aus Kairo, daß der Ehausfrur der Auto-Droschke, in der die Mörder Sir Lee Stacks die Flucht ergriffen, gestern «in umfassendes Geständnis abgelegt hat und daraufhin die Täter ergriffen werden konnlen. Die Det- e tz u n g deS Generals wird heute vormittag 10 Uhr stattsinden. Sämtliche 3-.-nen der öffent­lichen Gebäude stehen auf Halbmast.

2In Stelle des Ermordeten wurde der Staats­sekretär der Sudanregierung Wafey S t e r r h zum Stellvertretenden G e n e r a l g o u v e r n e u r er­nannt. Oberst Huddleton, ©eneralaöjutant der Sudanregierung, wurde Stellv. S i r d a r der ägyptischen Armee. Der britische Oberkommissar von Aegypten, Lord Allenbh, wurde vom König Fuad empfangen.

Englands Rüstungen.

London, 21. Rov. (TU.) Die englische Regierung beabsichtigt im Zusammenhang mit den einzelnen Kolonialbesihungen zu rcorganr fieren, und hat zu diesem Zwecke regel­mäßige Konferenzen in der Prfoat- Wohnung deS Premierministers eingerichtet. Gleichzenig soll die Reichsverteidigung ausge­staltet werden. Vor allem soll unter einheit­licher Leitung eine engere Verbindung der drei militärischen Ressorts, Flotte, ^eer unb Luft­verteidigung geschaffen toeriKm. Lord Eurzon ist zum Vorsitzenden de- R e i ch S verte i d i- aungsarntes ernannt worden. Ferner wer­den die Generalstabschefs für Flotte, Heer und Luftverteidigung regelmäßige Wochenzufammen- fünfte abhalten. In Kürze erwartet man eine Entscheidung über die Fortsetzung deS Baues der Singaporeflottenstation.

Die Kölner Jone.

London, 22. Rov. (WTD. Funkspruch.) Der diplomatische Berichterstatter der »West­minster Gazette" hält es für möglich, daß die britischen Truppen nach der Räumung Kölns Koblenz oder Bonn besetzen werden. Er nennt es als sicher, daß sie die ÄMner Zone nicht verlassen, damit ihr Platz von den Franzosen eingenommen wird und halt es für möglich, daß die Räumung Kölns die Z u- rückziehung der sranzösischen Trup- pen aus dem Ruhrgebiet beschleu- nigen nx-rbe od-r daß die Engländer in Köln bis zur Zurü..ziehung der französischen Truppen bis August nächsten Jahres verbleiben.

rfourg '.waschen di? b?id: 2 in d.efon D - fd>?r j.'utfam? Le' :nöfo->;ci n. S -fertige CI u f b ? b u vn L.ll? im Revisi.nsve!