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Glänzende Stoewer-Erfolge

Rnrntannon Hnhö Ann HP Afnpwpr 1 (") / 5 0 P.S 1. Platz

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Reichsfahrt 1®24!

3 Stoewer am Start! 3 Stoewer am Ziel!

Der Äeflxmcntiötab und da » 1. CMtaidou U -Igt 15 teuren im Qaujc de» morgigen Vormittag zwischen 10 und 12 Ubr von einer längeren Hebung»- und Manoverzett hierher $urüd

* Einlösung von E -6d>a ba n toei- fungen. Wie der Bund der Au Slanbbvut schon m.tteilt. hat d^s Reich-finanAMtnistrrium die Deut­sche Giro-Zentrale unt> die ihr angeschlvise ren Or- flunifationen mit der Einlösung der fälligen Ab­schnitte der auf Goldmark lautenden Reichsschah- onweisungen E beauftragt, die den geschädigten AuSlanddeutsch en in Zahlung gegeben morden find. <5A empfiehlt sich, die Ginlxeferung bereit» 14 Tage vor Fälligkeit bei diesen Stellen vor­zunehmen.

Landkreis Bietzen.

8t. Reiskirchen, 22. Sept. Wie in an­deren gröberen Orten, so wurde in den Rach- triegsjahren auch hier der Wohnungs­mangel recht fühlbar. Leider- sind in tei 3n- flationsjahren sehr wenig!? Dien bauten errichtet worden. 3n diesem Frühjahr hat nun eine regere Bautä tigkeit eingesetzt. Außer dem Gxndarmeriegebäude, das im Dor'ommer be- zrgc-n werden konnte, wurde mit dem Bau von sechs Wohnhäusern begonnen, von denen drei noch unter Dach gebracht hxrrben konnten. Die anderen drei muhten infolge der Schwierigkeit dec Geldbeschaffung tn den Grundmauern stehen bleiben.

; ® rünberfl, 20. Sept. Unsere Stadtver­waltung hat, um eine bessere Ausnutzung der vor­handenen Wasserkräfte zu ermöglichen, die beiden S t a u te iche , in denen sich die Q uellen de s Trie bwer les befinden, reinigen lassen. Mit der dadurch gewonnenen groben Wasserkraft und dem neuzuschKlfsenden Pumpwerk hofft man ohne die seither noch dazu gebrauchte elektrische Kraft den Hochreservoiren der Stadt das not­wendige Quellwasser zuleiten zu können. Zur Deckung der Kosten, sowie zur Bestreitung gröbe­rer sozialen Lasten muhte die Stadt bei der Dezirkssparkasse gröbere Beträge aufnehmen. Man plant, diese Darlehen im nächsten Jahre bei steigenden Eingängen von Steuern und Holz­geldern wieder abzutvagen. 3n dieser Woche wurden 4 00 Zentner Brikett» an Klein- ren ter und Sozialfürsorgeberech- tigte verteilt.

Kreis Friedberg.

Bad-Rau heim, 19. Sept H?ute fand tm Konzerthaufe die Atoeite wissenschaftliche Sit­zung gelegentlich des Verbandstages der deutschen Dahnärzte statt. Dr. Plac- zek (Berlin) hielt einen Dortrag überPsycho­analyse" und gab darin ganz neue wissenschaft­liche Erkenntnisse bekannt, deren Auswertung vor allem auch dem Bahnarzte wertvolle Dienste lei­sten wird. HeberAlkohol und Verkehrs­sicherheit" referierten Prof. G o n s e r (Karls­ruhe) und Geh. Med.-Rat Dr. Wagner (Ber­lin). Ausgehend von bekannten Katastrophen im DerkehrSleben wurde nachgewiesen, wie stark in manchen Fällen der Alkohol letzten Endes die Schuld trägt, der entweder hemmend oder fördernd auf den verantwortlichen Diensttuer wirken kann, d. h. durch einZuspät" oder einZufrüh" Stö­rungen im Derkehrsleben hervorruft. Das Alko- boiDcrbot besteht für die Derkehrsbeamten. Zweck habe es eben nur, wenn eine genaue Kontrolle

feine Durchführung gewährleiste. Zu fordern wäre Meldung beim Vorgesetzten vor Dienstantritt, manches auf den Alkoholgenuh eines Diensttuers zurückzufuhrende Unglüd wäre bei Durchführung dieser Forderung wohl sicher rechtzeitig verhütet worden. Die Dahnärzte sollen bei ihren aufklä­renden Vorträgen vor dem Dahnpersonal die dienstliche und vordienstliche Enthaltsamkeit we­niger als eineStrafe" betrachten, sondern mehr auf die ethische Seite des Alkoholverbots Hin­weisen,-da die Enthaltsamkeit ein Dienst an der Volksgemeinschaft sei. Daß das behandelte Thema dem größten Interesse begegnete, war au» der sehr lebhaften Aussprache zu ersehen, die sich anschloß. Den Beschluß der wissenschaftlichen Abhandlungen bildete ein sehr interessanter Lichtbilder vor - trag von Prof. Dr. Mode (Charlottenburg) überGrundlagen und Stand der psychotechnischen Untersuchungen bei der Reichsbahn". Geschäftliche Angelegenheiten und Derbandsfragen schlossen sich der wissenschaftlichen Sitzung an. Man war der Ansicht, schon im nächsten Jahre wieder einen Der- bandstag zu veranstalten (seither ein drei jähri­ger TumuS). Als Tagungsort kommt Wies­baden ober eine österreichische Stadt in Frage. Am Rachmittag fanden, wie gestern, wie­der Führungen und Besichtigungen statt. Der Abend vereinigte die Teilnehmer beim Fest­konzert, das die Kurverwaltung zu Ehren der Gäste im Großen Hause veranstaltete.

2$. Bad- Rauheim, 22. Sept. Eine eigen­artige Sehenswürdigkeit, die die Kur­gäste in großer Zahl anzieht, bietet seit kurzem in der bekannten ApfelweinwirtfchaftDeutsches Haus" In der Altstadt einHistorischer Stammtisch". Der Tisch zeigt in künstf.Äscher Zusammenstellung sämtliche Münzen, RcichSbank rroten und Briefmarken, die 1914 im Umlauf waren und von da ab bis zum-heutigen Tage ausgegeben worden sind. Gin Kunstwerk ist auch die große Standuhr, die bei jeder zweiten Stunde zwölf Stammgäste erscheinen läßt.

Kreis Schotten.

r~| Laubach, 19. Sept. Gestern nachmittag erfolgte hier, vom schönsten Wetter begünstigt, der feierliche Einzug deS Grasen Georg zu SolmS-Laubach und feiner Gemahlin, Johanna Gräfin zu Dvlms-Laubach geb. Prinzessin zu Solms-Hohensolms-Lich. Das gräfliche Paar kam von Frankfurt mit dem Auto nach Sich, bestieg hier die gräfliche Kutsche und nahm die Staatsstraße durch das Wettertal. An der Grenze der Grafschaft, zwischen Münster und Wetterfeld, wurde das neuvermählte Paar von einer Kavalkade tn malerischer oberhessischer Volkstracht (braune Pelzmütze blaue Jacke, rote Weste, weihe Beinkleider, hohe Stulpstiefel) lauter gediente Kavalleristen und Artilleristen empfangen. Voraus sprengtm zwei Spitzenreiter. Die Kutsche eilte nun in schlankem Trabe dem überaus reich geschmückten freundlichen Städtchen zu; die Reiter sprengten mit solchem Schneid heran, dah jedem alten Soldaten das Herz im Leibe' lachte. Hm 4 Uhr krachten drei Böller­schüsse und meldeten die Ankunft des Gvafen- paares. Am Untertor war eine prächtige Ehren­pforte errichtet worden, eine zweite, ebenso präch­tige, am Hauptpvrtal der Ringmauer deS Schlosses. Den doppelten Ehrenposten am Schloß- tor hatte der Schützenverein (mit Büchsen, in Schützen Hut und Schützenjoppe) gestellt. Von hiev

ab bildere Spalter cnc soa raf en OcT- 11 on" des .Laubacher Ausschusses" (die Altersgenossen des Grasen), weiter die Feuer­wehr und sämtliche Vereine der Stadt. Am Unter­tor standen in erster Linie weißgekleidete Jung­frauen. Aus ihrer Mitte trat zunächst nach dem Vortrage eine- Musikstücks durch di» trefflich geschulte Feuerwehrkapelle Frl. Liefet Bohm, die Tochter de» Bürgermeisters, hervor und über- reichte nach dem ausdrucksvollen Vortrag eines Gedichtes dem erlauchten Paar einen Rosenstrauß. Sodann begrüßte in ansprechender Rede Bürger­meister Döh m die Neuvermählten. Er führte aus. daß seit Jahrhunderten ein nie getrübte» Ver- hältni» gegenseitigen Vertrauens zwischen dem Gvafenhause und der Stadt beftanben habe. Graf Georg habe bereits bewiesen, daß er die Tra­dition seiner um das öffentliche Wohl so ver­dienten Vorfahren weiterführen werde. Du: Lau­bacher seien sicher, daß das gute Verhältnis fortdauere. Die Rede klang aus:Gott schütze immerdar das Grafenhaus Solms-LaubachI" Der Graf dantte in bewegten Warten für den herz­lichen Empfang, der für ihn eine hohe Ehre und Freude fei. Darauf durchfuhr das Grafnipaar, umgeben von ber prächtigen Kavalkade, die Hauptstraßen der Stadt. Arn Schloßportal trug ein junges Mädchen (Rosel Birnbaum) einen Willkommgruß, ebenfalls tn poetischer Form, vor. Sodann folgte von 5 Uhr ab Gratu­lation seitens der Patronatsgerstlichkeit, der Kom­mandanten der Feuerwehr unt> der Vorstände sämtlicher Vereine der Stadt. Mit Beginn der Dämmerung bewegte sich ein .überaus stattlicher Fackelzug durch die Hauptstraßen nach dem Schlosse und nahm Aufstellung im Schloßhof. Einen geradezu feenhaften Anblick boten die altersgrauen Türme und Mauern des Grasen- schlvfses und die hohen Bäume des Schloßhofs in der Fackelbeleuchtung. Hier trugen die Feuer- wehrka pelle (Kapellmeister Diehl) und die GesangvereineEintracht" (Rektor Doll) undHarmonie" (Lehrer Moxter) noch einige treffliche Musikstücke vor. Sodann dankte der Graf herzlich für all die Liebe, die ihm und seinem Hause an diesem Tage bar­geboten sei und brachte ein Hoch auf die teure Heimat und die Stadt Oaubad) aus. Mit einem dreifach donnernden Hoch auf das ©rafenbau«, das Dürrn:rmeister Böhm ausbrachte, schloß die in allen Teilen harmonisch verlaufene Feier.

§ Ulrichstein, 21. Sept. Eine Beerdi - gung ohne Glockengeläut hatten wir am gestrigen Samstag. Das bei einem schweren Auto­unfall am vorigen Mittwoch ums Leben ge° kornmene fast 2jährige Bübchen des Chauffeurs Jost mußte ohne Geläut zur letzten Ruhe ge­bracht werden, weil bei dem Brand des Kirch­turmes sämtliche 3 Glocken abgestürzt und gesprungen sind.

Kreis Biidinaen

Ridda, 20 Sept. Unerwartet verstarb der Bürgermeister unseres Städtchens Lud­wig Erk int 52. Lebensjahre. Der Verstorbene, dessen Leben Pflicht, Arbeit, Treue und Milde gewesen, verstand es wie kein zweiter, ver­söhnend und ausgleichend während seiner vier- zelmjährigen Amtstätigkeit zu wirken. Das un­geteilte Vertrauen der Gemeinde sichert ihm ein ehrendes Gedenken.

)( Aus dem Riddertal, 20. Sept. Die schönen Sonnentage dec letzten Zeit haben die ihxhimi«»» mwinriiiiimi»7iriTiinmtnTMtrnn

Arden der Landwirtschaft tn erfneu- lldxrr Weise gefördert. Die Ernte, svwetl sie nicht ganz verdorben war, ist eingebvvcht, da» Surren der Dreschmaschinen erschallt. Beim Ausdrulch lonnnt der ganze Schaden, ben bk Frucht durch die langen Regenwochen erlitten bat, voll tum Vorschein. Selbst große Landwirte sind heute schon zum Ankauf Don Brotmehl gezwungen. Da» Grummet ist gut geraten und bi» jetzt auch, so­weit die Wiesen nicht unter Wasser Heben, gut eingebracht. Ueber die Kartoffelernte läßt sich nod) kein abschliessendes Urteil fällen. Zur Zelt beginnen allmählich die großen Ob'lversteigerun- gen. Die Ernte fällt hier völlig verschieden aus.

Frankfurter Herbstmesse.

fbb. Frankfurt a. M., 21. Sept

Die FranksurterHerb st messe ist n ie alle ihre Vorgängerinnen, stark beschickt. Die Fest halle birgt die Textil wa rem sie ist längst zu fiein für den Andrang der Aussteller und nruh bis zum nächsten Früh.ahr durch einen gewaltigen Qltubau, der sich ber Halle anldanlcgt und bi» an die DiSmarckallee »richt, crgänzt iixi- den In den übrigen Hallen sind die ,wb veUhen anderen Ausstellungsgüter der verschiedenst en Zweige untergebracht. Besonders Interesse, wie immer, erweckt die mächtige Halle für Le­cher, Lederwaren, Schutze rind Ledermaschinen. Das Haus der Technik h.t diesmal in der von der Frankfurter Dasgcsell chaf t ver rnstaltete» SvirderauSstelirmg$le Verwendung (es Gases" einen besonderen Anziehungspunkt erhalten, der starke Beachtung findet. Sei! der letzten Früh jahrsmesse sirrd besondere Reukauten nicht ent­standen. doch sanden für die jetzige Schau einzelne aus praktischen Erwägungen geborene Umgrup­pierungen statt Dem K u n st g e w e r b c bat man größere Räumlichkeiten zur Teifügiini ge­stellt. In den oberen Sälen de» Werkbunvhttlles Ixri der B u ch h a n d e l eine ausgezeichnet Heim flättc gefunden. Bon besonderem Reiz ist diej Ausstellung der- Türkei, die auf Anrufung der- türkischen Regierung eine erlesene Uebersicht über die Erzeugnisse diese» Lande» bietet und viel besucht wird. Die Abteilung Möbel ist im GewerbemessehcmS untergebracht.

Einer starken Beschickung aller Messehäuser durch Aussteller stand am Sonntag eine verhält­nismäßig geringe Besucherzal-l gegenüber. Der gewohnte Massenandrang der Schaulustigen aus Frankfurt und seiner weitesten Umgebung blich aus. Man darf sagen, daß schon am Sonntag die Mehrzahl der Besucher sich au» ernsthaften Interessenten zusammensetzte. Ueber da» Geschäft selbst läßt sich heute noch gar nicht» sagen.

Sine besondere Rote erhält die Herbstmesse durch den Besuch vieler ausländischer Jwerelsea- ten. Besonders stark ist hieran Italien beteiligt, das eine Anzahl berborragenber Persönlichkeit, n seine» Wirtschaftsleben» zum Dtttdium der Blesse nach Frankfurt entsandt hat. Auch au» der Schweiz, Holland und vor allem au» Brasilien waren am ersten Tage Besucher erschieiren, die mit hohem Interesse die Meis« und ihre einzelnen Zweige besuchten.

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