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TsoUn, Da!) er um jein Leven ano cne vicyeryett in Der Mandschurei kämpfe und nicht auf halbem Wege stehen bleiben werde. Tschang-Tsolin hat an S u n y a t s e n . den mit ihm verbündeten Präsidenten von Südchina, in Kanton ein Tele­gramm gerichtet, nach dem 180 000 Mann auf sechs Straßen in der Richtung

auf Peking vorrückten.

Die geübten Regierungs truppen seien von dem Gebiet am (Jangtse zurückgezogen worden. Sunyatsens Expedition zur ä^nterstüh ing von Tschangsolin werde daher nur auf geringen Widerstand flohen. Der Kampf der 2. Armee TfchangtsolinS bei Iehol hat bereits zur voll­ständigen Riederlage der ersten ge­mischten Tschili-BrigaDe geführt. Dre Truppen Tschangtsolins halten gegenwärtig die gesamte Front von Tschingtschau biS Tschaohang.

Der Marschall der Pekinger Zentralregte-, rung und Oberbefehlshaber von Tfchili W r- p e i f u hat in einer Unterredung erklärt, die Re­gierung werde den Feldzug im Rorden trotz des nahen Winters f o r t s e h e n, bis Tschang- tsolin endgültig seine führende Stellung in der Mandschurei verloren habe. Man erwartet, daß man mit den Schwierigkeiten in der Man-- schurei binnen 2 Monaten fertig werde. An der ErpediIion gegen Mukden würden 200000 Mann mit vier Flugzeuggeschwa­dern teilnehmen.

Die Pekinger Regierung führt eine ernste Truppenaushebung aus. Sie requiriert Fahrzeuge, Milchkühe, Esel und Kamele Große Munitionssendungen gingen an dieRvrdfront ab. Sie sind für die drei Armeen bestimmt, die die Regierung dcw vormcwschierenden Armee Tschang- svlinS entgegenstellE?

Der ehemalige Ministerpräsident Tuan- S ch i * <5 cb u i' versucht zu vermitteln. Er hat den beiden kriegführenden Parteien Telegramme g> schickt und als Bedingung für die Entspannung den Rücktritt des Präsidenten der Republik versprochen, den er für die jetzige Lage als verantwortlich erklärt.

Dor Schanghai

haben die Kämpfe die ganze Rächt angedauert. Die Trupsxn Liyung Hiangs leisten immer noch Widerstand. Dis heute nachmittag soll die Front nicht durchbrochen worden sein, aber man nimmt an. bafy der Gouverneur von Tschiang, der feine Verstärkungen zur Verfügung hat, bald ge­zwungen sein wird, seine Front zurückzu- nehmen.

Die Kiangsu-Truppen haben eine energische Offensive auf die Wangde-liuhv-Front, etwa 30 Meilen nördlich von Schanghai, eröffnet. Der Kampf soll den ganzen Tag angedauert haben: der Kanonendonner wurde in Schanghai gehört. Don den Iiansu-Truppen soll Liu ho bombardiert worden sein, das zu einem Viertel zerstört wor­den sein soll.

Das internationale Institut für geistige Zusammenarbeit Annahme des französischen Angebots durch den Völkerbund.

Gens. 21. Sept. (WTB.) Die Annahme eines Angebots der französischen Regierung auf Errichtung eines internationalen Instituts für fldKtlge Zusammenarbeit tn Paris ist nach einer längeren Aussprache, in der Charlton- Australien Einwände gegen die Errichtung des Instituts in Paris erhob und die Schaffung eines wirklichen internationalen Instituts in Genf forderte, in bejahendein Sinne entschieden worden. Das Ergebnis wurde mit lebhaftem Bei­fall aufgenommen. Die Ausgabe d«S neuen In­stituts soll von der Völkerbundskommission für geistige Zusammenarbeit im Einvernehmen mit dem Rat und der Versammlung festgesetzt bzw. später erweitert werden. Der Dölkerbundsrat wird veaustragt, mit der französischen Regierung die einschlägigen Vereinbarungen hi nsichtlich deS neuen Systems und seines Funktionierens zu treffen. Die Verwaltung deS Instituts liegt in den Händen der Kommission für geistige Zusam­menarbeit, die unter Zustimmung des Völker­bundsrates einen

Derwaltungsrat aus fünf Mitgliedern verschiede­ner Nationalität

zu ernennen hat, der mindestens alle zwei Mo­nate zusammentritt. Die Dauer deS Mandats »der einzelnen Mitglieder ist von der Kommission für geistige Zusammenarbeit noch festzusehen, die auch für die richtige Zusammenarbeit mit ähn­lichen, bereits bestehenden Organisationen zu sorgen hat, deren Autonomie sedoch in jeder Form gewahrt bleiben soll. In der Begründung der Resolution wird betont, daß sowohl durch das Arbeitsprogramm als durch die Zusammen­setzung deS Personals des Instituts in Paris der internationale Charakter vollständig gewahrt wei­den must und demgemäst das leitende Personal von der Kommission für geistige Zusammenarbeit

ernannt wird. Weitere im zweiten Ausschuß an- > genommene Resolutionen sprachen sich für eine | 1925 einzuberufende internationale Kon­ferenz über die Frage des geistig e n Eigentums ferner für internationalen Aus­tausch wissenschaftlicher Werte und für gewisse Erleichterungen zugInsten Gelehrter and Stu­dierender aus.

Die Unterbringung der Aus- gewiesenen.

K och l e n z , 21. Dept. (Havas.) Zwischen den deutschen Behörden und der Aheinlandlommission wird darüber verbandelt, gewisse deutsche Be­amte, deren Anwesenheit im besetzten Gebiet an­geblich die Gntspannun g nicht fördern soll, au he rh al b der besetzten Gebiete in Stellung zu bringen. Die belgisch e Re­gierung hat von 2245 während des passiven Widerstandes Ausgewiesenen allen bis auf 29 die Rüclkeh r in das besetzte Gebiet erlaubt. Ferner hat die belgische Regierung 64 ehemaligen Beamten die Wiederaufnahme ihrer Tätigkeit im besetzten Gebiet genehmigt.

Englische Lnftvcrkehrspläne.

London, 21. Sept. (WTB.) Luftvize- marschall Brancker hielt vor der Konferenz für Luftverlehrswege eine Rede, in der er die Pläne des Luftverkehrsministeriums im einzelnen dar- legte und sagte, binnen zehnIahren werde es geben: einen halbmonatlichen Luftschiffdienst nach Indien und Australien mit einer Flugdauer von 11 Tagen, einen wöchentlichen Dienst nach dem Kap üoer Westafrika mit einer Flugdauer von 5'/g Tagen, und einen Luftdienst zwischen England und Kanada von 21/-- Tagen, und schließlich werde Westafrika mit dem Luftdienst von Aegypten in Verbindung ge­bracht werden. In West in di en würde durch Flugboote die Ankunft von Briefen um meh­rere Wochen beschleunigt werden. Brancker teilte noch mit, dast von der Regierung zwei große Handelsluftschiffe bestellt wurden.

Bolschewistische Putsch­vorbereitungen in Bulgarien.

Sofia, 20. Sept. (WD.) Im Zusammenhang mit der Ermordung des mazedonischen Führers Todor Alexandrow ist festgestellt worden, daß am 15. September seine Gegner der bolschewi­stische Flügel der mazedonischen Or­ganisation eine Sowjetregierung im Bezirke von Pekritsch aufzurichten ged ach'en. Ein allgemeiner Aufstand in ganz B llgarien sollte folgen. Einige mitschuldige Kommunisten und Anarchisten wurden verhaftet. Auch einige kommunistische Sobianjemltglieder sind be­teiligt. Die Hauptvertreter der bolschewistischen Propaganda traten der ermordete kommunistische Abgeordnete und ehemalige mazedonische Revo­lutionär Dimo Hadjedemvw und Dr. Mak­simow Der letztere ist flüchtig. Die Ordnung im Bezirk Pettitsch ist vollkommen aufrecht­erhalten.

Die Lage in Marokko.

Gibraltar, 20. Sept. (WD.) Wie aus Tanger gemeldet wird, hat Abd e l Krim die Stammesführer zusammenberufen, um mit ihnen über die Frage zu beraten, ob mit Spanien grie» denSver Handlungen eliigetettet werden sollen. Die Rifleute sollen dafür sein, dah Spa­nien die Küstenstädte behalte, aber hinsichtlich Te- tuans eine Volksabstimmung veranstaltet werde. Eine amtliche Bekanntmachung des Direk­toriums besagt, dast am Donnerstag in der Te - tuanzone eine bedeutende Bewegung von sechs Kolonnen begonnen hat, die auf harten Widerstand fliehen. Die Kampf­tätigkeit scheine wieder rege im Gange zu fein. Die Lage sei immer noch c r n ft und die Ver­luste seien bedeutend.

Kleine politische Nachrichten.

Der britische Generalkonsul in München Bot- schastsrat Clive, dessen erfolgreiche Tätigkeit in Der Pfalz während des Separatistenputsches bekannt sein dürfte, verabschiedete sich vom baye­rischen Staatsministerium, um seinen neuen Posten in Tanger anzutreten.

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Ende dieser Woche wird der Spruch der Kol­legien beim Landgericht München darüber ent­scheiden, ob H i 11 e r , Kriebel und Dr. Weber am 1. Oktober mit Bewährungsfrist entlas- s e n werden. Die Erledigung dieses Falles auf dem Gnadenwege ist nach dem Blatte vom Justizministerium abgelehnt worden.

In Dresden fand Xintcr zahlreicher Be­teiligung von Delegierten ans allen Teilen des Reiches die 4. a.o. Tagung des Bundes beb techn Ischen Angestellten und Be­amten statt.

Aus dem Reiche der Technik

Dynamos für Fahrradlaternen.

Von Paul Küstermann.

Eine Dynamomaschine braucht durchaus nicht Immer ein Ungetüm zu sein, bei dem riesige Massen In Bewegung gesetzt und ein elektrischer Strom von Tausenden von Kilowatt erzeugt wer­den. Jede Maschine bei der durch Bewegung mit Hilfe elektromagnetischer Vorgänge ein elektri­scher Strom gewonnen wird, ist eine Dynamo­maschine: gerade ganz kleine Apparate dieser Art bürgern sich neuerdings hnuver mehr ein, da sie eine praktische Verwendung zur Speisung klei­ner Glühlampen in Fahrradlaternen gefunden ha­ben. SS gibt kletG Dkaschinen, deren Gehäuse nur einen Durchmesser von etwa sieben Zentimeter hat und daS nicht viel breiter als zwei Zentimeter ist. Die Bewegung, mit der sie angetrieben wer­den, wird meist vom Vorderrad, seltener vom Hinterrad abgenommen: der elektrische Strom wird einer kleinen Glühlampe in der Laterne durch ein einadriges Kabel zugeleitet, wahrend als Rückleitung der Körper deS AodeS selbst dient. So klein die Glühlampe auch ist, so genügt sie doch in Verbindung mit einem guten paraboli­schen Scheinwerser, dem Radfahrer einen langen Lichtschein von etwa fünfzig Meter Länge vorous- AUtoerfen; gerade die Kleinheit der Dirne und ihres Lichtpunktes bietet den Vorteil, dast man diesen genau in den Brennpunkt des Spiegels bringen kann, wozu manche dieser Laternen be- fontere Diustellvorrichlungen haben.

Der größte Vorteil der elektrischen Fahrrad­laterne besteht im Wegfall jeder Wartung, wie Rachfüllung von Betriebsstoff, Schneiden des Dochtes, Reinigung der Düsen bei Karbidlaternen usw. Eine große Annehmlichkeit ist ihre völlige Geruchlosigkeit, im Gegensatz zu den Karbid- ober Oel- und Petroleumlämpchen, von Deren Wirkung auf Die Geruchsnerven ja Die Besitzer, noch mehr aber beten nicht radelnden Familienmitglieder und Wohnungsgenossen ein Lied zu fingen wissen. Ein weiterer wichtiger Vorteil Der elektrischen Fahr- raDlaterne ist ihre stete Betriebsbereitschaft, fer­ner Der Umstand, dast Da« AnzünDen unabhängig Dom WinD unD ohne Absitzen bewirkt werden kann. Diese Vorteile sind so grost, Dast sie Die Mehrkosten Der Anschaffung gegenüber einer an- Deren Laterne wohl lohnen. Wie auf vielen an» Deren Gebieten, so Hai auch hier Die Elektrizität eine restlose Lösung ftörenDer Schwierigkeiten ge­bracht. DaS gilt freilich nur frann, wenn man ein wirklich gutes Fabrikat lauft unD hierauf mehr achtet als auf einen geringen PreisunterschieD.

Interessant ist noch folgenDer Punkt: Bei langsamem Fahren leuchtet die Lampe natürlich nur schwach, weil sich Der Läufer Der Dynamo nur langsam dreht: bei schnellerem Fahren und größerer Drehzahl des Läufers leuchtet sie Heller, weil Der Strom Dadurch stärker wird. Würde sich aber Der Strom bei noch schnellerer Umdrehung im gleichen Verhältnis weiter steigern, so bestünde die Gefahr Des Durchbrennens Der Lampe. Diese Gefahr läßt sich daDurch einschränken, dast z. D. Der Läufer bei Der richtigen Drehzahl magnetisch gesättigt wird: eine wertere Steigerung bringt ais-

In Berlin und München fanoen pazisistricye Kundgebungen des internationalen Gewerkschafts- bundes statt.

Mussolini und Der schweizerische i Gesandte Wagniere haben den Schi e d s- vertrag über die rechtliche Regelung aller zwischen Den beiDcn Ländern auftauchenden Fragen unterzeichnet. Dieses Abkommen stellt den weitestgehenden Schiedsgerichlsvertrag dar, Der zwischen zwei Völkern beschlossen werden kann.

Aus aller Welt.

Die ältesten Bauwerke der Welt.

Wie Rcuter aus Kairo meld.t, steh' noch nicht fest, cb die beiden Königsgräbor Der dritten Dynastie, di?, wie wir am S.-.mst.rg mit- teilen konnten, von der Abteilung für Alterti mec bei Sak karc» ausgegraben warben, einer bis­her in Aegypten unbekannten Baustil caihUten. Tie Fasladen der beiden Gräber lind mit e- Herten Säulen ohne die üblichen Rel ess und Hieroglyphen gefci müdt. Die Wändc wei en h n- gcgen zahlreiche Hieroglyphen und Inschriften aus, die die Besucherzahl t bis zum Jahre 1500 v. Ehr. angeben. Di? Gräber selbst fino f a ft 6 00 0 Jahre alt. Ihre kannelierten Säulei fin) al o um 2500 Jahre älter als Die dorischen Säulen des Parthenon. Da» Gräber stellen daher nicht nur Die alte ft en Bauwerk? der Welt dar, sondern liefern auch den Beweis, d.'ß die dorischenSäulen aus Aegypten stam­men. Die Königsgräber sind aus feinem Sand­stein erbaut und weisen einen vollkommen ent­wickelten Baustil auf.

Der Ainanzkrach des Berliner Mascaftni-Gaftspiels.

Wie die Blätter melben, hat der Zusammen­bruch des italienischen Opcrngastipi 13 in ter Aus­stellungshalle am Kaiserdamm in Berlin dieKri - minalpolizei zum Sing reif en veranlaßt. Emer der Unternehmer, der rumänisch? Impresario Ha im o vic i ist bereits von der Kriminalpoli­zei vernommen worden. Er soll.von feinen Gläu­bigern beschuldigt werden, Schecks ausgege­ben zu haben, nachdem bereits andere Schecks mangels Guthabens von der Dank nicht ho­noriert worden feien. Die beiden anderen Un­ternehmer, Dr. Rosner und Gcn?calDireflov Weber, gegen die eine gleiche Beschuldigung er­hoben worden sei, t. nnen nicht vernommen werden, da ihr Aufenthalt im Augenblick un­bekannt ist.

Das Ende eines Spekulanten.

Ein angesehener Berliner Möbelhändler namens Löwenberg, der noch vor ganz kur­zer Zeit ein vermögender Mann war, hat sich gestern mit Leuchtg as vergiftet. Er hatte sich nach Einführung der Rentenmark verspeku­liert. Alle Bemühungen feiner Gläubiger, ihn zu retten, mißlang ivegen der großen Schuldenlast. Löwenberg war in Berlin Mitglied mehrerer an­gesehener Klubs und erfreute sich auch in Theater­kreisen großer Beliebtheit.

Ein scheußliches Verbrechen bei Berlin.

Berlin, 21. Sept. (WTB.) Heute mittag wurde in der dichten Kiefernschonung zwischen Friedrichshagen und Rahnsdorf von Spaziergän­gern eine vollständig entkleidete und nur mit einem Mantel zugedeckte ca. 30 Jahre alte un­bekannte weibliche Person tot aufget- f u n Den. Reben Der Leiche saß ein etaxi vier Jahre alter Knabe in völlig erfchöpftem Zu­stande, Der den Spaziergängern sagte:Erich darf nicht Weggehen, Mutti schimpft sonst!" Rach den bisherigen Feststellungen handelt es sich um einen Lustmord, Der wahrscheinlich schon am Sams- tagabenD in Gegenwart DeS Kindes an Der Frau begangen wurde.

AuS Gewiffensblssen in den Tod.

In einem Hotel im Westen Berlins hat sich Sonntag mittag die Gattin eines chilenr- schen Bankiers, Frau Anita Kippmann, eine geborene Wienerin, erschossen. Sie hatte am Vormittag mit ihrem Auto in Wilmersdorf Den Rittergutsbesitzer Graf Dominikus von Strachwitz überfahren, und Der Giaf ist infolge eines Schädttbruchs im Krankenhause ge­storben. Als Frau Kippmann die Todesnach­richt erhielt, brachte sie sich einen Schuß in die Schläfe bei, Der Den sofortigen Tad zur Folge hatte.

Vier Kinder überfahren.

Wie DieRatiborer Zeitung" meldet, wurden auf der Strecke PiolaRendza von Dem Per- sonenzug Ka ttowi hRa t ibpr vier Kinder totgefahren, Die auf das Gleis liefen, um einem vorüberfahrenden Güterzug zuzuwinken. ÜJ . : I i J---- .171

Wettervoraussage.

Wechselnde Bewölkung, Winde aus westlicher bis nördlicher Richtung, kühler, noch Regen fälle.

Morgen wird noch vorwieaend trübes, reg­nerisches Wetter vorherrschen, orriji ist für die nächsten Tage mit langsamem Auf klären zu rechnen.

Dann nur noch eine unerhebliche Verstärkung Des elektrischen Stromes hervor.

Die elektrischen FahrraDlaternen brauchen natürlich auch keinerlei Brennstoffe, unD auch Die Mehranstrengung, Die Der Radler Deshalb zu lei­sten hat, weil er ja auch noch Die stromerzeugenDe Dynamomaschine zu Drehen hat, ist recht unbeDeu- tenD; aber vorhanDen ist sie natürlich, und man kann Die Durch die Mehranstrengung nötig wer­dende, verstärkte Einnahme von Nahrungsmitteln als Die Brennstoffzufuhr betrachten, Durch Die Die Lampe betrieben toirD.

Die Vervielfältigung von Zeichnungen.

Von Dipl.-Ing. Peter Stein.

Technische Zeichnungen werden in der Regel so ausgeführt, daß sie durch ein Lichtpausverfahren vervielfältigt werden können. Der in Bleistift fer­tiggestellte Entwurf wird mit durchscheinendem Pa­pier, Oe/papier oder Zeichenleinwand bedeckt und die Linien werden mit Der Reißfeder und Tusche nachgezogen. Die Pause wird dann wie ein pho­tographisches Regativ benutzt, indem man im Ko- Pierrahmen bei natürlichem oder künstlichem Licht Lichtpausen herstellt, Blaupausen in weißen Li­nien auf blauem Grunde ober Weißpausen, die fast ebenso wie die UrzeichLiung schwarze Linien auf weißem Grunde zeigen.

Bisweilen ergibt sich nun aber die Rotwendig- feit, Zeichnungen, die zunächst nicht für die Ver­vielfältigung bestimmt untren, z. B. Prüfungs­arbeiten, Losungen von Preisaufgaben usw., die zumeist des besseren Aussehens wegen auf starkem, undurchsichtigem Zeichenpapier ausgeführt find,

Aus Stadt uno Lano.

Gießen, den 20. Sept. 1924.

Danksest.

Don Alice Salomon.

Jetzt, da Der Sommer zu Ende geh?, herrscht in breiten Teilen d^s KinderlandeS Festesftan- mung. Die Kinder feiern Dankfest

Sie feiern ein Dankfest in allen Kinder Heimen, in allen Schulen über das ganze Land, überall, wo Deutsche Kinder in Jahren schwerster Rot von Freunden gespeist worden sind. Sie wollen danken für das, was sie aus Freundeshand ernten Durften.

Es ifi ein schöner Gedanke desDeutschen Zentralausschusfes für Die Auslandshilfe", den Abschluß des amerikanisch-deutschen H i l f s w e r k s , das im letzten Jahr zeitweise täglich über 1,1 Millionen Kinder in Deutschland gespeist hat, zu einem Gedenktag, eineig^D ank- fest für die Auslandhilfe zu gestalten, ünd die Gedanken der Kinder, ihre Herzen mit festlicher Dankesfreude zu erfüllen. Sie sollen in sich etwas von Der Liebe ergeben. Die jene Gaben veranlaßt hat.

Das Dankfest der Kleinen soll aber zugleich zu einem Tage d?S Bittens, zu einem Werbe­tage werden.

Sr bittet aber nicht die Freunde im Aus­land, deren Kraft zu werben und zu überzeugen allmählich versiegt: die nicht immer wieder die Phantasie ihres Volkes mit Zahlen und Bildern ferner Rot lebendig machen können. Er ruft an Diesem Tage, da die Kinder danken, Das deut­sche Volt zur Selbsthilfe auf.

Feiert ein Danksest I Laßt euren Dank zur Hilfe werden für alle, Die bisher von der Aus- landhilfe gespeist wurden: für feite, auf denen Die Schwere der Zeit am härtesten lastet

Ist cs nötig, Zahlen zu geben, Bilder zu zeichnen? Oder können wir mit unseren Herzen Den kurzen Weg zu Der Rot der Rachbarn fin­den, wie Die Auslandshilfe ihn über tausends von Meilen gefunDcn Hai?

Laßt uns ein Danksest feiern, ein Fest Der guten Tat.

Bornotizen.

Tages kniender für Montag. Bkachetta-Volksspiele: Doktor Faust, 8 Uftr im Kctth. Vereinshaus. Lichtspielhaus, Bahnhof­straße:Die Herrin von Monbijou". Hessische Dilderbühne:Der Cvangelimann". Astoria- Lichtspiele:Das Feuerschiff".

** Der Gasdruck ist in der letzten Zeit, immer mehr eine Quelle des tagtäglichen Ver­drusses unserer Hausfrauen geworden. In zahl­reichen Zuschriften wird uns g klagt, daß nament­lich in den Vormittagsstunden bei der Kocharbeit und ebenso in den Abendstunden Die Gaszufuhr sehr viel zu wünschen übrig lasse. Bei ver­schiedenen Gelegenheiten haben wir uns davon überzeugt, daß die Beschwerden begründet sind. Es bedarf wohl nur dieses kurzen Hinweises auf die Mißstimmung der Hausfrauen, um das Gas­werk zur schnellen Beseitigung des IXebdftanDeS zu veranlassen.

** Die Trockenanlage im städt. Elektrizitätswerk ist ab 25. D. Mts. ge­öffnet. Räheres in Der heutigen Bekanntmachung.

** Wegen Verbrechen im Amt wurde Der Kreis-Verwaltungsinspektor Junker von hier am Samstag von Der Staatsanwaltschaft in Haft genommen. Der Inhaftierte, Der feit 26 Jahren bei der Kreisbauverwaltung des Krei­ses Gießen Dienst tat, steht unter Der Anschuldi- i qung, durch außerordentlich geriebene Machen­schaften bei mehrfachen Handlungen eine große Geldsumme in strafbarer Weife an sich gebracht' zu habew. Der- Umfang Der Straftaten unter­liegt gegenwärtig Der gerichtlichen Untersuchung.

* Trie bwa gen für lange Fahrt- strecken. Die Reichsbahn hat bekanntlich seit über fünfzehn Jahren zahlreiche elektrische Trieb­wagen jn ihren Dienst gestellt, um dadurch Den Vorortverkehr zu verbessern, Den Personenverkehr auf Seitenlinien mit schwachem Verkehr zu ver­dichten, oder einen besseren Anschluß an Schnell­züge herbeizuführen. Infolge ihrer großen Sauberkeit und Zuverlässigkeit erfreuten sich diese Fahrzeuge von jeher großer Beliebtheit, zumal durch sie Der Fahrplan für Rahverkehr sich oft beträchtlich günstiger gestalten ließ. Kürzlich sind nun die Triebwagen dadurch wesentlich verbessert worden, daß es gelang, sie mit größeren Batte­rien auszurüsten und dadurch ohne Erhöhung des Gewichtes eine wesentliche Steigerung des Fahrbereiches zu erzielen. Am 11. D. Mts. fand eine Probefahrt mit einem derart ausgerüsteten elektrischen Wagen statt: Dabei tourDe die 250 Kilometer lange Strecke BerlinHannover ohns Zwischenladung zurückgelegt. Rach Beendigung dieser Versuchsfahrt war es sogar möglich noch 36 Kilometer weiter bis nach HilDesheim zu fah­ren: erst dort wurde die Batterie Dann frisch aufgeladen und Der Wagen von Dort aus Der eisenbahntechnischen Ausstellung in Seddin zu­geführt.

später zu häufen. Richt immer ist Zeit und Ge­legenheit vorhanden, eine Oelpause Herstellen zu lassen. Da bleibt nur das Mittel, Die Zeichnung nachträglich durchscheinend zu machen. Hierzu taucht man das Blatt eine halbe bis eine Minute in eine gesättigte Lösung von reinem farblosen Paraffin in Chloroform (1 Liter Chloroform 4 Mk., 1 Kilo­gramm Paraffin 1,50 Mk,), läßt abtropsen und hängt das Blatt zum Trocknen auf. Das Blatt ist nun durchscheinend geworden wie eine Oelpause und man kann von der Zeichnung beliebig viele Blau- oder Weißpausen machen. Besonders gut fallen Abzüge auf Dromsilberpapier aus.

Bei der Vervielfältigung muß man scharfes Licht benutzen, d. h. solches, das die schwarzen Striche Der Zeichnung als scharfe Schatten auf Dem Vervielfältigungspapier abbildet. Benutzt man zerstreutes Licht, so leuchtet es infolge der Dicke des Papiers von der Seite her unter Die Striche, weil ja Die Zeichnung bei - diesem Ver­fahren mit der Strichseite nach oben liegt. Die Striche werden dadurch Dann sehr unscharf.

AnberS ist es bei Der Vervielfältigung durch Zink- ober Steindruck, bei Dem die Zeichnung durch ein Lichtpausverfahren auf Die Druckplatte ge­bracht wird: Dabei liegt die Zeichnung nut Der Strichseite nach unten, da ja auf der Platte ein Spiegelbild Der Zeichnung erzeugt werden muß. Infolgedessen kann man auf diese Weise selbst auf sehr dickem Papier stehende Zeichnungen licht- pausen, ohne das Papier vorher durchsichtig zu machen. Das Verfahren ist daher da zu emp­fohlen, wo man Die ilrjeidjnung schonen muß, und wo es auf Kosten weniger an kommt.