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vNV'ung rmf lener otraßenttrede bei anhal­tendem nassen Wetter verhüten würde, erwarten die Anwohner nur von einer Teerung der Straße. An diese will aber, wie man onnimmt, die Stadtverwaltung nicht heran, an­geblich weil jener Strahenteil Kreisstrahe sei und dafür der Kreis aufzukommen habe, die Kreisverwaltung aber zeige ebenfalls keine svn- berliche Steigung zu dieser Arbeit, weil sie natür­lich Geld koste, dann vielleicht auch Konsequenzen hinsichtlich anderer Straßen habe und weil doch schließlich die Stadt zuerst für die Befriedigung Der Forderungen ihrer Bürger sorgen müsse, lilnter diesem Hinüber und Herüber aber leide n 6te Anwohner, die als Steuerzahler Doch von beiden Verwaltungen verlangen tonnen, Laß ein Mißstand beseitigt wird, der nicht nur physisch und materiell schädigend ist swi° dern der nach sehr große gesundheitliche G e f a h r e n in sich birgt und dem Ansehen unse­rer Stadt bei den Fremden, die in lenem Viertel häufig zu den Kliniken gehen, wirklich nicht dien­lich ist. Mit den Anwohnern meinen auch wir, daß hier seht endlich eine befreiende $at erfolgen muß, die dem Hebel gründlich ein Ende bereitet. Die Anwofrner wollen sich auch an die Stadt- verordnet en-Versammlung wenden, die ja morgen nachmittag schon Gelegenheit hätte, zu zeigen, daß sie bereit ist. das Ihrige zur Bekämpfung des älebelstandes beizutragen.

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Gießener Wochenmarktpreise

am 22. Mai 1924 (Händlerpreise).

Es kosteten auf dem heutigen Wochenmarkt: Butter 200, Matte 35, Käse 65 bis 70, Weißkraut 50 gelbe Rüben, neue 60, alte 25, Spinat 40, Spargel 35 bis 80, Tomaten 200, Zwiebeln 25, Meerrettich 40 bis 90, Rhabarber 25, Kartoffeln, neue 40 Kirschen 120 Pf. das Pfund: Eier 12, Dlumenkdhl 150 bis 200, Lauch 10 bis 20, Sellerie 100 Pf. das Stück: Radieschen 15 Pf. das Bund.

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** Tagung des Prvvinzialtags der Provinz Oberhessen. Am Mitt­woch, 28. Mai, vormittags 10 Ahr, findet im Sitzungssaal des Regierungsgebäudes zu Gie- hen die diesjährige ordentliche Tagung des Prvvinzialtags der Provinz Oberhessen mit folgender Tagesordnung statt: 1. Rechnung über Einnahmen und Ausgaben der Provinz Oberhessen im Rechnungsjahr 1922. 2. Vor­anschlag über Einnahmen und Ausgaben der Provinz Oberhessen im Rechnungsjahr 1923. 3. Voranschlag über Einnahmen und Aus­gaben der Provinz Oberhessen im Rechnungs­jahr 1924. 4. Rechnung über Einnahmen und Ausgaben des Wasserwerks Inheiden im Rechnungsjahr 1922. 5. Voranschlag über Cin- mahmen und Ausgaben des Wasserwerks In­heiden im Rechnungsjahr 1924. 6. Rechnung iüber Einnahmen und Ausgaben des Ueber- landwerks Oberhessen im Rechnungsjahr 1922. Z. Voranschlag über Einnahmen und Ausga­ben des ÄeberlandwerkS Oberhessen im Rech­nungsjahr 1924. 8. Beitritt der Provinz Ober­hessen zum Hessischen Sparkassen- und Giro­verband.

** Wechsel im Provinzialtag. An Stelle des ausgeschiedenen Fabrikanten Friedrich Freitag zu Butzbach ist der Fa- brikdirektvr Heinr. Schmitz in Hirzenhain in den Provinzialtag der Provinz Oberhessen be­rufen worden.

** Das gestrige Anlagenkon­zert unserer Militärkapelle hatte sich wieder des -Zuspruchs einer außerordent­lich großen Menschenmenge zu erfreuen. Die

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Wettervoraussage

Fortdauer der schwülen Witterung mit Ge­witterneigung und wechselnder Bewölkung.

Kreis Schotten.

§ Ulrichstein, 21. Mai. Der hohe Vogelsberg steht im prächtigen Frühlings­schmuck; blühende Obstbäume und frischgrüner Wald geben ihm vollen Reiz. Selbst der O b e r » Wald hat sich belaubt und bittet, ihn bei der Ansehung von Wanderungen doch nicht gar zu stiefmütterlich zu behandeln.

Starkenburg und Rheinhessen.

' Darmstadt, 21. Mai. Die Stadt Darmstadt will zur Behebung der Wvh- nungsnvt einen Weg beschreiten, der ander- vrts Tjjii Erfolg beschritten worden ist. Sie will nämlich Wvhn u ng su chende, die über ein gewisses Kapital verfügen, an der Geldbe­schaffung beteiligen. Bei einem ersten Versuch handelt es sich um den Ausbau einer Baulücke in der Kittlerstraße zwischen den Häu­sern Ar. 35 und 45. Dort sollen acht sehr ge­räumige Dreizimmerwohnungen und vier eben­falls sehr geräumige Vierzimmerwohnungen er­richtet werden. Wer auf diese Wohnungen re­flektiert, muß sich der Stadtverwaltung gegenüber verpflichten, für eine Dreizimmerwvhna ng 8000 Mark und für eine Vierzimmerwohnung 10 000 Mark als Darlehen zu geben. Dieses Darlehen wird innerhalb 10 Monaten fällig und ift monat­lich ein Zehntel einzuzahlen, sobald die Bauten begonnen sind. Es wird verzinst mit 6 Prozent und ist mindestens 5 Jahre unkündbar zu belassen Die Miete wird auf Grund dieses Zinssatzes und der gesamten Kosten berechnet und nur die tatsäch­lichen Aufwendungen der Stadt für Steuern und Abgaben, Unterhaltung und Verwaltung Wge- redjinet. Anliegerbeiträge kommen dabei nicht in Berechnung. Die städtische Grundsteuer bleibt für die nächsten drei Jahre unberechnet. Kommt ge­nügend viel Kapital zusammen, dann sollen auch »noch weitere Bauten damit finanziert werden.

Hefien-Nafiau.

fpd Frankfurt a. M., 21. Mai. Dienstag abend trat die neue Stadtverordneten­versammlung zusammen. Statt der bishen- gen 96 Mitglieder sind es deren nur noch 71, statt der bisherigen 7 Fraktionen gibt es jetzt deren 11 Zum Stadtverordnetenvorsteher wählte man den Sozialdemokraten Reißwolf. Die Kom­munisten ziehen acht Mann stark unter Führung des Dauerredners Konrad La n g in den Burger­saal. Die Sitzung, die von 5 Uhr nachmit­tags bis morgens 1V2 Uhr sich hinzog, war eigentlich nichts als eine ununterbrochene, tvüste Auseinandersetzung zwischen den Bürger­lichen und den Sozialdemokraten einerseits und den Kommunisten und deren Freunden auf der Galerie andererseits. Der Kommunist Lang störte die Sitzung fortwährend durch Dauerreden und Zwischenrufe, die ihm nicht weniger als drei Ordnungsrufe einbrachten. Die kommunisti­schen Zuhörer auf der Tribüne vollführten einen derartigen Spektakel, daß der Vorsitzende eE- gisch mit der Räumung des Zuhörerraums drohte. Wirklich positive Arbeit wurde unter die­sen Umständen nicht geleistet. Ein mchrmali- aer Antrag auf Vertagung der Sitzung wurde aegen die Stimmen der Rechten abgelehnt. Die Presse verließ abends um 10 Uhr demonstrativ den Saal Die Versammlung aber blieb beisammen, bis die Uhr 1V3 Uhr nachts zeigte. Es war -dies die längste Sitzung, die bisher der Stadt- verordnetenfitzungssaal erlebt hat; sie ist sehr we­nig versprechend für die Zukunft.

u Turnen, Sport und Spiel.

* Eine siegreiche Gießener Rude­rer-Mannschaft. Am Sonntag fand in Offenbach aus Anlaß der Fünfzigjahrfeier des Offenbacher Rudervereins eine Auffahrt von den Frankfurter, Fechenheimer und Offenbacher Ruder­vereinen (über 120 Boote) statt. Hieran schloß sich ein Freundschafts-Achterrennen zwischen der

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Bekanntmachung.

Der vom Gemeinderat durchberatene Voranschlag der Gemeinde Kesselbach für Rj. 1924 liegt vom 23. Mai d. I. ab eine Woche lang auf der Amtsstube des Bürger­meisters zur Einsicht der Beteiligten offen, woselbst innerhalb dieser Frist Einwendungen schriftlich eingereicht werden können. Es werden Umlagen erhoben, zu denen auch die Ausmärker beizutragen haben.

Keffelbach, den 21. Mai 1924.

Hessische Bürgermeisterei.

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Darbietungen der Kapelle bereiteten dem Publikum erneut eine sehr genußreiche Stunde. Leider zeigte sich bei dieser Gelegenheit, daß manche Leute kein Verständnis haben für die unbedingt notwendige Schonungunserer gärtnerischen Anlagen. Rücksichtslos wurde über die Beete gelaufen, sogar mit Kin­derwagen darüber hingefahren usw. und da­durch natürlich erheblicher Schaden angerich­tet. Wie wir von behördlicher Seite hören, trägt man sich mit dem Gedanken, in Zukunft die Anlagen für derarttge Konzerte ein für allemal zu sperren, wenn die Selbstdisziplin des Publikums die Kulturen nicht in der ge­hörigen Weise schützt. Daß außerdem noch polizeiliche Strafmahnahmen eintteten wer­den, versteht sich natürlich von selbst. Wer also will, daß die schattigen Anlagen weiterhin für die Promenadenkonzerte offen bleiben, der sorge dafür, daß rücksichts- und verständnis­losen Zeitgenossen das Notwendige gleich an Ort und Stelle beigebracht wird.

** Gewitterreiche Tage sind uns seit etwa einer Woche beschießen gewesen. Es verging kaum ein Tag, an dem nicht ein, manchmal auch mehrere Gewitter niebergtngen. Erfreulicherweise haben die Niederschläge in unserer Gemarkung und Nachbarschaft bisher keinen Schaden ange­richtet, wie man das leider aus manchen anderen Gegenden hören konnte. Hoffentlich erfreuen wir uns dieser Gnade auch weiterhin.

** Von der Eisenbahn. Die zu Pfing­sten gelösten Sonntagsfahrkarten gelten vom 6. Juni mittags 12 bis 9. Juni und können inner­halb dieser Gültigkettsdauer unbeschräntt, sowohl zur Hin- als zur Rückfahrt benutzt werden. Dom 1. Juni ab wird die Dvrverkaufsfrist für die Bettkarten der Reichsbahn- und Witropakurse von 4 auf 7 Tage verlängert.

** Die Mül lers che Badeanstalt ist eröffnet. Wasserwärme der Lahn am 22. Mai 17 Grad R.

** Ernennungen. Ernannt wurden die Forstreferendare Hans Bruchhäuser aus Ul- richstein, Dr. Erwin Jäger, Rudolf Klump, Fritz Köhler und Fritz Zimmer, sämtlich aus Gießen, zu Forstassessoren: der Regierungs­baurat Adolf Mangold zu Friedberg, mit Wirkung vom 1. Juni ab, zum Regierungsbau­rat bei dem Kulturamt zu Gießen.

** In denRuhestandverseht wurden die Lehrer Gottfri^» L e i d i ch und Heinr. Hardt, beide zu Langsdorf, Heinrich Buß zu Leihgestern, Heinrich Nanz zu Steinbach Lud­wig Schuchardt zu Babenhausen II, Kreis Schotten, und der Studienrat Dr. Rudolf E r b zu Gießen, sämtlich mit Wirkung ab 1. Juni.

** Regimen tsfeier ehemaliger 27er Artilleristen. Am 14. und 15. Juni vereinigen sich in Fulba die ehemaligen 2llige- hörigen des 1. Nassauischen Feldartillerie-Regi­ments Nr. 27 Oranten zu einer Regimentsfeier. Nach einem Begrüßungsabend am 14. treten die Kameraden am 15. vormittags auf dem Hofe der Artilleriekaserne zum Regimentsappell zu­sammen, am Nachmittag findet in der Stadthalle eine große Kameradschaftsfeier statt. Besonderes Gepräge erhält das Fest dadurch daß es den Teilnehmern vergönnt ist, mittags an einer Pa- ra&p des Artillerieregiments 5 als Zuschauer teilzunehmen. Näheres im Inserat in unserer Mvntagnummer.

Bornotizen.

TageskalenderfürDonnecstag. Hausbesiherverein: 8 Uhr in der Turnhalle (Oswaldsgarten) Mitgliederversammlung. Süd­westdeutscher Radioklub: 8V2 -Uhr im Rundfunk- hsus ordentliche Mitgliederversammlung. Rundfunkhaus Löberstraße: 8V2 Uhr heute nur für Mitglieder des Radioklubs. Lichtspielhaus Bahnhofstraße: Faszination. _____________

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Alllm-Herr en-Mannschaft vom ^ereinRuder- sport Gießen und dem Offenbacher Ruder­verein. BereinRudersportGiehen siegte nach^ scharfem Dord-an-Dord-Rennen mit Luft- kastenlänge.

Vermischtes.

Schwere Unwetter-Katastrophen.

Plauen (Vogtland), 21. Mat. (Wolff.) DaS Vogtland ist gestern abend von schweren Gewittern heimgesucht worden, die sich na­mentlich über Reichenbach, Mylau, Netzschkau und E-reiz entluden: durch die schweren Regengüsse sind hie Kulturen verwüstet, stellenweise ist auch durch den Hagelschlag die Obstblüte ver­nichtet. In Reichenbach sind einige Drücken durch das Hochwasser zerstört worden.

D r e s l au, 21. Mai. (WB.) Wie die Blät­ter melden, hat ein schweres Unwetter mit Hagelschlag im Eulengebirge ge­stern nachmittag großen Schaden angerichtet. Mächtige talwärts strömende Wassermassen haben die Sohle des Schlesiertales überschwemmt und brachten die Bewohner der biS zum Giebel unter Wasser stehenden Häuser in Lebensgefahr. In dem bergigen Gelände wurden die bestellten Aecker weggespült. Die Ernte gilt als vernichtet, insbesondere auch die vom Hagel getroffene vtelversprechende Obsternte. Die Talsperre von Dreitenhain hat das Unheil von dem am Unterlauf der Weißtritz liegenden größeren Dörfer abgewehrt.

Die Folgen der.Duhrbejetzung für Rotterdam,

Die Rhein- und Ruhrbesetzung hat zu einem beträchtlichen Rückgang des Schiffsver­kehrs in Rotterdam geführt. Der Hafen hat seine alle Vorrangstellung eingebüßt und ist Don Hamburg und Antwerpen überflügelt worden. Wie inWerft, Reederei, Hafen' ausgesühtt wird hat der Schiffsverkehr in Rotterdam durch die Ruhrbesetzung im Jahre 1923 einen Rück' gang um 19 Proz. gegenüber 1922 erfahren.

St. LouiS als Mittelpunkt der Stahlindustrie.

et Louis besitzt in emem Umkreis von 160 Kllometer um die Stadt vorzügliche Erze, Kohlen, Kalkstein u. a. Rohstoffe in ausreichenden Mengen. Aus diesem Grunde soll die Stadt, wie in derUmschau" mitgeteilt wird, zu einem Mittelpunkt der amerikanischen Stahlindustrie ge­macht werden. Zu diesem Zwecke wird der alte Iron Mountain, dessen Gruben vor Jahren <ruf- gelassen wurden, wieder ccnsgebeutet wewen. Der Transport der Erze, die einen Eisengehalt von 60 Proz. haben, war früher so teuer, daß sie nicht konkurrenzfähig waren. Heute liegen dve Gruben an der Missouri-Paciftc-Dahn, und es sind neue Erzadern entdeckt, die eine aus­reichende Versorgung der Hochöfen auf Jahre hinaus sicherstellen. Es sind daher ringsum und in St. Louis zahlreiche Eisen- und Stahlwerke ent» stcmden und weitere sind in der Errichtung be­griffen. ____________

Briefkasten der Redaktton.

G in L. Eine Hausfrau rät uns, Sie nwch» ten zwei Löffel Persil nehmen, ineses in fcitem Wasser lösen und so lange umruhren, vis kräh tige Schaumbildung eintritt. Darrn den Hut mfl einer sauberen Bürste tüchtig bürsten.

BsSä Hornhaut a. d. Fußsohle ver­schwindet durch 8749A Lebewohl - Ballen - Scheiben. Kein Verrutschen, kein Festkleben am Strumpf.

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