Mißfarb. Zähne
Kleine politische Nachrichten.
Vom 28. Aprll bis 2. Mai findet tu Paris die dritte Tagung des Generalrats des Verbandes der 2 o-t e n - K r e u z - Vereinigung statt. Unter den Landern, welche di? En senbung von Del gierten b.schlossen haben, befindet sich auch Deutschland. Das 2fr» britsprrgrarmn umfaßt zahlreiche Fragen, darunter die Organisation der Rationalen, des inter-
■f Bei Steigung zu Fettansatz sollten 6t« eine Zehrkur vornehmen. Wir raten Ihnen, w Ihrer Apotheke 30 » Toluba-Kerne zu kaufen, die wirksame, völlig unchädlische Stoffe enthalten.
Der „Temps" berichtet aus Bukarest, Stu- mänin werde Freizonen in den Häfen von Braila, Galatz und Constanza schaffen um den Transitverkehr namentlich mit Polen und der Tschechoslowakei zu heben
nationalen HilsSwesens bei UnglückSfSNen um, den Kampf gegen die Tuberkulose.
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2hr Anwesenheit zahlreicher Deputieriec und Senatoren und Vertreter der Stadt wurde Mussolini heute feierlich zum Bürger der StadtRvm ernannt. Rlussolini dankte in seiner Aussprache für die ihm von der ewigen Stadt erwiesene Ehre. Er erinnerte dabei an den Ruhm ^eS alten Rom 'und versprach, die Stadt zu neuem Glanze emporzuführen.
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Aach einer Meldung aus Athen sollen die Vereinigten Staaten und Belgien die neue republikanische Regierung von Griechenland bereits anerkannt haben.
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Reuter berichtet aus Bagdad, daß gegen die Annahme des Vertrages zwischen England und dem Irak eine Agitation im Gange fei. 2010 verlautet, sollen nur 14 von 100 Abgeordneten bereit, sein, für den Vertrag zu stimmen. Eine llare Zusicheruirg werde gefordert, daß der oraf, wenn nach Ablauf der Vertragsperiode dir Umstände den Eintritt Iraks in den Völkerbund verhindern s llten, vollständig unabhängig sein soll ohne eine Verlängerung des Mandats. Die politische Lage in Bagdad nähere sich rasch einer Krise. Aus zwei Abgeordnete, die als Anhänger der Ratifizierung des Vertrages mit England bekannt seien, wurde ein Mordanschlag verübt.
Reuter meldet aus Kairo die Ermordung eines britischen Flieger Unteroffiziers. Als Täter kommen zwei Aeghpter in Betracht, von denen einer verhaftet wurde.
Acuter meldet aus Simla, daß neuerdings 200 fanatische Srlhs, die sich nach >>rito (?) begehen hatten, um den heiligen Schrein zu be-- fircherr, festgcnvmmen toor.en sind Zu Unruhen tarn es nicht. Die Zahl der Verhafteten belauft sich jetzt auf 2000.
Amerikas Konflikt mit Japan.
Washington, 20. April. (Wolff.) Der iapantsche Botschafter hat Sta«tssekre är Hughes mitgeteilt, er habe feine erste Erklärung nicht abgegeben, um zu drohen, und auch mcht in der Absicht, in die inneren Angelegenheiten der Vereinigten Staaten einzugreisen
Staatssekretär Hughes bat gean'wortet. Das frühere Schreiben des japanischen Batschas- ters . stelle eure freimütige und freundschaftliche Erklärung dar. Gr sei überzeugt, daß der Bol- schaster in keiner Weise die Absicht gehabt habe, irgendeine Drohung auszusprechen oder durch- Midfcn zu lassen. Havas berichtet hierzu, in 'Dchyrngton giaubc man, daß die von dem japanischen Botschafter abgegebene Erklärung die Zustimmung seiner Regierung habe. — Wie aus Tokio berichtet wird, hat der Botschafter der Vereinigten Staaten eirc bange Besprechung mit dem Außenminister gehabt. Aach einer weiteren Mel ung aus Tokio der amerikanische Botschafter öf endlich er!lär+ er habe den Präsidenten Cvolidge empfohlen. das von dem Senat angenommene Gesttz über die Einwanderung nicht zu sanktionieren. Es wäre außer Zweifel, daß Japan in keiner Waise die Abficht habe, Amerika zu bedrohen.
Bor Abschluß des franko-rumänifchen Bündnisses.
- ^Kar 191. April. Rach dem Intrcmsigeant find der noch in Paris weilende rumänische Außenminister Duca und Ministerigldirektor P e r etti d ella Rvcc a mit der Vorbereitung einer sranzös sch-rumän schen Allianz beschäftigt dre aber nicht nach dem Muster der französisch^ tschechoslowakischen, sondern in Anlehnung an Frankr ichs Vertrag mit Polen gestaltet werden werde. Das Blatt glaubt zu wissen daß er einen mll.tärischen Teil von großer Wichtigkeit enthalten und daß die französisch-rumänische Allianz überhaupt ziemlichaktiv sein werde.
Das Osterfest nahm in unserer Stadt den gewohnten feiertäglichen Verlauf. Die Kirchen waren an beiden Feiertagen sehr stark besucht. ia überfüllt von Gläubigen, die sich am Worte Svttes erbauen wollten. Das veränderlich«, aber dennoch im großen und ganzen angenehme Wetter veranlaßte einen sehr lebhaften AuSflüglerver- tehr d^w in erster Linie der engeren Umgebung der Stadt zuströmte, wo in Feld und Wald Tausende von Mitbürgern Erholung suchten. Die Ausflugsorte in der Stadtnahe hatten recht regen Betrieb, ferner fanden die sportlichen Darbietungen. tote das Fußballwettspiel auf dem Sportplatz an der Hardt am 2. Feiertage, das lebhafte Interesse der Sportfreunde und der Spazier- ganger. Von den entfernteren Ausilugsstätten war namentlich das Biebertal das Zel vieler
DolkrsenLscheid über den Achtstundentag.
Berlin. 22. April. (Priv.-Tel.) Wie der .Montagmorgen" berichtet, hat der Allgemeine Deutsche G e w e r k s ch a f t s b u n d auf Antrag des Deutschen Tektilarbeiterverbandes beschlossen, die Frage des Achtstundentages auf dem Wege über den Volksentscheid zur Entschet- 2ung zu bringen. Eibe Kommission, in der auch der Allgemeine freie Angestelltenbund und der Allgemeine deutsche Deamtenbund vertreten sind, ist gegenwärtig mit den technischen Vorbereitungen beschäftigt. Wie das Blatt erfährt, wollen die sreitzewerkschaftlichen Spitzen- verbände nicht ein besonderes Gesetz über den Achtstundentag zur Vollsabstimmung stellen, sondern die Ratifikation des Washingtoner Abkommens verlangen, das die grundsätzliche Festlegung des Achtstundentages enthält. Das Volksbegehren wird erst nach den Wahlen dem neuen Reichstag eingereicht werden.
Drohender Streik im MauSfelder Revier.
Helbra (Mansfelder SeekreiS), 21. April. (WTD.) Heute nahm hier eine stark besuchte Ge- werkschaftsfiinktionär-Konferenz Stellung zu dem w,lden Streik der 2000 Jungarbeiter und der daraus erfolgten Aussperrung von 4000 Bergarbeitern. Die Mansfelder A. G. droht für morgen die gesamte Aussperrung an, von der rund 25 000 Bergarbeiter einschl. der zugehörigen Metall- usw. Arbeiter betroffen würden Die Konferenz hat beschlossen, kein Mittel zur Beilegung der Lifierenzen unversucht zu lassen.
Schlägerei zwischen Rechts- nnd Linksradikalen.
Berlin, 22. Aprll. (Priv.-Tel.) Buckow r ^5 touröc am Oftersonntagnachmittag Der Schauplatz einer großen Schlägerei zwischen Konnnunisten und rechtsradikalen Iugendbünd- lern, wobei ein Mitglied der rechtsradikalen Iu- gcndbündler erstochen und ein junger Kommunist durch Messerstiche schwer verletzt wurde. Einige in der Rahe wellende Förster trennten mit Gewalt die Kämpfenden und nahmen zwei Kommunisten fest, deren Freilassung jedoch wieder von den Kommunisten erzwungen wurde. Dem „Lvkalanz." zufolxfe wurde noch ein zweites Mitglied der rechtsradikalen Jugend so schwer verletzt, daß es feinen Verletzungen erlegen ist.
entstellen das schönste Antlitz. Ubier Mundgeruch wirkt ab. stotzend. Beide üb«! werden sofort in volllommen untoäbL Weise beseitigt d. d. bewährte Zahnpaste Chloro-dont,
widerrechtlich fepaenommenc Geiseln fretgelasten zu haben. Diese Annahme trifft n i cht zu.
Die deutsche Regierung hat in -en dem Aus- tausch Vvrangegangeneu diplomatischen Verhandlungen die französische Regierung von Anbeginn au in keinem Zweifel darüber gelassen, daß die völkerrechtswidrig festgeuom- meueu Geiseln für uns unter keinen Umstanden als AuStauschobjekt in Frage kommen könnten, ihre Freilassung vielmehr eine nu- erlähliche DorauSfehung der DegnadigungS- aktion fei.
Die Verhandlungen haben demgemäß auf der Basis Kopf gegen Kopf zur Freilassung der örei Franzosen d'Armonk, Aubert und Lang im Austausch gegen die gleichfalls zu langen Freiheitsstrafen berurteiltcn Deutschen Ger dun, B c r g e r und Schwebe! geführt. Von den von französischer Seite gleichzeitig freigelass e - nen deutschen Geiseln war übrigens der Oberbürgermeister vonWedelstädt vor seiner Freilassung durch ein Kriegsgerichtsurteil gleichfalls zu einer längeren Freiheitsstrafe verurteilt worden. Die Bemühungen, weiteren deutschen politischen Gefangenen im Wege des Austausches die Freiheit wiede rzugeben, werden fortgesetzt.
Aus Stadt und Land.
Gießen, den 22. Aprll 1924.
Neuordnung des Fürsorgewesens in Hessen.
Am 1. April ist die Reichsverordnung über die F ü r f o r g e p f l i ch t vom 13. Februar 1924 in Kraft getreten. Das hessische Gesamtminifte- rium hat hierzu febr umfangreiche Aussührungs- bestimmungen erlassen, die u. a. festsetzen, daß der Landesfürsorgeverband das Land und dre Bezirks-Fürsorgeverbände die Kreise sind. Ik^den Kreisen Darmstadt, Mainz, G i e g e n, Offenbach und Worms bilden die genannten S t ä dte und die Landgemeinden des Kreises je einen besonderen Bezirks- Fürsorgeverband. Mit besonderer Genehmigung können noch weitere Städte zu Bezirks-Fürsorgeverbänden erfiärt werden. Soweit der Landes- Fürsorgeverband endgültig fürsorgepflichtig ist, werden die Kosten zunächst von demjenigen Bezirks-Fürsorgeverband vorgelegt, in dessen Bezirk sich der Unterstützte beim Eintritt der Hllfs- >e6ürftfg£efi befand. Die durch die Reichsverordnung über die soziale Kriegsbeschädigten- und Kriegshinterbliebenen-Fürsorge, sowie durch das Gesetz über die Beschäftigung Schwerkriegsbeschädigter den Hauptfürsoraestellen übertragenen Ausgaben werden auch weiterhin von den Haupt» ürforgeftcllen der Kriegsbeschädigten usw. durch- geführt.
In Zweifelsfällen, oder bei Streitigkellen zwischen Gemeinden das gleichen Fürsorgeverbandes über die Zuständigkeit bestimmt die Bezirks- Jürsorgestelle, welche Gemeinde die Fürsorge durchzuführen hat. Gegen deren Entscheidung kann der Kreisausschuß angerufen werden, der end- guLtig entscheidet.
Don deut Fürsorge-Aufwand tragen die Gemeinden die Hälfte der Kosten des einzelnen Für- sorgefalles enbgültig. Die Kosten der Armen» Fürsorge fallen ihnen ganz zur Last. Die Kosten für Kriegsbeschädigte usw. werden von Dezirks- Fursorgeverbänden allein getragen.
In Rotfällen soll die Fürsorgebehörde auch ohne Antrag eingreifen und Personen, die aus Unkenntnis oder Scheu vor der Fürsorge keinen Antrag gestelll haben, zur Antragstellung ocran« lassen. Wird ein Antrag von Verbänden oder Organen der freien Wohlfahrtspflege gestellt, so soll der Rachweis der Dertretungsbefugnis in der Regel nicht gefordert werden. Zur Entscheidung über Beschwerden von Sozial- und Kleinrentnern sollen als Beisitzer tunlichst Vertreter aus dem Gebiet zugezogen werden, dem der Fürsorgefall angehört. Zur Entscheidung über Beschwerden von Kriegsbeschädigten usw. müssen als Beisitzer Vertreter aus deren Reihen zugezogen werden.
Das Ministerium des Innern bestimmt, welche Anstallen zur Unterbringung arbeitsfähiger Hilfsbedürftiger oder Unterhaltspslich.iger geeignet sind. Insbesondere kann auch die Einweisung in eine Heilanstalt, z. D. eine Trinkerheilanstalt, in der Gelegenheit gegeben ist, den Eingewiesenen mit angemessener Arbeit zu beschäftigen, angeord- net werden.
Diese Verordnung gllt nur bis zum 31. März 1925. Bis dahin hat eine gesetzliche Regelung zu erfolgen.
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Die Reichs-Teuermugsziffer.
Die Reichsindexziffer für die Lebenshaltungskosten (Ernährung. Wohnung, Heizung. Beleuchtung und Belleidung) beläuft sich nach den Feststellungen des Statistischen Reichsamts für den 1 6. April auf das 1.12-bil- lionenfache der Vorkriegszeit. Gegenüber der Vorwoche (1.11-billionenfach) ist demnach eine Steigerung von 0.9 Prozent zu verzeichnen.
-MtwAyaiya:, wie überhaupt cre sxUöer trr Oer weiteren Umgegend bet Stadt von zahlreichen Wanderlustigen und Radfahrern durchstreift wurden. Alles m allem: wenn auch das Osterwetter nicht gerade an die unmittelbare Rachbarschaft des Wonnemonats erinnerte, so lieb eS d»ch einen Genuß des Osterfestes zu, mll dem man zu- fneben sein kann.
** Das neue Schuljahr für die Volks- und Fortbildungsschule beginnt am kommenden Montag. Zur Anmeldung der Schulpflichtigen wird im heutigen Bekannt machungsteil aufgefordert.
’ * Aufhebung des Demobil- machungskommifsariats. Auf Grund der Reichsverordnung über die Aufhebung deö ^-^es der Demobilmachungskommissare vom 2o. Marz hat das Hess. Gesamtministerium folgende Verordnung erlassen: 1. Das Am'
Staatskvmmifiars für die wirtichaflllH« T^^bllmachung in Hessen wird mit Wirkung vom L Arll 1924 aufgehoben. 2. Die z. Zt. dem De- moblkmachungskommissar noch obliegenden Ausgaben gehen auf das Ministerium für Arbeit und Wirtschaft, Abteilung für Handel und Gewerbe, vom gleichen Zeitpunkte ab über.
Aufgerufenes Papiermark- Rotgeld. Der Reichsfinanzminister hat das au' Paprermark lautende Rotgeld, dessen Aussteller ir Würllemberg. im unbesetzten Gebiet Heile n s sowre im Gebiet der Freien Stadt Hamburg ihren Sitz haben, mit Wirkung vom 1. Mai 1921 aufgerufen. Die Einlösungsfrist läuft bis einschl 31. Ulat 1924 Ausgenommen von diesem Aufruf b erben das Rotgeld der deutschen Reichsbahn unt die Aaatskassenscheine Württembergs.
i r ^ur Aerztekammer f ü t
Jeffcn. Dre Wahlfrist, innerhalb deren di. Stimmzettel zur Wahl der Mitglieder der Aer-te kämmet für den Dvlksstaat Hessen und ih7e Er- satzmannet ernzusenden sind, ist von dem Wasil .^schütz auf bic Zeit vvn Montag, den 30 Hunt bis Donnerstag, den 10. Huli einschließlich, nach- rnittag« 6 Uhr. festgesetzt worden. Ssimmp^rch tigt und wählbar als Mitglied der Aerztekammer vder als Ersatzmann ist nach Artikel 22 der Aerzte- vrdnung vom 15. Hanuar 1924 jeder im Volks- staat Hefien wohnende und die deutsche Staats- angchotigkeit besitzende Arzt, der sich nach Art. 2 der Aerzteordnung bei dem zuständigen Kreis- ge'undHellsamt angemeldet hat und in bei Wäb- leritfle eingetragen ist, es sei denn, daß das Stimm-
uni» bie Wählbarkeit nach den Vorschriften der Artikel 23 und 24 der Aerztevrdnung ruht Oder verloren ist oder nach Artikel 25 a. a O auf das Recht zu wählen oder gewählt zu werden, rechtswirksam verzichtet ist. Die Wählerliste ist von Montag, den 23. Aprll bis einschließlich Montag, den 5. Mai auf dem Ministerium des Innern, Abteilung für öffentliche Gesundheitspflege, in Darmstadt offengelegt Während der gleuten Frist liegt auf jedem Kreisamt während der ubl'.chen Dien st stunden eine Liste der in dem betreff enden Kreis als stimmberechtigt anerkanntei Aerzte zur Einsicht durch die kreisringesesseten Aerzte offen. Einwendungen gegen die Richtigkeit oder Vollstäirdigkeit der Wählerliste sind spa- testens binnen einer Frist von 1 Woche nach De- endigung der Offenlegung, also bis längstens Montag den 12. Mai einschließlich, nachmittags b Uhr, bei dem Wahlleiter, Obermedizinalrat: Dr Schrv he in Darmstadt. Ministerium des Innern Abtellung für öffentliche Gesundheitspllege, vor- zubringen.
rmk. Die ungünstige Zugverbin^ ^ung im Lumdatal bat dem Abg. Dr Werner (Dnat.) Veranlassung zu folgendem Antrag im Hess. Landtag gegeben: Arbeitgeber 'unb Arbeitnehmer haben sich bisher leider verfeb- lich bemüht, bei der Reichsbahndirertivn eine Der- oesserung der Zugverbindung im Lundatal zu erreichen. Der Zugverkehr hatte sich auch dort dem Achtstundentag angepaßt und bleibt auch so bestehen, obwohl die Arbeitszeit iirzwischen auf Zehn Stunden verlängert wordeir ist. Dadurch werden zahlleiche Arbeitnehmer und Angesteill-' erheblich benachteiligt, well der Mangel an Anschluß mgen zu mehrstündigem Aufenkball am Bah, h >f oder in der Wir scha t;wingt. Eiic zweckentsprechende Regelung wäre die, daß der Arbeiterzug morgens von Grünberg aus um 6,50 Uhr in Lollar antämc und abends um 6,10 Uhr dvn Lollar abginge Ich beantrage, die Regierung ,zu ersuchen, in diesem Sinne vorstellig zu werden."
R u r a m t l i ch h e r g e st e l l 1 e Stimmzettel sind bei der R c i ch s t a g s w a h s gültig. Amtl'.ch wird mitgetcilt: Das Rcichs- wahlg.setz in der Fassung vom 6. März 1924 kennt nur amtliche, auf Kosten des Reichs heraesteüte Stimmzettel. Daher hat die mit Zustimmung des Reichsrats vom ReichSminister des Innern erlassene Reichsstimmordnung vor- gesehen, daß jeder Wähler nach dem Betreten d s Abstimmungsraumes einen Stimmzettel und einen Umschlag erhält, im Abstimmungsraum den Stimmzettel auszufüllen hat und daß die Stimmzettel, die als nicht amtlich her- gestellt erkennbar sind, ungültig sind. Dem vom Reichstage bei der Einführung deS amllichen Stimmzettels verfolgten Zweck wüpde eS wider» sprecheir. wenn den Parteien gestattet würde, den amllichen Stimmzettel nachzudrucken, um ihn mit der entsprechenden Eintragung ausgefüllt an ihre Anhänger zu verschicken. Desgleichen ist es mit den Wahlbestimmungen nicht vereinbar den Stimmzettel g-gen Kostenersatz an die Partei-'
Freikarten nach Amerika für Reisende nach Amerika werden in einer be sonderen neu einaertchtelen Ableitung der White Star Vtne, und American Line Tambur», Alster dämm 39, bearbeitet. Diese Abteilnnn erteilt kosten los lebe gewünschte Auskunft über diese foa Brevaid-Passagen und über Seereisen im Allgemeinen. Wenn jemand Bekannte oder Verwandte in Amerika besuchen will, welche für ibn oic Uebersahrt bezahlen, so kann er die genaue Adresse an dte obengenannte Prevaid-Abieilung einsenden und diese wird sich bemühen, Schiffs- kane und Eisenbahnfahrkarte bis zum Reiseziel zu besorgen, ohne daß dem Betreffenden Soften dadurch erwachsen. Die American Vinc ist in Gleken, Bahnhofstraße 68 durch Gebrüder Jullmann vertreten._________________________ 2615s
Frankreich und die Gutachten.
Pari«, 22. April. (WTB.) Der .Trmps- bsrichtet, die fraltzösische Regierung hab^ auf Me Mtttellung der ReparattonSkommifston, in der der Beschluß vom letzten Donnerstag mit» gcte-Ui wurde, bereits geantwortet. Sie habe dic Haltung eingenommen, die man vorausgesehen habe. Ihre Meinung über den Bericht der Sachverständigen welche nicht von der Meinung der englischen Regierung ab. Sie erwarte jetzt, daß die Reparations- kommijsivn die Entscheidung treffe, die tiyr zu- Tomme, um den endgültigen Plan auszu- arbetten. Denn die Reparationskommission t n ben Grenzen ihrer Bef ugnisse beschlie- feen werde, könne die französische Regierung d':e Maßnahmen bestimmen, die sie zu ergreifen habe. DaS Mort habe also von mm an die Repa- rationsrommifsion.
Sie allein sei qualifiziert im Rahmen ihrer Kompetenz, das Werk vorzubevetten, wie sie es am Donnerstag angekündigt habe. Sie allein könne den Konllufionen der Sachverständigen Gewicht gehen, nachdem sie die vorbereitenden Arbeit?n durckgeführt habe. — Der „Matin" beftätigt die> Meldung des ^Temps". Rach dem Blatte wird die Antwort zweifellos 'freute vervfienllicht werben. Dic französische Regie,mng verschweige darin nicht, daß sie vor der Arbeit txr Sachrerständigen die gleiche Achtung habe, wie die Reparations- kommission und die anderen alliierten Regterun- gcn, aber sie bemeike der Reparationskommission daß dtese
ihre Arbeit noch nicht vollendet
habL Es genüge nicht, den Bericht der Sach- verflandrgen anzunehmen und die Arbeit die mtt ihrer Derantwortlichkett zu leisten sei,' unter daS Reich und dte Alliierten zu verteilen, rndem man dem ersteren sage, es muffe die notwendigen Gesetze votieren und den zweiten emp- feble, sich über die Maßnahmen zu verständigen die ihrer Befugnis unterstehen Uebrigens habe la dic Reparationskonrmifiion in Punkt 6 ihrer Empfrhlung anerkannt, daß auch sie selbst in gewissem Grade die Arbeit der Sachverständigen vervolckommnen müsse, namentlich hinsicht- ltch des schwierigen Problems der Transferierung der deutschen Zahlungen nach dem Ausland sei kaum etwas geschehen. ES scheine also, daß der logische Verlauf der Dinao nicht vollkommen beachtet worden sei und es fii normal, daß die Reparationskcmtmisswn sich zuerst der Mühe unterziehe,
ein präzises und vollkommenes AeparationSs Programm auf der Grundlage der Sach.
Verstandrgeu-Derichte
au^uarfreiten. Dieses Programm hake die Kommiss ron dem Deutschen Reiche zu übermitteln, um ihm seine Derpfllchtungen bekanntzugeben und zu gleicher Zeit sich an die alliierten Regierungen zu wenden und ihnen die Fragen zu bezeichnen, die nach ihrer Anficht deren Kompetenz und nicht der Kompetenz ber DeparatronSkommtz sivn unter- flefre. Die Tatsache, dafe Macdonald in einer öffentlichen Rede über die Lage sehr verschiedene Ansichten gegenüber der französischen Anitchl kundgegeben habe, mache die Rückkehr zur logischen Ordnung notwendtg, weim man einen Mißerfolg vermeiden wolle. So habe also die französische Regierung dem Vor- sitzenden der Reparationskommisfion geantwortet, sie werde in einem aufrichtigen Geist des Entgegenkommens die Maßnahmen prüfen, die sie ihrerseits vorzunehmen habe, um das Gelingen des .Sachversiandigenprogramms zu erleichtern. 'Aber vorher müsse die ReparatwnskomMission ihre Entscheidungen vervollkommnen, indem sie di- Punkte b^eichne, über die die Alliierten noch zu verhandeln hätten.
Die Pariser Kritik.
Paris. 21. April. Zu der Rede Macdo- tta lr>s in Bork schreibt der Pariser ^Temps" am Sonntag abend, Macdonald liefere das Ar- Sent, an welches er nicht gedacht habe. Seine arung rechtfertige baß Verbleiben der französischen Truppen im Ruhrrevier. nicht als ein Werkzeug der wirtschaftlichen Ausbeutung, sondern. wie Poincare es auseinandergesetzt habe, K ein eventuelles Zwangsmittel. Wenn die eng» si'chc Regierung es vorziehe, sich jeder vorherrgen Abmachung über die Sankttonen zu enthalten, so fei es einigermaßen natürlich, daß die französische Regierung die von ihr getroffenen Maßregeln bribehalte und daß kic jrcn o i cfr? Re ierung keineswegs gewillt ist, ihre Sanktlvnsforderungen ruruckzustellen. Der in letzter Zeit häufig offiziöse ^M a t i n" schreibt. Macdonald verwahre sich gegen den Dorwurf, eine Polemik einleiten zu wollen, aber
er habe rrrchfiSbestoweniger seiner Ansicht über dte von den AlliiertLN einNmehurende Aal- tvng Ausdruck gegeben, welche in diametralem Gegensatz zu der Haltung bet französischen
Regierung stehe,
was Macdonald durch den diplomatischen Schriftwechsel der letzten Tage bekannt sei. Wenn man m England nicht der Tatsache Rechnung trage 5afe Frankreich Pfänder besitze und sie nur für gleichwertige, für die Gesamtheit der Alliierten gestellte, aus der Hand geben werde, so drohe die bemerkenswerte Leistung der Sachverständigen in eine Sackgasse zu führen.
Echo Rational" schreibt, das brttifche Kabinett wolle in der Reparationsfrage Frank- reich offenbar in eine Prozedur verwickeln, damit o- in möglichst kurzer Frist die wirtschaftlichs Besetzung des Ruhrgebiets aus gebe. Am Dienstag habe Macdonald im Unterlaufe das Stichwort ausgegeben: Annahme der Entschließungen der Sacyverftandigen en bloc und sofortig? Ausführung. In Bork habe er den gleichen Gedanken entwickelt. Man dürfe aber Macdonald, der eine erste Mittellung des französischen Botschafters über eventuelle Sanktionen
"om’?en *u haben ichnne, nicht tm Zweifel lassen über die Art in der die Rechte Frankreichs verteidigt werden wurden. “
Der Austausch der Gefangenen. . 3.6 • 15>,31- (OBoIff.) Am Sarftciiag fcmd in Kehl Oer Austausch von deutschen und französischen politischen Gefangenen statt. Ein Berliner Matt hat dies in feiner Ostersonntagsnum- mer zum Anlaß eines Angriffes auf das auswärtige Amt genommen, dem es vor allem vvrwirft den französischen Spion d'Armont gegen -drei von den Franzosen in dem besetzten Gebiet


