Ausgabe 
22.1.1924
 
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»rschn-i lur Drehlnach- a^irn 3e)riifr*iefcea. plldtü

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Ul Jahrgang

Dienstag, 22.3<mnar 1924

GietzenerAnzeiger

General-Anzeiger für Oberhessen

vnick > Derlei: VrAHNsche u,fver«tätr.v>ch' eib Sletebrudcrei H. lange in Kießey. rchnftlettvng unb Scfdfäftsttlr SAiTWre^e 7.

Sm)«t Mi Mise |ti ftrbte Iay*eae*«X» l«m la^m-uag Mkh«r obwrtrtx JcrtmMi^XrU

Preis idt I fir l^>cieet 27 mo Srcüt .>r lid)8,eM»irti 10®olbpfe»Hi4; fir Xe- bleme..1n5<iqcno.7O.n n tbctdt X> L' .^p|cn*ii

Via ioori^nu xj . X»V fchlog. - Seraeteortü^ tur politiha. Joilewi

Dr.^nebr.lDilh.L'aiige; fir bei ujrijtn a< Orelt dU*H^cm;i»t6ci

Lozeigkilkd )0i» <kl lAMll. tz 14

war sann Europa von der englischen Arbelterregierung erwarten?

StenSeoalifefretär z D Frbr v.Rheinbaben M. b X

wichtige au»-

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Sie lache. Sin frftori

Xrbelterrcgterung erwarten unb was inibdonbert Deutlchlanb. von dem heule auch gewichtige c GtaibiMxe Stimmen fayn. bah fein Schicksal einem grollen Teil identisch mit dem gröberen Schicksal Europas ift?

schen Politik überhaupt So (teilt sich bie Frage ton selbst "Das lärm Europa von brr englisch«.

Zunächst eine ki^rze Bilanz von bem was heule ift. Dcutschlanb liegt fast völlig am Boden 5kr vj5..i :>3 bit ci abermals

um viele CMbmilliarben ärmer gemacht THubfam waren bie Versuche, bas Chaos im Dosten zu ent- tnirrm, unb gerade lebt schicken (ich Deutschland unb Frankreich an, m Bor Handlung von Regie­rung zu Regierung wenigstens eine vorläufige auf eine g.'wts e Zeitdauer erträgliche Regelung wirt- fchafttichec und Deriehrsprobleme zu sind n Aber Frankreich will darüber h.naus ein Anpass en des Griamtrepa rat ionS Problems Es hellt diese 5or- beiunfl nur aus eigen (fern Interesse. Auch feine Däh.ung fam ins Rutschen und bas Icidit beweg­liche fran.v(i'che Dvlk könnte eher als die meisten anderen Völler der Dell diejenigen steinigen, de­nen es noch vor kurzer 3eU Hosiannah zunes Die iwlienische Politik Hal unter Mustolini zulebends an Stan-igfeti und Kraft gewonnen und hat sich längst von Frankreichs Zielen Deutschland und Europa gegenüber abgewandt Die neutralen Län­der leiben weiter wirtschaftliche Rot, well durch Deutschlands Damiederliegen bie europäische Dlltschaft und Kaufkraft insgesamt empfindlich gelitten hat unb in Unordnung gebracht worden ift Endlich interessiert sich lebt auch Amerika für das europäische Chaos und entfenbet seine De­legierten m die Unterausschüsse der Reparalivns- fornmlflton Reben bem wirischasl'.ichen Damieder­liegen auch der Siegerländer ift Europa das Feld fteier pvlit>sck<r Anstrengungen gewesen, um neue Bündnisse unb Stoalengrup; i. rungen zu schaffen, die bem Ziele der s ranzösischen Heaemv- n i c die Dege bereiten sollten. So viel ist schon Hute gewih. Der .Par Galllca" ist noch weit schlimmer als der .Par Dritamrica" früherer Epochen Gallischer Frieden gebt auf den We^en lllapoleons und bat immer weitere Kriege zur Folge, während imme-rhin der britannische Frie- den vieler Jahrzehnte des vergangenen Zahrdun- derts zwar auch viele Rivalitäten in Guropa wach- biclt. sie aber auszubalanzieren Wichte zum Heile der stfrie'lich ausschlaggebenden ongli- lischen Politik und zum Syti? auch des englischen Handels unb der europäischen Handels- und der europäischen Dlrtschast überhaupt

3cbt weisen die pichen der Zell auf eine Li­quida tivn dieses verhängnisvollen Zustandes und auf ihren Beginn noch in diesem Jahre 1924 Der en stürz unb die Möglichkeit, die befetten

r im Deslen Deutschlands produktiv zu ge­lingen auch die französische Politik auf neue Doge öngUnb, der einzige grohe Degen- spleler Fnrnkreichs in Europa, bat neue Dege nach der Llguidation des Krieges schon früher hc- f(tritten. wem das auch bei der schwankenden Haltung des früheren Ministerpräsidenten Lloyd George nur tastend unb zögernd geschah Deiches waren sie in der Hauptsache unb to.c wird voraus­sichtlich bie Arbciterregieiung sich zu ihnen stellen?

England bat kein 3nterefTc an der völligen Zerstörung deutscher Wirtschaftskraft. noch viel weniger an seiner politischen vkrtrümmerung. Diese Richtung ift uns unb der Dell langst be- fcmnt Sic bat sich schon unter Lloyd Dwrge unb eben noch unter der konservativen Regierung be­stätigt. wie das Eingreifen gegen Separatrsten- Wifiwirtichaft in der Pfalz deutlich beweist. Die Arbeiterrrg'eruna wird keine anberv Politik ma­chen unb tatkräftig für eine Ixttbige allgemeine Rcpa ralionelonfertni rmtreten, wie sie das jahrelang bisher gefordert hat.

England bat cbmfo kein Znterefse an der fmnzösifchen Dorh rrschasi in Europa unb wird sie zunächst mit Diplomatie unb evtl, auch mit Wirtschaf'.lichm Mitteln bcläm.fm Ob dies mit oder ohne Dölkcrbund grschieht. eine Zweck- mähigkeits- ober heiser Prvvaganbtfrage (o lan.-e. biS eS einen wirk.ichen Äöll.r. un> geben wirb. Die Arbeiterregierung wirb au o auf b.efcm <K - biet nichts Reu es entdecken tönten, sie wird ebenso gemih die VZchriNenm Pfade ener An Näherung Englands an Jtaiim. an Spanien, an Polen unb an andere Stellen, wo Ontfanb noch Lrzlich franzes sch unb tschechische Cinlrcilu g - pläne gegen Deutschland vereiteln half wei.er­gehen.

Der englische Handel und die eng'.ischc Dirt- schalt eiafchliehlich der Arbeiterschaft wünschen ein kauskräf t igeS Europa Darüber gibt es lernen Unterschied unter den Parieten. Die Ar- beitgcbenegienirg wünscht dazu em 'hat.fch d.e sofortige Anerkennunit d r Sowjetregieruna und vollste Oluf nähme wirtschaftlicher Bezre ungen mit Qfc hlanb Hier b stedt also vorläufig ein gewißer Hntcrf±i:b. ein M hr gegenüber der Diplomat o dec lonservatchen Regierung.

Snglano hat Lt zäher, jahrelanger Rrbock

parlamentarischen ..

keinem /..Dcdel unterliegen, bah bei einem poli­tisch so du rchgc bilde ton Volke, wie das englische es ist. die innere Rochwirkung dieses Vorganges erst am Beginne ihrer Entwicklung steht. Er fällt nicht in eine Zeit der Entspannung unb Beruht- gung in den andeven Ländern Europas, sondern mitten htnem auch in eine Donde der eurvpäi-

ing in England wird Lat» Dendevunkt gan., sicher­lich für England Rein äuherlich spielt sich der äle der Ging in den traditionellen ausgeglicheneren Formen ab, aber es kann gar

Baldwins Sturz.

Annahme des Mihtrauensvotums der Arbeiterpartei im britischen Unterhans. - Clives Bericht.

London. 21 3an i DDB > 3m Unterb mS verlas der tinterft laKfefretär des Aeuhern. Ro­nald Mac Reill. ein langes Xelegromm des eng­lischen Generalkonsuls Llive, in der dieser bte Er- gehniffe seiner fünftägigen Untersuchungen in der Pfalz mlttetlte Das Telegramm lautet

Nachdem ich fünf Tage daraus verwandt habe, die Ansichten der Bevölkemng jeder Klasse und jeder Partei in der Pfalz zu ver­nehmen. bin ich zu dem adgememen Schlüsse erlangt:

1. Die überwältigende Mehrheit der Be- völkerunq steht der autonomen Regierung feindlich gegenüber.

2. Diese Regierung hätte niemalsohne französische Anterstätzunqin Erschei­nung treten können und würde sofort vertrie­ben werden, sobald die französische Llntrrstül- zung aufhörte.

3. Rach dem Zugeständnis von Bley, der das nominelle Haupt der Regierung ist, sind 75 Prozent der Separatisten von außer­halb der Pfalz gekommen; sie ums rissen un- zweifelhaft zahlreiche Vorbestrafte und Männer, die gänzlich unerfahren sind in den Deschäften der Regierung.

4. Die katholische und die protestantische Kirche, die amt.ichen Kreise unb die Mehrheit der Bevölkerung in den grohen Städten weisen den Gedanken einer Loslösung von Bayern zurück.

5. Cm beträchtlicher Teil der Bevölkerung, obwohl gleichgültig gegenüber der Frage der floftreununq von Bayern, stehl der Abtren­nung vom Reiche feindlich gegenüber.

6. 3a bestimmten Klassen der Bevölke­rung, namentlich unter den Bauern unb unter den sozialistischen Arbeitern besteht die Hei* gung für die Schaffung eines rheinischen Staates unter Einschluß der Pfalz, der po­litisch unabhängig, aber wirtschaftlich mit dem Reich verbunden sein solle. Dieser Teil der Devölkerunz fürchtet eine militaristische Politik von Berlin und von München.

7. Unter den Bauern und Arbeitern herrscht starke Kriegsmüdigkeit und der Wunsch nach Frieden um jeben Preis.

8. Tie LoyalitätSerkläruni wurde in allen Teilen zurück< ewiesen. Di' Erklärung war auf Dauern unb andere Grundeigentümer unb bie ßanbbürgemeifter beschränkt. Diele von bie* sen unterzeichneten anfänglich, unb zwar ohne Beratung mit den Gemeindebehörben, zogen

nun aber die Erklärung zurück. Die Bauern tu der Pfalz der! > gegenüber den politi­schen Angelegenheit:» im allgemeinen gleich* kült'g und wünschen nur in Frieden ohne die Gefahr der Ausweisung zu leben. Dieser Teil der Bevölkerung würde, wie ich glaube, jede Srk.ärnng jeder Regierung urterzeichnen, um in Frieden leben zu können. Di Annahme der in einer Qlkn'e von Fällen unterDrohun» gen erlangten Unterzeichnung kann nicht recht- fertigen, bah die Mehrheit bet Bauern bet autonomen Regierung günstig gesinnt ist.

DaS Unterhaus, das in Anbetracht der ent­scheidenden Debatte unb Abstimmung dicht befehl war. feilte dann feine Beratungen über die Be­antwortung der Thronrede fort Unter einer Reihe von der Regicrung ausweichend beantwor­teten Anstaien tnlcrd.iert die Frage eines Parla- mentSmiiglieds. ob schon irgcnbc.nc Regelung er­zielt worden fei zwischen der britischen Regierung und den deutschen Vertretern über bie deutsche 26prozentige RcparationSabgabe. und wenn keine Regelung erzielt fei. ob er bereit fei. zeitweilig die nach der Regelung der deutschen Reparationsfrage elngezogcne Abgabe aufzu- heben Der Schatzkanzler Reville E Ham der - Iain erwiderte, die Antwort auf den ersten Teil der Anfrage laute verneinend, so bah ber zweite Teil sich von selbst erlcbige Derhanblungen feien im Gange, unb er fei bestimmt nicht bereit, ber angeregten Aufhebung zuzustimmen. Auf bie Frage, ob ihm bekannt fei. bah irische unb hollän- bifche Kaufleute deutsche Daren ohne eine Be­zahlung dieser Abgabe anbieten, erklärte Cbam- bei Iain, ihm sei dies nicht bekannt, aber es sei wob! möglich Kennwortby fragte, ob die Auf­merksamkeit des Fvreign Office auf T>ic Mitteilung gelenkt worden fei. wonach die französische Regie im R Heini arid Ordonnanzen veröffentlicht hat, die

die Einfuhr in die britisch« Zone von Köln aller Artikel, ausgenommen Milttärtransporte. Lebensrnittel unb Rohstoffe verbieten, des­gleichen die Ausfuhr aller Daren auS ber britischen Zone, ausgenommen Kohle, was baran DahreS fei, unb welche Aktion bte brüifche Re­gierung in biefer Frage unternehme Mac Reill bejahte ben ersten Teil' 2luSkunfte würben ein­gezogen unb die Aufmerksamkeit ber französischen unb belgischen Regierung würde auf die An­gelegenheit gelenkt

Die Debatte über ben MihtrauenSantrag ber Arbeiterpartei wirb hierauf von dem Führer der Liberalen. Sir John Simon, aulgenommen Er sagte, selbst Leute, tie sich dem Antrag wider- fehlen, glaubten kaum, dast das Land irgend­

welches Vertrauen zur Regierung babc. Er kn- tiste ne die Regierung, weil sie nicht unver­züglich nach ber Dahl zu rückgetreten fei. wa« ihre Rachfelger gezwungen hätte, eine Thronrede abzufasten und emc umfassende Erklä­rung über ihre Politik abzugeben. Das Land ver­lange vor allen Dingen bte Beseitigung einer Regierung, bie dngcfianbcn habe. tMh sie wich­tige Probleme nicht förderlich be­handeln könne und ihre Erlenung drrrch Leute, bie auf jeden Fall hofften, dast fir es könnten Simon protestierte flogen die An:»ab:ne. bah t*r ilebemabme ber R<gi<rung durch Me Führer der Opposition im llnlerbmife, wie es augenblicklich zusammengefeot fei. K'bcute, bah von heute auf morgen Grobb, Hann len ein sozialistischer Staat werde

Die DSHlerschaft habe gleichermasten die wil­den Crperimenl; sowohl des Schutzzolls, alt

auch des Sozialismus verworfen.

Es fei jedoch eine grobe Mehrheit von Stimmer vorhanden zugunsten eines neuen Geistes ir te: Regierung, zugunsten einer Politik in aus­wärtigen und inneren Angelegenheiten, die billi­ge rwcise als gemclnfamrt Gut der LU> ralen unb ter Arbeiterpartei bezeichnet werden mühten.

Austen Chamberlain, der bte Rede Si­mone scharf Irfitlfterte, erklärte. Mc Koali­tion sei tot. Niemand könne fie beleben, selbst wenn er es wollte Das Land habe niemals an­genommen, dah Asquith emc sozialistische Re- Scrung zur Macht Hingen werde ^Infolge dieser

fixen würde Asquith sn der Geschichte al- l e h tci liberaler Premierminister bafte- hen Bei ter nächsten Dahl werde sich das Land cr.tttxucr für bte Arbeiterpartei ober für die Konservativen aussprechen Aus Cham- berfam folgte Mb Margaret Bondfielb. die die Regierung infolge ihres Versagens In der Ai l e'tslesenpc'litlk angriss. 3m Lause ber De­batte erklärte Macdonalb noch bas Haue werte heute einen Schritt tun. ber in der briti fchen Geschichte tüt immer benftoutbig sein würbe Die duftere Lage bessere sich infolge bes voraus- sichtlichen Regrcrungswechsels Pflicht ber Ar­beiterpartei fei es gewesen, die Rcflierring bei er­ster Gelegenheit anzuvagen und ein Urteil über fie zu verlangen Baldwin verteidigte die Politik der Regierung und erklärte, tixitn lif beute Nacht beseitigt werden sollte, würde sie ihrer Nächst Igerin keine ungelösten Probleme aufkr bei Neparutionsstage. ber französischen Frage unb be Frage ber Arbeitsloslgkett hinterlaslen. Dte Zu­tun,t liege zwischen ber konservativen unb ber Arbeiterpartei.

3n ber bann folgenden Abstimmung tpurbi ber Mihi rauen santrag der Arbeiterpartei mit 326 gegen 256 Stimmen angenommen.

über die Konferenz von Da hington hiaauL 2 n - lebnung an die Vereinigten Staaten gesucht und gefunden. DaS Erfch.men des amert'a- nifchen Delegierten in t> r Rcparationekornmis t n ift ganz sicherlich In erster Linie ein Lrsola kon­sequenter enzsischer Polckck. Ganz gewist wird auch die 2lrbcitcrrcgierunfl desselbe Ziel versolgen, wenngleich für fie die Schwierigkeiten gröber sein könnt-n als fie sür eine bie Interessen deS Privar'.apitalS tattrjftiger wahm h nenb: bärger- lichc Regierung m England gewesen sinb.

Danz Gnglanb wünscht zur Zeit Ruhe uib 5 r i c b c n in Europa unb ber Welt, um seine Dirtschafl wieder zur allenBlüte zu fr-in­gen, um mvg ichst viel Geld zu verbienen und nach dem angeblich fr herrlich gewonnenen Kriege, und nach getan-r Arbeit das Leben voll zu genieben. Auf biffem Gebiet werden teil äuster ih getrlf e Unterfchiebe der politischen T-tminologie gegen früher zu spüren lein Der Mach.qebanke. der GnglanbS jahrhunvertelan-en Aus lieg begleitete und durchdrungen hat. lästt sich in einer heute allerdings auch bei den Konseroar.ven recht ab- geschwächten Form nicht ohne welleteS auf die gleiche Linie pazifistischer und weltbeglückenb.t Dorte baingen Aber auch hier gibt ci einen EluSgleich zumindest einen Ucbcrg nt) b'.butch. bah von jeher auch die krassesten Mayttiolit ter in England r? verstanden haben hre trübten macht- politischen Ziele mit pazifistischen and welr- beglüdcnben Tenden en sy zu mifchcn bin ein ?roher Teil ber Del: oft genug nicht gemerkt at, wohin die Reise ging

Btellcicht kann ich kaS hier AuSgcfübNe ta^rn zufammcn^asten: 3ch glaube ba*) Im g ^^en i>tr bisherige Kues ber englischen Auhen-olitik fiorb SurzonL und seines KabmeUS forigefe t werben wirb unb bah bie fr big'n zu Propaganda zwecken ausgefproch nen Dort. Ran fen MacdenaDe .ron der Konkursmasse, die er übernehmen muh . d.e Dimick-Ill: nicht trffm BeKgli ch R. blands und der von der 3d>ciLerreflkriing geforderten engllsch-rufsifchcn Armiherung bin ich recht tl p- tifch. ob ucb'H der früher ober fpäter doch be?or- steh enden ferm eilen 2tn;rtnnung der Sv Di ei ^tc- rung sich irgendetwas Positives oder gar kof ch t- dendes in dem natürlichen Verlauf der eng- lisch-russischen Beziehungen verändern wird Vie - Lei Olt kann man so formulieren, dah besonders in der letzten Zeit die konservative Reg-etung Englands zwar äuherlich stiller unb biS zur fdxtn- baren äln ntfch>fsenheiL. weicher aber in Dah - I heil doch tatkräftiger war alS die O.-ffentlii) *tt I in England selbst und andetSwo weih and v^r- | mutet Den Hauptfehler der englischen Polidk

nach dem Kriege, d. h di: völlige Deht- loSmachu ng Deutschlands, könnt? auch fie nicht ungeschehen machen So muht: sie bie zu einem gewissen Grade lavieren, brauchte ihre grvhcn Ziele aber deswegm keinesweg i auszu- geben. älmgekchrt spricht ein? grobe Dihrschein- lichkeit bafür, dah die Politik Englands unter der Atbeiterregierung die Tendenz aufaaei en trieb, mit gröberem Aufwand von Dorten menschlrci^s- bcfllüdcnbc Ziele zu verfolgen denen bi? La en keineswegs im gleichen AuSmabc entsprechen werben

Alles in allem was auch zum Teil in Snglanb selbst bag-gen geredet und geschrieben wirb ich glaube auch heute noch an eine englisch: Tradition unb an bie mag ret sche Kra't bc» «ngl schen Fvreign Office in fr zu-i auf bie Richtung deS englischen auhen- politischen Kompasses.

Der Zweite

Sachverstänbigenausschuh

Paris. 21. Han (Dvllfll Der Dorsiyoibe ber ReparationStommtst on Darthou. erklärte in seiner Degrühungsaniprache an bis Mitglieder bes Zweiter. Lachverstänblgenkomi- t ees. das heute vormittag 11 Uhr tn Pari- zu- famyr ongetreten ist:

Da. Problem der deutschen Kapital­flucht läht sich mit gröberer Bestimmtheit stellen als lösen. Ader es ist unmöglich, feine Unter­suchung zu vermeiden. Dell cTt.emt, diese dem Budfletausgsttch unb der Stabtl.ficrung so ab­trägliche Kapitalllucht zu Leugnen, bat bte beutsche Regierung eine Reihe tegUlattoer unb abmstii- ftraib>cr Mahnahmen getroffen, um fie e i n - zubä mmen. Diese ftnb leider unwirksam geblieben. Ist also tn biefer Frage nichts auszu- richten? Die RevarationskvmmifFcm ist nicht der Auffafsung.

Es ist von Deutschen nn Ausland m Form von Depots, von Beteillgnnge» an bestehen* den Geschäften nnb von HoLdings ein beirächt* llches Kapital gebildet wordrn, baS die Leif* tunqsfähtgkett Deutschlands in Mitleidexxschaft zieht enb dadurch auch seine Zahlungsfähigkeit beeinträchtigt.

Labt sich dieses Kavllal abfchäyen? Lahr es sich Hirüdtübrcn? Der hervorragende engli'che Sach- öerfianbige Mac Ken na schätzte im Dezember 1722 bie aut biete Delle nach dem Ausland ab- gewanderten deutschen Kap trollen au» keinen ge­

ringeren Betrag als eine M lliarde DÄlar, und er zog unter besonderen Bedingungen deren Ver­kauf an bi c beutsche Regierung In Be­tracht. bie sie ihrerseits ber RepararionSkommis- fion übergeben könnte Es wirb Ihre Aufgabe fein. Die zur Abf chätzung ber in .Frage fteben- den Beträge unb zur Q3orb?reUimg ihrer Rüd- f ü b r u n a geeigneten Methoden ausflnblg zu machen. ES ist zu hoffen, dah Sie von ber beut- chsen Regierung unterstützt werden, deren be­rufenste Vertreter zu wiederholten Malen erflärt haben, einen

Versuch zur Rückführung der Auslands* kapital ien,

an dem Gläubiger unb Schuldner gleiches Inter­esse hätten, würde ihre aktive Unterstützung finden Zwischen den beiden Sachveritändg a'omi ee3 gibt es keine streng: Scheidung. Sie haben die Ausgabe, aus verschiedenem Degrzum glrichen Ziel zu ge­langen der finanziellen Diederherstellung Deutsch­lands. die die erste Vorbedingung für die Erfül­lung feiner Verpflichtungen ift? Die Beteiligung amerikanischer Smatsbürger an den Arbeiten ber alliierten Sachverständigen ist eine bedeutsame Tat­sache. unb ich lege Den daraus, ihre Wichtigkeit nochmals zu un'eist reichen. Das Recht unb ber Friede, die voneinander unzerirennl ch sind, erfor­dern eine Lösung. Barthou übertrug hieraus dem englischen Sachverständigen Mac Kenna den Vorsitz des Au-schufses.

Mae Kenna

erflärtc, er glaube, dah e- unter den gegebenen Umständen für ihn da- Beste fei, wenn er fich darauf brichränkte, fich die Erflärunfli-n d-S Ge­neral DaweS in ber Eröffnungssitzung bes Griten Komitees zu eigen zu machan. Diese örldmngen hätten in ber ganzen Welt Widerhall gefunden. Gr konnte den Volllanden her Repa- rationSkommifsion versichern, dah das Zwelle Sa<t»criiänbiflenfDmtter an feine Aufgabe mi» dem selben Geiste beranlreten würbe Das Komi!« werde dies mit einer Ruhe unb jenem gesunden Menfchenveritanb tim, bie für eine Lötung un- erlählich fei Sr betrachte biefe Arbeit ber betber Komitees als ein neues Beispiel für das aus- richtige Zusammenwirken der Teil xfrner des groben Krieges In srinem beriönl chen Hamer tote auch tm Namen feiner hervorragenden Kol­legen glaube et sagen zu dürfen, dah bie Sachver- tiänbiacn bie ihnen unterbreüeten Fragen als Geschäftsleute prüfen würben. Sie Würben nicht io 4cm, Recherchen »orzunehmen.

Sie würden den Mut habeu, ihre Schluh* fol gerungen aus zu sprechen, und er hoffe.