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/etne befördere 7c?te. Der Dem Programm, ba6 Clara Viebig Freitag abend für ihaen Vortrag gewählt hat, wird ihre Eigenart zu vollem Aus­druck gelangen.

Landkreis Gietzcn.

4- Treis a, Lda., 21. Mai. Gestern abend legte in Lernps Wirtschaft der Generalsekretär des Frankfurter Raiffeisenverbandes die Zwecke und Ziele dieses Verbandes in eingehenden Ausführungen dar mit dem Erfolg, daß sich etwa 20 Herren zur Gründung einer Genos­senschaft zusammentaten, deren Vorsitzender Wilhelm Lernp II. wurde.

Grünberg, 20. Mai. Bei der diesjähri­gen Gesellenprüfung bestanden sämtliche 21 Prüflinge auf Grund ihrer Arbeiten und der Ergebnisse der schriftlichen und mündlichen Prü­fung. Veteiligt waren: 2 Maurer, 4 Weißbinder, 3 Zimmerer, 2 Wagner, 1 Schmied, 4 Schlosser, 2 Spengler. 1 Elektroinstallateur, 1 Bäcker und 1 Metzger.

ne. Dellersheim, 19. Mai. Ein schwe­res Gewitter mit Wolkenbruch und Hagel ging heute über unsere Gemarkung nieder. Die niederslürzenden Wassermassen waren so grob, dah sie die bebaute Bodenschicht ganzer Aecker mit fortrissen. Die Wassermassen führten große Mengen von gefetzten Kartoffeln, gesätem Mais und Dickwurzsamen mit. Tiefer gelegene Aecker und Heinere Siedlungsstücke wurden von Schlamm­massen vollständig überdeckt. Sogar in Diehställe drang das Wasser ein. Der angerichtete Scha­den ist bedeutend und wird besonders da­durch empfindlich, dah auch der Stand der Winter­saaten fast durchgehend sehr schlecht ist und durch .Sommerfrucht erseht werden muhte. Sn den Som­mersaaten macht sich auherdem noch eine bedeu­tende Schädigung durch den Drahtwurm geltend.

Kreis Friedberg.

* Du tzbach, 20. Mai. Sn Dad-Rauheim, wohin er seinen Wohnsitz verlegt hatte, ver­starb nach kurzer Krankheit der frühere Di­rektor des LanbeszuchthruseS Marienschboß, Maj or a. D. Dorne mann. Der von der Dapm- städter Strafkammer wegen Ermordung seiner Ehefrau zum Tode verurteilte Händler Fritz Hofmann von Darmstadt befindet sich bis zur Entscheidung des Reichsgerichts als älnter- suchungsgefangener in Butzbach in der Zellen­strafanstalt.

Kreis Schotten.

X Schotten, 18. Mai. Auch unsere Stadt will, wie schon kurz berichtet, der Ehrung der im Weltkrieg Gefallenen einen dauern­den äußeren sichtbaren Ausdruck verleihen. Der hiesige Kriegerverein hat sich mit Erfolg darum bemüht, dah die Ausführung der seit längerer Zeit vorliegenden Pläne möglichst be-- schleunigt wird. Sv sollen denn in Bälde in unserer ehrwürdigen Stadtkirche künstlerisch ausgesührte Gedenktafeln angebracht wer­den, die dem gotischen Charakter des Gotteshauses angepaht sind. Diese Tafeln sollen die Aamen sämtlicher im Weltkriege Gefallenen enthalten, die aus den vier Orten des Kirchspieles, Schotten, Betzenrod, Götzen und Michelbach stammen, fer­ner derjenigen, die im Lazarett Schotten gestorben sind. Die Kosten sollen gedeckt werden durch die Gemeindeverwaltungen und durch Wvhltätigkeits-

Veranstaltungen hiesiger Vereine. Auherdem ist die Errichtung eines He Iden ha in es in Aw- griff genommen, der auf dem Wart berg an­gelegt wird, einem herrlich in der westlichen Um­gebung der Stadt gelegenen Aussichtspunkte. Die Pläne dazu, deren Anregung dem früheren Land­forstmeister Staatsrat Dr. Weber zu verdanken ist, sahen zwar ursprünglich umfangreichere Mah- stäbe vor, die Schwierigkeiten der wirtschaftlichen Verhältnisse nötigen jedoch zu einfacheren Formen, ohne dah dadurch die würdevolle Eigenart der Anlage beeinträchtigt wird.

Starkenburg und Rheinhessen.

* Darmftadt, 20. Mai. (Eigener Bericht.) Die Darmstädter Polizei 'hat eine Schlageter- Feier, die am Sonntag auf dem Hochschul- sportplah stattfinden sollte, verboten, da­gegen eine Feier im geschlossenen Ra u m erlaubt, wenn Gleichgesinnte daran teilnehmen. Die Veranstalter der Feier haben die Verantwor­tung übernehmen müssen, dah, nur Gleichgesinnte zugelassen werden, um zu verhindern, dah sich Rühestörungen ereignen.

Hessen-Nassau.

][ Marburg, 20. Mai. Während des gestrigen Tages und auch heute gingen hier und in der Umgegend schwere Gewitter nieder. Strichweise hat starker Hagelschlag nicht unerheblichen Schaden an der Baumblüte ver­ursacht. Ebenso haben auch Blitzschläge hier und da Verwüstungen angerichtet. Ein Jjter aus- gebrochener Brand konnte sofort gelöscht wer­den. Der Rektor der ^Iniversität bewilligte für das angeregte Marburger Hallenschwimm­bad 1000 Goldmark.

Kirche und Schule.

X Wieseck, 19. Mai. Am Vorabend des Singesonntags" wurde unter lebhafter Teilnahme der Gemeinde die neue Glocke ein geholt. Den feierlichen Zug, dem die festlich geschmückte Schul- und Wartburgjugend nut Blu­men und Fahnen ein farbenfrohes Bild verlieh, eröffneten Spielleute des Turnverei ns und die Musik der Kapelle Mank und Seibert. Dem von Vier Schimmeln gezogenen Glockenwagen folgte der Kirchenvorstand, die Gemeindevertre­tung, Vertreter der örtlichen Behörden und des Fiauenvereins. Bei dem Begrüßungsall vor dem Kirchenportal sang nach dem MusikvortragDie Himmel rühmen" ein Massenchor der Schulkinder unter Leitung von Lehrer Burk:Lobt froh den Herrn, ihr jugendlichen Chöre" und hielt nach dem Begrüßungsgedicht einer Wartburgerin der Ortsgeistliche eine Ansprache. Die Glocke, ein lebendiges Zeugnis der Heimatliebe der Lands- teute in Amerika solle der Gemeinde eine Mah­nerin sein an die Toten, mit denen ihre Dorgänge-- nn in den Krieg gezogen eine Weckerin zu Liebe und Eintracht, als "Lutherglocke" eine Stärkerin zum Glauben. Das gemeinsameRun danket alle Gott" schloß die Feier. Der Tag des'Ge- sangbuchjubrläums brachte außer dem Festgottesdienst unter Mitwirkung des Frauen­chors eine Abendfeier bei der nach, einem Ent­wurf von Spitta, Pfarrer und Leserinnen ge­schichtlich Sneressantes aus der Frühlingszeit des Evangelischen Gesangbuches zu Gehör brachten, vor dem u. a. mit einer Laute und Gitarre ge­

schmückten Altar. Sn den Gesang von Liedern aus dieser Zeit teilte sich mit der Gemeinde die Chorschule und der Wartburgverein. Das Opfer des Tages soll die Einführung eines Kindergesangbuchs in der Gemeinde för­dern 'Reifen. Ein kurzes Probeläufen verkündigte Heute um die Mittagsstunde der Ge­meinde die glückliche Aufhängung der neuen Glocke und zeigte um drei älhr den schönen Zu- sammenklang mit den beiden Schwesterglocken.

Gerichtssaal.

* Darmstadt, 20. Mai. (Eigener Bericht.) Dor einigen Monaten erregte hier die Festnahme eines Mannes Aufsehen, der Hunde und Katzen getötet und sie zu Wurst verar­beitet hatte. Die Schriftleitung derHessischen Landeszeitung" und desDarmstädter Täglichen Anzeigers" erkundigte sich, bevor sie den Fall der Lteffentlichkeft unterbreitete, bei der Poli­zei, ob der Rame des Täters zutreffe und ob der Sachverhalt richtig sei. Beides wurde am Telephon bestätigt. Hinterher jedoch stellte sich heraus, dah es sich nicht um den Mehgermeister Sally Mainzer, sondern um dessen Bruder handelte, worauf die Zeitung, aus eigenem An­trieb, eine Richtigstellung brachte. Gleich­wohl strengte der genannte Mehgermeister eine Klage wegen Geschäftsschädigung und Belei­digung an: jede weitere Bemühung, die Sache aus der Welt zu schaffen, lehnte er ab. Vor dem Schöffengericht fand nun heute die Verhand­lung statt, worin der Sachverhalt, wie er hier mitgeteilt ist, klavgestellt wurde. Trotzdem der verantwortliche Oolalrc&afteur das Opfer eines Irrtums geworden war und keinerlei Absicht einer Beleidigung oder Geschäftsschädigung vorlag, wurde er zu 2 0 0 Mark Geldstrafe verur­teilt. Sn der Oeffentlichkeit wird das Urteil stark kritisiert, zumal die Höhe der Strafe, denn von der Zeitung war nichts unterlassen worden, um den Fall aufzuklären. Ein Witverfchulden trifft doch auch die Polizei. Dem Kläger kam es gar nicht auf die Bestrafung des Schriftleiters an, sondern nur auf seine Rechtfertigung vor der OeffenllichLeit.

Mannheim, 20. Mai. (Wolff.) Sn dem anderthalbtägigen Prozeß gegen den 21 Jahre allen Landwirt und Fuhrmann Georg Keck aus Wein­heim, der angellagt war, das gleichaltrige Dienst­mädchen Elisabeth Kadel, um die Folgen eines Verhältnisses zu beseitigen, im Stall des elterlichen Anwesens mit einem Büppel erschlagen und die Leiche hierauf in einem Teiche bei Weinheim versenkt zu haben, wurde heute mittag das Urteil gefällt. Der Angeklagte wurde wegen Mordes zum Tode verurteilt. Zugleich wurde auf dau­ernden Verlust der bürgerlichen Ehrenrechte er­kannt.

Turnen, Sport und Spiel

Turnverein 1 846 Gießen. Bei den am Sonntag ausgetragenen Fußballspielen um die Dezirksmeisterschaft ist es der l. Mannschaft ge­lungen, wiederum, zum 3. Male, als Sieger in der ^-Klasse 'hervorzugehen. Ebenso konnte die II. Mannschaft die Meisterschaft in der 6-Klasse erringen. Bei den am kommenden Sonntag statt- findenden Gaumeisterschaftsspielen werden beide Mannschaften den II. Bezirk vertreten.

vermischtes.

Sm deutscher Flugrekord.

Kassel, 20. Mai. (Wolff.) Sm Klein- flugzeugwettbewerb legte ein Sport- und Reiseflugzeug der Dietrich-Gobiei- Flugzeug-A-G. die Strecke KasselHannoverHamburgBer­linDanzigKönigsberg. die eine Luftlinie von 1 3 0 0 Km. umfaßt, mit einem Passagier in neun Stunden zurück. Der Flug stellt einen neuen Rekord für Sportflugzeuge auf.

Die Weltflieger.

Schanghai, 20. Mai. (Wolff.) Der fran­zösische Weltflieger d'Oish ist in Scha nghar eingetroffen. _

Minato (Japan), 20. Mai. (Wolff.) Die drei amerikanischen Flieger sind auf ihrem Fluge am die Welt in Minato anae- fommen.

600. Jubiläum der Stadt Hildburghausen.

Das thüringische Städtchen Hildburghausen begeht vom 12. bis 21. Juli die Feier des 600. Steidtjubiläums in Verbindung mit der Eröffnung der Stadtbücherei und des Hrimatmuseums. Auch ein großer historischer Festzug ist vorgesehen. Ein großes Marktfest, Gewerbe- und Sndustrieaus- stellung, landwirtschaftliche Ausstellung, ein Pferderennen, die Grundsleinlegung für ein Ehren­mal zum Gedächtnis der im Weltkriege gefallenen Hildburghäuser, ein Heimat- und Trachtenfest fül­len die übrigen Tage.

Eingesandt.

(Für Form und Snhalt aller unter dieser Rubrik stehenden Artikel übernimmt die Redaktion dem Publikum gegenüber keinerlei Verantwortung.) Ein Liebelstand an der Lahn bei den Bade­anstalten.

Die Badeanstalten in der Lahn find wieder eröffnet. Da Jei es gestattet, auf einen Llebelstand hinzuweisen, der eigentlich schon lange hätte abgestellt werden sollen. Unmittel­bar über den Badeanstalten, gleich unterhalb der Qahnbrücke, befindet sich nämlich ein W a g e n- part von Schaustellern, von dem aus. wie sich der Verfasser dieser Zeilen selbst über­zeugt hat, die Abfälle einfach in die Lahn geleitet werden. Sch nehme an, daß die Stadt, als sie die Genehmigung zu dieser An­siedlung gegeben hat, sie nur unter der Beding­ung gab, dah kein Abwasser der Lahn anvertraut werden soll. Aber es ist eben doch zu einfach, alles in dieselbe zu schütten, und Ermahnungen werden hier wohl nichts fruchten. Da das Baden in der Lahn v b e r ha l b der Stadt verboten ist, so wird dringend gebeten, so rasch als möglich diesen Hebet ft anb zu beseitigen. Es handelt sich hier nicht nur um eine Unrein? lichkeit, sondern auch um die Gefahr der Heber* tragung von Snfektivnstrankheiten, wie Typhus, die bei dem stets wechselnden Aufenthalt der Schausteller von diesen gana be­sonders leicht verschleppt werden können. Dr. E. Mftöff.M"l

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