Ausgabe 
21.2.1924
 
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(trennt ijgFd), autzer So«»» »ab ^tiertogs, Ü b. Sd* ^aqtbeitoqc: ® i<fc<w<T 3 c "" h ee t .flttrr

Keetti.i fjecipttis 2.5u Vtclbmarh rie» schltehtich IrSgertohn. auch bet Nichterscheinen «tRjrlntt fhmarni hu folge höhere r (Bemalt - 3ernfprech Aulchlbfse! für die S*rtfileit»ng 112; ftr Ter lag nab

Oefchäft.stelle 51.

Molchrhl ftr Drosttnach. richte« lairijtrftlele*.

pHf<|e<f#et»: jtreiffen a. Dl. HW.

Erster Blatt

U4. Jahrgang

Donnerstag, 21. Scbruar 192-t

GietzenerAnzeiger

General-Anzeiger für Oberhessen

ütv(f ew6 Derlei: Brfibndx Uii»er*täts-Bi*- mhö Stetnöniderei R, fame in Kietzen. Sdfriftklmnq »Md -eschiftrtzeSe: 5ch»sfkratze r.

Sweebet m le$eige* für bte lageeneeeer Mt tu* To*mmee vorher pt-ee febeT-e rbmblidlhftt.

Preis ftr 1 HStz« für Snieiaen von 27 n m Brette örththS, ausrröns IOolbpfeneig; für Ke> klame Mn eigen 70 m Brette 35 fliolbpfennig. Platzvorfchrist 20* . Mns jchlaa - VerentwonlHh für Tohtih i. aeeileton Lh 3nebr Drlh Longe; ftr Öen übrigen letl 6m ft BluiRschern; ftr ben Injngentetl ßenslSe*. sämtlich in (tzietzen

Die Sachoerständigen- denkichrist.

tr Zent ralverlag D m b ft. 'Berit . W 35. stellt unt aut der Denk­schrift b r 2114> rc t tu g .D eutsch- I a n b 6 WirtschaIt. Währung unb Sinan 4 en", bie ben in Vertin tgcn Sachv.rst ndigerou schästcn der Reparation'kvmmil Ln übxt.c e wor­den ist. einen Au »zag au n Borabb ud r Der s ü . u g Tic ungemein rcich- l'lge Schrill bie Wege 1 Ihrer lüf- Holen O f ab lt bat Ohr ber "2D It flnben ipirb, wird jcbernann ber sich über Deutschlands Wi t cha'i läge fach- verständig zu orten.irren wünlcht. ken­nen total mülfen. D Red

Die deutsche Volkswirtfchasl zeigt In ben Mahnen vor bem Kriege alle 3t>mpiome bet öefunbbelt: harte Geburtmtisem. raplbet Adfindc» Der Sterbli r.k.it einen ®e?urtcnüucT- fchuh von jährt ich 803 000 *2Rcnf4>cn, ber zv 9/ d. ft. tn ber ft i;nat Arbeit unb Rührung fand DieXcnit Der Industriellen Arbeit stieg, sie würbe 1913 auf Z 8 v ft b slffei. Deutsch­land tiniibe von ftafor za 3abr ein befferev Tlarfi für ben Abla-, ausländisch-r Akren. So war 1913 ber beste Äau er Jngl iriM (a 'gesehen von feinen Äol -nicni, Ruhla rbS. Delgle i» und Italien», br drittbeste Äauler Fran' eich und ber Berci ijien Staaten Die Araeil ll i ung innetfmlb d r Welrwtrs chasl, bie ber Qinlriti Deuischlanbr In b n 5trd» ber grvsten ftandriS- völler bewirkt hat. ist diesen selbst nicht wenigen als Deutschland zugute gekommen.

Tic Wirkungen bet Krieges sind furchtbar. An industriellen Roh toffen ba: Deutschland 2b v. ft. ber Steinkohlen Produktion oerioren. Aach Abzug ber Reva.a ton lic'e u igen und beS ho.» n Scibstoerbraach» standen ber beut- schet, Win'chaft an Stein- u id Braunkohle nach der Sntscheib lng über Obertchlesien 30 v. ft. we­niger Ärb^c aU vor dem Kriege zur Verfügung. Infolge ber Reparation licfcrunqen hat Deutsch­land in demselben Maste, in welchen eZ bor dem Kriege Kohle ausgeführl hat. selbst Kohle ein- führen müssen Seit einem Ithr sind weiter« 76 v. ft. der verbliebenen Stei.tkohlenvrobuktlon durch die *2tubrbc|ehung ber deuts.chen Bersüguna entzogen. Drei Viertel der 8ifenet«,c. zwei Drittel ber Zinkerze sind mit ben Industriegebieten In Lothringen und Oberschlesien abaetveten worben. An die Stelle ein r MedrauSfuyr beS deutschen Zollgebietes von 660 000 Tonnen Ao hei'en im Jahre 1913 trat 1922 eine Mehretnluhr von 140 000 Tonnen Rohesten Die Mehoeinfuhr von 890 000 To-'nen Im 3ihre 1913 ist 1*22 durch eine Vlehreinfuh von 220 000 Tonnen er'eh! worden. Die schwerste Zinbustc aber hat Deutschland an feiner Arbeitskraft erlitten Durch die un­mittelbaren Folgen beS Kriege durst Tod unb Dcrstürnm lang 'ind bei P vZuklion meb e c Mil­lionen Manschen Im besten Vc'en8a(tcr verloren gegangen Dazu komm! eine ticigrei ende olitische Ilmwälzuug. welche bic Mall n Im Zu ammen- dang mit d n 'eranstrengu ge t be itnenc* und ber ilniemäb unfl duie. t nah ei r, be­einflußt bat Di .stttaedrun e t der Aach r eg -> it habe 1 eine Srbolun t non diesen Sch bi u gen verhind.rt. An den Fnsgcn der Mleünc tu-g sind in ben letzten It .re t aber auch die Miktel- schich-ei beS Doll.e. der Boden für die »tei-tUN Atchrii. »ugrunbe gegan et Die OluibLbing der Handelrst i er hat i n c. den Krieg.-'vlge 1 a d den Grote rillen Zwnn t zu früh eilige n 5c b-erbenft pleich'al! .> sch ? r gell ten. Damit ist die Au.»- Zich- geschwund n die alte Oualllät^arbeit in ab- feblvtrci Zeit wieder zu erzielen. Der Wert b?r fcitfd>cn Prrda'tion ist dah.r auch um mehr als ein Drittel gesunken.

Sic WirtschastSlagc 1 923 ze^gt ein trübe> B:ld. D Otüfgana b*i Renllohn-* hat die Leistungefähig! i ber Arbeiter schwe de in- trüsttigt. Bei d r schlechten Zrn ihrüng und de n-a-iknbea poTiliU<n Erregung gingen bte iLeistungcn allgemein u ül.

Die Steigeru g der vroba'tion kosten hat batu geführt, bah der Ab'aa in I iland nrch stärker zniä kii g a!S bie Au> uhr. bi bei der geringen Kau'kvift ber Löhn bi qroste Mst^ nicht ntc r bic brinjenbften Bcdür,nisse bestreiten körne. Sic Kaufkraft des gelernten Arbeiters betrug im Aeichdurchlchill: beS Morat z Scvtember nur noch SO v. ft. ber Vor- krie^Szeit. 3" den Groststäd e 1 wo fi h die W'r- kurg der S Id n Wertung auf bi* Preise schneller Durchsetzte, wa der A^illohn »an Seil biS auf 30 v. ft. gefall n BiS Snde O.' ober haben flch ba-m die Lodn erhültnisse austerc roentlich r<;- kbledit -r So betrug der Rcallod' eines Teiltncr CkmarbeltcrS Mitte Oktober nur noch IS v.ft.. eines gelern en Berliner Buchbru 'ers q eia)1,illS noch 18 v. ft., ein-. fttuevZ im Ruhrgebiet noch 33 v.ft. des 3?rfri aSlcbneS *5in? kurze Zeit tm September verdien: 7 ber gelernt' ftolzarbester noch 24 v.ft. seines Dorfrieg^einkommens Die Mittelschichten der Bevölkerung ftnb zum Seil noch Ichtverer bekrollrn word<vi Die Be­amten gebälter Haden >ur±,,d>- ittllch/O v. ft. der Bort i gSgcbälter in b n le tcn Monaten nicht mehr übertrieben gan« abgefeben davon dost sie infolge der Hot der Aetch--siwa'r^i nur un- regelmabig cuSge^ablt werden konnten. Fast ein Sechstel ber den 'chen Bevölkcrun.'. darunter ein ivefev.sicher Teil beS fruberen Mitte standeS must Heine, abgesehen von der Arbeitslosigkeit durch öffentliche Fürsorge erhalten -'erden Ä.i - vi:af und Renten dieser Schieb'm finb durch die Oe'.d twertung vollkommen autge e rt worden

ilntet der Voraussetzung bist die begönnete Stabilisierung der^rung da chgehalteri

Die Pfalzdebatte im Reichstag.

Die Entstehung des Pfälzer Separatismus. Der Separatistenterror in Rheinhessen.

Berkin. 20 Febr <Pvw -T<£) Aus der lagetorhrrunQ ber Reichst »g» itzunz ftetMi die I> t rp llalirnen des Zentrums und ber Demo­kraten über die separatistische Gewalt- Herrschaft In ber Pfal^ ui Verbindung mit einem deutschnallcei Len An'rag. der das ftochverratSversahren gegen bie Sepa­ratisten verlangt,

Abg ft ü f f m a n n - LudwigShcisen (Ztr ): Wir Pjala^ haben schreckliche Momente hinter unS und n -ch ist ber ftort^oni nicht ganz erhellt Die Pfalz! rage hangt rtg tufammen mit der rheinischen F age, bic die deutsche Frag' ist. Die fton^r- i che Politik legt auf den Dc iy deS Rheines vi l mehr Gewicht alS .uif Repararatioron In ben letzten schienen Mo­naten b-rt unS Pfälzern bie natlvnallstische Meu­terei in München schwer g-schädigt tftört. hört!) Dem rechter x'imschen Bay rn müssen wir drin­gend ra en. Iid> flut zurull uhaltm Siele Mah- miitfl g li b-f nOet» ben füng rm muff Iinilieren- den CI me it iL (fteiiertei: unb Beifall » Ohne Kahr wäre ein F »ll ft 0 f f m a n n Kai'e S l iu ern und ohue ftoffm»m-Kaistrslautern ein Fall fteinz - OrtiS ni h möglich gemeßen Ich fa -n b z ugen, dost Kollege ft)ffmann-Kaisers- lauxrn nicht an ein? Trennung der Pfalz vom Reich gedacht fcoi. Aber bie Franzosen spannten ihre Reche so geschickt, bast ihnen die Leute ins Garn gingen Die Politik des ftemt vnn Knhr hatte l ider bte Wirkung, dost die Sozialisten, die zuer-i tapset in der pfällllchen tLml/eitSfront

Gewehr bei F u st standen.

Dann Lim but Franzosen ftilse vin den Sepaia- tiften.

Don diesen ftelden Hal tm Durchschnitt jeder 20 Vorstrafen, einer Hal eS sogar auf 35 ge­bracht. Da- nennt man in Paris die Freunde Frankreichs.

Zum Glück ist die Psalz viel von ausländischen Journalisten besucht worden Wir können hier von einer internationalen Offensive der Wahr­heit sprachen. Was in ber Platz in ben leisten Monaten an Unterdrückung der Meinungsfreiheit geschah. daS ist kaum jemals in einem Kulturstaat vorgekvmmen. Pcincare behauptete, die französi­schen BesatzungStruppen bättar in der Pfalz etn- trandfreie Loyalität gezeigt Diele Behauptung tr-iib widerlegt durch, das urkundliche Material, durch daS nicht weniger a l S hundert Fälle deS Zusammenwirkens fran- zösi scher Offiziere und De Hörden m i t den Separatisten nachgewiesen werden. Wir wünschen nur dast der Bef und dee englilchen GeneralkrnfulS 6 1 ine der Oeffentlichk, it über­geben wird, damit die Well die Wahrheit er­fährt. (Beifall f Wir haben eine DinkeSpflicht zu erfüllen gegenüber der EbarttaS deS Aus­lands und gegenüber derjenigen d-es Vatikans. Xlcbvr die G.enzen hinweg hat sich die inter­nationale Ghantas der behängten Bevölkerung angenommen. Wenn man bic rauben Methoden versiebe' will mit denen sich in den letzten Tagen die eibif.crtc Deiwlkerung gegen die Sepa.atislen Luft macht, must man beamten dast bic Separa­tisten 20 Psäivr brutal ermordeten, ohne dast eines dieser Te.bret-cn von den BlayungSbehör- den gesühnt trui c tftört. hört!) Wenn die letzten Boraänge in Pirmasens von her Iran- zöllschen Regie ung alS ein Mt nationalistischer Banden bingefieilt toerX'. so fragt man: Warum sind denn 60 Pirmafen^er Bürger wegen dieser Vorgänge ve hall t w-r en ?

D e Llabil s'cru g ter dertts' -n ng war für uns em ^Relttm^sauker in H5 sier Bot. Dir da km der R airr.inq b-flr Wmit eS jetzt mit be: Seroraliste l eerfchaft in ber ^faU zu G: e ist, so ist das derL i gdes Rech S überdie Macht. Die Prli i! Potncarös must ftaf) und Rach-- säen Wir <'ff?n: Liester dan.i ch-deut ich sterb 1 als französisch verderben! Wir ha! en die de.i sch? Treue u id bic Wacht am Rhein UirS soll na-! b.m W?r: ftrH-nanne von F l! r leben ver­einen d Iche Srribni. deut'che Änheit. unb tn feiner le ensten Reinheit Liebe für das Vaterland, (ßebb.if er Beifall '

A g. Korell tDem ) besprich' densepara- tist ischen Terror in RHelnhe' len. Die separat ist ilchm Vanbm waren dewa!f :ci vvn ten

Dird darf die Iinvickkung brr letzten Wochn aI3 ileb rga g tus der ®db:n t^t u igetri'e zur Rea.illcrungsir.l mit der Au? ich: aur al!m h lich- ^cfunbuni br Wirllchall ange'ehen werden.

C5 i' bem Au achten brr interna,ionaien Smanzsachoertländigcn vom 7lo ^ember 1922 an- geng: toorbe" ii hat Deullchiand von sich aus. oh e fremde ftil!c und ohne endgültige 2tcgcLu?g der Rcvaratio'.slöstm^ abzuwar t. brn erften Schritt zur Stabiii irrant getan Stc Grund­lage der 6tabilitteruifl. welch- ?uS

eigenen Krös'en angellchts be--* Bertalle leiner Wirischall chrrst.lle kern i : indr"<n schmal Die cnbgü ige Durch üb rung ist ohne bte ftilfc cu5- -7dischcn Kari'als und ohne die Wiederder- fteflu g der deutschen Dirtsthastseinheu nicht möglich.

Tie scharfe rl^erwa chung des Za b längs mlltel- verkehrs unb die Stillegung der 21otenb efe bil­der. zunächst einen Schan gegen wäbrangspoll- Mche Gefahren. Das Reich brtindet 'ich freilich in einer schwieriger 2agc denn bte ihm von des Rentenbank zu gewä r nden Ärebtte sollten ihm eine Atempause verschaffen, während davon der

Franzosen Sie wurden verpflegt von französi­sche?' Km'.inen, wurden befördert in franzöll chen Regie zügen. touibcn an geworben in Halda m ilchen fcaitzösischm Deba b.n im Ruhrgebie-. Die ganze separaiisti che Offeufitx schein! vcn franzöll!chen General stähl cm nlganifier' gewesen zu lein 3c- ncral be Metz ba. offenbar den ^hrUriz gehabt, die Leistungen be» älieien französilchen Mordbren­ners Mölac zu erreichen Mli Dank unb An r- kennung geben!en wir der Tapferkeit, die die D e i stl i ch ke i t. die Presse unb tnc Organe ber Rechtspflege bei ber Abwehr der separa­tistischen liebe;griffe in bet Pfalz bewirten haben. Bei ber separat st fchen Offensive handelt cS sich um einen unter Bruch aller Verträge ge­gen eine weh lose B«vclkerung unternomme­nen neuen Ärrg, geführt durch den Abschaum der Menschheit Deutschlands und der umlie­genden Länder.

Don den hier bekaim'en Separatisten ist keiner mt. nicht w.Niger ab ei.tem ft.»hre Zuchthaus iO bcflraii. (ftört. bo t!) 2Bii dank n dem R. ich>- aubenminiftcr. die Rote vom 2. Februar, in der er so ma mhasl dem Protest gegen die VUle- iHoden der OUurotion Au oruck gegeben hat Die fröhliche Pfalz Hal sich durch ihren tapferen Widerstand auch ben äihrennamen der freien Pfalz erworben. Wir Au.^gewiesenen flnb be­sonder» froh dast die führerlos gemachte pfälzische Lrnwohnerschaft sich so wacker gcba.ten bat Wir müssen aber oer'. in;en. dast die 2Il.iier.cn c.iblich für die Zurückführung ber AuSgewic- lenen sorgen Wenn bie Pfalz gehalten wo.ben ist. so verdanken wir da- nicht dem Münchener neunten November, sondern dem Selbst re iwal- tung-e-körper. bem ReichSauSschuh Die Pfalz ist gehalten worden durch Demokratie im besten Sitme des Wortes. Deutsche Einheit ist nur zu erhallen durch die demokratische Republik ff~it daS Vaterland und immer wieder das Vaterland, dann erst das Besondere. (Lebhafter Beifall.)

Abg. Schulz-Brwmbcrg iDntl.) begründet kurz den Ain.rag feiner Fraktion auf Drtast eineS Gesetzes mit folgenden 5yiui tl'eftimmungen:

1. Für das Verbrechen des ft 0 chve rra 1S bn besetzten Gebiet wird die T 0 deSst ra fe fest­gesetzt

2. DaS Reichsgericht ist auch in Ab- wesenheit des Beschuldigten zur Aburteilung dieses ftochverrats berechtigt

3. Als abwesend gilt ein Deutscher in dle'cm Falle auch dann wenn er sich im besetz en Det-iel aus hält und seine Gestellung vor Gericht nicht ausführbar ist

4. Die RcichSanwaltschaft ist gehalten, sofort daS Verfahren gegen diese ftochoerräter ein­zuleiten.

Wetterberatung Don er tag.

Die IRegterung der Pfalz.

Speyer, 20. Febr (Wr lfs) In einer halb­amtliche' von der französischen Prelle veröflrnt- lichten Meld ing aus Koblenz über die zwischen dem K re i Sa u S s ch u st unb den Vertretern der vcrfassungSrnästigen Regierung der Pfalz einerlei s unb dem interalliierten. Sonderausschust andererseits getroffene Ver­einbarung ist von einem durch den Kreistag ein- gc'.rit en Regierungskomitee die Red Der Ausdruck Regierungslomi ce steht im Widerspruch zu iK-m (larcn Wor laut ber a=?lreff men Verein­barung. Jedes ber einzelnen Mi glieder dce tnter- alliierten Sonb-erau^lchofleS ha, ferner bei ben De ha Ölungen >w fchen t-cm Bischof vvnLd her unb dem Protestantischen Kirchen räfidente t Dr. Fleis chrnann dte bestimm e Zusicherung g ge­ben. dast

an dem staetSrechtticheu Zustand bet Pfalz zwischen Bayern und dem Reich nichts geändert werde

Daraus ergibt sich, dast die rschtmästtge Behörde der Pfalz nur bie b ^yri sche Regierung fein kann. Da bet Regierungspräfibem ber Pfalz von ber Rf <inlandkvm,nistion während beS Rhetn- und Ruhrsarnpfes auSgcwiesen nnirbe unb noch nicht die Erlaubnis zur Rückkehr erhallen hat. weiden die Regierungsgeschäfte zur Zeit vvn bem Dienstältesten Beamten der bayrischen Regierung

Ausgleich des ftauSHalts herbeizuführen wäre. Wenngleich bic Steigerung der Linnahmen einen befriedigenden Fortgang nimmt, so ist doch die Lage kritisch, da der Kredit bet der Rentendank bi Höhe vvn 120) Billionen Rentenmart bald er­schöpft ist Auf dem Gebier der Ginschränkung der Aufgaben and ber i-rhöhung der Einnahmen, ist alles geschehen, waS gescheh m konnte Sin stär­keres Anziehen ber Steuert i^raube ist nicht mehr möglich, da die grtchwächte deutsche Wirtschaft die Last nicht mehr tragen könnte Dir nament­lich durch die Inllation herbeig-führte Minderung der Substanz, also di: Verarmung der deutschen Wirtschaft tritt in b?r drin­genden Kapi alnot unb in ber herrschenden Koeditkropphrit zutage We» in einigen Wochen die Bilanzen der deutschen Kaufleute und Grtell- schallen in Gold ausgestellt vorliegen werden, wird diese Verarmung zahlenmähig zu greifen

Tste Denkschrift stellt bann rtnen hier schon mehrfa ch angrtürrten Reichshaushalts- vv ranfchlag für 1924 in Gold-mark auf, ber an Ausgaben für bie allgemeine AeichSverwal»

in der Pfakz. RegierungSdirkwr Stähler alS stellorrtre c bn Regierungspräsident gefubet.

Der KrcnSau llchu'' hat dem SonderauSschuh gegenüber lediglich Me Vermittlerrolle zwilchen der bayrilchen Regierung, ber deutschen Rcgcerung bem Sonderausschust zur In­gangsetzung ^r lechtmäfiigen deutschen Verwal­tung in der Pfalz unb bte Verantwortung für bic Aus rechte. b> I tung ber Ruhe unb Ordnung übernommen.

dlS die von ben Separatisten au-gewlesenen unb vertriebenen Beamten wieder zurückkehrctz

unb ihren Dienst wieder aufnehmen

Die Wiederingangfetzung der ordentlichen deut­schen Verwaltung in der Pfalz wirb bunt) die sranzöfische Vezi rkSbelega t t on dadurch sehr erschwert, loh sie sich auf den Standpunkt stellt bah auch diejenigen pfälzischen Beamten, die von ben Separatisten an der Ausübung ihres Dienstes mit Ge- toalt verhindert, jedoch von diesen nicht auSgewiesen wvrdeit sind, erst dann Ihrer Dienst wieder aufnehmen bürten, wenn ihr An­trag zur Wieberinbienststellung vvn ber Rhein la ndkommission g nchmtgt wor­den ist Dieser Standpunkt wrderipricht der ge­troffenen Vereinbarung, nach ber nur bk von ben Separatisten auSgewicsenen pfälrischen V«imien erst im Benehmen mit der franzolllchen ProvinzdelestzUion ihre dienstliche Tätigteit wieder aufnehmen dürfen

Die ^Befreiung von Pirmasens.

Kaiserslautern. 20. Febr (WTB) Heber bic gM-altlamc Sctlivibung der Separa­tisten au3 Prr n^ens gebt dem .Pfölzifchcn VoikS- boten' nxtz cm nachträglicher Bnucht zu. in bem eS h.'ihl. SS Ist nur dem Verhalten SchwaabS (be4 6l)aixitlfi«n»ftäuvtlLig6) zuzuschr.-iben, dast so viel Blut floh. WaS man am Dcrgaaiqencrt Dienstag enttdbn wollte, war nur der Abzug ber Separatisten Schwand und fcw Un- terfübm- wurden rcchtzxiic; aufm r' » - auf daS Verlangen der Bürgerschaft Dafür sprich» bic Tatsache, bäh bctvti» mittag» 12 Ubr ver­schiedene Anhänger Sch'vaadS daS Bezirksamt verliehen unb seitdem mit unbekanntem Au»eillhali verschaunben sind

Schwaab selbst war nicht zum Rachgeben zn bringen und verfolgte fein Ziel mit Energie. Auch vor 7 Ubr abends wäre den Separatisten noch ein besserer Abgang bZchwden gewesen, aber alS dann durch ihre Schlehere l Derwun- tungen und Tot.' in bic Reihen ber Bürger ge- tragen wurden, Insbesondere der Tob Dr Arn­stedts sich wie ein Lauffeuer verbreitete, da ent­brannte bie W u t beS Volke- So läht eS sich auch erklären, dast die um Gnade flehenden Separatisten gegen 11 Uhr nachts zurückge- wicfen wurdeir Selbst als et" Älohtrupp ein- flcbrirngen tr-ar und die Separatisten angesichts deS brei'ncnbzn ftau'eS zur Ucbcrgctbe auffor­derte. bekam er als Antwort Rev olver- kugeln. Die $ rage bi: nahm ihrm Derlautz bis zu n un^rblltlichsi Gnde. AngelichtS der vor­stehenden Tatsachen ist bte milde Verfolgung der Separatisten durch bte französische Justiz doppelt unbegreill'.<ch

Der bisherige BezirkSdelEgierie Major Fe­tz oul ist abberufen worden.

Die DesegationSgelchäfle hat ber Platzkrmmanbcurt Pinneau übernommen Pimreau hat unierm 18 5 btuar folgende Bekanntmachung erlassen: In Ausführung der Befehle be* kommandieren­den Generals ber 41. Infanteriri)ivifion wurden, um bie Wiederholung bc3 Blutbades vom 15 Fe­bruar unb iebnx^c BergeltungSmastcrahme zu ver­hindern. Geiseln bezeichnet Zu diesem Zaxck ist eine Lifte ausgestellt worden mit hundert auS allcn BevöllerungSschichten von PirmasenS stam­menden Personen Wemn Attentate vorkommen werden bic Geiseln sofort durch bie Mili- tärbebörbe einges perr t. und bie Bo- rölkrunfl hat alle au) den Attentaten entstehen­den Folgen zu tragen Irr Ludwigshafen wurden Oberbürgermeister Weih und BvzirkS- amtmann Unger sowie Oberinspektor Ri11a - fer von bem französischen ll>zirksdelogierten an der Wiederaufnahme ihver Dienst-

tung 5072 MUlivncu. für bic Ausführung bet Versailler Vertrages 640 Millionen vortieht Diesen Ausgaben von inegetamt 5712 Millionen fieber' nur SZ74 Millionen Ginnahmen gegenüber, fo dah sich ein Fehlbetrag wn THil- Tumen ergibt. Dabei geht die Schrtzung der Ein­nahmen davon auS, bah die Wirts cha stS- einhei zwischen bem besetzten und bem unbeleb­ten ®ebict tn vollem Umangt wiri»erhergritellt ist. dast die DerwalrungS- «mb Steaerhohrir t-eA Rrt^ und ber beteiligten Länder in ben besetzter' Gebiccn wieder beliebt und dast bic nach ben allgemeinen Reichs- und Lond^^gesetzen dort zu erhebenden Abgaben bei offentfidxn RrichS- und Qanbesfaffcn zulliehei Bei Fortdauer bei gegen­wärtigen Zustand - würden bie 'Arnnahmen rund 950 Millionen weniger erbringen. In bieferr Fall würden die Einnahmen noch nicht den un- mit tribaren RrichSbedart decken und es wäre eine Balanrierung deS ftauShalte^ auch bet rilli­ger Streichung ber Ausgaben für die Ausfüh­rung des Vertrages vvn VertatlleS unmöglich