415000 (Sm zugewiefen Ferner soll die ®.<B. Wer die Erhöhung des Aktienkapitals um 940 000 Gm. auf 2 600 000 Gm. beschließen.
* Aufgelöste Interessengemeinschaft Rhein st ahl-Hansa Lloyd- Benz. Wie seinerzeit berichtet wurde, b it'.e die Rhei- nischc Met.lllwaren- und Maschinenfab.it in Düsseldorf mit der bekannten Automobilsirma Hansa Lloydwerle 21. G., Bremen, eine Art Unteres sengeme.nschast geschlossen, die sich vor allem auf Rohmaterialliesecung bezog: ein ähnliches 2lbkommen erfolgt: später m t der Benz QI G.» Mannheim, das in beiden Fällen durch Austausch von Aufsi.chtsratsmitglieaern in Erscheinung trat. Wie verlautet, sind die Olbmachungen auf dem Wege fre mdschaftl cher Verständig ng wie er gelöst, so daß bei den kommenden Aufsichtsrats- wählen diesbezügliche Wechiel zu erwar.en sind.
f Maschinenfabrik Buckau A. G.» Magdeburg. De Qkrtoattung legt die Gold- markeröffnungsbilanz per 1. 1. 24 vor, die eine älmstellung im Verhältnis von 8:1 für die Stammaktien vorsicht. Der ^leberschuß des Vermögens ist auf 6,9 Mill. Am. berechnet, wovon 3C0 0002\m. dem älnterstühungsfonds, 600 000 Am. d m gesetzlichen Res. rv.fnds üb rwiesen irc. en. 2500 OPm. Schuhstammalti.en werden eingewgen.
* Essener Dergwerlverein König Wilhelm — Ge b r. Stumm, Aeun- Kirchen. Zwischen den Veto ltungen dos Essere: Bergwerkvoreins König Wilhelm und Gebrüder Stumm G. m. b. H., Aeunk.rchen sind die Oter» Handlungen, um den im Mai geschlossenen Inter- essengenre.nschastsvertrag mit der Durchführung der Goldumstellung auf eine angemessene Grundlage zu stellen, erfolgreich zu Gitte geführt worden Die Gcsvllschasten h. den sich daher verständigt, der auf den 27. Aovemb:r e.nberufenen Generalversammlung einige Qlendervngen im Interessen-' -gemeinschaftsvortrag zur Olnnahme zu empfehlen.
* D i e Branntweinerzeugung im Monat Oktober. Im Monat Oktober wurden nach dem Ausweis des 'A.ichsmonopolam es hergestellt 33 903 hl Weingeist, davon in Mono- Polo renn er eien IG 880. Bei Beginn des Monats betrugen die Bestände der Aeichsmonopolrer- waltung 1 425 337 hl Weingeist, während am Schluß des Monats eine Abnahme auf 1 2. 6 782 hl Weingeist betrug. Der Gesamtzugang stellte sich auf 32 447 hl und der Gesamtabgang aus 171002 hl Weingeist.
* Völlige Stillegung des russischen Getreideexports. Die bekannten schlechten Ergebnisse der Ernte Rußlands haben im Verein mit manchen innerwirtschaftlichen Begleiterscheinungen (schlechter Eingang verseh ebener Steuern) dazu gefünrt, den russischen Getreide- erport völlig siillzulegen. In den Schwarzmeer- Häfen Rußlands befindet sich nunmehr tatsächlich nur so viel Getreide, um den Konsum der dortigen Bevölkerung zu decken. Eine ganze Anzahl internationaler Makler und Schisse, die auf Ge- rreideversrachtung bei ihrer Rückfahrt gerechnet hatten, mußten ohne gelöschte Ladung nach Kon- stanttnvpel zurückkehren.
Aus aller Welt.
Wunder verschollener Völker.
Es gibt auf unserem Erdball trotz der Jahr- Hunderte langen Forschungstätigkeit noch weite Gebiete, die so gut wie unbekannt sind. So sind im Südpolarkreis noch etwa 8 Millionen Quadratkilometer unerforschtes Land: die Kola- Halbinsel in Lappland erwartet noch ihre Erforscher, und mehr als 3 Millionen Quadratkilometer von Südamerika verheißen noch erstaunliche Entdeckungen. Grade in diesen Gebieten von Mittel- und Südamerika sind in letzter Zeit Funde gemacht worden, die ein überraschendes Licht auf die Wunder verschollener Völker und Kulturen werfen. In den älrwäldern des Isthmus von Panama entdeckte der englische Forscher Mitchell-Hedges eine geheimnisvolle Indianerrasse mit rein mongolischem Gesichtsschnitt die noch in einer vorgeschichtlichen Tier
welt lebt. Derselbe kühne Pipnier sand m dieser Gegend eine Qtaffc von Weißen Indianern und entdeckte Ruinen einer riesigen Stadt, die vor mehr als 5000 Jahren blühte. Der Archäologe Thomas (Sann, der Aufsinder der geheimnisvollen Maya-Stadt in British-Honduras. ist jetzt zu den Ruinen zurückgekehrt, um sie näher zu erforschen, und hofft, in einer der großen Grabkammern, die noch von Erde bedeckt sind, eine jener Handschriften zu finden, die mit jedem Maya-Oberpriester begraben wurden und die uns über die Geschichte und Bräuche dieses seltsamen Volkes Auskunft geben könnten. Auch von anderen solchen verschollenen Kulturen ist uns in letzter Zeit Kunde geworden. Der Leiter der Lord Rothschild-Expedition, Angus Buchanan. stieß im Herzen der Sahara auf eine aus Salz gebaute Stadt und gab damit den An- stoh, auch in den Wüsten, heute verlassenen Gebieten von Asien zu suchen. Im Herzen von China fand man eine Rasse von blonden Frauen mit lockigem, hellem Haar, Aachkommen eines Volkes, von dem sogar der Aame verloren ist. und auf der Decker-Ä.Hon-Gruppe der hawaiischen Inseln fand man unter den Ruinen einer in riesigen Terrassen erbauten unbekannten Stadt eine Siedlung von fremdartigen Menschen, die von außerordentlicher Schönheit sind. Olm Fly- Fluß in Reu-Guinea begegnete Kapitän Frank Hurley einer Rasse von bronzefarbigen Menschenfressern, deren Züge an die der alten Hebräer erinnern und die er mit einem der verlorenen Stämme Israels identifizieren wollte. Ein Stamm von Weißen Wilden ist in dem älnjamwezi-Gebiet im Herzen Afrikas entdeckt worben, während in den Hügeln des Mekong-Tales in Indochina ein Menschenstamm entdeckt wurde, der keine Götter kennt und dessen Sprache nur aus fünf einfachen Lauten besteht. Im Llrwald von Panama fanden Reiseiüre die wohlerhaltene Mumie eines Mädchens, dessen Hände und Füße in Klauen auslaufen sollen wie bei einem merkwürdigen Vogel, und man neigt zu der Annahme, daß in diesem Gebiet in fernen Vorzeiten eine Rasse menschl cher Vcrumbewohner lebte. All diese wunderbaren Funde verschollener Völker sind in der allerletzten Zeit gemacht worden: sie zeigen, daß es noch gar viele Rassen und uralte Kulturen auf ®rben gibt, von denen „unsere Schulweisheit nichts träumt".
Neueste KanL-Literatur.
Von Pros. Dr. A. M e s s e r.
Das Kant-Jubiläum hat uns eine Fülle von Kant-Literatur gebracht, darunter eine Reihe , überaus wertvoller Erscheinungen. Am erfreulichsten war es, daß es uns ein neues Werk Don — Kant selbst beschert hat. Im Auftrag der „Kant- Gesellschast" hat Professor Paul Menzer-Halle eine bisher unbekannte „Vvrlesung Kants über Ethik" herausgegeben. (Pan-Verlag Rolf Heise, Berlin.) &6
Für die Herstellung des Textes konnten drei Handschriften, die wohl auf einen Urtext zu- rüclgehen, der in der Vorlesung Kants selbst von einem Hörer nachgeschrieben wurde. Es muh dies in der Zeit zwischen 1775—1780 geschehen fein, also in den Jahren, in denen Kant mit der Gestaltung seiner „kritischen Philosophie" beschäftigt war, als deren erstes Werk 1781 die „Kritik der reinen Vernunft" erschien.
Sv gewährt uns diese Vorlesung ganz neue Einblicke in das Werden der kritischen Ethik. Sie dafür im einzelnen auszubeuten, wird Sache der wissenschaftlichen Spezialforschung sein.
Olber dieses ethische Kolleg Kants ist auch für weitere Kreise von großem Interesse.
Vielfach ist uns von Zeitgenossen Kant als akademischer Lehrer gerühmt worden. Vor allem rühmt sein Schüler und Biograph Iachmann von den ethischen Vorlesungen: „Hier war Kant nicht bloß spekulativer Philosoph, hier war er auch geistvoller Redner, der Herz und Gefühl ebenso mtt sich hinriß, ob er den Verstand befrie- Dtgte . . . Der unsterbliche Weltweise schien uns
Seltsame Mtterwochen.
Roman von Arrwld Fredericks.
51. Fortsetzung. (Aachdruck verboten.)
„Ich glaube, bi: Ehre ist ziemlich gleich verteilt, Herr Präfekt," lachte <Sra»ce glücklich und drückte ihrem Gatten die Hand. Vergessen Sie nicht, daß. trenn Richard meine Signale nicht aufgenommen hätte, alle meine Qlibeit vergebens getoefen wäre."
„Gut, nennen wir es ein glückliches Zusammentreffen," sagte der Präfekt. „Ollles in der Familie, wie Ihr Otmerifa e tagt, Lind um zu zeigen, daß ich kein Vorurteil weder nach der einen noch nach der anderen Seite hin habe, schlage id vor, daß Sie beide, sowie Herr und Frau Stapleton morgen abend mit mir spei en. Es sind noch viele Punkte, die mit dem Falle in Zusammenhang stehen und keineswegs au! geklärt sind.und die wir zu besprechen haben. Wenn wir auch das verlorene Kind und drei der Räuber in Sicherheit haben, so toi fen wir doch nicht, wie das Kind gestohlen wurde, und ob die Wnr- terin, Mary Le.nah.rn, unschuldig oder irgendwie an feinem g h imnisvollen Qkr chwinde i im D is de Boulog -c beteiligt ist. Ich g be zu. daß ich s e die ganze Zeit über ;ür rnitchulvig gehalten habe, und ich habe nicht übel Lust, ihre sofortige Verhaftung zu Derfügen."
„Tas ist Zwecklos," bemerkt« Duvall ruhig. „Sie ist völlig unschuldig."
„Sie glauben, daß sie nicht weih, wie der Knabe entführt wurde?"
„Ja."
„Mon Dien! Dann wird eS immer ein Geheimnis bleiben."
„Gar nicht. Es ist ganz einfach."
Lefevre sah ihn fragend an. „Sie glauben also, es zu wissen?"
„Ich toei hes."
„Dann darf ich Sie bitten, so freundlich zu sein und es mir sofort zu erklären?"
Tuvall lachte. „Herr Lefev.e," sagte er, „ich habe reißendes Kopfweh, eine schlimme Wunde in der Wange und brennendes Verlangen, die nächsten zwei Stunden mit meiner Frau zu verplaudern." Er zog Grace zu sich heran und hängte seinen Arm in den ihnen. „Ich bebaute une.id- lich, daß die Aufllärung über das Verschwinden des Knaben b s morgen verjchoben werden muß."
Lefevre sah den beiden nach.
„Mon Dien!" sagte er leise: „sie sind noch ebenso ineinander verliebt, wie je."
Zwanzigstes Kapitel.
„Ich gesteh?," bemerkte Lesevre am nächsten Abend, „als er mit Stapleton und Duvall bei der Verdauungszigarre sah, daß, wenn die Sache mir auch an und für sich einfach genug erscheint, doch ein ober zwei Punkte da sind, die ich nicht verstehe."
„Ich verstehe sehr viel nicht," rief der Bankier aus, der bedächtig an seiner Zigarre zog. „Obwohl das, jetzt wo der Knabe sicher zu Haus sitzt, wirklich wenig mehr auSmacht."
„Im Gegenteil, Herr Stapleton," erwiderte Duvall, „es macht sehr vi.l aus. Zum Beispiel habe ich gehört, daß Sie die Wärterin, Mary Lanahan, entlassen haben."
„Ja. Sie sagen, sie sei beim Raub meines Jungen gänzlich unschuldig, aber es ble.bt dabei, daß ich ihr nicht traue. Ich habe erfahren, dah sie sich heute nachmittag mit diesem Burschen Valentin verheiratet hat."
Duvall lächelte. „Das war wohl vorauszu- sehen."
„Einmal," sagte Stapleton, „glaubten auch Sie diesen Valentin im Bunde mit den Räubern."
„Ja. Das stimmt. Meine ersten Aachsor- schungen in der Sache zeigten mir deutlich, daß zwischen beiden em gewi ses Einverständnis vorhanden war etwas, das sie zu verbergen such-
dann von himmlischer Kraft begeistert zu fein und begeisterte auch uns, die wir ihn voll Verwunde- rung anhörten. Seine Zuhörer verliehen gewiß keine Stunde, ohne besser geworden zu sein."
Eine gewisse, wenn auch abgeblaßte Vorstellung des Lehrers Kant gibt uns diese Vorlesung. Aatürlich kann sie nicht das gesprochene Wort und den unmittelbaren Eindruck der genialen Persönlichkeit ersetzen. Diele Auslassungen und manche Mißverständnisse des Hörers mögen auch den vorliegenden Text beeinträchtigen, aber doch muh man sagen, daß ec sich vortrefflich liest. Wer die meist so umfangreichen und schwerverständlichen Sähe der von Kant selbst herausgegebenen kritischen Werke kennt, der wird angenehm überrascht sein, hier Kant in knappen, klaren, eindrucksvollen Sähen reden zu hören. Dabei ist der Inhalt der Vorlesung ein sehr reichhaltiger: sie umfaßt etwa das, was Kant später in seiner „Grundlegung zur Metaphysik der Sitten", im ersten Teil der „Kritik der praktischen Vernunft" und in der „Metaphysik der Sitten" behandelt hat, also eine Grundlegung der Ethik und eine ausgeführte Sittenlchre, die vielfach recht tief in die Probleme des konkreten Lebens hineinführt. So ist dieses Buch, wie kein anderes von Kant selbst, geeignet, in seine Ethik, die ja (wie ich in meinem Buch „Kants Leben und Philosophie" gezeigt habe) den Kern seines Systems bildet, in leichtester und ansprechendster Weise einzuführen.
Aus den zum Kant-Jubiläum erschienenen Schriften zeitgenössischer Phllofophen wollen wir hier drei kurz charakterisieren.
Der Ordinarius für Phl sophie in München, Erich Becker, hat b i lC ■ 200= xar F ier von Kants Geburtstag im Auditorium maxi.num der dortigen älniversität einen Vortrag gehalten, der unter dem Titel „Immanuel Kant" im Verlag von Duncker und Humboldt (München und Leipzig) erschienen ist. In schlichter, klarer Sprache bietet Becher aus knappem Raum (von 12 Sei en) einen äleberblick über Kants gesamte kritische Philosophie. Er führte den Gebilde ea in Kants Gedankenwelt vortrefflich ein und erleichtert ein tieferes Eindringen.
Weit höhere Ansprüche an den Leser stelll der Berliner Philosoph Ferdinand Jakob Schmidt in seiner Schrift „Kant, der Geistes- Herold einer neuen Menschheitsepoche" (Frankfurt a. M.. Verlag von Moritz Diesterweg.) 1013
Schmidt unterscheidet in der philosophischen Entwicklung des Abendlandes zwei Hauptepochen: die durch die Griechen begründete Philosophie des „Intellekts" und di« durch Kant begründete des „W i l l e n s g e i st e s". Jene bis ins 18. Jahrhundert herrschende, auch noch die „Ausklärung" bestimmende Intellektualphilosophie hatte es als ausgemacht und selbstverständlich angesehen, daß es überhaupt kein anderes Denken und Philosophieren geben könne als das der intellektuellen Erkenittnisart. Dabei blieb es, obwohl schon der Skeptizismus des späteren Altertums zu dem Ergebnis gekommen war, daß mit diesem Erkenntnisverfahren „die urgründige Wahrheit des Lebens- und Weltganzen" überhaupt nicht erreichbar sei. Erst Kant hat in seiner „Kritik der reinen Vernunft" mit dieser gesamten alteuropäischen Philosophie des Intellekt (ober der theoretischen Vernunft) eine Mdgültige Abrechnung gehalten und damit ben Intellektualismus überwunden. Indessen diese negative, das Alte beseitigende Leistung ist nicht sein wichtigstes Werk. Allzu lang hat man auch nach der Rück- toenbung zu Kants Philosoph« sich nur an dies Negative, an die kritische Zerstörung der alten MetapA)sik gehalten. Unter dem Einfluß des mächtigen metaphhsikfeindllchen Positivismus sah man in Kant bloß den Cideshrlser des Positivismus, in seiner Philosophie lediglich eine Erkenntnistheorie, geeignet als Propädeutik für die Gr- fahrungswissenschaft.
Mit Recht wehrt Schmidt diese Verengung Kants ab und betont neben seiner negativ-kritischen Arbeit seine große positiv-schöpferische Leistung: die Begründung einer „Philosophie des Willensgeistes oder der Freiheit".
ten. Zuerst verstand ich ben Grund hierzu nicht. Ich hielt es für Mitschuld. In Wirklichkeit war es Liebe. Deshalb überrascht mich ihre Verheiratung nicht."
„So wie die Sache ausging, meine Herren," ergriff er das Wort nach einer Weile wieder „können wir in jeder Hinsicht nur von Glück reden. Das Kind ist gesunden, die Verbrecher hinter Schloß und Riegel, das Geld, die hunderttausend Doltor, die Sie, Herr Stapleton, ausbezahlt hatten, wurden bei dem Räuber gefunden und Ihnen zurückerstattet."
„Stimmt! Es hätte nicht befriedigender gelöst werden können."
„älnd doch," fuhr der Detektiv fort, „war ich nie mit einem Fall beschäftigt, in dem mir so wenig gelungen ist - in dem ich so gleichmäßig erfolgkds war.'
Stapleton ergriff seine Hand, „Mein lieber Duvall," sprach er, „aber ohne Sie wäre nichts erreicht."
„Sie irren sich," mein Freund. Wäre ich gänzlich aus dem Spiel geblieben, wäre Ihnen Ihr Sohn genau so ausgeliefert worden. Es ist möglich, daß die Männer, die ihn entführt hatten, nicht gefangen wären und Ihnen Ihr Geld nicht zu rückerstattet worden wäre, aber die Hauptsache, um die es sich handelte, — die Wiedererlangung Ihres Sohnes — wäre jedenfalls gelungen."
„Das ist wahr," bemerkte der Präsekt, „aber vom Stairdpunkt der Polizei aus handelt es sich um die Entdeckung und Festnahme der Verbrecher, nicht um deren Auszahlung. Indem Sie auf der Bezahlung beharrten, Herr Stapleton, machten Sie die Sache sehr schwierig."
„In der Tat so schwer," sagte Duvall emft, „daß ohne die Energie, den Mut und ben Mutterwitz eines Weibes alle unsere Pläne fehlgeschlagen wären. Ich meine damit meine Frau Ihr danken wir das in dieser Hinsicht Erreichte."
„Ja. bei Gott," sag.e Stapleton. „Wie hätte ich verkennen fallen, wie viel wir, meine Frau
DaS was chrifMcher Gtoude in 5er Srifö vom Heiligen Geiste geahnt, war von Kant begrifflich gefaßt wor.en: „Die Menschwerdung deS göttlichen Geistes war jetzt nicht mehr bloß geglaubt, sondern gewußt. Es war die Gewißheit auf gegangen, daß der Erwerb des höchsten aller Güter der Erwerb der w.llensgeistigen Freiheft, dem Menschen selber anvertraut ist."
Die weitausgreifen en, p hiloso s h egeschichL- lichen Betrach.ungen Schmidts tonn man gleichsam als Grundlegung ansehrn für die Gedanken. * die Karl Io öl, der Vaster Philosoph, in seiner Festrede bei der Kantfeier der Universität Basel am 9. Mai 1924 dargelegt und in einer Schrift ..Kant als Bettender des Humanismus" veröffentlicht, hat (erschienen bei Myhr Tübingen.)
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Auch er weist hin auf die zentrale Bedeutung der Frei hei ts idee für Kants Philosophie. Aber Kant ist nicht nur „Des.eier", er ist au$ „Erbauer". Er entdeckt den Ausgleich zwischen Freiheit und Ordnung. Er fand diesen Ausgleich im Menschen selbst, „den er von der äußeren Ordnung befreite, um die eigene innere Ordnung in ihn zu entdecken--.
Gerade heute stehen wir wieder aufs neue vor der schweren Aufgabe, eine Synthese von Ordnung und Freiheit zu linden. Ange ichts des Chaotischen und Gärenden der Zeit neigen heute viele unter unseren Gebildeten dazu, die einst so heiß ersehnte Freiheit pveiS ugeöen, um durch Zentralisierung aller. Macht u verbrüch.iche Ordnung zu sichern. Aber das ist ein — allzu bequemer — Ausweg für Ermüdete. Schon Tacitus beobachtete diesen Zug un:er seinen 3eitgencf,en und sprach von dem ruere in servitimn, einem Hange, sich knechten zu lassen.
Wieviel könnte da gerade unsere Zeit aus Kant lernen! Die „Aufllärung" hatte tn ihrem Intellektualismus, in ihrem bloß kritisch -ersehn- den Vernunftgebrauch „den Vienschen gelöst von allen absoluten Banden dw Gotteswelt, und nun entdeckt Kant niitten i-n aller Zersetzung der Welt, im Ansturm gegen alle Regel . . . mitten in der Auflösung alles Gültigen, er entdeckt in der gelösten Subjektivität eine neue Objektivität, in dem entfesselten Individuum ei e neue Allgemeingültigkeit, in dem befreiten Menschen die bindende Kraft der Vernunft".
Es ist ein gewaltiger Schritt von außen nach innen, von äußerer Zwangsgewalt ju dem vor innen her die Freiheit normierenden Gesetz, der Kant in vorbildlicher Weise — auch für unser, Zeit vorbildlich! — vollzogen hat — einen Schritt den aber nur der mtt ihm tun wird, in dem noch Glaube lebt an die Menschheit und ihr« Höherentwicklung.
So hat denn Kant „die Freiheit nicht den Gesetz, ben Menschen nicht der Gesellschaft ge» opfert, sondern in die Freiheit das Gesetz, ft den Menschen die Menschheit aufgenommen uni den Humanismus zur Humanität aus getragen!"
Kirchliche Nachrichten.
Oft. Religionsgemeinde. G'ottesb.i. d. Shnagvgt (6übanL). Samstag, b. 22.Rovember. Vorabd. 4.30 morg. 9.00, Predigt, abds. 4.45 u. 5.25.
Ifr. Religionsaesellschafi. Sabbatfeier, 22. Aov Freitag abb. 4.10, Samstag vorm. 8.30, Predigt nachm. 3.30, Sabbatausgang 5.25, Wochengottes dienst morgens 6.45 abends 4!00.
Ansteckungsgefahren prompt entrinnt, ßch Förmamint
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und ich ihr verdanken, als Sie beim Essen ihr» Erlebnisse erzählten! Heber die Art unseres Dan tes werde ich noch etwas zu Jagen haben, fobaG die Damen wieder bei uns sind. Aber erzähl« Sie, Duvall, uns etwas mehr über ben Fall, ft wie Sie ihn jetzt sehen. Ich gebe zu, daß ich immer neugieriger werde. Was ist das zurr Beispiel für ein Geheimnis, wenn es tatsächlid eines war, mit der Schachtel Zigaretten?"
Duvall lächelte. „Das, mein werter Herr ist tatsächlich der Kern - der AusgangspunL der ganzen Geschichte." Er lehnte sich bequem b feinen Sessel zurück. „Ohne ihn wäre der Fak recht einfach. Gewisse Verbrecher rauben ein Kind behalten es als Geisel und jagen die Eltern i» Schrecken, um ein hohes Lösegetd zu er treffen Daran ist nichts älngttoöhrlich^s. Mn geschickten Plan ober zwei, um das Geld in Empfang zu nehmen und das Kind auszuliefeni — einfach, aber gut genug, um etwaige Versuche, sie zu fassen, zu vereitln. Das wirkliche Geheimnis war das anscheinende Fehlen jeglicher Spur, die auf den Vorgang der Cntfüh.'ung des Kindes schließen lieh. In dieser Beziehung stehl der Fall vereinzelt da. Eine zuverlässige Wärterin schwört, daß das Kind bei Hellem Tageslicht verschwunden fei, ohne dah sie im geringsten ahnte, to.e es zuging. Sier ist der Fall so einfach, so jeglichen Zufalls ir, dah uns gleich zu Beginn die älnmogttch'e-tt der Sache verwirrt. Unb doch genießt die Wärterin guten Rus, ist ehrlich und sagt genau, was sie für wahr hält. Rur eine einzige Spur war vorhanden, die ich mit dem Fall in Zusammenhang bringen konnte. Es ist die halbgerauchte Zigarette mit Goldrand, die ich am Tatort im Grase fand. Ohne diese anscheinend lächerliche Spur wären, aller Wahrscheinlichkeit nach, bie Verbrecher überhaupt nie entdeckt worden."
„Aber," rief Stapleton aus, „ich sehe nicht, was Sie daraus schliehen."
„Ich auch nicht," bemerkte der Präfekt.
(Sortierung folgt)
Ist dies
und das
darauf: Kauf!


