Ausgabe 
20.10.1924
 
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I. A. d. C.: Kinzenbach

Lieh, den 18. Oktober 1924.

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Geschäfts-Eröffnung!

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Eröffne ab heute meine 02,,°l "1$

Oh- und ll»tohg zu ebener Erde zu mieten gesucht.

Stets ftische Ware. Bezugsquelle Hamburg.

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Schriftliche Angebote mitDedingungen unter 8138V an d. Gießener Anzeiger.

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In tiefer Trauer:

Die Landsmannschaft Darmstadtia. siöod

Die Beerdigung findet statt: Dienstag, den 21. Oktober» nachmittags 3 Uhr, von Oberstadt 6 aus.

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ymckfachen aller Art ftattung" ftNrein und preirwert die vriihl'sche Univerfftiitr-Vrrttkerei, H. Lange, Sietzen, Schulstr. 7.

Eberverkauf.

Die Gemeinde Beltershain versteigert öffentlich Donnerstag, den 23. d. MtS. Dorrn. 10 Ahr einen

abgängigen schweren Eber.

Bedingungen werden vor Beginn der

Versteigerung bekanntgegeben. 8144V

Hess. Bürgermeisterei Beltershain.

Hornmann.

Tabletten

In ollen Apotheken u. Drogeelen erhailllch bei Husten, kjeiserkeit, Katarrh

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Im TetouW= [ Auch im wichtige ®t= Kenntnis und -u wünschen, schäften Men- , Bevölkerung . sich von der e in dem Ar« lemcinschnsten fremd und 'llten D^ ist besonders^ sprachen, bad Ibsiarbeil auch iterriM und 6^

Unseren lieben Alten Herren, inaktiven und aktiven Bundes­brüdern die traurige Nachricht, daß unser lieber A. H.

Prof. Dr. Theodor Koch, Grünbsrg auf seiner südamerikanischen Forschungsreise an Malaria gestorben ist.

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nichts bewiesenen Anschuldigungen gegen den Dauausschuß, das Stadt. Dauamt und die Fried­berger Handwerker zurücknähme. Da sich Stadt­verordneter Jakob dazu nicht verstehen will, ist jetzt die Angelegenheit nun In Srschelnaag ge­treten. Als bei der Daukomm» f l ion, deren Dorsitz Beigeordneter Dr. Leuchtgens führte. Stadtverordneter Jakob erschien, erklärten die anwesenden Mllgli<L>er der Deutschna tonalen Partei, der DolkSpartei und der Handwerker­pariei, unter diesen Umstanden an ixm Bera­tungen nicht 1 eiln e hme n zu können und verliehen das Lokal. Ebenso legte der Vor­sitzende der Kommission, Dr. L e u ch t g en s. den Vorsitz nieder und übergab ihn dem Bei­geordneten Langsdorf. Da unter diesen Um­ständen die Beschlußfähigkeit nicht mehr vor­handen war, muhte die Sitzung aufgehoben werden. Man darf unter diesen Umständen wohl gespannt sein, welche Entwicklung die Ange­legenheit nehmen wird, denn Stadtverordneten Jakob ist außerdem noch Mitglied des ebenso wichtigen Gas- und Wafferwerkausschusses, und da er erklärt hat, nach wie vor an den Sitzungen teilnchmen zu wollen, so dürfte der ganze städtische Betrieb durch dieses Verhalten lahmgelegt werden können, ein Zustand, der doch auf die eine oder andere Weise eine Ab­änderung erfahren muh. Dem hiesigen Volks» bildungsverein war es vergönnt, seine winterlichen Vorträge mit einer hervorragen­den Persönlichkeit, Geheimrat Prof. Dr. Be­tz a g h e l von G i e h e n, b ginnen zu können. Der Voditzende des Vereins, Professor Gebhard, gab deshalb auch in seinen einleitenden Worten seiner Freude darüber Ausdruck, dah es dem Vereine gelungen sei, mit decVereinigung Siebener Hochschulgesellschaft" in Verbindung zu treten und dab dadurch die Hoff­nung bestände, noch öfter hervorragende Gelehrte in unserer Mitte zu sehen. In seinem Vortrag ent­warf der Redner mit Frische und gutem Humor sein ThemaDeutsche Scheltworte". Er zeigte, wie gerade dieses Gebiet reichliche Anregung für den Sprachforscher gewährte, wenn auch viele Worte noch schwer zu erklären feien. Der Vortrag wurde von der sehr zahlreich erschienenen Zu» höierschaft mit sichtlichem Interesse und grobem Deifalle ausgenommen.

Kreis Schotten.

Laubach, 18. Ott. Unsere Stadt ist be- kcrmrtlich mit den Bezirken Schotten, Büdingen und Friedberg der Handelskammer Friedberg zugetetlt, während der übrige gröbere Teil der Provinz Oberh.ffen zur Handels­kammer Gießen gehört. Aun ist die kleine Han­delskammer in Friedberg neuerdings gelungen, Beiträge z u erheben, die nicht mehr zu erschwingen sind. Dah man unter diesen Ainständen in den beteiligten Kreisen et ne Ver­einigung der Handelskammer Fried­berg mit der in Giehen wünscht, tff leicht begreiflich. Trotzdem der Präsident den Handelskammer Fr.edb.rg in einer Versammlung der Wnlschastsverbände des Fr.edb.wger Bezirks zu Dad-Rauheim erklärte, die Beiträge ermäh gen zu wollen, hält man in Handelskreisen die Zu- f'ainrnenlegung der beiden oberhessischen Handelskammern in Giehen für das zweck- mähigste. Dor ungefähr zwei Monaten hatte der hiesige Jagdaufseher Kruschke im Lau­bacher Wald nahe der Freiensoener Grenze einen -Zusammenstoh mit einem Wilderer, waber ttzm der wertvolle Jagdhund erschossen wurde. Jetzt wurde ein junger Mann aus Weickartshain als der Tat verdächtig in Antersuchungshaft genommen.

Kreis Lauterbach.

' Lauterbach, 18. Okt. Der Stadtvorstand beschloh in seiner jüngsten Sitzung, als Pacht- preis für die von der Stadt verpach­teten Grundstücke den Friedenspachtpreis sestzusehen. Die Kartoffelversorgung wurde dahin geregelt, dah von der Beschaffung

Fortschritte auf dem Gebiet der Zahnheilkunde I und Zahntechnik zeigen wird.

Bornotizen.

Tageskalender für Montag. Deutsche Dolksportei: 8 übt Turnhalle (am Os» waldszarten) Leifentliche Versammlung. Rund- funthaus Löbcrstrahe: Aedertragung von Hoff­manns Erzählungen aus dem Frankfurter Opern­haus. Lichtspielhaus Bahnhofstraße:Das jungfräul che Parad eS". Hessische Dilderbühne: Die Lawine". Astoria-Lichtspiele:Rat Pin- kerton im Kampf".

Deutschnativnale DolkSpartei. Mittwochabend im Gewerbehaus Mitgliederver­sammlung. (Siehe Anzeige.)

Männergesangverein Lieder­tafel. Mittwochabend bei Heckmann General­versammlung. (Siehe Anzeige.)

Literarische Gesellschaft. Am 30. Oktober, abends 8/4 Ahr, wird Herbert E u l e n b c r g in der neuen Aula der Aniversi- tät aus eigenen Werken lesen. Schon vor Jah­ren hatte der weithin bekannte Dichter in Gie» hen eine zahlreiche Zuhörerschaft um sich versam­melt. Sein Wiedererscheinen wird allgemeiner Teilnahme begegnen. Die grobe literarische Welt schätzt Herbert Culenberg mit seiner funkelnden Genialität, feinem befreienden Humor als einen Künstler, der wie selten einer die geheimsten Triebkräfte der Menschennatur kennt. Seine frische Art, seine resolute Charakteristik und nicht zuletzt seine treffliche Vortragsweise stellen einen Abend in Aussicht, der einen hohen, künstlerischen Ge- nuh verspricht. Wer fern dem Getriebe des All­tags eine wahrhaft erquickliche Stunde verleben will, der säume nicht, zu kommen. >

Landkreis Gießen.

£ Wieseck, 18. Oft Das günstige Wetter der letzten Tage förderte die Feldarbeiten außerordentlich. Die Kartoffelernte ist so­weit beendet. Die Fäulnis in nassen Lagen war sehr stark, während sandige, trockene Aecker teU- weise recht gute Ertrage lieferten. Die auch bald beendete Dickwurzernte ist zufriedenstellend. Gegenwärtig ist man mit dem Ausstellen der Winterfrucht beschäftigt. Die meiste Sorge hat dem Landwirt dieses Jahr die Grummet­ernte gemacht. Auch am gestrigen Sonntag wurde fleihig daran gearbeitet, um wenigstens einen Teil unter Dach und Fach zu bekommen. And dabei stehen noch große Telle des Wiesen­geländes im Wiesecktal ungemätzt, an ein Betreten, viel weniger ans Abernten ist noch gar nicht zu denken, da noch große Strecken völlig versumpft sind. Cs wird höchste Zett, dab das vorgesehene Wiesenprojekt, das eine Entwässerung vvr- sieht, zur Durchführung gelangt, da sonst bei noch längerem Anhalten des gegenwärtigen Zustan­des das ganze wertvolle Wiesengelände voll­ständig entwertet wird.

' Lich, 18. Okt. Ein Dienstmädchen von hier, an dem ein verbotener Eingriff ,-ur Beseitigung der Folgen eines Berhältni se- über­nommen worden war, erlitt eine Blutvergif­tung, an deren Folgen es in der ©irßerer Klinik verstarb. Der im jugendlichen Al er stehende Liebhaber des.chms wurde zu­nächst in Haft genommen, ab r n<rch QI Regung eines Geständnisses wieder auf freien Fuß ge­setzt, da er der einzige Ernährer seiner verwit­weten Mutter ist.

eu. D e u e r n , 18. Okt. Die Frau des Heinr. Schomber IV. verunglückte am Dickwurz- wagen und trug einen Armbruch und jedenfalls auch innere Verletzungen davon, an deren Folgen sie heute v e r st a r b.

Kreis Friedberg.

sf. Friedberg, 18. Ott. In dem Berichte über die jüngste Stadtverordneten­sitzung teilten wir mit. daß am Sch usse der Sitzung die Vertreter verschiedener Parteien die Erklärung abgegeben hatten, m t dem Stadtver­ordneten Jakob in keiner Kommission mehr zusammenzuarbeiten, wenn er nicht seine darch

Samstag, den 18. Oktober, verschied nach langem, schwerem, mit Geduld ertragenem Leiden in der Klinik zu Gießen unsere liebe Tante und Schwägerin

Frau Anna Katharine Dietz Ww

geb. Uhrhan

im 79. Lebensjahre.

Im Namen der Anverwandten:

Heinrich Uhrhan IV.

**Ein-undAuszahlungenimPost- scheckverkehr. Rachdcm das neue Münzgeseh von der Reichsregierung in Kraft gesetzt worden ist, hat das Reichspostministerium die Postanstal- ten angewiesen, bei Einzahlungen auf Zahlkarten außer Rentemnark alle zu Zahlungen an Post- kassen zugelasfenen Zahlungsmittel unbeschräntt entgegenzunehmen. Zu Auszahlungen im Post­scheckverkehr werden gleichfalls außer Renten­mark die sonst zugelassenen Zahlungsmittel ver­wandt.

fpd. Gefälschte 100-Billionen- scheine. Seit einigen Tagen sind tn Frankfurt a. M. gefälschte 100-Dilltonenfcheine festgestellt worden. Bei den Fälschungen handelt es sich um echte lvv-Mill!onenscheine, bei denen in recht geschickter Weise die Wertbezeichnung der Millio­nen in Billionen umgewandelt worben ist.

" Verein Hessischer Dentisten. Am 25. und 26. Oktober feiert der Verein Hessischer Tentisten E. V., jetzt GrvßbezirkHessen" des Reichsverbandes D.utscher Dentisten E. D.. in Darmstadt sein 2öjährig"s D.ste en. Mben einer Reihe von gediegenen Fachvorlrägen we den auch soziale Probleme den Inhalt der Vorträge bil.cn. Don namhaften Firmen der Detailbranche wird eine Ausstellung veranstaltet, welche die neuesten

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von Kartoffeln in Dtefcm Jahre Abstand genom­men wird. Am jedoch den wirtschaftlich schwäche­ren Kreisen die Kartofselversorgung zu erleichtern, wurde die Abmachung des Bürgermeisters mit der Bezirkssparkasse gutgeheißen, wonach letztere auf die Dauer von 4 Monaten einen Kredit bis zu je 100 Mark an Krcditsuchende zu einem bedeu­tend ermäßigten Zinsfüße (10 Prozent pro Jahr) zur Verfügung stellt. Gestern abend gegen 11 Ahr ereignete sich bei der Mühle an der Straße LauterbachAlsfeld ein A u t o m o b i l u n glü ck, das leicht schlimme Folgen hätte haben könne,». Ein nach Alsfeld fahrendes Lastauto, das im Vogelsberg Langholz geladen hatte, fuhr in etwas schnellem Tempo den Berg herunter. Da­durch hat offenbar die Steuerung versagt, denn der Wagen fuhr auf der Drücke gegen das Gelän­der, riß dieses um und stürzte inS Wasser. Von den Milfahrenden erlitt einer leichte Ver­letzungen im Gesicht, die anderen kamen mit k *« Schrecken davon.

Hcffcn-Naffau.

bl. Dillenburg, 19. Ott. Gin gräß- licher AnglückSfall machte dem Leben eines 12jährigen Waisenknaben von hier, ber mit seiner Großmutter nach Holzhaufen bei Wetzlar gefahren war, um bei der Ernte zu helfe»», ein frühes Ende. An Abwesenheit der Haus­genossen rührte der Junge in einem Kessel Zwetschenrnus und siel dabei, jedenfalls in­folge Anvorsichtigkeit, hinein. Mit schweren Der- brennungswunden an Brust und Rücken verschied der Knabe im hiesigen Krankenhaus. -- Der Ge­meinnützige Dauverei nj ü r den Dill­kreis besitzt, parallel mit dem Mittelfeld lause»»d. einen Wiesengrund, der im Laufe diese- Jahves schon stark bebaut wurde und mit Beginn des nächsten Jahres ausgebaut werden soll. Einen Teil des Wiesengrundes ließ man vor etlichen Jahren den .Mitgliedern zur Urbarmachung als Gartenland ab; dieses Gebiet muß jedoch auch zum Bedauern der Pächter jetzt enteignet werden. Ein 24 Jahre alter junger Mann, der in . der letzten Rächt in stark angeheitertem Zustand von einem Vergnügen heimkehrte, fand beim Brand seines Bet tes, den er vermutlich durch die brennende Zigarre verursacht hatte, den Erstickungstod, da niemand in der Wohnung anwesend war, der ihm noch recht­zeitig helfen konnte.

fpd. Frankfurt a. M, 19. Okt. Auf dem Hauptfriedhof wurde heute mittag unter starker Beteiligung der evcmgel»sehen Bevölkerung ein Denkmal für den vor Jahresfrist verstorbenen Pfarrer der P^^l^Urche, Julius Werner, eingeweiht. Der langjährige Amts- genosse Werners, Pfarrer O r s p r»»ch. hielt die Weiherede. Das Denkmal ist eine Stiftung der Pauls gern einde. Einem Geschäftsreisenden aus Pforzheim wurde dieser Tage während der Fahrt von 5rai»nurt nach Hagen ein brauner Lederkoffer gestohlen, der fünf g oldcne Herrenuhren und 78 Armbanduhren ans Gold und Silber und auch aus Platin ent­hielt. Der Reisende, der aus Frankfurt nachts 1.44 Ahr abfuhr, hat den Koffer zuletzt in Gie­ßen gesehen und ihn in Werdohl vermißt. Auf die Wiederbeschaffung der Ähren hat der Geschä­digte eine Belohnung von 10 Prozent des Wertes ausgesetzt. Bei einer in der Altstadt veran­stalteten Streife wurden von der Polizei 2 0 P e r- sonen fest genommen. Einige der Verhaft teten fetzten sich mit der Waffe zur Wehr und schossen. Dabei erhielt ein Obrrwachtweister einen Schuß in den Hals, so daß er sofort dem Städtischen Krankenhause zugesührt werden mußte.

verderben. And woher dieses 'Avwerfen der Knospen? Angeschicklichkeiten des Pflegers rufen sie hervor. Trägt er feine Kamelie von einem Zinrmer ins andere, oder dreht er sie fortwährend nach dem Stand der ©oitne, damit die Knospen »echt viel Licht bekommen, barm ruft er fortwäh­rend Anregelmäßigkeiten im Pflanzenleibe her­vor, und sie bewirken das Abstoßen. Auch plötz­liche Wärme, stärkere Trockenheit und größere andauernde Rässe bewirken das Abfallen. Die Azalee ist williger. Sie läßt sich sogar starken Strapazen aussetzen, d. h. in der warmen Luft des Wohnzimmers zum Blühe»» zwingen, aber wie sieht sie dann nachher aus? Blattleer, krank in allen Teilen, und es vergehen Jahre, ehe sie wieder fähig ist, Blüten zu bringen. Deshalb läßt man die Azalee besser im kühlen, frostfreien Zimmer, wo sie prächtig den Winter bei milder Erdfeuchtigkeit besteht. Flieder, Rose, Deutzie, die blüherrd gekauft find, werden ebenfalls nach der Blüte kühlgestellt, das gleiche gilt von der Weih» nachts- oder Christrose. Die Myrte bebmmt im Ir-armen Zimmer berußte Blätter und viel An­geziefer, der Lorbeer läßt die Blätter fallen, die Orange siecht völlig dahin, und das Heidekraut, die Erika, die blühend gekauft so herrlich schon ist, wird zum struppigen Besen, den der oberfläch­liche Blumenfreund oft dann noch mit Wasser versorgt, wenn schon feit vielen Wochen kein Atom Leben mehr vorhanden ist. Rechte, echte Wohnzimmerpflanzen, solche, die sich alles ge­fallen lassen, haben wir bislang noch nicht er­wähnt. Es gehört zu ihnen die Schildblume, die mit ihrer» großen Blättern beinahe am ungünstigsten Platz noch fortkommt und im Winter die inter­essanten, aber keineswegs schönen Blumen auf der Erdoberfläche des Topfes entwickelt. Die stolzen Kentien, die Dattelpalmen in den verschiedenen Arten bilden die majestätischsten und schönsten Wohnzimmergewächse. And die Pflege dieser echten Wohr»zimmergenossen besteht vor allem im richtigen Begießen. Die Ofenwärme verlangt von ihnen viel, sie trocknet die Erde des Topfes und entreißt der Fläche des Blattes immerfort Wasser. An Wasser darf es daher nicht fehlen, aber zu­viel Wasser ist gleichfalls sicherer Tod. Anter- stühung muß ein sachgemäßes Gießen durch täg- ließet Bestäuben mit dem Bestäuber finden, imb wenigstens alle zwei Wochen einmal sollte ein generelles Abtr-aschen mit feuchtem Schwamm die Poren wieder offnen, die Rauch und Staub ver­stopft haben. Jedes Düngen ist im Winter ein Verderb, aber jedes Auftockern des Bodens mit einem spitzen Hölzchen eine Wohltat für die Pflanzen. Cs schafft eine bessere Durchlüftung des Bodens und wirft ttäftigend auf die Wurzeln.

qu.