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Gießener Anzeiger (General-Anzeiger für Gberhessen)

Dienstag, 20. Mai |92<

In Billionen Prozent

Datum:

M.

Danknotea.

fPcrffn. 19. Mai

21

14

15

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bis bis bis bis bis

15, Peluschken 11 bis 12, Ackerbohnen 16, Wicken 11,50 bis 13, Lupinen blau 11,50, Serüdrlla alt 15 bis 15,50, neu. 13, Rapskuchen 10 bis 10,20. Leinkuchen 20, Trockenschnihel 8,80.

Frankfurter Getreidebörse.

21,25 bis 24,25 (matt), Roggenmehl 18,50 bis 20,50 (matt) Weizenkleie 9,40 bis 9,50 (matt), Roggenkleie 9,20 bis 9,50 (stelig), Rilloriaerbsen bis 23, Kleine Erbsen 15 bis 16, Futtererbsen

) Dom RückzahlungstverL.

Devisenmarkt BerlinFrankfurt a.

Produktionsprozeß wird zum Teil durch die ver­mehrte Einstellung von Arbeitskräften beschleunigt. (3m Maschinenbau betrug die Zunahme der De- schäftiaten im April gegen den Dormat 4 Prozent.) klingelehrt verbuchen die Besteller die Abnahme wie die Zahlungstermine hinausschieben und widerrufen selbst erteilte Bestellungen, wie jetzt zum Teil in der Textilindustrie. Es muh unter all diesen Llmständen vorsichtig bewertet werden, wenn die Zahl der unterstützten Erwerbslosen vom 15. April bis zum 1. Mai im unbesetzten Gebiet neuerdings eine nicht unerhebliche Abnahme, näm­lich von rund 470 000 auf 307 000, erfahren hat.

Schweizer Noten..........

Atcinjösische Noten........

Dänische Noten..........

Schwedische Noten........

Holländische Noten ........ Deutsch Oesterreich, ä 100 Kronen Amerikanische Noten.......

Englische Noten..........

Italienische Noten.........

Belgische Noten..........

Ungarische Noten . ........

Tschechoslowakische Noten.....

Norwegische Noten........

Nuniänische Noten.........

Spanische Noten..........

Wirtschaft.

Vom Arbeitsmarkt.

3n den letzten Wochen hat sich die allmähliche Zunahme der Beschäftigung in den meisten 3ndu- strien fortgesetzt, doch vollzog sich der Geschäfts- I gang unter erschwerten wirtschaftlichen Bedingun­gen. Die Berichte der Handelskammern, der wirt­schaftlichen Fachverbände und der Landesämter für die Arbeitsvermittlung sowie die besonderen Mel­dungen von rund' 2000 einzelnen Industriebetrie­ben über die allgemeine wirtschaftliche Lage zeigen deutlich, dah bei den derzeitigen Bedingungen der deutschen Dolkswirtschaft die jüngste günstigere Entwicklung des Arbcitsmarktes eine bessere Wirt­schaftslage nicht ohne weiteres beweist. Durch das diesjährige späte Einsehen der Frühjahrswitterung vermochte die Landwirtschaft und zumeist auch das Baugewerbe den deutschen Arbeitsmarkt un April I stärker als in den Dormvnaten zu entlaiten. In den meisten Zweigen der Industrie steigerte sich zwar im April und Mai der Auftragseingang noch weiter, aber gleichzeilig mehrten sich auch die un­günstigen Anzeichen der wirtschaftlichen Lag?- Die Zahlungseingänge wurden schlechter; me Reichs­bank muhte die Kreditgewährung einsc^anten (7. April). Damit wurde die Rachfrage nach Kre­dit bei den privaten Geldgebern dringlicher und die Kreditsätze erhöhten sich weiter. Himu kam für viele Industriezweige eine Zunahme der Ge­stehungskosten infolge der Verteuerung der Roh­stoffe und der Halbfabrikate. Dor allem konnte sich die schwere Gefahr, welche der deutschen Dolls- wirtschaft aus den dauernden hohen Aufwendun- &für die Einfuhr erwächst, im April nicht nun»

weil sich der Auslandsabsatz auch in den letzten Monaten nicht besserte. Der Kapitalman­gel wirkte sich besonders in der Metall-, Maschincn- anö Textilindustrie dahin aus, dah vielfach im Urteilen neuer Aufträge zurückgehalten wurde. Ein völliger Wandel beginnt sich zu vollziehen. Der älnte-nehmer stellt nicht mehr wie früher, in Zeiten lebhafteren Geschäftsganges, spätere Liefer­termine, sondern seht sie wesentlich kürzer fest, um einen schnelleren Kapitalumschlag zu erzielen. Der

Die baltische Entente.

Am Montag sind die Vertreter der drei Oft» seestaaten Litauen, Lettland und E st h - land in Kowno, der Hauptstadt Litauens, zu einer neuen baltischen Konferenz zusammen- getreten. .

Die letzte Konferenz dieser Art fand im 3uni vorigen Jahres statt Man hatte damals noch grobe politische Pläne. Man sprach von Ab­rüstung und von der Sicherung des Ostens unter I Hinzuziehung des Völkerbundes. DRan wollte I einen baltischen Staatenbund gründen, der^ntcht I nur aus Litauen, Lettland, Esthland und Finn­land bestand, sondern auch Schweden, Ror- wegen und Dänemark sollten in den Rmg eintreten. Für Deutschland und Sow, et- ruh land wurde die Tür offen gelassen, und den geheimen Feind Polen wollte man dadurch unschädlich machen, dah man ihn für diese Ost­entente gewann. Alm den Handelsverkehr zwischen allen diesen Ländern zu erleichtern, sollten Zoll­grenzen nach Möglichkeit beseitigt werden. Ruß­land sollte daS Recht erhalten, Freihafengebiete in den Häfen der Randstaaten einzurichten. lind die Gipfelforderung: Die Ostsee wird für neutral erklärt, alle Ostseefestungen mit Ausnahme der Befestigungen des Sundes und der Belte, wer­den gbgerüstet. Kein Staat unterhält in der Ost­see Kriegsschiffe im eigentlichen Sinne, sondern nur leichte Fahrzeuge für Polizeizwecke und Fischereischuh. Die Garnisonen der Befestigungen der Belte und des Sundes werden von allen An­liegerstaaten der Ostsee <yu gleichen Teilen aus ih^n Landheeren gestellt und von einem inter­nationalen Kommando dieser Länder befehligt. An den Landgrenzen sollten neutrale Zonen ge- fchuffen werden.

Dieses pazifistische Programm eille in seiner Verstiegenheit den wirklichen Möglichkeiten weit voraus und war nyr aus der gereizten Rach- kriegsstimmung zu erklären. Rachdem infolge des russischen Zusammenbruchs im Daltilum sich die unabhängigen Staaten Litauen. Lettland, Esth­land gebildet hatten und Polen durch seinen Kor­ridor und durch die Rechte, die ihm der Versailler Vertrag im Freistaat Danzig verleiht, an der Ostsee Fuh gefaßt hatte, sah mancher in den Ost­seegebieten nun einen politischen Brandherd, einen neuen Balkan. Sowjetruhland hatte, wenn auch vergeblich, versucht, die Randstaaten wieder an sich zu reißen, und nur sein nächstes Erho- bungsbedürfnis ließ eine Wiederholung kriege­rischer Abenteuer nach dem mißglückten russisch­polnischen Kriege nach Westen hm vorläufig nicht erwarten. Dazu kam die Angst der baltischen Staaten vor Polen. Im neuerstandenen Polen waren alle Grobmachtsträume früherer Jahr- | Hunderte erwacht. Der Korridor zur Ostsee ge­nügte der von Frankreich begönnerten Warschauer Politik nicht. Seitdem im März vorigen Jahres die Pariser Dotschafterkonferenz die im Rigaer Vertrag festgelegte polnisch - russisch - litauische Grenzführung anerkannt hatte, wurde Stadt und Gebiet Wilna endgültig Polen zugesprochen. Das brachte neuen Zündstoff. Aber die Aufregung hat sich merkwürdig rasch gelegt. Man sieht nicht mehr soviel Zukunftsgespenster. Die jetzige Kon­ferenz von Kowno begnügt sich mit einem rein wirtschaftlichen Programm. In Lettland hat Polen Freunde gewonnen, weil es einen Damm gegen Rußland bildet. Auch in Esth­land ist man viel schlechter auf Rußland als auf Polen zu sprechen. In den ersten Wochen dieses Wahres kam es in Esthland zu Massenverhaftungen von Kommunisten, die eine Räterepublik uufrich­ten wollten. Dadurch steigerte sich natürlich das Mißtrauen gegenüber Moskau und die Sympal h e für das schützende Polen.

Wenn also Litauen auf der Kownoer Kon­ferenz einen Bund gegen Polen zusammenbringen Wlll, so kann es zunächst nur ein W i r t s ch a f t s - bund fein. In verschiedenen Verlautbarungen hat die litauische Regierung durchblicken lassen, daß sie fein politisches Defensivbündnis anftcebe, sondern daß es ihr nur auf einen Handelsvertrag ankomme. Von Finnland ist kaum noch die Rede. Durch Blutsbande verbunden hat es sich an Schweden angelehnt und geht nicht mehr auf Fährbooten nach Riga. Die baltischen Staa­ten sind also in Kowno wieder mehr unter sich. Dies trägt zur Vereinfachung des bisher fast künstlich verwickelten Problems bei und kommt einer baldigen Lösung zugute.

dah die Bestände der Reichsgetreidestelle in Mit­tel- und Rorddeutschland in heimischer Ware ziemlich geräumt sein sollen. Immerhin blieb das Roggengeschäst sehr schwierig. Gerste war lustlos, H^fer hatte wenig Lmsah, für Roggen» kleie zeigte sich Rachfrage, während für Weizen­kleie kaum Interesse bestand. Es wurden notiert ür je 1000 Kilo: Weizen, märkischen 154 bis 157 (flau), mitteldeutschen 155 bis 157 (flau), Roggen, märkischen 128 bis 132 (stetig), Brau­gerste 160 bis 172 (flau), Futtergerste 145 bis 155 (flau), Hafer, märkischen 127 bis 134 (stetig), westpreuß. 117 bis 118 (stetig), Raps 300 (still), Leinsaat 400 (still). Für je 100 Kilo: Weizenmehl

einzelne Papiere, wie Gelsenllrchener Werke, Deutsch Luxemburg, Rheinische Stahlwerke an­fangs höher als am Freitag notiert Dann aber wurde unter den Realisierungen der Spekulation und trotz unverminderter Ausnahmeneizung die Abwärtsbewegung allgemein. Doch gingen die Verluste auch für schwere Werte des Montan- und Maschinenfabrikaktlenmarktes sowie für che­mische Werte nur vereinzelt über 2 Blllione.r Proz. hinaus. Klöcknerwerke hatten allerdings schon bei Beginn einen Verlust von 4 Billionen Proz. zu verzeichnen. Schiffahrts- und Bankaktrrn schlossen sich nach anfangs vorwiegender Wider­standsfähigkeit der Abwärtsbewegung in mäßigem Grade an. Andauernde große Geldflüssigkeit bot zwar dem scharfen Abstieg gegenüber eine gewisse Stütze, doch herrschte im weiteren Verlaufe große Lustlosigkeit, zumal die Unklarheit über dte Lösung der Maiengagements des Metallhandcls die Käufer abschreckte. Die Tendenz blieb schwach. QIm Devisenmarkt hatten die Anforderungen gegenüber der verhältnismäßig ziemlich geringen Höhe am Samstag keine Vermehrung erfahren. Die Kurse sowohl als die Zuteilung blieben un­verändert, nur Paris und Brüssel werden etwas niedriger notiert

Börsenkurse.

(Ohne Gewähr.)

Märkte.

Berliner Produktenbörse.

Berlin, 19. Mai. (Wolff.) Am Produkten- markte hielt der Kapitalmangel das Geschäft nach wie vor in sehr engen Grenzen. Das schwierige Weizenmehlgeschäft ist einer Besserung der Ge­schäftslage für Weizen hinderlich Roggen konnte für benachbarte Mühleir teilweise billiger als am Sonnabend gekauft werden, doch ist zu beachten,

Frankfurter Börse.

Frankfurt a. M, 19. Mat Tendenz: Etwas abgeschwächt Die neue Woche brachte nicht, wie allgemein erwartet wurde, eine neue Aufwärtsbewegung des allgemeinen Kursniveaus. Die schon gestern bekanntgew^rdene Stellung unter Eeschäftsaufsicht der Stahlwerke Decker A°G. wirkte sehr verstimmend auf den Markt ein, wenn auch darin nicht das Ende der Entwicklung der Stahlwerke Becker A-G. erblickt zu werden braucht Vielmehr rechnet man allgemein damit, daß sich eine Möglichkeit bietet, das Unternehmen auf eine gesunde Finanzbasis zur Weitwr.i Lei­stungsfähigkeit zu bringen Auch die Ablehnung des Schiedsspruchs im Duhrbergbaukonflikt seitens der Arbeitnehmer war nicht geeignet, die Käufer anxuloden. Auf allen Gebieten fanden daher Abschwächungen der Kurse statt, da das. vermehrte Angebot nur schwer unterzubringen war, wenn auch vereinzelt Meinungskäufe vorgenommen wur­den. Tie Kursverluste überstiegen aber nur selten 2 Billionen Prozent, am erheblichsten sind sie .naturgemäß auf dem Montanmartt, und sie waren dort noch größer, wenn nicht fortgesetzt Stühungs- kaufe vorgenommen worden waren. Der freie Verkehr stand vollständig unter dem Einfluß der Abschwächung der Decker-Werte. Becker-Stahl 3'/«, Decker-Kohle 6i/4, Krügershall 41/4, Petro­leum 12*A, Drown Dovery 1, Growag 0,266. Der Geldmarkt ist weiter flüssig. Auf dem De- Visenmarkt ist hervorzuheben, daß der französisch« I Franken wieder etwas gefallen ist. Paris gegen London 773/4.

Berliner Börse.

Berlin, 19. Mai. Die Rachricht von vem Arttag auf Geschäftsaufsicht beim Stahlwerk Becker hat für die Börsenkreise eine recht unange­nehme üleberraschung geboten, da man glaubte, daß die Schwierigkeiten durch die beabsichttgte Stützungsaktion eines kapitalkräftigen Frankfurter Bankhauses behoben werden könnten. Die Stun- I mung war ferner durch die ablehnende Haltung der Bergarbeiter gegen den Schiedsspruch und die Meldungen von Detriebseinschränkungen bzw. Stlllegungen bei industriellen llnternehmung.n, wie zum Beispiel den Deutschen Werken, ungünstig beeinflußt. Die Kursbewegung war bei Beginn uneinheitlich, da verschiedentlich noch Kaufaufträge I Don auswärts bei Beginn Vorlagen. So wurden

67o Deutsche NktchSanlkihe .

47o Deutsche NeichSanleihe Deutsche N.ichsanleih»

8*/n Deutsche ReichSanlethe . Deutsche Evarprämtenauleth» i*/o Preußische lionsoU . . . 4' » Hessen...........

Sft»!:::::::::: Deutsche Wertb. Dollar-Anl. dto.Doll.-Schalj-Anweilung.') /, Zolltürfen ....... eie Soldmertkana.....

Berliner Handelsgesellschaft. Commerz- und Prlvat-Bank, Darmst. und Naiionalbant . Deutsche Bank Deutsche BerelnSbonk . > . DIScoiito Tommandtt .... Metallbank...........

Mitteldeutsche Kreditbank . . Oeste, reichliche (Kreditanstalt. Weltbank...........

»ochumer <Sq8 ... «... BuderuS ......... iaro .............

Deutsch-Luxemburg Gelsenkirchener Bergwerk« . . Harvener Bergbau Kaliwerke Aschersleben. . . . Kaliwerk Westeregela. .. . . Laurahiitte...........

Obcrbedarf. ....... Phönix Bergbau.......

Mheinsiahl .....

Nie deck Montan ..... »elluS Bergbau........

«aniburg-klmerika Paket. «.. iorddcutschcr Llovd.....

Chcramische Werke Albin .. 8einen,werk Heidelberg . . . hilipp Holjmano .....

Yinglo-Cont.-Guano Badische Anilin........

Chemische Mayrx Alavin- . - Goldschmidt..........

GrieShcimer Electron .... Höchster Farbwerke......

Holzverkohlung........

NütgerLwerke Schcideanstalt fing. ElekkrizitälS-Selellschast Bergmann ......

Mainkrastwerke ....... Schustert............

Siemen» & HalSk« .....

fidlerwerke RWt ...... Daimler Motor«. ..... Heyligenstaedt ........ Meguin........

arankfurter Armaturen ... .llonservcnfabrik Braun . . . MctallgeseNIchnft Frankfurt. Pet. Union A..G.......

Schuhfabrik Herz .. ... . . Sichel..............

Zellstoff Waldhof 9 Zuckerfabrik Frankenthal . . Zuckerfabrik Waghäusel . - -

Die Kommunale Landesbank in Darmstadt, die im Juni 1922 in Darmstadt ms Geben getreten ist, gibt soeben ihren Bericht über das zweite Geschäftsjahr (1923) heraus. Rach tiefem hat sich die Zahl der angeschlossenen Kam- munen, die sich bei der Gründung auf 8 belief, bis zur Drucklegung des Berichtes auf 130 erhöht. U a. zählen die Provinzen Starkenburg und Rheinhessen zu den Mitgliedern der Dank. Die Dank betrachtet es als ihre vornehmste Aufgabe, ihren Mitgliedern bei der Kreditbeschaffung eine tatkräftige Stühe zu sein. Die an die Dank ge­langten Dorfchußgesuche konnten restlos befriedigt werden. Der am 31. Mai L Hs. stattfindenden Hauxtverfammlung wttd vom Darstande vorge­schlagen, aus dem Grttägnis des Jahres 1923 einen Betrag von 475 000 Dilltonen Mark in Re­serve zu stellen und außerdem eine Sonderrück­stellung zu schaffen, die die volle Aufwertung (100 Prozent des Goldwertes) der von der Dank ausgegebenen Schuldverschreibungen gegebenen­falls ermöglicht. Auch im Iah-re 1924 bewegte sich die Entwicklung der Dank in auffteigenber Linie.

* Die Ruhrkohlensörderung. Rach vorläufigen Berechnungen wurden in der Woche vom 4. bis 10. Mai im gesamten Ruhr­gebiet (ohne die von der Regie betriebenen 3 Zechen und 10 Kokereien) in 6 Arbeitstagen 401 572 Tonnen Kohlen gefördert. (Auf das besetzte Gebiet entfallen davon 361070 Tonnen) gegen 1711039 Tonnen in 6 Ar­beitstagen in der vorhergehenden Woche (be­setztes Gebiet 1 565 897). Die Kokserzeugung stellte sich vom 4. bis 10. Mai auf 173 348 (be­setztes Gebiet 156 876 Tonnen) in 7 Arbeits­tagen (in Kokereien wird auch Sonntags ge- I arbeitet) gegen 402 829 (besetztes Gebiet 368 250) Tonnen in der Borwoche. Die arbeits­tägliche Kohlenförderung stellte sich in der Woche vom 4. bis 10. Mai im gesamten Ruhr­gebiet auf 66 929 Tonnen (gegen 285 173 Ton­nen) in der Borwoche und 369 743 Tonnen im Jahre 1913). Die tägliche Kokserzeugung stellte sich auf 24 764 Tonnen (57 547 bzw. 62 718). 3m besetzten Gebiet betrug die arbeitstägliche Kohlenförderung 60 178 Tonnen (260 983 bzw. 348 586). Die tägliche Kokserzeugung 2241 Tonnen (52 607 bzw. 58 338). Bon den in der BerichtSwoche insgesamt geförderten 401572 Tonnen Kohlen entfallen auf den 5. Mai allein 258 341 Tonnen. Infolge des Ausstandes ging die Förderung immer mehr zurück und betrug an den letzten 3 Arbeitstagen der Woche im Durchschnitt rund 6000 Tonnen.

Detriebseinschränkung bei den Deutschen Werken. Die außerordentliche Kreditnvt und die dadurch eingetretene weitere Verschlechterung der wirtschaftlichen Lage, sowie die allenthalben entstandenen Differenzen über Lohn- und Arbeitszeitfragen zwingen auch die Deutschen Werke zu einer Konzentration ihrer De triebe. Sie werden, ähnlich wie die übrigen Industrien, einzelne ihrer Werke vorübergehend stlllegen, wobei die Fabrikation auf Schwester- Werke übernommen wird. Die Belieferung der Kundschaft erfährt durch diese Konzentration teure älnterbrechang.

Frankfurt a. M, 19. Mai Das Geschäft ge­staltete sich etwas lebhafter. Weizen und Roggen werden etwas mehr begehrt und konnten auch im Preise etwas anz.ehen. Für Gerste bestand wenig Rachfrage, während Hafer später auch etwas im Preise anziehen konnte. Im weiteren Verlaufe wui.de die Geschäftstätigkeit wieder etwas sttller, nachdem die Aufttäge erledigt waren. Es notierten für je 100 Kilo: Weizen Wetterauer 16,30 bis 16 75 Roggen 14 50 bis 14,75, Sommergerste für Drauzwecke 17 bis 17,50 Hafer mländischec 14 25 bis 14 75 Weizenmehl, südd. Spezial 0 25,75 bis 28, Roggenmehl 21,50 bis 22,50, Weizen- und Röggenllere 9,25 bis 10 Mark.

Frankfurter Schlachtviehmarkt.

fpd. Frankfurt a. M, 19. Mai. Der Auftrieb war sehr gut. Er bestand aus 357 Ochsen, 64 Bullen, 1036 Färsen und Kühen, 372 Kälbern. 33 Schafen unb 2865 Schweinen. Der Handel war infolgedessen schleppend, Schweine hinter­ließen ileberftanb. Die Preise erfuhren teU- weise eine merkliche Senkung Es wurden bezahlt für J Zentner Lebendgewicht: Ochsen: vollfleischige 4550, junge fleischige 3344, mäßig genährte junge und gut genährte ältere 3036, Dullen: vollfleischige ausgewachsene 3538, vollfleischige jüngere 3034; Färsen and Kühe: vollfleischige Färsen 4248, vollfleischige Kühe 3643, wenig gut entwickelte Färsen 34 bis 40, ältere ausgemästete Kühe und wenig gut entwickelte jüngere Kühe 3034, mäßig genährte Küh: und Färsen 2028, gering genährte Kühe und Färsen 1020; Kälber: feinster Qualität 4852, mittlerer Qualität 4046, geringerer Qualität 3540; Schweine: unter 80 Kllo 35 bis 41, von 80 bis 100 Kilo 4247, über 100 Kilo 4246. Der Marit tarn erst sehr, spät in Gang, da bei dem großen Auftrieb die Metzger ine Händler zu einem wesentlichen Preisnachlaß itoingen wollten. Dis in den späten Vormittag hinein war auch noch kein Stück Vieh verkauft. Erst dann setzte der Handel zögernd em, und zwar mußten sich die Händler zu einem Rach­lassen der Preise verstehen. Run mögen aber auch die Metzger die.Preise heruntersetzenl

(3n einem Teil der Auslage wiederholt.)

Der neue Pariser Kurs.

London, 19. Mai. (WB.) Der diploma­tische Berichterstatter desDaily Telegraph schreibt: Eine Fortführung irgendwelcher inerteren wesentlichen Verhandlungen mit Paris vor dem Amtsantritt der neuen Regierung komme für tue britische Regierung nicht in Frage. Eine ein» gebmbe Erörterung der letzten Vorschläge Porn- carös werde sowohl unkorrekt als auch zwecklos sein. Wichtige Veränderungen in dem französischen diplomattschen Dienst sowohl im Ausland als auch im Quai d'Orsai würden von der neuen französischen Regierung der Lin­ken beabsichtigt. Es werde vor allem gewünscht, jeden Gedanken an eine friedens- und völler- bundsfeindliche Reigung zu beseitigen.

Dollar oder Pfund?

London, 19. Mai. (WD.) DieTimes" schreibt zu dem Bericht der beratenden Körper­schaft der amerikanischen Föderation Reserve Board, in dem zum Ausdruck gebracht wrrd, daß die im Dawesbericht vorgeschlagene neue Emmissionsbank den Dollarstandard und nicht den Pfundstandard annehmen solle, es sei zweifelest ob der Dollarstandard für Deutschlaick) oder irgendeine andere europäische Ration als Der geeignete Standard erscheine. Denn wenn selbst England nicht sofort den Goldstandard annehmen könne, so sei anzunehmen, dah das verarmte Deutschland erst rächt nicht diesen wiederherstellen könne Das Pfund Sterling sei immer noch in­ternationale Währung und sei.seiner DorirregS- pariiät in Gold nahe genug, um seine Wieder­herstellung ohne große Schwierigkeiten durchführ­bar zu gestalten.

Die serbische Regierungskrise.

P a r i s , 19. Mai. (WB.) Rach einer HavaS» Meldung aus Belgrad hat Da vi dvwi t sch we­gen der Schwierigkeiten der Kabrnettsbrldung da­raus verzichtet, den ihm vom Kömg erteilten Auftrag auszuführen. In politischen Kreisen wird eine neutrale Regierung mit dem Wojtpoden S t e- panowitsch an der Spitze für wahrscheinlich gehalten.

Enr Meteor.

Heidelberg, 19. Mai. (WTB.) Gestern nachmittag um 2.15 Ahr wurde hier und in den benachbarten Städten ein sehr heller Me­teor beobachtet. Zu den Nachrichten aus Mitteldeutschlands wonach dort ein leichtes Erdbeben verspürt worden sei, teilt die Erdbebenwarte mit. dah chr Seis­mograph keine Aufzeichnungen hinterlas­sen hat.

fCYn Billionen Mark auSgedrückt. BuenoS-DireS, Sonbon. Nell« hort Japan, Rio de Janeiro für eine Einheit, Wien und Budapest für 100000 Einheiten, alles übrige für 100 Einheiten.) Telegraphische Auszahlung.

Frankfurt a M

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4,53

467

voll

voll

Buen^AireS

1,575

V85

8,11

1,695

1,375

1,885

voll

voll

Bulgarien Japan .. . Üiio de Jan-

3,03

1,68 *

3,09

1,885

3,11

1,695

voll voll

voll voll

0,46 i

0,475

0,460

0,470

voll

voll

Belgrad .

5,205

5,245

6,23

6,27

vol

voll

Ltssähon. -

12,55

12.64

12,56

12,64

voll

Geld

Brief

Repark.

74,41

74,79

20

23,84

23,96

voll

71,42

71,78

15

111,97

112,53

25

167,60

158,40

25

6,89

6,51

voll

4,19

4,21

10

18,3 >

18,45

voll

18,95

19,05

voll

20,05

20,1 r.

voll

4,51

4,53

voll

12,47

12,53

voll

68,65

68,95

40

2,09

2,11

voll

62,35

68,63

voll