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3te Stoffet unv Deren Inhalt sehen, bevor eq Kredit gewährte. Dann bot der junge Hl um dem Pförtner zwei Schecks auf die Leipziger Drlksbank an. aber umsonst, der Frankfurter blieb ungerührt. Da verschwand dec junge Mann heimlich und ward nicht mehr gesehen. Die Kof­fer. die man ein löste, waren z wer Papp­lartons, die Gelbe Rüben enthielten. Die Kriminalpolizei fahndet jetzt auf den Schwindler, der bereits von mehreren Staatsanwaltschaften gesucht wird. Echte, uralte Geigen bot in einem hiesigen Kaffee ein Zigeuner aus, und hatte auch Glück Damit, denn es fanden sich Liebhaber, die hohe Preise dafür anlegten. Leider aber machte Die Polizei einen Strich durch die Eeigenrechnung. Sie ver-haftete Den Zigeuner und stellte fest, daß die Geigen nicht eine Mark teert und von dem Burschen erfl künstlich alt gemacht worden waren. Zn dem gleichen Lokal hatte der junge Mann kurz zuvor eine Wertlais Metalluhr aLs goldene Savcmnetteuhr um sündhaft! teures Geld verkauft. Der bekannteSchrift­steller" undHeiland der Armen" Karl Waß - mann, wurde durch die Kriminalpolizei fest- genommen. Er hatte dadurch 2lergernis er­regt, daß er im Wartesaal des Hauptbahnhoss und in einem Kaffee in Der Kaiserstraße sich m Gegenwart von Frauen in unglaublicher Weise benommen hatte.

(Bießener Sladtthealer.

Kollo: Drei alte Schachtelte

Als Benefizvorstellung für die am 1. April ausscheidenden Mitglieder hatte die Theaterlei- tung die reizende DiedermeieroperetteDrei alte Schachteln" gewählt und Damit einen guten Griff getan. Zu einer leicht rührselig-sentimentalen, aber immer geschmackvoll bleibenden Handlung, voll Anmut und Grazie und audj nicht ganz ohne eine Spur echten Humors hat Kollo eine gefällige einschmeichelnde Musik von gewisser künstlerischer Qualität geschrieben. 3u einer netten Inszenierung, für die Die Heroen Löffler und Keim gesorgt hatten, gelang es Rudolf Goll, eine allerliebste Aufführung zustande zu bringen, tie, wenn man über musikalische Entgleisungen und Llnebeicheiten von Orchester und Solisten Kn- wegsieht, unserem OperetternensemLle ein gutes Andenken sichern wird. Dor allem das Lottchen, jüngste der dreialten Schachteln", lag bei Fräulein Rothe in besten Händen. Mit einer angenehmen. Durchgebildeten Stimme verbindet Fräulein Rothe eine gute Figur und ein an­mutiges, gewandtes und stets Dezent bleibendes Spiel. Herr Richter, Der in dankenswerter Weise für den erkrankten Herrn Grib einge­sprungen war, sang den Hauptmann Kersting mit sympathischer, wenn auch nicht sehr umfangreich«: Stimme. Fran Schubert Jüngling wurde der ältestenalten Schachtel" schauspielerisch voll gerecht. Ein fanwses Paar waren Rudolf Goll und Kitty Lessing. Fräulein Lessing war als Berliner KüchenDragoner so recht in ihrem Ele­ment. Wenn es mit Dem Dialekt auch oft etwas kunterbunt zuging, so wußte doch der launige

Humor ihres flotten, temperamentvollen Spiels ihre dankbare Rolle voll auszuschöpfen. Rudolf Goll war ihr als Sergeant Cornelius Hasenpfeffer ein ebenbürtiger Partner. Ein paar nette Tänze hatte Frau Oldini mit viel Geschmack ein* studiert. Alles in allem sichert die neueste Ope­rette einen heiter-gemütlichen Abend, Den man sich zumal jetzt, wo sich die Herrschaft der leichten Muse Dem Ende naht, nicht gerne wird entgehen lassen.e.

Kirche und Schule«

wg. Gedern, 19. März. Infolge einftim» mtgen Beschlusses des Kuratoriums und Der Schul­gesellschaft der hiesigen Privat-(Hofkapla- n ei)Schule werden in dem Betrieb dieser seit 1871 bestehenden Lehranstalt zu Beginn des neuen Schuljahres DurchgceifendeReuordnun- g e n durchgeführt. Um Den cklnterrichtsbetrieb zu verbessern, beschloß man, neben den beiden haupt­amtlich tätigen Lehrerinnen von Ostern ab noch eine Dritte hauptamtlich t'j'ige Lehrkraft anzu­stellen, und zwar, auf mehrfach aus Gltemkreisen geäußerten Wunsch hin, einen Akademiker. Äe Wahl des Kuratoriums fiel auf den Studien­assessor Hetz aus Büdingen. Ferner wurde be­schlossen, die Klasse Unter-Sekunda, welche in früheren Jahren schon einmal an Der Anstalt bestand, wieder einzurichten. Auf diese Weise erhalten die Schüler einen gewissen Abschluß ihrer Schulbildung jmD bekommen Die Möglichkeit, sich an der sogenannten Reichs-Berbands-Prüfung zu beteiligen. An Der Schule wirken nun von Ostern ab 3 hauptamtlich und 3 nebenamtlich tätige Lehrkräfte, so daß allen Anforderungen genügt Ist.

Schulgeld-Neuregelung in Preußen.

Berlin, 19. März. (WTB.) Der Amtliche Pveußische Pressedienst teilt mit: Das Schul­geld an staatlichen, vom Staate bertoolteten und vom Staate und anderen gemeinschaftlich zu unter­haltenden höheren Lehranstalten ein- schließlich Der Aufbauschulen und Aufbauklassen wird vom 1. Mai ab aus zehn Gvldmark monatlich festgesetzt, an den mit Oberlhzeen verbundenen llebungsschulen auf vier Goldmark monatlich. Das Eintrittsgeld beträgt ab 1. Mai fünf Goldmark, ilnterbaltungöträgern von nichtstaatlichen öffentlichen und höheren Lehr- an statt cm ist es gestattet, die staatlichen Sätze um 25 Prozent zu überschreiten. Bei mehreren Mitgliedern einer Familie, Die eine Schule be­suchen, treten Ermäßigungen ein.

Vermischtes.

Schwere Sxplosionskatastrophe.

Mährisch-Ostrau, 19. März. (Wolff.) Gegen 12 Uhr mittags erfolgte im Lager Der Firma Eruptiva (früher Dynamit-Nobel) in Her- manitz eine Explosion, als die Angestellten des Lagers Dee für die Grubenarbeiter befttmmten Explosivstoffe auf Frachtwagen luden. Vier Ar­beit e r, welche die Exploswstvffe verluden, wur­den getötet. Die Wagen und das ganze Maga­zin wurden ooIlftänDig zertrümmert. Das Huis

des Lagerverwalters stürzte ein. AuS Den Trüm­mern wurden der Verwalter und seine Frau schwer verletzt herausgeholt. Ihr Dienstmädchen wurde vor Schreck wahnsinnig. 3n der Ar­beiterkolonie Der Grube Joseph wurden durch Luftdruck die Häuser abgedeckt, das GebäuÄ: schädigt und viele Personen verletzt. 3n Mährisch- Ostrau und Hermcvnitz wurden durch Luftdruck zahlreiche Fenster zertrümmert.

Schwere Unglücksfalle in der japanischen Marine.

Paris, 19. März. (WD.) Rach einer Havasmeldung aus Sasebo (Japan) ist das japanische Anterseebovt Rr. 43 16 Kilo­meter vor dem Hasen von Sasebo mit Dem KreuzerTatsuta" zusarnmenge stoßen und auf Der etwa 48 Meter tiefen Stelle ge­sunken. Es befinden sich 4 Offiziere und 40 Matrosen an Bord. Die Rettungsarbeiten sind im Gange.

Tokio, 20. März. (WD.) Ein kleines M a r i n e - Lu f t s ch i f f ist auf einem Fluge nordöstlich von Tokio in Brand geraten und zur Erde gestürzt. Die aus 5 Mann be­stehende Besatzung wurde getötet.

Wunder der Schöpfung.

Die Kulturabteilung Der Ufa wird demnächst einen Film des gestirnten Himmels herausbringen, der in sieben Teilen die Entwick­lung Der astronomischen Wissenschaft und die in jedem Menschen aus tauchenden Fragen der Himmels- und Erdkunde in populärer Weise zur Darstellung bringt. Der Film soll z. D. eine Reise durch den Wellenraum enthalten, soll das Pla­netensystem, DaS Verhältnis Der Erde zur Sonne und Mond, sowie Weltentstehen und Weltver­gehen schildern.

Kantsgepfefferte" Antwort.

Kant hat erst In Den letzten Hahrzehnten seines Lebens einen eigenen Haushalt begründet. Dis dahin er regelmäßig zu Mittag an Der tadle d'hote in einem Wirtshaus. Die Gäste, mit Denen ihn da der Zufall zusammenbrachte, waren nicht immer die angenehmsten. Kant aber toar schlagfertig genug, um sich nichts gefallen zu lassen. Eines SageS wurde eine Schüssel mit Gemüse auf den Tisch gesetzt, und ein ihm gegen» ükersitzender Gast, den er nicht kannte, ergriff sofort das auf dem Tisch stehende Räpschen mit gestoßenem Pfeffer, und indem er sagte:Dieses Gemüse esse ich gar zu gern recht gepfeffert!" schüttete er das ganze Räpschen darüber aus. Kant war um eine nochgepfeffertere Antwort nicht verlegen. Mtt größter Ruhe zog er seine Schnupftabaksdose aus der Tasche und leerte sie über die Schüssel aus mit Den Worten.ilnD ich esse dies Gemüse gar zu gern mit Tabak!"

Büchertisch.

Die Dritte Steuernotverord- nung vorn 14. Februar 1924 mit umfassender! Einführung und GolDumcechnungstabelle von Rechtsanwalt Dr. Koppe, Berlin. 2,25 Goldmark. 1924. Industrieverlag Spaeth & Linde, Berlin C 2.

DaS Buch enthält in SeitfaDenform neben dem gesamten Text eme übersichtliche Zusammen­stellung der wuchtigen Aufwertungsfrage und Geldentwertungssteuern sowie die sonstigen Vor­schriften der Dritten SteuernotverorDnung über Finanzausgleich, Steuerverfahren und Steuersttaf- recht. Dem Anhang ist eine Goldumrechnungs­tabelle 19191923 toieDergegeben, aus welcher Die Goldumrechnungssähe zu ersehen sind. Zur ersten Einführung unentbehrlich.

Der liebe Weg. Gedichte von Albert Wieser. Illustriert von AntonM a r x m ü l l e r. (Deutschland-Verlag, München.) Den deutschen Le­sern wird hier ein junger österreichischer Dichter vvrgestellt, der sich balo die Herzen Der Frauen erobern wird. Eine seine und doch männliche Hand hebt zart Den Schleier, Den Erinnerung und Sehn­sucht über ferne Liebe webte. Mit leisen klang' schönen Untertönen begleitet Der Münchener Gra­phiker Anton Marxmüller in reizvollen Zerchnun' gen Den ihm wefensverwandt-en Dichter.

* Eine neue Wochenschrift Der Vater ländischen Arbeiter- und Angesletttenverbände, DieDeut­sche Werksgemeinfchaf t, erscheint seit kur­zem. Das gut redigierte reichhaltige Blatt strebt eine grundlegende Umgestaltung des Verhältnisses zwischen den deutschen Unternehmern und Arbeit­nehmern vom Klassenkampf zur Werksgemein­schaft an.

Von Der foeben ausgegebenen Rümmer 4121 ab erscheint Die LeipzigerIllustrierte Zei° tung" (I. I. Weber) nunmehr wieder wöchent­lich. Der Verlag hat Den Anlaß benutzt, um Den Lesern ein neues originelles Preisausschrei­benDes Jägers Traum" zu bieten, für das an Preisen insgesamt 3675 Goldmark in bar und außerdem verschiedene Bücherpreise ausgesetzt sind. Aus dem reichen Inhalt der Rümmer seien vor allem hervorgehoben einige Zeichnungen vom Hitler-Ludendorff-Prozeß in München. Ferner zwei Zeichnungen vom Grabe Tutanchamons von Dem englischen Zeichner D. Macpherson, Der bei den Ausgrabungen in Luxor selbst zugegen war. An farbigen Reproduktionen bringt das Heft zwei Gemälde von Wilhelm LeiblDachauerinnen" undUngleiches Paar" sowie Im Rauche Dec Stadt" von Reinhold Dieffenbachrr. Schließlich sind an Kunstblättern noch das schöne Bieder­meier-InterieurAm Schreibtisch" von Georg Friedrich Kersttng sowie em Gemäldr von Kari Saewert, ein Motiv aus Lauterbach auf Rügen darstellend, zu erwähnen. Zwei herrliche Auf­nahmen aus Den Schweizer Alpen im Winter werden Freunden des Wintersportes willkommen sein. Eine Reihe von Photographien zeigen Innen- und Auhenarrsichten Der wieder hergestellten Veste Coburg. Für Die Frauenwelt bringt das Heft eine Frühjahrsmodenschau".

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Lothar hat ein Schwesterchen bekommen

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am 20. im März 1924

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Sonntag, 23. März 1924, abends 8 Uhr, im Saale des Gastwirts Braun (zum Gambrinus), Wieseek: Konzert

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Piston-Virtuosen Herrn Louis Kümmel vom Hessischen Landestheater in Darmstadt und eines aus besten Kräften zusammengesetzten

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