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Nr. 221

Zweites Blatt

Gießener Anzeiger (General-Anzeiger für Vberheffen)

Freitag, (y. September (924

bis

Banknoten.

(Ohne Gewähr.)

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rimn.-Rokt. Brss.-Antw. Christiania. Kopenhagen Stockholm .

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Repart.

%

17. | 18.

Berliner Börse.

(Eigener Drahtbericht desGießener

Telegraphische Auszahlung.

(Ohne Gewähr.)

1,0526

1,690

2,1 0.74 1,662

2

1.9 1,8b

4.2 86

13,60

26 5,25

8,6 10,4 0,275 11,13

12 1,90 0,350

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13 49,25

64

67 16,25 18,75

5,62 10,62 41 13

34,5 84,25

28,25 5,20

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5

10,75 17,65

1,2 11,5 14,50

14

6,3 13,90

13,5

8,7 13,125

7,1

Frankfurter Börse.

(Eigener Drahtbericht desGießener Anzeiger".) Frankfurt a. M., 18. Sept. Tendenz-

Anleihen fest. Aktien lustlos. - Die heutige Dorfe war vollständig beherrscht von dem spe­kulativen Spiel am Anleihemarkt wo die Aufwärtsbewegung bei stetig wachsender Deteiligung des Publikums neue Fortschritte zu verzeichnen hatte. Die Umsätze nahmen einen stetig größer werdenden Umfang an, da dem Markt fortgesetzt neue Käufer zugeführt werden die die Höherbewegung verstärken. Der stärkste Verkehr entwickelte sich an der Vorbörse während im offiziellen Verkehr die Kurse etwas abslauten. Am ausländischen Rentenmarkt war das Geschäft dagegen gering und die Kursver­änderungen unerheblich. Der Aktienmarkt be-

Helsingfors. Italien. . . London. . . Neuyork .. Ports.... Schweiz . . Spanten . . Wien in D.»

1.9 2,82

2,5 10,23 0,56

1

11 1.6

8 4,80 10,13 8,45 2,70

e) Vom Rückzahlungswert.

Devisenmarkt DerN«Frankfurt a. M.

Berliner Produktenbörse.

Berlin, 18. Sept. Am Produktenmarkt blieb die Tendenz bei steigenden Preisen fest. Doggen cif Berlin 220 Mk. meist mit dem be­zeichnenden Zusatzzeitgemäß trocken" gehandelt. Auslandroggen Guld. 12 95, Auslandweizcn un­verändert. Es wurden notiert für je 1000 Kilo: Weizen, märt. 221 bis 235, Doggen, märk. 205 bis 209, Gerste, märk. 222 bis 250, neue 200 bis 210, Hafer, märk. 183 bis 191, Daps 340 bis 34.5, Leinsaat 440 bis 460; für je 100 Kilo: Weizenmehl 32,25 bis 35, Doggenmehl 29,75 bis 32, Weizenkleie 15, Dvggenkleie 13,20, Vikbvria- erbsen 32 bis 36, kleine Erbsen 22 bis 26, Futter­erbsen 19 bis 20, Peluschken 18 bis 20, Acker­bohnen 20 bis 22, Wicken 16 bis 17, Lupinen, blau 12,50 bis 13, gelb 14 bis 17, Serradelle 13,50 bis 14, Dapskuchen 15 bis 15,30, Lein­kuchen 25,50 bis 26, Trockenschnihel 13,30 bis 13,50, Torfmelasse 9, Kartoffelflocken 19,50 bis 20.

toar das englische Pfund fest und wird gegen­über Kabelauszahlungen Deuhork mit 4,47 Dollar gehandelt Auch der französische Frank behauptete seinen Stand und wurde mit 83,70 gegenüber dem Pfund, mit 18,71 gegenüber dem Dollar bewertet. 2m späteren Verlauf tonnte sich am Aktienmarkt nennenswertes Geschäft nicht e.tt- wickeln, dagegen blieb das Interesse für hei­mische Denten bei unverändert lebhaftem Verkehr bestehen.

Börsenkurse.

(Ohne Gewähr.)

Menden Woche mit großer Spannung entgegen. Am Geld- und Devisenmarkt ist die Sage unverändert.

Frankfurter Getreidebörse.

(Eigener Drahtbericht desGießener Anzeiger*.) Frankfurt a. M., 18. Sept. Es wurden notiert- Weizen, Wetterauer 24 bis 25, Roggen, inländ. 22 bis 23. Sommergerste für Drauzwecke 25,50 bis ^7, Hafer, inländ. 22 bis 22 75, Mais (gelb) 19,75 bis 20,25, Weizenmehl, rnland., Spe» zial 0 36,25 bis 36,75 Doggenmehl 30 bis 31 Weizenkleie 12,50 bis 12,75, Roggenkleie 12,25 bis 12.50 Mk. Tendenz behauptet. Bei Weizen und Gerste kommen geringere Qualitäten zu wesentlich billigeren Preisen zum Abschluß.

Frankfurter Schlachtviehmarkt.

(Eigener Drahtbericht desGießener Anzeiger".)

Die Wirren in Oftpolen.

Von Hanns Dvhrmann, Berlin.

Viel ernster als im westlichen und mittleren Polen durch die unterdessen beigelegten Streiks im Lodzer und oberschlesischen Industriegebiet hat sich in diesen Tagen die Lage an der pol- nischenO st grenze gestaltet. Die sich seit Mo­naten häufenden Dachrichten über grandiose äleberfälle russischer, von Offizieren der roten Ar­mee organisierter Banden auf polnische Grenzdör­fer haben in der letzten Augustwoche den Charak­ter eines förmlichen, wenn auch inoffiziellen russisch-polnischen Krieges angenom­men, und sind an diesen blutigen Kämpfen, die polnische Ostgrenze entlang von Wilna bis Pinsk, russischerseits viele Taufende von angeblichen Ban­diten beteiligt; so hat Polen zur Verteidigung der bedrohten Gebiete mehrere Regimenter Infan­terie, Kavallerie und Artillerie ins Feld schicken müssen. In ganz Ostpolen ist, heimlich aber tat­kräftig unterstützt vom Exekutivkomitee der Dritten Internationale, vom Moskauer Komitee der pol­nischen Kommunisten und von den russischen Mili­tärbehörden der Grenzgebieteeine Volkser­hebung der Ruthenen, Weißrussen, und polnischen Ukrainer gegen die pol­nische Fremdherrschaft im Gange. Im weiten Ge­biet, das eine rein russische Bevölkerung aufweist und erst durch den Rigaer Friedensvertrag vor etwa drei Iahren an Polen gefallen ist, flammen die polnischen.Gutshöfe auf, überall töten die em­pörten Bauern die vereinzelten polnischen Beam­ten und nach Warschau hat eine panische Flucht polnischer Kolonisten und Siedler aus diesem po­lenfeindlichen Deuland eingesetzt. Eine parallele Bewegung wird in den litauischen Provinzen Po­lens beobachtet: Grodno, Druskeniki und Wilna gleichen Heerlagern, und in zahlreichen litauischen Dörfern wurden polnische Militärpatrouillen von den Litauern angegriffen und niedergenzacht.

Obwohl die Moskauer Regierung amtlich ge­gen die Feststellung der polnischen Presse pro­testiert hat, dieser Aufstand sei das Werk russischer Hande, utv obwohl die Russen scheinheilig erklär ren, sie bedauerten aufrichtig die innerpolitischen Schwierigkeiten im polnischen Dachbarlande liegt doch offen zu Tage, daß über der Revolte d e r Schatten des Kommunismus geistert. Es kommt hinzu, daß sich die russisch-polnischen Be­ziehungen vor kurzem tatsächlich zugespitzt haben und zwar infolge der Verhaftung zweier Beamten der polnischen Gesandtschaft in Moskau durch die russischen Behörden, die vor einigen Wochen un­ter dem Verdacht der Spionage erfolgte. Diese Beamten, Professor Slachanewitsch und Herr Stanislawski, sind am 31. August als Schwer- kranke in Warschau eingetroffen, nachdem sie sich lange einer wenig zarten Behandlung in russi­schen Gefängnissen hatten aussehen müssen. Dieser Fall, sowie das von Moskau aus 'in provokatori­scher Absicht bewußt verbreitete falsche Gerücht, die Räterepublik habe die Mobilisation gegen Po­len angeordnet, steigerte in den letzten Tagen die

6% Deutsche Reichöanlethe . 4°/^ Deutsche Reichöanletye . b'/,"/» Deutsche Reichsanleihe

Deutsche RcichSanleihe .

Deunche Sparpranuenanleihe Preußische KonsolS . ..

3'/j% Hessen 8% Hessen...........

Deutsche Wertb. Dollar-Anl. dto. Doll.-Schatz-Amretsag.') 4% Zolltürken......... 6% Goldmexikaner......

Berliner Handelsgesellschaft. Commerz- und Prtvat-Bank. Tarmst. und Naitonalbank . Deutsche Bank.........

Deutsche DereinSbank .... Disconto Lommandit .... Mctnllbank...........

Mtteldeutschc Lreditbank. . Lesterreichische Kreditanstalt. Westbank............

Bochumer Guß ....... Buderus............

Caro Dentsch-Luremburg......

C'ssseuttrchencr Bergwerke. . Harvener Bergbau......

Kaliwerke Aschersleben.... Kaliwerk Westeregeln..... Laurahütte..........

Oberbedarf Phönix Bergbau Rhein itcchl...........

Riebet Montan Lellus Bergbau Hamburg-Amerika Paket. .. Norddeutscher Lloyd.....

Theramische Werke Albin . . Zementwerk Heidelberg . . . Philipp Holzmann Anglo-Cont-Guano .... Badische Anilin........

Chemische Mayer Alaptn . . Goldschmidt..........

GrieS^eimer Electron .... Höchster Farbwerke .....

Holzverkohlung Rütgersiverke ....... Scheideanstalt.........

Alla. Elektrizitäts-Gesellschaft Bergmann...........

Mainkrastwerke . .......

Schultert........

Steinens & HalLke......

Ldlerwerke Kleyer ..... Daimler Motoren. ..... Heyliaenstaedt........ Meguin.........

Frankfurter Armaturen . , . Konservenfabrik Braun . . . Metallgesellschaft Frankfurt. Pet. Union A.-G Schuhfabrik Herz Sichel ........

Zellstoff Waldhof.......

Zuckerfabrik Frankenthal . . Zuckerfabrik Waghäusel . . .

Frankfurt a. M., 18. Hept. Auftrieb: 12 Amder; darunter 5 Färsen und Kühe, 7 Fresser, 1044 Kälber, 417 Schafe, 433 Schweine. Es wur­den bezahlt pro Zentner Lebendgewicht: Kälber: feinste Mastkälber 7075, mittlere Mast- und beste Saugkälber 6369, geringere Mast- und gute Saugkälber 5062. Schafe: Mastlämmer und Masthämmel 4550, geringere Masthämmel und Schafe 3744, mäßig genährte Hämmel und Schafe. (Merzschafe) 20-32. Schweine: vollst, von 80 bis 100 Kilo 8588, unter 80 Kilo 70 bis 78, von 100 bis 120 Kilo 8688, von 120 150 Kilo 8688. Marktverlauf: Kleinvieh anfangs besserem, später abflauendem Han- geräumt. Schweinemarkt ausverkauft.

3. guchtviehversteigerung des Verbandes mitteldeutscher Rotviehzüchter.

* Gießen. 18. Sept. Der von der Stadt Gießen zur Verfügung gestellte und in dankens­werter Weise für die Veranstaltung hergerichtete städtische Diehmarkt erwies sich für die Versteige­rung am gestrigen Mittwoch als besonders günstig. Aus dem festen, ebenen Bicken des Auttionsringes konnten die vorgeführten Tiere zeigen, was sie im Gang zu leisten vermögen. Gegenüber der ersten Zuchtviehauttion tn Fran- kenberg ist erfreulicherweise festzustellen daß sich das seitens der Züchter zum Verkauf geftefite Material wesentlich gebessert hat, insbesondere auch tn Bezug aas Me Einheitlichkeit im Aus­sehen der Zuchttiere. Dur aas einzelne wenige Dullen wurde, da sie züchterischen Anforderungen nicht entsprachen, kein Gebot abgegeben. Wäh­rend der Auktion fanden 2 6 Dullen and 2 Rinder Käufer ungefähr die Hälfte der zam Verkauf gestellten Tiere. Dieses Ergebnis ist als durchaus befriedigend za bezeichnen. Desonders gut schnitt wieder Fr. Brand-Strothe gb der von vier zum Verkauf gestellten Dullen drei abfehte, die einen Gesamterlös von 2200 Mark brachten und die sämtlich in der Provinz Oberhessen verblieben; zwei wurden von den Gemeinden Grohen-Linden und Dusen- b 0 r n erworben, der dritte ging in den Zuchthof von F i s ch e r - Hof-Zwiefallen. Ein von Fried­rich Appel HI.-Eschenrod gezüchteter, von Karl Velten I.-Göbelnrod aufgezogener und zam Ver­kauf gebrachter Dulle ging zam Preise von 790 Mark in das Zuchtgebiet von Diedenkopf. Das Versuchsgut der Landwirtschaftskammer Selgenhof brachte zwei Dullen zum Verkaaf, die sich durch besonders starke Knochenentwicklung, sowie groß» Tiefen- und Dreitenmasse als Folge zweckmäßiger Aufzucht and Weidegangs auszeichneten. Sie wurden zu 570 bzw. 760 Mk. in aaherhessische Zuchtgebiete verkauft. Zam Preise von 700 Mk. erwarb die Landwirtschastskammer von August Schmaus- Lindenstruth einen Dullen, der infolge seiner guten Abstammung and An­lagen bei weiterer günstiger Entwicklung zur Hebung der Selgenhofer Zucht beitragen wird. Der Durchschnittspreis der verlausten Dullen betrug am 600 Mk. Verhältnismäßig sehr gut wurden die wenigen zum Verkaaf ge­stellten Rinder abgeseht.

Die 3. Zuchtviehauttion des Verbandes mitteldeutscher Rotviehzüchter kann als voller Erfolg gebucht werden, so daß damit zu rech­nen ist, daß der Herbst markt in Gießen zu einer dauernden Einrichtung des Verbandes wird. Die Züchter sind auf ihre Rechnung gekommen und auch die Käufer Hatton Gelegenheit, wertvolle Zuchttiere zur Verbesse­rung der eigenen Zuchten zu erwerben. Auch die zahlreichen Zuschauer dürsten ihre Freude an den schönen Zuchttieren gehabt haben.

In der nachmittags stattfindenden Ver­tret er v er sa m m l u n g des Verbandes wurde hauptsächlich über die Deschickung der nächstjährigen Ausstellung der D. L. G. in Stutt­gart gesprochen. Der Verband wird die Aus­stellung mit 70 bis 80 Tieren beschicken von welchen auf die Provinz Oberhessen 7 Stück als höchst zulässige Zahl, entfallen.

Dr. Wagner.

Gerichtssaal.

Mainz, 17 Sept. (Wvlff.) DerMainzer Anzeiger berichtet, daß das französische Kriegsgericht in Wiesbaden Leu Tirailleur Homme! ben Ali vom 20. Regiment wegen Sittlichkeitsverbrechens mit Gewalt zu fünf Iahren Zuchthaus verurteilt hat. Der Soldat hatte auf der Chaussee Mainz-Wörr­stadt ein 21jähriges Mädchen aus ÜlLenhrim an- gesprochen und in einen Gerstenacker verschlevvt. wo er sich an dem Mädchen verging 4

(In Billionen Mark auSgedrückt. BuenoS-AirrS. London. Neu» York, Japan, Rio de Janeiro für eine Einheit, Wien und Budapest für 100000 Eüibetten. alle» übrige für lob Einheiten.)

Anzeiger".)

'Berlin, 18. Sept. An der heutigen Dörse setzte sich die An lei he Hausse weiter fori.. Das Geschäft hat bei den führenden Papieren einen Llmfang angenommen, der an die Zeit der wildesten Inflationshausse erinnert. Man fragt 'a - - - - 1 nicht mehr nach den Gründen, und soweit ©e«

unl$cE^ bei,., mangels jeg= rächte auftauchen, wird kaum noch mit einem

ttcher Anregung toar das Geschäft in engsten Wort danach gefragt, ob auch nur ein Fünkchen

@r^C1Jr^9ef)a -tcnc Kursschwankungen waren Wahrheit daran ist Die große Zahl de^ Mtt°

n 9f^9' a^^ntanmarkt blieb lauf er außerhalb der Dörse beteiligt sich eben-

ntdjt einheitlich die Kursschwankungen waren falls wieder stärker. Wie immer, wenn die Wv»

Gemischen.Werten waren gen am Anleihemarkt besonders hoch gehen, toar einige leichte Gewinne S" verzeichnen, die aber das Geschäft am QHarEt der Indu striepa- ZnhÄs?. ganzen bedeutungslos sind. Am Piere still, allerdings war die Tendenz ver- Einheitsma rk t der I n d u st r 1 e p a Piere hältnismäßig freundlich. Es herrscht die Mri- S£rt^J?n^fetne :ökcte stärker gefragt. Größere nung vor, daß am Aktienm art t trotz der ne^Der^^r verhältnismäßig günstiger lautenden neuesten De-

khäf t Sri 2V UZr £* richte Über die Lage des Arbeitsmarktes und

Petroleum 1725 Sfn' nl ÄUi®8?? a/s. über den sich bessernden Beschäftigungsgrad keine ^.eiroieum lc,25, Ufa 12,5, Entreprise 21 Am nennenswerte Belebung eintreten farm b^vor 1L SBmtPn/ Monatsgeld mit I nicht die wichtigen Fragen der inner politischen

/s Prozent angeboten. Am Devisenmarkt' ülnsicherheit aufgeklärt sind. Man sieht der kom-

A I ohnehin große Erregung in Warschau ins Maß-

x lose. In schlotternder Furcht vor einem neuen

ÖVtOACjIfTlIlfh russisch-polnischen Kriege, dem Polen zur Zeit

«TU- kaum gewachsen wäre, hat sich die nationalistische

Aus beit Geheimdokumenten des Segietung schweren S-rz-ns bereits

dazu entschließen müssen, ihren Todfeind, den -Versailler ^riedeustongrcsses. sozialdemokratisch orientierten früheren Staatschef t DieMünchener Neuesten Nachrichten" Marschall P i l s u d s k i in die Armee zurückkeh-

fmt) in der Lage, aus den Geheimdokumenten ren zu lassen. Er ist für den Ernstfall als Ober«

d^S Versailler Friedenskongresses Mitteilun- befehlshaber der polnischen Wehrmacht aus-

gen zu machen. Aus den letzten Veröffent- ersehen. .

Itdjungen geht hervor, welch grohe Dedeutuag die Frage nach der Schuld am Knegsaus- Stimmung des polnischen Revv- bruch von Beginn der Verhandlungen ge- lutivnskvmitees in Moskau, das den habt hat. In der feierlichen Eröffnungssitzung Aufstand in Ostpolen vom Kreml aus leitet, und vom 18. Ianuar 1919 führte der damalige dem unter anderem die bekannten polnischen Kom- Präsident Pvincaro folgendes aus:Die munisten Makowski. Dombal, Dobrshinstt und Wohlüberlegtheit des deutschen Matuschetoski angehören. Der b.kannte frühere Ueberfalles ist klar erwiesen. Die Kaiserreiche der -r-lcheia D s e r s h i n s k i^ M Pole von 5.1' «in nohotmod Geburt, der als Vorsitzender des Moskauer Ober»

. aneinander durch ein geheimes flen Wirtschaftsvates der russischen Regierung an» gebunden waren, haben die Ieitet Arbeiten dieser KoMteeS hnm-

gehässigsten Vorwurfe erdacht, um sich einen sich und hinter den Kulissen. Ihm zur Seite steht Weg nach dem Osten brechen zu können, dabei sein intimer Mitarbeiter aus der Zeit des Gleichzettig haben sie die feierlichsten Ver- Blühens der Tscheka, der polnische Kommunist Pflichtungen verleugnet, um, über den Körper Iuchnowstt, der von Moskau geschickt die kom» Belgiens hinweggehend, sich einen Weg in das munistische Propagandatättgkeit in Warschau und Herz Frankreichs schaffen zu können. Sie in den polnischen Industriegebieten leitet. Das haben die r e l i a i ö se I d e e soweit er- dieser Propaganda ist, Polen zu einem form» vier et 1 g i os e ^) oe e soweirer- Ii(^n Angriff auf Rußland zu veranlassen und Nledrigt, daß sie Gott zum gefälligen Helfer bie polnische Regierung vor aller Welt, vor allem ihrer Leidenschaften und zum Teilnehmer ihrer in Augen des Völkerbundes, der z. Zt. in Verbrechen machten. Hierfür muhten Deutsch- Genf tagt, ins älnrecht zu setzen. Daß den land und seine Verbündeten gestraft wer- Kommunisten diese Aufgabe gelingt, ist im Hin­dert, nicht aus Haß, sondern im Inter ess e blick auf die starke Erregung der reizbaren polni» der Gerechtigkeit und um künftiger Wi- sHen Massen keineswegs ausgeschlossen: entspre» derholung derartiger Schandtaten vorzubeu- 9^ das Oberkommando der roten Armee gen. Die Lüge von der dAitschen Kriegsichulb,

L am anfaltg b« DerhaLgen ftanb ist S ZL

im Verlauf der Beratungen tDicoei sonierenden Elitetruppen zu inspizieren. Sehr be­

vorgebracht worden und sand dann schließlich stimmt rechnet man jedenfalls auch in Moskau ihren Niederschlag in dem Arttkel 231 des mit einem offenen russisch-polnischen Konflikt, Versailler Verttages. Am 13. Mai richtete glaubt dort aber, daß er nicht vor dem Frühling der deutsche Vertreter, Graf Brvckdvrff- 1925 ausbrechen wird.

Rantzau, einen Brief an die Führer der . Vis dahin hoffen die Russen, weitere Erfolge gegnerischen Delegation, in dem er gegen die gegen^»16^ und auf dem Wege

und SU. lzäää* lassung des Berichtes der von der Konferenz p^hrussisch« Bandenführer Dulak-Da» emgesetzten Knegsschuldkvmmisston bat. Cle- lach0witsch, der in den Iahnn 1920/21 als menceau erwiderte jedoch im Namen der alli- Parteigänger bald der Polen, bald der Bolsche- 1 ierten Regierungen, daß der Bericht der Der- wiken oder als Rinaldo Rinaldini auf eigene antWortlichketts-Kvmmission zu dem ent- Sauft viel von sich reden machte. Obwohl mit gegengesetzten Ergebnis wie Graf Brock- den Polm offiziell ausgesöhnt, scheint er z. Zt. dorff-Rantzau gekommen sei und lehnte es ab, 7.^ heimlichen Solde Moskaus zu 1

den Dentscben Kinsicbt n den Dericbt flepen. OebenfalÖ ift er im reüolutn>nierten OBeiü» nXn TnS rußland in aller Leute Mund, Und man erwartet

5?-atlr ^cSnU9cnn Dort von ihm die große Tat der Befreiung Weiß-

rerten damit, die deutschen Proteste zu ruck- rußlands vorn polnischen Ioch. z u w e i s e n, ließen sich aber in keinerlei Ver- ,

Handlungen ein. Dieselbe TaMk, die Clemen- ceau, Poincarö und Llohd George einschlu- -WinfCyUjte

gen, schewen auch die Staatsmüimer des Heu- ®er deutsche ArbeitSmarkt im trgen Frankreich und England befolgen zu September. In der Gesamtlage des Arbeits­wollen. Auch sie scheuen eine Ausrottung der marktes ist im allgemeinen eine weitere leichte Kriegsschuldfrage, weil sie Wohl Wissen, auf Entspannung eingetreten. Der Beschäftigungsgrad Wie'schwachen Füßen ihre Anschuldigun- ist im allgemeinen noch sehr schwach, doch scheint geil gegen Deutschland stehen. Dies kann für ^Konjunkturrückgang nunmehr nahezu zum )ie Reichsregierung aber nur ein Ansporn sein, 5U Detriebsein-

öaJ 'Riel die Krieasfcbuldfraae xur Diskus- Kytänfungen, Stillegungen und Entlassungen tour» 1'raour -ritsrus den nur noch vereinzelt gemeldet, und soweit in QU6r n einigen Gegenden noch ein Steigen der Arbeits-

lteken. Auf die Dauer lassen sich historische losigkeit beobachtet wurde, hielt sich dies zahlen» Wahrheiten nicht unterdrücken. | mäßig in sehr engen Grenzen. In zahlreichen Fäl­

len konnten Arbeitseinschränkungen aufgehoben, I Betriebe wieder in Gang gesetzt und Arbeits­kräfte wieder eingestellt werden. Zu den Indu­strien mit bemerkbarer Besserung kann nunmehr auch der Bergbau und die chemische Industrie ge­zählt werden. Die Nachfrage nach Fachkräften ge­staltete sich reger. Eine zunehmende Besserung ver­zeichneten u. a. besonders Zweige des Nahrungs­und Genutzmittelgewerbes, des Spinnstoff- und Bekleidungsgewerbes, sowie der Holzindustrie. Einzelne Spezialzweige der Metallindustrie wei­sen ebenfalls eine leichte Belebung auf. Die Zahl der unterstützten Erwerbslosen ist im besetzten Teile des Reiches in der Zeit vom 15. August bis zum 1. September nur noch gering gestiegen, und zwar von 357 384 auf 370 988, d. h. um rd. 4 Proz.

* Keine Kreditvermittlungs stelle beim Reichsfinanzministerium. In n,ff ni;~a diesen Tagen gingen Mitteilungen durch die Prag .. Presse, wonach angeblich beim Reichsfinanzmini- Budapest. ' sterium eine Stelle zur Vermittlung von Krediten ^ueu.-?«res an staatliche oder kommunale Wirtschaftskörper Japan ." eingerichtet werden soll. Diese Notiz entspricht, Wo de 9an. wie derDeutsche Handelsdienst" erfährt, in kei- Mrad . . ner Weise den Tatsachen. ' tilffabon

* rläufig keine Börse am Sarns- tag. Die Beschlußfassung über den Antrag, im Winterhalbjahr 1924 25 auch an Samstagen Ver­sammlungen der Wertpapierbörse abzuhalten, wurde vom Berliner Börsenvorstand vertagt, bis die Umstellung der Unternehmungen auf Gold- mark hinreichend gefördert sein wird.

ün Billionen Prozent

Frankfurt a. M.

Berltn

Sdjlub- Kurs

Schluß. Kurs

Schluh. Kurs

Schluß. Kur,

Datum: |

17. 4.

18.9.

17.9.

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1,149

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13.4

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18,65

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4,90

-

15

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4,90

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10,13

18

17,18

16,90

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11,70

15,75

14,90

15,3

14,65

13,65

14,50

6,50

17

17

17

13,9

.

8,40

8,60

8,50

13

12,80

12,40

7.4

35,75

35,6

35,75

41,5

41,13

2

2,10

2,10

2,95

2,9

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2,5

10,5

9,8

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0,56

_

1

1,1

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11,3

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9.90

9,93

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_

2,7

17. Septbr.

18. Septbr.

Amtliche Notierung

Amtliche Notteruui

Geld

Brief

Geld

Brief

161,30

162,10

161,40

162,20

20,85

20,95

20,85

20,95

57,66

67,94

67,66

67,91

71,12

71,48

71,17

71,53

111,4?

111,98

111,42

111,98

10,49

10,55

10,49

10,55

18,35

18,45

18,40

18,50

18,736

18,825

18,75

18,85

4,19

4,21

4,19

4,21

22,40

22,62

22,40

22,62

71,08

72,48

79,20

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65,26

65,54

63,26

65,54

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5,47 1,485

5.45

1,455

5,47 1,466

8,06

1,705

3,08 1,715

3,07

1,695

3,09

1,705

0,395

0,405

0,395

0,405

6,77

5,79

6,86

6,83

11,97

12,03

11,97

12,03

Sprlln, 18. Sept.

Geld

I Brie,

Re^arl.

Amerikanische Noten ..... Belgische Noten........ Dänische Noten.....

4,1) 20,85 71,04 18,71 22.40

161,25 18,50 67,18

6,90 2,173 111,12

78,93 55,16 12,535

6,40

4,21

20,95 71,40 18.81

22,62 162,05

18,SO 67,86

5,92 2,195 111,78 79,36 55,14

12,595

5,42

voll voll voll voll voll voll voll voll voll voll voll voll voll voll voll

Englische Noten...... * Frainösjsche Noten ...... Holländische Noten.....

Atalienischc Noten.....'

Norlvcgische Noten......

Dcutsch^Oesterr., ä 100 Kronen Rumänische Noten......

Schwedische Noten......

Schweizer Noten.....

Spanische Noten..... .

Tschechoslowakische Noten . .

Ungarische Noten . . . . .