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darchzufetzen. bte gegen seinen ^v-nsch seinen Damen führen. An Der Konferenz habe et teil* genommen, da ihn die hiesige nationalsozialistische Partei Intetefficoe.

Frankensturz und Steuerdebatte

Berlin, IS. Febr. (PrW^el.) Wie bte Blatter aut London melde«, erreichte der Frankenftur- an der geftrigen Londoner Börse einen neuenDekord. Ebenso wie ta Pari« votierte gestern da« Pfand in London aber 100 Frank, und zwar offiziell 101,25. Da« ist nicht nur der tiefste Stand der französischen Valuta überhaupt, sondern auch ihr stärkster Fall an einem Tage, da der letzte Kur« vom Sonnabend 97,80 lautete. Die Pariser Waren­börse ist de-halb polizeilich geschlossen.

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In der Pa rtser Kammer erregte dieser neuerliche 3ftl( stürmische Debatten. BvkmowSky erhebt den Vorwurf. day die langsame Fort* f ü h r u n g der Steuerdebatte eine unangenehme Dachwirlung aus den Franfenkurs gehabt habe , Acute kostet da« Pfund Sterling 100 Scanfen Ter royalistische Abgeordnete Daudet ruft da- -n-ischen: Da« ist euer Fehlers Da« hat euer Gesetzentwurf veranlagtI Potncarä ertotterl. Dein die langsame Diskussion ist die Ursach der Baisse. Da« bestätigen alle Auskünfte die wir erhalten. Der Abg Daudet fragt, welche 2luS» fünfte? Sie werden von Bankier« unter­richtet, die 6k irrefühven. Pvtncar^ erklärt: Keinesweg«. Da- sind die Auskünfte, die wir von unseren diplomatischen Vertretern erhalten. BolanowSky sagt: Als die Regierung den De» fet)cnltrin1 einbrachte, um da« Budget auSzu- gleichen, ist das Pfund Sterling von einem Tage zum anderen ton 98 aus 90 Franken gefallen. Seitdem ist der Franken wieder langsam ge­fallen, und zwar wegen de« langsamen Tem­po« der Dk-kussion.

Zu Daudet gririmbri, bemerkt BokaDwSky: Ich kgcclfe wohl, dah die Feinde des Regime«, b*e Royalisten und die Kommunisten, diesen Frank­sturz ruhigen Auge« betrachten. Diese Erklärung ruft l bha.ten Protest selten« der Royalisten und Kommunisten Hertor.

Im weiteren Verlaus der Debatte hält der Abg v.dncte Daudet eine heftige Anklagerede gecen Mc Banken und Bankiers, iRan habe ver­sprochen alle sryfechten Ban.kier« etnzustecken, ober man hätte doch wenigsten« die guten nicht ent« muiig.n dürfen. Die Banksn zögen, wir immer auch der Kurs stehe, Ruhen au« der Lngr Unter Heiterkeit de« Haufe« verlangt der Abgeordnete

Standgerichte für alle dfejeitlgen, die mit Devisen spekulierte».

Wenn nicht« geschehe, bann werde in einigen Mvnaten der Bürgerkrieg ausbrechen und man dürfe üdcrzeugt sein, dah D e u t s ch. l v n d wachsam sei und Ruhen betrau« ziehen werde. Das Haus verhält sich schweigsam, woraus Daudet unkt allgemeiner Heiterkeit schliesst: So ist es!

Poincars verlangt alsdann, dah die Kammer entweder mit ihrer Beratung fortfahre oder zu einer Rachtsihung zusammeatrcte. bis über Ar« ttfcl 3, der die 20prozenttge Steuererhöhung vor- sieht, abgestimmt sei. Mit erhobenen Händen wird dann beschlossen, um 9 Uhr zu emer Racht- sthung zusammenzutreten, dir um 5 Uhr morgens noch andauert, und In der Artikel 3 de« Finanz« geseyeS, der die Erhöhung sämtlicher Steuern um 20 Prozent torsfetzt. nach 6klLung der Vertrauensfrage mit 315 gegen 254 Stimmen angenommen wird.

Die Sachverständigen.

Pari«, 18. Febr. (WTB.) Die beidm .Sachveiständigenausfchüsfe haben tzrute vormütag itz-co A bd en wieder aufgnronrnen. Der Erste Au«sck/usi bat unter dem Vorsitz deS Grneral Dawe« die während seine« Aufenthalte« in Deutschland rfezfelten Ergebrisfe zusammen gestellt und bc ct;L ffen. das Studium der Sisenbahnsrage ivm Unteraus schuh zu übertragen, der bis jetzt sich mit den Bank- und Währung-srageti be­schäftigte. und belfert Arbeiten fast beendet sind. Dieser Unterausschuh hat einen Dortrog de« Rvichsbankptasi'enten Dc. Schacht crngrhört über die Gründung der deutschen Gold-Emission«- dank. Der Erste Ausschuh wird morsen nachmittag eine neue Besprechung mit dem ReichSbankprasi- deuten Dr. Schacht haben. Der Zweite AuS-- schuh hat unter dem Vorfttz Mac Kenn«« von den einz lneu D.richtrn Kenntnis genommen, die vrrsch cdcn: Mi glieber ausgearbeitet h.nben, und alSbann die Ziffern nochgeprüft« dir die Dtlch'achverstSndigen über die deutsch? Kapitell-- flucht zustimmrng-tragen haben. D:r Zweite Aus- schuh wird fich zu einer Pfe iaZ tzung ebeNfall« morgen vormittag wieder versamm ln.

Der deutsche Botschafter In Rom hat Musso­lini eine Rote übermittelt, um ihn über die aegenwärtigen Verhandlungen zwischen der beute scheu Regierung einerseits und der französischen und belgischen Regierung anbererfeit« über einen Modu« vivendi in den besetzten Ge­bieten auf dem Saufenden zu heilten. Die Rote, welcher Dokumente beipegeben sind, weist darauf hin. dass der Gedankenaustausch zwischen der deutschen Regierung, Frankreich und Belgien nicht darauf abzielt, den Beschlüssen ber an* deren Alliierten oder dem Urteil der Sachver- ständigenausschüsse Eintrag zu tun, sondern nur ihre praktische A -Wendung vorzubereiten, die sämtliche beteiligten Regierungen demnächst befefräf tigert soll. Diese Mitteilung werde der italienischen und englischen Regierung übergeben, damit man auch in Rom und London den Boden für die nach der Tätigkeit der Ausschüsse zu treffenden Entscheidungen vvrbereiten Gmne.

Die Vrsatznnstslaft.

Berlin, 18. F^r. (MB) Im AuSwär- tigen ÄuSschust de« Reichstags wies der Minister der besetzten Gebiete auf die starken Anforde- turtgen hin, die die Befanungsmüchte für die Be» sahUnpStluppen zur Durchführung non Äafer* nen bauten stellten, fo in Westfalen, wo für Millionen neue Bauten angeforbert werden. Diese Mittel könne daS Reich nicht flüssig maxfr-n. Die Reichsregierung sei nach wie vor bemüht, einen m o b u « vivendi mit den Besatzungsmächten Über die Derkehrsschwierigfeiten die Zölle, die Eisenbahnen und Zahlungsmittel zu finden. Sel­ber hüten die Deriuch;, die 140 000 Au «ge­wiesenen zurückzuführen und die 1500 Ge­fangenen zu befreien, keinen nennen«, a.eiten Erfolg gehabt. Besonder« schwierig sei die Vage der bei der Eisenbahn regle be'chjtt'gten Beamten und Arbeit«. 1

Die Reichseinnahmen.

Berlin, 19. Febr. (Priv.-Tel s Die Ein­nahmen des Reiches an Steuern, Zöllen uni) Ab­gaben sind im Januar auf 503,46 Goldmillionen gestiegen gegen 312.23 GoldmiUwnen im De­zember 1923. Die Dezemvereinnahmen waren be­reits gegen den Vormonat auf da« Zehn­fache gestiegen. Die schon genannte end­gültige Ziffer für die ReichSrinnahmen im Ja­nuar übersteigt erheblich das vorläufige Resultat von 442,Z Goldmillionen bet Sk'jritmautotUe und übersteigt auch beträchtlich die m diesen Detaden- ausweisen genannten Reichsausgaben für Januar (440,8 Goldmillionen).

Daraus folgt jedoch nicht, daß da« Reich im Ianuar im HauShall e'm?t! Uebersch.ttz erzielt hat, da fich auch die D»«gabenziffer für den ganzen Monat gegenüber der Summe der ein­zelnen Dekadeuau«gabeu e hdht.

Die höchste Einnahme tm Januar brachte die Umsatzsteuer mit 98,43 Millbn-N g< g?n 50,57 Millionen im Dezember, was im wesenlstchen auf die GeschäftSbeledung äu Aisang des Jahre« zurückzufuhren fein dürste. Die Einkommen­steuer aus Lohnabzügen hat fich etwa verdop­pelt. Au« der Einkommensteuer au« anderen Ein­kommen gingen im Januar 90,07 Millionen cm gegen 3,1 Millionen im De.ernber, >vas auf die am 10. Januar fällig gewesene Aöfchluhzahlung auf die Einkommensteuer von 1923 zurückzufühisn ist Au« dem gleichen Grunde stieg auch dch Körperschaft« st euer be^t.lch. Hervor- Hvheben ist schltehlich noch die starke Steigerung der Zolleinnahmert.

Britischer Dockarbeiterstreik.

London. 18. Febr. (WB) Die Arbeit iri bett englischen Häfen ruht infolge des S> ifen» arbeiterstrei.'S nahem vollständig. Die Führer der streifenden Gewerkschaf en drohen mit der Aus­dehnung des S.reils auf den Ueberl indlranSport und den OmnibuSveriehr, fall« die Mi.glieder tc4 Verbandes der Schaue.feu e weiter bei Der Arbeit bleiben. Die Zei.ungen schätzen die Zahl der la London noch arbei Swillia n Dockarbei er auf 8C0"j. Es werden Ausschreitungen lefüi ch et, da die Streifenden bekanntgegeben haben, dah sie die Arbeitswilligen an der 2hbeit verhindern wer­den. Der Ministerpräsident du st? trt dem Konslikt intervenieren. Er ist nach London zu- rückgekehrt und wird morgen den Vorsitz i n Mi- nlflcrtat führen, der vor der Sitzung des Unter- bause« stattsln-en soll. Die Docks von London find säst tollstäiidlg leer, doch konnten einige Schiffe, die eingetressrrt waren, Entladen werden. Seitens der 6i reifenden rechnet man mit einer Ausdeh­nung bei- Bewegung auf die Provinz. BiShrr ist der Verkehr mit dem Kontinent nidjrt besonders beeinträchtigt worden.

Bei einer längeren Dauer de« Streik« soll bh Ausladung btm Fleisch Vittrt« der Docker ein­gestellt werden,

wa« immerhin bedenklich ist, da die Fleischvorräfe mir gerina sind. Rach der «Morning Post" sollen aber andere LebertSmittel ausreichend zur Verfügung stehen. Die Mehlvvträte dürften für zwei bis drei Wochen reichen. Man erwartet keinerlei Schwierigkeiten, fofetm die Bevöl srnng nicht unruhig wird. Wie es hsiht, soll bk Reg e- rung einen Plan vorbereiten, der die Verteilung der Lebensmittel vvrsieht.

Der Sckretär des TranSporta beiter erbanbeS teilt mit, dah bte Vertreter frti Verbandes fich einem RegierunaS-Gerichtshvf zur Untersuchung be« Dockarbeiterstreiks stellen wer­ben, ohne sich aber tm voraus bem Gnlscheid deS Ge richt ShvfeS zu unterwerfen. Der Ge ichtshos stelle kein Schiedsgericht dar, im Augenblick könne auch nicht die Rede davon fein, den Streik abza- b rechen.

Aus Stadt und Land.

(Meßen, den 19. Februar 1924.

Drei Kinder tn Gieften in der Lahn ertrunken.

Ein furchtbarer ilnglü(f5fa(I ereignete sich ge- strrn nachmittag gegen 2 Uhr auf der Lahn in der Räche der Müllerschen Badeanstalt. Dort Hat­tert fich mehrere Kinder trotz der schwachen Eis­decke bi« auf die Mitte de« Fluhlaufes gewagt. Rach der einen Angabe chatten sie den Versuch gemacht, schteifend über die Lahn an das jenseitige Ufer zu gelangen, nach den Aeuherungen von an­derer Sei.e hätten sie sich nur von der (Starte des Eise« überzeugen wollen. In der Müie brachen bic Kinder bet 12 Ifahre alte Erwin Hanna­wacker, Sohn des HeizerS A Ludwigstt. 57, bec 9 Oibre alte Oskar Wallbors. Sohn des Schausteller« W., in einem Wochiwagen an ber Sahn wohnend, und ber 10 I.ihre alte Smil Muhl. Sehn des Ftiseur« M., Bahnhosstmste 54 gleichzeitig ein unglücklicher- weise dn einer Stelle, wo die Sahn 4 bi« 5 Meter tief ist. Aus dis Hilferufe der Kinder eilten bor ältere Bruder des Oskar Walldorf, der 14 3dbrc alte Willy Wa lldvr^ und der 12 Jahre alte Georg Herbert, Sohn der Witwe Her­bert Lahnstrabe 15, zur ersten Hilfeleistung herzu. Die beiden wackeren Jungen brachen jedoch gleich­falls ein, wobei der Willy Walldorf leinen jünge­ren Bruder fassen ihn und sich selbst aber infolge des mehrfachen Ringen« der Kinder mit den Rfellen in dem verhältniSmäk-ig engen Loch nicht auf feste« St« bringen konnte. Weiteren hinzu- «eilten Helfern, tnsbesvndeie dem 12 Jahre alten Mae Schüler, der Mitglied des Schwlmmver- eins und ein beherzter Junge ift und dnn 14 Jahre alten Andr. Baum gelang es, den Gg. Herbert und den Emil Muhl au« dem Waffer zu ziehen, während die beiden «febr. Dalldots und der Erwin Hannawacker durch Ver- finken in den Fluten den T. o d fanden. Die Ber­gungsarbeiten acfMUcteri fich infolge der Der- elfuna be« Flutzlaufe« so schwierig, daß gegen Abend bie Hilse bes Militärs zur Sorengung ber Eisbecke angerufen werden muh e Von l/.6 tthr an würbe mickels Hanb^ranaten geferrengt und bl« flcflcn 3 Uhr abends aesuch. leider ohne Ersolg. Die Suche nach den beet bei>iuernswer:en Kind rn würbe heute früh mit rnilitarischre Hilfe wieder ausgenommen, bis gegenj/.il ^Ihr eine Fahrrinne vom unter n Wehr 64» zur ttifallstelle ge- chaffen. bte Kinder aber noch nrchi gefanbcn. Der beklagenswerte Roksall, «r drei hossnungs- volle junge Mcmlcheli^cl^en vorzei ig vernichtete und die QÜcrn in schwere Betrübnis vErfe"te, mag -roh und klein bie sich in vorwitziger Weise schon mehrfach auf Me gefrorene Lahn iragten, zur Warnung Menca,

®afgehobene Wahlen.

Dee KreisauSfchuh des Kreises ® leben hat in feiner öffentlichen Sitzung vom 14. Februar in folgenden Angelegenheiten ent­schieden:

Für bte Gemeinde Obbornhofen wat die Wahl eines Beigeorbneten erforderlich geworden. Dieie fand am 2 Dezember p. 1 state Die Wahlbaue, war entirrechenb dem Gesetz oom 25. August 1922 auf die Zeit von mittag« 12 rihr bi« abends 7 tthr feftge etzt worden. Da sich diese« Ge'eh aber nur auf bie Wahlen für Ge- meinberatsmitglieder. nicht aber auch auf die­jenigen bei Bürgermeister und Beigeordneten bezieht, war der Kreisdirektor verpflichtet, die Wahl von Amt« wegen zu bxmflanben In der heutigen Sitzung wurde bte Wahl auf­gehoben

Am 23. Dezember v. I. war die Wahl des Bürgermeister« der Gemeinde Tret« a. b. L da. torgenommen worben Infolge einiger Untegelmäffegf.1 en war ti.fe Wahl angefochten worden. Die Atsechtung veranlagte, wie schon kurz berichtet, die Aushebung der Wahl.

Hebcrctrbrit im Vrannkohsenbergbau Cbcrhcffrn nnd W kterwald.

Man teilt uns mit: In Anbetracht ber ttnrt« schaf lichrn Lag?, die eine Mehrproduktion fordert, und ber Rot ber Ari-eiterschast wurde zur Beschnfsung tunlichst ausgiebiger und ge­sicherter Arbeitsgelegenheiten im Be. g'mu unb in den baton abo rngigen Industrien becei.S in zahlieichen deutschen BErgrevteren Mehrarbeit ci geführt So wurde in gegen­seitiger Erkenntnis brr wirtfchaf lichen Rotwendig­keit bereits am 3. Oartuar 1924 durch f eie Verein­barung im Srzberg bau des Lahn - und DiklgebieteS unb Oberheffen eine der Fried.nsarbei S-elt nahekommende Mehrarbeit eing.führt, desgleichen a ich in der Metalfe industrie desselben Be'.irfe«. Die Vorknegs- arbri szrit von 81.6t nbert reine Aileit« ett wird eher fall« im Blaunkch.enbcrg au de« ml teldeut- fch«n RandieviereZ. dem Konkurre-.izge'aiet de« ok^rhrflifchert Bra m'ohlenrepier«, daS von jeher ein anirkannle-s Rötst an dsgefstet war und entspre­chend steuerliche und andere Bevorzugutigen mit dem treffet trafber Braunkohlenrevfer e.forderte und auch erhalten hat, seit längerer Zelt befahren.

®in:m Schiedsspruch, der für Ober hes fen unb Westerwald eine niedrigere Arbeitszeit vorfah, w'.irbe vom ReichSarbei smi üfterium. a[« im wirtschaftlichen Inte essr noch nicht ausreichend, die Verbind-lichfeitSerkläning vertagt. Hiernach war es notwendig, die Arbeitszeit für den wester» Wälder und d-cn oberchfesfischen Braunkohlenbergbau unter Würd g inz b.r wir.schafllichm Verhältnlsfe und im Rahmen des bsuifchrn, iasbetondeee be­nachbarten Braurtkdhlenbergt'auS feft^us.yen.

Rachdem die Arl<i rehmerorg,inisa wnen nach «ing?h?ndLn wiederh ol en Ver^a,idlangen sich zu einer Vereinbarung hierüber nicht bereit erkärten und die Beteilig rng an einem Schlichtungsreifah­ren, da« nach § 12 ber Schlichtunssverordnung ein- flcldfet werden sollte, atlehnten, hat &crQ taatS- kommissar SchUch er im besondteren Auf­trag be« Reichsarbci «nj lifte-fl e inen Schl ichtungs« auSschuh beruf.'N. b:t nachstehenden einstimmi­gen Schiedsspruch in pari.äckfcher Deletzung .fällte.

I Die Arbeitszeit ber Arbeiter unter Sag und derjenigen Arbeiter über Tag, bie un­mittelbar mit ber Förderung zusammen hängen, tnirb für den Westerwald auf 8 S unden au«- fchlieylich Ein- und Ausfahrt und einer Pause »ort bis hier üblicher Dauer, für Oberhessen aus 8"z Stunden ohne Pausen unb ohne Ein- und Ausfahrt festgesetzt. Diejeeige Zeit, die über bie seither übliche Arbeitszeit hiermit festgesetzt wird, gilt alS UebeTarbett, ohne dast dafür di? bisher üblichen tariflichen tteberarbei.Szei^aaffchiäge ge­zahlt werden.

II Iw übrigen gilt der Schiedsspruch vom 18. 1. 1924, wie er auch in Metern Teil von den be- teiHfl.cn Organitatiomm bereits angenommen war.

III. Die durch die SchlÄ»Ssprüche tont 15. 2. 1924 und 18. 1 1924 sestgesehten Mehrarbeit«» -eiten gelten ab 23. 2. 1924.

IV. Die Wiederaufnahme ber Belegschaften er» K nach Mahgnbe der technischen und wirischast- i Möglichkeiten unb Bedürfnisse der einzelnen Betriebe. Die bisherigen Belegschaftsmitglieder sind in erster Linie zu bernckstchiigen. Mahrege- lungen haben Nicht zu erfolgen.

** Der Oberhessische Kunktverein hat nach längerer Pause am Sonntag seine Ver­anstaltungen durch Eröffnung einer A««stellung von Werken h.fesischer Künstler wieder aufger.am» men. Di» Ausstellung erfreute sich eine« überau« teaen Besuch« Da« Publikum brachte den aus­gestellten Werken glotze« Interesse entgeaen und betätigte es durch Ankäufe, ein Zeichen, dast der Kunstsinn in unserer Stadt nach wie vor heimisch ist Der Verein war genötigt, zwecks Diederauf- nayme seiner unterbrochenen Tätigkeit sich zunächst die hierzu ersorderlicl)ert Mittel durch (grbebung eines kleinen Rot beitrag« seiner Mitgliooer zu beschassen. Der Iahre«^eit.ag, welcher statutarisch 10 Mark beträgt und in beit ersten drei Monaten de« Jahre« zu erheben ist. wurde vom Vorstand in Anbetracht der zur Zeit herrtchendert drücken­den Derbältnifse für 1924 auf 4 Ml herabgesetzt. (Siehe Anzeige.) Man würde es dankbar be­grüben, wenn die Mitgkteder G.leaenhri! nehmen würben, ibre MitgUed«karte in Nächster Zeit wäh­rend der A!«st Ilnng'ze.ten sSonntags, Morttog«, Freitag« fl1. Mittwoch« h-1 und 3-5 Uhr) gelegentlich eine- Bviuch« ber Ausstellung an der Kasse gegen Entrichtung des Jahresbeitrags in Smfsang zu nehmen. Dem Verein würden dadurch Erhebungsschwiertgkeiten und Kosten erspart. Es ist zu hoffen, bafl die Ausstellung sich weiterhin eine« regen ZuspruckB erfreut und die Veranstal­tungen wieder regelmäßig stattsinden können

* '5 er Geist von P11« da m.* UebA dtefes Thema sx-rach am Donnerstag abend tm Kath. VerrinSdauS in einer von der Deutsch- natbnofrn Valt« trrtet elnbrrufcnm «ssenilichen Versammlung der General Gras von derGnltz, der fheualige brutfch? Heerführer m Finnland und spätere Führer dte Baliikumkämpfe'r. 'Der Redner verstom unter dem Geist von Potsdam nicht etwa Parltkul -ri-muS, fonbern e.wi«. wa« jeder Denlsche in »ich hoben mäste, bm Geist der (rfbft!««efttn Htagab? a.i las g tch' deutscke Vater­land, den dtelft der da« et jene Ich. die Si mdeS- irts.r sfen und bte Dartcirntereste.i zu jeder Zett zurückfelfe hintrr die Erforbernilsc des TM1Ä* oangen, de« gesamt en deutschen Vaterkande«. In oit cm 5tnr« möchte er brt Geist von Potsdam auch von jedem er« inert Volksgell s e t verstande.t und ausjKübt cMiten. Der Grofir Kurfürst, ftneb»

mch ber Grvhe. br? tbcnertöe unb Staatteshuvr der Be^-eiungSkriege, Bismarck se.en be hermo nagendsten icitra.r bxea Potsdanee Gertes g.ip/ei, ber seine bcf."*nbeie P legstatt in un!eiern alten Heer unb in unserem Olten deutschen Be­amtentum gehabt habe. Diesrr Geist habe uni« Voll besüh g, auch bie trübsten Jahre kUet GeiL'.chte t . h.-ldeahafter Grö^r zu überstehen, er t<ibe $feut|d^aib grast und g*xij>tTt gemochi In b?r ga ize.n W l, un) erst als et.i unb.utldier Geist, bet zu eriemen sei an der Selbstsucht unb ber -den Parteiherrschaft. kurzum bei Da. tcriaUsmu«, ber Internationalismus unb Pazi­fismus, die Oberhand getoo; e.r. bitten, ba fei e« Lec^ib gegangen mit bem deutschen Volle bis zu dem furchtbaren Zusammenbruch im 2!ovember 1918. Der Ruhm ber alten Armee, die sich in bet g eben Atng.n gegen eine Well von Fruiden für eile Zeiten ein heldenhafte« Denkmal errichtet habe, werde durch j^-nea Zusamnnn?ruch nicht ver- wtschrt, denn fie Hube ihre guten ^igertlchaften in dem alten Stamme immer bewahrt unb |tt baiu auch verpflanzt in unsere junge Reichswehr: eben, sowenig werde das hehe Ätschen untere« allen Beamtentum« durch Den Versal! D«rX.n*dt, das gleich wie die Arm« sich altern! du.ch grd fit# Tüchtig?.tt. S lbstlvfigxnt. Ilnb-.-stech tchtell. bin. gtbendae Vatcilands.ieoe un) -firuife Diszip.in aue^ezekchriet habe. Diese oft erprobten toctrefs- lichen EigenfchastcN, b.<f<m Geilt von Potsdam m un er Volk tn al.cn feinet Tellen wie de» gewinnen, wenn es wieder empor leigen wolle Rur eine Auswahl der Beamtenschaft nach rein iach-llchen Geiichtspunkicn unb nach dem ®run> sah Der wirklichen Besäh.gung, nur die Verdrän­gung der Se.b tsuchi, ie» Paisteigeistes, die Aus- schaltnng des 3ntenwiti£mali«mu» und Pazifis» mus unb Me bewustte und nachdrückliche Betonung des nationalen (Sedanfen« feien die Wegzeichen, an die unser Volk bet seinem IDteberaufoautoert sich hallen ntüfte. Aber auch weitgehendste« Ter- ftänbni« für bie 7lot der bedt. nglcn Volksgenossen unb grötitmöglichste Hilssberellichift müsse mar sich allenthalben in Stadt unb Land zum Grundsatz machen. Das ganze deutsche Doll muffe eine na- tiormle unb soziale Rrlgeme nschaft ttorben, in der alte gegen den äulten n Feind tiifammenftanbcn unb im Innern einander stützten. Dazu gehöre brr Witte zur Weh h.s ig'eit nach auftm u:ib die gröstte Liebe und Br^^rllchkell gegen bte beut- feiten StammeSgenvfscn Unfer Wahl pruch muffe jetzt und überall fein: Mit Gvtt für Voll und Vaterlartb. Das fei der Grift von Potsdam, er fei bte Vvirrusfehung, ba« ganze Wesen unsere« Weirerlebens als ein Vvlk, l<is seine Freiheit und seine Ehre liebt and wahrt g?gcn alte feine Feinde unb Wibeifacher. S3anganbal cn er B i all be- lohnte die trefflichen Worte De« verdien len Heer­führers, der nicht als Parieimann. fandern als Deutfcher zu feinen Dvlk«g:n.rifen sprechen wellte, und al« solcher in dankenswerter Weise ermahnte In herzlichen Worten sprach ter Ver­sammlungsleiter, Ob r-Postinspektor K o h l h a s e Lern Reb.ier den Dank der Versammlung aus, die mit einem beg.-isterien Hoch auf das deutsche Va­terland ihr Ende fand.

* Berichtigung. In bem gest rtgen titel über Die Deutsche Oberschule und bie 2Cufe bauschule hat sich ein sinnentstellender Druck­fehler einaeschlichen. In den Lritfähen be« Reich«, ko ulausfchufse« muh e« unter Punkt 4 natürlich heihen: Die Lehrer der Deutschen Oberschule und Ausbaufchule müssen die aleiche Vorbildung haben, wie bte an anderen höheren Schalen

yornoNzen.

TageSkalender für Dienstag. Stadttheater: 1 Uhr .Katj', bie Tänzerin". Hochschulring beulscher Art: S1/« Uhr un groben Hörfaal bet Uniocrsirät Vortrag Dt Mannhaidt .Der Stenzkampf zwischen Deutschland uni Italien".

AuS dem Stadttheaterburea» wird un« geschrieben: Am Mittwoch, den 20. b. Mt« wird Strindberg« Schauspiel .Raus ch" zum erstenmal gegeben. Es ist die erste 2llrsfüh» rung be« Werke« in Giesten überhaupt. Die fvig- fältigcn Vorbereitungen lagen in der Hanb bet Oberregisseurs Teleky. In Hauvtrollen sind beschäftigt bie Damen Koop, Sturmfels unb Jüngling sowie die Herren Lambertin Juhnke und Volck.

Konzert de« Frankfurter Symphonie-Orchester«. Man fchr,tbl uns: Da« F ankfurler Symphonie-Orchester, b-is am 1. Oft. v Is unter H ranzieh mg vorzüglicher Kräfte neu z isammengestcllt worden ist, wird am Dcmncrslag. dem 28. Jriiruar, tn ®leben kon­zertieren. Al« Solistin ist die Konzertsängerin Gertrude Weinfchenk au« Mainz re rp, lich­tet, während die Leitung Herrn Kapellmeister Kurl Knübel vom 6tabitbxiter übet ragen ist Alle« nähere wirb trt den ndäffen Tagen belanrugegeben.

Sin öffentlicher Vortrag über .Die B i a u n k o h l e" vrii-d am nächsten Don­nerstag abend ton Bros. Dr. Harrafsowttz gebalten werden. Filmtorfühmngen werden der. Vvrtiag begleite«. (Stehe gestrige Anzeige.)

GH t b en t r Konzertvereln. Räch» sten Sormtag 9. Konzert, Werte für Kammer­orchester. «Siehe Anz-.-iae.)

Dom HauSoefitzerveretn trtrb im« nefchrreben. Rächstea Demn^rstag. 21. Febr, hÄl ber Hausbefitzervertn in Kath Vereinsh.m« ferne Hvuvtverfamnilung db. Reben bet allge- nvrinen Ta^sordnung werden Me steue lichen § ragen, sowie Mc Aufw-rkunq ber Hyvatbekei sandel'. Anlchst h-md frttX*1 et« Prmestkund- g-bunq goaen dir Wrifetlühr-rng der ZwangS- wirtschrft statt, wybei nnchgen'te'ert werden soll, wich? Unsumme GribeS das R-ri<b duvch diese fal ar WvhnungSpolitrk betbren hat, tn welch urrci')oricc Höhe die Kommunen durch alle bannt totbun deren unproduktiven Ämter belastet

worden flnb fenb wctchr schädliche Wirkung Mcfe Politik für da« Wirisch, tsieben tm all- gern tret zett st 7. TB'gen der Wicht gfrit der zur Tx?7fcn,Iirig steben Fragen Ist etn .iTIteUiger Besuch Meter Iter'ani'nlung zu empfeh'en.

Gesellschaft für Ratnr - unb HeilkuNbe. Fr.'tag abtnb Botlraz über .Di« fiten« Vondl"la."H-n s lSiehe Anzeige, t

- Gaf« A m e nd. Moraeru MitNtochfe abend ffprifer Bokln rabend Llnzeige j,

Gastvlrteverein. Morgen nachniilri iafl vrichtige Deriammlang. (Stehe Anzeige.) \

fort'rmorrtnefnne

Dechfelnd bewölkt, vereinzelt Rteberichsägtz etwa« kälter

Landkreis Gtetzc».

tt Sich, 18 F br. Anlästlich btt Anwetete bett der hesfifchen Brrbands u e dvflegerin F.äM fein Hein ömrbe gestern hier ein Jung Mäd­chen tag gehalten Er begann mtt einem durch retche Situ rate au«aewi*ntten IunqmädchM»