Ausgabe 
19.1.1924
 
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Der Reichsgründungstag in Gietzen

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Das Ttadtthrater

tieferen ©eiten bitter Hoile auber UtH zu Lit'ex Sbolf Telekd. der auch die Xegit führte, machm «nrt der cpü oben batten Rotte bei Dikcnut ein

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heutigen Xaget al* be» Gebart -t age» de« . 9e u 11 < c n Reiche« za erinnern Da« unlrer 4'^äter Hrldenmut und Hingabe durch grober . Männer Sübiung und Staarskunft vor 53 3abren schaffen, das hoben wir im groben VSlkerringen gegen ein« Welt von Feinden ner-

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< 3uguhe Marks In nI Ä - - Publikum geigte Nch für die erfreulichen LMfhmjm kböoft dankbar Wenn ba> Haus nicht fo besucht war. twe man es bei diefer Aufführung von Cdhngd .7!im«vi hätte er- trarten können. Io bürite dies wobt in der Haupt- fache auf die hcribdiet bekanntgeg. bene Programm- Ünderung zurückzufuhren »ein. Un'er Tbcu er de wies aber, hab es auch einer fo kurz angefetzten Aufführung durchaus gewachten ift

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rbeilßltzflß. ? unb in ben be bebeuteÄ tKi flröheoe 21m- schtn liltn «r bidmai ufx n ettoarW ktr IchaMchm

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gen, kann btefen Derpflichturrgen nur gerecht wer­den auf Grund einer sittlichen unb vater- ländlichen Gesinnung. 5*cr Redner richtet bte Aufforderung an die studierende 3ugenb, dieser Gesinnung stets treu zu bleiben Mit dem Gesänge der Rattonalhymne befchloh der Redner ferne intcreffanten u für den Aufbau unseresVolkS- körpers auherordenllich bedeutungsvollen Aus­führungen. Die harmonische Feier wurde leider mch maß durch Hüften au« dem Publikum un­liebsam gestSri, was unbedingt hätte vermieden werden "

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< hebende Feiet blnterl;e*> einen tiefen Lindruck ib legte ferner erneut Zeugnis ab von den sehr "en '"Nnkbjnflen die rw.fchen unserer Garnison -td der Bürgerschaft bestehen unb beiben Teilen »irr zum Vorteil unb zur Annehmlichkeit qe- Wxn

gleiche herzliche Gefühl des innigen ^srbundenselns der Sofbatcn und der 'Bürger

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«wb<n S tube eine grafte Schar geehrter und lieber Gäste am 18. Hanaar willkommen dtifttn Utr- flattkiche Zad! deutscher Märoer bat sich hier frei voa allen Schranken der Politik und der Partei Ianur.* gesunden um in zwang- totem Aedeneinande' mb Durcheinander die Abendstunden b Reschsgrünbungstages mitein- anbtr w verleben 3* tag: allen unktn herz­lichsten Dank das» Sie unferet Anregung au diesem Abend fo zablrrich gefolgt find Ss würbe uns eine grobe F.eude sein, wenn diese Abende des 18 Januar sich einbür­gern würden In Sieben unb das O f f l «ierkvrps bann immer die Freude hoben würde, fo zahlreiche Herren hier in diesen Räumen begrühen zu bürten TB le lehr ich bertrnil4 mich geehrt fühle heute an dieser ©teile als Hausvat.-r bte Honneurs machen zu durten. davon bitte ich überzeugt zu sein."

Auswärtige Feiern.

im Darmstadt. 18 3an Die Reichs- gtünbu ngifeler tru'be 'teure vormittag dnnch die Dechn Hochschule im Sletn.m Haue de« VanbegtbeattrO bei vollem Hause bet an 9.rn Rekwr Magn Prrf Dl Hevdebroeck wies auf die Bedeutung der Feier bin Os gelte jrmt wieder den Millen zur Reichsein he it mit allen Äväftcn zu fidrfe-i hier fei es in erfler Vinie Auf- aabe der akademischen Sreife die vaterländisch. Linie herauszuarbelten. Der Borfitzende des Stu- bentenausfch ul^ ft ab Habn < Germania I ging bt einem gefck: Etlichen Rückblick auf die Urtache untere# Zusammenbruchs, begründet in der inne­ren 3cnnürbuna. näher ein Die von dem Rativ- nalbkonomen Pros. Dr 7H u h Im Anfchluft daran gebaBenc Festrede behandeli.- in cingcScnber fbt übersichilicher Form .Tie deutsche Volkswirt- erhebenden Tkrlaut. Lüfter dem Fi na nzm miste, fchaft ass Draanlsmu-- Dir Feier nahm einen hatten sich auch andere Regie, ungsv^rtreter. sowie die Sbtnen der übrigen Dchörder cingduabm

spd. Frankfurt a Al. 18. 3an 3n den borgeb-nch'en akademifchen Formen tx-glng Frei- tag mittag die Universi tät Ihre Reichs- gründungsfeier 3m Mittelvunkt der fefl- uchen Deranflaltung flanb der geisivolle T^ortraa ron Ronflstorialrat Prof F Giese über . Recht und Religion als Kräfte zum Wiederaufbau des Vaterlandes". Der Redner forderte bie Erneue­rung ber rechtlichen unb religiösen Autorität des Staates und vor allem eine tonfcfHoncHc Gin- kracht als wichtigste Rv'bedirrung für die innere Eintracht dos Bolles Um deS Staate > willen inüf- sen sich die Religionen schlben und ehren lernen

0 Marburg 18 Jan Auch hier wurde des Taget der Reichsgründung in würdiger Meife gedacht. Vormittags fand auf dem Äeinpf rufen Paradeaussleslung bei Ggrnifon statt Bei der akademischen Feftseler in her 2Iu!a der Uni- versltät hielten ber bekannte Svrachfvrfchrr Prof kDr Törfbc und Geb ;3uflUrat Pros Dr Tracqer Ansprachen. QBie im vorigen 3abtt so halten auch diesmal die P.eisaufgaben keim 'Bearbeiter gefunden, waS als Zeichen der R5t» der Studentenschaft bezeichnet wurde. Bei bei Seiet wirkte ein unter Leitung des Universität« Vkusikdlrektor Dr Stephani ftebenber gernl,4k ter Shvr mit Abends hielten die KriegeiDerebtt tn den ©tadtsäsen eine Gedenkfeier ab

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Sus den Waldungen der Gemeinde Staufenberg kommen nachstehende Holz- Sortimente zum verkauf:

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Angebote sind bis zum 23. Januar 1824. nachmittag» 2 Uhr, genenm nach fllafien, bet unterz-ichneter Bürgermeisterei emzu- reichen, woselbst alsdann die Eröffnung stattsinder und die Berkaussbedingungen bekanntgegeben werden. Vas Hol; ist mit Ainde gemessen. 362D

Staufenberg, den 17. Januar 1924 Hessisch« Bürgermeisterei Staufenberg Meyer.

flbigt unb gewahrt. Denn auch zerfetzt nb verstümmelt, beraubt unb bestohlen bas reich t st uns geblieben C4 ferner zu wahren und zu schirmen, bleibt unsere ^'eilige Pflicht. Roch immer ist untere Lage 'ittbfbar ernfl, ber politische Himmel mit einer 'chroaizen Wolkenwand bedeckt, deck wir wissen. iaft hinter den Wolken bte Sonne steht unti 'uh sie einmal auf uns wieder strahlen wird, dann? Das weih Gott allein. Wir müllen nur treu und still unfere Pflicht unb jL chu ldlgkel t tun Das wollen wer uns heute.

1» 18 Oamiar, aufs neue geloben, wenn wir sfcn: Unter liebe» Baterland hoch!.

3m Anschluft an die ernst mahnenden and t* bederzigenswertro Worte des Äommanbeurt lieb die Rkllerlche Xabefie, bie an Stelle ber rhenfafl» noch in Thüringen weilen den Ttegi- «Wtsfavelle Rur Rlitwiriung bei ber Feier ber- 'Ue.^ogen wo den war, die Älängc des Deutsch- I rndiiedes ertönen, das von der Festverfamm- - ng begeistert mttgrtunaen wurde __

trn die Truppen unb die Dereine und Aortiora- haeen, an dem Äommanbeur vorbeimarfchrorend tnter den düngen deS l lSer-MarfcheS ab Die

Zuhörer schllehlich in tiefernsten 'IDorten, in ®r- duld. Besonnen beit und Zähigkeit unablälltg weiterzuarbeiten an dem 21>irderaufstteg des deutschen Daterlandes. Lebhafte all'eitige Zu­stimmung bekundete, dast die gedankenreiche unb formvollendete, packende Rede recht wurmen Tiber baff ausgeldst hatte lli.ie zwanglose De- felligfelt bildete den schönen Abschluh des Abends, der unter dem hoben ®ebanfrn der natio­nalen Dolksgemeinschast zu einer denk­würdigen unb dankenswerten Schöpfung unseres Ofsizierkvrps wurde, von der man nur wünschen kann, bah sie entsprechend der Anregung des Obersten Bethcke auch künftighin lebendig bleiben möge

Die Landrsttntvcrsikär

beging die Reichsgründungsfeier durch einen aka­demifchen Feltakt tn ber Aula Unter den weih?- noflen Kläng.n der Orgel hielt ber Senat unter dem Rorantritt des Rektors magnificus. Prvfef- fort Dr. 2a q u t u r, feinen Einzug in die nach altem akademischen Brauch festlich geschmückte Aula. Rach einem Dortrag des akasvmi'chm ®c- 6'«verein» wies ber Rektor In feinen Töegrü-

ngswonen an bic zahl reichen DSfte, Oehrkörper und ©tudentenichafr auf bic Bebeutung der Sehr des Urittgi anburttfjitagc» h.n welche die Auf- flöhe h-ibe, den Dillen zur dhtbelt unter allen Deutschen zu stärken. Ze offenkundiger das Stre­ben Frankreichs dahin gehe, bic Reichseinheit zu zertrümmern, um fo stärker mülle sich dos deutsche Dvlk feiner Zufammengebörigleit bewufst bleiben Auch im nergingenen Zähre haben zahlreiche Deutsche ihre Treue gegen das Vaterland mit dem Tod, mit Gefängnisstrafe und Ausweisung Hüsten müflen. Das deutsche Dvlk dankt btefen Opfern einer brutalen Machtvolltik, die sich vrr- g.b'tch in das De wand richteriichcr Urteile ein- kleide, und gewinnt gerade au» dieser Opferfreu- di flkeit feiner Dl le der die Zuversicht, dast cs wie­der glücklichere Tage schauen darf. Dann be­trat ber geftrebner deS TageS. Professor Dr. D o t f ch l i ch. ter Vertreter l-er Hvg ene an un­serer Universität. das Dult, um in eindringlichen, erschütternden und mah.ienden Ausführungen bte Ve deu t ung ber Hhg jene für bie Vvlksgesundung darzu legen

Der Redner mng davon aus, das) ber innere Zustand des deutschen Docke» in der Degenwain mit einer Krankheit za vergleichen sei: ein krall- voller unverwüstlicher VollSkdrper warbe durch die Bei tust ? deS Krieges geschwächt, von Hunger

Die heutige A>ieberiehr des Tages, an dem Wc M Jahren nach bat ruhmvollen Taten unterer Läter auf den Lchla h.Geldern tn Frankreich das einige Dolf che Reich gtgrixnbet wurde, oerebua*c auch In unterer Stabt viele Hunderte oon *7. :.u gern, bte sich oen ihren Verufsgefchäf- w frei! viGxn konnten, bi den Dormifaigestun­den au würdigen Debenlleiern Die tiefe, hei­lige «tteriandsliebe, die in diesen schweren öeiteri ufere» Reiches das innige Doud bei Volks- d ©chickfalsgemeinschafl um immer wettere Volks kneife fest unb fester schlingt, tarn bei Me<en Feiern in erhebendster Weite zur Deltung, Ws war ein Tag bet prächtigsten nationa­len Willenskundgebung, den man heute wieder mal m unserer ©tobt verleben konnte, und *mdK frohe Hofttruna für bet gebril.I che aßiebcr- aufriuxung unseres Va'eriandes schölte sich als eertooller Dewinn aus den Veranstaltungen des agrs heraus

Der nationale Festtag wurde mit einer sehe mdracksvollen

H<ier brr Warmfon unb brr ^ivil« brtoölfrruni

uf dem Hose der Zeughauskaferne eingelei!et Von der Cbarifrn hotten, da der grüble Teil der 1 nippe noch in Thüringen weilt, mir baS ©icher- deiwlommando und die Maschinengewehr-Rom- Xiarrie Aufstellung genommen Anwesend waren Wetter viele ehemalige Offiziere in Uniform, die Spitzen aller Reichs-. Staats- und ber Deutelnde - tzehSrdeit. der TUftor und zahlreiche Mitglieder k* Lehrkörpers unterer Sandes-Univerii at. die Oelstlichkett. die Jtneger- und RegimeniSvereine rtt ihren Fahnen, bie ©tudentenschofi in Mlchs.

nri tihren Fahnen, viele sonstige Obren- raftc und ein nach vielen Hunderten zählendes Vubltfum auS ©ladt unb Lind Die Schar ber Gäste, bie die X nippe bei dieser De legen heck bi Ian Äafernenbereid) bei sich sah. war so ge­waltig. da st ber weite Äa fernen bof in dem für die rrvölkerung freigegebenen Teile voll beseht war. auberbem hatten noch viele Zuschauer in den Äot- riboren der Äaferne an den Fenstern Ausstellung Mhmen dürfen. Kurz nach 10 Uhr tarn bet Re- jfcmrnKhxmnanbeur Oberst Ve thcke zu Pferde dem Äafernenboi an. begrübtc zunächst die «lodenen Düste und ritt dann die Front der truppe, ber Studentenschaft unb ber 5tr eg r- unb BrghncntOoereine ab Hierauf hielt er. Inmitten ** Rasereien Hofes haltend, mit wellbin schallender Srtmmr bk folgende markige An sprach.-

.Dir unter breche :i in bie'er Morgen stunde

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2uf öinlabunq des Aortm-inbeurt sprach hieraus Prof Dr V i g e n e r über bie Vedeutung bieses Dedenklages Or feierte die grobe ®taal<- kunst unseres Altreichskanzlers Fürtten Vis- marck. ber das Deutsche Reich schmiedete und dem Wit diesen 18 Januar verdanken, gedachte des unvergestlichen ersten deutschen Kaisers, sprach von den schmerzlichen Empfindungen, die alle Kten Deutschen über den unglücklichen AuSgang 8 Krieges bedrücken, betonte aber auch den immer mehr wachsenden Willen unseres Volkes

Imn abenb* bei einer internen Feier des Ossi- zierkvrvs mit zahl reichen xLabenen -ästen au* der Vurgr:'Hail in den Räumen des Ostizkr- beünH |um Ausdruck. Der Xmlabang bei Regi- iMttitcnunarüeuii man-, etwa 200 Herren aus verschiebe fien Verufskrecken gefolgt Oberst

Vethckc hier hnSamen bei Osttzie.-

kvrrs t ie Däflt mtt o.gendem V>.lltomm

brachte am Tage der Reichsgründung eine trotz kurzer Vorbereitungszeit ausgezeichnete Aus- führung von Lessings ewig jugendsrischer .M inna von Darnhel m". Freya Sturm- f e 1 s. die daS Diehener Publikum hier In einer tragenden Rolle zu sehen bekam, war eine ent­zückend liebreizende, in Kostüm. Spiel und kulti­vierter Sprache glebch anmutige Minna. Äari ßambertin ein warm empfundener, alle Frin- beilen ber Rolle gut herausgearbeiteter Xellheim Prächtig war Herrn Schuberts grober, ehr­licher Wachtmeister, gleich ausgezeichnet ber bie­dere Fürst Karl Volcks. daria Aarncggs Kammerkätzchrn hatte viel Schalk, ohne darüber die

'N® zweiten Male am be-attgen Xage kann sch to ber ZenghauSlaferre <tne»n der Schmuck­stücke und der schönsten Gebäude von Dirftm zu

Acrenuroi. 7wn xruge unD 2'ert>rtiung rx tgmrl. r*on TTabn- unb Xraum gebt fben umnebelt. Aber schon zeigen flch Zeichen derZvirdeigeiunvung. die ea- erhönc Krattprobe bet Kriege- unb 2kackkriegS- jabre ist bisher überstände- die ftaatlr* . and triltschaftliche Ordnung dank der dem 2.-imne» Ufhnenden Dttzlplln gewahrt unb tn F- tigang begnffen und bie fltnbdi des Reiches jener grob- artigen 34ootjng Vismorcks deren ^edaetstag v-i: feutc feiern, allen Anstürmen zum Xrotz er­hallen geblieben. An bet enbgülttgcn Denesung und Miedet erneuet ung deS deutschen Vo'.keS hat die tzittentchaftliche Driundheitspflege großen and Billiger. Antetl zu nehmen am Io mehr, als bie ft übet mehr auf bie einzelne Perlon beschränkte Hygiene in neuerer Zett richtige »rtpenerangm ihrer Ausgaben erfahren bat, etnrriel! A zur sozialen Hvgiene, anbererfril» zur Volks- unb Rasfenbyglene Aach verfolgt die Hvgiene deute nicht nar Ziele bc* 'e.b'.ich--, V!ohls. fenbern sie erfahr den ganzen Manschen ein'chlirftlich feiner bbchsten geistigen und sittlichen Zn le reff en unb greift In ihrer Fürsorge auch aas das kommende Ge­schlecht über. Der Redner erinnert an (Y G. Fichtes Vlahnung nach dem Zalammenbruch der (Zähre 1806 der dem Volke bie Rot-

trreibigfett einer sittlichen Er neuer a n g predigte und weist auf bie TUttel unb Dege bin. die dem hygienischen Fortschritt dienen. Gesetzgedung - soziale Fürsorge and Mitarbeit des einzelnen im Dienste des ganzen Volkes Der ReOner bezeichn.t als die wichtigsten Aufgaben einer sozlalhngie- nllchen Sefehgebung: 3rlü<bt tga ng des Heranwachsenden Desch iechls und PflichtgemSfte Unterweisung in der Schule in den Drandzügen ber Desun d- heitSlehre - Sinsührung de»allge­meinen vaterländischen Arbeit»- jahres für beide Geschlechter, in erster Linie für landwirtschaftliche "Betätigung unb Vor- bildung des weiblichen Geschlecht» für feinen na- türllchen 'Beruf der Hausfrau und THuttcr ©orge für den durch den Geburtenrückgang schwer bedrohten Rach wuchs durch weitgehende Vegünsftgung kinderreichci Fami­lien in Lohn- unb ©leaerfraaen sowie bttlch grvstzügigeDohnungsiürsvrge Der ein.,eine ist berufen, sowohl an ben durch bte ©e'chgvbung unb öffentliche Fürsorge -xriolgtcn Zielen verständnisvoll unb opferwillig mit^u- arbelten. als auch durch dvgienische Gr- ziehung unb Lebensgestaltung selbst tätia zu fein; im Gegensatz zu ber heute vielfach fälschlich tn kostspieligen oft schädlichen Genuft- witteln unb ermüdenden Deignügunien gefuttten ^-ifiieuung ist bie wahre Srholung m ge- funber Bewegung im Freien, in Ra- tur unb Kunst unb in der Familie zu suchen. Der einzelne kann für seinen 'Rachwuch^ 'ss gesundheitlicker Veziehung sorgen burch fit­tenreine» Leben vor ber ö f) c f * H e - bung und durch weise Auslese bei ber 'Dahl zur ff b e selbst, wobei bet Haaptwerl auf Def anddeil der Brautleute in kör­perlicher unb geistiger Beziehung, unter l>efon- berer Berücksichtigung ber Abstammung aus gefunben Familien zu legen ist. Der einzelne deute viellach noch zu ausschlieftlich in selbstfüchtigei ©orge um fein eigenes Ich befan-