Zrrm Schllrtz t»wm btt ®eeetttöoefxi em« dringlich gebeten, bei bet RhektlMdkommis- ftoe dahin zn wirken, daß btt Separatismus so rasch wie möglich aus der Pfalz verschwinde. Autzerdem wurde dem ®enetoltettfu[ eine Denkschrift über die Singriffe der Separatlsten in die Rechtspflege (38 schwere Fälle) überreicht. Der englische ®enerafltorrful hatte noch Gelegenheit, im ßmife des Abends Vertreter der städtischen Verwaltungen von Pirmasens und Zwei- K rück en zu sprechen. Heute vormittag empfing er die Vertreter der D e i si l i ch k e i t beider Konfessionen von Kaiserslautern, die Vertreter sämtlicher politischer Parteien usw. Die Der- 'crmmlung gestaltete sich zu einer erhebenden Kundgebung für das Festhalten dec Pfälzer am Deutschtum. Besonderen Eindruck machte die Rede oes katholischen StadtpsarrerS. der in schärft ffet Delle Verwahrung einlegte gegen die im .Dcho du Rhin" enthaltene Verunglimpfung und Beleidigung der pfälzischen katholischen Geistlichkeit und der Person des Bischofs, dem vom .Echo du Rhin" unterstellt wurde, nur au» niedrigen Instinkten den Separatismus zu bekämpfen. Der Stadtpfarrer betonte mit aller Entschiedenheit, dah die katholische Geistlichkeit aus ihrem ureigensten Interesse heraus den Separatismus ableyne und aufs entschiedenste bekämpfe Dio aestern bei der Strastenkundgebung in Kaiserslautern rjn französischen Gendarmen verletzten zwei Personen haben sich dem Brneraltonsui vor- gestellt. Beim Verlassen des Stadthauses hat eine zahlreiche Menge dem Generalkonsul eine lebhafte Ovation als Kundgebung des Dankes bereitet
Dem Sonderberichterstatter des .Daily Telegraph" teilte ®eneraötmful Clive mit dah seine Untersuchung der iSaac in der Pfalz heute zu Ende gehen und er sich dann nach Koblenz begeben werde, um Gorb Kilmarnock Bericht zu erstatten. Sc hoffe, am Sonntag nach München zu- rüdtehten zu können.
Es tonet gesagt werden, bah seine Untersuchung die allgemeine Ablehnung bet sogenannten „autonomen Regierung- ergeben habe.
Die Geistlichkeit die 3nbuftrieIIen, die Landbesitzer und die Bürgerschaft hätten nicht gezögert, sich darüber frei vor Gilbe auszusprechen. Gleichzeitig aber bemerkt der britische Generalkonsul, dah es unzufriedene Elemente in der Pfalz gebe und dah dort eine Lage entstanden sei, die nicht fvrtdauern könne. GS sei jÄwch nicht feine Sache, Anempfehlungen zu machen, sondern nur die Tatsachen, die er fest gestellt habe, zu unterbreiten. Sein Bericht werde sehr umfangreich sein. Er habe sich nicht nur selbst Rotizen gemacht sondern auch seine Sekretäre hätten eifrig Erklärungen nleber- geschrieben, die von Männern u. Frauen aus allen Vvlksteiten in der Pfalz abgcg»ten worden seien. Das Hauptergebnis sei, soweit man sehen könne, oatz die sogenannte „autonome Regierung" nicht darauf hoffen tonne, fortzudauern.
In Reustabt a. H. füllten auf Veranlassung des separatistischen Bezirkskommtssars Gabriele hier
in einet ErwerbSlosenvrrsammlung öffentlich für den Separatismus Stimmung gemacht
werden. Die Versammlung war ziemlich gut besucht, jedoch fast ausschliehlich von Gegnern der Sonderbündler. Den Ausführungen de» Referenten, des übel berufenen SrwerbSlosenhäuptftngS und Organisators der Zehnmänner-DemonstrcUion in Ludwigshafen, Kunz, trat der Vorstand der kommunistischen Partei der Pfalz, Kumpf, entgegen. Stadtrat Kumpf warf dem Kunz vor, dah er im Dienste deS französischen Kapitalismus und Imperialismus stehe.
4 Von den Kommunisten wurde dann eine Entschlie- f)img einwckrachi und einstimmig angenommen, die Fbefagt: Die kommunistische Arbeiterschaft derPfalz spricht sich gegen die Abtrennung der Pfalz vom deutschen Wirtschaftsgebiet auS unb lehnt jede Bildung eines selbständigem Staates ab, sie lehnt ferner die .autonome Regierung der Pfalz" ab und erklärt dah sie mit den Brüdern ienfetto des Rheins auf Gedeih und Verderb verbunden bleiben will.
Der zweite SachverstSndigen- ausschuh.
Paris, 19. Ian (WTB.) Der den amerikanischen Sachverständigen für das zweite Komitee (Deutsche Auslandsguthaben) beige- ordnete amerikanische Fin anzsachverständige Leonhard 2 i r e ist gestern in Paris eimgetroffen. Die beiden Komitees werden, nach dem .Tieto Bvrk Herold", wenn sämtliche Haüptdelegierten in Paris eingetroffen sind, annähernd 30 Personen umfassen, die amerikcm fche Delegation allein sieben Personen. Sir Robert Kindersl ey wird, nach dem .Rew Bork Herald", den englisch.^ HandelSattach« in Berlin, Firlanson, der feiner veil Sir Irjhn Dradbury für die Reparattons- kommission bei geordnet war, zur Mitarbeit erhalten Rach dem .Rew Bork Herold" wird der zweite Sachver-ständistenauSschutz. der am Montag seine Arbeiten aufnimmt ebenfalls den ReichS- bankpräslb.nten Dr. Schacht zur Mitarbeit her- anziehen, sobald dessen Anwesenheit im ersten Komitee nicht mch» erforderlich ist. ES wird bestätigt dah 'Leichsbankpräsident Dr. Schacht am Montag zum erstenmal der Sitzung deS ersten Sachveriiändtgenkomitees beiwohnen wird. Die Meldung des .Temps", er werde in Begleitung von Staatssekretär Bergmann in Parts cln- tressen, ist unrichtig. Bergmann weilt bereit» feit mehreren Tagen in Paris.
DaS Arbeitslosenheer.
Berlin. 18. Ian. (Wolff) Dom Rrichs- arbeiiSministeriu.n wird un» nntgeteilt dah die am 17. Hanuar in einigen Zeitungen mltgetciüe <jahl von 1528 000 zur Zeit unterstützten Arbeitslosen und 362 000 unterstützten Kurzarbeitern nur b le Arbeitslosen des unbelebten Gebiets angtbt Genaue Fahlen für da» besetzte Gebiet sind wegen der immer noch gestörten Derwaltungstätigkeit der deutschen Behörden nicht zu erlangen. Es gibt dort aber 'chätzunasweise ebenfalls ungefähr anderthall)Mil- tionen Arbeitslose und 850 000 Kurzarbeiter. Damit beträgt die Zahl der voll Erwerbslosen i m ganzen Reich etwa drei Millionen Allem Anschein nach ist auch im besetzten Gebiet eine kleine Besserung eingetreten Die Weiterentwicklung des Arbeitsmarktes tm befehlen Gebiet ist aber nach wie vor selbst b< der Berg-
unt S-.^ciuiDUtrete oes Ruhrgebietes vor allem wegenderDerkehrs-undZollschwle- rtg (eilen außerordentlich unsicher
Reich
und Hypothekenausrv2rtung.
Berlin. 18. Zan. (Wolff) Anlätzlich deS bayerischen Xittrag» aut Erlah esires Sverr- g e s e tze S zwecks Vorbereitung der H y o o - tbetenauf mertung hat der Reichsjustizmini st er für di: Rmchsregicrung im RechtsauSschuh deS ReichSratS folge-rde vor- läufige Elllarung abgegeben: Die Entscheidung des Reichsgerichts vom 28 Rovember 1923 hält eine Auswertung der HhpotheLensorderung unter Berücksichtigung der persönlichen Dcrhäitnille von Gläubigern und Schuldnern sowie unter Berücksichtigung der öffentlichen Lasten des Grundstücks nach Sage deS SinzelfalleS für berechtigt
Die Durchführung dieses Grundsatzes allein der Entwicklung zu übrrlassen, würde drden- ten, Deutschland in den nächsten Monatr» in
MMonen Prozesse zu stürzen.
Auch ein beabsichtigtes vereinfachtes Verfahren ^ur Regelung dieser Streitfragen würde für sich allein dieser Gefahr nicht begegn«*. Es erscheint daher notwendig, ein meyr da? u rchs ch n r l i - liche berücksichtigendes Verfahren zu schallen sowie eine Unterbrechung der bereits zahlreich anhängig gewordenen Prozesse herbeizuführen. Bei der Berechnung eines DurchschnittSfatzeS wird zu berücksichtigen fern, bah für die Landwirtschaft jetzt schwere wirtschaftliche Verhältnisse entstanden sind, bah der städtische Grundbesitz infolge der Inflation vollständig oerirmt und ber Wert feiner Anwesen vollständig herabgedrückt ist, ferner bah bereit« bisher die bem gesamten Grundbesitz auf erlegten erheblichen Steuerlasten teils mit ber durch die Papiergeldwirtschaft herbei geführten allgemeinen Entscheidung begründet worden sind.
Eine alsbaldige rasche Klärung erscheint auch deshalb uotto en big, damit uichb aus der Un* geklärthett steuerliche Verluste für das Reich und die Länder und Gemeinden entstehen, dies umsomeh:, als die Lag« der Reichsfinanzen nach toit vor autzerst ernst ist.
Hierüber kann auch daS scheinbar günstige Ergebnis der ersten Steuerdekade 1924 nicht hmweg- täufehen; denn es traf eine Reihe Steuerfälligkeitstermine mit der Tatsache zusammen, dah in dieser Dekade keine Gehaltszahlungen an die Beamten und vergleichsweise nur geringe UeberWeisungen an d.e Lauder vvrzuneh- men waren. In Wtrllichkeit macyt der Heber» schuh der ersten Dekade nur etwa den dritten Teil der in der folgenden Dekade fällig werdenden Befoldungszahlangen und Lieberweisungen an die Länder aji$. Erne Aufwertung der Schulb- Verpflichtungen von Reich, Ländern undGemeinden kommt nach den ®runbUgen der reichsgerichtlichen Entscheidung nicht in Frage, da diese öffentlichen Schulden infolge des verlorenen Krieges und bet Verpflichtungen aus dem Friedens vertrag zahlungsunfähig sind.
Aus eine Anfrage bei dem ehemaligen langjährigen Vorsitzenden des höchsten Gerichts ber Provinz OberHessen hatte Landgerichtspräsident a.D. Gehetmerat Dr. Günaerich tne LiebenS- v'ürdigkeit. uns nntzutellen. oatz seine Auisassung über die Frage bei HtzpothekenausWertung sich mit dem Standpunkt deS Richtervereins beim Reichsgericht vollkommen decke der in seinem, von uns am Donnerstag veröffentlichten Schreiben an das Recchsfinanzministerium fest stellt, dah ein Verbot der Hypothekenaaf- trertung eine Lage herbeizufühven geeignet sei, die wider Treu und Glauben versiotze.
(Ermäßigung des Gütertarifs.
Berlin, 18. Jan. (WTB.) In der Angelegenheit einer Ermäßigung der Güter- und Tiertarife hat der ReichSverkehrSminister Oefer an die Mitglieder deS ReichseisenbahnrateS folgendes Schreiben gerichtet:
Dem Beschlusie deS Ständigen AusschusieS des ReichseisenbahnrateS vom 14. Dezember gemäß wurde eingehend geprüft, ob eine allgcme»ne Herabsetzung ber Gütertarife, die auch ich für durchurS erwünfch und erstrebenswert Halle, möglich ist. Obwohl eine solche Matznahme bei ber schwierigen Finanzlage der Reichsbahn erheblichen Bedenken begegnet, habe ich mich doch ent- schloffen.
Der Auswärtige Ausschuß.
Berlin. 19 Jan lPriv.-Te!) Im 3uftr:g dr- Borstandrs b r so; -, b^molcalischen Reichs- tagSfrattion har Hermaur Müller g ftern an den 2L'tdfc»auh:n.niaif'tet Dr. dtrefemann einen Brie» g richtet, in bem et bi: öm-xru» tuag des auSwärügen AuSschusies !ür bi: kommende Woche fordert Dieses V rangen wird mit bem Sinttrifen der französischen und bei» ?ischen Roten auf bas deutsche Memocan- um btgrünb’L Auster b:r Bes. rechurg dieser Roten wird u. a. eine Aussorachs über die Rhein- und Ruhrsragc. das Reparationsproblem, das V'tralten ber franko i- schen Besatzung in derPfal- und die Militärkontrolle gewünscht. Eine Besprechung bte'c~ Fragen erfchcine. wie es in bem Briefe heistt, schon deshalb notwendig, weil horläufg ein Termin für die i$i.ibrrujung des Reichstages noch nicht scstgcsetzt sei.
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Wie der Demokratische Zeitungsdienst hört, ist noch von teurer maßgebenden politischen Stelle ein bestimmter Tag für
die kommenden Reichstagswahlen in Aussicht genommen. Tie Regierung sei bet Ansicht dah es wünschenswert wäre, wenn die Olabin.iaung der englischen Arbeiter- tegiei ung und ber Ausfall ber f r a n a o f i - sch-cn Kammer wahlen ber deutschen Reichs- tagSwahl vorauSgtnge und wenn ferner die innerpolitische Gesundung noch einige Fortschritte machen könne. Danach werde man annehmen dürfen, bah die Wahlen im Mai ober Juni stattfinden werden.
Die Streiklage im westlichen Industrierevier.
Elberfeld, 18 Ian. (Priv-Tek.) Heber die Streillage hn Bergischen Land wird berichtet, bah in Remscheid und Delbert zahlreiche Arbeiter die Arbeit wieder aufgenom- mcn haben. In Vohwinkel dagegen ist die Arbeit in vier Betrieben nicbergefegt worden. In Langenberg haben Arbeitslose unb Streikende das ikbcrfaltfontmanbo der Schutzpolizei angegriffen. Die Polizei muhte von der Schu-siwaftr Gebrauch machen. Tret Personen wurden verletzt. In Remscheid kam eS gleichfalls zu einem Zusammen- stotz mit Streikenden. Ein Mann erhielt ehren OberscsienkMchuh. Im DH inisch-west,äl schen In- dustriebLsirk ist nach Mittrilung des Deutschen Gew?rlschaftSbundes der Gene-alstreik gar nicht zur Entwicklung gekommen. E6 strrikm höchstens fünf Prozent der gesamten Metal! arbri ter schäft. In Esten hat selbst die kommunissisch: Ortsverwaltung des Deutschen Metallarbritrr-DerbandeS zur Fortsetzung der Arbeit aufgefordert.
Dik 9?cntcnm<itffrrbitf.
Berlin, 19. San. (Priv.-Tel.) Dir Boss. Ztg. berichtet, daß sich das RcichswirlschaftS- minlfteriinn mit den zur Zeit für Rentramark- kredite geforderten Zinssätzen beschäftigt. Das Ministerium habe mit den Banken Verhandlungen darüber auf genommen, in welcher Höhe Zinsen für Rentenmarkkredite an» gemessen sind. Im Ministerium siehe man auf dem Standpunkt, daß die Rentenmarkkredite, die mit 10 bzw. 12 Prozent pro Jahr (mit Goldklausel) von der Reichsbank an die Banken gegeben werden, nur in einer diesem Satze entsprechenden Weife den privaten Kreditnehmern weitergegeben werden dürfen. Auf einen bestimmten Satz habe sich oas Reichswirt» fchaftSminifterium dabei nicht festgelegt.
Kleine polittlche Nachrichten.
Rach einer Meldung der .Bayer. StaatS- zeituna ist der Redakterir deS .Völkischen Beobachters". Stvlzin-Ezernai, unter bem Verdacht des Hochverrats verhaftet worden. Der auf der Festung Lands berg inhaftierte Fürst Wrede, Organisator des Hillerschen Retter- kvrps, ist auS der Schutzhaft entlassen worden.
Die Berliner Stadtverordnetenversammlung wählte den sozialdemokratischen Stadtverordneten Haas mit 95 Stimmen zum S tadt ver vr d- netenvorsteher. Aus Easpari fielen 79, auf den kommunistischen Kandidaten 12 Stimmen.
Aus Stadt und Land.
Dietzen, bat 19. ßanuar 1924
dorn 20. Januar ad die Satze der Rorrnal- klassen des GütertarifeS und der Ausnahme» tarife einschließlich der Kohlen ausnahmrtar'fe sowie des FrLchten- und Tiertarifes um acht
Prozent zn ermatzigen.
Die AuSnahmetarife für Düngemittel und Kartoffeln in Ladung n. die Rvtt'ardriarise für LebenSmittel und die verillfmtlichtm SeehäfenansnihmTarife in auStändischer Währung wero?n indessen nicht ermäßigt Weg?n der Düngemitttlsätze erfolgt Vorlage an das Reick«- cifcnbahnamt Die Seehafenausnabme- tarife sind ausgestellt unter ^ugninbdcg nj brS Wettbewerbes der deutschan Seehäfen unter sich und mit dem Auslands,' sie können daher nicht ohne weiteres geändert werden. Die Roistanchz- tarife für LebenSmittel berücksichtige bereits die durch Einführung des Sv!btarifS eingetretene Verteuerung. Mich (eitet bei der allgemeinen Herabsetzung daS Bestreben, ben allgemeinen Preisabbau zu fördern und den V e r l c b r, dellen Aufschwung die Wirtschaft au« d.r F.-sii j- leit der Wahrung erwartet, zu beleben.
Chte stärkere Ermäßigung konnte angesichts der noch ungedeckt fortlaufenden Kosten ans der Ruhrdesehung zunächst nicht vertreten wrr» den, zumal die Antersuchung über die weitere Entwicklung der Eisenbochntarife noch nicht abgeschlossrn ist.
Ein befenberer Ausschuß ist beauftragt worden, zu prüfen, wie verschiedene in zah r.ichen Ei igaben beklagte Tarifhärten g?mtlbcrt werden kennen unb wie die ÄuS - und Durchfuhr durch aetignete AuSnabmetarife Weller zu begünsticen sind. Die Frage der Ein ühruwt neuer öee.’jafen- au«nchmetarifc für wi.httge Ein- unb AuStu^r- guter wird mit bifonberer Beschleuniguna b-- banbelt D'r geplante Sechalenausnah netaril iür Eisen unb Stahl wirb zur Zell auggearbeitet und soll sobald als möglich in Kraft gesetzt werde».
Unser neuer Roman.
In unserer heutigen 'Hummer endet der He- gelerschr Roman .Zwei Freunde". Am Montag beginnen tetr mit dem Abdruck des neuen Romans, dessen Erwerb unS mir unter besonderen 'Opfern möglich war. Unter bem Titel
Die Tpttr des Dschingis Khau.
hat ber Autor Hans Dominik, der durch seinen Roman .Dir Macht der Drei" s chon starkes Aufsehen erregte, eine neue Romanbichtung geschaffen, die alle Leser in hohem Matze fesseln wird. Der uralte Rassenkampf um die QSornw *• stetlung In der Wett wird hier mit dichterisch- lebrndiger Gestaltung unb gründlicher Fachkennt- nis des Inge.ttcurS in das Werden einer Zu- kunftswelt hineingestcllt. Mit Grauen und Staunen sehen wir imfahbare Greignille Wirkllckkell werden, sehen wir den Menschen als Beherrscher der Ratur. wie er Spiel und Gegenspiel ber Riesenkräfte der Wett sich mit wunderbarer, abgemessener Genauigkeit rollziehen läßt Gr.;rn asiatische Dersch^agcnhrit, gegen die Brutalllät des 2!cgerS kämpft ber überlegene Geist beü Europäers, ber die Urgtaalten Feuer und Wasser, Hitze unb Kälte, vollständig in ben Dienst seiner Erfindung^ gestellt hat. Die umwälzenden Orfinbimgcn des Dynotherm und Antibynvtherm schmelvn Gletsck.-r, führen Winde und Regen in neue Bahnen. Die riesigen Steppen und Wüstengebiete Mittelasiens werden zu blühenden Europäer-Kolonien. In den 'T-tcnü deS Kampfes gestellt aber sind dir Errungenschaften der Technik von furchtbarer Art. An ihren Wirkungen zerschellt die stolze Losung des Pan-Mongolismus .Wir find der wiederaufstrigenkte Orient. Europa ist daS untergebenbe XbenNanb, er Oriente lui". und unter Schnee und Eis wird der Hahr- hunderte alte Traum der Ostvölker von einer monaollschen Weltherrschaft für einig begraben.
Wir sind Überzeugt, datz der dtoman daS ungeteilte und anhaltende Interesse unterer Oefer ft n den w ird.
” Vorsicht bei Gesprächen und Telegrammen noch der Pfalz. Es ist damit zu rechnen, bth ber Fernsprech- und Tele> gir.rnutocrfebr des jinbe .-tzten Gebietes mit ber von den Sepat.ack''.ea überwacht wird. Es er.roftehll sich dah-er, bei Gesprächen und Telegramm cn noch ber Ptalz b-.c grotzte Vorsicht zu üben.
"Die alten Ein- und Zweipfen- nig-Münzcn. Die das .Berliner Tageblatt' hört, besteht die Absicht, die alten Ein- unb Zwei P»ennig-Kupfer«ün.<n >es Reiches als Renten ptennige »u erflneu. Vrassisch dritzt Dai da" kte-n Ku c gl i e volle 10cpr>-«nsg- Autwerttmg angedeihen lätzt.
Pornotizen.
— Tageskalenber für Sam Stag Rad ahrervercin .Fo.wna": 8", Uhr Monats Versammlung im Po.rtecker. - B f B: 8‘/, Ub. im Sch:pka'^atz MvnatsversanvnlurK — Palast. Lichtspiele: .Taifun" und .Fi, unb Fa, als Prei^ boiet". - Lichtspielhaus. Bahichofstrahr .D?r Ro'enmontag bis Asche^-mittwoch" unb .Er. alt. Stratzenschrock".
— Tageskalender für Sonntag Gietzener Konzert verein: 5 Ubr in ber Aula Konzert des Schachtebeck-QuartettS. — Otabtibrätn 31/« äckhr.Gawän". 7 Uhr .Unier ber MübeiNr Linde". — ÄDnfunweretn: 2 Uhr Msiglledervcr fammlung im Gewersicha f «bau*. Lichttpi ?'.
häufet dasselbe Programm wie am StemStng
— Dortrag über .Borneo unb btc deutsche Mission". Morgen. Sonntag, nachmittag 3 Uhr spricht in der Stadt kirche auf Veranlassung der Männer- unb Frauen-Veretni- aung der Matthäusgemeinde Missionspredtger S Patch auS Frankfurt a M. über: .Borneo unb bte benMehr Mission". Borneo, bk holländische Kolonie, ist ein hossnungSvolles XbdiÄgetnel bei Basier Million. Zu bem Dort rag ist jedermann herzlich willkommen. (Siehe Anzeige.)
— Der Wartburg-Verein veranstaltet morgen abend im Sen.rindehauS, Kirch- st ratze 9. einen Famtl enabend. in betten Mittelpunkt die Vorführung einer Lichtbildcrierir des Rvrdbeutschen Lloyd Bremen über .TEobemer Werftbetrieb und Bau eines Ozeandampfers^ steht. lWerftbetricb, Bau unb Stapellauf, Innen einrichttrng., Drr Abenb wrib von musikallschen Darbietungen eines Quartett» des Blondinen- Vereins .Reapvllla" umrahmt. Räheres ttehe tm heutigen Inserat.
Wettervoraussage
für Sonntag.
Meist trüb, Temperaturen ber R-si, noch Riederschläge.
Landkreis Gictzeu«
y. Lollar, 18 Jan. Die Arbeitslosigkeit nimmt in krtzter Zell hier und in ben benachbarten Gemeinden bebeuteird über Hand, nachdem wie der eine gröbere Arbeiter auf den BuderuSschen Eisen werken Wetzlar-Lollar, und zwar diesmal ubc 600, entlassen tnorben sind. Man erwartet sehn lickst eine Besserung der wirtschaftlichen ßa<x mit Beginn des Frühjahrs
KrciS Kricdberg.
e 8 r t e 6 b e v g 17. Qan. In bet jüngsten Versammlung deS Vereins für Hande! unb Industrie wurde in Anwesenheit bei Vertreter der Stadt Friedberg einstimmig fest- gestellt, datz die diesmaligen städtifchel. SteuerauSschläge für Handel unb Gewerbe ihrer Höhe wegen nick tragbar seien. Bei der Stadtveiw'. tung wird beantragt, bet Steuerzahlern, derer Veranlagung eine übergroße Härte bedeutet, eim Herabsetzung ein tret en zu (assen, und bei ‘Bürgern, bte anderseits steuer sich kaum belastet sind, eine Steuererhebung zu veranlassen. Wsiter trieb bic Forderung erhoben, die Stadl wolle für die Folgv eine Veranlagung auf dirier Basis ablehnen und dahin wirken, datz bte Steueraesetzgebung infvie'n eine Aenderung erfährt, als oie Städte Wb i die Berechtigung erhalten, Zuschläge zur Einkommensteuer zu erheben Gleichzetttg beantragt die Versammlung die Etnsehung ein»’ örtlichen Kommission an- Kaufleuten und Gewerbetreibenden zwecks Mitwrrkung bei brr Gewerbesteuerveranlagung.
SreiS Schotten.
* Herchenhain. 18. Ian In einer Bauernbund-Versammlung m u se <m Orte wurde gegen die Milchzw ngSwirtschrit Ctrl- luna genommen. ES wurde cht limmig sirichloslen. in Den Milchlieferstreik einxutrrtcn. Man erklärte u. a .Warum sollen wir für bte preutzsi scken Städte fickm. wo doch die nahm preutzi- schen Dörfer, z. B. Völzberg Lichenrob usw übe* ihre Milch frei verfügen können?"
Hessen-Rasta«.
fpd. Höchst am Main. 18. Ian. Aut behördliche Anordnung werden aus Sparrück- sichten die Bauten von Kasernen im besetzten Gebiet eingestellt. Don dieser Matznahme wird besonders auch der nahezu fertige Bau der groben Kaserne in Höchst a M betroffen.
vermischtes.
Sliige um btt Welt 1924.
Das Flugprvgramm des neuen Iahres sieht nicht weniger als acht Flüge um die Welt vor. Zwei dieser Unternehmungen werden von ben Vereinigten Staaten vorbereitet, unb zwar soll ber eine ber amerikanischen Deltflüg. am 1. April In zwei Doppeldeckern, bie zugleich als Land- unb Seesiugzeug ausgerüstet sind, vrm Seattle auSgehen Die Route unrfaht Äan.iNi Alaska, die Aleuten-Inseln. Iapan, Lhina. Fron- zöisich-Indochina Siam, Birma, 3nbien. Äon- nantinroel, England, die Faröer-Inteln. Island. ». Grönland. Labrador. Quebee, Montreal u-J* Washingwn. Der zweite amerikanische Beriuw. der tom Marineministerium ausgeht soll in eti en besonders konstruierten Torpedo-8 ugzeug unte«> nommen werden Auch bie Engländer rüsten sich zu zwei Weltslügen. Der eine, ben die beiden F.ugvsfiziere Maclaren und Flenderleith unternehmen wollen, wird von London auSgehen. ostwärts rund um bie Welt übet Aegypten Indien. Ehina, Iapan, Kanada, Rcu'undland. Grönland. Island nach London zurückführen Die «weite Unternehmung soll mit einem besonders starken Seeidtgzeoa au »geführt werden. Andern Welt- flugplane bestehe in Frankreich. In Italien, in Holland, unb man hofft, dah ber eine ober bet andere Weltslug sicher yut Ziele führen tri dl


