SdtjOme Merwochen.
Roman von Arn-ld Fredericks.
23. Fortsetzung. (Rachdruck verdoten.)
Bernet trat dem bebenden Wagen entgegen. Am Steuer sah ein junger Wann in ruhiger Haltung. 3m Wagen lehnte bequem eine uer- schteierte Dame und hielt ein Päckchen aus tnxxu* nem Papier in den Händen.
Sie beugte sich gegen Bernet vor und sagte ihm ein einziges Wort. Duvall hörte es nicht, aber die Wirkung aus den Vertreter des Präfekten tixrr überraschend: er trat zurück und lüstete den Hut. .Verzeihung. Madame," sagte er und der PaSquet fuhr unbehelligt durch das Lor und tauchte im Pariser Strahengewinrmel unter.
Duvall war dorgesprungen und beleuchtete die Insassen des Wagen- mit seiner elektrischen Taschenlampe. Plöt.ltch fuhr er verwirrt zurück, eben als Valentin den Wagen weiterfahren lieh. &r konnte nur schwer glauben, dah er richtig gesehen hatte. Do fuhr der schwere, dunkle Wagen. Seite und Räder ganz mit der verräterischen Farbe gezeichnet — und dort, am Steuer, sah Alphonse Valentin, während die verschleierte Frau im Innern — Grace war I
Gr wustte nicht, dah es Grace war — er wühle, dah eS die Frau war, die bei Valentin in dessen Zimmer gewesen — die Stapleton die Rachricht von den Räubern gebracht hatte — die ihn, aus ganz sonderbare Art, an Grace erinnerte.
Dort sah sie irrtb hielt Stapletons Geld in der Hand — und Bernet zog den Hut vor ihr
und lieh sie weNeNayoen. Rarrte biete Frau die Polizei?
Mit einem Sprung war er neben Bernet. „Halten <5ie sie an!" sthrte er« heiter .ES sind die. hinter denen ich her bin."
Bernet schüttelte die Hand. »Unmöglich. Monsieur. Sie haben vom Präfekten persönlich sicheres GÄeit."
„Aber es sind Räuber — Äini>8räubcrl“
Bernet zuckte die Achseln. .Möglicherweise, Herr Duvall, aber nach den erhaltenen Bestien muh ich sie durchlasten."
Der Detektiv knirschte hilflos mit den Zähnen. Sern Plan zur Kenntlichmachung der Verbrecher war gelungen. Er hatte sie gefunden und sah sie samt Stapletons hundert tau serD Dollar unbehindert seinen Fingern entschlüpfen. 3n seinem Zorn verwünschte er die ganze "Pariser Polizei.
Die Ankunft eines anderen Wagens lenkte seine Gedanken ab. Es war Stapleton, der heim raste, um seinen Jungen wtederzuha.be n. Er hat e offenbar keinen anderen Gedanken, als den an seinen vermißten Sohn. Duvall hielt ihn nicht an.
Verschiedene andere Wagen fuhren durch. Duvall hatte kein Interesse für sie. Er wollte eben in der Ab icht Weggehen, Stapleton nachzujagen, um zu erfahren, ob sein Sohn zuruck^o- bracht worden sei oder nicht, als er sich von einer bekannten Stimme beim Ramen gerufen hörte. Er wandte sich um. Es war Lefevre in einem schweren, dunkelgrünen Auto.
„Mon Dien Duvalll" rief der Präfekt mit gutgespielter Klebercaschung. „Sie hier! In Paris. Oder täuschen mich meine Augen?"
Der Detektiv sah ein wenig überrascht au#. Es war ihm klar, dah sein alter Freund es vtel- leicht als ungehörig empfand, dah er ihn nicht früher ausgesucht hatte. „‘Ilern, Herr Präfekt," rief er, „ich bin's wirklich." Er streckte die Hand aus und drückte herzlich die seines früheren Vorgesetzten. .©ine kleine Angeleguchoit fuhrt mich nach Paris. Ich bin eben erst angefommen."
„Wirklich?" Der Präfekt zw.nkerte mit den Augen. „Ich hoffe, mein lieber Freu.rd, dah es Ihnen bald möglich ist, mich aufzusuchen."
„Ich komme noch heute abend. In der Tat habe" ich etwas änderst Wichtiges mit Ihnen ftu besprechen. Haben Sie Zeit?"
„In einer Otunbe, mein Freund. Bis dah.n bin ich beschäftigt. Kommen Ste in einer Stunde auf die Präfektur. Ich erwarte Sie. Dis da!-in, leben Sie wohl l" Er rief seinem E haust cur etwas zu und verschwand vasch in der Dunkelheit.
Duvall drehte sich auf dem Absatz herum und sah sich nach einem Wagen um. „Gute 2lacht, Bernet!" rief er und ging die Steahe hinauf.
In einer halben Stunde war er an Stapletons Haus. Der Bankier ging in verhaltener Wut in seiner Bibliothek auf und ab „Dte Butstchen haben mich getäuscht," schrie er. „Sie haben meinen Jungen nicht zucückg.bracht. Sa^.en Sie, haben Sie etwas von ihnen gesehen?" Er sahte Duvall erregt am Arm.
„In dem Wagen, in den Sie das Päckchen Geld warfen, sah auher £em Führer nur eine Person, eine Frau; nicht?'
Ja — ja. Haben Sie sie gefangen?"
„Olein.“
„CEarum nicht? Mihlang Ihr Plan, den Wagen zu kennzeichnen?"__
,3m Gegenteil, er Happte Ich
hielt den Wagen am Wall an. Die Fmu darin hielt das Geldpäckchen in der Hand."
,llnd Sie verhafteten s« nicht? älm- Htm- mel- willen, warum nicht?"
„Die Polizei wollte cs mir nicht erlauben. Die Frau war dieselbe, die Ihnen gestern nacht die Nachricht brachte die vermutliche Polizei» agenticn Die Polizei erlaubte ihr, durch das Lor zu fahren."
„Was?" schrie der Bankier förmlich „Das ist ja lächerlich Ist die Frau eine Verbrecherin cb:r eine Detektivin? Beide- brnn sie nicht sein und wenn sie letzteres i't, ttxirum sah sie in diesem ‘Wagen, warum hatte sie mein Geld in der Hand ?
„Ich weih es nicht. Aber ich denke, es wird sehr rasch herauszufinden fein."
„Wie, möchte ich wissen?"
„Ich gehe sofort den Präfekten nustuchen."
Stapleton sank in einen Stuhl und seufzte. „Ich hatte geäfft, Jack jetzt bei mir zu Halen. Seine arme Mutter ist aal e am Wahnsinn. Können Sie da nichts tun, Herr Duvall?"
„Ich hoffe. Ihnen bester antworten zu können, wenn ich mit Lefevre g.sprochen habe Sind diese Frau und ihr Segte ter Valentin wirklich die Kindsräuber. so sind sie in 'Paris, und wir sind imstande, sie ohne Schwterigkeit sestzuneh> men. Wenn nicht, so ist wenigstens Ihr Geld gerettet. Ich muh jetzt geben; sobald ich jedoch etwas erfahre, lasse ich es Sie sofort wissen. Gute Rächt!"
(Fortsetzung folgt.)
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2. Rechnungsablage.
3. Anträge.
4. Dorstandswahl.
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Anträge auf Statutenänderung^ find spätestens bis 20. ds. Mts. schriftlich dem Vorstand einzureichen.
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