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List« Blatt

U4. Jahrgang

Montag, l8. Februar 1924

GiehenerAnzeiger

General-Anzeiger für Oberhefsen

Pntf wnb Drrlep: Brfhl*f*f Ueirer^täts-Bi*' nnö Stclnönicffrei R. tarne in Meten. $$riftleiftng und *ef* f?$Wtle: S^efVrahe 7.

Hielte« Innigen ftrbtt lagetremmer pt* tum TaAmitldq rorber ob« i#bfT-etbtnbli4hrtt.

Preis |nr | mm h»tze ftr Irjeiarn pon 27 mm Stritt ctlhd^, au*a>Art* 10 ©olbpftnmg; für le* hlome-Wm,eigen p 70mm Dttite : S e-olbpfennig, t>lüt|»orf4HU 2u* Inf* f4!ag - 2 eroniwonltch fürPol'tib» Feuilleton: t>r (Vnebr Hhlb L'dnqc. ftr ben fibriaen 2eil rrh Vlumfibei*. ftr ben Inp genteil Ran* Ke*, |imtli4 in Gtttzen

Die Steuer vom Gebäuhebesitz. Hon Prof D. Sch la«. M d L.

g«r Seit wird In Heilen eine auhrroröentlidhf staatsich« v euer tx>m Gebäude^itz erhoben. Li.- wird bereitnach dem (Prunbherm^en. das nach Artikel I des Stnanwefenct für das Rech- nungthbr 1923 dem niedrigen ötcuedab unter- liegt Don je 100 Mark ©teuertuen merken 15 Ovldpfennige gefordert Der Besitzer kann die Steuer auf die Rut»ung» berechtigt en nach dem Mietwert abtnäUen Ta<5 getchtedt lelbflr*erftdnb» lich Demnächst nimmt eine städtische ©teuer zur Onrkbung die denselben (Pebdubebeiih trsisl und ebenso abgewälzt wird Oie trtrb 20 Doldpsennige von je 100 Mark, allo noch */j mehr betragen

Tiefe ©teuer bedeutet eine ganz auhcrttrbent- llch schwere Belastung aller Mieter Die mir scheint, geben ihre Wirkungen weil über das hinaus, das non der Regierung und von den Parteien die bk ©teuer Im Sonderaassch ist des Landtags in dieser Höh* KewMIgl haben, las Auge geiaht war. Schon das Zusammentreffen der Staats- und Stadtsteuer auf nahezu den gleichen Zeitpunkt, wirkt sehr hart. Dor allem aber gilt das von der Höhe der Steuer Tie Regierung gab, als sie ihre Vorlage eindrachte. an hab .In den Monaten Januar dis Mörz ein? 6teuer hon mindestens 10 Prozent der Friedens» miete not treu in und auch tragbar fei Tas ifl bei heutigen Verhältnissen viel, zumal dabei für Staats- und ötabtftcuer zusammen fast '/. der Di rieljahlsseikde.tsmiete hc-rauskäme Dian benFe an die Maintengehälter! Uni» nicht blof, an die der Staats beamten! 'Tatsächlich überschreitet aber schon die Slaatssleuer für sich allein in nicht wenigen Fällen diesen Prozentsatz. Mir find Fäll« bekannt geworden, in benen diese Ctaat»flcuer für sich allein lt v H in einem Falle sogar 50 v. H der Dierteljahrsfriederrs- mkte beträgt Schon für sich, erst recht aber mit

*,en Steuer yifammen bc\'u:ct das eine bei heutigen Ginkommensverhältnissen geradezu unerschwingliche Leistung.

Die Ursache für diese Härten liegt, soweit ich zu sehen vermag, wenigstens teilweise darin, bah das der Svndersteuer unterliegende Grund­vermögen keineswegs btoh den bebauten Grund­besitz umsaht, sondern auch Grab- und Dra»- gäkien sowie Dauplätze. Der zufällig da» .Glück hat. in einem Hau» zu wohnen, zu dem solche unbebauten Grundstücke gehören, der geniesst (auch trenn er von diesen Grundstücken nicht den go ringst en Duden hat) den Vorzug, eine ganz un- verhültnisM'itzig hohe Abgabe leisten zu dürfen. Denn die ©teuer tr*irb nach dem Miet wert ber Dohnungen verteilt. So kann es geschehen, bah die Steuer für manche Mieter eine ganz un» glaubliche, für viele eine jedenfalls zu ihrer Miete nicht im richtigen Verhältnis stehende Höbe erreicht Du'-ch bas 3ulammentreffen mit bei städtischen ©teuer wird diese Härte vervielfach! Die ©teuer stellt sich in ihrer Auswirkung als M i e t« ft e u c r dar Aber, wie man sieht, wäre eine richtige MietSzinssteuer gerechter als diesi ©teuer vom Gedäudebefitz. bei der Mieter nach Verhällnis ihres ViietwertS <?rundftüche hoch ver­steuern müllen. die ihnen nicht gehören und von denen fte keinerlei Hünen haben

Aber auch sofern die Steuer Mietsskuer sein foU. vermag ich sie nicht als gerecht anzuerkennen Der Mieter soll durch sie nach dem Verhältnis« des MietswertS seiner Wohnung getroffen wer­den. Dieser Mietswert entspricht aber heute nicht mehr der tatsächlichen Finanzkraft der DoKnungSinhaber. Dieviefe Mieter baten noch Dohnungen inne von ber Fliehenszeit her. an die sie gebunden sind, weil sie keine anbere Wohnung finden können und well fle einen Umzug nicht bezahlen können, während sie des Preller wegen längst gern kleinere Wohnungen gewählt hätten! Zeyt werden alle diese ihres einstigen Vermögens, ihrer örfbamiffe 'Beraubten so behandelt, al# ob die Wohnung. die sie innehaben. von ihnen freiwillig nach Dem Stande ihre» Einkommens von 1924 (dessen Winzigkeit doch niemand vorher ahnen formtet ausgesucht worden wäre!

Die Steuer ist für alle lehr bart, für eine grobe Zahl von Mietern g-rn auherordentlich Hari. Artikel 5 de» Gesetze» enthält die Bestirn- mung. bah auf Antrag eines Griatzpsiich-sigen ber aus ihn entfallende ©teucrantci! ganz oder teil» weise erlassen werden kamt, wenn die Srbebun« für ihn eine besondere Härte bedeuten würde tch würde es für richtig halten, wenn al» Mahhab für die Anwendung biefer Bestinnnu g die ja sehr schwer zu begrenzen ist. der gewählt würde, dah ein Gmvorschnelfen de» Sraatssteuersanes über 10 h. H. der Viertrijabrsfrieben'miete als besondere Härte anerkannt würde. Dann würde immer noch mit der Stadt heuer zusammen 23 , v. H ber Vierteljahrösriedenämiete zu zahlen sein

Auch manche, vielleicht nicht wenige Htus- bcihcr werden übrigens insofern bejonbere in Anspruch genommen al» die besonderen Verhält­nisse für 'ie eine Abwälzung ganz oder tetltoei# undurchführbar machen. Jedenfalls sind sie auch in diesem Fall zur Zahlung verpflichtet. ob sic den nicht abwälzbaren Anteil später erstattet bekommen, da# ift (auhcr bei Mietern, die öffent- llche älntcrftü'xungen beziehen) jedenfalls un­sicher. Die Gruppe derer, de solche ihrer- fiünungen beziehen, ifl übrigens eingeschränkt nur der hat Anspruch auf 5:Iah der vor ben 15. (Xamiir die ilntcrftü'ung bezogen hat. Wie nun bei später in die Unterftüqung 2Iu*genom­men cn ?

Vor allem möchte ich durch diese Zellen dringend davor warnen, etwa bei wer-

Der Pfalz- und Rheintag.

DtaWonefiunbgebun en in'Berlin und im Reich. - Die Wiederherstellung Verordnung in der Pfalz.

Berlin. 17 Febr (Wolff I 3m groben © tzungslaake de» R ri chs t » Zes sand -ine macht- Dct.e Kundfbung für die deutlche P alz und das b-u:fch' Rheinland statt Der grobe Saal und die Tribünen waren übe füllt U der den Prä i» dentensitz war N-t Rci 4iNer «taet>rächt, tn ' rinnn Schutze k-ie ®a. p n von Ah in- und ©aaiUkib svvie der Pfalz Darunter stand der Spruch Dir stehen für unser Land! An den Re ilerung»tif<ben fa.i'' (ich u a du: ber Reichs- ka zier Marr. A britSmi ri t«r Vr a un S. ber Minister für die besetzt n Geb e'e Höflc, Reichs- ve kebrsmi! Ister Oes er. Min'ter Severin, al.4 Vertreter des Rrichtagsvrä i iums Geb. Rat R i e h < r Von den ReichstagSstraktimen trxrvn oomebml db bi ' pfäUi che' 2tbqe^r mten erschie­nen, barv.it.r Helf ferich Die B rltner Vieber» tafd unter Leitung von Pr?f. Dilliqer eröffnete die F-ier mit einer Motette von Vach äjtiII- ftorialrat Gruhl begrühtc die Versammlung mit zündenden TD orten, die in einem TreuteladniS für nie deut'ch P alz und das deutsche Rheinland au#(langen Gr schloh unter lebhaftem Beifall der Versammelten mit dem Gelübde' .Dir wollen fein ein einig Volk vm Brüdern, in deiner Art uns trennen und Gefahr"

Der deutsche (Gesandte in Wien Pfeiffer ein Pfälzer, führte dann aus: Untere heutige Kundgebung gilt vor allem dem Ausdruck des ZornS und der Tmpörung darüber, bah es Söhne deS eigenen Volkes sind, die sich über die Gewalttaten und da» Unrecht, die der Pfalz und dem Rheinland zugesüzt werden, freuen, die fich mit Gold dafür lohnen kaffen, deutsches Land an diejenigen zu verraten, die von Anbeginn der bcurieten Geschichte unsere Feinde gewesen sind. Die 2luqen aller Welt sind heute auf den Kamps am Rhein gerichtet, denn eS geht hier um die Diente des Geistes und die Gröhe der deutschen Ratton. Dv der Rhein in deutsches Land etntrttt. grübt er die deutsche Stadt ©trahburg, deren wir in dieser Stunde mit tiefer Sehnsucht gedenken (Stürmischer Beifall ) Roch weiter abwärts grübt der Rhein die Burg Trifels auf der die Kromnsignisn deS Rei­ches 3ahtHunderte hindurch au!bewahrt wurden, von der die deutfchen Kaiser in der Blütezeit des Reichs zu ihren Zügen ausbvachen. Und dann ragt majestätisch der Twm zu Speyer etnpor. tro acht deutsche Kaiser ruhen Den Ramen M a i n z zu nen;icn. genügt, um an deutsche Gröhe und deutschen Fleih zu erinnern. Die Separatisten haben ja keine Ahnung, dah sic nur ein alteS politisches Programm Fra.ikreichs erfüllen. Rach einem Hinweis aus die früheren und heutigen ähnlichen Bestrebungen der Frantzolen am Rhein fuhr der Gesandte fort: Aber in all den früheren Jahrhunderten erlebten wir nicht, dah

Söhne des eigenen Landes ihre Mitbürger vertreiben, über die Grenze werfen und brot­los machen.

Ich segne die Stunde, da wir heute hier zusammen sind, um unseren Abscheu darüber auSzudrücken. »wnal ba nach ben jetzt eingegangenei Rachiichten mit ihnen endlich einmal auf­geräumt und die rechlmähige Regierung in der PsaLz tr-iebet eingesetzt worden ist und die Separatisten in Scharen zu ihren Freunden nach Frankreich Hohen. (Lebhafter Beifall.) Dir lwfsen. bah diese trübste Episode in der Geschichte bet' RheinlandeS cndlih vorüber ist und endlich wieder Frieden Ruch-. Orbnung und Sicher beit im Lande cinfcbrcn. An der Deutschheit ber Lander, an ber Deutfchd it ber Gesimrung der Bevölkerung ist Dein ZweisH. «Beifall j Die Schicsiake bk über das Land link» de» Rhet.nS drhinbrausten seit 1918, wurden ein fester Kitt, ber u-lvSbar die Herzen mit dem deutschen Haler- lande verbindet WaS Willkür ber Feinde und einzllrvr DolkSg-ne's-n den Deutschem dort am Rhein antat. bet» klammert sich nur fester an bas bringe Baler'r»nd 3n blrict Stunde wage ich ,^u 'aren: Ze me r Unrxb!. je mehr Gewalt! >t geschieht, desto fest.-r und sicherer werden die Acr^rn dort dem Deutschtum gehören. Wenn ich heute als Pfälzer vor Zhnrn stehe, möchte ich tau<cnb Zungen habet, um allen Deutschen zu» zurufen, bah wir P alzer ihre Liebe brauchen inre 5>ikfe in Gebanke-i und in der Tat. damit wir alle» das durchführen können. '.vaS wir in Opfer­mut tmb Opfertvlllen für das deutsche Baler! and zu vollend.'n ber.it find. Fühlen wir ter ficnrer.b.m Polin'chot Meinungen des ®n- zelnen deutsch und halten brüdTrlich zusammen, vorerst zum Schutze, dann aber auch im Bewusst­sein unsere.« Recht cs und guten D:llenS.

ter.-m Geldbedarf tn Staat und Gemeinden auch künftig einfach die gleiche Steuermethode anai- wenden. Das darf nicht fein. Da^u ist diele Steuerreform zu wenig durchaearbeitet. zu werüg gerecht. Staat und Ge^neinden brauchen Geld und wieder Geld. Da» weist ichi und ebenso, dah Steuern mehr denn je bezahlt werden'fat Um so nvtwendigcr aber ist es, dah sie ge­recht verteilt merben.

Die mecklenburgischen Wahlen.

Schwerin, 17 Febr. iDTB.) Der bis­herige Verlauf der mecllenbungifchen La nd» tagswahken lästt eine schwere Sin buhe bet ben Sozialdemokraten, eine mastige

Lassen 6ie uns ber Stmtde harren, wo Dir mehr un» bucken müssen, sondern auch trntzen und uns si-nhast ai-srichten können an bem Patron be« dentschen ©L Michel.

'Wenn hier und brauhen im Lande heute und am 2. März Deu Ich' fich iuammenilnben zum D reu bekenn Nis. dann soll eine Welle lebendiger Begeisterung au» diesen Kundgebungen sich üoer die deutschen Lande er» ßicbcn. Richt tn dumpfem Seufzen und Wehklagen wird die Befrerung be» Volte» geboren sondern itur mit dem Blick emporgerichtet zum Himmel. Mi den Sternen, denn die ewigen Rechte eines jeden Deutschen sind unzerstörbare ewig wie der Glanz der Sterne als unsere Hoffnung und unser Zutrauen. «Stürmischer Beifall.)

Hierauf führte

brr RcichSininiftrr für dir brfrtzten Wrbiftf Horfle

etwa folgendes au<: Die Reichsregierung beauf­tragte mich, ben Veranstaltern dieser Äunb- gebung und den Milwirkenden ihren herzlichsten Dank zu übermitteln. Al» Reichrminister für die besetzten Gebiete fühle ich mich verpflichtet, für die Unterstützung, die diese Äutibgcbang für die Politik der Reich?regierung bedeutet, meinea be­sonderen Dank hinzuzufügen Al» Sohn der Pfalz empfinde ich mit besonderer Genugtuung, bah ich heute die lleberzeugung gewann, bah auch die Bewohner der Reichshauptstadt und Millionen von Mitgiiebem in Verbänben. die diele Rund- gebung veranstalteten, an bem Schicksal ber be­setzten Gebiete. besonberS auch der Pfalz, wärmsten Anteil nehmen. Dir empfinden heute ganz be­tonter».- bah daS Schicksal be» deutschen Volkes vor allem drüben am Rhein und an ber Ruhr tn erster Linie entschieben werben soll. GS bebrütet keine lieber beb ung. wenn ich mit einem gewissen Stolz feststelle, bah die Reich»- regterung für sich in Anspruch nehmen kann, bah sie ihrerseits alles. waS sie tun formte, tat. um die Äol am Rhein und Ruhr zu Imbern, nm zu helfen, wo geholfen werden kann, um die moralische Diberstandskraft ber Bevölkerung dort zu stützen und zu schärfen.

Unser Ziel an Rhein und Ruhr ist, ohne staats­rechtliche Aenderungen auf dem Boden des statuS quo den politischen und wirtschaft- ( lichen Schwierigkeiten Herr zu werden.

Unsere Brüder an Rhein und Ruhr zeigten eine geradezu tewundernLwerte Widerstandskraft Tausende sind auSgewiefen. Hunderte sitzen noch heute im Gefängnis Allein durch die Separa­tistenbewegung wurden 14 000 Pfalzer vertrieben. Das alle- formte die Widerstandskraft ber Be­völkerung ber befehlen Gebiete nicht im geringsten erschüttern Die (Srcigntffe in der Pfalz oefonderS ber letzten Tage bewiesen, bah bie Separatisten sich nur halten konnten burch die Unter­stützung ber Franzosen A!S bie wegfiel, würben sie sofort himveggeweht Qi bebeutet eine vollkommene Verkennung der Situation, wenn ber ehemalige französische Rriegsminlster fest­stellen zu können glaubte, bah es sich in Pirmasens um beit AuSslust nationalistischer Strömungen banbelte WaS hort vor sich geht, ist ber Auf­schrei eines bebrüdten Volkes Mit Recht sagte biefer Tage ein bedeutender bollän- bifcher Schriftsteller- .LS handelt sich um ein grvtzeS Drama, das sich tn dem Beinen Lande abspielt.

Der das Faustrecht proklamiert, kann sich doch über die Gegenwirkung nicht wundem.-

3n den letzten Tagen waren die beiden S a ch- verständigenkomitees in Berlin. 3d) habe die Hoffnung, bah bie Gutachrm dieser bet­ten AommiPi?nen die Grundlage bilden werden für die entg lüge Lösung der Frage der Repara­tionen un- .«mit auch der Frage des Schicksals unterer Brider an Rhon und Ruhr Die eniN- g l'ige Lötung ist ja erst dann denkbar, wenn die RcparationSsrage cnbguUig geregelt ist. Do her ist man auf allen Se t«m einig. Dir ha­ken heute das Recht, wenigstens einen kleinen Hoffnungsschimmer zu sehen und zu er- warten, bah in -en nächsten Ttonaicn bie enb- gült.ge Losung gefunden wiiD damit auch Ruhe, Ordnung und erträgliche Zustande in ben besetzten rieten ich wieder ein stellen Dir Politik her Reichsregicrung lästt sich in dem einen Gedank-.-n zu'aTnmenfasien: Sin grobes deutsches Volk, einignachinnen, freinachausten. Ich fordere Sie zum Zeichen dieser Ausfällung auf, sich zu erheben und mit mir zu rufen .Unter

deutsche» Volk, unser Vaterland, unerv Bruder am Rhein, an der Ruhe und in ber Plalz. sie leben hoch!

Bräelstert stimmte die Versammlung dreimal in den Ruf ein und fang flehend das Deutschland- lieb Die Axmbgebung sand ihre Fortsetzung vor der groben Oef c:i:liu>!elt mit einem Konzert auf bem «önlgsplatz Hier hatten sich feil 11 Uhr Taufende eingefunden Gegen I2 . 11b« hat der Reichskanzler mit Ieiner Begleitung au« oem Reich»tagSgedüude auf bte Fretlieppe mit ihm der Gesandte Pfeiffer, der von dort aus vor ber versammelten Riefen menge In einer kurzen Ansprache auf die Bedrängnis ber Psal? und da» ixiter

ben ber Scparatistcn binint?» Rach dem gemein- tarnen Gesänge be» Deutschlandliedes gingen bie Teilnehmer langsam auseinanber

Der Reichspräsident

empsing anschlllhenb an bie Psalz- und Rhein» funbqcbung ehre Abordnung te'tcbenb auS tem Dorsltzenben der Arbellsausschü'f für ken Ps.siz- tag. Dräger, bem Dorstanbsmitg!ie> be» Ar­beitsausschusses ber beutschen Mubande. vanll.-r Fraenger. bem Torfoumbcn be Vereins hr Pfalzer, Dem Präfibenten Dr Kaufmann uni bem Vorsitzenden des Reichster bandel ker Rhein- lünber. Konfistorialrat Gruhl, Nm Lei ei der Veranstaltung, bie ihm über be i Verlaus he. d v btuckSvollen Knndg' bun, bevtJ. :eien Der Rcichri piüfibvnt banste ben Veranstaltern und betonte in feiner Ortoiberung bah die..aus freier Gnt- fd.lichunfl ber Verliner V.'i ölkerung c uachlrnr machtvolle Jtunbg-bung, die durch ähnlich« Veranstaltungen lm Reiche noch wci- tere Steigerung erfahren weri« er be­brüdten Bcvolkert.mg tn be Pfalz am Rhein und an der Ruhr zeigen werden, dah da' ganze deutsche Volk in Treue und Dankbarkeit sich mit dem um Freiheit und Menschenrechte siim.-senden Vrübern und Schwestern verbunden suhl Die Reichsregierung werde nach wie vor alles tun, um baS LoS unserer Vollsgenofsen zu ertrichera und ihnen Freiheit. Kultur und Frieden toterer zub ringen.

Der Pfalztag in München.

München. 17. Febr iWTV, 2tuf bn Psalzkundgebung lm Obeonluak, an ber sämtliche Staatsminister mit 2-1«nähme de» e krankten Ministerpräfibenten, staatiiche und kirchlich Wür­denträger. Vertreter de, Reich. loörhen und Männer von Kunst. Wisienfchast. ->i idel und Industrie feilnahmen 1

Ontfcn mit bered e t Worten bas Treu,r<löt,ni1 zur deutfchen und bayerilchen Pfari a' A-, Hand historischer Rückblicke zeritörte er die Leg -nde von der sranzöfsichen Stzmpathie für die Pfalz, die für Deutschland verloren sein würde, wenn ihr glorreicher, jahrhunbertralter Fn'airmmhang mit Bayern gelöst würbe Die Feier schloü mit bem Gefang bcs Deutschlandliedes Auch im übri­gen Bayern fanden ähnliche -Kundgebungen der Treue flati.

Die Lage in der Pfalz.

Speyer 16. Febr (WTB.) Der pfäl» zische KreiSausschuh hat folgenbc Bekannt« matiung erlassen Die Interalliierte Rheinland» fornmilfion hat in Ucberchftimmumi ml' den Anweisungen ber brei Regierungen, die sie ver­treten. einen Spezialkomitee die Au »gäbe ckbertiagen. sich zu dem Zux-- in die Dsalz mi begeben, um alle bie unmittelbaren Maßnahmen zu orufen ober vorzuschrelben bie im Hinblick auf bie Wiederherstellung ber ösien'Iiche' Orbnung unb bie Jngangfetzung beS öffen-li^en Dienstes erforderlich si.ib. Gernäh ben erh-ll enen Wellun­gen wandte sich bi» Spezialfomitee an den ge­wählten Präsibenten beS pfälzifchen Kreistages unb an den Ärci5auyf4Nih be­züglich ber zu treffenden Mahnahmen

Der KreiSauSfchuß Hit erklärt, bereit zu fein, diesen Auftrag nn ra hmen und mitzuorbeiieu an der Lösung der Frage, Ruhe und Ordnung h der blf tzfen Pfalz wiederherzustellen uat bie Verwaltung wieder in Sang zu bringen. 5r betrachtet diese Mitarbeit alS eine ver­mittelnde zwischen den Herren Delegierten einerseits unb der Bevölkerung der Pfalz Bayern unb bem Reiche andererseits Diele Mitarbeit soll eine vorübergehende sein. bit> obiger Zweck erreicht ist. Reine »fall ä beirichtet der RreUauÄfdjuh sich als eine von der Rommtsifon

Zunahme bei den Romnmnisten und einen star­ken Aufschwung bei den Deutschvöl­kischen efermen. Auch bie Deutschnativ- na l en Haden zum Teil stark zuger.ommen Die Deutsche DolkSpartei wird wahrscheinlich höchstens bte Hälfie ihrer bisherigen Sitze er­halten. Die Demvkra.en werben ungefähr ihren Destanb behalten Die Dahlbeteilissing war im allgemeiner' gut unb wirb aus 80 bt3 85 Droz geschätzt Die Dahl ist. soweit bisher bdannt. überall ruhig verlausen Di« Zufammettsetzuna des neuen mttllenburgsichen Landtags dürfte nach ben bisher vorliecenden Da lergehnsifen clva fvlgerdc Lm DeullrnritivnQle. Deutsche DrllS- Mrtci 2. Dcusick-völkische 6. Demokraten 1. Sozial- bemohaten 7. Rommunisten 5 Sitz«, Wirsichasts- tnmb. Repudlckatrer unb Landpariri keinen Sitz.

Das Volksbegehren in Bayern.

München. 17 Febr. iPriv.-Tel) Bon dem VclkS begehren auf LanbtagSaaflölung imb Verfassungsänderung liefen die er­sten Ergebnisse vor 3n München Dur'«en für die Aaflölung des Landtages 103 892 Un richriften abgegeben, für die DersallungS n e.u.ng 9'^931. 3n Regensburg ist das Erg<- n s 11 207 d-,w 11 154. in Bamberg für beide 64S3. in Landshut 5839 bzw 5471. tn A nöerg 4970 bzw. 4689. In Nürnberg lautet das !cha>ingSwe ? 'Lrcrebnis 24 000 bzw 18 000. in Wurz^urg 15 003 bzw. 16 000. Damit ist bie notwendige Mindest­zahl von 800000 Stimmen für das ganje Land ges iche rt.