Nr. 2-H Erstes
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Biart
Jahrgang
Donnerstag, (v. Moder 1924
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Die Landung des Zeppelin.
Der Flug über das amerikanische Festland. — Begeisterter Empfang in Neuyork. — Glückliche Landung in Lakehurst. - Freudenkundgebungen in Süddeutschland.
Das gvotze Werk ist gelungen: ba8 deutsche Zeppelinluftschiff L. Z. 126 oder, tote es jetjt heißt, 3. 2t III hat die Fahrt vorn Festland zum Festland trotz heftiger Stürme, die es auf offenem Meer überraschten, ohne grosse Schtoie- rigkeiten zurückgelegl. Don Friedrichshafen bis Lakehurst, eine Strecke von rund 7000 Kilometern, sofern man die kleineren Kursänderungen berücksichtigt, die durch Witterungseinslüsse nottoendig wurden, ging die Fahrt in flottem Tempo. Durchschnittlich betrug die Geschwindigkett 120 Kilometer, die aber bei guten Windverhältnissen häufig auf 200 Kilometer die Stunde gesteigert toer- den konnte. Dur während des heftigen Sturmes, in den das Luftschiff nordöstlich der Bermudas- Inseln hineingeriet und der ein Abbiegen der Fahrtrichtung nach Nordwesten notwendig machte, ging die Geschwindigkeit vorübergehend auf fünfzig bis sechzig Kilonreter herab.
■3. R. III hat seine Luftiüchtiakeit bewiesen, hctt gezeigt, daß deutscher Geist und deutsche Arbeit imstcnche sind, auch unter den unheilvollen Einwirkungen der Nachkriegszeit Großes zu leisten und eine Brücke zwischen den beiden Kontinenten zu schlagen. Würdig reiht sich dieser Zeppelmflug an die Mrt des deutschen ^lntersee-Handelsschrs ses, das während des Krieges die englische Blockade ourchbrach; würdig reiht sie sich auch an den er st en deutschen Funtspruch von Deutschland nach ten Bereinigten Staaten, der nach Durchschneidung des Tlnterseekabels dank des eifernem Fleißes deutscher Techniker möglich wurde.
Was aber die Freude an diesem Gelingen, an dem ersten Flug eines deutschen Luftschiffes quer über den Ozean dämpft, ist, daß es sich hier um die Auslieferung deutschen geistigen Eigentums an einen fremden Staat und um die Ausnutzung deutscher Erfahrungen durch ein anderes Dolk handelt. A o ch i m m e r ist Deutschland auf dem Gebiete des Flugwesens geknebelt, noch immer muß es sich an die unhaltbaren und unheilvollen Bedingungen des Versailler Vertrages halten, während das gesamte Ausland, und hier in erster Linie die Vereinigten Staaten von Amerika, mit Hilfe deutscher Lei st ungen neue Erfolge verzeichnen kann. Die Lieberquerung des Ozeans durch Z. R. III hat aber gezeigt, daß der Versailler Vertrag mit seinen Lustfahrbestimmungen überlebt undver- a l t e t ist und daß er sich in Zukunft der freien Entwicklung des deutschen Luftfahrtwesens nicht mehr hindernd in den Weg stellen darf. Ein Volk, das derartige Schöpfungen, wie dieses Luftschiff, hcrvorbringt. hat auch einen Anspruch darauf, endlich von den Fesseln des Versailler Vertrages befreit zu werden.
Wenn jetzt ganz Amerika voller Begeisterung über den gelungenen Flug ist und Z. R. IH mit der deutschem Fi gge am Heck landen sieht, so darf man wohl daran erinnern, daß, dieses Wert nur gelang, weil die Washingtoner Regierung sich für die vorläufige Grh sttung der deutschen Zeppelinanlagen cinsetzte Man birf aber wohl daran auch die Hoffnung knüpfen, daß dieses glänzende Ergebnis der Zeppelinfahrt das amerikanische Volk zu ein:m einmütigen Appell zugunsten der freien En t Wicklung des deutschen Luftschiff- fahrtwesens zusammen: chli ßen wir>. Heute noch ist das deutsche Volk in Trauer darüber, daß es die Errungenschaften der Luftschiff chrt an d e Vereinigten Staaten abtreten muh; diese Trauer wird sich aber in einen Triumph verwandeln^ wenn Z. R. III der Anlaß für eine zukünftige freie und unbehinderte Weiterentwicklung des deutschen Luftfahrt- Wesens fern wird.
Der Flug über das amerikanische Festland.
Neuhork, 16. Okt. (SM. Funklpruch.) Wie schon gestern kurz gemeldet, hat Z. R. III am Dienstag früh 5.25 Mhr mitteleurop. Zeit amerikanischen Boden an der Südspihe Reu- Schottlands erreicht. Mm 10 Mhr vormittags wurde B o st o n überflogen, 11.30 Mhr wurde das Luftschiff in New Port, also 100 Meilen von Neuhork, gesichtet, und um 1.25 Mhr nachmittags traf es in Neuhork ein. Es hat die ungefähr 350 Kilometer lange Strecke zwischen Boston, New Port und Neuhork in drei Stunden zurückgelegt, was einer Stundengeschwindigkeit von 110 Kilometer entspricht. Mm 2.20 Mhr m. Z. wurde die Freiheits st atue überflogen und nachmittags 3.11 Mhr m.Z. in Lakehurst die Landung glücklich vollzogen.
Z. N. über Neuyork.
Begeisterter Empfang durch die Amerikaner.
Neuhork, 16. Okt. (TM.) Als der Zeppelin in die Nähe von Neuhork kam, flogen ihm sieben amerikanische Flugzeuge entgegen. Das Luftschiff beschrieb einen Bogen um die Freiheits-Statue und flog in einer Höhe von kaum 500 Metern toie ein gewaltiger Silberfisch über die Stadt. Das Luftschiff vollsührte einen 40-Minuten-Flug, stieg zuweilen in die Höhe und senkte sich wieder.
Bei der Ankunft des Luftschiffes spielten sich enthusiastischeSzenenab Als das große Luftschiff über Coney Island in Sicht kam und aus das Zentrum Neuhorks zusteuerte, reckten zahllose Menschen die Hälse zum Himmel Der Ruf: „Dort ist er!“ lief von Mund zu Mund, als das Luftschiff, von zwei Flugzeugen begleitet, maiestätisch über die Stadt segelte. Das Luftschiff steuerte dann schnell über Brooklyn, auch dort von Tausenden begrüßt. Der zahllosen Zuschauer, von denen viele die Hüte in die Luft warfen, bemächtigte sich beim Anblick des silbergrauen Schiffes die größte Begeisterung. Mntcr schrillem Sirenengeheul der im Hafen liegenden Schiffe und sämtlicher Fabriken fuhr dann Z. R. III an der Spitze von Manhattan Island vorüber und segelte schließlich über das Herz der City selbst. Infolge des Morgennebels war der Glanz des Luftschiffes etwas gedämpft. Den besten Anblick genossen die zahlreichen Zuschauer, die sich auf die Dächer der Wolkenkratzer begaben.
In einer großen Schleife nahm dann das Luftschiff den Kurs direkt über das Häusermeer der City, flog die lange Linie des Broadway entlang bis zum Woolwarth-Bulding. Die Begst- flerung der Massen kannte keine Grenzen. In allen Straßen der City drängte sich Kopf an Kopf die Menschenmenge. Von allen Dächern und vom Hasen her grüßten Tücherschwenken u.rd immer wieder erneute Au sbr üche der Bewunderung für die deutsche Leistung den Luftriesen. Alle Geschäftshäuser hat.en geflaggt. Nach einer 1 > • flünbigen Triumphfahrt über der Riesenstadt bog dann Z. R. III nach Lakehurst ab, wo es, von dem lebhaften Beifall und Hurrarufen einer hunderttausendköpfigen Menge begeistert begrüßt, glücklich landete, wo der Kommandant Dr. Eckener von Admiral Scales auf das wärmste begrüßt wurde. Es wurde sofort mit der Entladung des Luftschiffes begonnen und der Wasserstoff abgelassen. Der Zeppelin soll alsbald nach der Rückkehr des an der kalifornischen Küste befindlichen amerikanischen Luftschiffes „She- n a n d v a h" mit Heliumgas, und zwar mit dem Heliumgas der „Shenandoah“ gefüllt werden, da in Amerika zur Zeit anderweitig nicht genügend unverbrennbares Gas vorhanden ist, um den Zeppelin zu füllen. Das Luftschiff erreichte Neuyork in 79 Stunden 15 Min. nach feiner Abfahrt in Friedrichshafen, hat also die Reise in 31 i Tagen zurückgelegt, d. h. doppelt so schnell als der schnell st e Ozeandampfer. Im ganzen legte es 7500 Klm. in 81 Stunden zurück.
Dr.Eckener über dieFahrt
Neuhork, 16. Okt. (WTB. Funkspruch.) Nach der Landung erklärte Kapitän Dr. Eckener, die Fahrt sei wundervoll gewesen. „Schlechtes Wetter hatten wir nur gestern. Als wir den Kurs änderten und über Neufundland flogen, hatten wir 50 Meilen lang gegen ft arten Wind z u kämpfen. Als wir über Neuyork an kamen, flogen wrr in geringer Hohe, dann fliegen wir wieder hoch, um Wasserstoff gas abzugeben und den Verlust an Betriebsstoff, den wir beim Kreuzen über Neuyork hatten, auszugleichen. Mnfcre Unterbringung war zwar durch den Ballast beschränkt, aber doch bequem. Die Fahrt über den Ozean war nicht eintöniger, als die über Land. Das Schiff fuhr bemerkenswert ruhig. Seekrankheiten gab es nicht. Das Schiff hatte noch für 20 Stunden Benzin an Bord, als es landete. Alles hat wundervoll geklappt Selten hatte ich eine solch gute Reise. Dis auf die Winde, die uns zur Kursänderung zwangen, hatten wir keine ernstlichen Störungen.“ Ueber den Start in Friedrichshafen berichtete Dr. Eckener: „Als die Hallentore sich öffneten, hieß es: schnell heraus und fort, ehe die Feuchtigkeit der Frühe das Luftschiff zu sehr belastete. Für Reden bleibt keine Zeit; schade, aber bei der Luftfahrt kommt es meistens anders als man denkt.
Mater den Klängen des Deutschlandliedes setzten die Motore ein. Im Nebel klingen noch einige Töne des Liedes zu uns hinauf, alsdann steigen wir und nehmen Kurs auf die Seefläche.
Aun huschen Wolkenfehcn an uns vorüber Unter uns liegt der Nebel. Das Schiff nahm seine Re.se durch das Rheintal, über Basel und d e n S ch w a r z w a l d. Ein letztes Lebewohl der Heimat. Bald zerreißen die Nebelschleie.' und wir konnten uns genau orientieren. Frankreich überqueren wir auf dem kürzesten Wege. Infolge der genauen Orientierung konnten wir den Franzosen den Gefallen tun, ihre befestig ea Plätze zu meiden. Wir erreichten die Coke d Or, durch die wir uns an der niedrigsten Stell«, hinduichschlängeln. Außer dem für die Landung aus fahtttechnischen Gründen ab olut netwendige-r Vorrat von etwa V/2 Tonnen haben w r Linen abtoerfbaren Ballast an Bord, sondern nur Proviant und P o st. Wir halten kur; nach 12 Uhr mittags über St. Armand. Zum ersten Male passieren wir direkt einen französischen Ort. Der Abwurf von Post ist ein letzter Gruß an bas europäische Festland. Unsere erfle Nacht an Bord beginnt. Nordlichter flammen auf. Heftige Böen schütteln das Schiff. Kurz vor 10 Uhr nachts
verlassen wir Europa endgültig. Eine Kursverbesserung trat ab 12 Uhr Mitternacht auf See ein. Totmüde tarn ich in die Koje. 4 Uhr früh ist Wecken. Bei Tagesanbruch sehen wir nichts als Wasser....
Eine Botschaft des Zeppelins an das amerikanische Volk.
Neuyork, 16. Okt. (Kabeldienst der TU.) Während Z. R. III über Neuyork kreiste, wurde ein Fallschirm abgetoorfen, ai dem ein kleiner an den „International News Service" adressierter P o st s a d'g bunten war. Dieser wurde von dem Finder prompt in dem Bureau des genannten amerikaiii ch.m Nachrichtendienstes abgeliefert. In dem Postsack befand sich eine Botschaft Dr. Eckeners an die Bevölkerung Neuyorks und an das amerikanische Dolk. Die Botschaft, die noch in den Nachmittagsblättern veröffentlicht wurde, lautet wie folgt:
„Neuhork, wir grüßen dich! Angesichts der Silhouette dieser herrlichen Riesenstadt neigen wir den Bug unseres Luftschiffes und grüßen das ganze amerikanische Dolk mit aufrichtiger Freude. Wir hegen die zuversichtliche Hoffnung, daß unsere Fahrt über den Ozean eine Epoche freundschaftlicher und fruchtbarer Zusammenarbeit zwischen unseren beiden Völkern anbahnen wird, eine Epoche gemeinsamer Weiterentwicklung des unsterblichen Werkes des Grafen Zeppelin, des Eroberers der Lüfte. In diesem Sinne wollen wir Hand in Hand an der Aufgabe arbeiten, durch Meberbrüdung von Zeit und Raum alle Nationen immer enger miteinander zu verbinden. Der Kommandant und die Mannschaft des Z. R. III übermitteln durch den „International News Serdice“ der Bevölkerung Neuhorks und dem ganzen amerikanischen Volke ihre besten WünscheundGrüß e.“
Glückwünsche
nach Friedrichshafen.
Stuttgart, 15. Oft. (TU.) Der Zappeln» Luftschiffbau F ie'richsh sen erhi lt ein n Funkspruch, der an Dr. D ü r r von Dr. Arnstein gerichtet ist und in dem es heißt: „Herstiche! Glückwünsche zur Prachtleistung des Z. R. III, der vergangene Nacht schwere Wetter spielend meistert e."
Ein weiterer F nkspruch an Direktor Maybach, Fiedrichsh-fen, lautet: „Herzli^e Glückwünsche zur hervorragenden Leistung Ihrer Motore, die bereits über 60 Stunden ohne jegliche Störung laufen. Dr. Eckener"
Das Funkerpersonal des Z. R. l!I hat ferner an den Grafen Arco, den b kannten: Förderer des deutschei Funlw sens und Präsidenten der Teles unkengesellschaft einen Fanlspruch gerichttt. Graf Arco ist der Erf.nder des Verfahrens, auf Grundlage des en Z. R. III wählend seiner Arn r k f hri b e Peilungen vorgenommen hat. Der Fun.sp.uch hat folgenden Wortlaut: „Gras Arco, Zch.endors Alle Apparate gut funktionieren. Amerika erreicht. Fankpcrsonal Z. R. III.“
Der Willkorrrmensgruh der Stadt Neuyork.
Berlin, 16. Oft. (TU.) (D.T.) Der Oberbürgermeister von Neuhork hat den Vorsitzenden der deutsch-amerikanischen Verbände Neuyorks beauftragt, die deutschen Lustpioniere namens der Stadt Neuyork zu bewillkommnen.
fftne Botschaft des amerikanischen Präsidenten.
Neuyork, 16. Ott. (Kabeldienst der TU.) Präsident Coolidge hat an den Komman- oairten des Luftschiffes ein Gratulationstelegramm gesandt, in welchem er ihm zu der glänzenden Leistung beglückwünscht. Die Botschaft hat folgenden Wortlaut: Gratuliere Ihnen zu der erfolgreichen transatlantischen Reife des großen Lenkluftschiffes, das Sie aus Deutschland nach den Vereinigten Staaten geführt haben. Die Reise ist nicht nur ein aufregendes Erlebnis und glänzendes Abenteuer, sie ist weit mehr e i n epochemachender Erfolg, weil sie wie nie zuvor die Möglichkeit von sehr weilen Femslügen mit Luftschiffen des Leichteralslustsystems dargetan und auch deren Fähigkeit erwiesen hat, bedeutende Frachtmengen und eine erhebliche Anzahl von Fahrgästen m.tzusühren.
Die Geschicklichkeit und Tüchtigkeit der deutschen Techniker im Dau so wunderbarer Luftfahrzeuge und Ihre Geschicklichkeit, das Luftschiff io erfolgreich ohne Unterbrechung und Zwischenfall von Friedrichshafen nach Lakehurst zu führen, ist ein Ereignis von weltweitem Interesse. Mir u: d dem amrrikanifchen Volk ist es eine große Genugtuung. daß die friedlichen Beziehungen zwischen Deutschland ui b Amerika wieder voll hergestellt find unb daß dieses große Luftschiff den ersten direk
ten Flug zwischen Deutschland und Amerika glücklich vollendet hat. Ich hoffe, daß Ihr Aufenthalt in den Vereinigten Stauten ein angenehmer sein wird und daß die toertn. lte.n Dienste, die Sie mit der Ueberführung des Luftschiffes geleistet haben, Cie Ihr ganzes Ce.en* lang mit Stolz und Genugtuung erfüllen wird.
Die amerikanische Presse.
N e u y o r k, 15. Okt. (TU.) Die Bewunderung Über die Leistungen der deutschen Technik füllt die Spalten der Zeitungen. Selbst der Erfolg der deutschen Anleihe und die Präsidentschaststoahlen treten dahinter zurück. „World" schreibt: „Dom Heck wird die deutsche Flagge wehen, und aus den Passagiergondeln werden deutsche Mannschaften herausschauen. Neuyork wird im gleißenden Sonnenlicht und mitten im Frieden bas Ebenbild der Kriegszeppeline erblicken, di? mit ihren knatternden Maschinen London und Pa ris erzittern ließen.
Der Zeppelin nach dem Nordpol.
Neuyork, 15. Okt. (TU.) Marinesekretäi W i l b u r n wird Vorschlägen, daß das L u f t- schiff Z R. III den Flug nach dem Nord« pol unternimmt. Die „Shenandoah" bleibt fürs erste in San Diego und wartet günstiges Wetter ab, bevor sie nach Norden weiterstiegt, nach San Franzisko und Seattle.
Der Glückwunsch des Reichspräsidenten. Berlin, 15. Olt. (SU.) Der Beichspräsi. dent richtete an Dr. Eckener in Neuhork folgendes Telegramm: „Nach glücklicher Ozeansahrt und Landung in den Vereinigten Staaten von Nordamerika begrüße ich mit dem ganzen deutschen Volke und seiner Regierung Sie und die tapfere Besatzung Ihres Luftschiffes aufs herzlichste. Die Fahrt wird als G r o ß t a t in der Geschichte fortleben. Möge Z. R. III auch auf seinen weiteren Fahrten Künder deutschen Könnens sein, möge er seinen Beruf, den freien und friedlichen Wettbewerb aller Völker zu fördern, mit bestem Erfolge gehen.“ gez. Ebert, Reichspräsident.
Der Jubel
in Friedrichshafen.
Ein Fnckelzust für die Direktoren der Zeppclinwcrst.
Friedrichshafen, 16. Oft. (TU.) Die Nachricht von d:r glücklichen Landung des Z R. III hat Friedrichshafen ineinen wahren F e u- dentaumel verseht. In tee ägen Mi-uten waren die Häuser mit Fahnen i.r den Lantes- und Reichssarben geschmückt. Aus manchen F n- stern und von vielen Balkons grüßten bunte W.mpel, die im Dachthaf.m siegten Segelb o.e fetzten ebenfalls Flaggen, desgleiche i ließen die im Hafen liegenden Dampfer ihre Sirerei minutenlang ertönen. Von der Landcspotiz.i würbe aus Böllern ein Freudenfalut von 1 6 Schuh abgegeben Zu cb.n solchen Fr ud nkund- gebungen kam es auch in der der Luftschis'werft benachbarten, aus den Mitteln der Zeppelinspe ide erbauten Werf a b iber-Siedstung Zeppelin- dorf. Spontan wurde dann in der Ar bei er'chatt und unter den Beamten der We ft der Beschluß gefaßt, den Erbauern des Z. R. III, Direktor Dr. Duerr und Chefkonstrukteur Dr. Arnstein eine Hu ldigung in Gestalt eines Fackelzuges darzubringen, der sich dann in den Abendstunden zur Woh lung des Dr. Arnstein und zur Villa des Direktors Duerr in der Zeppelinstraße unter Voran ritt d r Stadtkap lle bewegte. Die Vertreter der Friedrichshafen gegenüberliegenden Bodensee st übte Rorschach und Romans ho rn sowie Ar b on s haben auf die Nachricht von der Landu ig des Amerika-Zeppelins alsbald in den wärmfen Worten gehaltene Glückwunschtelegramme an die Luftschiffwerft gerichtet.
Eine Kundgebung am Konstanzer Jeppelindenkmal
Berlin, 16. Oft. (Wolff Funkspruch.) In Konstanz fand unter allgemeiner Beteiligung der Bevölkerung am Denkmal des Grasen Zeppelin eine machtvolle Kundgebung statt. Oberbürgermeister Möricke hielt eine eindrucksvolle Festrede, in der er den Graken Zeppelin feierte. Nach Kranzniederlegungen und nach dem Absingen des Deutschlandliedes wurde ein Glückwunschtelegramm an Dr. Eckner verlesen, das folgenden Wortlaut hatte: „Dem glückhaften Schiff, dem ausgezeichneten Führer und der tapferen Mannschaft Glückwunsch zum glänzenden Verlauf der Fahrt. Namens der gesamten Bevölkerung der Stadt Konstanz Oberbürgermeister Möricke."


