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emosiehlt stets MM Heinrich Driesch 70 seltersweg 70.
(Nachdruck verboten.) hat ein kleines, listiges, wemr's nur das ist, da
70. Fortsetzung.
Der Eajetan Gvolich lustiges Lächeln. »Nun, könnt' ja Rat werden."
Oer Alte aus Topper
Roman von Hanns von Zvbeltih.
Bis Mittwoch, den 17. September läuft der gewaltige historische Film:
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„Das hab' ich. arno die rechte xnebe wlro ihr schon kommen."
„Topp also! Hier meine Harrd, schlagt ein! Ihr seid mein Mann. Könnt die Probepredigt halten, je eher, je besser. Lind sollt mir meine Lieben einsegnen, meine Kinder. Will's Euch anvertrauen: Wochen um Wochen lag's in den Nächten auf mir wie schwerer Alb. Aber heut, heut nacht hat ich einen gar schönen Traum. Da spazierte solch kleiner Zabeltitz rund um mein Bette herum, sah just aus wie der Kaspar, als der . noch Hosenlämper war, und krähte wie der: »Herr .Großvater, Herr Großvater!"'
Faßt den Eajetan unter den Arm: „Kommt! Kommt! Den Traum mutz ich Christel erzählen und Beate von Eurer Meldung. Was wird sie sich freuen, die Brave —"
Vierzehn Tage später war's, da kam der Alte nach Potsdam. Ist um Audienz eingekommen, will Seiner Majestät alleruntertänigst seinen Dank bringen, und hat Bescheid erha; en, di.smal nicht über den dicken Landrat, sondern die alte krüpplige Botenfrau, die Mujante, ha: in der Kiepe, dreimal in Papier und dazu in ein Büchlein gewickelt, das Schreiben mitgebracht. „Seine Majestät." hieh es darim „begehrten zwar keinen Dank, hätten nur Ihr Suum cuique get-an and was Recht wär' und Majestät als Höchstihre Pflicht estimierten." Das klang ein wenig spöttisch. Lind dann: „Seine Majestät würden, indessen den groben Klotz vym Kunersdorfer Mühlberg gerne empfangen — 18. hujus Hora 5 auf Sanssouci."
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„Aber Herr, wo denkt Ihr hin! Auf der Pfarre hier liegt ein schweres Omus. Die Witib muh versorgt werden. Wo soll das Herkommen? Tas Dominium kann's nicht trogen. Ihr witzt's ja selber, wie's Brauch im Lande. Lieber, Lieber — Ihr könnt doch die Frau Magister, das gute kleine Huhelchen, nicht heiraten!"
Da war wieder das listige Lächeln auf des Cajetan Gesicht, und lustig war's dazu, fast über» mutig. Lind er sagte: „Mein werter Herr Patron in spe — muh es denn grab' die M u t t e r sein?!"
Starrt der Gestrenge seinen zukünftigen Pfarrherrn an, schlägt mit einem Male eine laute Lache an, lacht, wie er seit Jahr und Dag nicht gelacht, Jo recht aus voller Brust. Rimmt den Gvolich bei beiden Schultern, und es fehlt' nicht &dann hätt' er mit ihm rund um das Pforr- getanzt. „Ihr seid mir einer! Ihr seid mir ein ganz Schlimmer! Ei freilich, Ihr sollt die Pfarre haben. Lind die Ruth dazu Wird nicht gleich wollen, das liebe Kind, hat wohl noch anderes im Sinn. Richt heut, nicht morgen, aber übermorgen. Wenn Ihr sie wirklich recht lieb habt."
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Am '^age vorher war Der Alte in 'Berlin gewesen, seit der Jugend zum ersten Male, und bah erstaunt über die himmelhohem Häuser und die Menschenmenge und die vergoldeten Karossen, die Sänften, die Läufer und Lakaien. Hatte auf dem General-Domänen-Dircktorium vorgesprochen und Anweisung auf die Moneten erhalten. „So gehet das schöne Geld all hin," hat dabei solch ein windiger Sekretarius gesagt. Den hat der Alte aber angeblitzt, dah er beinahe unter sein großes Schreibpult gesunken wär'.
Was war nun das schöne Potsdam stille gegen den Trubel in Berlin. Ein paar Leute auf den Straßen, und ein paar Kompagnien im Lustgarten beim Exerzieren. Doch nicht mehr die baumlangen Kerls des Hvchseligen Königs, deren sich der Zabeltitz noch deutlich von Anno 1730 h:r erinnerte. Die Griffe klappten aber wie damals, und die Bursche machten einen Stechschritt, dah einem das Herz im Leibe lachen muhte. So etwa mußten sie hc Leuthen avanciert sein. Wie ein heiliges Donnerwetter, sollten damals die Oesterreicher gemeint hoben. Eine Weile stand der Alte dabei und schaute zu. Run chargierten sie ein paar Male. Das ging wie der Blitz, und keiner kleckerte nach Wenn das der Stabskapitän hätte sehen und hören können —
Stille war's in Potsdam, noch stiller hier im Park. Richt einmal ein Schlldwach' vor dem mächtigen schmiedeeisernen Dor mit den weitge- össneten Flügeln. Keine Menschenseele auch auf den breiten Gängen, unter den hohen Bäumen: grab’ nur ein paar Gärtnerjungen, die den Kies
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parnetr. Keine vtenstefMgen Kammerfyerren, Rthe Domestiken in goldschillernden Livreen, keine geputzten geschminkten Damen. Ganz anders, als man sich ben Hof solches mächtigen Monarchen vorstellte. Freilich der König nannte sich ja selber den Einsiedler von Sanssouci —
Run stand er an der großen Fontäne. Die hatte kein Wasser. Man erzählte davon: auch der größte Herrscher kann nicht alles erlangen. War so sein berechnet gewesen mit der Leitung, aber der Druck reichte nicht hin und her, der König muhte sich bescheiden. Dafür standen aber allerlei römische Bildwerke herum. Die sah sich der Zabeltitz im Dorübergehen an. Sie sollten kostbar und schön sein. Run — wie man's nahm — man muhte wohl mehr davon verstehen, als solch armer neumärkischer Krautjunker, wenn man sie recht würdigen sollte.
Er zog die Llhr. Eine Viertelstunde wäre noch bis zur befohlenen Zeit.
Wie er so stand, fiel ihm plötzlich aufs. Gewissen, ob er auch richtig adjustiert war. Der Gvttesrnann, der Cajetan, hatte ja gemeint, das sei Majestät gairz gleich, wie einer vor ihm er» fcheine; der sähe tief in den Menschen hinein mit seinen blauen großen Augen, aber dgs elende Kleid kümmere ihn nicht. Run ja! Immerhin war's eine Beruhigung, dah man heu>-nicht so erschien wie aus dem Kunersdorfer Mühlberg, mit dem zerschlissenen Rock und den verriesterten Stieseln: dah man sich ein ordentliches Adjuste- ment spendiert hatte —
(Schluß folgt.)
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(Ein Zeitbild aus Oesterreichs glänzender Kaiserpracht des letzten Jahrhunderts)
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