Ausgabe 
16.7.1924
 
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Tv. Lich, 5. Hch. Römer, Tv. Tret» a. d. Lda., 6 Hch. Vetter, Tv. 1846 Gießen unb Äar( Würtz. Tv. Ärofbovf, 7. Äarl D)lz, Tv. Lich, 10, Hch. Rotnagel. Mtv. Gießen. 11. Hans Wilker, Tv. 1846 Giehen und Hans Stecker, Mtv. Dieben. 12. Arthur Greiling, Tv. 1846 Giehen und August Walter. Tv. Treis a. d. Lda., 16. Frarn Reuich- ling, Tv. Heuchelheim und Wilh. Röhrsyeirn, Tv. Krofdorf, 17. Hch. Wulkau, Tv. 1846 Giehen und Karl Drescher, Tv. Krvsdorf, 19. Gg. Schäfer, Tv. 1846 Giehen, 20. Alb. Steinmüller, Tv. Allen- dorf a. d. Lda.. 21. Wilh Luh, Tv. Allendorf a. d. Lda. und Adolf Rinn, Tv. Heuchelheim, 22. Hch. Adolph, Tv. Klein-Linben und Eduard Heger, Tv. Krofdorf, 23. Otto Köhler, Mtv. Gie­hen, 24. Willi Reih, Tv. 1846 Giehen, 25. Otto Heinstadt, Tv. 1846 Giehen, 27, Hch. Hofmann, Tv. Grüningen, 29. Max Kreiling, Tv. Heuchel­heim, 30. Hch. Schaaf, Tv. Treis a. d. Lda. und Werner Fetser, Mtv. Giehen und Ernst Schleen­becker, Tv. Krofdorf, 32. Karl Weih, Tv. Grohen- Linden und Karl Hahn, Tv. Ävofborf, 34. Hans Müller, Tv. Lich 35. Hch. Weitershaus, Tv. Klein-Linden, 36. Rich Seth, Tv. Grohen-Lindcn, 37. Ernst Pfaff, Tv. Klein-Linden, 40. Fritz Stein, Mtv. (Ziehen, 42. Arthur Schleenbecker. Tv. Heuchelheim und Gg. Hammel, Tv. 1846 Giehen, 43. Alb. Würtz, Tv. Krofdorf.

Fechter: Florett 1. Sieg Hans Roll. Tv. 1846 Giehen. 2. Engelbert Dürck, Mtv. Giehen, 3. Karl Hahn, Tv. 1860 Dad-Rauheim, 4. Karl Hergenrother, Tv. 1846 Giehen, 5. Fritz Roll, Tv. 1846 Giehen, 12. Ehr. Ziegler. Tv. 1846 Gie- hen, 13. Stephan Schwarz. Tv. 1846 Giehen. (Säbel: 1. Sieg Hans Roll, Tv. 1846 Giehen, 2. Stephan Schwarz, Tv. 1846 Giehen. 5. Karl Hergenrother, Tv. 1846 Giehen, 6 Engelbert Dürck, Tv. 1846 Giehen.

Musterriegen: Aktive Turner: Tv. 1846 Giehen, Darren sehr gut, Mtv. Giehen, Darreu sehr gut Tv. Treis a. d. Lda., Darren sehr gut. Tv. Krofdorf, Darren, sehr gut. Tv. Drohen-Linden, PferdDarren sehr gut - Tv. Lich Darren, gut.

Altersturnen, über 45 Jahre: 1 Sieg Gg. Thierolf, Tgm. Friedberg, 2. Karl Lang, Tv. Alsfeld, 3. Dernh. Pfeffer, Tv. 1860 Dad°Rau heim. 4. Willi Dchmandt, Tv. AlSseld, 5. Hch. HeneS. Mtv. Dad-Rauheim, 6. Eberhard Da­uert. T. u. Sp. D. Marburg. 7. Karl Walther, Tv Ridda. 3545 Jahre: 1. Sieg Gg Dickhaut, Tv. Alsfeld, 2. Martin Textvr, T. u. Sp D Mar­burg, 3. Friedr. Schmidt, Tv. Lich, 4. Hch. H.imel, Tv. 1846 Giehen, 7. Hch. Lang. Tv. Klein-Linden und Willi Gerhard, Mtv. Giehen, 8. Ehr. Zim­mer, Tv. Lich 10. Karl Huhke. Mtv Giehen, 11. Gg. Dreher, Mtv. Giehen, 12. Friedr. Müller, Tv. Allendorf a. d. L.

4x10 0 Meter-Staffel: 1. Sieg Tv Wallau, 46,1 Sek.: 2. Sieg Tv. Wetzlar, 46,3.

Wirtschaft.

Boni Gctreidemarkt.

Der heimische Prvduktenmarkt der Ägerren Woche stand vollständig unter dem ck der beabsichtigten Schutzzölle, Dress Maßnahme, die an unb für sich im Augenblick zwar noch von keiner sichtbaren Wirkung sein wird, da der Preis deS Auslandsgetreides zum überwiegenden Teil noch immer über den hei­mischen Preisen liegt, konnte doch schon bei ihrer Ankündigung eine Preissteigerung von 67 Mk für den Zentner Weiten bewirken. Auch die Er­höhung deS Roggenpreises hält sich auf einer ähnlichen DasiS. Delebender jedoch wirkte die Lbikündigung einer bedingten Ausfuhr­freiheit für Getreide. Fast alle gröbe­ren Produttenmärkte Deutschlands verzeichneten f&rteven Deaehr nach den Ausfuhrhäfen, zur Speicherung daselbst. Hinzu kam noch^ dah Han­del und Konsum wieder einmal ihre Vorräte zu ergänzen genötigt waren, während die Erzeuger in der Hoffnung, dah die oben erwähnten Tat­sachen über kurz oder lang noch eine gröbere Rentabilität ihrer Produkte versprechen, sich sehr zurückhaltend verhielten.

Auch auf den Auslandmärkten blieb die feste Tendenz erhalten. ES kann nunmehr als Tatsache angesehen werden, dab sich die Winter­weizenernte Amerikas um 50 Millionen Dushel niedriger stellen wird als im Vorjahre. Man glaubt in sachverständigen Kreisen nicht, dah dir FiühjahrSwe^enernte auch nur im Entferntesten einen Ausgleich zu bieten vermöchte. Ebenfalls über eine schlechte Ernte klagt Kanada. Auch hier rechnet man mit einem nicht unbedeutenden Ernte- ausfall, und eS dürfte allem Anschein nach zu erwarten sein, dab die nächstjährige Ausfuhr Kanadas sich erheblich geringer stellen wird als in diesem Jahre. Unter dieser Voraussetzung sind auch die Käufe zu verstehen, die England gerade in der vergangenen Woche in besonders starkem Mabe getätigt hat. Beachtenswerter Konkurrent bleibt noch immer Argentinien, das feine Vor­räte wohl in den nächsten Monaten noch, dem europäischen Markt zuführen wird. Rußland steht

Oer Alte aus Lopper.

Roman von HannS non ZvbelNH.

17. Fortsetzung. (Rachdruck verboten.)

Darauf hat der Vater, der zu dem DarsattuS nimmer Vertrauen gehabt und ihn immer schon einen Viehdoktor genannt, m seiner Verzweiflung den Informator und den alten Marzanke nach Frankfurt geschickt; beide, denn einem traute er die Sache nicht zu. Sie sollten und muhten, ob Russen oder nicht an der Ober, hineinkommen. eventualiter sich beim Höchstkommandierenden mel­den, sintemal solch General doch meist kein Un= mensch ist. Unb dann sollten sie, koste eS, was es wolle, den groben Chirurgen, Herrn Leopold Porten, so an der dortigen Universität in der medizinischen Fakultät die erste Geige spielte, nach Topper schaffen. (

Ist auch wirklich gekommen ein kleines zier­liches Männchen mit einer Riesenperücke, hat wie­der mit der Sonde gearbeitet, die Dlessur stark mit la Pis infernalis touchiert hat ein sehr be­denkliches Gesicht gemacht, die Achseln ganz hoch- gezogen unb, im Vertrauen, zu Frau Deate ge- äubert: bah er wenig Hoffnung geben könnte, wennschon der Herr Offizier von natura ein Riese sei und gutes Dlut hätte.

Darauf hat das kleine Männchen mit dem Gestrengen zu Tisch gesessen und zwei Flaschen Pvntac getrunken und immer nur von den Dr:u.ln erzählt, so die Russen in Frankfurt begangen, wennschon der General Saltykow Cxzelttnz ein ganz aimabler Herr wäre, der auch die Gelehr­samkeit zu efttmieren wisse. Unb dab der König

von allen bisherigen Ausfuhrländern In bezug auf seine Ernte an letzter Stelle. Allen widersprechen- den Communiquös der Sowjetregierung zam Trotz bleibt man In einwandfreien Sachverstän­digenkreisen der Ansicht, dab es noch, ganz ua- gewib sei, ob es Rubland auch nur möglich fein wird, aus einzelnen Ueberschubgebieten die Hun­gersnot in anderen Teilen des Landes zu ver­hindern. An eine Ausfuhr ist unter diesen Um­ständen natürlich nicht zu denken. Die Saaten­standsberichte aus den südosteuropäischen Ländern Hingen ebenfalls recht wenig optimistisch. Un­garn wird, wie dortigen Derichten zu entnehmen ist, genötigt sein, nicht unbeträchtliche Getceide- mengen einzuführen.

Alles in allem gesehen, kann man also für die nächste Zeit, mindestens aber für das nächste Drntcjahc, mit einer bemerkenswerten Preissteige­rung auf den Produttenmärkten dec ganzei Welt rechnen.

Die Goldnotenbank.

Berlin, 15. Juli (WB.) Zur Beendigung der Arbeiten deS Organisationskomit es für die Goldnotenbank wird mitgeteilt, dab der d e u t s ch e Entwurf in seinen wesentlichsten Punkten von dem englischen Bankier Kinde rsley ange­nommen worden sei. Der Charakter der Gold- notenbank, deren Sih in Berlin sein wird, wird vollkommen dem der Reichsbank entsprechen. Das Direktorium der Dank wird eine rein deutsche Behörde sein. Der- General­rat, ohne dessen Zustimmung das Direktorium keine Entscheidung treffen kann, wird au6 14 Mitgliedern bestehen und zwar aus sieben deutschen unb je einem Vertreter der Gläubiger­staaten Amerika, England. Frankreich. Italien, Belgien Holland und der Schweiz. Der Präsi­dent oeS Generalrats wird ein Deutscher sein, unb zwar sei hierfür Reichsbankpräsident Dr. Schacht bestimmt worden. Die Bant wird vollkommen unabhängig von der Reichsregierung sein. Die neuen Roten der Bank sollen den Ramen Reichsmarkno­ten tragen unb bis zu zehn Mark hinunter be- stückelt werden. Daneben sollen auch Gold-, Sil­ber- und Kupfermünzen borget eben werden, unb zwar von einem Pfennig bis zu fünf Mark. Die Finanzgrundlage der Dank wird die De-tschland zu g'wähoende Aus'andanl ihe in Höhe von 800 Millionen Goldmark sein, der gesamte Rotenumlauf wird sich auf etwa fünf Milliarden Goldmark belaufen. Als Rotendeckung gilt das alte Verhältnis von >/z in Gold unb Devisen. Del den Verhandlungen hat von An­fang an die Tatsache im Vordergründe gestanden, dab die neue Währung absolute Stabil!- t ä t besitzen mub unb dah durch keinerlei poli­tische und sonstige Einflüsse eine neue Inflation herbeigeführt werden darf.

*

Herabsetzung der Habenzinsen in Frankfurt a. M Die Frankfurter Dan- fierbereinigung hat beschlossen, mit Wirkung ab 15 Juli die Habenzinsen für täglich kündbares Geld auf 8 Prozent herabzusetzen.

* Betriebsstillegungen bei Linz- Mannheim unb Bugatti Die F>. ma Heinrich Lanz in Mannheim macht ih'ee Beleg­schaft durch Anschlag bekannt, dab sie sich ge­zwungen sieht, von nächstem Sonntag an ihren Betrieb sttllzulegen und die gesamte Arbiter- schaft, insgesamt 5000 Mann, zu entlasten. Eben­falls soll zum nächsten zulässigen Termin sämt­lichen Beamten gekündigt werden Als Grund wird Geld- unb Kreditmangel angegeben, der dadurch hervorgerufen wird, dab die Abnehmer der Firma ihren Verpflichtungen nicht mehr Nach­kommen können. Die Verhandlungen, die ber Be­triebsrat der Firma Lanz sofort mit dem Reichs- arbeitsministerium geführt hat, sind ergebnislos verlaufen, da sich das Arbeitsrnrnisteriam außer- stände erklärte, dem Ansuchen der Firma um Staatskredite Folge zu geben, zumal die An­forderungen für Staatskredite zu grob geworden feien Wie das gleiche Blatt weiter erfährt, hat die Automobilfirma Rabag-Dugatti ange­kündigt, dab sie von morgen ab zwei Drittel ihrer Arbeiter entlasfen werde. Der Grund für diese Betriebseinschränkung ist ebenfalls in Geld- und Kredttmangel zu suchen.

* Holzverkohlungsindustrie 21.=®., Konstanz. Der Aussichtsrat ber Gesellschaft hat beschlossen, auf den 4. August einr av G.-B. ein» zuberufen unb die Bilanz, Gewinn- und Verlust- rechnung vorzulegen. Gleichzeitig ist die Vorlage der Goldmarieröffnungsbllanz geplant (per 1. April 1924). Das Aktienkapital soll demnach von 120 Mill. Mk. auf 10,410 Mill. Gm. in der Welse umgestellt werden, dab auf je 1 ©tammaftte von 1000 Mk. vier neue Stammaktien zu je20Gm. gewährt werden: der Rennwert der Vorzugsaktien wird von 1000 Mk. auf eine Goldmark herab­gesetzt. Danach wird neben Aufsichtsratswahlen und Satzungsänderungen vorgeschlagen werden, je 4 neue GoldmarEstammaktien zu je 20 Gm. in eine zu j« 100 Gm. einzutauschon.

Börsen kurfe.

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Berlin

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16. 7.

Datum:

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5°/0 Deutsche RetchScmletbe 4% Deutsche ReichSanleihe

Deutsche Reichranleide 3% Deutsche RcichSinlethe . Deutsche Sparprämieuan leihe 1% Preußische Konsols . . . 4° o Hessen 3/,6/g Hetze«..........

3°/o Hetzen...........

Deutzche Wertb. Dollar-Llnl. dto. Doll.-Hchatz-Anwellng.') 4°/o Zolltürten.........

5% Goldmexikaner Berliner Handelsgesellschaft. Commerz- uuv Privat-Bank L ärmst, und Natzonalbank . Deutsche Bant.........

Deuische BeretnSbank .... Diöconto Commandtt .... Metallbank...........

Miiteldeutsche Creditbank. . Lcsteireichtsche Creditanstalt Westbank. .......

Bochumer Guß .......

Buderus Caro .............

Deutsch Luxemburg......

Gelsenkirchener Bergwerke. . Horvcncr Bergbuu......

Üalstvcrkc Aschersleben. . . . Kaliwerk Westeregeln.....

Laurahütte.......

Lvcrbedarf.......

Phönix Bergbau ...... Ryeiunahl........

IHtebect Montan......

Tellus Bergbau ........

Hamburg-Amerika Paket. . . Norddeutscher Llohd.....

Cheramische Werke Albin . . fernentlucif Heidelberg . . . Philipp Holzmann......

Anglo-Cont -Guano.....

Badische Anilin........

Chemische Master Alaptn . . Goldschmidt.........

Gries cimer Electron .... Höchster ^GrulUCl'te ..... Holzverkohlung........

'Jiütflciöiucrfe bcheideaustalt ........

All«. ElektrizitätS-Gesellschast Bergnmnn...........

Mainlrastwerke ........ Schultert . . Siemen» & Halske . ... .

Adlerwerke Klester ...... Daimler Motoren. ..... Heyligenstaedt. . ......

Meguin....... . , .

Frankfurter Armaturen Konservenfabrik Braun . . . Mctallgesell (haft Frankfurt. 'Bet Union A -G......

Schuknabrik Herz Sichel Bcuftoff Waldhof......

äuckerfabrik Frankenthal . - uckersabrik Waghäusel . .

) Dom 41-0.40(1 tune?"- rt.

Devisenmarkt BerlinFrankfurt a. M.

(In Billionen Mark ausaedruckt. Buenos Alre», London. Neu« hort. Japan, Rio de Faueiro für eine Einheit, Wien und Budapest kür 100000 Ein betten, alle« übrige für 100 Einheiten.)

Telegraphische Auszahlung.

Banknoten.

14. Juli

15 Full

Repark.

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Geld

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Von

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12,41

12,47

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Budapest. .

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F ernt, 15. Juli

Geld

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Amerikanische Noten .....

4,1)

4,21

voll

Belgische Noten...... .

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19.1S

voll

Dänische Noten ......

67,18

67 52

voll

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18,?9

18.39

voll

Französische Noten ......

Holländische Noten......

21,75

21.85

voll

117,85

158,05

voll

Italienische Noten......

18,0-

18,15

voll

Norwegische Noten......

5b,11

56,39

voll

Deulsch-L)esterr, A100 Krone«

5, 8

6,02

voll

Rumänische Noten......

1,83

1,85

voll

Schwedische Noten......

111,17

111,73

voll

Schweizer Noten.......

70,41

76,79

voll

Spanische Noten.......

Tschechoslowakische Noten . .

53,56

55,84

voll

12, 8

12,44

voll

Ungarische Noten . . . . =

Berliner

1,91

Dorfe.

4,93

voll

Berlin, 15. Juli. (Drahtbericht des »Gietz. Anzeigers".) Das Geschäft war heute an der Essetten-Dörse eher noch etwas stiller, als gestern. Die Umsätze sind auf den meisten Gebieten des

Attienmarttes gleich null. Der Druck, der gegen* toärtig auf der Börse liegt, geht in erster ötnte von den aubenpolitischen Ereignissen auS. Die Londoner Konferenz, deren Verlaus und Aus­gang durch die jüngsten Ereignisse wieder ganz ungewib geworden ist. bildet naturgemäß das Hauptgespräch der Börse. Daneben ixriotat man mi ernster Sorge die fortschreitende Stillegung von großindustriellen Betrieben, z. B. die Still­legung der Firma Lanz in Mannheim. Die Spe­kulation wendet sich immer mehr Stadtanleihen, Pfandbriesen und Industrieobllgationen zu: von der Kriegsanleihe wendet sie sich dagegen ent­täuscht ab. Die Geldmarktlage bleibt unver­ändert. Im Devisenverkehr sind die Umsätze minimal.

Frankfurter Börse.

Frankfurt a. M.. 15. Juli. (Drahtberichi deS .Gieß. Anz.".) Tendenz: Vorwiegend weiter abgeschwächt. Die Börse eröffnete erneut in schwacher Haltung, wobei die «Stagnation im Bör­sengeschäft noch weitere Fortschritte machte. Die Momente, durch die die Börse schon geraume Zeit beeinträchtigt wird, treten sowohl auf politischem wie auf wirtschaftlichem Gebiet immer ungünstiger zutage und bewirken ein andauerndes Abbröckeln der Kurse. Besonders die schleichende.Wirtschafts­krise, die sich durch immer neue Vetr^bseinstel- lungen und Arbeiterkündigungen dokumentiert, toito mit lebhafter Besorgnis verfolgt und bildet heute ein neues Motiv starker Verstimmung. Da­zu kommt noch die Skepsis, die man über den Ausgang ber Londoner Konferenz an den Tag legt, und die sich in einer scharfen Zurückhaltung austeirkt. Für Industrieteerte lagen wiederum nicht unerhebliche Verlaussorders vor, wobei das Fehlen von Käufern eine starke Stockung in ber Umsatztätigkeit hervorrief. Die Abschwächungen hielten sich in engen Grenzen, waren aber über­wiegend Am Geldmarkt betrugen die Zinssätze für Tagesgeld 1/4 Pro Mille, für Mvnatsgeld l1/« Prozent. Am Devisenmarkt sind ber Frank und die Mark unverändert, während das englische Pfund fine neue mäßige Steigerung zu verzeich­nen hatte. An dem Aktienmarkt machte sich für fast alle Marktgebiete ein neuer Rückgang be­merkbar, mit Ausnahme von SchiffahrlSaktten, die leichte Erholungen aufwiesen. Mit schwächerer Haltung gingen chemische Werte in den Verkehr. Vernachlässigt lag der Bankaktien markt, der gletch- falls nachgeben mußte. Am Kassaindustriema,rtt, der nicht einheitlich verkeh.te, erlitt Ludw g Ganz einen neuen Rückschlag um 25 Milliarden. Am heimischen Rentenmarkt eröffnete Kriegsanleihe mit etwa 290, senkte sich dann auf 265 und zog weiterhin auf 279 an. Die übrigen deutschen Ren­ten setzten die Abwärtsbewegung fort. Auf dem Markt der ausländischen Renten herrschte grobe Geschästsstille. Geschäflslos und ohne jedes In­teresse lag der Freiverkehr, wo gleichfalls Ab­schwächungen zu verzeichnen teuren. Man horte Api l3/-i, Becker-Stahl 1,3, Decker-Kohle 3,5, Pe­troleum 9,5 Ufa 41/«. Im weiteren Verlauf war Lustlosigkeit weiter vorherrschend, bas An^bot war tellweise verstärkt.

Märkte.

Frankfurter Getreidebörse.

Frankfurt a M., 15. Juli. (Drahtbe- rlcht desGießener Anzeigers".) Weizen, Wet- terauer 18,7519,75, Roggen, inländ. 17 50-18, Sommergerste für Brauzwecke 17,5018 50, Ha­fer, inländ. 1818,50, Mais, gelb 1717,25, Weizenmehl, inländ., Spezial 0 3132, Roggen- mehl 2525,50, Weizen- und Roggenklrie 9.50 bis 10. Tendenz: steigend.

Berliner Produktenbörse.

D e r 11 n, 15. Juli. Am Produttenmartt wei­ter steigende Preise. Roggen 152, Weizen bis 188. Das Angebot wird naturgemäß Immer zu­rückhaltender, obwohl sicher noch Vorräte vor­handen sind. Es würben notiert für je 1000 Kilo: Weizen, märt.* 178 bis 188, Roggen, märt. 145 bis 152, Gerste, märt. 160 bis 170, neue 155 bis 160, Hafer, märt 145 bis 152, Raps 245 bis 250, Leinsaat 320 bis 325; für je 100 Kilo: Weizen­mehl 25 bis 28,50, Roggenmehl 22,50 bis 25, Weizenkleie 9,60, Roggenkleie 9 biS 9,50, Vik- toriaerbsen 21, kleine Erbsen 14,50 bis 15, Futter- ert>fen 14, Peluschken 14, Wicken 15,50 bis 16, Lupinen, blau 9 bis 10, gelb 15 bis 16, Raps­kuchen 10,50, Leinkuchen 19 bis 20, Trocken­schnitzel 8,50 bis 8,70, Kartoffelflocken 21 biS 21,50

Airs dem AmIHverktttldiqirngSbkatt.

DaS ArntSverkündigungSblatt Rr. 48 vorn 15. Juli enthält: Konferenzen der Lehrer. Lehrausflüge für Erbkunbelehrer. Reichsjugendwettkämpfe 1924. Feldbereinigun- gen Allendorf a. d. L., Wieseck, Großen-Linben, Stangenwd, Ober-Steinberg, Beltershain, Wat­zenborn-Steinberg.

Eine EntfettnnliSkur sollten alle Korpulenten vornehmen. Wir raten Ihnen, In Ihrer Apotheke 30 p Toluba-Kerne zu taufen, die völlig unschädliche, fettzehrende Stoffe enthalten. 5362ss

Friedrich nun schon wieder mit einem recht an­sehnlichen Dorps b'Arrnee bei Fürstenwalde stünde und daß von allerlei Differenzen verlautbare zwi­schen den russischen und österreichischen Genera­len, woraus zu schließen, daß sie nicht auf Berlin vorrückten, daß vielmehr die Russen wahrschein­lich balde abziehen würden. Das walte Gottl

Das walte Gott," hat auch der Gestrenge aus tiefstem Herzensgründe gesagt unb sodann nach seiner Schpldigkeit g fragt. Was das lederne Gelbsäckchen im «Schreibtisch wieder arg leichter gemacht.

Der alte Herr ist tn diesen Tagen herum­gegangen wie einer, ber mit sich selber nicht fertig werden kann. In daS Krankengemach hat er sich kaum bineingetraut Alle «Sorge lag auf der «Schwiegertochter. Tag und Rächt ist Frau Beate kaum von des Blessierten Bette gewichen. Grad, baß sie bann unb wann ein paar Worte mit ihrem Sohn gewechselt, wenn ber Junker leise an ber Tür kratzte:Wie geht-, Frau Mutter?"

Du lieber Gott, was sollte sie antworten? Keinem, keinem konnte sie sagen, wie ihr Herz zitterte unb bangte. Ihrem lieben Jungen am wenigsten. Am ehesten noch Ehrenpüttner, der alle Tage mit gutem Zuspruch kam. Dor ihm hat sie sich manchmal still auSgeweint, manchmal aber auch leibenschaftlich bie Hände gerungen. Warum gibt es soviel Trübsal in ber Welt?" Und hat ihn sonder Verständnis angesehen mit leeren Augen, wenn er entgegnet:Unser Herr­gott weiß, wozu eS uns frommt.

Tann ist eineS Tages der Leichholzer vvrge- fahren, in feiner Halbchaise, unb hat auf dem Dock seinen alten «Schäfer Durbrian mitgebracht. Sie wußten eS alle, ber Lasow glaubte nicht an

Gott und nicht an den Teufel, aber daß sein Schäfer mehr könne als andere, das glaubte er. Frau Deate wollte den schmutzigen Kerl, der Sommer und Winter in demselben Pelz steckte, nicht hereinlassen. Der Herr Vater sah sie aber so flehend an sv als wie: nimm nicht meine letzte Hoffnung daß sie beiseite trat

Der alte Kerl hat lange am Bett gesessen, hat sich die Dlessur ganz scharf angeschaut, ist dann in den Garten gegangen unb ha! Weiden­gerten geschnitten, sich fnschcs Seinen geben las en unb ben ganzen Arm fest an bie Brust gebunden AlleS mit seinen groben Händen, vhie baß es dem Patienten, der sonst bei jeder Berührung aufstöhnte, sonderliche «Schmerzen beret ete. Da­raus hat er sich seinen Kräutersack von der Chaise geholt und in ber Küche einen «Saft bick einge­kocht; bavon sollte ber Herr Kapitän alle zwei Stunden einen Eßlöffel bekommen Und bann hat er sich ganz tief über das Bett gebeugt, mit den Fingern allerlei seltsame Bewegungen gemacht und einen Spruch salbadert, den keiner verstehen konnte.

Wie er gegangen ist, hat er nur gesagt:Is nu alles in Reihl Wenn Reumond wirb, kann der Herr schon in der «Sonn' vor ber Tür sitzen. Die «Sonne zieht bann bie «Säfte ganz zurech!e, was mein Spruch noch nicht gut gemacht hat" Hat sich furchtbar geschneuzt unb sich in ber Küche einen bicken Eierkuchen mit Speck backen lassen, weil bas drinnen seine Kraft sehr strapaziert hätte.

Frau Beate faß wieder am Bette des Kran­ken mit ihrem schmerzensreichen Gesicht in all ihrer Hvsfnungswsigkeit Drüben aber, am run­den Tisch in der Herrenstube, trank der Leich- holzer die letzte Flasche Ungar, die im Keller

war, schwadronierte mächtig über die Zeitläufte schwur hoch und heilig auf seinen Burdrian, bei die Weisheit mit Löffeln gefreßen und ein «Schock gelehrter Chirurgen in den «Sack stecke. Sprach ohne jeglichen Respekt denn Respekt hatte et vor niemanb und keinem gegen den König, der keinen blauen Dunst hätte von der wahren Kriegs­kunst, die nur bei dem großen Daun, dem Eieaei von Kollin, wäre und allenfalls bet dem Prin­zen Heinrich.

Das ging dem Dopperschen wohl gegen den Strich. Aber er war müde und matt, und wozu sollte man dem Bernhard Lasow widersprechen? Gegen dessen Mundwerk tarn man doch nicht auf. So fragte er nur, als die Mühle einmal zu klap­pern aufhörte:Ist keine Rachricht von Lottchen gekommen, Bruderherz? Ich hör, der ganze Hol ist nach Magdeburg geflüchtet"

Ist er, Bruderherz, ist erf Mein arme-, liebes Lvttchen! Ja sie hat mir ein Billett geschickt. Ist eine höchst fatigante Reife gewesen, in drei Etappen, immer in der Furcht, daß die Russen den Convoi überfielen. Richt einmal für bie Debeckung hat der König Sorge getragen. Ja . . . jetzo sind sie in der Festung in Sicher­heit, aber Oottchen meldet mir, es sei eine überaus ennuyante Stadt, und sie seien miserabel unter- gekommen. Die Provinzdamen dorten, schreibt sie, wären ganz ribicül, wüßten sich nicht zu Neiden und hätten keine Allüren."

wo sv! Das 5)ottchen . . ."

Das arme, liebe Kind! Weiß nun noch nicht, daß ihr Herzallerliebster hier so malade liegt..} Gestern erst hab' ich's ihr geschrieben"

(Fortsetzung folgt)