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Aus aller Welt.

Zugzusammenstoß in Berlin.

Berlin, 14. Huni. (WB) Heute vormittag gegen 8l/2 älhr ist der Magdeburger Per­son e n z u g mit einem vor dem Potsdamer Bahn­hof haltenden vollbesetzten Borortszug zu- s a m m e n g e st v h e y. Die mittleren Wagen des Doroitszuges wurden teilweise übereinander ge­schoben. teilweise umgeworfen. Drei Menschen­leben sind dem älnglück zum Opfer gefallen, etwa zwanzig Personen sind schwer und dreißig leicht verletzt worden. Die Schald an dem Zusammenstoß trifft den Fahrdienstleiter im Te- fehlsstellwert des Potsdamer Fernbahnhoses, der den Vorortzug durch den Block zurückmeldete, ohne daß die Einfährt des Zuges erfolgt war. Der Be­amte wurde verhaftet.

Das GefallenenDcnkmal des 1. Garde- Regiments.

Berlin, 14. Juni. 3n Potsdam fand heute die Einweihung des Denkmals statt, das zu Ehren der 8000 Gefallenen des er­sten Garde-Regiments zu Fuß vor der Garnisonkirche errichtet wurde.

Zwei große Zuwelendiebe verhaftet.

feien. 14. Zuni. (Wolff.) Die Polizei ver­haftete in Baden den 31jährigen Russen Salomon Ameltanskv und den 27jährigen Perser Ibra­him M o u s a, die in den allerletzten Tagen ßaten- diebstähle bei Wiener Juwelieren begangen ha­ben. darunter einen P e r len dieb sta hl im Werte von 600 Millionen Kronen. Es wird vermutet, daß die Diebe schon in anderen Großstädten vielfache Diebstähle ausführten.

Eingesandt.

(Für Form und Inhalt aller unter dieser Rubrik stehenden Artikel übernimmt die Redaktion dem Publikum gegenüber keinerlei Verantwortung.) Geschmacklosigkeiten.

Seit längerer Zeit sieht man in den Aus­lagen ter Schaufenster einer Anzahl, auch besse­rer, hiesiger Geschäfte Erzeugnisse ter Seifen- industrie, die keinen großen Kunstsinn ter Her-

chen verhaftet, da es im dringenden Ver­dacht steht, ein heimlich geborenes Kind nach der Geburt getötet zu haben. Der Vater des Kindes, ein verheirateter Mann.

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Turnen. Sport und Spiel.

44. Regatta LeS Süddeutschen Ruderverban­des, veranstaltet vom Gießener Ruderklub Hassia".

Die gestrige Regatta hat bei dem schönen Wetter einen sehr guten Verlauf genommen. Eine stattliche Zahl Zuschauer hatte sich an beiden Ufern der Lahn eingefunden und folgte mit In­teresse den spannenden Wettkämpfen. Der ge­botene Sport ist als sehr gut zu bezeichnen, denn bei fast allen Rennen wurde heiß um den 1. &dto. 2. Platz gestritten. Rachstehend die Ergebnisse der Hauptrennen. Rennstrecke 1900 Meter.

Gast vierer: 1. Ruterclub Ge mania Ka­stel, 5,50 Min. 2. Ruderverein Freiheit" Mühl­heim a. M., IV2 Dvolslängen zurück.

Anfänger-Vierer: 1. Rutergesellsckaft Borussia" Frankfurt a. M. 6,06 Mm. 2. Ru- terverein Freiheit" Mühlheim 6,172/io Min., 2 Doots längen zurück.

Junior-Vierer: 1. Wassersportverein Ludwigshafen in 5,49 Min., 2. RuderklubGer­mania" Kastel in 5,52 Min. Spannendes Rennen bis 200 Meter vor dem Ziel, wo Kastel sich die Führung sichert und mit einer halben Dootslänge den Wettkampf gewinnt.

Hunior-Einer: RuderklugHassia" Gie­ßen (3. Wisker) gewinnt das Rennen überle­gen: sein Gegner, älndine, Frankfurt (E. Schäf­fer) gibt bei 200 Meter vor dem Ziel auf.

Hungmann -Vierer: 1. Ruderklub Has­sia, Gießen, in 6,06 Min., 2. Wassersportverein Hellas" Gießen 6,09710 Min. Ein sehr inter­essantes Rennen, das die bessere Mannschaft ter Hassia knapp für sich entscheiden konnte.'

Stadt-Vierer: Ruderklub Germania Ka­stel getomnt den Wettkampf in 5,497b Min. mit

am 1. Mai. linier den Wöhnungsgesuchrn befan­den sich 9070 Dringlichkeitsanträge. Diesen ge­waltigen Ziffern steht nur ein winziger Prozent­satz verfügbarer Wohnungen gegenüber. Für den alleidringendsten Bedarf müßten nach Mittei­lungen des Wohnungsamtes allein 7250 Woh­nungen neuhergestellt werten. Seit mehr als fünf Wochen plünde rte nachmittags ein Mensch allein st ehende Wohnungen aus, ohne daß es trotz vielfacher Warnungen gelang, seiner ^habhaft zu werden. Freitag nachmittag wurde ter Dieb in einem Hause ter Kaulbach- strahe von Hausbewohnern, die durch eine Zei­tungsnotiz auf die verwegenen Diebstähle auf­merksam geworden waren, auf frischer Tat er­wischt und nach einer langen Hagd auf der Straße gefaßt und der Polizei übergeben. Es handelt sich um den Schreiner Otto Lang, einen arbeits­losen und wohnungslosen Menschen. Dis gur Stunde konnten ihm nicht weniger als 3 0 sol­cher Wohnungseinbrüche in Frankfurt und Offenbach nachgewiesen werten. Zn einem Abteil des Fcühguges Ob errötenFrankfurt traf Samstag früh ein 60jähriger Maurer aus Groß-Zimmern seine 28jährige Frau, die ihn am Himmelsfahrtstage verlassen hatte, zu­fällig an. Der Mann zog plötzlich einen Knüppel und schlug die Frau damit derart auf den Kopf, daß sie besinnungslos zusammenbrach und sofort in ärztliche Behandlung gegeben werden mußte. Der Mann wurde verhaftet. 3m nahen Obererl en bach wurde ein junges Mäd -

flßliei verraten. Wenn es auch Leute gehen mag, hie sich gern mit einem mehr oder weniger ver­hülltenDadeengel" abseifen möchten, so berech­tigt diese eigenartige Liebhaberei doch nicht zu dauernder Schaustellung solcher Figuren, die un- serm sonst so hochstehenden Kunstgewerbe keiner­lei Ehre machen. Roch viel weniger geschmackvoll sind aber die in Seife dargestellten, mit Hand­granaten ausgerüsteten Feldgrauen, und Seifen­stücke, die bis Antlitz bedeutender Männer, wie Goethe, Bismarck, Friedrich der Große, Hinden­burg usw. aufgeprägt bekamen. Welche unbe­rechenbaren und entwürdigenden Formentstellun­gen nehmen diese an sich schon wenig schönen Plastikerverirrungen im Verlaus d.s Gebrautes des Seifenstückes an? Die Geschäf sinhabe^ wur­den sich um das ästhetische Gefühl der Bevölke­rung und deren Erziehung zu wahrem Kunstsinn sehr verdient machen, wenn sie solche höchst min­derwertigen Jndustrieerzeugnisse beim Angebot einfach zurückwiesen. Die Seife läßt sich zweifel­los in eine Unmenge von Formen pressen, die nicht den berechtigten Anstoß erregen, wie die obenerwähnten Muster. Es tut sehr not, den durch die Rachkriegszeit stark verrohten Geschmack wieder in gediegene Dahnen zu lenken, und hier muh jeder, der es mit unferm Volke gut meint, an seiner Stelle mithelfen. 3n dasselbe Geb et schlägt auch die Reklame eines hiesigen Licht­spielhauses, das auf besonderen Zetteln die An­kündigung des StückesAnleihe des Großherzog­tums Minvrca" mit dem Reichsadler des Deut­schen Kaiserreiches in die Augen springend ge­schmückt hat. Es wäre zweckmäßig, die betreffende Druckerei vernichtete die Abdruckform des eh.- baren Wahrzeichens verschwundener deutscher Macht und Gröhe oder höbe sie gutverwah^t auf Kleinhans.

einem Meter Vorsprung vor Arbeiter-Ruoerver- einVorwärts" Offenbach.

Alte-Herren-Vierer. Bahnlänge 1000 Metr: 1. Ruderklub Hassia Gießen 4,17 Min., 2. WassersportvereinVorwärts" Offenbach 4,207z Min. Ein sehr schönes Rennen der alten Herren.

Lahn-Vierer für Sen ioren: 1. Ar­beiter-RudervereinVorwärts" Offenbach 5,53V6. 2. RuderklubGermania" Offenbach 5,557z.

Schüler-Vierer, Dahnlänge 10 0 0 Meter: 1. RuderklubHassia" Giehen 4,02 Min. 2. RuderklubGermania" Offenbach kurz vor dem Ziel abgestoppt.

Lahn-Achter für Senioren: 1. Ru­derklubHassia" Gießen 5,23 Min. Z Ruderklub Germania" Offenbach 5,26. Eines der schönsten Rennen des Tages.Germania" Offenbach führt bis 100 Meter vor das Ziel:Hassia" läuft vorbei und gewinnt das Rennen mit einer halben Boots­länge Vorsprung.

Ermunterungs-Vierer: 1. Arbeiter- RudervereinVorwärts" Offenbach 6,22. 2. Ru­dervereinUndine" Frankfurt 6,28 Min.

Großer Achter: 1. Arbeiter-Ruderverein Vorwärts" Offenbach 5,232/< Min. 2. Wasser- svortvereinVorwärts" Mannheim 5,307s Min.

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I Ausschusses für Volksmission in Oberhessen nahm (frei zahlreicher Beteiligung von Leuten aus allen Ständen einen gesegneten Verlauf. Das General­thema der Besprechungen warGlaubenshinder- niffe. Besonderen Eindruck machten die tiefgrün­digen Ausführungen eines Führers ter Dolks- püssionsbewegung, des JnspektorsH 0 f m a n n aus Därmen, der, von einer Krankheit eben genesen, , roch in letzter Stunde telegraphisch herbeigerufen I oorden war. In die Eigenart oberhessischen Land- 1 ebens führten die Vorträge von Pfarrer R ü h l - Reichelsheim und zur Rieden - Huhdorf. Die - Berichte des Leiters des Ausschusses, Oberpfarrer »K n 0 t h - Schlitz, und der Volksmissionare W a l - : h e r und Schäfer, die beite geborene Ober- Hessen aus dem Kreis Gießen find, wußten zu er­zählen von großen Fortschritten und Erfolgen der Arbeit. Auch außerhalb Oberhessens waren die genannten Herren tätig, so z. D. in ter Wetzlarer Gegend.

* Grünberg, 14. Juni. Der Gemeinde­rat beschloß für das Rechnungsjahr 1924 die Er- HHung folgender Gemeindesteuern: 4 Pf. von 100 Mk. Steuerwert der Gebäude, 30 Pf. von 100 Mk. Steuerwert ter land- und forstwirtschaft­lich genutzten Grundstücke und als Sondersteuer 60 Pfennig von 100 Mk. Steuerwert ter Wohnungen.

Kreis Büdingen.

)( Ortenberg, 14. Juni. Gestern fand hier die erste große Grasversteigerung statt. Die Beteiligung war sehr stark, die Preise infolge günstiger Zahlungsbedingungen trotz gro­ßer Geldknappheit sehr hoch. Es wurden für den Morgen Heu auf der Wiese 3080 Mk. geboten, letzterer Preis natürlich nur bei ganz außerordentlich gutem Stand und guter Düngung. 3m allgemeinen ist in diesem Hahr eine gute Wittelernte zu erwarten.

() Aus dem Riddertal, 14. Juni. Das Yünstlge Wetter der letzten Zeit 'hat den Stand der Fluren außerordentlich gut beeinflußt. Sie Winterfrucht hat sich besser entwickelt, als man anfangs zu hoffen wagte, immerhin ist in­folge der großen Auswinterung mit einer knap­pen Mittelernte in Korn zu rechnen. Dagegen loeist die Sornrnerfrucht einen besseren Stand auf. Heber den Stand der Kartoffeläcker kann man sich naturgemäß noch kein Urteil bilden. Im Obstbau hat die Kirschenernte stellenweise begonnen, das ungünstige Wetter zur Zeit der Blüte hat hier manchen Ausfall gebracht, die Preise schwanken stoischen 30 und 40 Pf. pro Pfund. Die Anssich,-- ten beim übrigen Steinobst sind stellenweise nicht schlecht. Besonders gut verspricht beim Kernobst die Dirnernte zu werden, dagegen fällt die Apsel- evnte nicht gerade glänzend aus: schon die Blüte war teilweise schlecht, der Frostspanner und an­deres Ungeziefer haben stellenweise großen Schu­ten angerichtet.

Hessen-Nassau.

1 js Marb urg, 14. Juni. Auf Einladung des Trrektors des Zahnärztlichen Hntversi- tätsmstituts haben.sich hier etwa 160 Mit­glieder des zahnärztlichen Vereins von Mittel­deutschland. Westfalen, Rheinland, Hessen und Hessen-Rassau zu wissenschaftlichen Sit­zungen und Fortbildungskursen zu- samrnengef unten. Diese sollen drei Tag: dauern. Am 21. und 22. Juni findet hier die dies­jährige Jahresversammlung des äckniversi- tätsbundes statt.

fpb. Frankfurt a. M., 15. Juni. Die Nachfrage nach Wohnungen, namentlich nach Zwei- und Dreizimmerwohnungen, nimmt svitgeseht zu. Am 1. Juni betrug die Zahl der Wohnungsuchenden 16336 gegen 16228

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