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angeschlossen haben.

6.

Der Schrei nach dem Leben.

Don Ernst Franz-München.

Droben in den Bergen liegt das Dörflern. Ein paar Häuser die wie Felsen so grau sind, um und um Felsen, Latschenha Iden zwischen einigen Tan­nen und (Stben Weit und breit Sonnenslimmern und Rühe. Mächtige Gipfel scheinen herein, leuch­tend wie Märchenparadiese, um diese endlos 'hoch­ragender Fels voll heiligem Schweigen.

3m Dörflern selbst Arche, ererbt von Ahnen und Bergen Doch Kraft und Lebenslust.

3m letzten Häusl es war fast eine Hütte lebte die alte Dortl seit fünfzig Jahren. Drei­ßig mtt ihrem Hall. Der war Häger. Gin l stram­mes schneidiges Mannsbild. Treu und wortkarg. Siebte seinen Wald und Fels und seine Dorl. Aur einen Fehler hatte er. Als er so um den Ersten 'herum seine paar Kronen holte, zog ihn eine finstere Macht in die Dafernwirtschaft im Tal in der er ohne ein Wort zu sprechen fast alle' Kronen gegen Wein und Birginias ver- tauichte im Wald oder in einem Heustadel die Nacht Über wunderliche Träume 'hatte und am Morgen die letzten Kronen der Dort ohne Worte, aber voll Reue auf den Tisch legte. Sie stritten sich wohl die ersten Jahre, dann war Friede and ^,1 und Siebe. Sie hatten sich beide daran

gewöhnt. So ist es eben fühlten sie. i

Den Hall hatten ein paar Wilderer feig er­schossen and als die anderen Häger ihn der Dorl vor die'Tür legten, da sagten sie nichts. Die Dorl kreischte auf m wildem Schmerz, und die Häger standen da wie versteinert und verhielten den Ottern datz sie nicht schluchzen muhten.

Dann war wieder Ruhe im Dorf lern zwan- Und jetzt liegt d« Dorl am Sterben.

Der Vorstand der Vereinigten Va­terländischen Verbände- hat durch den Reichstagsabgeordneten Geisler gegen das Verbot derSchlageterfeier im Berliner Stadion Protest Phöben.

3n Rom wurde die internationale Auswanderungskonferenz eröffnet in Gegenwart des Königs, des Ministerpräsidenten Mussolini, der Minister, der Staatssekretäre und der diplomatischen Korps. Mussolini hieh tn seiner Eröffnungsrede die Abgesandten der neun- undsunfzig Staaten willkommen und wünschte der Konferenz Erfolg. ______________

Aus dem Hessischen Landtag

eines Volksentscheids über Die Annäh-ne oder Ablehnung des Sachverständigengutachtens.

Die Deutsche Industriellen - Vereinigung.

Berlin, 16.Mai. (Priv.-Tel.) Zur Bil­dung der Deutschen Industriellen-Bereinigung be­merkt dieDeutsche Otltgem. Ztg.", dah hinter der Vereinigung nur eine kleine Anzahl I n - dustrieller steht, die bisher überhaupt nicht Mitgliiter des Reichsverbandes der deutschen Hndustrie waren. Es könne daher von einer Absplitterung vom Reichsverbande keine Rede sein. LautSeit hat sich von den Fachverbänden des Reichsverbandes der Hndustrie bisher noch k e i n e r der Aeubildung angeschlossen. Die neue Organisation scheine nur bei einzelnen Teilen der K l eineis entndu strie Anklang gefunden zu haben. DieGermania erklärt, dah sie lediglich von den Mitgliedern der neuen Ver­einigung eine Firma kenne, im übrigen aber nach langem Bemühen nur herausbrachte, dah eine untere neusilberne Löffel fabriziere.

Die Politik der Sozialdemokraten.

Berlin, 16. Mai. (Priv.-Tel.) Wie der Vorwärts meldet, tagte gestern der Parteiaus­schuh der Sozialdemokratischen Partei. Er gab seine Zustimmung zur Einberufung des sozial­demokratischen Parteitags für den 11. Huni in Berlin. Ferner beschäftigte sich der Partei­ausschutz, mit den jüngsten Vorkommnissen in Halle. Es kam die Anregung zum Ausdruck, zu gegebener Zeitwuchtige Kundgebungen für die Republik zu veranstalten. Schließlich, billigte der Parteiausschuh gegen eine Stimme die vom Par- tetoorftanb beschlossene Aktion zur Herbeiführung

Die ersten zehn Hahre lebte sie von ihrer Hände Arbeit, die letzten zehn als die Gicht ihr in die Glieder fuhr und noch Schlimmeres von Armut und Elend. Hennen und Ziegen, die ihr Eigen waren, hatte sie längst verkaufen müssen. Was dann noch vorhanden war, rutschte jedes Frühjahr bei der Schneeschmelze als völlig unbrauchbar die Lahne immer ein Stückchen wei­ter hinab, wie aller Kram vom Dorf. Endlich hatte sie tatsächlich nichts mehr, was selbst in diesem weltentlegenen Dörflein von Wert gewesen wäre, nicht einmal ihre Kleider denn die waren nur noch zusammengebettelte Wollfäden.

Immer schwächer wurde sie, aber nicht un­zufrieden. Oh, sie lebte so gerne, und bis ins Dämmern hinein sah sie auf ihrer Bank vor dem Häusl und schaute immer in die Felsenwildnis. Sie erkannte die Tiefen nicht, trotzdem schüttelte sie immer mit dem Kopf, die Hände im Schatze gefaltet, und sagte nur nach einigen kleinen Ge­beten:Schön is Schön is." In all diesen Bergen war ja ihr Hackl. In der Frühe war sie auf ihrem Plätzchen, eine Tasse Kaffee neben sich in dem erst einige alte Brok brocken aasweichen mutzten. Sie lebte ja nur von dem Kaffeeabsud, den ihr die Bäuerinnen sammelten, und von dem Brot, das man ihr brachte. Doch dieser Kaffee war fast schöner und ihr Staunen über dessen Güte fast noch großer wie das über die Berge.

Kaffee war ihr Inbegrift allen Glückes.

Und jetzt lag die Dorl am Sterben. Aur einige Mildtätige versorgten sie noch sonst wäre sie längst verhungert.

Sie liegt in ihrem Bett und wartet auf den Doktor, schlaff und matt und voll Schmerzen. Starrt zum Fenster banaus, durch das die Berge

Wie die Blätter aus Halle melden, ging gestern nachmittag die Ueberführung der Leichen der bei den Zusammenstötzen mit der Polizei getöteten Kommunisten in aller Rühe vonstatten. Ein Teil der Halte.iser Werke lag von 12 Uhi an still. An dem Leichenzug nahmen etwa 3000 Menschen teil. Aach einer weiteren Mel­dung mehrerer Blätter aus Halle ist es am-Mitt­woch abend am Saale-Ufer zu Ausschrei - tungen eines Trupps Hitlergardisten gegen Stratzenpassanten gekommen. Das alarmierte Ueberfallkommando der Schutzpolizei nüh.n einen Teil der Hitlerleute fest. Aach Feststellung, der Personalien wurden die Festgenommenen wieder in Freiheit gesetzt. '

Neue Kampsparole der Kommunisten.

Berlin, 15. Mai. (Priv.-Tel.) DieRote Fahne schreibt in ihrer Aarnrnec vom 14. Mai, datz dieFaschisten jetzt dazu übe gegangen seien unter der Parole der Werks gern et.li­sch ast das Schwergewicht ihrer polittschen, Ar­beit und ihrer Organisation in die Bet r i e b e au verlegen. Unter Ausnutzung des politischen Bankerottes der S. P. D. !ei es ihnen schon in zahlreichen Betrieben gelungen, ihren Ein- flutz wesentlich zu erweitern. Eine be- sonoere Gefahr-, die der deutschnatio - na le Wähler folg beleuchte, sei dabei Die vaterländische Geislers che Arbei­terbewegung. In ih.em gleichzeitig ver- bieiteten geheimen Rundschreiben an die Funktio­näre der Kommunisten weist die kommunistttche Parteileitung darauf hin, datz in den von dieser vaterländischen Olrbei cibetocgung erfaßen Gioh- bttrieben die Arbeiter nicht mehr so wie früher bei kommunisttschen Aktionen auf die Sttatze zu bringen seien. DieRote Fahne bezeichnet es als eine der Hauptaufgaben der Kommu­nisten. die vaterländischen Arbeitervereine zu vernichten.

Gefängnis fürKriegsminister" Schneppenhorft.

Olürnberg, 15. Mai. (WTD.) Der ehe­malige bayerische Kriegsminrster und nunmehrige Fabrikant Schneppenhorsl in Nürnberg wurde vom Schwurgericht nach breitägiger Verhandlung wegen fahrlässigen Falscheides zu sechs Blonaten Gefängnis ohne Bewährungsfrist verurteilt. Schneppenhorft machte bei einer Ge­richtsverhandlung über den Konflikt zwischen Mit­glieder der VSPD. und der Reichsflagge anlätz- lich einer sozialdemokratischen Versammlung im Weihen Rotz am 2. Huni 1923 unter Eid Aus- fagen, welche im Widerspruch zu anderen Zeu­genaussagen standen.

Aus Stadt und Land.

Gietzen, den 16. Mai 1924.

Aufgerufenes Eifenbahngeld.

Der Reichssinanzminister hat das @if Pa­piermark lautende Aotgeld der Deut­schen Reichsbahn, die von den Reichs» . . . - - - " auf Pa-

Die soll freilich der Teufel holen," scherzte er aber auch ich kami's mitnehmen. Geh', gib amal dein Arm her, Dorl, weh tut's net. Gäbt ihr eine Morphiumspritze und denkt dabei: Die letzte ist's, die ich dir armem, armem Geschöpf gebe zur Linderung.

So, jetzt kannst bald schlafen und Schmerzm beileib, wirst keine mehr haben. Hast sonst ND' was zum Disputier'n?

Voller Ungeduld krampft sie sich «n des Doktors 2(1-41 and will sich etwas emporheben. Dann sagt sie voller Hast, aber ganz leis, so aut es ihre letzten Kräfte noch vermögen:

Herr Doktor, mei' Ha kl hat mir 'n Gedanken eigebn. Glaubts net auch dah i die Krankhet übersteh, wenn i an Kaffee weglass'. Wissen's/ des viele Essen in meim Alter und d Welt is fo schön. . ...

Dann sank sie zuruck.

Der Doktor nahm alle Kraft zusammen und entgegnete der Dorl: .

y Beileid net, Dorl, da hat dein Hall amal falsch g'sehn. Dein' Kaffee brauchst net wegwssch die Krankhet vergeht auch so, und a recht schon s Leb'n wirst nachher krieg'n."

3 dank Herr Doktor, hauchte sie und dructte dem "Menschen die Hand voll Freude, datz sie bald wieder ihren Kaffee auf der Bank löffeln und in die Berge hinein sinnieren konnte.

Der Doktor ging. Tief versonnen schritt er durch die steinigen Wege zu Tal und dacht^ wie so oft schon, ohne Erfolg nach über das Wunder das Leben heitzt.

Mittag des nächsten Tages schlief die Dorl hinein in dieses schöne Leben ruhig und voll Friede

wie -aufmunternd hereinleuchten, und krampft die Hände der leidige Schmerz.

,,D' Dorl liegt am Sterben," sagt eine der anderen leis geheimnisvoll.Was hat sie denn?"D fressende Krankhet.'' Dann geben sie beide stumm auseinander und beten für die Sterbende während- der Arbeit.

Is des a Hammer," sagt ein Bauer zum Machbar,d' Dorl stirbt so elendi."Hnb a Glück is, entgegnete der Machbar bedauernd, denn so a Leb'n seit zehn Hahr stirbtts schon am Hunger."Wahr is." sagt der Erste und

Die arme Dorl aber starrt zum 5enfter hinaus. Doch Plötzlich huscht ein so seliger Strahl über ihr Faltengesicht und sie fühlt keine Schmer­zen. Ein wunderbarer Gedanke hatte sie durch­zuckt. Da war Rettung. Und der Gedanke war vorn Hackl. v ,, _r

3 dank dir," sagt sie, und ihre Augen blicken fast munter. Aber arg matt ift sie gleich wieder und die Schmerzen. ^ohve Lippen aber bewegen sich immer und sie sagt sich immer den Gedanken vor, datz sie ihn ja nicht vergitzt, bis der Dokttor kommt.

Endlich tritt er durch die Tür, der alte, weitzbärtige Menschenfreund, der sein ganzes Leben in Einsamkeit verbrachte. Wie ein Seel­sorger war er. Leise tritt er an das Bett der Sterbenden.

Gut gehfs, Dorl, net, sagte er mit einer Stimme, die durch das Elend, das er sah, weich und warm wurde.

Ha, ja wimmerte die Dorl,aber b* Schmerz'n." Danach bewegte sie wieder die Lippen wie vorher.

Aach einer Melvung desLoialanzeigerS* aus Rom ist der Papst an einer schweren Rierenentzündung erkrankt. SämtlicheAudiew- zen im Vatikan sind abgesagt worden.

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Der Staatsminister des Grvhherzvgtums Luxemburg und der belgische Minister des Aeu- tzern haben heute einen Vertrag unterzeichnet, wo­nach die Ausbeutung des bereinigten Netzes bei luxemburgischen Eis en bahnen bei Prinz-Heinrich-Gesellschaft unter Kontrolle der belgischen und der luxemburgischen (Regieruna übertragen wurde.

Der Hansa-Dund hält seine diesjährige Hauptversammlung am 24. und 25. Mai in Ham­burg ab. Am Sonntag wird eine Kundgebung stattfinden, auf der folgende Referate gehalter werden: Reichsbankpräsident Dr. Schacht übei Deutsche Währungspolitik", Minister a. D Reisch, Präsident der Oesterreichischen Bank, überOesterreichs Sanierung", Dr. Hermann Fischer, M. d .R., Präsident des Hansa-Bun- des, überDeutsche Wirtschaft und das Sachver- ständigen-Gutachten".

Eine Vereinbarung im britischen Bergbau.

London, 15. Mai. (WB.) Es wird ange­nommen dah die Gefahr eines allgemeinen Berg- arbeiterstteikes befeitigt tft. Im Laufe des Abends kam eine Vereinbarung über die Berg­arbeiterlöhne zustande, die der am 29. Mai zu­sammentretenden Konferenz von Delegierten der Bergarbeiter unterbreitet wird. Die Führer der Bergarbeiter empfehlen den Bergarbeitern, die Vereinbarung anzunehmen, obwohl die Forderun­gen dadurch nicht restlos erfüllt würden. Im allgemeinen sieht die Vereinbarung eine E r- höhung der Mindestlöhne bis zu 40 Prozent übe r dieVorkriegslöhne vor, während der Durchschnittsgew-inn eine leichte Herabsetzung erfährt. Den Bergarbeitern wird fer­ner erhöhte Beteiligung an allen Ueberschuh- gewttrnen zugestanden, nämlich 88 Pm^ent, wäh­rend die Grubenbesitzer 12 Prozent erhalten sollen.

Landwirtscyatt niemals Selbstzweck, sondern immer nur Mittel zum Zwecke der Erhaltung einer gesunden Ration ist, gibt uns Landwirten die moralische Kraft, mit zusammengebissenen Zähnen einer besseren Zukunft entgegenzuarbeiten. Dem neuen Reichstag, dem ich in meinen Ausführungen ein Agrarprvgramm an die Hand geben wollte, rufe ich zu:Schnell an die Arbeit! Hüte und erhalte die heimische Scholle, das hei­ligste und wertvollste Gut der Ration!

Präsident von Oppen dankte dem Minister mit herzlichen Worten für seine vortrefflichen Ausführungen und wies anerkennend auf die stille und großzügige Arbeit hin, die der Mi­nister tn den vergangenen Monaten dadurch ge­leistet habe, datz er zahlreiche Gesetzent­würfe zur Produktionsförderung für den neuen Reichstag umfassend vorbereitet habe. Die brandenburgische Landwirtschaftslammer habe nunmehr gehört, datz die Landwirtschaft nicht nur mit Worten abgespeist würde, sondern datz seitens der leitenden Reichsressorts praktische Arbett von höchster Bedeutung für die Zukunft geleistet werde.

Ein Separattstenprozetz.

Stuttgart, 15. Mai. (Wolff.) Vor dem zweiten (süddeutschen) Plenarsenat des Staats - gerichtshofes zum Schutze der Repu­blik begann die SchwurgerichtsverhSndlung unter dem Vorsitz des Senatspräsidenten beim Reichs­gericht, Riedner, gegen eine Reihe pfälzi­scher Separatisten. Als Richter fungierten Reichsgerichtsrat hn und Dr. Baumgar­ten, Universttätsprosessor Dr. Calkhäuser, Oberlandesgerichtsrat Präsident a. D. Geheimrat Klemm, Schriftleiter Eajetan Freund, Staats­präsident a. D. Dlos - Stuttgart, Reichskanzler a. D. Fehrenbach, Bürgermeister a. D. Ade­lung- Mainz. Die Anklage vertrttt Staats­anwalt Vetter. Angellagt sind der Kaufmann Ernst Fett aus Vierkirchen, der Fabrikarbeiter Karl G i e h l e r aus Pirmasenz, der mehrfach vor­bestrafte Arbeiter Hvhann Heinrich Wild aus Mannheim, der Kaufmann Hermann Gilcher aus Metz, der Gärtner Emil Rees aus Offen­burg, der mehrfach vorbesttafte Hafenarbeiter Max Wagner aus Ludwigshafen, der Emil Walz aus Ludwigshafen und der Ldw. Stein­brecher aus LuÄvigshafen.

Die Angeklagten sind beschuldigt, sie hätten hn Herbst und Winter 1923 in verschiedenen Städten der Pfal-, aber auch in badischen' Städten eine Reche von Personen, die es un­ternommen haben, einen Teil des Bundes­gebiets vom Deich loszulösen, durch Tat wissentlich Hilfe geleistet.

Der zunächst informatorisch als Sachverstän­diger vernommene Kriminalkommisiar Sachs gab einen allgemeinen Ueberblick über die Entstehung und Auswirkung der separatistischen Bewegung in der Pfalz. Heder Angehörige der Separatisten tourte, datz es sich um die Loslösung der Pfalz aus dem Reichsverband handelte. Die meisten wußten wohl auch dah die Bewegung von Frankreich mit Geldmitteln unter­stützt wird. Heder Separatist mutzte das pfäl­zische Programm unterschreiben. Der Qlngeflagte Fett sagte aus, er sei erwerbslos und ohne Geld­mittel gewesen und habe sich auf Anraten von Bekannten der Bewegung angeschlosien. Er habe ein in französischer Sprache abge- fatztes Formular unterschreiben müs­sen, worin er sich wie man ihm sagte, verpflich­tete, nichts gegen die Separatistenbewegung zu unternehmen. Der Angeklagte gab zu, in Lud« wigshafen den Aufttag erhallen za haben, nach Mannheim zu gehen, Zeitschriften yi kaufen und die Stärke der dortigen Polizei fest- z u st e l l e n. Dieses Material wurde bei ihm, als er in Mannheim verhaftet wurde, vorgefunden. Auch der Angellagte G i e tz l e r erllärte, dah er sich lediglich aus Rot der Bewegung angeschlos- feu habe. Als Kriminalbeamter der Separatisten habe er 5 Verhaftungen vorge- nwimen. Als er den wahren Charakter der Be­wegung erkannte, sei er nach Mannheim geflohen, wo seine Verhaftung erfolgte. Der Angellagte Wild will sich ebenfalls aus Rv tder Bewegung

Der König von Rumänien ist 'beute im Sonderzug von London nach Dover abgereift, um die Rückreise nach Bukarest an^itreten. Zur Verabschiedung waren am Bahnhof König Georg mit seinen Söhnen und der Herzog von Gon- naught erschienen. Die Königin von Rumänien bleibt noch zwei Wochen in England, bte sie an Esher bei ihrer Schwester, der Infanttn Beatrice von Spanien, verbringen wird.

pßon unserer Darmstädter Redaktion.

Darmstadt, 15. Mai. Der Finanzaus- schutz des Landtages beriet heute zunächst eine Vorstellung des Kun st Vereins Jur Hessen wegen Gewährung eines Staatszuschusses. Da der Kunstverein inzwischen einen Zusctmh aus Reichs- mitteln erhalten hat, so wurde die VAtbllung für erledigt erklärt. Ferner lag dem Ausschutz eine Vorstellung wegen Ueberlassung von Rau­men (Licht und Heizung) in der Technisihen Hoch- chule vor. Der Ausschutz erklärte sich mit den vorgeschlagenen Sätzen von 150 Goldmark layr- lich einverstanden, wenn die Zahl der benutzen Säle 30 nicht übersteigt. Es ist das noch nicht eine Mark für Saal und Abend. Die Vorstellung wird dann für erledigt erklärt.

Der Ausschuss wandte sich dann der Bera­tung des S t aa t s vv ran s chl ag s für 1924 gir; auf Vorschlag eines Ausschutzmitgliedes soll die allgemeine Stellungnahme erst am nächsten Dienstag erfolgen, da die Berichterstatter mit ih.en Fraktionen Fühlung nehmen müssten. Man ^begann hierauf mit der Beratung des Kapitels 100 (Ministerium der Justiz): dieses wurde angenommen und dabei einige Anfragm erledigt, die aber auf das Budget keinen Einfluh haben. Bei Kapitel 101 wurde angeregt, die Einnahmen aus verschiedenen Geldstrafen und Eebüh en höher anzasetzen, da ja jetzt vielfach Gesängnis- trufen durch Geldbutzen abgelöst werden könnten.

i auf-;

migimg des Kapitelswurde ausgesetzt f f säuft bis einschlietzlich 16. Huni. Di-

K 102r^V?3 »ff «im bei sämtlicher? Kassen der Deut'

ftien Reichsbahn, den Fahrkarten, Gepäck-, ratung des Kapitels 2 (S. d l u n g s w e s e n) Stations- und Hauptkassen erfolgen. Bis

über das genehmigt tourte : ber Ännal Ablauf ter Einlösungsfrist nicht eingelöstes Olob tourte Auskunft verlangt, ob gelb wird noch bis zum 16. Huli von ter Haupt-

gefbart werten konnt^da SEungsü«sen in g ber Reichseisenbahndirektion Berlin, Schön­einzelnen Bezirken schon erledigt sei. Bei Ka eingelöst. Das auf Dollar lau-

Pitel 3 (Kameralguter) wurde von e» wertbeständige Rotgeld te

Abgeordnetengewünscht^datz^eB^lteigerungtes behält auch weiter seine Gül-

ÄÄ" SÄSS tigkeit und bleibt von dem Aufruf ausge- Forst Verwaltung) tourte die Meinung geäußert, nommen. e ,

datz ter Ertrag eines Festmeters Holz mit 12,50 t * o & x i o a

Mark wohl z u niedrig angesetzt sei. Fer- L.IL UniverfltatS-GvtteSdi e N st. ner wurde ter Wunsch ausgesprochen, dah bei Sonntag, 18. Mai, Vormittags ll1/* Ayr, Versteigerungen von Holz, Wiesen ufw. ten Käu- |n ^er Neuen Aula ein UniverfitütS-

MtdÄ ®otwt ftatt- iu bem in «ffa: fihte Me

geschah Die Genehnttgung dieses Kapitels tourte Angehörigen der Universität emgeladen sind, ausgesehtt Kap. 104 (Kriminalkasfe) tourte Selbstverständlich hat aber auch jeder andere genehmigt; ebenso Kc»P. 105 (Hochbauwesen). qutr;tt Die Predigt hält Prof. Dr. Schian. Es tourte angefragt, ob das lAerichtsgebau.de m ,, /g,er Unterricht in den hiesiger, Altenstadt noch ui di^em Hahr fertig wurde. Die schulen beginnt vorn nächsten Montag ab um Kap. 106. und 107 (Stellvertretungs- und 2lus ^*9_ f^h Man will durch die Früherlegung Hilfskosten usw.) tourten genehmigt. Bei Be- ^tigeren Schulschbuh erreichen, damit die ratung beS SaM .(OBeingüter) tourt» ta rüdent^QKiUa^«

einer Seite dt° Meinung 9$=m6ert öto Der^»l- Een.

hing sei etwas teuer, es Eomre gefixirt toerten, ^|Cr pes Gesangbuch«Hu-

dann wäre ter einertrag hoher und ebenso die tziläums in Gietzen. Am nächsten Sonntag, Ablieferung an den Staat. rm^rt ten 18. Mai, toiti> in allen evangelischen Gemein-

^er Bericht Fall ^lf^arf £>en das 400jährige Hublläum des

insofern einer Wolf Mcht in ^ts^evangelischen Gesangbuches gefeiert. Äuch

der Irrenanstalt Gietzen, sondern durch ten Pro- hwsigen evangelischen Gemeinden werten

fessor Berliner von ter Pshchuttischen Klinik be- I gönnten Tage die Gottesdienste ten

hantelt wurde. [ Charakter von Dankgottesdiensten, in deren Mit«

' , . , , telpunlt das Kirchenlied steht, haben. Am Abend

Kleine polMsche Nnchricyren. findet in ter Sdadtkirche ein Famillenabend für 3n einer Versammlung ter Breslauer ttlle Evangelische unserer Stadt statt Geh. Kirchew.

Studenten im Auditorrum Maximum tourte rat ärniversitätsprosessor D. Dr. ruger wr^ teschlosien die Zahlung der Kollegge- einen Dortrag überDaS teuts<h<vangelische bühren'zu verweigern da 90 Prozent der Kirchenlied halten, ter Kirchengesangverein wird Breslaue'-Studentenschaft nücht in der Lage seien, (unter ter Leitung von Prof. J * a H x-n n Sr®?bübr\u Z i wirken, und die bekanntesten Ehoralmelvdien toer-

die Gebühr zu zahlen. * ten auf ter Orgel Vvrgeführt werten.

" Zum Schuh der Vögel weist daS Pvlizeiamt Gietzen im neuesten Amtsverkün« diaungsblatt darauf hin, datz das Zerstören und Ausheben von Restern oder Brutstätten ter Vögel, das Zerstören und Töten von Hungen terboten ist. In gleicher Weise ist das Feilbieten und ter Verkauf ter gegen dieses Verbot erlangten Eier und Hungen untersagt. Zuwiderhandelnde werten mit Geldstrafe bis zu 150 Mark oder mit Haft bestraft. Diese Strafe trifft insbesondere auch denjenigen ter es unterläßt, Kinder oder andere unter seiner Gewalt flennte Personen, welche feiner Aussicht untergeben sind und zu feiner Hausgenossenschast gehören, von solchen Zuwiter- handlungen abzuhatten. Das Ausiichtspersonar ist angewiesen, auf die Befolgung ter Bestim­mungen ein scharfes Augenmerk zu haben und jede Zuwiderhandlung behufs Herbeiführung ter gerichtlichen Bestrafung zur Anzeige zu bringen.

Der Botanische Garten steht in vollem FrülÄings-Blütenschmuck. Ein Besuch ist darum, da auch die Gewächshauspflanzen zum Teil bereits im Freien ausgestellt sind, gegen» toärtig besonders zu empfehlen.