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UnbeTannte tote veü tsche 3>el- Den vor Verdun. WTB. meldet: Dor einigen Wochen ging durch die französische und deutsche Presse die Mitteilung von der Auffindung beut» scher Kriegerleichen in einem unterirdischen Gang amToten QKarm bei Derdun. Das Zentral- avachweisamt für Kriegsverluste und Kriegergräber in Spandau unternahm sofort durch Vermittlung -Der französischen Milrtärmiffrvn in Berlin Schritte, um die Feststellung der Toten herbeizuführen. Die französische Dienststelle hat jetzt im allge­meinen die Tatsache bestätigt, aber hinzugefügt. Das) infolge der gegenwärtigen ungünstigen Wit- iterungs» und Bodenverhältnisse (Grdrulschgefahr) Das Vordringen in die ausgedehnten unterirdi­schen Gänge zur Zeit untunlich erscheint. Sobald sich Gelegenheit bietet, sollen die notigen Fest­stellungen umgehend getroffen werden. Das Amt wiöd alsdann die erhaltenen Auskünfte veröfsent» lichen, sowie ohne besonderen Antrag die Angehörigen der etwa als vermißt Geführten ,unid jetzt als tot festgestellten Krieger schnellstens benachrichtigen.

** Ein Waldgvttesdienst soll am nächsten Sonntag nachmittag auf der Waldbühne stattfrnden. (Siehe Anzeige.)

** Ernannt wurden am 6. Mai der Lehrer Albrecht Zung zu Garnmelsbach mit Wirkung vom 1. 3uni 1924 ab zum Lehrer an der Dvlks- schule zu Ost he im. Kreis Friedberg; der Schul­amtsanwärter Otto Langohr aus Dieder-Oh­men zum Lehrer an der Dollsschule zu H e i d e l- bach, Kreis Alsfeld. Durch Entschließung des Landesamts für das Dildungswesen wurden zu Studienassessoren ernannt: die Studienreferendare Georg Düttenbend^r. Karl Metz, Ernst Ratz. Otto Schilling und Fritz Tölg in GiehM.

Bornotizen.

TageSkalender für Freitag. Deutscher Offizier-Bund: Reue Aula der Uni» Deafitäit ,6.1/4 Ähr Bortoag mit LichtbildernDie Wahrheit über die Marneschlacht 1914, Redner Oberstleutnant von Hagen. Raturheilverein: 8 Ähr im Felsenkeller VortragWesen und Wert der Gymnastik". Lichtspielhaus, Bahnhofstraße: Aus dem Iägerparadres der afrikanischen Wild­nis". PÄast»Lichtspiele:Helena". Rund­funkhaus. Loberstrahe: Heiterer Abend.

Stimmbildung und Stimmstö­rung. Zur Festsetzung dieser Dorttäge der Pro­fessoren Dr. Drüggemann und Dr. Bürker findet am Samstag abend im Physiolvg. Institut ein öffentlicher Vortrag des Hofschauspielers a. D. Paschen statt. (Siehe gestrige Anzeige.)

Ern jagdlicher Lehrfilm. Man schreibt uns: Qhn Sonntag, 18. Mai, nachm. 3 Uhr, läuft auf Veranlassung desHubertus", Verein weidgerechter Jäger Sitz Gießen, der jagdliche LehrfilmDas deutsche Weidwerk" in einma­liger Vorführung in den Palast lichtspie­len. Dieser auf Veranlassung der Deutschen Zagdtammer geschaffene Fllm lief zum ersten Mal auf der Deutschen Iägerwoche im Februar dieses Jahres in Berlin und fand lebhaftes Interesse.

greunöe ves oeutscheu Werdwerks und Gäsve sind willkommen. (Siehe heutige Anzeige.)

Kreis Friedberg.

* Friedberg. 15. Mai. Der Provinz- ausschuh der Landwirtschaftskam­mer für Ob er Hessen erwählte zu seinem Vorsitzenden Oek.-Rat Breidenbach, Dor­heim, Stellvertreter wurde W. Bähr 1. in Rohr­bach, Ausschuhmitglieder Th Cellarius in Schotten, Bürgermeister Heihenröder in Rieder-Moos und Hakob Rinn 24. in Heuchel» heim (Kreis Gießen).

Hessen-Nassau.

Frankfurt a. M., 15. Mai. (WTD.) Bei Dachreparaturen auf einem Hause am Rvten-Kreuz-Plah stürzte heute nachmittag der 57jährige Dachdeckermeister Kimm infolge eines Fehltrittes aus großer Höhe ab und war sofort tot

fpd. Frankfurt a. M., 15. Mai. Der am Sonntag hier abgehaltene Muttertag brachte ein reiches Ergebnis. Rach Abzug der gering­fügigen Unkosten dürfte ein Reinüberschuh von 50 000 Mk. verbleiben. 3n einer Wirt­schaft am Paulsplatz entstand zwischen Gästen ein Streit, der schließlich in eine arge Messer­stecherei ausartete. Dabei wurde der Arbeiter Johann Ehrhardt so schwer getroffen, daß er kurz nach der Einlieferung in das städtische Krankenhaus verstarb. Auf dem Main­wasen treibt sich seit Eintritt der warmen Witterung zahlreiches lichtscheues Gesindel herum, das unbekümmert um die vorübergehenden Personen in völlig adami- tischem Kostüm einherwandelt, und zwar Männer und Weiber. Am Mittwoch fand nun eine polizeiliche Streife durch diesesParadies", wie es der Volksmund nennt statt. Dabei wurden zahlreiche Männer und Weiber erwischt, darunter allein vier steckbrieflich gesuchte. Dem von der Staatsanwaltschaft gesuchten Einbrecher Robert Meister gelang es, zu entkommen. Er durch­schwamm den Main und wurde von einem Schiffer in Sicherheit gebracht. Später aber gabelte ihn die Polizei mit Hilfe einiger Arbeiter im Ost­hafengebiet auf.

Starkenburg und Rheinhessen.

fpd. Offenbacha. M. 15. Mai. Eine Ein- brecherbande drang in der Rächt zum Mitt­woch in ein hiesiges Leder Warengeschäft und stahl aus ihm nicht weniger als 6 2 5 w e r t» volle Damenhandtaschen. Sie entkam unbehelligt mit ihrer Deute und konnte bisher nicht ermittelt werden.

Turnen, Sport und Spiel.

Eine deutsche Tagung für Körpererziehung.

Berlin, 15. Mai. (Wolff.) Der deutsche Reichsausschuh für Leibesübungen hat alle Freunde der Turn- und Spvrtsache einer deut­schen Tag ung für Körpererziehung vorn 22.-25. Rüri nach Berlin berufen. Der Reichspräsident ließ dem Reichsausschuh

Mitteilen, dah er an oer Monnungsithung der deutschen Tagung für Körpererziehung, die am 23. Mai, 10 Uhr vormittags, im Reichswirtschafts­rat stattfindet, teilnehmen wird. Die Tagung schließt mit einem Turn- und Sportfest der Der- liner Verbände im Stadion, das am 25. Mai irachmittags 3 Uhr beginnt.

Die Schöpfung.

Oratorium von Josef Haydn.

Kr. Ueber Haydns Meisterwerk ist vor eini­gen Tagen an dieser Stelle bereits das zur>Ein- führung Wünschenswerte gesagt worden. Die Ausführung am Mittwoch hat von neuem den Be­weis geliefert, daß cs von seiner Hugendfrische noch nichts eingebüßt hat. Mit wie einfachen Mttteln, um wenigstens das noch hervorzuheben, wird doch hier die große Wirkung erzielt. Es genügt, statt vieler Beispiele auf die wundervolle Einleitung zu verweisen, in decdie Vorstellung des Ehaos" ohne das Massenaufgebot wirrer Kräfte, das ein moderner Musiker dazu heranführen würde, mit vollendeter Eindringlichkeit tn uns erweckt wird, zu schweigen von Sonne und Mond, von Adler und Taube, von Löwe und Tiger und dem am Boden kriechenden Gewürm. Wir sind dem Sängerkranz" dairkbar, dah er uns diese Schöpfung" wieder lebendig gemacht hat. Untere andere Lrvhe Chorvereinigung hat mit der Vor­bereitung und Durchführung der Riesenwerke von Bach Tmb Beethoven so viel zu tun, daß Zeit und Kräfte für das Studium ber leichteren Chor­werke fehlen. Und doch ist es für unsere musika­lische Kultur von größter Bedeutung, daß uns diese Werke erhalten bleiben.

Die Aufführung war sehr sorgfältig vor­bereitet. Der in den vier Stimmen ziffern­mäßig in den Männerstimmen sogar beiwidens- toert zusammengesetzte Chor Hit für Akustik und Raumverhältnijse unserer großen (fast hätte ich geschrieben kleinen) Aula gerade noch die rich­tige Stärke. Roch etwas mehr, und die Flucht aus den ersten Reihen der Zuhörerschaft nach hinten ober oben würde vermutlich noch stärker einsehen, als es schon Mittwoch abend bemenbar war. Al(e Stimmen griffen tapfer zu, die So­prane sogar gelegentlich etwas zu stürmisch; allen merkte man an, daß sie mit ganzer Seele bei ihrer Aufgabe warem Gin bißchen mehr Schattierung hätte nicht schaden tonnen; aber angesichts des gleichmäßigen Forte, das Haydn saft durchweg in den so ziemlich über den gleichen Leisten ge­arbeiteten Shoren vorschreibt, ist das leichter ge­sagt als getan. Jedenfalls tat der verdienstliche Leiter des Chors, Herr AlbertKasten, alles, um seine Stimmen zum Siege zu führen, und war auch dem Orchester und den Solisten ein guter Führer. Das kleine Orchester trat bei der Begleitung der Solisten immer nach etwas zu sehr in den Vordergrund, hielt sich aber im übrigen, seiner verhältnismäßig leichten Aufgabe ent­sprechend, wacker. -Die Tempi hätten, zuweilen noch frischer sein können, aber diese Bemerkung richtet sich vielleicht eher an die Sänger als an den Dirigenten.

unter den Vollsten ragte Fräulein Adel« Metz durch die angenehme Klmmsarbo ihreS leichtflüssigen Soprans, vor allem aber durch die Einfachheit ihres Gesangs hervor. 3d> will die Herren Hans Hoefflin (Tenor) und Ernst Everts (Daß) gewiß nicht schelten, ihre Stim­men kamen im Gegenteil schön zur Geltung. aber| gerade diesem wichtigen Erfordernis genügten sie nicht ganz. Gesänge wieMit Würd' und Hoheit angetan" oderHolde Gattin, Dir zur Seite" (wo man übrigens das etwas lang geratene Zwie­gespräch durch einen willkommenen Strich kürzte) vertragen sc^echterdings keine Sentimentalität, kein Ähwelgen in Don und Ausdruck, wozu nach meiner Erfahrung männliche Stimmen noch mehr neigen als weibliche. Der Grundsatz muß lauten Haydn kann gar nicht einfach genug gesungen werden. Alles in allem: DerSängerkvcmz" und sein trefflicher Leiter dürfen auf diesen Abend mit dem gleichen Gefühl der Befriedigung zurück- schauen, mit dem alle, die sie gehört habeg, an die Aufführung derJahreszeiten" (1920) tzurück- benien, der sich die derSchöpfung" würdig an- geschlossen hat.

Aus dcm Amtsvcrkündigungsblatt.

* Das Amtsverkündigungsblatt Rr. 32 vom 13. Mai enthält: Kanalisation der Alten-Basecker Straße zu Großen-Buseck. Maul- und Klauenseuche. Beitreibung der Gemeindeumlagen. Benachrichtigung der Ver­sorgungsbehörden. Kostenverzeichnisse für den nebenamtlichen Fortbildungsschulunterricht. Rotstand-arbeiten. Feldbereinigungen Rönnen- roth und Wleseck. Dienstnachrichten. Ge­funden und verloren.

Gerichtsfaal.

Darmstadt, 15. Mai. (Wolff.) Vor dem Bezirksschöffengericht Darmstadt fand heute eine Verhandlung gegen den Schreibgehilfen Kramer und den Tagelöhner Hahn aus Arheiligen bei Darmstadt wegen Unterschlagung von Erwerbslosengeldern statt Hahn war Separatist und stand in geheimer Verbindung mit den Franzosen. Unmittelbar nach Verkün­dung des Urteils, das gegen Hahn auf Frei­sprechung lautete, wurde er auf telegraphische Anordnung des Oberreichsanw-alts verhaftet, um nach Leipzig transportiert zu werden.

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Der Eintritt ist völlig ftei für jedermann.

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Sitz Gießen.

Sonntag, den 18. Mai

3 Uhr nachmittags in den Palastlichtspielen: Einmalige Sondervorführung des Jagdfilms:

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Bekanntmachung.

Bei der unterzeichneten Stadtverwal­tung ist eine, infolge Versetzung des der­zeitigen Inhabers in den Ruhestand ftei- werdende

ZUM 1. Juli ds. 3s. neu zu besetzen. - Bewerber müssen gesund, nüchtern, ener­gisch, schreibgewandt und mit den örtlichen Verhältnissen vertraut sein. Dersorgungs- berechtigte oder Militäranwärter erhalten den Vorzug. Sechsmonatige Probezeit. Besoldung nach Gruppe IV, Ortsklasse D. Bewerbungen mit Lebenslauf und Ieugnis- abschriften werden bis zum 5. Juni d. Is. erbeten. 4026D

Cid), den 14. Mai 1924.

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Sonntag, den 18. Mat und

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Festspiel des 13. Deutschen Turnfestes in München Frischauf, mein Volk" unter Leitung eines Mitgliedes des Gießener Stadttheaters zur Aufführung.

Dem Festspiel gehen turnerische Vorführungen der Gießener Turnerschast (T.V. u.M.T.V.) voraus.

Beginn der Aufführungen: Sonntag 4 und 8 Uhr, Montag 8'/, Uhr. Eintrittspreise: 1. Platz (numeriert) 2 M., 2. Platz (numeriert) 1 M. Vorverkauf bei Herrn Ernst Jung, Seltersweg- Ehr. Spies, Neustadt; Earl Lang, Marktstraße; Georg Todt, Plockstraße; Sonntag, 18. Mai, an der Kasse in der Turnhalle. 3831v

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Der Voranschlag der Gemeinde Elim­bach für Rj. 1924 liegt vom Montag, den 19. Mai ab, eine Woche lang auf der Bürgermeisterei zur Einsicht offen. Einwendungen können wahrend dieser Zeit vorgebracht werden. 4014D

Climbach, den 14. Mai 1924.

Hessische Bürgermeisterei.

Stein-

Der Voranschlag der Gemeinde Leih, gestern für Rechnungsjahr 1924, liegt vom 16. d. M. ab eine Woche lang auf dem Amtzimmer der unterzeichneten Stelle zur Einsicht offen. Umlagen, zu der die Aus» mürker beizutragen haben, sollen erhoben werden.

Leihgestern, am 14. Mai 1924. 4033D Bürgermeister ei.