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Menag, (6. Uiat 192<

Dnid und Verlag: vrühl'sche Unwerfitats-Vuch- und Zteindruäerei R. Lange in Gießen. 8chriftlettung und Geschäftsstelle: Schulstrahe 7.

Hannover

Paris 15. Mai. (W. B.) Staatssekretär Bergmann, der bekanntlich mit Staatssekretär Bogt Deutschland in dem Organisations­ausschuß für die Reichseisenbahn-Ge­sell ch a f t vertritt, ist heute vormittag rn P a - r i s eingetroffen, um Fühlung mit den alliierten Bertretern im Organisationsausschuß, Acworty und Leverve, zu nehmen. In der Reparatwns- kommission nahestehenden Kreisen hofft man, daß der Organisationsausschuß bald mit feinen -ar­beiten beginnen kann. Der von der Reparations­kommission zum Mitglied des Organisationsaus­schusses für die deutschen I n d u st r l e o b l i g a - ttonen bestimmte italienische Sachverständige Alberto Pirelli hat diesen Auftrag abgelehnt. Er ist durch den italienischen Vertreter im Fi­nanzausschuß des Völkerbundes, Dianchrn. er­setzt worden. ________

Annahme von Anzeigen für die Tagesnummer bis zum Nachmittag vorher ohne jedeDerbindlichkeit. preis für 1 mm höhe für Anzeigen von 27 mir Breite örtlich8, auswärts 10 Goldpfennig: für Re» Klame-Anzeigen v.70mm Breite 35 Goldpfennig, Platzvorschrift 20% Auf­schlag. - Verantwortlich für Politik u. Feuilleton: Dr. Friedr. Wilh. Lange; für den übrigen Teil' Ernst Blumschein; für den Anzeigenteil: Hans Beck, sämtlich in Gießen.

düng der deutschen Interessen in der Außenpolitik. Ueber die Gründe, die die Reichsregierung zu ihrer Stellungnahme zu dem Sachverständigengutachten gezwungen haben, sind Parteiführer der Deutschnationa­len von seilen der Reichsregierung eingehend unterrichtet worden, ohne daß es gelang, die deutschnationalen Vertreter zu einer positiven Erklärung zu bewegen. Auch sonst liegt immer noch keine klare und bindende Er» k l ä r u n g der Deutschnationalen Partei dar­über vor, wie sie die Erledigung der Sachver­ständigengutachten sich denkt. Vielmehr wächst von Tag zu Tag die Anklarheit über ihre Ab­sichten. ____________

Kein Rücktritt des Kabinetts Marx Die Forderung der Deutschnationalen abgelehnt.

m. U5

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, Der deutsche Michel ist wieder einmal drauf I 'und dran, eine Politi s ch« ®um m heit zu i begehen. Am Sonntag, bem 18. Mai, soll m den hannoverschen Regierungsbezirks Hannover, Hildesheim, Stade, Lüneburg und Osnabrück eine 1 Vorab st immung über die Frage stattslndNi, ; ob die Provinz Hannover, mit Ausnahme des Regierungsbezirks Aurich, d. L Ostfta^land, aus dec^ Herrschaft des preußischen Staates aus- 1 scheiden soll, um einen selbständigen Freistaat zu bilden. Es ist dies lediglich erne Vorabstimmung auf Grund, des Antrages der deutsch-hannoverschen Partei, die sich auf Ar tikel 18 der Weimarer Verfassung beruft. Ver langt am 18. Mai ein Drittel der zum Reichstag wahlberechtigten Einwohner des abzutrennenden Gebiets die Loslösung, so hat die Reichsregie­rung den eigentlichen D o l k s b e s chl u ß ar^u- vrdnen und baä Angluck geht seinen Lauf. Auf die Sttmmen Ostfrieslands haben die Deutschs > Hannoveraner von vornherein verzichtet, weil dort nicht die mindeste Reigung besteht, sich von Preußen loszusagen. Was sagen die Partei e n des Reichstages dazu: Die r e ch t s st e h e n d e n Gruppen Haden von jeher ihre sHivermrnattonal- politischen Bedenken gegen die welftschen Bestre­bungen, wie man es früher nannte gehabt. Auch die Deutsche B o l k s p a r te steht streng rur preußischen Oberhoheit. Das Zentrum bat es in seiner Stellungnahme zur hannover­schen Frage am schwierigsten. Der Pa^ei, die m Ehrfachen Beschlüssen ihrer Organi ation Weser- Ems die Abstimmung mit Rücksicht auf das Schicksal der Rheinlande als .zur Zeit unmöglich abgelehnt hat, waren betonntlich früher die drei deutschhannoverschrn Reichstagsabgeordneten als Hospitanten angeschlossen, und diese beantwor toten jene Beschlüsse jedesmal nut der Drohung die engen Beziehungen auszukundigen, falls das Zentrum in Hannov er-Hildesheim dto tung einnehmen würde. Heute, nach den furcht baren Erfahrungen am Rhein und m derPfa^ Earai das Zentrum gar nicht mehr Zanders, es muh sich gegen die Pläne der Deutschhannove- taner aussprechen. Was die D e m ok raten an­belangt, so haben ihre Gruppen in Riedersachsen das Recht der hannoverschen Bevölkerung auf eine Volksabstimmung nach Artikel 18 Keiner faffung grundsätzlich anerkannt. Aber ebento entschieden fordert die Gesamtparier daß m der | Srage des Abstimmungsterm ms Rücksicht zu N«h j men9 sei auf die politische Lage des deutschen Vaterlandes, insbesondere auf .die außen­politische Lage, und daß die Abstimmung nicht vorgenommen werden bürfe, solange eine frmnde Besetzung Rhein und Ruhr bedrohe. Dte- elbe Stellung nimmt auch die Vereinigte So­zialdemokratie ein. Oberpralldent Ros k e, der am 6. Mai im Saale des Rathauses zu Hannover den Kampf gegen kie j^ftimmung leitete, sprach nicht nur als preußischer Verwal­tungbeamter, sondern auch als ehemaliger Partei mann Man braucht kein Preuße oder garGroh- Se zu sein, am die Forderung zu vertreten, daß Hannover vorläufig b e i P r e u h e n bl ei­ben muh. Sonst erheben augenblicklich wieder die Separatisten am Rhein und

Anhang ihr häßliches Haupt. Wird P^ußen jetzt schon zerstückelt, so ist das Reich tier (oren. And ganz abgesehen von der französi­schen Gefahr, hat man die Welfenpropaganda E n g l a n ds in Hannover vergessen? Monatelang waren englische Agenten im hannoverschen Gebiete tätig, um für eine Wiedereinsetzung der Dy­nastie Cumberland Stimmung zu machen. Die alten welfischen Führer der Losreihungsbewegung sind Reichsfeinde, und eine neue hannoversche Monarchie wäre innerhalb des Deittschrn Reiches unmöglich. Man kann als guter Deutscher nur hoffen dah die Deutschhannoveraner am 18. Mat eine Riederlage erleiden.

aendes Bild: Bayrischer Dauern- und Mittol- standsbund 16, bayrische Dolkspartei . 46, Be­amtengruppe Krotvfiel 1, Christtich'saziato Par­tei (bayrisches Zentrum) 2, Deuttcher Block 3, Kommunisten 9, Rationale Landespartei 1 Ber­einigte nationale Rechte 11 Bereinigte soziill- demokratische Parteien 23, Völkischer Block 23 Abgeordnete.

Die Völkischen und ein Kabinett Knilling.

München, 14. Mai. (WTB) Die von einer Hitler nahestehenden Stelle im ..Fränkischen Ku­rier" veröffentlichte Erklärung, dah die Ausgabe der völkischen Bewegung lediglich in der Bekämpfung des Marxismus MW, und tn keiner Weise die Zerschla­gung anderer nationaler Parteien anstrebe, wird von der bayerischen Presse lebhaft kommentiert. DieMünchener Zeitung spricht den Wunsch aus, dah sie den tatsächlichen politi­schen Willen Hitlers zum Ausdruck bringe und dah auch seine Anhänger diesen Willen re pek- tierten, denn dann könne in den innerpolitischen Verhältnissen Bayerns vieles b ess er toerben. Das Blatt bringt die Erklärung HitW in Zu­sammenhang mit einem Leitartikel desVölki­schen Kuriers", wo auch schon zum Ausdrnck gebracht worden sei, dah die Kandidatur Jtnillingd für die Ministerpräsi^ntenschaft unter gewissen Bedingungen be. den. Do l kifcken auf keinen allzu starken Wider st a n d stoßen werde und daß, wenn dto MlYerische Volkspartei den undeutschen Marrismus zur Strecke bringe, dieser Erfolg auf ^Äungen äu ben erfreu-

(iche Rückwirkungen haben wurde. Die Münchener Post" erklärt, die Verneigung Hitlers ^or der Bayerischen Volkspartei ziele offensicht- auf einen An b ie de run g s v e rsu ch z u r Bildung einer Koalition ab Cs habe sogar den Anschein, als ob die Verbindung zwi- fdjen Völkischen und der bisherigen bayerischen Regierungspartei unter der Voraussetzung, daß Knilling wieder an die Spitze der Regierung trete, im Bereich der. Möglichkeit liege«

barung am 18. Januar wird ab 1. Mai mit ber Maßgabe wieder tn Kraft gesetzt, dah nach Mög­lichkeit ab diesem Termin eine Lohnerho- bung eintritt, deren Ausmah sowie die even­tuellen Abänderungen der Lohnvereinbarung vom 18. Januar durch Schiedsspruch an dem Tage festgesetzt werden, an dem die Arbeit im Berg­bau allgemein wieder ausgenommen wird. Die Terminfestsehung und Einladung erfolgt durch den Schlichter für den Bezirk Westfalen. Die Arbeitgeber gaben darauf eine Erklaiung »ii Protokoll, dah sie diesen Schiedsspruch ab­lehnen und sich volle Handlungsfreiheit für die zukünftigen Verhandlungen Vorbehalten.

Der oberschlesische Bergarbeitcrstreik.

Beuthen, 15. Mai. (Wolff.) Zwischen Ver­tretern der oberschlesischen Städte &af>en geftern rn Hindenburg Besprechungen über das Ersuch^ der Streikenden um Un t e r stutzu n g d u r ch Massenspeisungen usw. stvUgefmiden. Die Gemeinden stellten sich auf den Standpunkt, dah eine solche Tlnterstühung em Eingriff in t>en Streik sei und lehnten daher das Ersuc^n ad In den allerdringendsten Fällen soll dle Aimen pflege helfen oder sollen die Arbeiterkinder ge­speist werden. Tieber die Streik läge ist zu berichten, dah die Belegschaft .des Huttonamtes Malapane heute ebenfalls in den Streik ge treten ist. Auf dem Borsigwerk fand heute früh eine Delegschaftsversammlung der Arbeiter I darüber statt, ob man sich> dem Streik durchp a s - siveResistenz anschliehen solle. Auf^den drei I Gruben werden die Rotstandsarbeiten durch« die l^amtenschaft ausgeführt.

Der neue Dayernlandlag.

München, 16. Mai. (WB.) Im bayrischen I Landeswahlausschuß wurde heute das Ergebnis derBerteilung derSitze der Landtagsabgeordneton bekanntgegeben. Zählt man die Ergebnisse der Landtagswahlen im rechtsrheinischen Bayern vorn 16. April und der Landtagswahlen in der Pfalz am 4. Mai mit den Restmandaten und den Landesmandaten zusammen, so ergibt sich für I die Zusammensetzung des neuen Landtages jol-

die Grundlagen für eine Agrarbank, welche die kreditgebende Funktion der Renten bank nicht nur übernimmt, sondern weiter aus­baut bald zu schaffen. Die Dorarbeitoa für diesen Gedanken werden in meinem Ressort geleistet!. Da wir auf jeden Ausweg bedacht sein und auch mit Teillösungen vorlieb nehmen müssen, halte ich des weiteren die Einrichtung eines War- r a n t v e r k e h r s, wie er sich bereits in vielen Ländern der Welt findet, für nötig. Der Warrant- Verkehr ist ein wichtiger Faktor zur Finanzierung der Landwirtschaft in den stillen Monaten und gleicht dem Schielechen Kornzertifikat. Eine dies­bezügliche Gesetzgebung wird in meinem Amt vor­bereitet. Graf Kanih sprach weiter über eine g e - sunde Zollpolitik und eiachteto deren bal­dige Behandlung im neuen Reichstag für dringend erforderlich damit die neue Ernte zum mindesten unter der psychologischen Erleichterung der kom­menden Zollgesetzgebung stände. Der Redner wandte sich des weiteren der Frage des Futter- mittolschuhes sowie der Rotwendigkeit einer

Düngemittelgesetzgebrmg

zum Schutze des verbrauchenden GanbtoirteS vor Liebervorteilung zu. 2luf dem Gebiet des Ber- tohrs mit Milch stellte er eine Verordnung in Aussicht, durch die die bestehenden Vorschriften, soweit jie produktionshemmend seien, beseitigt

werden müßten. Kanitz sprach lieb ganz entschieden gegen eine weitere Enteignung von Kulturland zum Zwecke von Reusiedelangen aus. Einmal fchle es an Geld, wirtlich neu zu siedeln und zum anderen böte die von ihm im

I Februar erlassene Verordnung zur Vereinfachung der Genossenschaftsbildung eine Handhabe, Moor- und Oedlände re Jen in geuxatti- gem Umfange der Kulturnuhring zuzufuhren. Rachdern Kanih noch über den Gedanken der An­erbengesetzgebung gesprochen, berührte er schließ lich die RotwendiAeit einer starken amtlichen Reichsspihenvertretung der Land­wirtschaft, wie er sie in bem Entwurf des Reichslandwirtschafts-Kammerge,«tzes erblicke. Er führte aus: Der neue Reichstag wird von den ersten Tagen ab ein großes Moch von sachlichem Arbeitseifer hn Interesse der Eri-altung der land- wirtschaftlichen Produktion aufbringen müssen. Wenn er sich nicht dazu durch^rngt diese heute wichtigsten Lebensfragen des deutschen Voltes ohne parteipolitische Bindung als gemein­same Fragen der Ration zu betrachten und zu behandeln, geht die Landwirtschaft einer unvermeidlichen Katastrophe entgegen.

Dor allem muß des neue deutsche Reichstag das Erbübel vermeiden, alle,? zu atomisieren und zu analysieren, ganz gleich, ob der Pa­tient, die kranke deutsche Wictschaft, inzwischen stirbt.

Trotz der Rot der Zeit weih ich uns Landwirte einig in dem starken und unwandelbaren Willen, die deutsche Ernährun.g aufrechtzu­erhalten und uns durch diese furchtbaren Zeiten hindurchzukämpfen. Die unbedingte Aner­kennung der Staatsnotwendigketten seitens der l Landwirtschaft und die ileberaeuftung, daß di«

Das Agrarprogramm des Grafen Kanitz.

Berlin, 15. Mai. (WB.) Der Reichsmto nister für Ernährung und Landwirtschaft, Graf Kanih, hielt auf Einladung der brandenburgischen Landwirtschaftskammer einen hochbedeutsamen Vortrag über die reichsgesehliche Förderung der landwirtschaftlichen Produktion flr die nächste Zukunft. Rachdern er die al "Mög­lichkeit, die Wirtschaft allein durch gesetzgeberische Maßnahmen zu meistern, beleuchtet und aus die Mitarbeit der berufsständischen Vertretung selbst hingewiesen Halle, skizzierte er etn festumrissenes großzügiges Agrarprogramm, welches er als eine der Hauptaufgaben des neuen Reichs­tags in Anbetracht der sich täglich verschärfenden .Agrarkrise darstellte. hinter Zustimmung der Ver­sammlung betonte er die unbedingte Rotwen - di gleit, die Rentenmark zu halten, und sprach über die verschiedenen Möglichkeiten der Kreditbeschaffung, wobei er auf dir Rotwendigkeit hinwies, nach Eintreten einer in­ternationalen Beruh gungsatmosphäre der Frage der Kreditbeschaffung aus dem Auslande ohne direkte Verschuldung des einzelnen Landwirts an das Ausland näherzutreten. Er sprach über die inflationistischen Erscheinungen, die sich in- folge katastrophalen Geldbedarfs in der | Preisgestaltung für gewisse Industrieprodukte gezeigt haben.

Die kommende Reichsregierung müsse hierauf ein sorgsames Augenmerk haben. Rachdern Spartrieb, Sparvertrauen und Sparmöglichkeit zur Zeit so gut wie dahin seien, müsse man nach ledern Mittel zur Finanzierung der Landwirtschaft grei­fen. Er führte u. a. aus: Rach dem Sachverslän.

I digengutachten soll die neue Goldnoten- I b an k als Zentralnoteninstitut und auch als ^>ew trallreditinstitut fungieren. Die Golddiskontbam und die Rentenbank sollen nach Ablauf einer be­stimmten Frist liquidiert werden. Die Ren­tenbank soll ihre Kredite an die Wirtschaft nicht I wieder erneuern. "Meines Erachtens läßt der Er^ perienbericht die Frage völlig offen, wie uni w o denn zukünftig der landwirt­schaftliche Kreditbedarf beschafft werden soll, nachdem die neue Goldnotonoant hierfür ihrer Aatur nach als Roteninstitut kann in Frage kommen kann, da sie voraussichtl.ch nur kurzfristige Wechsel wird ausgeben können/ Der neue Reichstag muh Mittel und Wege sinden

Die Pariser Regierungskrise.

Vorig, le.-OItai. <-WD.) Das

' wMdet sich in einem Artikel seines Chesr^rktenrs Robert de Iouvenel gegen die Sozia­listen die eine Beteiligung an einem radikalen sozialistischen Kabinett ablehnen. De Iouvenel "schreibt die Sozialisten wollten ihre Manner mcht äu einer radikalen Regierung hrrgeben. Aber die Radikale Partei, die 180 Abgeordnete urn- faffe könne nicht allein die Aufgabe der Regierung übernehmen, vielleicht verfuge sie mcht einmal - man müsse den Mut haben das ein­mal auszusprechen über genügend Regi^- rungsmänner zu diesem Zweck. Man wurde sie also nötigen, auf der Rechten die MUar beiter zu suchen, die ihr auf der Linken verweigert | würden. Zweifellos wollten gewisse Sozialiston, als sie ben Radikalen ihre Unterstützung ber- sagten, es ihnen überdies auch verbieten, -llntov- stühung auch von anderer Seite änzunehmen. Man dürfe nicht die ilnlogif verkennen, auf die diese Taktik hinauslaufe. Eine derarttge Haltung sei nicht angängig für das von der Radikale" und Sozialistischen Partei zu bildende Kabinett, dem Idas Land sein Geschick in die Hand geben wollte. Wenn sie es täten, toütiben sie eine f^werere Verantwortung auf sich nehmen als die der Re- aierung. Das Kartell hätte dann tatsächlich nur eine Minute bestanden, aber der Sieg der Demo­kratie würde Gefahr laufen, nicht länger zu dauern.

Ein Schiedsspruch

in der Metallindustrie.

Essen, 15. Mai. (WB.) 3n den Lohnww- banblungen der Metallindustrie für die nord­östliche Gruppe wurde heute nachmittag folgen­der Schiedsspruch gesälll: Die Lohnverein-

Erster Blatt (74-Jahrgang

GietzenerAnzeiger

General-Anzeiger für Gberhessen

Berlin 15 Mai. (WTD.) Die Reichs- . Der obenerwähnteDeschluß derDeut^ icgiening ist,"wie^wir erfreu, «U U» Ä" V4-Ä des Beschlusses des Vorstandes der Deutsch- entsprechend dem Ausfall der Wahlen, der den nationalen Dolkspartei entschlossen, Pflicht- veränderten politischen Willen des Bolkes fest- g-m-tz di- ihr übertragenen Regierungs- Äcktr?tt t?t^M-"Mgenwä>>

geschäfte nicht vor dem Zusammen- Regierung entbehrt jeden Rechts, Deutschland trittdes Reichstags aus der Hand in Derhandlungen über das Sachverständigengut- AU geben. Sie hat nicht nur das Recht, son- achten noch entscheidend zu vertreten. Wir erheben dern auch die Pflicht, Deutschland ir. den Ver- « DurchMrÜng

Handlungen über die Sachverstandigengutach- Gutachtens der Reparationskommission voc- ten zu vertreten und -die zur Durchführung der [egt oder auch nur in vorbereitende Ver- Gutachten erforderlichen Gesetzentwürfe Handlungen dem Organisationslomitee oder °°r-ub-r°"°nl°w°h.Hinb-i-. °°, bi- ^^**3 s°gL

immer bedrohlicher werdende Kreditknse, m obgibt oder abgeben läßt. Die Deutschnatio- die finanziellen und wirtschaftlichen Erforder- Volkspartei wird derartige Erklärungen Nisse Deutschlands, die ohne jeden Aufschub nicht als für sie bindend anerkennen, befriedigt werden müssen, wie aber auch in dem Das Programm

SÄÄM » »t|d>na«on«l=n.

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der Reichsregierung vertretene Standpunkt P^schr Hoehsch in einer Welle, die als pro- ' hinsichtlich der Sachverständigengutachten wird grammatisch gelten dürfe, die Ansichten seiner > nach den eigenen Erklärungen geteilt von der Partec über die Regierungsbildung und über bie S°zi-,d-m°.-°.i,ch-n Partei, °°n d-° Z-°- trumspartei, von der Deutschen Dolksparter, n t t feinc Partei mit der Regierungs- von der Demokratischen Partei und von der bstdung betoauen werde^ind erklärt, sie sei darauf Daverischen Dolkspartei, die auch im neuen gerüstet. Sie habe niemals die Derpflich:ung ab» Reichstag ouf j-d-n San übe« eine w-it g-°- «LU n-chMahgab-^r ßere Stimmenzahl verfugen als eine etwaige I r£ßa^nin Wirrer Freiheit und Souveränität die gemeinsame Opposition der Deutschnatio- ^ast der Kriegsschädigungen für iton verlorenen nalen Dolkspartei, der Kommunistischen Krieg auf sich zu nehmen. Aber ihre Gründern- Part-i and d-r Dänischen 3°°^

Partei. Bei dieser Sachlage erachtet die ^nter Einstellung könnte sie nicht Verhand- Reichsregieruug den Beschluß des Dor- lungat Abschluß bringen, mit einer Verpflrch- ftandes der Deutschnationalen Dolkspar- tung für Leistungen, dir v onv orn her ei nun - t°i aU n.chi im E'inNangsteh-nbmi. »W

den tatsächlichen Derhaltn ifsen, Zonale Vollsparici niemals absolut ab- Wie sie sich nach der Willenskundgebung des gelehnt habe, überhaupt möglich seiery das deutschen Dolkes in den Reichstagswahlen er- hänge viel mehr von der Entente als von Deutsch­geben haben. Die Reichsregierung sieht in dem land ab.

Beschluß des Parteivorstandes der Deutsch- Die OrganrsatioNSaUSscyUsse nationalen Partei eine ernste Gefähr- Der Sachverständigen.