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Erster Blatt

174. Jahrgang

Samstag, 16. Zebrnar 1924

GietzenerAnzeiger

General-Anzeiger für Oberhessen

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Ls lebe der deutsche Rhein!

2», 3n44mtri:f!er a T Fuchs Cberptäf Iben len brr TU/eiiiprotMnA.

3u bem tm ganzen Reich bnite flat!» flnbriüm. in Q> leben aus onlu^en (Pnitibcn um acht läge wrkbob.iKm Platz» u ii b Rhetntag baue E». |tl!cia Fuchs einer der heiDvt- togciiofirn Kämpfer für Deufchlands Recht am Tibet n. bl, Gtebaulumrolg» tn:_ un« folgende 2üiS|utrungen zur Qki1ueu;ig zu lie.itn, Die Red.

Die hervorragenden deutschen Verbände haben das dtutfck-e Volk für Sonntag, den 17. Februar, zu einem Pfalz» und Rheintag, zu einer Kundgebung der Drüdertreue, der Einheit des Vaterlandes und zu einem deut» fchen Opftriog aufgerufen. So sehr wir unter eigener Rot leiden, fo grob die Opfer find, die viele zur Steuerung fremden Elends schon ge­bracht haben, her neue Ruf wird nicht un- gehört verhallen: der 17. Februar soll und wird ein neuer Denkstein werden von deutfcl>er Opferwi'ligkcil. er wird erbringen ein neues, starkes Bekenntnis der Liebe zu unserem Va­terlands.

Mit aufrichtiger Bewunderung und würmfler Anerkennung wenden sich unsere Blicke ten bedräng en Brüdern und Schrreftern in den besetzten Ländern am Rheine zu, die neben dem schweren LoS. das ihnen das Ver- fallier Diktat auferlegt hat, in den legten Mo­naten unter dem furchtbaren Terror eines landfremden, entmenschten Gesindels namen­los gelitten und in vielen Fällen ihre Treue zum Taterlande mit dem Leben oder dem Ver­lust von Gesundheit, Freiheit und Eigentum bezahlt haben. Denn herein ft wieder ruhigere und versöhnlichere Zeiten für unser armes Va» lerland und das gequälte Europa herangekom- men sein werden, wird man mit Verehrung und Liebe von jenen Männern und Frauen aus der Pfalz, dem Hessenlande, von Rhein und Ruhr sprechen, die für ihr Vaterland alles anher der Ehre zu opfern bereit waren. Aber schon heute gebührt ihnen unser innigster Dank, den wir neben aufrichtigem und herzlichem vitemps'.nden nicht bester zum Ausdruck brin­gen können, als dast wir. jeder nach feinen Kräften, denen zu helfen suchen, die uns und dem Vaterlande beizustehen keinen Augen­blick gezögert haben.

In diesem Zusammenhang sei auch der Gefangenen und unzähligen AuSgew esenen gedacht, die fern von Heimat und Herd unter Einschränkung und Entbehrung der Entwick­lung ihres ungewissen Sch.ck'alS harren müssen. Gleich unseren Brüdern und Schwestern Im be­setzten Gebiet haben sie, unbekümmert um eigene Interessen, die Pflichten gegen daS Va­terland restlos erfüllt.

Das mutige und tapfere Aushalten un­serer Brüder und Schwestern in den besetzten C^bleten soll uns alle standhaft machen. Wir wollen im unbesetzten Geb et. wo auch harte und bittere Rot an so manche Türe klopft, nicht weniger tapfer sein. Wir wollen nicht zaghaft werden und durch feiges Zurück- weichen vor den Lebensnotwendigkeiten be­wirken, hast die vielen Leiden und Opfer unnütz gebracht sind. Roch ist das Ende unserer Drangsale und Röte nicht abzusehen. Aber wer voll e leugnen, dab sich am Horizont ein Hoff- nungSschlmmer zeigt. Durch den wölkender- hangenen Himmel bringt ein Lichtstrahl. Er wird die Herzen erwärmen und Raum schaffen der Stimme der Vernunft, die allein berufen ist. dieses grausame Zeitalter zum Abschluß zu bringen und unserem Vaterlande und der Welt die einzig mögliche dauerhafte S cherung des schmerzlich entbehrten Frieden- zu ver­schaffen. ___

Deutsche Außenhandels­politik.

Berlin, 15 Mt - . '

-vkinsch.- Aus'chuh d^s oorläuf gen ReichSntrt- fcbtif drutS bd<th f ig:c li<b g'stcr i mit dem 3n- tragc Baltruid. Der AuS chust möge dieRrichs- regierung erfueben bi: Teiorbnu ;g ü.xrr iie Aus­hebung der Linfuhrverbore vor lb.tr ÖntohkOang dem ReicharLitisch^flSrat zur De-

Opfert für Rhein und Pfalz!

Der Pfalz- und Rheintaz. - Das Pfälzer Defreiungswerk. - Die alliierte Kommission in der Pfalz.

Speyer. 15. Frbr iWTB.l Gestern nach­mittag wurden die Städtevettreter. der T* ir.tr r bei K.eiltazet Dr BeierSbörser sowie drei Denrcter >-r piä'.zifchm Presse Don der sci en- der intcrallile ten Rheinland- kornmi' ton et g.-sey'en breigleb eigen PrüiungS- kommilsion für die Vorgitg: In b.-r Pfalz emp- iange i. Die Kommission befähle sich in ihren An- fpna4>en mit der gegenwärtigen Lage in der Pfalt unb crllärie, sie sei gefommei. um Ruhe und Ordnung zu schaffen. wobst sie die Hilfe der Be­völkerung, deS KiclitageJ und der Presse in Anspruch nehmen müfle. Die Mission der Pru- fungSlommlllion laffe sich wie folgt zusammen- fafien

Die intrrall.lette Rhe'mlandkomm.st m überträgt in Ueberemstimmung mit den Rei­fungen brr drei Regierungen, die sie vertritt, einem Spezialkomitee, daS sich aus je einem Vertreter der befchenben Markte zu samme f tzt, die Aufgabe, sch in die Pfalz zu begben, um dort al: Metz nahm en sofort zu prüfen ober dor'uschreiben. bie geeignet sind, bie össet tliche Ordnung unb ben ösfentlicken Dienst wiederher ustttter. Dir Bevölkerung, welcher Part.irichtung sie auch angehort, wird ausgeforb.rt. In unbedingter Ruhr bie Mast- nahmen, bie getroffen werben, abzuwarten. Iedcr Zwischenfall von Unruhe, Kundgebung usw. wird fttengUenS bestraft.

lieber bie Besprech ag:n meldet ferner daS ,D. T." aus Speyer, die dea.schrn Vertreter bälten die unztixstdeu ige Erklärung abgegeben. Pah der Kreisral M eöwegS befugt sei. irgendeinen Alt ourzunchmen. d r die rech:mähige Pfalzre^ierung auSlch<al:e. Der Kreisrat könne unter keinen Umständen als Regierung angefpro- chen werden Im Lause der Derhandiungen sei dann fclgenbc Deieinkorung zum Zwecke der Diederaufrichrung des DerwaltungSapparatS ge­troffen tporben; Die von den Separatisten auogewicsenen Beamten sollen unverzüglich wieder zurückkehren. Die Rückkehr der von den Besatzungsbehörden während deS RuhrkampseS auSgewiesenen Beamien soll nach Prüf mg von Fall z u Fall erfolgen. Die in bei Pfalz verbliebenen B-<IM en sollen unverzüg­lich ih.e $ä Igtcli wieder auf nehmen.

Die von beutf'biCT Seit: gestelltr Forderung, daß die Separc t stenherrschast restlos beseitigt wird, soll Deruckslchtigung finden.

In allen diesen Fragen feil der Ve.handlungSauS- schätz deS Kreisra S die B-cmUlleirolle zwilchen der Interalliierten K:mmif ion. der Der>öl erung. d^r Reichs regle ung unk der bayerischen Regierung übem.'bncn. Diese zunächst provisorischen Te.dn- (»atuT'.g n unterliegen nach der Ge lehmigung der pfätufd/tn Regierung, die bekann ltch ih.en Sitz nach Hcidell'eig veileg*. hat. Die die .Boss 3:g aus Speyer meldet, werden sich die Mitglie­der deS KreisratS und die interalliierte Untcr- suchurgikommisston heute rach Heidelberg be­geben. um dort mit der pfälzischen Regierung zu verhandeln. .

DaS .Scho d u Rhin", das Organ der Be­satzungsmacht, schreibt über bte Pirmasenser Dor- -g-, daS bärtige Blutbad fei ein Beweis dafür, bah gerabe in dem Augenblick, wv Frankreich die Gemüter beruhigen unb bi: Uncinigfeit auS r<m Wege schassen w-lite, bie .Mörder van Hetbciberg" den Augmbiick Tür geeignet dielten, die burch bi: örmorbung verschiedener 2LiMn>- mlfien,Lbrcr b<gonn/ne H^tX aus bie S^i)e zu ircib?n. die seit der Untersuchung be­eng l i s che n Generalkons ulS sehr an- gewachsen fei. DaS gror}c Blutbad fei dir Zischt die cr nanvnali tisch« i Verhetzung b;e van lern ör suchen KleruS. der vi-.-l mehr poli- i i f cb e n als evang- ltschm »roigunien gehorche, I tbcr mit^emacht tr-rX*. Gegenüber dieser !* Darstel una ist bem boch auf di: well- beTannt: Tatsach' hinzuw- ilcn. b.ib nicht einzelne natkanclisti che Element'', fvtbcm

gitächvüng^vörsulegen. In der Begründung des L «rages wurde betcni. nun dürfe durch dm ge­planten J.-dau der Sinfuh.n>er-o e das Ei fuhr- syst.-m ni > rolHomm n zer chlagen ohne h e.für Kompensationen im 2 u S l a n de zu er­bt en unb sie als Te bani l irg das s zu benutzen. Die Schutzzölle könn en Xe Lia., Igri Ern- fubrtaTbcte nicht ersetzm Wurbe.1 bje Anfuhr- PcrÜLte bür') umtangix-iche Fall-r ho bangen er­setzt. dann wurde iich der 3nLijibupreU auf den Weltmartlpreiv pluS Zoll er^ahe-r.

Hierzu f-hrte

Reick SwirtschastSminister Hamm auS: Der Abbau uib bie 2lusheeung der Einfuhr­verbote Men rraatymbia. um imkre* InlanbS» wirtschaft wieder f i ch-' Imrul e zu gel«-> und um den nctir<nbig nÄnschluhan de aJB c 11- handel herzustellen. So ers.e lich die ^a:lache der Meistbegünstigung in tem Hand.l»- Derrag m:i Amerika unb bi: v^n rem englischen Volk bei t<n Mahlen be'un- bc:c grundäi.l che E nlie.lung lei. fo gehe tm ganzen durch werteste Teile der Er^e >er Drang nach nationaler Abschlietzung !»emgegenüber st>che Deutschland, das I4)an var tem Krieg: ohn. den Welthandel mch: leben f.-n t: ui) das petzt eine grah* D völ'eruna aal gc chm-Urtem Dodai bd scheverstEm Verlust an

die gan»e Bevölkerung den Pirmasens sich gegen die Tergctra t gung ter Freiheit und dcS Friedens erhoben

hat. unb wie in PirmasenS. so bat bie elemen­tare MlkSbewcgung in ber ganzen Pfalz sich ber Aatonvmisten zu entledigen gesucht. Menn auch bie De ayungsvehSrX' immer mir die Arg HZriqen be. u ig b u.ita Meh.h n ber Pfäl­zer Bevcl'crung vor bk* Kriegsgerichte schleppt, n-äbrrnb bk eigentlichen Ruhestörer bewaffnet herum laufen unb s liebliche Bürger diang'alieren unb selbst vor Mard unb Todschlag nicht zurückschrecken, fo wird baS Urteil ber Welt sich nicht täuschen lassen, wer bk Urheber der so tief bedauerlichen Ereignisse bei letzten Tage waren.

Die Zahl ber bei dem Pirmasenser Blutbad umgefommenen Personen bürftc sich aus 20 be­laufen; darunter befinden sich 16 Separatisten unb vier Zivilpersonen (Sin Teil der hier noch anwesenden Separatisten wurde gestern abend unter französischer Bedeckung ht Autos aus der Stadt abtransportiert.

Ein weiterer Teil befindet sich noch bei ber hie­sigen Polizei in Gewahr am. ber die Bewachung anDcrtraut ist. Den PoUzeibeamlen wurden von den Franzosen bie Schuhwas en abgenommen General de Metz und ber OberkommissarSi­ra rb waren hier anwesend. DaS Erscheinen ber .Pirmasenser Zeitung' ist Immer noch verboten Der Verleger der .Pirmasenser Zeitung ist au- unbekannten Gründen verhaftet unb in seiner Wohnung eine Haussuchung Dorgenommen wor­den. bie jedoch ergebnislos verlies In Speyer erschien im Gebäude ber .Psälzer Zeitung" eine Abteilung Separatisten unter Führung deS .Pressechef-- Schmttz-Epper unb nahm einige Teile ber Druckmaschinen fort, um das Erscheinen deS Blattes zu verhindern Auch nahmen sie einen als Vertreter deS vertriebenen Schriftleiter- und Verleger- tätigen Studenten mit sich den sie auch heute noch als Geisel festhalten.

Die Pariser Kammer zu den Pfalzvorgängen.

Paris, 16. Febr (WTB.) Auch in der französischen Kammer tarn eS zu einer kurzen Debatte üoer die Vorgänge in ber Pfalz. Der Abg. Leföbre erklärt, was ihn am meisten beunruhige, fei die Tatsache, bif) eine Ban^e 80 Kilometer weit biJ auf 12 Kilometer an bia französisck^ Grenze habe herankommen können, um das Krei^amt in PirmafmS zu stürmen unb bie Separat! st en n leberzumetzeln. Der royalistisch' Abgeordnete Dau be t ruit da­zwischen. noch fchli nm'r sei, bah bi 5 Wolissch« Bureau bi: eremplansch: Haltung ber französi­schen Behörden ses!stelle. Poin^arö erklärt, die sranzöfischcn Behörden hätten selbstverständlich ReuIralität gewahrt unb nach Massgabe deS MöglichTn bi: Orbiuni gesichert. Zum ersten Male hab: bie Rheinla dko.mmiisi m einsch ietzlich des englischen Delegierten e l n ft l m m 1 g ben Belagerungszustan b verhängt. Die Tatsachen hätten b:r französischen Politik Recht gegeben. Der sranzösisch: Oberbelegierte selbst hätte an- crf.imcn müssen, bah die Provokation von ber nationalistischen Regierung be­schlossen worden sei.

England und bie Pfalz.

Die .W stminster Gazette" schreibt, die Schwierigk i en be.ien Macdonald bei dem Ver­suche g ~gcnüberffcbe, eine Regelung ber Pfalz- fnage zustandezubrirgen. gingen au» brr Haltung ter franwlilch.m Preise gegenüber den letzten Vocko.nnnnis ei in ber Pfalz hervor. Wenn man ttd.n Stimmen glauben solle, sei die separa­tistische B.'wegunz spontan geaxlen, während der aug nblistltche Rückstoh offiziell or­ganisiert f;L So sei die Srmorduna von loyalen Bürger, nur ein normaler Zwischnifall bei täglichm Labens gtaaefen, a»t die Tötung

von Separatisten eine barbarische Rache Eine solche Blindheit lei ebenso schwer zu ver­stehen wie zu heilen. Un er be n Hinweis darauf, bah geg'nüber der sorgfältig angezettelten separatistischen Bewegung

ber jetzige Rückstoß natürlich unb unver­meidlich

gewesen fei. sowie auf bie Tle^e des Haffes, der die M.hrheli b*r Psalzb volle.ung gc-ten die Separat ist en erfülle, die Geld und Wa'frn von

ein Regime t n seinem Interesse zu enichten. fährt bk .Westminster Ga^l'.e" fort Im Interesse des et amen guten Ramms mühten die QII. -.irrten jedoch die Orbiunui bei ft eilen.

Ma, bonalb dürfe nichts ungeschehen lassen, um eine baldige Vcrei rbarung mit Frankreich zu finden, die den Deutschrn ihr

unantastbares Recht der SelbstveNvaltung wieder gebe. In dieser Frage dürfe von einem .Rachg bni' Frankreichs gejenüber Qwiglanb nicht gesnrvchrn werben, denn bie Ehre Frankreichs er­fordere. bah c3 eine Intrige wieder aufgebe, bie so schamlos sei, bah sie fast ungläubig erscheine.

.Daily Ehronicle" sagt: Die gesamten Schwie­lig keilen in ber Pfalz seien aus ber Art ent­standen, wie Poincarö. nachdem eS ihm nicht gelungen sei, eine wirkliche separatistische Be­wegung Im besetzten Gebiet he^naorzurufen, diese künstlich z u schaffen verbucht Hube

Be-a'lte Derschwöe-e,

bie sich stellten, als feien fie bayessche Patrioten, seien In das Land eingef allen, um Ihre berüchtigt LoSlösungebrwegung von Deuis^lanb ei izulet en. Verabscheut von der Bevölkeining. hätten sie be­waffnete Unteiflühung durch Banden wilder Abenteurer und Verbrecher, die in organisierten Transporten einttafen. gesunden Sie hätten bk örtlichen bayerischen Beamten unter Drohungen ober Gewaltanwenbung abgefeyt unb eine Herr­schaft deS Terror- errichtet, die von ben fran­zösischen Offi-i'ren gcbulbet ober gar ermutigt worben sei AlS bie Franzosen ben separatisti­schen Agenten ihre Unterstützung entzogen Hutten, sei bie Bewegung zum Untergang verurteilt ge­wesen Aber weshalb sollten sich nun bie Alliier­ten in eine Ausgabe einmischen. die bie Bayern wenn sie gerecht behandelt würden, selbst durch auf übten vollkommen fähig feien, eS würbe ge­nügen, die separatistischen Rowdles, bie in das Land geb acht worden seien, wegiuschaf en und die gewaltsam abgeleyren bayerischen Beamten wieder elnzu setzen.

Sammlungen für Pfalz und Rhein.

Berlin, 15. Febr. (WTB) Der Arbeits- riu-schuh für den Pfalz- unb Rbetntag gibt be- fannt: Der pieufstfche Staat-kommiNar für bie Regelung bei Wohlfahi^svslege hat genehmigt, bah nl*t nur am 17. F.'bruar, sondern auch am 2 Ääiz In Verbindung mit dem unter der Bezeichnung .Pfalz- und Rheintag" geplanten Volk-kundg'bung.m öffentliche Sammlun­gen zugunsten ber von der Separat!stenherrschast betroffenen Telle teS besetzten G:bietes veran­staltet werden. Bel Sammlungen auf öfsentllchrn Straf-en unb Plätze:i ist durch die totalen Aus­schüsse das Einverständnis der Ort-poli.zeibehSr- ben einzuholen. Dl: gesammelten Geldbeträge sind auf Pvsifcheckkonto .Deutsche Psalzspende, Derlb» Rr 58 700" zu überweifen.

Der über bie Derwenbtmg der Geldmittel «-tfcheidevde F ncm'ausfchutz

seht sich aus folgenden Peilönlichkeiten idarnmen: Bachem. Regieiungsrat. M d L . Dräger, ae,<täft^fübr.nix-6 Vorstandsmitglied deS Ar- beitSausfchus e- deutscher D-rbände. Vorsitzender M AuS'chul'eZ für ben Pfalztag. Erkelenz, MdR. Vorstandsmitglied des Gewerkschaft-- ringe- deutscher Arbeiter-. Ancesteilten- u.ib Äe-

Rohstaffgcbi.ten, aus- und inlÄidi'ch^i Spar- ve--rn unb Kop.talkratt zu ernähren habe, in emer Zeit tiefen Abstürze- ber hei­mischen Konsumkraft, an t«:ei Rieber- ga-g nicht nur bi: dnitsch^ svnd.-rn auch di? euro- pästch. Wirtschaft kranke S-nitf Uand mülle daher c r.e gesteigerte Ausfuhr anstreaen. Man kön:ae aber n^cht grunbiäyUch Oie Lusfuyr fordern unb bte Einfuhr sperren,

darum müßten wir von dem System der Ent­fuhr verbot: zum System des Zoll.chAtzes uber- gehru.

Das werbe nicht nut d.iem Male unb bebm- ocfchchen. Wir mühten vielmehr er­warten. dag auch in anderen Ländern nur Der- brt aufg-(r>Lei w rden, w nn wir van dort auch andere alS lebensnotwendige Waren heocinrähmer.

Wenn wir auch auf längere Zeit teuere- Geld haben werden, fo ist eS doch nicht zu billigen, wenn der Zin-fatz für Xentenma.?- krebne, die von der Reichsbanl zu 10 Prozent an bie Bankrn abgegeben werben, in der W c i - teroergebung auf 20 unb noch mehr Pro- zcnt gesteigert nrrb Rotwendiz ist vor allem, auf bet durch bie Festigung der Währung ge­schaffenen n-uen Grundlage bie Spartätig­keit mit allem Rachdruck auzuregeu. Ein gün­

stiger Kreditzins ist hier von ausschlaggebender Bedeutung

Die TexMregiermfl Ist bemüht, der Landwirt- fck^t über die gegenwärtige Ze t der Krife befoudrrS durch Kredite hinweg uhelfeu.

Der jetzige Tiefstand deS Reallohns ist auch wirtfchaf l'ch zu bedauern, doch muh man In dieser Hin ich, bedenken, bah die Gefahr einer neuen Inflation unter allen Umstanden vermieden werden muh. ES 'st zu begrüben, bah bie Rot­wendigkeit anerkannt wird, ber hochwertigen Ar­beit wieder Im Lohn ihren Anteil einzuräumen. Die Regierung ist bemüht, einet weiteren Preissenkung die Bahn zu ebnen. Deutsch­land hat zur Zeit wohl ein: aktive Handels­bilanz. doch ist diele nicht weniger ungünstig al« eine passive Handelsbilanz ber Zähre nach dem Kriege, t^-il fie ein Zeichen des Aus­blutens unserer Wirtschaft ist. Zu er- ft t eben ist die W i e d e r e i n r e i h u n g i n die Internationale Arbeits- unb Wirt­schaftsgemeinschaft der Völker mit nn»r dauerhaften, aus den Erzeugnis'en der ausländi­schen Arbeit gefchöpsten aktiven Ha delSbllan- alA Aufdruck eines erarbeiteten Heberschufles der AuLfuht übet bte Einfuhr.